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Thema: Briefe ausländischer Banken
Das Thema hat 460 Beiträge:
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zockerpeppi Am: 26.11.2013 22:34:22 Gelesen: 107531# 211 @  
@ Cantus [#210]

Klasse Fund!

Auch von mir wieder einmal einen Beitrag, nicht dass ihr noch denkt ich würde die Banken vernachlässigen. Wie könnte ich ?

Einschreiben der Caisse Générale de Reports et de Dépôts in Brüssel. Frankiert mit zwei Marken à 55 cts mit Firmenlochung CR . Datum 25/26? Juli 1906.



Phila-Gruß
Lulu
 
Cantus Am: 27.11.2013 02:06:36 Gelesen: 107517# 212 @  
@ zockerpeppi [#211]

Hallo Lulu,

auch sehr schön. Ich habe einmal geschaut, womit ich bei Belgien erwidern kann. Ich denke, der folgende Umschlag findet auch deine Zustimmung.

Die BANQUE BELGE POUR L'ETRANGER (EXTREME-ORIENT) mit Sitz in Shanghai gab am 23.6.1948 einen Brief zur Post, der dann per Luftpost an eine private Empfängerin in Brüssel befördert wurde.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 27.11.2013 17:45:05 Gelesen: 107454# 213 @  
@ Cantus [#212]

Richtig vermutet. Ein Traum.

Gruß
Lulu
 
Cantus Am: 01.12.2013 01:04:14 Gelesen: 107204# 214 @  
@ zockerpeppi [#213]

Hallo Lulu,

heute nochmals ein Brief aus Belgien, diesmal aber aus der Zeit der deutschen Besetzung im 1. Weltkrieg. Interessant ist hier auch der Stempel auf der Marke "Postprüfungsstelle Etappen-Inspektion Gent". Der Brief war von der BANQUE DE FLANDRE mit Sitz in Gand am 1.5.1917 nach Brüssel geschickt worden.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 01.12.2013 16:30:39 Gelesen: 107093# 215 @  
@ Cantus [#214]

Diese Sorte Stempel habe ich noch nie gesehen. Danke fürs zeigen.

Gruß
Lulu
 
Cantus Am: 06.12.2013 21:29:11 Gelesen: 106719# 216 @  
@ zockerpeppi [#215]

Hallo Lulu,

dein Brief ist gut gelandet, eine Antwort kommt auf anderem Wege. Ich dachte, als erste Reaktion zeige ich dir und anderen Interessenten einmal eine kleine Sammlung mit Briefumschlägen französischer Volksbanken. Da viele Stempel nicht oder kaum entzifferbar sind, verzichte ich auf die üblichen Angaben zur Frankatur und zum Postweg, zumal die meisten Briefe nach Nice (Nizza) gingen. Informationen zu den einzelnen Volksbanken habe ich ebenfalls nicht ermittelt, heute möchte ich einfach nur die Umschläge zeigen.

BANQUE POPULAIRE PROVENÇALE - Marseille



BANQUE POPULAIRE GUEBWILLER - Guebwiller



BANQUE POPULAIRE DU BERRY - Bourges



BANQUE POPULAIRE de SAONE-&-LOIRE et de L'AIN - Macon



BANQUE POPULAIRE Industrielle et Commerciale d'Eure-et-Loir - d'Auneau



Banque Populaire des Landes, du Pays Basque et du Béarn - Dax



Banque Populaire de la Région de Colmar - Colmar



Banque Populaire de la Région Économique de Strasbourg - Strasbourg



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 06.12.2013 22:36:02 Gelesen: 106706# 217 @  
@ Cantus [#216]

Mit Banque populaire habe ich mich noch nicht näher beschäftigt, denn es gibt keinen Bezug zu meinen Bankiers.

