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Thema: (?) (1027) Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1045 Beiträge:
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DL8AAM Am: 25.06.2013 20:49:22 Gelesen: 507253# 721 @  
@ DL8AAM [#615][#649]

Der Postdienstleister "Intermed Service - DATATRANSFER Logistikservice" ist noch aktiv. Habe gerade einen C4-Umschlag meines 'üblichen' Absenders, der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) Bezirksstelle Göttingen, bekommen. Da ich leider keinen Großformatscanner habe, habe ich die entscheidenden Bereiche einzeln gescannt:



Der Erfassungsspray von INTERMED SERVICE mit Kundenklischee des Absenders vom 16.05.2013

INTERMED SERVICE betreibt ja bekanntlich einen bundesweit aktiven "Kurierdienst" für Kunden aus dem medizischen Bereich und sammelt dabei gleichzeitig Briefsendungen für ihre "Privatposttochter" DATATRANSFER Logistikservice ein, 'dienstliche' der Praxis aber und auch 'private'. Zitat " Mehr als 15.000 Ärzte, Apotheken, Laboratorien und Krankenhäuser sowie Kassenärztliche Vereinigungen, Optiker, Abrechnungszentren, Filialisten und private Kunden vertrauen unserem Know-how und unserer Zuverlässigkeit. Sie versenden auch Briefe und Pakete über unseren Fahrdienst DATATRANSFER Logistikservice." [1]. Ob die die Sendungen in den Regionalniederlassungen oder in der Zentrale in 21502 Geesthacht bearbeiten ist unklar. Die für uns am nächsten liegende wäre die Niederlassung in Braunschweig.

Zumindest haben die nach einiger Zeit entschieden den Brief (aus Göttingen) an den Endempfänger (ebenfalls in Göttingen) doch lieber der DPAG zur Zustellung zu übergeben. Frankiert wurde am 22.05.2013 mit dem Neopostgerät 1D15000360 mit passenden Kundenklischee des Absenders KVN, das ganze wurde dann anschließend über Freesort/K2055 konsolidiert. Ich habe die Konsolidiererkennzeichnung, inklusive des mysteriösen 2D-Martixcodes, per Bildbearbeitung nach vorne geholt.



In der Vergangenheit sind mir etliche Sendungen von diesem Gerät - leider bisher immer ohne Kundenklischee - in die Fänge geraten. Bis auf einen leider sämtlichst auch ohne Absenderangaben. Da die aber alle von einem meiner "Zuträger" aus dem medizinischen Umfeld stammen, passt das schon. Der mit Absender trägt einen rückseitigen Handstempel "HELIOS Kliniken GmbH - Zentraler Dienst" (10117 Berlin), versendet wurde eine Information für deren "HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik" in 37154 Northeim.



Die Frage ist, ob INTERMED SERVICE oder vielleicht auch der Konsolidierer Freesort das Gerät betreibt. Da bisher aber alle Belege für Absender aus dem Medizinsektor stammen, könnte INTERMED als Betreiber sehr gut möglich sein.

Hat jemand weitere Belege von diesem Gerät?

Ansonsten hat sich zwischenzeitlich bei INTERMED SERVICE noch einiges interessante für den Privatpostsammler getan, neben den bisherigen roten und blauen Briefmarken ("Brief-Etikett") gibt es nun eine Marke in gelb für die Wertstufe zu 90 Cent Brutto. Auch haben sich die Preise für die roten von 45 auf 48 und die der blauen Marke von 55 auf 58 Cent Brutto erhöht.

Das aktuelle (Stand 01/2013) Portoblatt findet sich hier [2]



Nun wieder meine alte Frage, hat schon einmal jemand Sendungen über INTERMED SERVICE gesehen? Vielleicht mal Eure Hausärzte ansprechen, die sind bestimmt froh, wenn regelmäßig jemand kommt, der neben dem schnellen Durchziehen der Versichertenkarte, ihnen auch das Altpapier entsorgt, Dumpster Diving ;-))

Neben Briefen können auch Pakete mit den Wertmarken frankiert werden.



Beste Grüße
Thomas

[1]: http://www.intermed.de/brief-paket
[2]: http://www.intermed.de/sites/all/themes/cont/dateien/_02_pdfs/_03_logistik/Info_Brief_Etiketten_2013_Gee-online.pdf
 
mumpipuck Am: 28.06.2013 14:04:25 Gelesen: 506324# 722 @  
Eine Frage an die Experten. Ich arbeite bei einem großen Dienstleister und greife ab und an mal in den Papiercontainer und rette einige Belege. In dieser Tonne finden sich sehr viele Belege, wie sie hier gezeigt werden. Häufig sind Behörden, Versicherungen oder Banken die Absender. Aber woran erkenne ich denn heutzutage, ob es sich um einen normalen Freistempler des Absenders oder um den eines Privatpostanbieters handelt ?
 
