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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5327 Beiträge:
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JoshSGD Am: 16.08.2013 12:04:32 Gelesen: 813483# 2328 @  
Liebe Forumler,

heute der Beleg zum Freitag.

Wir sehen einen Fernbrief bis 20g in der PP 6 (1.4.21 - 31.12.21) vom 14.4.1921. Portorichtig frankiert mit 60 Pfennig, MiF Mi.Nr. 110 c. Einer der ehemaligen Eigentümer, ein Herr Dr. Barth, hat diesen Beleg mit seinem Praxisstempel doch unnötigerweise verunstaltet.

Eine Besonderheit ist der Kleinschriftstempel "Staßfurt - 14.4.21 - * * *"



Gruß
Josh
 
juni-1848 Am: 17.08.2013 23:05:04 Gelesen: 812441# 2329 @  
Moin Infla-Fans,

habe mich entschlossen, erst einmal meine Postfreistempel nach selteneren (die entweder von der Wertstufe, der Portoperiode oder der Versand-/Verkehrsart nicht bei Topf (Infla-Bücherei Band 14) gelistet sind, zu durchforsten.

Und fand just diesen:



(Datenbank # 3215)

Der unscheinbare Postfreistempel "300" (Mark) vom 9.3.23. ist als Auslandsbrief extrem selten zu finden: Hier mit Fa.-Vordruck Harburger Eisen- u. Bronzewerke Harburg (Elbe) nach Karlshamn (Schweden). Die Rückseite ist leer. Selbst als Inlandsfernbrief in der PP14 ist dieser Wertstempel nicht häufig.

Anmerkung: Bei Topf (Infla-Bücherei Bd.14) weder für die PP13 (1.3.1923 - 30.6.1923) noch als Auslandsbrief gelistet.

Und gleich noch einen, bis später.
 
juni-1848 Am: 17.08.2013 23:26:24 Gelesen: 812430# 2330 @  
Moin, moin,

da bin ich wieder - mit dem nächsten Postfreistempel aus der PP 20 (10.10. - 19.10.23):



(Datenbank # 2813)

Das Streifband (33,5 x 12,5 cm) der Deutschen Goldschmiedezeitung wurde mit Postfreistempel "LEIPZIG \ 19 10 23 \ 5-6 N \ * II \ 2" zum Wert "6O00ooo" für eine Drucksache der 2. Gewichtsstufe (51 - 100 g) freigemacht und in das niederländische Arnheim versendet.

Habe eine ganze Weile gesucht, bis ich diesen Wertstempel mit drei verschiedenen Nullen-Typen fand.

Rückseitig nur der holländische Briefträger-Rahmenstempel "C 103".

Wünsche wenisgtens Euch einen sonnigen Sonntag, in Münster ist mal wieder Regen prophezeit - also Schreibtisch. ;-((
 
JoshSGD Am: 18.08.2013 11:37:33 Gelesen: 812258# 2331 @  
Heute der Beleg zum Sonntag:

Wir sehen einen Fernbrief bis 20g in der Portoperiode 15 (1.8. - 23.8.1923) von Mülheim (Mosel) nach Halle/Saale, portorichtig frankiert mit 1000 Mark in MiF Mi.Nr. 268 b (1x) und 208 P (30x).

Der Kaiserplatz befindet sich im halleschen Paulusviertel, welches schon früher ein Viertel der besser Betuchten war mit repräsentativen Villengebäuden. Auch heute wohnt hier das etwas gehobenere Klientel. Das Wahrzeichen ist die Pauluskirche.



Gruß
Josh
 
juni-1848 Am: 18.08.2013 12:20:33 Gelesen: 812241# 2332 @  
@ JoshSGD [#2331]

Übrigens stammt die Absenderin von einem Weingut (heute: "Riesling-Weingut Max Ferd. Richter").

Solche Belege mit Vielfachfrankaturen -insbesondere aus kleineren Orten - sind immer eine Augenweide.

