Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Rekorde der Philatelie
Das Thema hat 252 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8   9   10 11 oder alle Beiträge zeigen
 
volkimal Am: 03.11.2014 15:02:07 Gelesen: 36743# 178 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#176]

Hallo Jürgen,

den Stempel habe ich noch nicht gesehen - damit ist es der dritte deutsche Stempel in drei Farben. Willst Du ihn nicht in die Datenbank einstellen? Danke fürs Zeigen!

@ filunski [#177]

Hallo Peter,

ganz genau - ich meine die Tschechoslowakei. Wenn ich zu Hause bin werde ich mein Beispiel aus diesem Land zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Zalaszewski Am: 04.11.2014 12:26:47 Gelesen: 36657# 179 @  
Hallo Volkmar,

habe ich gemacht, bin jetzt auch "Stempelreporter".

Wenn man es genau nimmt, dann kommen zu den zwei Ländern noch ein drittes hinzu: Böhmen und Mähren. Das war zwar die deutsche Besetzung eines Teiles der Tschechoslowakei während des 2. Weltkrieges, aber doch in diesen Jahren ein "eigenständiges" Gebilde. Oder liege ich da falsch?

Gruß
Jürgen
 
Mondorff Am: 04.11.2014 12:45:05 Gelesen: 36648# 180 @  
Hallo,

auf Seide gedruckt sind sicherlich schon andere Marken anderer Länder bekannt, obwohl ich in diesem Thema noch keine finden konnte.

Zum 80. Geburtstag des Luxemburger Sammlerverbandes FSPL überraschte unsere Post am 11.3.2014 mit einer Blockausgabe, der ersten, die hierzulande auf Seide gedruckt wurde.

Anne Mélan, einer 1984 in Luxemburg geborenen Künstlerin, ist damit ein großer Wurf gelungen.



Man sollte beim Anschauen dieses Blocks ins Detail gehen. Jedes ist interessant, weil das Hauptziel der Gestaltung darin bestand, bei Jugendlichen Interesse an der Philatelie zu wecken.

Der Wert zu 0,60 € deckt das Porto für den Inlandsbrief (bis 50g), jener zu 0,85 € den fürs europäische Ausland (bis 50g) ab.

Anschauen lohnt sich!

Schönen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 04.11.2014 16:41:57 Gelesen: 36603# 181 @  
@ Mondorff [#180]

Hallo DiDi,

diesen Seidenblock kannte ich noch nicht. Danke für's Zeigen! Weißt Du ob es Kunstseide oder echte Seide ist?

Passend zum Thema hier der DDR-Block auf dem sogenannten Dederon-Gewebe (einer Kunstfaser):



Wie dünn das Material ist sieht man gut an dem durchscheinenden Luftpost-Eindruck. Weitere Informationen zu Dederon siehe http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=79298.

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 04.11.2014 17:58:01 Gelesen: 36589# 182 @  
@ volkimal [#181]

Guten Abend Volkmar,

im Ankündigungsblatt der Post wird von Seide geschrieben. Wir sollten es glauben, weil das 'Raustrennen der Marken nur mit Geduld möglich ist. In der Zähnung sollte der Block mehrmals gefaltet werden. Auch dann noch müssen die verbliebenen Seidenfäden mit der Schere abgeschnitten werden.

Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 04.11.2014 21:34:17 Gelesen: 36548# 183 @  
@ filunski [#177]

Hallo Peter,

wie angekündigt jetzt mein Beispiel eines tschechischen Stempels mit drei Farben:



Die Tschechoslowakei hat in den 30er Jahren sehr viel mit der Stempelfarbe "experimentiert". Ich kenne kein Land, in dem es so viele verschiedene Stempelfarben bzw. zwei- oder dreifarbige Stempel gibt wie die Tschechoslowakei. Innerhalb des Landes scheint mir wiederum Pardubice den Rekord an bunten Stempeln zu halten. Es ist allerdings nicht mein Sammelgebiet und ich kann mich bzgl. Pardubice auch irren.

Viele Grüße
Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 05.11.2014 11:02:22 Gelesen: 36497# 184 @  
@ volkimal [#181]

Hallo,

kannst Du einmal die Rückseite dieses schönen Beleges zeigen? Ich hoffe, dass da die roten Eingangsstempel aus dem USA darauf sind.
 
volkimal Am: 05.11.2014 12:17:59 Gelesen: 36480# 185 @  
@ drmoeller_neuss [#184]

Es wurde zwar ein Ankunftsstempel abgeschlagen, er ist aber leider nicht lesbar:



Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 05.11.2014 15:39:25 Gelesen: 36460# 186 @  
@ volkimal [#185]

Hallo Volkmar,

leider bestätigt das meinen Verdacht, dass Dein schöner Beleg manipuliert ist. Da wollte einer einen schönen portogerechten Beleg basteln.

