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Thema: Neuheiten aus Deutschland
Das Thema hat 350 Beiträge:
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Brigitte Am: 12.08.2013 07:13:00 Gelesen: 188144# 201 @  
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Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Heidelberg Panorama“

Es ist ein ästhetischer Augenschmaus, an dem man sich fast nicht satt sehen kann: Die Alte Brücke, die den Neckar quert hin ins Zentrum der malerischen Altstadt mit der die Dächer überragenden Heiliggeistkirche. Darüber thront das majestätische Heidelberger Schloss, ehedem eines der prächtigsten Schlösser Europas und noch als Ruine ein von Touristen aus aller Welt besuchter Sehnsuchtsort der deutschen Romantik. Untergegangene Baukunst, die sich perfekt in die sie umgebende Landschaft einpasst.

Schon die Römer schufen an einer seichten Stelle eine Brücke über den Neckar. Doch die Strömung nagte unaufhörlich an dem Konstrukt – und so verfiel der erste Weg über den Fluss. Insgesamt neun Mal wurde ein Übergang errichtet, erst nur aus Holz, später mit einem steinernen Sockel. Nachdem ein Eishochwasser den hölzernen Aufbau der Brücke zerstört hatte, befahl 1788 Kurfürst Karl Theodor (1724-1799) den Bau der ersten vollkommen steinernen Brücke.

Ist man einmal über das Kopfsteinpflaster durch das Brückentor am Südende der Alten Brücke geschritten, ist es nicht mehr weit zur Heiliggeistkirche. Die von 1398 bis 1515 aus rotem Neckartäler Sandstein errichtete gotische Hallenkirche mit barockem Dach und barocker Turmhaube blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Heiliggeistkirche beherbergte die weltberühmte Bibliotheca Palatina, bis diese einzigartige Sammlung aus Handschriften und frühen Drucken 1622 von Kurfürst Maximilian I. von Bayern geraubt und dem Papst geschenkt wurde. Das Heidelberger Schloss entstand in über dreihundert Jahren Bauzeit auf den Fundamenten einer Burg aus dem 12. Jahrhundert.

In dieser Zeit entwickelte sich das Gebäudeensemble von einer Festungsanlage zu einem kurfürstlichen Residenzschloss und einem der prunkvollsten Höfe Deutschlands. 1689 und 1694 jedoch plünderten die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg Heidelberg und das Schloss, setzten es in Brand und sprengten dessen Türme und Mauern. Das Schloss wurde nie wieder vollständig restauriert.







Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motive © Foto: Mel Stuart/Premium Stock
Werte: (in Euro Cent) 58, Zusammendruck 116 (2 x 58)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.09.2013
MiNr. 3028 + MiNr. 3029
 
Brigitte Am: 15.08.2013 07:02:00 Gelesen: 187871# 202 @  
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Thema: „ 200 Jahre Skat“

Skat ist das populärste Kartenspiel der Deutschen. Millionen Menschen treffen sich, um in geselligen Runden nach einem strengen Regelwerk zu geben, zu reizen und zu stechen. „Wenn man nicht ernst spielt, macht es keinen Spaß“, wusste schon der große Komiker Loriot (1923–2011) über das Spiel zu sagen, das vielen als das Schach unter den Kartenspielen gilt. Durch Emigranten gelangte Skat im Laufe von Generationen auch in andere Erdregionen, so fanden 1888 etwa in Brooklyn die ersten US-amerikanischen Skatmeisterschaften statt.

Die Wurzeln des Skats liegen im thüringischen Altenburg, wo vor gut 200 Jahren die Honoratioren der Stadt, darunter ein Hofadvokat, ein Medizinalrat, ein Ratsherr und ein Kanzler, eine Kartenrunde gegründet hatten. Sie benutzten den üblichen Satz aus 32 Karten, wie er seit Jahrhunderten in Altenburg gefertigt wurde, experimentierten jedoch mit Spielideen und Regeln. Aus einer Variante des „Schafkopf“ entstand durch Hinzunahme von Elementen anderer Spiele eine neue Spielkreation, die sie, wie aus den privaten Aufzeichnungen des Kanzlers Hans Karl Leopold von der Gabelentz vom September 1813 bekannt ist, als „Scat“ bezeichneten.

1886 wurde auf dem Ersten Deutschen Skatkongress eine einheitliche „Skatordnung“ vereinbart, die 1928 durch die „Neue Deutsche Skatordnung“ abgelöst wurde. Diese führte das Zahlenreizen verbindlich ein und wurde zur Grundlage des modernen Spiels. 1998 vereinbarten der Deutsche Skatverband und der Weltverband („International Skat Players Association“), die Einführung einer „Internationalen Skatordnung“. Sie garantiert, dass heute global nach identischen Regeln gespielt werden kann.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Christoph Niemann, Berlin
Motiv: Kartensymbole
Wert: (in Euro Cent) 90
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.09.2013
MiNr. 3030
 
Brigitte Am: 02.09.2013 07:04:00 Gelesen: 186201# 203 @  
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Thema: „200. Geburtstag Georg Büchner“

Georg Büchner, geboren 1813 im hessischen Goddelau bei Darmstadt, ist trotz seines frühen Todes – er starb bereits im Alter von 23 Jahren an Typhus – einer der bedeutendsten Dramatiker deutscher Sprache sowie ein Wegbereiter der literarischen Moderne in Deutschland. 2013 jährt sich der 200. Geburtstag des Revolutionärs und großen Literaten.

Seine Kindheits- und Jugendjahre verbrachte Büchner in Darmstadt. 1831 zog es ihn zunächst zum Medizinstudium nach Straßburg, 1833 wechselte Büchner an die Universität in Gießen. Hier erlebte er unmittelbar die Schikanen der Obrigkeit und die Gewalt im Staat. Aus dieser Stimmung heraus verfasste er 1834 die anonyme Flugschrift „Der Hessische Landbote“, ein achtseitiges an die Landbevölkerung gerichtetes Pamphlet, das die sozialen Missstände der Zeit anprangerte. Von den Behörden deshalb verfolgt, konnte Büchner 1835 gerade noch über die französische Grenze nach Straßburg fliehen.

