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Thema: Sonntagsrätsel
Das Thema hat 673 Beiträge:
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filunski Am: 18.08.2013 09:30:09 Gelesen: 50410# 1 @  
Liebe Mitleser,

in einem heute nicht mehr existenten philatelistischen Forum hatten wir mal einen netten Brauch, welchen ich hier mal versuchsweise wieder aufleben lassen möchte, das sogenannte "Sonntagsrätsel". Natürlich mit philatelistischem Hintergrund (der Eine oder Andere Mitrater erinnert sich sicher noch an diese unterhaltsame und lehrreiche Gepflogenheit).

Dann mal los, zum Einstand das erste Rätsel. Worum handelt es sich bei dem auf der folgenden Abbildung zu sehenden Gegenstand? :-(



Fröhliches Raten wünscht,
Peter
 
Henry Am: 18.08.2013 13:14:47 Gelesen: 50359# 2 @  
@ filunski [#1]

Hallo Peter,

der Sonntag ist vorbei und niemand hat bisher geantwortet. Ich lass mal meine Phantasie ran:

Das ganze hat vermutlich mit dem danebenliegenden Pinsel zu tun. Im Deckel ist möglicherweise ein Loch (evtl. ein Schieber), durch den man den Pinsel ziemlich dicht in den mit einer Lösung befüllten Behälter einführen kann. Im Behälter wird per der sichtbaren Kurbel eine Art Mühlrad betätigt, dessen Klappen den Pinsel bewegt und so die Pinselhaare von den Resten des zuvor verstrichenen Materials reinigen.

Und weil das ganze einen philatelistischen Hintergrund hat, wurde der Pinsel zum Reinigen der Stempel verwendet.

Mit phantasiereichen Grüßen
Henry
 
filunski Am: 18.08.2013 14:46:44 Gelesen: 50328# 3 @  
@ Henry [#2]

Hallo Henry,

na so ganz ist der Sonntag ja noch nicht vorbei und vielleicht hat ja noch Jemand einen solch kreativen Einfall. Deine Beschreibung und Idee ist schon ganz gut und Du bist auf dem richtigen Weg. :-)

Vielleicht noch eine Idee dazu?

Hier aber erst noch mal ein Bild dazu:



Frohes phantasiereiches Weiterraten wünscht erst mal,
Peter
 
juni-1848 Am: 18.08.2013 15:01:54 Gelesen: 50321# 4 @  
@ filunski [#3]

Geniale Idee !

Dann versuchen wir´s mal:

Es muß Mitte der 60er gewesen sein. Oma und Opa lebten auf einem Bauernhof und beim Gastwirt (und Tischler ?) in der Nähe konnte Post abgegeben werden.

Ein-, zweimal im Jahr wurde dort ein Paket an die Verwandten in die DDR abgegeben - und einmal durfte ich mit einem Kleisterpinsel aus einer "Dose mit Kurbel" das Paket einstreichen, um etwas darauf zu kleben.

Erinnert mich irgendwie daran, beim Kurbeln hat die Dose "geschmatzt" ;-)
 
filunski Am: 18.08.2013 15:53:44 Gelesen: 50306# 5 @  
@ juni-1848 [#4]

Auch nicht schlecht!

Aber Henry war näher an der Lösung dran. :-(



Also noch ein Bild, und lasst Euch nicht durch den Pinsel irritieren!

Dann fröhliches Weiterraten :-)
Peter
 
Wachauer Am: 18.08.2013 16:49:24 Gelesen: 50276# 6 @  
@ filunski [#1]

Könnte es sich um eine Art "Kocher" handeln, bei der ähnliches Material wie "Perlleim" zum schmelzen gebracht wurde?

fragende Sammlergrüße
Gerhard
 
filunski Am: 18.08.2013 16:56:15 Gelesen: 50270# 7 @  
@ Wachauer [#6]

Hallo Gerhard,

ich weiß, der Pinsel, der "Topf" und auch der Beitrag von juni-1848 deuten in diese Richtung. Aber da seid Ihr mir sozusagen "auf den Leim gegangen". Leider nicht. :-(

Immer noch ist Henry gar nicht so weit von der Lösung weg.