Pete Am: 02.07.2013 21:29:12 Gelesen: 504722# 723 @  
@ mumpipuck [#722]

Aber woran erkenne ich denn heutzutage, ob es sich um einen normalen Freistempler des Absenders oder um den eines Privatpostanbieters handelt ?

Gute Frage, nächste Frage. Pauschal lässt sich diese m.E. nicht beantworten, allenfalls einschränken. ;-)

Wir gehen erst einmal davon aus, dass die beim Dienstleister eingegangenen Belege innerhalb Deutschlands verbleiben und nicht über das Ausland nach Deutschland zurückkehren (unzulässiges ABA-Remailing). Dann solltest du dir bitte die Frankierung einmal näher anschauen. Wenn dort nicht die Wörter "Deutsche Post" im Frankit oder im Wertrahmen des Absenderfreistempels auftauchen, handelt es sich vermutlich (generell) um Sendungen der Mitbewerber (moderne Privatpost).

Wenn dort die Wörter "Deutsche Post" auftauchen, müsste man sich die Sendungen näher ansehen, da auch Mitbewerber der DPAG i.d.R. über eine Frankiermaschine verfügen oder über einen Konsolidierer frankieren und konsolidieren lassen.

Alternativ: Bitte hier einige Beispiele zeigen oder, sofern bereits von anderen Mitgliedern veröffentlicht, die Beitragsnummern ([#XXX]) oder Bildlinks aufführen. :-)

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 03.07.2013 14:42:47 Gelesen: 504613# 724 @  
@ mumpipuck [#722]

Nun möchte ich auch mal was sagen. Leider ist, wie Pete schon schrieb, eine generelle und einfache Aussage kaum möglich, aber grundsätzlich gilt, "je grösser die absendende Institution ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Freistempler-Franktur wirklich vom Absender selbst stammt". Selbst, wenn im Kundenklischee "Firma ABC" steht, muss das Gerät noch lange nicht zwangsläufig vom Absender selbst betrieben werden. Viele größere Firmen und Institutionen lassen nämlich ihre Post von externen Dienstleistern abholen, frankieren und einliefern. Zum Teil werden auch Dienstleister eingeschalten, die die Sendungen für den Absender drucken lassen, früher nannte man so etwas outgesourctes Schreibbüro, heute würde diesen Part unter den schwammingen Oberbegriff "Lettershop" zusammenfassen. Die bieten fast alles an, von individuellen Schreiben, die per Internet an die Druckerei übermittelt werden, über Strafzettel und Rechnungen (inkl. Mahnungen) bis zur Mailing- bzw. Werbeaktion und Katalogerstellung, -druck und -versand, alles ist denkbar.

Als einfacher Empfänger kann man die wirkliche Herkunft kaum unterscheiden, da sich die "Lettershops" und Frankierservices nur selten gegenüber dem Postempfänger zu Erkennen geben. In den Anschreiben steht in aller Regel ja der echte 'verursachende' Absender. Werden Freistempler zur Franktur eingesetzt, werden oftmals Kundenklischees dieser Absender geschaltet, so dass der Empfänger denkt, die Sendung stammt aus einer Poststelle im tiefen Keller der Versichung XYZ selbst. Fehlt ein Kundenklischee vollkommen, sollte man zuerst an einen Fremdbetreiber denken, muss ab er nicht immer stimmen.

Eine Aussage gelingt meist (bzw. immer öfters) trotzdem, wenn man viele 'hunderte' von Belegen gesichtet hat. Wenn auf einmal ein Gerät (individuelle Gerätenummer) auf Sendungen von 50 verschiedenen Absendern auftaucht, kann man zumindest schon einmal sagen, dass der Absender bestimmt nicht der Versender bzw. Frankierer ist. ;-) Damit steht aber noch lange nicht fest, wer denn der echte Anwender des Geräts ist. Hilfreich sind dann seltene Einzelbelege, wo der Frankierservice mal sein eigenes Kundenklischee verwendet, z.B. "Service-Center" von TNT/PostCon. Ähnliche Klischees sind u.a. von Freesort und DP InHaus Service bekannt. Neben diesen großen Konsolidierern, bieten aber die meisten örtlichen Privatpostdienstleister einen Frankierservice (für Abgaben an die DPAG) an. Im Prinzip hilft nur Sammeln, viel Sammeln und noch mehr Sammeln, je mehr desto besser, dann sichten und versuchen Gemeinsamkeiten und Verbindungen zu erkennen. Je mehr Kumpelse man hat, die Firmen- oder Behördenposteingänge besorgen können, desto besser, je mehr unterschiedliche "Geschäftsfelder" diese Firmen abdecken, desto noch besser. Gerade das Detektivspielen macht hier den Spass aus. Wenn die Frau, alle 2 Tage die Augen verdreht, wenn Du wieder 4-5 Kopierpapierkartons voller Altpapier aus Deinem Auto auslädst, in die gute Stube buckelst, auf dem Wohnzimmerteppich auskippst und dutzende kleine Häufchen machst, hast Du alles richtig gemacht, um in 1-2 Jahren eine erste vage Idee zu bekommen. Man kann aber auch hier im Forum mal fragen. ;-)