Noch im gleichen Jahr wurde Büchners erstes Bühnenstück, das Drama „Dantons Tod“ veröffentlicht. Das Stück beschreibt das Scheitern der Französischen Revolution und ist eines der meistdiskutierten Dramen der Weltliteratur. Im Exil verfasst Büchner die Erzählung „Lenz“, die den Beginn der modernen Prosa markiert. Nach Vollendung seiner Dissertation in vergleichender Anatomie wurde er 1836 von der Universität Zürich zum Privatdozenten berufen. Zeitgleich entstand auch das romantische Lustspiel „Leonce und Lena“. Das nur als Fragment erhaltene Drama „Woyzeck“ verfasste Büchner noch kurz vor seinem Tod. Büchner selber erlebte die Erfolge seiner Spätwerke nicht mehr. Erst 13 Jahre nach seinem Tod, veröffentlichte Büchners Bruder Ludwig seine „Nachgelassenen Schriften“.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Katrin Stangl, Köln
Motiv: Textausschnitte
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 10.10.2013
MiNr. 3031
 
Brigitte Am: 04.09.2013 07:05:00 Gelesen: 186082# 204 @  
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Thema: „200. Geburtstag Ludwig Leichhardt“

In Australien zählt er zu den berühmtesten Deutschen. Tiere, Pflanzen, Gebirgszüge, sogar ein Stadtteil Sydneys sind nach ihm benannt. In seiner deutschen Heimat ist Ludwig Leichhardt hingegen weitgehend unbekannt. 2013 wäre der preußische Naturforscher und Entdecker 200 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren erscheint im Oktober des Jubiläumsjahres als Gemeinschaftsausgabe der Deutschen Post und der Post Australiens eine Briefmarke, die den „Humboldt Australiens“ im Porträt zeigt.

Geboren am 23. Oktober 1813 als sechstes von neun Kindern im Dorf Sabrodt bei Trebatsch in Brandenburg, besuchte Leichhardt zunächst das Gymnasium in Cottbus. Später studierte er in Göttingen, Berlin, London und Paris u.a. Medizin, Zoologie und Botanik. Nach Studienreisen durch Frankreich und Italien kehrte er mit weitreichenden Plänen zurück: Sein Ziel war es nunmehr, in den „Kern der dunklen Masse“ Australiens vorzudringen. Über dessen fremdartige Flora und Fauna kursierten in Wissenschaftskreisen abenteuerliche Geschichten. Trotz aller Gefahren erklärte Leichhardt die Erforschung des nahezu unerschlossenen „roten Kontinents“ zu seiner Lebensaufgabe. Am 1. Oktober 1841 schiffte er sich auf dem Segler „Sir Edward Piaget“ nach Australien ein, im Februar 1842 ging er in Sydney an Land.

Im Dezember 1846 brach er zu einer riskanten Expedition auf: der Durchquerung Australiens von Ost nach West, von Brisbane nach Swan River, dem heutigen Perth. Das Unternehmen endete tragisch. Am 6. April 1848 wurde Leichhardts Gruppe an der MacPhersons Station, dem westlichsten Vorposten der Zivilisation, letztmals lebend gesehen. Seitdem fehlt von den Expeditionsmitgliedern jede Spur. Um das Verschwinden Leichhardts ranken sich mangels gesicherter Fakten viele Legenden. Im ganzen Land erinnern zahlreiche Straßen, Schulen, Berge und Flüsse, die zu Ehren Ludwig Leichhardts benannt wurden, an den Forscher aus Brandenburg. Auf diese Weise lebt in Australien der Name des bekanntesten Deutschen bis in die ferne Zukunft fort.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Gary Domoney, Australien und Karen Weiland, Hürth
Motiv: Bildnis
Wert: (in Euro Cent) 75
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 10.10.2013
MiNr. 3032
 
Brigitte Am: 06.09.2013 07:11:00 Gelesen: 186034# 205 @  
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Thema: „100 Jahre Völkerschlachtdenkmal“

Am 18. Oktober 1913 wurde Leipzig zum Schauplatz eines spektakulären Festakts: Im Beisein des deutschen Kaisers, des Königs von Sachsen, vieler Fürsten und ausländischer Staatsgäste wurde vor Zehntausenden Schaulustigen ein Monument eingeweiht, das an den historischen Sieg einer alliierten Streitmacht über die napoleonischen Truppen exakt 100 Jahre zuvor erinnern sollte.

Die Errichtung eines Völkerschlachtdenkmals hatte bereits der Dichter Ernst Moritz Arndt (1769–1860) im Jahre 1814 vorgeschlagen, aber ohne Erfolg. 1894 griff der Leipziger Architekt Clemens Thieme (1861–1945) diese Anregung wieder auf. Mit einigen Leipziger Honoratioren gründete er den Deutschen Patriotenbund, der breite Unterstützung durch Kaiser, Fürsten, Städte und diverse Turner-, Gesangs- und Schützenvereine erfuhr; die Stadt Leipzig überließ ihm sogar ein großzügig bemessenes Baugelände. 1898 konnten die Arbeiten an dem Denkmal beginnen, die rund 15 Jahre andauern sollten.

Die Jahrhundertwende war die große Zeit der Nationaldenkmäler. Im Verlaufe des imperialistischen Zeitalters war in fast allen Ländern Europas eine gesteigerte Begeisterung für nationale Symbolik eingetreten – mehr noch als anderswo in Deutschland. Das 1871 gegründete Reich hatte durch die nachholende Industrialisierung wirtschaftlich rasch zu den anderen Industrienationen aufgeschlossen, was aber dem Land fehlte war eine Staatsidee. Die Errichtung von Nationaldenkmälern diente dem Zweck, durch nationalistische Wahrzeichen und patriotische Festreden die historische, politische und kulturelle Identität der Deutschen zu beschwören.

Das Leipziger Denkmal mit seiner 91 Meter hohen Aussichtsplattform ist heute das bekannteste Wahrzeichen der Sachsenmetropole. Zum Doppeljubiläum, dem 200. Jahrestag der Völkerschlacht und dem 100. Jahrestag der Einweihung, versammeln sich im Oktober 2013 Traditionsvereine aus ganz Europa und führen Gedenkveranstaltungen durch. U.a. stellen uniformierte Teilnehmer auch einzelne Gefechtssituationen nach.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Denkmal
Wert: (in Euro Cent) 45
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 10.10.2013
MiNr. 3033
 
Brigitte Am: 18.10.2013 13:29:54 Gelesen: 181413# 206 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Weihnachten“
Thema: Stern von Bethlehem

Die Weihnachtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Mit dem Motiv „Stern von Bethlehem“ erinnert die Briefmarke an das zentrale Geschehen der Heiligen Nacht: die Geburt Christi. Das Matthäusevangelium berichtet über die Verehrung des Neugeborenen durch Magier oder auch Weise aus dem Osten. Aus den Weisen wurden im Verlauf der Tradition drei Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Der Stern weist den Königen den Weg in die kleine Stadt Bethlehem, zur Geburtsstätte des neugeborenen Kindes. Dort wollen sie dem Kind ihre Ehre erweisen und beschenken es der Legende nach mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Der 6. Januar wird als „Dreikönigstag“ oder auch "Erscheinungsfest“ (lat. Epiphanie) begangen.