Bilder habe ich jetzt keine mehr, aber langjähriger Alleinhersteller dieser Geräte war die Firma "Schwarz & Berckenkamp" in Berlin.

Weiterhin frohes Raten,
Peter
 
zockerpeppi Am: 18.08.2013 17:34:29 Gelesen: 50253# 8 @  
@ filunski [#1]

Spannend dein Rätsel. Ich habe gegoogelt und habe da etwas gefunden:



Stempel rein - Deckel zu - Kurbel drehn - fertig, hihihi.

Hier die Webseite http://www.briefmarken12.de/motivbelege/kultur/papier_diverses.php

@+
Lulu
 
Henry Am: 18.08.2013 17:34:39 Gelesen: 50253# 9 @  
@ filunski [#3]

Also, nachdem ich jetzt in den Topf reinschauen konnte, bin ich mir schon fast sicher, dass es ein Stempelreinigungsgerät ist. Durch das Loch im Deckel konnte man den Stempel fixieren und von außen Druck ausüben. Der Behälter verhinderte das Verteilen der entfernten Stempelfarbe im Raum. Das Loch im Deckel erinnert mich auch daran, dass frühere Stempel nicht immer einen runden Griff hatten, um leichter die senkrechte Handhabung (Schriftbild senkrecht!) zu bewerkstelligen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
zockerpeppi Am: 18.08.2013 17:42:00 Gelesen: 50246# 10 @  
Aufgenommen im Postmuseum in Riquewihr im Elsass auf einem Kurztrip

deutsche Type um 1900



schönen Sonntag noch
Lulu
 
filunski Am: 18.08.2013 17:54:23 Gelesen: 50235# 11 @  
@ zockerpeppi [#8]
@ Henry [#9]

Hallo Lulu, hallo Henry,

SUPER, BINGO! Genau das ist es!

Hier noch wie auch von Lulu schon gezeigt die Originalwerbekarte dazu der Herstellerfirma, ca. aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts:



Und die Gebrauchsanleitung:



Das von mir gezeigte Gerät befindet sich im Archiv der Poststempelgilde und war noch bis zum Ende der "Deutschen Bundespost" bei dieser in Dortmund im Einsatz (ich würde mir wünschen so mancher Postschalter im Einzelhandel hätte auch heute noch derartige Geräte, dort fristen leider oft verkrustete und verklebte Handstempel ein gar trauriges Dasein).

Der Pinsel diente dazu nach der Reinigung etwaige Reste noch abzukehren.

Danke für's Mitmachen und Glückwunsch an Lulu und Henry!

Schöne Grüße,
Peter
 
filunski Am: 25.08.2013 00:11:22 Gelesen: 50058# 12 @  
Liebe Rätselfreunde,

zu später Stunde (oder aber für den Sonntag zu früher Stunde) ist es mal wieder soweit, und vielleicht hat der Eine oder Andere ja schon auf ein neues Rätsel gewartet. Heute wird es etwas schwieriger (oder doch nicht?), aber die hier im Forum versammelte Philateliegemeinschaft verfügt ja über ein derart breites Wissen, dass ich ganz zuversichtlich bin die Lösung zu erhalten.

Auf folgendem Ausschnitt einer Marke ist eine wohl bekannte Dame zu sehen.



Dazu folgende Fragen:

Wer ist die Dame? Das ist noch relativ einfach und sicher kennt Ihr sie alle.

Nun wird es schwieriger. Von welcher Marke stammt der Ausschnitt (kleiner Hinweis, der Michel hilft hier nur sehr eingeschränkt weiter)?

Und als Kür dann noch, wer kann eine alte deutsche Briefmarke, keine Vignette, zeigen auf welcher der (deutsche) Enkel dieser Dame abgebildet ist?

So, dann viel Spaß bei der Suche nach den Antworten,
Peter

PS: Auch wer nicht alle Antworten hat, oder nur Vermutungen anstellen möchte, ist hier jederzeit herzlichst eingeladen mitzumachen. Aus der Summe der Hinweise und Spekulationen wird sich die Lösung sicher finden. ;-)
 
LK Am: 25.08.2013 01:34:28 Gelesen: 50045# 13 @  
@ filunski [#12]

Bin leider kein Grossbritannien - Sammler. Es ist Königin Viktoria.