Viel Spass beim Hobby
und beste Grüße aus der Regenstadt Göttingen
Thomas
 
Tuffi Am: 03.07.2013 17:51:33 Gelesen: 504565# 725 @  
@ DL8AAM [#724]

Hallo Thomas,

Dein Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf.

Mein Eheweib bekommt die Kartons in der Regel nicht zu sehen. Die Ausnahme war neulich ein großer Pampers-Karton (eignet sich vorzüglich), der mit der Post kam und von ihr angenommen wurde. Das darauf folgende Donnerwetter war bis zum anderen Ende von Münster zu hören.

Auch wir warten in Münster auf den Sommer.

Gruß Walter
 
DL8AAM Am: 03.07.2013 18:06:13 Gelesen: 504558# 726 @  
@ Tuffi [#725]

Walter, ein kleiner Tipp: Beim Reinschleppen immer gleich versuchen die Einladung zum Italiener rauszuschnaufen. Das Problem ist nur der zunehmende philatogene Pizzabauch. ;-)

Beste Grüße und ich bekomme gerade Hunger.

Thomas
 
mumpipuck Am: 03.07.2013 18:16:01 Gelesen: 504551# 727 @  
@ Pete [#723]
@ DL8AAM [#724]

Danke für Eure ausführlichen Antworten. Leider fehlt mir die Zeit große Mengen in der Poststelle auszusieben. Ich habe aber zufallsbedingt Einiges hier.
Das ist nicht mein Sammelgebiet. Es tut mir aber natürlich als echtem Sammler weh Dinge wegzuwerfen, die andere Sammler interessieren könnten. Das es die gibt, habe ich in diesem interessanten Thema gelernt. So hatte ich gehofft, lernen zu können, wie ich die Belege erkenne, um zielgerichtet, was mir in die Hände fällt aufzubewahren. Es zeigt sich, dass das ohne fundiertes Wissen nicht möglich ist und auch die Experten eher empirisch arbeiten müssen. Ich habe daher bisher auch im Wesentlichen eindeutig als Privatpost erkennbare Sendungen ausgesiebt.

Ich werde "demnächst" aufräumen. Dann versende ich gerne eine "Probesendung" gegen Portoersatz. Falls jemand etwas zum Tauschen aus meinem hier hinterlegten Sammelgebiet hätte wäre das toll. Aber auch sonst findet sich bestimmt etwas.

Wer Interesse hat möge mir eine E-mail senden. First come - first choice!

Noch ein Hinweis: Die Belege sind in der Regel sauber maschinell dreiseitig geöffnet (Banköffnung).
 
afs-53 Am: 04.07.2013 15:37:45 Gelesen: 504389# 728 @  
@ DL8AAM [#724]

Wenn die Frau, alle 2 Tage die Augen verdreht, wenn Du wieder 4-5 Kopierpapierkartons voller Altpapier aus Deinem Auto auslädst, in die gute Stube buckelst, auf dem Wohnzimmerteppich auskippst und dutzende kleine Häufchen machst, ...

Kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. :-) ... vor allem, wenn Mitglied Pete bei mir mitmischt.

Gruß
afs-53
 
DL8AAM Am: 12.07.2013 18:46:32 Gelesen: 500666# 729 @  
@ afs-53 [#728]

;-)

In einer der letzten "Lieferungen" habe ich auch etwas ganz ganz neues gefunden. Vier Umschläge von 2009 bis Juni 2013 von einem Duderstädter Kurierdienst. Duderstadt ist von hier zwar nur so knapp 20 km entfernt, aber der war mir hier im regionalen Oberzentrum Göttingen bisher vollkommenst unbekannt, dazu gibt es weder einen eigenen Internetauftritt dieses PP-Dienstleisters noch irgendwelche bisherigen philatelistische Erwähnungen. Auch so etwas gibt es noch, absolute Neuentdeckungen! Mjammm, eine wahre Grüne Mauritius aus dem Eichsfeld. ;-)

Da es sich um ganz ordinäre Fensterumschläge ohne Absender und weitere Vermerke handelt, habe ich nur den Briefstempel dieser Privatpost gescannt:



Grüner Handstempel vom 16. Juli 2009 ("Duderstädter Kurierdienst / Steintorstr. 15 • 37115 Duderstadt / Tel.: 0 55 27/84 90 24"). Im Internet findet sind hierzu ein "Jürgen Eckermann - Kurierdienst Duderstadt".