Von mir etwas klassisches aus Belgien. Habe ich mir selbst zum Nikolaus Tag geschenkt. Ein Bankier, der eine wichtige Rolle in einer meiner Sammlungen spielt:

Faltbrief mit Inhalt des Bankhauses Jacques Errera-Oppenheim, abgestempelt in Brüssel am 18 Janv 1868 nach Wien. Frankiert à 40 cts gemäß dem Postvertrag vom 8 Mai 1863. Der Brief ging im Transit durch Preußen. Auf der Rückseite die Stempel: in blau Verviers 19.1. Coeln / in schwarz Wien 20.1



Jacques Errera Oppenheim

Giacomo (Jacques) wurde am 20 Juli 1834 in Venedig geboren. Er war ein begabtes Kind. Durch Beziehungen der Familie, der Vater war Bankier, kommt Giacomo 1856 in Brüssel beim Bankier Joseph Oppenheim in die Lehre. Eingeladen auf ein Diner im Hause Oppenheim lernt er dort die Tochter des Hauses kennen: Marie, eine sehr gebildete und Sprach begabte junge Dame. Sie verliebt sich in den Italiener. Geheiratet wird am 3 September 1857. Bis Ende Dezember 1865 arbeitet Giacomo bei seinem Schwiegervater. 1866 gründet er seine eigene Bank: Errera-Oppenheim. 1871 gründet Giacomo mit einigen Freunden die Banque de Bruxelles. Im Jahre 1873 ist er einer der Gründungsväter der Großherzoglich Luxemburgischen Nationalbank. Hier übernimmt er den Vorsitz zieht sich aber im Laufe des Jahres 1875 aus den Geschäften heraus. Das persönliche Drama um Giacomo ereignet sich 1878. Er hatte wohl viele Liebschaften (ein Italiener halt) und es wird gemunkelt, dass er von einem eifersüchtigen Ehemann zusammen geschlagen wurde und ernsthafte Kopfverletzungen erlitten hat. Wie dem auch sei, er litt angeblich fortan an Demenz, hatte Wahnvorstellungen und ist zwei Jahre später 1880 verstorben. Der Schwiegervater hat ab 1878 dann zeitweise die Geschäfte der Bank übernommen.

Quellen :
1. Tarifs postaux internationaux 1849-1875, E&M. Deneumostier
2. Une histoire juive, les Errera, Edition Racine
3. Banque National du G.d.Luxemburg, Jutta Jaans-Hoche

Phila-Gruß
Lulu
 
bignell Am: 07.12.2013 00:06:45 Gelesen: 106691# 218 @  
Brief an den Attorney and Counselor Volney Brown der First National Bank in El Paso (Texas) aus Chihuahua (Mexiko)



Lg, harald
 
Cantus Am: 07.12.2013 00:58:13 Gelesen: 106686# 219 @  
Hallo Lulu, hallo Harald,

schöne Briefe zeigt ihr, ich habe mir dagegen heute nicht die Mühe gemacht, so weit in die Vergangenheit einzusteigen. Bei Harald wäre der Genuss für mich als Betrachter aber noch größer, wenn er sich dazu durchringen könnte, Bilder so hochzuladen, dass jedermann, also auch ich, den Beleg als Ganzes sehen kann. Dazu dürfen Bilder nicht breiter als etwa 1.200 Pixel und nicht höher als etwa 830 Pixel sein; nicht jeder PC-Nutzer hat überbreite Bildschirme, bitte mal daran denken.

Viele Grüße
Ingo
 
Norbi Am: 14.12.2013 10:22:20 Gelesen: 106266# 220 @  
Hallo,

heute ein Brief aus meiner Schatzkiste:



Viele Grüße aus dem sonnigen Sachsen
Norbi
 
Martinus Am: 15.12.2013 16:09:09 Gelesen: 106210# 221 @  
Sri Lanka

Freistempel aus Colombo (vermutlich in der Bank) per Einschreiben von der Chartered Bank



mit Sammlergruß Martinus
 
remstal Am: 19.12.2013 15:14:03 Gelesen: 106000# 222 @  
Hallo zusammen,

in dieser Reihe auch ein Beleg aus der Schweiz an Monsieur le Direkteur de la Banque d`assurances sur la vie et d`espargnes STUTTGART. Einschreiben der 2. Gewichtsstufe aus dem Jahr 1879.