Dann also einen zum Sonntag für all diejenigen, die nach dem Mittagsschläfchen noch in den Garten wollen, ein Beleg aus der PP 26 ( 26.11.1923 - 30.11.1923):



(Datenbank # 3216)

Das Streifband (Fa. Vordruck: Möllers Deutsche Gärtner-Zeitung, Erfurt) der 2. Gewichtsstufe mit Freistempel vom 30.11.23 und Wert 72ooo (72 Milliarden) per Nachnahme über 400 Milliarden Mark an einen "schnellen" Gärtner in Kirchwärder -Fünfhausen bei Hamburg. Die Nachnahme kam am 4.12.23 in ZOLLENSPIEKER (Kreisgitterstempel) an.
Rückseitig nur eine vorgedruckte Anweisung "Wenn Adressat verzogen...".

Nachnahmedrucksache bis 50g (2. Stufe):
32.000.000.000,- Mark (Porto))
40.000.000.000,- Mark (Vorzeigegebühr/Nachnahme)

Bei Topf (Infla-Bücherei Bd. 14) ist die Wertstufe "72 Milliarden" nicht gelistet.

Bis bald in inflationärer Runde...
 
zockerpeppi Am: 18.08.2013 20:22:28 Gelesen: 812074# 2333 @  
Ich melde mich auch mal wieder. Diesmal mit einer Ansichtskarte aus Aachen nach Luxemburg abgestempelt am 2.4.1923 – PP 13. Frankiert mit 45 Mark. Wohl mit 5 M überfrankiert wenn ich mich nicht irre. Im Allgemeinen ist die Karte eh merkwürdig. Mir scheint die Truppe hatte beim schreiben schon einige Gläschen intus.



Kommt noch in die Datenbank.

beste Grüße
Lulu
 
juni-1848 Am: 19.08.2013 08:00:59 Gelesen: 811833# 2334 @  
@ zockerpeppi [#2333]

Schön anzuschauen, Lulu,

typische "Studentenkarte", auch wenn keiner Studentenverbindung zuzuordnen

Die 5 Mark rechts hatte schon vorher zusammen mit anderen, wieder entfernten Marken auf der Karte geklebt. Deswegen auch der Spruch ganz oben "Bau dir den Rest ..." mit Pfeil zur Marke, die mit 4 "Nägeln" (4 auf die Marke gezeichnete kleine Kreise) befestigt scheint. Dadurch galt die Marke als entwertet und die nach trinkfreudiger Runde im Postwagen auf dem Heimweg Sitzenden haben ordnungsgemäß das korrekte Porto nach Luxemburg (dorthin galt damals das Inlandsporto) bezahlt.

Anmerkung zum Motiv: Zu jener Zeit war Frauen das Studium genauso verwehrt wie die Teilnahme an "offiziellen Veranstaltungen" von Studentenverbindungen. Motive mit Frauen, so wie dieses, wurden um so lieber aus trinkgewaltigen Runden an die Abwesenden in der Ferne versendet.

Sammlergruß, Werner
 
JoshSGD Am: 19.08.2013 11:24:17 Gelesen: 811755# 2335 @  
@ zockerpeppi [#2333]

Ein schöner Beleg, der auch den Geist der Zeit widerspiegelt. Erinnert mich doch gerade sehr an meine Studentenzeit, obwohl ich es in eine Verbindung nicht geschafft habe.

Für heute möchte ich es bei einem einfachen Beleg im Ortsverkehr von Halle (Saale) aus der Portoperiode 9 (1.10. -14.11.1922) belassen. Es handelt sich um einen einfachen Brief bis 20g vom 20.10.1922, portorichtig frankiert mit 2 Mark, EF Mi.Nr. 224a.