In Deutschland hat sich als Brauchtum in den letzten Jahrzehnten das „Sternsingen“ durchgesetzt. Kinder, verkleidet als Heilige Drei Könige, ziehen von Haus zu Haus, um vor allem auch Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln. Ganz im Sinne des Sternsingens wird die Weihnachtsmarke mit einem zusätzlichen Centbetrag zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kitty Kahane, Berlin
Motiv: Heilige Drei Könige
Wert: (in Euro Cent) 58 + 27
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3035 / selbstklebend: MiNr. 3040
 
Brigitte Am: 21.10.2013 07:14:00 Gelesen: 180996# 207 @  
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Thema: „125 Jahre Strahlen elektrischer Kraft – Heinrich Hertz“

Heinrich Hertz (geb. 22. Februar; gest. 1. Januar 1894) gehört zu den weltweit größten Physikern und war der bedeutendste Forscher an der damaligen Technischen Hochschule Karlsruhe, wo er 1885 bis 1889 als Professor lehrte. Zuvor war er ab 1883 Privatdozent für Theoretische Physik an der Universität Kiel und danach ab 1889 Professor für Physik an der Universität Bonn.

Die wesentlichen Ergebnisse seiner Arbeiten bestehen darin, dass er die nach ihm benannten elektromagnetischen Wellen, die wir heute als Radio- und Mikrowellen kennen, entdeckt und im Experiment in Karlsruhe nachgewiesen hat. Damit bestätigte er die von dem englischen Physiker J. C. Maxwell in Form der sogenannten Maxwellschen Gleichungen ausgearbeitete Theorie der Ausbreitung elektromagnetischer Felder. Heinrich Hertz zeigte ferner im Experiment, dass sich elektromagnetische Wellen wie Lichtwellen verhalten. In der Abhandlung „Über Strahlen elektrischer Kraft“ fasste er seine Arbeiten zusammen.

Hermann von Helmholtz stellte diesen Bericht von Heinrich Hertz bei der Akademiesitzung der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin am 13. Dezember 1888 mit großem Erfolg vor.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas und Martin Poschauko, Bad Feilnbach
Motiv: Feldliniendarstellung
Bildvorlage: Deutsches Museum München
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach
Größe PWZ: 33 x 39 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3036
 
Brigitte Am: 23.10.2013 07:02:00 Gelesen: 180727# 208 @  
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Thema: „100. Geburtstag Willy Brandt“

Patriot, Europäer, Weltbürger

Willy Brandt war einer der herausragenden Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. 1913 in Lübeck geboren, leistete der Sozialdemokrat Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. 1933 ging er ins Exil nach Norwegen und später nach Schweden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte Brandt am Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland mit. Von 1957 bis 1966 verteidigte er als Regierender Bürgermeister die Freiheit West-Berlins und führte die Stadt durch die Krise des Mauerbaus.

Als Außenminister ab 1966 und als Bundeskanzler ab 1969 trieb Brandt die Einigung Europas voran. Seine „Neue Ostpolitik“ trug entscheidend zur westlichen Entspannungspolitik bei und stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen in den Jahrzehnten der deutschen Teilung. Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die Deutsche Einheit 1990, für die auch seine Politik die Voraussetzungen schuf, sollten sein Lebenswerk krönen.

1971 erhielt Brandt den Friedensnobelpreis. Nach seinem Rücktritt als Kanzler 1974 setzte sich Brandt vor allem dafür ein, die Kluft zwischen den reichen und den armen Staaten dieser Welt zu überwinden.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Ingo Wulff, Kiel
Motiv: Porträtfoto © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Foto: „Unterschrift Willy Brandt“ © Frau Prof. Dr. Brigitte Seebacher
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3037
 
Brigitte Am: 25.10.2013 07:04:00 Gelesen: 180582# 209 @  
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Thema: „100 Jahre Professorentitel Rahel Hirsch“

Rahel Hirsch (geb. 15. September 1870 in Frankfurt am Main; gest. 6. Oktober 1953 in London) gehörte zu den ersten Frauen in Deutschland, die in der medizinischen Forschung tätig waren.

Hirschs Experimente galten vor allem der Erforschung von Stoffwechselprozessen und Stoffwechselerkrankungen. Sie erbrachte den experimentellen Nachweis, dass auch ungelöste Substanzen unter bestimmten Bedingungen die Schleimhaut des Dünndarms durchdringen und anschließend mit dem Harn ausgeschieden werden können („Hirsch-Effekt“).

Weil die Aufnahme eines Medizinstudiums für Frauen in Deutschland noch nicht möglich war, schrieb Rahel Hirsch sich im Jahr 1898 in der Schweiz für ein entsprechendes Studium ein. Nach dessen Abschluss und Promotion arbeitete sie als Ärztin an der Berliner Charité und war damit die erste Internistin und die zweite Ärztin überhaupt in dieser Klinik. Trotz mannigfaltigen Benachteiligungen gegenüber männlichen Kollegen wurde sie im Jahr 1913 als erste Frau im Königreich Preußen zur Professorin für Medizin ernannt.

1919 schied Rahel Hirsch aus der Charité aus, um am Kurfürstendamm eine Privatpraxis zu betreiben. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten durfte sie als jüdische Ärztin nur noch sehr eingeschränkt tätig sein; schließlich musste sie ihre Praxis aufgeben und emigrierte 1938 nach England, wo sie als Laborassistentin und Übersetzerin tätig war. Von psychischen Krankheiten gezeichnet, verstarb Rahel Hirsch im Alter von 83 Jahren in einer Nervenheilanstalt in London.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Mayfried, Oberschleißheim
Motiv: Bildvorlage mit freundlicher Genehmigung der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Geschichte der Medizin
Wert: (in Euro Cent) 145
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security – Print GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3038
 
Brigitte Am: 28.10.2013 07:02:00 Gelesen: 180094# 210 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Winterstimmung“

Meteorologisch beginnt der Winter in unseren Breiten am 1. Dezember, kalendarisch zieht der Winteranfang am 21. Dezember nach. Der kalendarische Winteranfang bezeichnet dabei den Tag, an dem die Sonne auf der Nordhalbkugel ihre niedrigste Höhe über dem Horizont erreicht. Dieser Tag ist mit rund sieben Stunden und zehn Minuten am kürzesten.