Und auch 4 Jahre später sieht der Stempel noch ähnlich aus:



Grüner Handstempel vom 11. Juni 2013 ("Duderstädter Kurierdienst / Brunnenstr. 17 • 37115 Duderstadt / Tel.: 0171-4897806"), unter der neuen Adresse findet sich außer einem Branchenbucheintrag "Alena Schauenberg - Kurierdienst Duderstadt" nur ein Facebook-Profil der Betreiberin [1].

Neben diesen zwei gezeigten "Varianten" des Duderstäder Kurierdienstes schmeisst Google noch eine dritte aus: "Annegret Eckermann - Duderstädter Kurierdienst" (Auf der Klappe 13, 37115 Duderstadt). Die Facebook-Freundesliste von Alena Schauenberg nennt eine "Anne Eckermann, verheiratet mit Jürgen Eckermann", deshalb vermute ich das es sich hier wirklich um ein und dieselbe PP handelt. Wozu Facebook doch alles gut ist, selbst für philatelische Forschungen eignet es sich hervorragend. ;-)

Das wirkt fast alles wie so ein lokaler Privatpostanbieter der guten alten 'klassischen Periode' Anfang der 2000er Jahre, wo jeder Besitzer eines verrosteten Lieferwagens ohne TÜV oder eines klappernden Fahrrades sich mal schnell eben einen Handstempel besorgt und seine eigene Post gegründet hat. Das waren noch Zeiten, wehmuuuut ... ;-)

Gruß
Thomas

[1]: http://www.facebook.com/alena.schauenberg
 
DL8AAM Am: 15.07.2013 19:37:25 Gelesen: 499989# 730 @  
@ DL8AAM [#721][#615][#649]

Nach einigem "Nachfragen" im ärztlichen Bereich konnte ich nun endlich einen weiteren Brief der Privatposttochter ("Zweigniederlassung") DATATRANSFER Logistikservice des Medizinprodukteversands Intermed Service ergattern, aber noch immer nichts mit deren Briefmarken freigemachtes.



Brief der Herzog-Julius-Klinik in 38667 Bad Harzburg an einen Arzt in 37073 Göttingen vom 04.07.2013. Vorderseitig keinerlei Kennzeichnung, diese findet sich in einfacher Form auf der Rückseite:



Tintenstrahlaufdruck "DATATRANSFER 04.07.13"

Beste Grüße
Thomas
 
EdgarR Am: 17.07.2013 12:43:02 Gelesen: 499651# 731 @  
Keine guten Nachrichten von der Nordbayernpost heute!

Der Bayerische Rundfunk meldete heute: http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/nordbayernpost-nuernberg-entlassungen-100.html.

20 % der Belegschaft "freigesetzt" und "Konzentration auf die Städte" bei "Rückzug aus der Fläche" - das klingt mir aber gar nicht gut!

Phile Grüße
EdgarR
 
Pete Am: 17.07.2013 19:22:04 Gelesen: 499579# 732 @  
@ DL8AAM [#729]

Ja ja, es sind immer die Kleinen, die einem das Leben schwer machen. ;-) Alles Andere wäre doch zu einfach. *g* Daher am besten jedes Unternehmen fleißig dokumentieren.

In Bezug auf meiner Sammlung geht es mir nicht anders: Lange Zeit tauchen lediglich die "üblichen Verdächtigen" auf und man meint, man hätte quasi alle Briefdienstleister aus seinem Einzugsgebiet (= Sammelgebiet) gesehen und plötzlich kommen innerhalb weniger Wochen gleich mehrere neue Briefdienstleister zu Tage. Normalerweise handelt es sich hier um sehr kleine bzw. Kleinstunternehmen (teilweise maximal ein Mitarbeiter pro Briefdienst), welche dann ausschließlich regional (z.B. nur in einer Stadt) zustellen und über ein geringes Sendungsaufkommen verfügen (Bsp. 200-300 Sendungen pro Tag) bzw. nur eine kurze Zeit (z.B. einige Monate) tätig sind/waren. Wenn man nicht gerade über einen Empfänger (Posteingang) verfügt, welcher generell von allen möglichen gewerblich tätigen Absendern angeschrieben wird (Bsp. Stadtverwaltung oder Finanzamt), dann kann es bereits schwieriger werden, diesen privaten Briefdienstleister "zu ertappen".