Gruß
Josh
 
reichswolf Am: 19.08.2013 13:24:58 Gelesen: 811716# 2336 @  
@ zockerpeppi [#2333]
@ juni-1848 [#2334]

Ein netter Beleg und gut erklärt. Aber in einem Punkt irrt sich Werner. Der Postwagen, von dem auf der Karte die Rede ist, bewegt sich schon lange nicht mehr. Es handelt sich dabei vielmehr um ein Restaurant. Hier mal eine alte Ansicht davon auf einer Postkarte:



Den Postwagen gibt es bis heute, ein Besuch lohnt sich: http://www.ratskeller-aachen.de/index.php/de/postwagen

Beste Grüße,
Christoph
 
kauli Am: 19.08.2013 14:54:41 Gelesen: 811685# 2337 @  
Auch von mir wieder ein Beleg aus der PP 16 mit Gebühr bezahlt, oder richtiger mit Einnahme-Nachweis-Stempel aus Karlsruhe nach Berlin. Sie sind die ältesten Gebührenstempel. Handschriftlich vermerkt 20 Tsd für Briefe bis 20g. Interessant der Registrierzettel des Händlers Julius Hirsch, den ich so noch nicht gesehen habe. Wahrscheinlich wurden die bei einem Verkauf entfernt.



Viele Grüße
Dieter
 
zockerpeppi Am: 19.08.2013 21:04:10 Gelesen: 811554# 2338 @  
@ juni-1848 [#2334]
@ reichswolf [#2336]

Danke für eure Erklärungen. Ich konnte so einiges nicht deuten (die Nägel, bau dir den Rest). Somit ist die Karte nicht mehr ganz so merkwürdig. Habe irgendwann einen Trip nach Aachen geplant. Einen Besuch im Postwagen werde ich auf jedenfall einplanen. Sieht gut aus!

schönen Gruß
Lulu
 
muemmel Am: 19.08.2013 21:22:33 Gelesen: 811542# 2339 @  
Guten Abend Belegefreunde,

mit so hübschen Sachen, wie hier in den letzten Tagen gezeigt wurden, kann mein Neuzugang leider nicht mithalten.



(Datenbank # 3264)

Drucksache aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923) von Köln nach Köln-Porz. Einzelfrankatur der 314 AP, Letzttag der Portoperiode, Universal-Maschinenstempel.

Schöne Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 20.08.2013 14:57:09 Gelesen: 811197# 2340 @  
Liebe Belegefreunde,

heute ein eher unspektakulärer Beleg aus der Portoperiode 8 (1.7. - 30.9.1922). Eine mit 1,50 Mark portorichtig frankierte Fernpostkarte von Hamburg nach Halle/Saale, MeF Mi.Nr. 104 a.



Gruß
Josh
 
BD Am: 21.08.2013 17:35:40 Gelesen: 810769# 2341 @  
Hallo,

leider konnte ich das Thema in den letzten Wochen nur im I-Pad lesen, Urlaub und ein Arbeitsort 430 km von Dresden machten eine aktive Teilnahme nicht möglich. Nun hat eine Erkrankung wenigstens einen positiven Aspekt. Heute erhielt ich folgenden (Festgebot, ein Bietergefecht wäre existenzgefährdend gewesen) Brief.

Genau zu so einem Brief schrieb Gustav Kobold in "Inflationsbelege Infla-Band 44" sinngemäß:

Ich glaube nicht, das es so einen Beleg gibt.

Auslandsbrief nach Barcelona in der Vierfachzeit (26.-30.11.1923). Portosoll 320 Milliarden, Frankiert mit 80 Milliarden Mark, was durch die Vierfachaufwertung der Marken dem Porto von 320 Milliarden Mark entspricht.

Die Vierfachaufwertung verführte die Postkunden dazu, auch ältere Marken aus ihrem Besitz zu verwenden. In der Woche zuvor hätten die Marken den selben Wert gehabt (80 Milliarden Auslandsbrief). Aber da hat keiner die alten Marken verklebt, aber jetzt waren sie ja das vierfache Wert, das das Porto auch ums vierfache gestiegen war, wurde nicht beachtet.

Auf dem Brief wurden Marken zu 5-Millionen-Mark verklebt, einfach unglaublich. Hätte man nur diese theoretisch genommen, hätte man 16 000 Stück gebraucht, also 160 Bogen. Das Verhältnis Marke zu Portosatz betrug 1:16.000.

90 % der Sammler wird solche Rechnung nicht interessieren, mir gefällt er und Gustav Kobold hätte er 100% auch gefallen.