Gegen die früh hereinbrechende Dunkelheit strahlen viele kleine Lichter an, welche die Menschen in Vorgärten und in ihren Wohnungen an Weihnachtsbäumen anbringen. Vor allem zur Weihnachtszeit ist das Licht ein ganz besonderes. Allerorts funkeln kleine Lämpchen an Tannenzweigen, deren Schimmer der Schnee sanft zurückwirft.

Das Motiv der Marke „Winterstimmung“, die im November 2013 ausgegeben wird, fängt die Magie dieses warmen Leuchtens stimmungsvoll ein.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Motiv: Weihnachtsbaum © Foto: Corbis
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 33 x 39 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3039 / selbstklebend: MiNr. 3041
 
Brigitte Am: 26.11.2013 15:01:20 Gelesen: 175785# 211 @  
Postwertzeichen „Ergänzungsmarke“
Thema: „Ziffer 2“

Das Porto für den Standardbrief National des Unternehmens Deutsche Post von 0,58 Euro wird um zwei Cent auf 0,60 Euro erhöht. Bis Ende 2013 werden selbstverständlich weiterhin die Briefmarken mit der Wertangabe 58 Cent für den bis 31.12.2013 geltenden Standardbriefpreis von 0,58 Euro angeboten. Damit auch nach dem Jahreswechsel nicht aufgebrauchte 58-Cent-Briefmarkenbestände weiter verwendet werden können, bietet die Deutsche Post vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesnetzagentur eine 2-Cent-Briefmarke als Ergänzungsmarke an. Bereits ab dem 05.12.2013 ist diese Ergänzungsmarke erhältlich.

Die frühzeitige Information über die geplante Preisänderung ermöglicht den Kunden der Deutschen Post, ihre Bevorratung mit Briefmarken für die Freimachung der Standardbrief-Sendungen rechtzeitig und bedarfsgerecht umzustellen. Diese Umstellung wird durch das flankierende Angebot der Ergänzungsmarke ab dem 05.12.2013 erleichtert. Der jeweils eigene Bestand an 58-Cent-Briefmarken kann ab sofort an den absehbaren Bedarf angepasst und auch noch nach dem 01.01.2014 unter Verwendung der 2-Cent-Ergänzungsmarke kontinuierlich heruntergefahren werden. Ein Umtausch ist nicht nötig.

Die Gestaltung der Ergänzungsmarke ist auf ihren speziellen Verwendungszweck hin ausgerichtet. Das Motiv zeigt großformatig die Ziffer 2 und auf einem grünen Preisfeld klein die Wertangabe 2 Cent. Zugleich verdeutlicht das im Vergleich zu der Dauerserie „Blumen“ und den Sonderpostwertzeichen kleine Markenformat die Sonderstellung dieser Briefmarke als Ergänzungsmarke. Sie wird nassklebend und auch selbstklebend angeboten.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Motiv: Die Ziffer 2 großformatig und die Wertangabe 2 Cent klein auf grünem Preisfeld
Wert (in Euro Cent): 2
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede, Security-Print, Haarlem
Größe PWZ: 18,75 x 22,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.12.2013
MiNr. 3042 / selbstklebend: MiNr. 3045
 
Brigitte Am: 28.11.2013 07:03:01 Gelesen: 175512# 212 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Kaiserkrone“

Die Kaiserkrone (lat. Fritillaria imperialis) aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) gehört im Frühling zu den majestätischsten Zwiebelblumen eines jeden Ziergartens. Fast einen Meter hoch können die prächtigen Pflanzen mit ihren orangeroten oder gelben kronenförmigen Blütendolden werden.

Ursprünglich ist die Kaiserkrone in der Türkei, dem Iran und Irak, Afghanistan, Pakistan und Kaschmir beheimatet. Hier wächst sie an steinigen Hängen in Höhenlagen bis zu 3000 Metern. Im Jahr 1525 brachten Kaufleute das majestätische Gewächs von Konstantinopel aus nach Wien, wo es aufgrund seiner prächtigen Blüten schnell zum Liebhaberobjekt aufstieg. Die Blume war so begehrt, dass man ab 1573 begann, sie zu kultivieren. In der Folge verbreitete sie sich in ganz Europa, wo sie bald Parkanlagen, Kloster- und Bauerngärten schmückte. Trotz ihrer Schönheit ist die Kaiserkrone mit Vorsicht zu genießen – denn sie ist giftig.

Die Kaiserkrone liebt es sonnig und warm und bevorzugt einen nahrhaften, aber durchlässigen Boden. Da die Kaiserkrone ursprünglich in karger Umgebung beheimatet ist, ist sie in Sachen Pflege relativ unkompliziert. Nur bei langer Trockenheit muss sie gegossen werden. Kaiserkronen erkennt man meist an ihrem strengen Moschus-Geruch. Nach Meinung zahlreicher Hobbygärtner soll er sogar Wühlmäuse und Maulwürfe abschrecken. Die Kaiserkrone wird daher auch gerne gezielt als „Beet-Schutz“ eingesetzt.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Motiv: Kaiserkrone
Foto: © Klein und Neumann
Wert (in Euro Cent): 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 21,50 x 30,13 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.12.2013
MiNr. 3043 / selbstklened: MiNr. 3046
 
Brigitte Am: 30.11.2013 07:02:00 Gelesen: 175213# 213 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Trauermarke“ 2013

Gleißendes Sonnenlicht bricht durch die tiefschwarze Wolkendecke – gerade so, als atmete der Himmel auf. Ebenso durchdringen aufrichtige Worte der Anteilnahme die düstere Trauer der Angehörigen.

Wenn ein lieber Mensch aus dem Leben geschieden ist, kann ein Kondolenzbrief die dunklen Tage wie ein Lichtstreif erhellen. In der Zeit des Abschiednehmens spendet er Trost und drückt aus, dass die Hinterbliebenen in Gedanken begleitet werden. Schließlich bedeutet das Wort „Kondolenz“, dass wir den Schmerz eines anderen mitfühlen. Diesen pietätvollen Worten gebührt ein besonderes Umfeld: Eine Frankierung mit der Maschine oder aus dem Automaten kann dem Anlass nicht immer gerecht werden. Mit der Trauermarke der Deutschen Post, die im Dezember 2013 erscheint, können Mittrauernde stilvoll „Ich bin bei dir“ sagen.