@ DL8AAM [#721]

Nun wieder meine alte Frage, hat schon einmal jemand Sendungen über INTERMED SERVICE gesehen? Vielleicht mal Eure Hausärzte ansprechen, die sind bestimmt froh, wenn regelmäßig jemand kommt, der neben dem schnellen Durchziehen der Versichertenkarte, ihnen auch das Altpapier entsorgt, Dumpster Diving ;-))

Ja. :-) Mittlerweile sind zwei Exemplare aufgetaucht!



C5-Sendung aus 31228 Peine nach 40XXX Düsseldorf; Posteingangsstempel 23.01.2013 eines für medizinische Unterlagen relevanten Empfängers

Ich schließe im o.g. Fall nicht aus, dass der Brief versehentlich nicht DPAG-frankiert wurde, d.h. der Absenderfreistempel DPAG fehlt. Mir ist bisher nicht klar, wer außer der DPAG die Sendung sonst hätte zustellen können. Weitere Sendungen für diesen Empfänger gingen allesamt DPAG-frankiert ein.



C6-Sendung vom 06.07.2012 nach 48XXX Münster an einen für medizinische Unterlagen relevanten Empfänger

Ich schließe im o.g. Fall nicht aus, dass der rückseitige Aufkleber von Intermed ggf. nur als Briefverschluss"siegel" diente und vom Absender zur zusätzlichen Sicherung der Briefverschlussklappe angebracht wurde. Bei dem Absender handelt es sich um eine Gemeinschaftspraxis aus dem Münsterland mit mehreren Standorten. Die Sendung ging von Kurierfox aus 48531 Nordhorn (1) an Brief und Mehr aus 48155 Münster (2). Der Beleg stammt aus der Sammlung von Sammlerkollege Tuffi und tauchte vor wenigen Tagen in einem größeren Posten Belege auf.

Gruß
Pete

(1) http://www.kurierfox.de/kontakt.html
(2) http://www.briefundmehr.de/
 
DL8AAM Am: 17.07.2013 20:23:21 Gelesen: 499568# 733 @  
@ Pete [#732]

Pete, nur auf die Schnelle.

Ich schließe im o.g. Fall nicht aus, dass der Brief versehentlich nicht DPAG-frankiert wurde, d.h. der Absenderfreistempel DPAG fehlt. Mir ist bisher nicht klar, wer außer der DPAG die Sendung sonst hätte zustellen können.

Warum? DATATRANSFER Logistikservice bzw. INTERMED SERVICE ist ja auch ein Versandhaus für medizinische Produkte & Laborbedarf etc. und hat einen eigenen, bundesaktiven Lieferdienst sowie zusätzlich einen Kurierdienst z.B. für med. Proben, Zitat " Wir transportieren Proben und überbringen Befunde, verfügen dank unseres eigenen Kurierdienstes über ein deutschlandweites Logistik-Netz. So werden täglich mehr als 15.000 Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken angefahren.". Der Privatpost-Briefdienst läuft da wohl eher als Kollateralschaden nebenher. ;-)

Auch im zweiten Beispiel sehe ich eher eine Weitergabe der Sendung von INTERMED SERVICE über einen Privatpostkooperationspartner. Insbesondere bei Sendungen an private Empfänger, die nicht vom Kurierdienst angefahren werden, werden die bestimmt auch verpartnerte PPs einschalten. Wobei eine rote Marke als Porto für einen 20 Gramm-Standardbrief an Arztpraxen, Krankenhäuser, KV und Labore passen würde, d.h. kein Privatempfänger. Diese "Verschlußmarken" sind aber echte Briefmarken und müssen vom Arzt vorab käuflich erworben werden. Der wird die bestimmt nicht als Thesafilm verschwenden?

Schöne Belege.

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 18.07.2013 22:48:46 Gelesen: 499294# 734 @  
@ DL8AAM [#733]

Auch im zweiten Beispiel sehe ich eher eine Weitergabe der Sendung von INTERMED SERVICE über einen Privatpostkooperationspartner. Insbesondere bei Sendungen an private Empfänger, die nicht vom Kurierdienst angefahren werden, werden die bestimmt auch verpartnerte PPs einschalten. Wobei eine rote Marke als Porto für einen 20 Gramm-Standardbrief an Arztpraxen, Krankenhäuser, KV und Labore passen würde, d.h. kein Privatempfänger.