Grüße remstal


 
zockerpeppi Am: 19.12.2013 21:50:22 Gelesen: 105971# 223 @  
@ Norbi [#220]

Mit Schnur, alle Achtung. Den finde ich "äußerst" gelungen.

Danke fürs Zeigen,

Lulu
 
Cantus Am: 22.12.2013 23:38:14 Gelesen: 105810# 224 @  
Von mir wieder ein Brief einer französischen Bank; irgendwelche Informationen zur Geschichte der Bank habe ich leider nicht finden können.

Banque Loyer & Fleury, Brief vom 8.1.1923



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 24.12.2013 00:16:19 Gelesen: 105731# 225 @  
Für Ingo und die Banken Fans. Wieder etwas älteres! Ich habe vorerst geprüft, den Brief habe ich noch nicht gezeigt.

Bankenbrief Lissabon - Paris, abgestempelt am 10.12.1859 frankiert mit 50 Reis. Handschriftlich wurde eine Taxe von 30 vermerkt und oben links eine vermeintliche 8, welche aber das Zeichen für die höhere Gewichtsklasse ist. Auf der Rückseite folgende Stempel: Lisboa -Badajoz (11.12) - Bordeaux (16.12.) - Paris (17.12). Den Grenzübergangsstempel in rot auf der Vorderseite kann man u.a durch den Tintenkleks nur schwer deuten. Ich habe es mit dem Mikroskop versucht, sieht nach Portugal/Bayonne aus.



Einige Angaben betreff dem Empfänger: Adrien Delahante (1815-1884), Bankier. Er hatte seinerzeit in so manchem Vorstand gesessen. 1869 gründete er mit 2 anderen gewichtigen französischen Finanziers die Banque de Paris in der rue d’Antin nr 3. Kapital 25m Francs. Um sich aber besser gegen die Rothschilds behaupten zu können tat sich die Bank mit der Banque de Crédit et de Dépôt des Pays-Bas zusammen. Durch Fusion entstand im Januar 1872 die Banque de Paris et des Pays Bas (Paribas) mit einem Kapital von 125m Francs. Wert der Aktie 500 Fr. Adriens Anteil belief sich auf 1000 Aktien.

Quellen:

Les patrons du second empire, Banquiers et Financiers parisiens. Nicolas Stoskopf /
Paribas l’Europe et le monde, 1872-1992, Eric Bussière


feierliche Grüße
Lulu
 
Cantus Am: 03.01.2014 21:11:28 Gelesen: 105195# 226 @  
@ zockerpeppi [#225]

Hallo Lulu,

es ist schon toll, wie man auf dem Umweg über die Bankbriefe herrliche Belege aus aller Welt zu sehen bekommt, dazu zählt auch dein wunderschöner Brief aus Portugal. Ich habe für heute zwei Briefe der BARCLAYS BANK (DOMINION, COLONIAL AND OVERSEAS) von der Zweigstelle in Kairo ausgewählt. Beide Briefe waren an die Österreichische Creditanstalt / Wiener Bankverein gerichtet.

Der erste Brief datiert von 24.4.1935. Er wurde vermutlich von Kairo (Stempel nicht lesbar) per Luftpost über Alexandria und Athen nach Wien geschickt.



Der zweite Umschlag vom 24.6.1937 wurde - ebenfalls per Luftpost - von Kairo direkt über Athen nach Wien gesandt.



Barclays PLC ist ein international agierendes Finanzunternehmen aus Großbritannien. Barclays ist die drittgrößte Bank in Großbritannien. Zum Jahresende 2010 beschäftigte die Bank weltweit 147.500 Mitarbeiter. Die Bank hat ihren Hauptsitz am Churchill Place in Canary Wharf, in den Docklands von London (zuvor bis Mai 2005 an der Lombard Street in der Innenstadt von London). Der Sitz von Barclays in den USA befindet sich an der Park Avenue in New York.

Die Bank ist eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.

Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital. In einer 2011 an der ETH Zürich veröffentlichten Studie wurde Barclays als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet [1]. Weitere Informationen bietet auch die Webside von Barcleys [2].