Im besten Fall ist der Block echt gestempelt und nachträglich auf den Brief geklebt worden. Ich weiss nicht, ob der Stempel von Bad Frankenhausen zu diesem Zeitpunkt noch in Gebrauch war.

1. Der Eilaufkleber entstammt jüngeren Zeiten

2. Der Eingangsstempel weist kleine Buchstaben auf, USA Stempel haben aber alle Grossbuchstaben. Ausserdem wäre auf einem Eilbrief ein Stempel von Berlin N7 (Luftpostleitamt der DDR) sowie mindestens ein weiterer Eingangsstempel aus den USA zu erwarten

3. Google Maps kennt keine 3rd West Road in Miami. In den USA heissen die Strassen auch eher "Street", "Drive", "Avenue", "Way".
 
volkimal Am: 05.11.2014 18:34:38 Gelesen: 36419# 187 @  
@ drmoeller_neuss [#186]

Hallo,

danke für die Info. Dass der Brief gefälscht ist, daran habe ich überhaupt noch nicht gedacht. Mir ist nur die sehr späte Verwendung des Stempels aufgefallen. Aber es kam in der DDR durchaus vor, dass Stempel des Deutschen Reiches bis in die 60er Jahre verwendet wurden. Siehe dieses Beispiel:



Ich weiß nicht mehr genau, woher ich den Brief habe. Wenn ich ihn nicht geschenkt bekommen habe, dann stammt er aus der 1,-€ Kiste. Insofern ist es kein Verlust sondern für mich ist es der erste Brief in meiner Sammlung, von dem ich definitiv weiß, dass er falsch ist.

Also noch einmal vielen Dank für die Informationen.

Volkmar
 
volkimal Am: 05.11.2014 19:24:59 Gelesen: 36406# 188 @  
@ drmoeller_neuss [#186]

Hallo,

Du schreibst: " Da wollte einer einen schönen portogerechten Beleg basteln." Wie kommst Du auf 120 Pfennig Porto? Ich schaffe es nicht, auf diesen Betrag zu kommen.

Volkmar
 
Holzinger Am: 05.11.2014 20:28:14 Gelesen: 36379# 189 @  
@ volkimal [#188]

Er bezieht sich auf den Ursprungsbeitrag mit dem DDR-Block (Dederon) [#181].
 
volkimal Am: 05.11.2014 21:10:00 Gelesen: 36366# 190 @  
@ Holzinger [#189]

Hallo Holzinger,

ich meine auch den Brief aus Beitrag [#181]. Der Block entspricht 120 Pfg. und ich weiß nicht, wie man bei einem Eilboten-Luftpostbrief von der DDR in die USA portogerecht auf 120 Pfg. Porto kommt.

Volkmar
 
volkimal Am: 09.11.2014 09:28:29 Gelesen: 36160# 191 @  
Hallo zusammen,

neben den wenigen dreifarbigen Stempeln gibt es deutlich mehr zweifarbige Stempel. Aus Deutschland fällt mir bei den Tages- oder Gelegenheitsstempeln nur der Heidelberger Stempel ein:



JDAD = Interessengemeinschaft der ausgewiesenen Deutschen

Kennt jemand den Grund dafür, dass dieser Stempel in den Farben schwarz und rot abgeschlagen wurde?

Wenn ihr weitere Deutsche zweifarbige Stempel kennt, würde ich mich freuen sie hier zu sehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 27.11.2014 11:39:13 Gelesen: 35548# 192 @  
Hallo zusammen,

auch bei den modernen Stempeln kommen zweifarbige Stempel vor:





Durch Zufall sind die beiden Stempel aus Gabun und der Türkei jeweils schwarz und haben ein rotes Datum.

Viele Grüße
Volkmar
 
KaraBenNemsi Am: 05.12.2014 21:48:52 Gelesen: 35215# 193 @  
Hallo,

diese Marke ist absolut rekordverdächtig. Es ist die bärigste Bärenmarke aller Zeiten. Ich behaupte, es gibt keine zweite Marke mit so vielen Bären!

Wer mag sie zählen? Es sind hunderte.

Die im Bein versteckte "8" ist auch nett.



Grüße

Carsten
 
volkimal Am: 06.12.2014 07:01:07 Gelesen: 35174# 194 @  
@ KaraBenNemsi [#193]

Hallo Carsten,

ich sehe keine Bären, vermute aber, dass der hellblaue Hintergrund aus lauter kleinen Bären besteht. Falls es stimmt, wäre es nett, wenn Du einen kleinen Ausschnitt des Hintergrundes mit einer höheren Qualität einscannst und zeigst.

Viele Grüße
Volkmar
 
KaraBenNemsi Am: 06.12.2014 11:50:06 Gelesen: 35157# 195 @  
@ volkimal [#194]

Hallo Volkmar,

die Marke ist nicht nur deshalb so toll, weil der große Bär durch den aufwendigen Stichtiefdruck sehr lebensnah wirkt. Sondern da sind in den Wolken und im Gras tatsächlich hunderte blaue und grüne Grizzly-Bären versteckt, die im Offsetdruck gedruckt wurden.