Bei beiden Empfängern aus [#732] handelt es sich um im Medizinbereich tätige Unternehmen, die täglich wahrscheinlich mehrere Sendungen von Intermed erhalten dürften. ;-)

Nachfolgend ein Unternehmen aus 22549 Hamburg, welches wie Intermed mit "Verschlussmarken" arbeitet: http://medlog24.de/leistungen.html und http://medlog24.de/brief-paket.html

Medlog24 läuft in meiner Sammlung unter Bochum, da ein 2007 verwendeter Handstempel eine Bochumer Telefonnummer aufweist. Die vorliegenden Belege weisen allesamt medizinische Absender aus dem Ruhrgebiet (Bochum, Dortmund, Herne, Hattingen, ...) auf. Inwieweit diese mit Intermed kooperien, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Gestaltung der rückseitigen Aufkleber ist denen von Intermed allerdings sehr ähnlich.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 20.07.2013 13:14:24 Gelesen: 498890# 735 @  
@ Pete [#734]

Pete, besten Dank für diesen Hinweis, auch dieser Postdienstleister flog bisher noch unter meinem Radar. ;-)

Die schreiben " regionale Postdienstleistungen ... mit Postlizenz". Leider liegen meine Beleg-Zulieferer nicht in deren Regionen (" Es werden zurzeit Standorte in Bochum, Essen, Düsseldorf, Hamburg und Plaidt unterhalten"), aber wenn die Pakete ihrer Kunden " Entweder auf eigenen Touren oder auch ergänzend mit kompetenten Partnern" zustellen lassen, könnte das möglicherweise auch für deren Briefdienst zutreffen? Vielleicht habe ich ja doch Glück und man kann ggf. sogar deren "Verpartnerungen" aufdecken. ;-)

Leider gibt die Webseite noch nicht viel her, bei Brief erscheint ja bisher nur " Dieser Dienst befindet sich zur Zeit im Aufbau".

Zeige doch mal Deine Belege bzw. Stempel oder "Briefmarken", damit man weiss worauf man zu achten hat.

Beste Grüße
Thomas
 
Pete Am: 27.07.2013 13:27:44 Gelesen: 496756# 736 @  
@ DL8AAM [#735]

Zeige doch mal Deine Belege bzw. Stempel oder "Briefmarken", damit man weiss worauf man zu achten hat.

In meiner Sammlung befinden sich nicht viele Belege über medlog24. Belege, mal abgesehen von DPAG-frankierten Sendungen, sind sehr rar gesät und DPAG-frankierte Sendungen tauchen leider nur im Einzelfall auf. :-/



Frankit 4D02003D05 - in meiner Sammlung belegt für den Zeitraum 14.01.2011 - 06.12.2011



Frankit 1D1400118F - in meiner Sammlung belegt für den Zeitraum 10.10.2012 - 30.04.2013



"Brief-Etikett" von medlog24 in blau, rückseitig verklebt; derartige Stücke liegen auch in roter Farbe vor. Die Briefetiketten weisen kein Datum auf und lassen sich, sofern vorhanden, lediglich anhand weiterer Stempel (z.B. Frankit oder Posteingangsstempel des Empfängers) datieren



Handstempel von medlog24, Niederlassung Bochum, vom 23.11.2007 (Datum handschriftlich korrigiert)

Scheinbar wird die gesamte Ausgangspost des Absenders von medlog24 übernommen, die Sendungen für die Eigenzustellung aussortiert und der (große?) Rest der Ausgangspost DPAG-frankiert. Auf den vorliegenden DPAG-Sendungen sind keinerlei Konsolidierungsmerkmale vorhanden.

Die vorliegenden im medizinischen Bereich tätigen Absender, sofern auf dem jeweiligen Briefumschlag ersichtlich, stammen aus 42489 Wülrath, 44239 Dortmund, 44629 Herne, 45525 Hattingen und 47138 Duisburg. Demnach ist anzunehmen, dass sich die Frankit-Frankiergeräte in den medlog24-Niederlassungen Düsseldorf (Leitbereich 40), Bochum (Leitbereich 44) oder Essen (Leitbereich 45) befinden.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 05.08.2013 19:17:52 Gelesen: 494010# 737 @  
@ Pete [#736]

Pete, danke für das Zeigen! Die Labels wirken wirklich etwas ähnlich.