[1] Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Barclays
[2] http://group.barclays.com/home

Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 03.01.2014 21:16:03 Gelesen: 105193# 227 @  
@ Cantus [#226]

Klasse Belege und in der Tat Bankenbriefe geben etwas her. Wenn ich mich nicht irre ist dein erster Brief aus Port Said.

Mal sehen, was ich zeigen kann.

Phila-Gruß
Lulu
 
JimWentzell Am: 05.01.2014 05:00:40 Gelesen: 105100# 228 @  
Hier zeige ich einen Beleg aus Warschau, am 30. Oktober 1921 abgestempelt. Damals der Tarif ins Ausland scheinbar 25 Mark, also fängt es schon langsam mit der Inflation an.



Jim in JO-JA (Georgia USA)
 
JimWentzell Am: 05.01.2014 05:21:57 Gelesen: 105098# 229 @  
Eingeschriebener Zensurbrief nach New York, ein Beleg aus der 2. Weltkrieg Zeit von Bolivien.



 
zockerpeppi Am: 12.01.2014 22:05:30 Gelesen: 104735# 230 @  
Heute ein schlichter Beleg:

Banco Nacional de Mexico vom 10.5.30



Gruß
Lulu
 
zockerpeppi Am: 15.01.2014 22:29:08 Gelesen: 104542# 231 @  
Ich habe einen Klasse Fund gemacht. Dies verdanke ich eigentlich Forum-Mitglied am1937a. Ein Link, der mich zum weiteren Surfen veranlasst hat und schwups wurde ich fündig.

Die Afghan National Bank Kabul: Einschreiben by air mail nach Detroit an die Chrysler Corporation. Abgestempelt am 17.1.38. Transit über NY, dieser Stempel ist teils durch die Siegelmarke unlesbar. Ankunft in Detroit am 23 FEB 1938



liebe Grüße
Lulu
 
Cantus Am: 16.01.2014 02:34:28 Gelesen: 104528# 232 @  
@ zockerpeppi [#231]

Hallo Lulu,

ein wirklich schöner Beleg, ich selber komme im Moment aber nicht dazu, mich hier zu beteiligen, denn ich sortiere gerade über 700 Sonderstempel nach Motiven, das ist recht mühsam und zeitraubend. Es gibt aber schöne Neueingänge bei mir, nächste Woche lade ich die ersten hoch.

Liebe Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 24.01.2014 01:40:25 Gelesen: 104205# 233 @  
Ich habe den Eindruck, dass die italienischen Banken hier ein rechtes Schattendasein führen. Ich habe daher ein paar Umschläge der Banco di Roma eingescannt.



Banco di Roma, Filiale in Neapel, Poststempel vom 14.7.1932



Banco di Roma, Filiale in Neapel, Poststempel vom 24.1.1963



Banco di Roma, Filiale in Bergamo, Poststempel vom 25.1.1963



Banco di Roma, Filiale in Lucca, Poststempel vom 22.1.1963



Banco di Roma, Filiale in Rom, Poststempel vom 24.1.1963

Viele Grüße
Ingo
 
Heinrich3 Am: 28.01.2014 22:08:05 Gelesen: 103912# 234 @  
Diese Karte ist in diesem Thread nicht richtig, trotzdem zeige ich Sie,

1. weil sie mit dem Thema zu tun hat,
2. weil sie einfach schön ist
3. weil der Text so herrlich altertümlich ist
4. weil auch damals vermutlich das Vertrauen in Schweizer Banken (war das Warburg?) größer war als in deutsche Institute
5. weil Bankgeschäfte immer schon vertraulich waren und nicht gerne brieflich abgewickelt wurden (meine ich).


 
zockerpeppi Am: 29.01.2014 21:11:59 Gelesen: 103856# 235 @  
@ Cantus [#233]

Ingo hat schon Recht, die Italienischen Banken hatten nicht die gebührende Beachtung. Bei Spanien verhält es sich ähnlich. Heute nun schon mal ein Umschlag aus meinem Fundus

Bank to Bank: Banco Castellano Zamora an die Banco Anglo Sud Americane vom 31.3.1919.



Phila-Gruß
Lulu
 

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