Ein Kondolenzschreiben ist kein gewöhnlicher Brief, es unterscheidet sich deutlich vom üblichen Briefverkehr. Die Beileidsbekundung verzichtet auf Schnörkel. Sie kommt ohne Floskeln und allzu blumige Begriffe aus. Mit einfachen Worten soll stattdessen die eigene Trauer kenntlich werden. Aufrichtige Worte der Anteilnahme können zwar nicht den Schmerz ersticken, jedoch Verbundenheit entstehen lassen. Nicht das Beklagen des Verlustes, sondern die Dankbarkeit für die schöne und intensive Zeit zusammen zeigen die wahre Wertschätzung. Der Kondolenzbrief ist somit ein Nachruf im Kleinen, eine Würdigung des ganz Besonderen, das jedem Menschen innewohnt.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Greta Gröttrup, Hamburg
Motiv: Wolkenhimmel
Wert (in Euro Cent): 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.12.2013
MiNr. 3044
 
Brigitte Am: 18.12.2013 15:05:48 Gelesen: 173320# 214 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Tierkinder“
Thema: Fuchs und Igel

Im Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden erwärmen, drängt am Eingang des Fuchsbaus der Nachwuchs ins Freie. Die tapsigen jungen Rotfüchse sehen aus wie Hundewelpen, sind gerade einmal einen Monat alt und ihr dichtes, weiches Fell verfärbt sich zusehends von Grautönen ins Rötliche. Neugierig beschnüffeln sie den Sandaushub vor dem Bau und herumliegendes Astwerk und purzeln dabei ein ums andere Mal übereinander. Im Alter von sechs Wochen tollen die Jungfüchse im Freien herum, spielen „Beute fangen“ und entwickeln eine Hierarchie untereinander. Im Frühsommer gehen sie mit der Mutter schließlich auf Schulpirsch. Auf ihrem Speiseplan stehen u.a. Mäuse, Regenwürmer, Schnecken, Insekten, rösche, Vögel, Vogeleier, Früchte und Aas.

Die Igeljungen hingegen kommen erst im Hochsommer zur Welt, meist im August oder September. Eng aneinander schmiegen sie sich in ihr Bett aus Moos, das immerfeuchte Schnäuzchen ständig in Bewegung. Die jungen Igel müssen sich sputen. Viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn bereits ab Ende Oktober, Mitte November müssen sie ihren ersten Winterschlaf halten. Bis dahin heißt die Devise: Volle Kraft voraus für das Anfuttern von Fettreserven. Igel verzehren u.a. Würmer, Schnecken, Asseln, Käfer, Spinnen und Regenwürmer. Oft streifen Igel des Nachts hungrig durch unsere Gärten und entwickeln dabei eine beträchtliche Geräuschkulisse. Die Serie „Tierkinder“ der Deutschen Post lenkt die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit und den Schutz der Tierwelt.









Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Fuchs © Imagebroker / Marko König
Igel © Valentin Rodriguez / Premium Stock
Motiv „Fuchs“: Zwei Jungtiere des Vulpes vulpes © plainpicture / Westend 61
Motiv „Igel“: Zwei Jungtiere des Erinaceus europaeus © Juniors Bildarchiv / C. Dörr
Werte (in Euro Cent): Motiv „Fuchs“ 60, Motiv „Igel“ 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
Motiv Fuchs: MiNr. 3047 (selbstklebend MiNr. 3053)
Motiv Igel: MiNr. 3048 (selbstklebend MiNr. 3054)
 
Brigitte Am: 20.12.2013 07:06:00 Gelesen: 173167# 215 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: Schloss Stolzenfels am Rhein

Schloss Stolzenfels ist ein Paradebeispiel für die Baukunst der Burgenromantik. Ab 1836 wurde die zur Ruine verfallene mittelalterliche Burg nahe Koblenz durch die Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und Friedrich August Stüler (1800-1865) zum Bergschloss ausgebaut. Auftraggeber war der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861), der die Burg noch als Kronprinz von der Stadt Koblenz geschenkt bekommen hatte.

Wie bei anderen Burgprojekten im Rheinland auch, legte er Wert darauf, dass möglichst viel von der vorhandenen Substanz erhalten blieb. Um den wiederhergestellten mittelalterlichen Bergfried wurden die Wohngebäude gruppiert. An der Rheinseite richtete man das Appartement der Königin ein, dem Berg zugewandt befanden sich die Räume des Königs. Für die Innenausstattung wählte man einen historisierenden Stil. Wandmalereien und Holzvertäfelungen orientieren sich am späten Mittelalter.

Am Steilhang zum Fluss entstand eine neugotische Schlosskapelle. Die Gestaltung der Gartenanlagen – an der Nordspitze entstand der reizvolle Pergolagarten mit Aussicht ins Tal – bezog auch die landschaftliche Umgebung mit ein. Der Weg vom Tal zum Schloss wurde mit einer steinernen Brücke, einem Wasserfall und einer Klause parkähnlich gestaltet.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Motiv: © GDKE - U. Pfeuffer
Wert (in Euro Cent): 75
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3049
 
Brigitte Am: 24.12.2013 07:11:00 Gelesen: 172814# 216 @  
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Thema: „1250 Jahre Kloster Lorsch“ Weltkulturerbe der UNESCO

Das Kloster Lorsch gehörte im Mittelalter zu den wichtigsten klösterlichen Zentren Mitteleuropas. Seine Bedeutung beruht als Königs- und Reichskloster auf dem engen Bezug zum früh- und hochmittelalterlichen Königtum, auf seiner gewaltigen Grundherrschaft in heute sechs europäischen Staaten, die von Graubünden bis zur heute niederländischen Nordseeküste reichte, und nicht zuletzt auf seiner Rolle als Brennpunkt der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte.

Gleichsam symbolisch für das alte Lorsch stehen die Tor- oder „Königshalle“ als eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Karolingerzeit, der „Lorscher Codex“, der als Bewahrer der chronikalischen und urkundlichen Überlieferung heute im Bayerischen Staatsarchiv Würzburg aufbewahrt wird und die heute über zwei Kontinente verstreute Bibliothek.

Das Kloster wurde 1991 als erstes hessisches Kulturdenkmal in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. 2013 wurde das „Lorscher Arzneibuch“ durch die Aufnahme in das UNESCO-Programm „Memory of the World“ geehrt. Die Briefmarke zeigt einen Ausschnitt aus einem um 1854 entstandenen Gemälde des Darmstädter Hofmalers August Lucas
(1803 - 1863) mit der Torhalle im Vordergrund, dem romantisch überhöhten Fragment der Klosterkirche im Hintergrund und einen Blick auf die hessische Bergstraße.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Harry Scheuner, Chemnitz
Motiv: Kloster
Fotovorlage: © Christian Grau mit freundlicher Genehmigung der Hessischen Hausstiftung, Schlossmuseum Darmstadt
Wert (in Euro Cent): 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3050 /selbstklebend: MiNr. 3055
 
Brigitte Am: 27.12.2013 07:04:00 Gelesen: 172473# 217 @  
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Thema: „Wiederansiedelung Fischarten: Lachs“

Der Atlantische Lachs – dessen wissenschaftliche Bezeichnung „Salmo salar“ lautet – steht seit geraumer Zeit im Fokus des Naturschutzes. Die natürlichen Bestände des beliebten Speisefisches sind durch Überfischung in den Weltmeeren bedroht.