In der Anlage Ihr Enkel auf 5 Mark Reichspost (Reichsgründungsgedenkfeier im Berliner Schloß).

und schönen Sonntag noch

Gruß

LK


 
filunski Am: 25.08.2013 09:48:09 Gelesen: 50005# 14 @  
@ LK [#13]

Hallo Ludolf,

Respekt! Das ging ja schnell und auf Anhieb zwei Drittel des Rätsels korrekt beantwortet. :-)

Viele denken ja bei der Suche nach der Abbildung eines Monarchen an Kopfbilder oder Portraits, so wie bei Queen Victoria. Solche Briefmarken gab es aber von Wilhelm II nicht, der dies immer ablehnte, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Regenten seiner Zeit.

Fehlt nur noch die richtige Queen Victoria Marke. Kleiner Tipp, nicht bei Großbritannien suchen. :-)

Schöne Grüße,
Peter
 
el-mue Am: 25.08.2013 10:36:28 Gelesen: 49985# 15 @  
@ filunski [#14]

Hi,

ich vermute mal, dass es sich um eine Queen Victoria Ausgabe aus Australien handelt. Eine Darstellung dieser langjährigen Herrscherin findet sich auch bei den Marken von Hel(i)goland.

Beste Sammlergrüße

El Mü
 
T1000er Am: 25.08.2013 10:45:30 Gelesen: 49983# 16 @  
Also, wenn filunski schreibt das der Michel nicht unbedingt weiterhilft, tippe ich auf eine fiskalische Marke aus Neuseeland!



Gruß
T1000er

PS. Das Foto habe ich hier: http://www.philatelicdatabase.com/revenues/new-zealands-revenue-stamps/ gegoogelt! :-)
 
filunski Am: 25.08.2013 11:13:07 Gelesen: 49973# 17 @  
@ el-mue [#15]

Leider nicht, aber die Richtung stimmt! :-(

Die Dame war ja zu jener Zeit im großen "British Empire" weit verbreitet.


@ T1000er [#16]

Super! Glückwunsch, genau das ist es. Die von Dir gezeigte Marke ist zwar eine andere aus dieser Reihe, aber vom Ausschnitt her gesehen käme auch diese in Frage.

Hier das Original:



Eine neuseeländische Fiskalmarke ("Postal Fiscals" und auch "Revenues", Steuermarken). Diese gab es in einer Vielzahl von Werten und auch in verschiedenen Drucken und Zähnungen. Die abgebildete Marke stammt ursprünglich aus dem Jahre 1871. Diese frühen vikorianischen Ausgaben waren bis 1882 nicht zum postalischen Gebrauch zugelassen. Auch nach 1882 dienten sie primär fiskalischen Zwecken, waren aber auch für postalischen Gebrauch erlaubt. Postalische Entwertungen sind aber eher die Ausnahme und werden auch höher bewertet, was wiederum die Fälscher anzog. Katalogisiert sind diese Marken im neuseeländischen Standardwerk "Campbell Paterson's Catalogue of New Zealand Stamps" und auch im neuseeländischen Händlerkatalog "Auckland City Stamps - New Zealand Stamps 2012".

Beste Grüße und allen Teilnehmern Danke für's mitmachen,
Peter
 
filunski Am: 01.09.2013 08:46:18 Gelesen: 49850# 18 @  
Guten Morgen liebe Rätselfreunde und stille Mitleser,

hier das Rätsel zum heutigen Sonntag, kurz und bündig:



Und die Frage dazu:

Was verbindet diese beiden, ich nenne sie jetzt einfach erst mal Abbildungen?

Allein die Suche nach der Antwort bietet sicherlich dem Einen oder Anderen interessante Einblicke in ein vielen unbekanntes Kapitel der Postgeschichte.