---

So wird das nichts mit den 7stelligen Gewinn:



Sind heute von einem kleinen Zwischenurlaub aus der Sächsischen Schweiz zurückgekommen, dabei hat man als Philatelist immer ein Auge auf die örtliche Postverhältnisse. Es ist ja wirklich ein begrüßenswertes und ein gutes Zeichen, dass man nun in den Touristengegenden an den Kiosken zu den Karten auch direkt gleich Privatpostbriefmarken erwerben und in am Kiosk aufgestellten Minibriefkasten einwerfen kann, aber wenn man die Sendungen nicht PP-intern verschieben kann, zahlt man drauf. ;-)

Hatte mir in Rathen eine Ansichtskarte mit passender 40 Cent PostModern-Postkartenbriefmarke (von 2012) gekauft und gleich am kioskeigenen PostModern-Briefkasten (am späten Nachmittag 01.08.13) eingeworfen. Schön sauber entwertet mit Handstempel bereits am Folgetag "PostModern Dresden / c / Tel. 0800-99 66 331" am Freitag, 02.08.2013. Nach Auskunft unserer Briefkastenentleerer kam die Karte Mitte der folgenden Woche (schon) an.

Nur wurde die Karte zwecks Entzustellung nicht zur CITIPOST ausgetauscht, sondern mal wieder an die DPAG übergeben, frankiert mit einer INTERNETMARKE zu 45 Cent aus 7/13, individuelle Kundenkennzeichnung "A0 011E 274E", keine Konsolidierung. Und schon wieder ein 5 Cent-Minusgeschäft. ;-)

Was mir auffällt, die Karte zeigt nicht die übliche organgenfarbene Kodierzeile der DPAG und erstmals (für mich) hat eine Privatpost mit einer INTERNETMARKE der DPAG weiterfrankiert.

Hat PostModern denn etwa keine eigenen Absenderfreistempel mehr im Einsatz? Oder wollte man die schöne eigene Briefmarke nicht mit einem hässlichen blauen AFS-Aufdruck überspritzen? Welch' eine Rücksicht. Aber vielleicht hat das wirklich doch eine Art von optischen "Tarn-Grund"? Hat jemand schon ähnliche Kombinationen beobachtet?

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 07.08.2013 19:27:52 Gelesen: 493338# 738 @  
@ DL8AAM [#737]

Nur wurde die Karte zwecks Entzustellung nicht zur CITIPOST ausgetauscht, sondern mal wieder an die DPAG übergeben, frankiert mit einer INTERNETMARKE zu 45 Cent aus 7/13, individuelle Kundenkennzeichnung "A0 011E 274E", keine Konsolidierung. Und schon wieder ein 5 Cent-Minusgeschäft. ;-)

Äh, jein. Bedenke bitte, dass man bei dem Briefmarkennennwert zu 0,40 Euro vom bruttobetrag ausgehen muss. Die 40 Cent enthalten noch die Mehrwertsteuer. Ergo zahlt PostModern mehr als 5 Cent/Karte drauf ;-)

Hat PostModern denn etwa keine eigenen Absenderfreistempel mehr im Einsatz? Oder wollte man die schöne eigene Briefmarke nicht mit einem hässlichen blauen AFS-Aufdruck überspritzen? Welch' eine Rücksicht. Aber vielleicht hat das wirklich doch eine Art von optischen "Tarn-Grund"?

PostModern hat weiterhin eigene Absenderfreistempel im Einsatz. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass bei Karten auf den Einsatz von AFS verzichtet wird, da dieser durch den Werbeeinsatz sicherlich oftmals in das Feld für den zu versendenden Text des Absenders (linke Seite der Postkarte) hinein gerät und diesen Text überdecken würde.

Hat jemand schon ähnliche Kombinationen beobachtet?

Ja. PostModern. In diesem Fall hätten die beiden Karten via Mail Alliance an den Partner ma4701 bzw. via City-Post Chemnitz an den den Partner P2-047 geroutet werden können. In beiden Fällen handelt es sich um den Briefdienstleister PLS [1] aus Gladbeck (zuständig für die Zustellung in Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Schermbeck).



Der absendende Sammlerkollege hatte sich bewusst den Spaß gemacht und die PostModern-Briefmarken sonst wohin geklebt - nur nicht in die rechte obere Ecke. Leider wurden alle Marken überklebt. Auf dem linken Scan ist schwach die PostModern-Briefmarke links neben dem Ansichtskartengruß zu erahnen. Auf dem rechten Scan befindet sich die PostModern-Briefmarke unterhalb der Internetmarke.