Atlantische Lachse sind aber nicht nur im Ozean zu Hause, sondern auch in Flüssen. Mitte der 1950er-Jahre galt der Atlantische Lachs in Deutschlands Flüssen als ausgestorben. Seit einigen Jahrzehnten werden verstärkt Versuche unternommen, um den Lachsen die Rückkehr zu ermöglichen. Die Maßnahmen umfassen den Bau von Fischtreppen sowie die Renaturierung der Flussläufe. Nicht zuletzt haben Umweltauflagen dazu beigetragen, dass die Wasserqualität in Flüssen wie dem Rhein heute wieder auf dem Niveau wie vor 100 Jahren ist.

Lachse zählen zu den anadromen Wanderfischen – d.h. sie verlassen die Meere, um flussaufwärts zu ihren Laichplätzen zu wandern. Dabei gelingt ihnen durch erstaunliche Anpassungsfähigkeit die Umstellung von der Salzwasserkonzentration in den Meeren zum Aufenthalt im Süßwasser von Flüssen und Bächen. Die bis zu einen Meter langen und nicht selten gut zehn Kilogramm schweren Fische legen in großen Strömen – wie Elbe, Weser oder Rhein – zwischen zwölf und 15 Kilometern pro Tag zurück. Sie sind in der Lage, kleinere Wasserfälle zu überwinden, indem sie bis zu drei Meter hoch und fünf Meter weit springen. Die Laichplätze der Lachse befinden sich in Gewässern mit kaltem, sauerstoffreichem und mäßig fließendem Wasser – meist in flachen Kiesbänken.

Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ist der Atlantische Lachs hierzulande mittlerweile wieder heimisch. Dieser erfreuliche Trend darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bestände noch nicht stabil sind. Die Bemühungen zur Wiederansiedlung gehen deshalb weiter.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jens Müller, Düsseldorf
Motiv: © J. Mallwitz/Wildlife
Wert (in Euro Cent): 45
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 25,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3051
 
Brigitte Am: 30.12.2013 07:06:00 Gelesen: 172263# 218 @  
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Thema: Weltkulturerbe der UNESCO „Alte Buchenwälder Deutschlands“

Am 25. Juni 2011 wurde das UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenwälder der Karpaten“ um fünf Wälder in Deutschland erweitert. Die neue Welterbestätte heißt „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ und besteht aus Tiefland und Mittelgebirgs-Buchenwäldern in Deutschland sowie Gebirgs-Buchenwäldern in der Ukraine und der Slowakischen Republik.

Die Buchenausbreitung in Europa seit der letzten Eiszeit, die enorme Konkurrenzkraft der Buche und die Typenvielfalt von Buchenwäldern sind ein weltweit einzigartiges Phänomen. Bei dem deutschen Teil handelt es sich um ausgewählte Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg. Sie repräsentieren die wertvollsten Reste großflächiger naturbelassener Buchenbestände in Deutschland. Jedes Gebiet weist dabei Ausprägungen und Besonderheiten auf, die es einzigartig und unersetzlich machen.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Foto © Cornelia Schorr, Welzheim
Wert (in Euro Cent): 145
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3052 / selbstklebend: MiNr. 3087
 
Brigitte Am: 03.01.2014 08:23:05 Gelesen: 171987# 219 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Wohlfahrtspflege“
Thema: „Grimms Märchen - Hänsel und Gretel“

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit mehr als 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht. Mit den Wohlfahrtsmarken des Jahres 2014 und dem allseits bekannten Märchen „Hänsel und Gretel“ beginnt eine mehrjährige Serie zu „Grimms Märchen“.

„Hänsel und Gretel“ erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die im Wald von ihren Eltern ausgesetzt werden und sich dort von einer bösen Hexe befreien müssen. Kindheitserinnerungen werden mit diesen Marken wieder wach. Wer kennt nicht die Frage der Hexe als die Kinder an ihr Häuschen klopfen: „Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ und deren Antwort: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“. Lassen Sie sich von den Wohlfahrtsmarken in die Welt der Märchen entführen.







Ausgabetag: 06.02.2014
Werte (in Euro Cent): Motiv 1 „Die Kinder im Wald“: 60+30 / Motiv 2 „Bei der Hexe“: 90+40 / Motiv 3 „Glückliches Ende“: 145+55
Motiv 1: „Die Kinder im Wald“
Motiv 2: „Bei der Hexe“
Motiv 3: „Glückliches Ende“
© Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. Motiv 1: 3056 (selbstklebend: MiNr. 3061) / Motiv 2: 3057 / Motiv 3: 3058
 
Brigitte Am: 07.01.2014 07:03:00 Gelesen: 171717# 220 @  
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Serie: Wildes Deutschland“
Thema: „Flussaue im Unteren Odertal“ und „Pfälzerwald-Teufelstisch“

Zwischen dem Oberrheingraben im Osten, Frankreich im Süden, dem Saarland im Westen und dem Hunsrück und Rheinhessen im Norden liegt der Pfälzerwald, das mit 1771 Quadratkilometern größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Das Untere Odertal an der deutsch-polnischen Grenze gehört hingegen zu den letzten naturnahen Flussauenlandschaften Mitteleuropas.

Beide Regionen sind Rückzugsgebiete seltener Tier- und Pflanzenarten. In der Motivserie „Wildes Deutschland“ werden eindrucksvolle und faszinierende Landschaften vorgestellt, die als Nationalpark bzw. Biosphärenreservat einen besonderen Schutzstatus genießen.





Ausgabetag: 06.02.2014
Werte (in Euro Cent): Motiv 1 „Morgenstimmung in der Oderaue“: 60 / Motiv 2 „Teufelstisch bei Hinterweidenthal“: 60
Motiv 1: „Morgenstimmung in der Oderaue“
Motiv 2: „Teufelstisch bei Hinterweidenthal“
© Foto: Norbert Rosing, Naturfotografie
Stempel Berlin: Edelkastanie, Stempel Bonn: Seerose
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3059 (selbstklebend: MiNr. 3080) / Motiv 2: 3060 (selbstklebend: MiNr. 3081)
 
Brigitte Am: 03.02.2014 07:07:00 Gelesen: 169171# 221 @  
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Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Albrechtsburg Meissen“

„Wo ist der Berg, darauf drey Schlösser steh´n und nebenher drey Wässer geh´n?“, fragt ein alter Vers. „Meißen“ lautet des Rätsels Lösung. Hier, am Ausgang des Elbtalkessels, wo die Flüsse Elbe, Triebisch und Meisa einen steilen Felsen umfließen, ließ der ostfränkische König Heinrich I. (876–936) aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Liudolfinger um 928 eine hölzerne Burg mit dem Namen Misni errichten. Hoch über den Wäldern im Osten des noch jungen deutschen Reiches sollte sie als Ausgangspunkt für die Eroberung slawischer Territorien dienen.