Frohes Raten wünscht,
Peter
 
JFK Am: 01.09.2013 09:08:50 Gelesen: 49840# 19 @  
@ filunski [#18]

Beide "Bilder" verbindet der Ortspostdienst in Paris, der erstmals unter Jean-Jacques Renouard im Jahre 1653 eingerichtet wurde.

Lieben Gruß
Jürgen (JFK)
 
filunski Am: 01.09.2013 12:44:40 Gelesen: 49808# 20 @  
@ JFK [#19]

Hallo Jürgen,

Respekt! Nicht nur super schnell, sondern auch noch genau getroffen. :-)

Dazu noch ein paar Hintergrundinformationen:

Fast 200 Jahre vor Einführung der ersten Briefmarke errichtete Jean-Jacques Renouard de Villayer (an den die gezeigte französische Briefmarke aus dem Jahre 1944 erinnerte) in Paris einen Stadtpostdienst[1]. Sozusagen zur "Freimachung" der Briefe welche man bereits damals in bereit gestellte Briefkästen einwerfen konnte diente das sogenanntes "billet de port payé". Eine Quittung zum Nachweis, dass das Porto bezahlt wurde. Ob man dieses "billet de port payé" nun, wie manchmal schon kontrovers diskutiert wurde, als eigentlich "die" erste Briefmarke (also noch vor der Penny Black) ansehen kann, sei mal dahin gestellt.

Die gezeigte Abbildung dieses "billet de port payé" (von dem es höchstwahrscheilich keine erhaltenen Originale mehr gibt) basiert auf einer Zeichnung aus dem Gedächtnis des bekannten philatelistischen Urgesteins Wolfgang Jakubek. Dieser hat ca. im Jahre 1949 in alten Aufzeichnungen ein solches "billet de port payé" (oder ebenfalls eine Kopie davon) gesehen und daraufhin diese Zeichnung angefertigt. Nachlesen kann man dies, wie auch noch eine ganze Reihe anderer philatelistischer Begebenheiten in seinem Buch "Menschen, Marken und Marotten"[2].

Auch bei der DBZ war diese frühe Pariser Stadtpost mal ein Thema [3].

Schöne Grüße,
Peter

[1]http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Renouard_de_Villayer
[2]Wolfgang Jakubek, Menschen, Marken und Marotten, Sonderausgabe für die DPAG, Gütersloh 1999
[3]http://d-b-z.de/web/2013/08/08/billet-de-port-paye-pariser-stadtpost-briefmarken-ganzsachen/
 
filunski Am: 15.09.2013 10:57:38 Gelesen: 49648# 21 @  
Liebe Rätselfreunde,

heute mal wieder was zum Kniffeln. Die letzten Rätsel waren für die hier versammelten Spezialisten ja wohl viel zu einfach? ;-)

Deshalb heute mal eine kleine Kopfnuss, oder eventuell doch nicht?

Ich habe hier eine Postkarte. Leider ist davon nur noch die Hälfte erhalten, und auch an dieser hat sich jemand mit Farbklecksern vergangen. Es ist aber zumindest noch eine Briefmarke mit Stempel zu erkennen.



Nun würde mich interessieren,
- aus welchem Land stammt die Karte,
- wo ist sie abgestempelt und
- in welcher Sprache ist der Ortsname geschrieben?

Vielleicht hilft die verbliebene andere Seite der Postkarte ein wenig weiter?



Dann mal frohes Raten! :-)

Beste Grüße,
Peter
 
jahlert Am: 15.09.2013 11:51:45 Gelesen: 49632# 22 @  
@ filunski [#21]

Moin Peter,

a) ich erkenne 'Praha' - aber dieser Ortsname ist nicht gemeint, nicht wahr?

Schönen Sonntach in BY

Jürgen
 
saintex Am: 15.09.2013 12:02:31 Gelesen: 49628# 23 @  
@ filunski [#21]

Hallo Peter,

dann versuche ich mal mein Glück.

1. Die Karte stammt aus Belgien.
2. Sie ist in Antverpeno (= Antwerpen) abgestempelt.
3. Der Ortsname im Stempel ist in Esperanto geschrieben.

saintex
 

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