Gruß Bernd


 
muemmel Am: 21.08.2013 19:43:17 Gelesen: 810683# 2342 @  
@ BD [#2341]

Hallo Bernd,

einfach unfassbar und einen Riesenglückwunsch zu diesem einmaligen Teil. Ich bin auch überhaupt nicht neidisch. :-)

Bitte schicke mir Scans von Vorder- und Rückseite mit 300 dpi, denn das Teil gehört auf die Titelseite eines INFLA-Berichtes.

Schönen Gruß und gute Besserung
Mümmel
 
BD Am: 22.08.2013 12:05:51 Gelesen: 810390# 2343 @  
Hallo Harald,

danke für die Genesungswünsche und den Glückwunsch. Werde dir die Scans zusenden. Anbei mein bisheriger Rekordhalter, selbst eine Frankatur mit Marken zu 50 Millionen Mark sind in der den Perioden 20.11.-25.11. und 26.11. -30.11.1923 selten zu finden.

Gruß Bernd


 
juni-1848 Am: 22.08.2013 22:43:47 Gelesen: 810130# 2344 @  
@ reichswolf [#2336]

Da siehste mal, wie verklärt auch der Philatelistenblick werden kann - zumal ich doch zu meinen "korporierten Aktivenzeiten" nach einem der Handball- und Volleyball-Turniere in Aachen selbst im Postwagen gesessen habe - hüstel...

Damit ist klar, dass die gesellige Runde deutlich mehr als nur einen im Kahn hatte - und sich möglicherweise weitere Karten an abwesende Freund(inn)e(n) mit diesem Datum finden lassen.

@ zockerpeppi [#2338]

In 2014 jährt mein Aachener Postwagen-Umtrunk zum 30-sten Male. Ich bitte bei Deinem Besuch um einen Gedächtnis-Schluck. ;-)

@ muemmel [#2339]

Er kann mithalten: Habe die Rückseite (ohne Deine Erlaubnis - hüstel) einem meiner Studenten für eine "Semesterarbeit" weitergeleitet (Irgendwas Historisches über die Folgen der Geldentwertung für den kleinen Mann anhand von Beispielen einer Reihe von Lebensmitteln und zeitgenössischen Gebrauchsgegenständen).

@ BD [#2341]
@ BD [#2343]

Sehr schön - und einmalig. Es gibt sie noch, die Infla-Sammler, die den Begriffen Marken-Porto-Spanne und Marken-Spanne im wahrsten Sinne des Wortes Spannendes abringen können !

Und zum Abschluß ein recht unauffälliger Postfreistempler aus der PP 21 (20.10.1923 - 31.10.1923)



(Datenbank # 3223)

Fernbrief bis 20g (10 Mio) per Nachnahme (5 Mio Vorzeigegebühr) mit Postfreistempel Hamburg 1 vom letzten Tag der PP21 (20.- 31.10.23) ins oberfränkische Kirchenlamitz (Ankunftsstempel vom 4.11.23 = letzter Tag der darauffolgenden PP22).

Der Freistempel ist nur im rechten Drittel deutlich lesbar, da dort rückseitig der Zahlschein (wohl zusammengefaltet) aufgeklebt war. Links davon konnte das Couvert dem Druck des Stempelkopfes ausweichen. Der Beleg stammt aus dem Nachlaß Peschl (unsigniert).

Bei Topf (Infla-Bücherei Bd. 14) ist diese Hamburger Portostufe über "15oooooo" nur als - laut Nawrocki - mögliche Portostufe für eine Nachnahme-Karte in der PP21 erwähnt.

Allen noch eine sammelfreudige Woche.
 
muemmel Am: 22.08.2013 22:52:19 Gelesen: 810122# 2345 @  
Meine Güte, wo holt ihr auf einmal alle diese Schätze her, das ist ja schon fast inflationär.