Einen massiven baulichen Einschnitt erlebte die Burg im 15. Jahrhundert. Als 1464 die wettinischen Brüder Ernst und Albrecht die Herrschaft über die sächsischen Ländereien übernahmen, beauftragten sie 1471 den Baumeister Arnold von Westfalen (um 1425–1481), an der Stelle der Markgrafenburg einen prächtigen Schlossbau zu errichten. Die neue Residenz sollte dabei nicht nur ein repräsentatives Verwaltungszentrum werden, sondern auch Platz für zwei getrennte Hofhaltungen bieten. Die neue Burg unterschied sich damit maßgeblich von der bisherigen Burganlage, die hauptsächlich Verteidigungszwecken gedient hatte, und gilt baugeschichtlich als „erstes Schloss“ Deutschlands.

Noch während des Schlossbaus teilten Albrecht und Ernst das wettinische Territorium unter sich auf. Damit entfiel die der Albrechtsburg zugedachte Funktion. Die Anlage wurde nur noch selten als Wohnschloss genutzt. Erst 1710 – als Sachsens Kurfürst August der Starke (1670–1733) das Schloss einer eigentlich zweckfremden Nutzung zuführte – kehrte neues Leben ein: Die Albrechtsburg wurde für über 150 Jahre zur Produktionsstätte der Porzellanmanufaktur Meißen. Bis heute ist die Albrechtsburg ein Anziehungspunkt. Eine 2011 eröffnete Dauerausstellung stellt auf über 7.000 Quadratmetern Aspekte der Schlossgeschichte vor. In einer umfassenden Darstellung werden insbesondere Architektur, Wandmalereien, Interieur, historische Dokumente, Porzellane sowie multimediale Anwendungen gezeigt.



Ausgabetag: 01.03.2014
Wert (in Euro Cent): 90
Motiv: Albrechtsburg Meissen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3062
 
Brigitte Am: 05.02.2014 07:04:00 Gelesen: 169069# 222 @  
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Thema: „Cartoons von Peter Gaymann“

Zwei populäre Hühnermotive des Kölner Cartoonisten Peter Gaymann erobern 2014 die Welt der Briefmarken. Wie kein zweiter versteht es Gaymann, die kleinen und größeren Fragen unserer Zeit auf Papier zu bannen. Dabei nimmt der 63-Jährige die Menschen und ihre Probleme „tierisch“ ernst. Seine Fans erkennen sich in Gaymanns Helden wieder, auch wenn diese Hühner sind. Fast 40 Jahre ist es her, dass seine ersten Zeichnungen in Studenten- und Stadtmagazinen, in der Wochenendausgabe der Badischen Zeitung, in der alternativen Tageszeitung taz und in einem ersten kleinen Buch erschienen. Heute zählt Gaymann mit fast 70 Büchern, Millionen verkaufter Postkarten und regelmäßigen Zeichenkolumnen zu den erfolgreichsten Cartoonisten des Landes.

Seine ersten Cartoons und Karikaturen, damals noch geprägt von pädagogischen Themen, bot er erfolgreich Stadt- und Studentenblättern an. Lehrer begeisterten sich für seine Bilder in Fachmagazinen, 1981 gab der päd.extra Verlag „Gaymanns Lämpeleien“ heraus – Karikaturen, die sich an der Figur des Lehrers Lämpel aus Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ orientierten. Zu dieser Zeit flatterte Gaymann bereits eine andere Idee im Kopf herum. Und die hob schnell zum Steilflug ab. Das füllige Federvieh mit Stöckelschuhen marschierte vom ersten Cartoonband „Huhnstage“ (1984) bis zur jüngsten Veröffentlichung „Kunst mit Hühneraugen“ (2013), durch einen großen Teil von Gaymanns Werk.

Dabei ist sein Schaffen durchaus vielfältiger. Zu seinem 60. Geburtstag im Juni 2010 erschien der Sammelband „Der große Gaymann“, der die ganze Palette seiner Cartoonfiguren zeigt. Kochen, Katzen, Reisen, Wein – einige Lieblingsthemen des Zeichners treten hervor. Peter Gaymann hat seine Eindrücke auch in Aquarellen, Radierungen, Skizzen und Fotos festgehalten. Italien ist sein Lieblingsziel. Dort entstehen Landschaftsbilder, Reiseskizzen, Objekte, Collagen, Fotos, Koch- und Weinbücher und natürlich Cartoons („Italien, amore mio“).





Ausgabetag: 01.03.2014
Wert (in Euro Cent): Motiv 1 „Frohe Ostern“: 45 / Motiv 2 „Für Dich“: 60
Motiv 1: „Frohe Ostern“ (Der Osterei-Entwurf)
Motiv 2: „Für Dich“ (Das Ostergeschenk)
© Illustration: Peter Gaymann (Köln)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3063 / Motiv 2: MiNr. 3064 selbstklebend: MiNr. 3066
 
Brigitte Am: 25.02.2014 18:36:48 Gelesen: 167018# 223 @  
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"Evangelische Posaunenchöre"

„Lobet den Herrn mit Posaunen”, so heißt es im Psalm 150, und auf diesen biblischen Auftrag berufen sich in ganz Deutschland 120.000 Bläserinnen und Bläser in über 7000 evangelischen Posaunenchören. Sie treten nicht nur in Gottesdiensten auf, sondern auch bei Gemeindefesten, Straßenfesten und Weihnachtsfeiern, sie geben Konzerte geistlicher Musik und spielen Jubilaren ein „Ständchen”. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Posaunenchöre ist nicht nur eine wichtige Säule der evangelischen Kirchenmusik, sondern auch ein ausgesprochener Aktivposten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Im Jahr 1843 entstand im ostwestfälischen Jöllenbeck der erste Posaunenchor nach heutigem Muster. Unter Pastor Eduard Kuhlo (1822–1891) und insbesondere dessen Sohn, dem „Posaunengeneral” Johannes Kuhlo (1856–1941), entfalteten sich die Posaunenchöre zu voller Blüte. Von Westfalen aus verbreiteten sie sich über ganz Deutschland. In Abgrenzung zur Militärmusik entstand eine rein geistliche Blasmusik im Dienste der Volksmission. Johannes Kuhlo, Anstaltspfarrer von Bethel und Vorsteher der Diakonenanstalt Nazareth, organisierte jahrzehntelang Bläsertreffen, führte Schulungen für Chorleiter durch und gab Notenbücher („Kuhlo I–IV„) für Posaunenchöre heraus.