Gruß
Pete

[1] http://www.portoletterservice.de/
 
DL8AAM Am: 07.08.2013 19:40:13 Gelesen: 493332# 739 @  
@ Pete [#738]

TNX Pete, da hatte ich ja Glück. ;-)

Interessanterweise erkenne auf beiden Karten auch keine orangene Kodierzeile der DPAG. Und auch Deine INTERNETMARKEN tragen übrigens in der A0-Zeile die Kundenkennzeichnung "A0 011E 274E". Auch INTERNETMARKEN lassen sich so bis zum DPAG-Kunden (hier "PostModern") eindeutig zurückverfolgen. Wer beginnt die philatelistische Aufarbeitung und erstellt die Listenwerke? ;-)

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 07.08.2013 22:17:16 Gelesen: 493294# 740 @  
@ DL8AAM [#739]

Wer beginnt die philatelistische Aufarbeitung und erstellt die Listenwerke? ;-)

Hilfe, ich nicht. ;-)

Daher ist es schon gut, wenn im Forumsbeiträgen die Nummer (hier "A0 011E 274E") aufgeführt wird, dass man diese über Google & Co. wiederfinden kann.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 13.08.2013 20:56:06 Gelesen: 491594# 741 @  
@ DL8AAM [#737]

Hat PostModern denn etwa keine eigenen Absenderfreistempel mehr im Einsatz? Oder wollte man die schöne eigene Briefmarke nicht mit einem hässlichen blauen AFS-Aufdruck überspritzen? Welch' eine Rücksicht. Aber vielleicht hat das wirklich doch eine Art von optischen "Tarn-Grund"? Hat jemand schon ähnliche Kombinationen beobachtet?

Mir liegt eine weitere Kombination der modernen Privatpost und einer Internetmarke vor:



Sendung von Brief & Mehr aus Ibbenbüren nach Münster

Die Sendung wurde vom Dachmarkenpartner Brief & Mehr aus 48432 Rheine [1] beim Absender abgeholt, für die Eigenzustellung frankiert und an den Kooperationspartner Brief und Mehr aus 48055 Münster zur Zustellung in Münster übergeben. In Rheine fiel nicht auf, dass der Brief vom Absender bereits mittels Internetmarke DPAG-frankiert war. ;-)

Gruß
Pete

[1] http://www.briefundmehr.de/dachmarkenpartner.html
 
Sachsendreier53 Am: 16.08.2013 14:18:10 Gelesen: 490841# 742 @  
Bei so viel guten Informationen über moderne Privatpost müsste bald ein Thread Teil II eröffnet werden, man scrollt sich ja tot.

Zwei Kuverts der BSC Brief- und Servicecenter GmbH 06667 Prittitz aus Sachsen-Anhalt



mit Sammlergruß,
Claus
 
Richard Am: 17.08.2013 09:43:07 Gelesen: 490353# 743 @  
@ Sachsendreier53 [#742]
@ alle Mitglieder

man scrollt sich ja tot

Das wollen wir aber nicht. Siehe Hilfe:

http://www.philaseiten.de/s/hilfe.html#Meine_PS_10

Schöne Grüsse, Richard
 
Pete Am: 27.08.2013 19:03:31 Gelesen: 487598# 744 @  
Hat jemand eine Idee zu dem nachfolgenden Beleg? :-)

Dieses Stück ist vorgestern auf einem Tauschtag in Moers aufgetaucht und befand sich in einem recht vollen (Schuh-) Karton Privatpostbelege. Leider lässt sich dieser Beleg nicht datieren; der Schwerpunkt der anderen (vielfach ebenfalls aus der Region stammenden) Belege in diesem Karton lag im Zeitraum 2006-2010. Der hier vorgestellte Beleg war an eine Behörde im ca. 20-25 km entfernten Wesel adressiert.



Briefvorderseite, frankiert mit einer "Privatpostbriefmarke"



Briefrückseite, Absender GHS aus 46519 Alpen



"Privatpostbriefmarke", Inschrift "Schulpost / KURIER / Alpen GHS / DIENST"

Gruß
Pete
 
EdgarR Am: 27.08.2013 22:27:17 Gelesen: 487541# 745 @  
@ Pete [#744]

"Hat jemand eine Idee zu dem nachfolgenden Beleg? :-)"

Jemand hat:

Schau mal die hp der Gemeinschaftshauptschule Alpen an http://www.hauptschule-alpen.de und suche dort unter Menüpunkt "Schulleitung" das Portrait des Schulleiters, Herrn H.-P. Becker, an. Mit minimaler künstlerischer Freiheit hast Du dann schon mal das Motiv der selbstgestrickten Marke.

Wetten, dass das eine pfiffige bis nette Idee, vielleicht sogar geboren in so einem "Schulprojekt" (siehe wieder auf der hp der Schule, bspw. das Projekt 'Reporter unterwegs') gewesen ist? Und wetten, dass die Jungs und Mädels dabei nicht nur Spaß hatten, sondern sogar noch was über die Logistik, die in einem Postbetrieb steckt, gelernt haben?

Also von mir: glatte "Eins" mit Sternchen!

EdgarR
 

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