Grüßle
Mümmel
 
muemmel Am: 23.08.2013 16:20:20 Gelesen: 809908# 2346 @  
Hallo Belegefreunde,

bevor es ins Wochenende geht, flatterte mir heute dieses Monstrum mit einer extremen Übergangsfrankatur ins Haus:




(Datenbank # 3293)

Übergangsfrankaturen von Dez. 1923 sind an sich schon nicht sonderlich häufig, doch die hier vorhandene Zusammenstellung mit 150 Marken der 325 BP und einer Rentenpfennigmarke dürfte bis auf Weiteres einmalig sein.

Zum Porto: 150 x 1 Milliarde = 150 Milliarden = 15 Rentenpf. + 5 Rentenpf. = 20 Rentenpfennig und daher tarifrichtig frankiert. Im Dez. 1923 betrug das Porto für Briefe >20g bis 500g einheitlich 20 Rentenpf. Dieser Brief dürfte aufgrund der Größe (42,1 cm x 16,6 cm) zwischen 250 und 500 Gramm auf die Waage gebracht haben.

Weitere Schmankerl sind das Datum 2.12.23 (Sonntag) und der Kreisobersegmentstempel (KOS) von REINSDORF / MARK.

Schließlich noch eine Anmerkung zu den Übergangsfrankaturen. Solche setzen sich aus Inflations- und Rentenpfennigmarken zusammen, wobei weder die eine oder die andere Sorte den Portowert alleine abdecken darf, sondern nur die Kombination beider Markengattungen.

Einen hübschen Start ins Wochenende wünscht
der Mümmel
 
juni-1848 Am: 23.08.2013 21:27:16 Gelesen: 809798# 2347 @  
@ muemmel [#2345]

Inflationär - aha, und wie nennst Du das, muemmel [#2346] ? Schon ein "starkes Stück"!

Dann wollen wir mal weitere Hochinflationäre Freistempler beisteuern. Der heutige Abend gehöre den 96 Milliarden Mark Portostufen

- einmal als Drucksachenstreifband der 5. Gewichtsstufe
- und als Einschreiben-Drucksache(nkarte)


(Belege-Datenbank # 3217)

Vordruck-Streifband von Richard Borek, Braunschweig, nach Haideburg b. Törten (Kr. Dessau) vom letzten Tag der Hochinfaltion.

Das Streifband ist entfaltet und zeigt am unteren Rand Reste einer Klebespur, während es oben beschnitten ist. Es wurde wohl fürs Album auf dieses Kleinformat gestutzt und gefaltet. Mit Blaustift eine "96" für den doppelten Abschlag "48oooM" des Portos von 96 Milliarden Mark (5. Drucksachen-Gewichtsstufe 251-500g), da die Wertstufe 96 Milliarden nicht vorlag. Es gab sie allerdings andernorts (siehe Beleg Nr. 3218 weiter unten).

Bei Topf (Infla-Bücherei Bd. 14) ist zwar dieser Wertstempel "48oooM" von Braunschweig für eine Drucksache der 3. Gewichtsstufe gelistet, jedoch nicht als Kombinationsabschlag (2x) für die 5. Gewichtsstufe.



(Belege-Datenbank # 3218)

Drucksache (16 Mrd) der Elektro-Normaluhr-Ges. aus Halle (Saale) per Einschreiben (80 Mrd) an eine Metallwarenfabrik in Zella-Mehlis wg. Kostenerhöhung (für die Anmietung einer Zeiterfassung/Stempeluhr): Aufwertung der Beträge in Anlehnung eine eine Entscheidung des Reichsgerichts v. 6.8.1923.
Die Aktenlochung rechts trifft zwar den Freistempel, tut aber der Seltenheit dieses Wertstempel keinen Abbruch - in 20 Jahren habe ich keinen zweiten Abschlag gesehen. Der Beleg stammt aus dem Nachlass Peschl (nicht signiert).

Wümsche Euch allen ein genüssliches Wochenende.
 
JoshSGD Am: 23.08.2013 22:07:58 Gelesen: 809779# 2348 @  
Liebe Belegefreunde,

das derzeitige Belegeniveau ist sensationell hoch. Tolle Dinge gibt es zu sehen.