Seit 1994 sind die Posaunenchöre einheitlich im Evangelischen Posaunendienst in Deutschland e.V. organisiert. Ihm gehören 28 Mitgliedsverbände an, darunter die landeskirchlichen Posaunenwerke sowie die freikirchlichen Chöre und die große Chorgemeinschaft des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM). Aus ihren Anfängen mit geistlicher Musik haben sich die evangelischen Posaunenchöre in den letzten Jahren weiterentwickelt. Sie öffnen sich verstärkt der freien Bläsermusik aller Epochen, auch der Volksmusik und anderen populärmusikalischen Stilrichtungen bis hin zu Gospel– und Popsongs. Mit Recht rühmen sich die Posaunenchöre zudem ihrer Funktion als sozialer Schmelztiegel, sie verbinden wie selbstverständlich Generationen und Gesellschaftsschichten.



Ausgabetag: 01. März 2014
Wert (in Euro Cent): 215 Cent
Motiv: Posaunenspieler (Schattenbild)
© Panter Media/Nikolai Grigoriev, Roman Shyshak
Entwurf: Susanne Oesterlee, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben–Offsetdruck, Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: Breite 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3065
 
Brigitte Am: 27.02.2014 07:06:00 Gelesen: 166890# 224 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für den Umweltschutz“
Thema: „Wasser ist Leben“

Ohne Wasser gibt es kein Leben, kein Wachstum und keine Ernte. Es treibt Turbinen an und trägt die größten Schiffe. Aus Wasser erzeugen wir Energie und unsere Wasserstraßen zählen zu den Lebensadern von Industrie und Wirtschaft. An den Ufern unserer Flüsse und Seen suchen und finden wir aber auch Erholung. Aber das nasse Element ist nicht nur knapp und kostbar, es ist auch höchst gefährdet. Umweltverschmutzung und Kontaminierung des Trinkwassers zählen zu den vordringlichsten Gesundheitsrisiken. Auf all diese elementaren Zusammenhänge weist das Motiv der Briefmarke „Wasser ist Leben“ hin, die im April 2014 verausgabt wird.

Wasser ist nach Schätzungen der UNESCO für bis zu eine Milliarde Menschen nur schwer oder gar nicht verfügbar. Zwar ist der blaue Planet zu etwa zwei Dritteln mit Wasser bedeckt – das Meiste jedoch ist salziges Meereswasser. Trinkbare Flüssigkeit aus Niederschlag, Flüssen und Süßwasserseen macht nur 0,6 Prozent der Gesamtwassermenge auf der Erde aus. Dieses kostbare Gut ist zudem geografisch und sozial ungleichmäßig verteilt. In einigen Regionen verbraucht und verschmutzt der Mensch viel Wasser, in anderen leidet er unter schlechter Wasserqualität und Wassermangel.

Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser ist das Kardinalproblem vieler Länder in der Dritten Welt. Nach Angaben des Hilfswerks Misereor sind fast 80 Prozent aller Erkrankungen in Entwicklungsländern auf unreines Trinkwasser zurückzuführen, etwa Cholera und schwere Durchfälle. An den Folgen schlechter Wasserversorgung sterben nach Schätzungen jährlich zwischen 2 und 3,5 Millionen Menschen. Andere leiden Hunger, weil sie ihre Felder nicht bewässern können. Hinzu kommen Konflikte und schlechte Infrastruktur. Respekt vor der kostbaren Ressource mahnte der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler in seiner Weihnachtsansprache 2009 an: „Wir horchen staunend auf, wenn eine NASA-Sonde Wasser auf dem Mars entdeckt haben soll – aber wir haben verlernt zu staunen über das Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt.“



Ausgabetag: 03.04.2014
Wert (in Euro Cent): 60 + 30
Motiv: Collage Thema Umwelt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Henning Wagenbreth, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security- Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3067
 
Brigitte Am: 01.03.2014 07:11:00 Gelesen: 166763# 225 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Dresden Elbpanorama“

Wie kostbare Perlen einer Kette reihen sich am Elbufer der Dresdner Altstadt barocke Prachtbauten aneinander. Die imposante Kuppel der Frauenkirche ragt hinter der weitläufigen Brühlschen Terrasse in den Himmel. Daneben zeugt das Residenzschloss von der höfischen Pracht der sächsischen Herrscher aus dem Hause Wettin. Im Stil des römischen Spätbarock entstand die eindrucksvolle Hofkirche, die an die prunkvolle Anlage des Dresdner Zwingers grenzt. Abgerundet wird die atemberaubende Altstadtsilhouette von dem bogenförmigen Neorenaissance-Arkadenbau der Semperoper. Das blühende „Elbflorenz“ hat heute seine alte Schönheit wiedererlangt – fast so, als wäre es nicht im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche gelegt worden.

Wegen ihrer Lage an der Schnittstelle der west-östlichen Fernhandelsstraßen zog die ursprünglich sorbische Gründung im Mittelalter immer mehr Kaufleute an. Im 16. Jahrhundert wurde die Ansiedlung zur Residenzstadt der sächsischen Kurfürsten und Könige ausgebaut, die ihre Glanzzeit im Barock unter Kurfürst Friedrich August I., dem Starken (1670–1733), erlebte. Der folgenschwerste Einschnitt in der Stadtgeschichte ereignete sich in der Nacht des 13. auf den 14. Februar 1945: Durch massive Bombenangriffe der Royal Air Force wurde praktisch die gesamte Innenstadt zerstört. Bereits zu DDR-Zeiten wurden u.a. der Zwinger und die Semperoper wieder aufgebaut – und seit der Wende wird fleißig weiter restauriert.





Ausgabetag: 03.04.2014
Werte (in Euro Cent): 45 Motiv „Dresden Elbpanorama“ (links) / 45 Motiv „Dresden Elbpanorama“ (rechts)
Motiv: Blick über die Elbe auf die historische Innenstadt Dresdens
Foto © Heinz Wohner / LOOK-foto
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3068 (selbstklebend: MiNr. 3073) / Motiv 2: MiNr. 3069 (selbstklebend: MiNr. 3074)
 

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