Ich versuche mit einem interessanten Rosettenbeleg zumindest etwas mitzuhalten. :-)

Fernbrief bis 20g von Fulda nach Halle vom 12.11.23 (PP 24: 12.11. - 19.11.23), portorichtig frankiert mit 10 Mia Mark, MeF Mi.Nr. 325 A P a, auf Feld 63 ist ein Sprung im Korbdeckel schön zu erkennen.



Gruß
Josh
 
BD Am: 24.08.2013 19:09:33 Gelesen: 809266# 2349 @  
Hallo,

eine Bitte, kann jemand den Namen der Insel entziffern in Beitrag [#2343] ?

@ muemmel [#2345]

Ein Traumbrief, dass es so einen Dezemberbrief gibt hätte ich nicht gedacht.

@ juni-1848 [#2344]
@ juni-1848 [#2347]

Außergewöhnliche und rare Freistempler!

@ JoshSGD [#2348]

Schön anzusehen, besonders wenn ein Rand am Block verbliebt. Wirklich unmöglich, die Stempel des Herrn Doktor auf den Belegen.

Anbei 2 Paketkarten vom 27.3.1920 aus Berlin in die Schweiz. Eine 5 kg. nach Weltpostverein 12 Mark Porto. Die andere Frachtstück, da 500 gramm schwerer, somit 2,50 deutscher Tarif und 14,40 Mark Schweizer Tarif ergibt 16,90 Mark.
Oberrandstücke der 115 auf Belegen sind rar, noch dazu in der Farbe a auf der Paketkarte 714.

Bitte die Paketzettel beachten, 714 und 720(e) (716(e) ist bei mir). Es wurden mindestens 4 Marken der Mi.115 pro Paketkarte verklebt, somit war der Verbrauch schon mit nur einer 6er Frankatur mindestens 36 Stück bei 50 Stück im Bogen. Somit ist ein Bogenwechsel zwischen der 714 und 720 sehr wahrscheinlich. Nach zweimaligen Begutachten durch den Prüfer mit Überprüfung durch einem zweiten Inflaprüfer stand fest, die a ist gerechtfertigt, da sie im Grenzbereich zwischen a und e liegt. a und e gehören zur gleichen Farbgruppe, ob so eine Trennung Sinn macht, muß jeder für sich selbst beantworten.

Das ein Spezialist der 115 beim Anblick der beiden Paketkarten spontan sagte, das sind alle a, sei nur am Rande erwähnt. Laut Aussage von Prüfern sei nach neueren Erkenntnissen( 90er Jahre) die a nicht am Anfang dagewesen, bei Schulze (Infla-Band 30) war die a am Anfang.

Beste Grüße Bernd


 
doktorstamp Am: 24.08.2013 19:39:03 Gelesen: 809249# 2350 @  
@ BD [#2343]

Die Insel heisst Nordstrand, der Karte nach eigentlich eine Halbinsel.

mfG

Nigel
 
JoshSGD Am: 25.08.2013 14:02:13 Gelesen: 808978# 2351 @  
Liebe Belegefreunde,

in dem derzeitigem Trubel habe ich doch etwas Zeit gefunden, heute wieder einen Beleg vorzustellen.

Wir sehen einen Fernbrief bis 20g von Brehna nach Halle aus der PP 7(1.1. - 30.6.22). Der Beleg ist portorichtig mit 2 Mark frankiert in MiF Mi.Nr. 163 und 166.



Gruß
Josh
 
muemmel Am: 26.08.2013 19:00:05 Gelesen: 808510# 2352 @  
Liebe Belegefreunde,

hier die Beute vom INFLA-Nachmittag vorgestern in Bonn:



(Datenbank # 3296)

Ein Brief von Hamborn (heute ein Ortsteil von Duisburg) nach Groningen in den Niederlanden vom 27.11.23. Zur Frankatur kamen zum Einsatz 40 x 325 AP, 2 x 328 AP und 1 x 329 AP, insgesamt also 80 Milliarden. Vierfach aufgewertet = 320 Milliarden und damit tarifrichtig frankiert.

Schönen Gruß
Mümmel
 

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