Grüße

Carsten
 
Pepe Am: 06.12.2014 21:06:49 Gelesen: 35107# 196 @  
@ KaraBenNemsi [#195]

Da sieht man mal wieder, es kann so einfach sein, die Philatelie etwas spannender und somit auch spaßiger zu machen. Kleine winzige Details - das macht an. Super, super, super -):

Ich gehe mal wieder in die Philaurzeit zurück und stelle den komischen Vergleich an.

Punktnummernstempel sind wie Berge - es gibt niedrige 100erter, 1000ender, 2 - 3 - 4tausender und mein Rekord ist dieser 6000tausender.



Frankreich, 1871 09 01, Mi 50, gelbbraun, Punktnummerstempel 6330

Die Frankreichspezialisten werden diesen Rekord bestimmt noch überbieten. Wer kennt den Stempelort?

Nette Grüße
Pepe
 
Heinz 7 Am: 21.12.2014 15:24:15 Gelesen: 34608# 197 @  
Ich habe nicht gesehen, dass jemand bereits das Thema: "grösster Zuschlag einer Wohltätigkeitsmarke zum Nominalwert" vorgestellt hat. Darum anbei einmal ein Anfang:

Rumänien hatte unter den vielen Ausgaben auch unzählige Wohltätigkeitsausgaben mit z.T. abstrusen Zuschlägen.

Michel 760 (1943): 36 Lei + 164 Lei = 200 Lei; Zuschlag also 456 %
Michel 847 (1945): 12 Lei + 188 Lei = 200 Lei; Zuschlag also 1567 %
Michel 793 (1944): 5 Lei + 145 Lei = 150 Lei; Zuschlag also Faktor 29 !

Zwei Beispiele kann ich Euch im Bild zeigen:



Michel 818 (1944): 2 Lei + 48 Lei = 50 Lei; Zuschlag also Faktor 24!
und, als meinerseits vorläufiger Spitzenwert:
Michel 817 (1944): 1 Lei + 49 Lei = 50 Lei; Zuschlag also Faktor 49!

Die Marke zu 2 Lei ist nicht etwas unscharf gescannt, sondern wirklich im Druck sehr unscharf ausgefallen!

Michel schreibt nichts Besonders zu dieser Ausgabe, darum sei hier der "Zumstein"-Katalog zitiert: "Wohltätigkeits-Ausgabe für die Post- und Bahnangestellten". Die Markensätze hatten immerhin eine Auflage von 54'000 Sätzen, also darf davon ausgegangen werden, dass die Briefmarkensammler einen ganz beachtlichen Beitrag an diese Berufsgruppe bezahlte.

Kennt jemand andere Wohltätigkeitsausgaben mit ähnlich hohen (oder noch höheren) prozentualen Zuschlägen ? - Heinz
 
volkimal Am: 21.12.2014 19:04:32 Gelesen: 34579# 198 @  
@ Heinz 7 [#197]

Hallo Heinz,

ein sehr schöner philatelistischer Rekord - allerdings nicht ganz so schön für den Käufer der Marken. Ich kannte bisher nur die extremen Zuschläge des Deutschen Reiches. Dort erreicht man aber den Faktor 49 = 4900% bei weitem nicht.



Deutsches Reich Nr. 817 bzw. 858: 12 Pfg. + 88 Pfg.; Zuschlagsfaktor 7,33 bzw. 733%.
Deutsches Reich Nr. 750: 6 Pfg. + 94 Pfg.; Zuschlagsfaktor 15,7 bzw. 1567%.

Danke fürs Zeigen!

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 21.12.2014 19:38:11 Gelesen: 34569# 199 @  
Nun einmal ein paar Gedanken zum höchsten Nennwert einer zur Zeit gültigen Briefmarke.

Ich denke, die Schweiz hält mit ihrer 20 CHF Marke (ca. 16.40 €) von 1961 (Mi.Nr.741) nach wie vor den Rekord, da diese Marke immer noch frankaturgültig ist. Eine mir kürzlich bekannt gewordene US-Amerikanische Express-Paketmarke mit einem Nennwert von 19.99 US$ erreicht die 20 CHF nur annähernd. Dass diese Marken auch wirklich verwendet werden, zeigt untenstehender Paketausschnitt der mich erreicht hat!





Kennt jemand einen höheren Einzel-Nominalwert?
 
Pepe Am: 21.12.2014 20:41:40 Gelesen: 34544# 200 @  
@ merkuria [#199]

Siehe hierzu mal hier [#100]

Nette Grüße
Pepe
 
zensurpost Am: 21.12.2014 21:04:33 Gelesen: 34522# 201 @  
@ Pepe [#200]

Siehe hierzu mal hier [#100]
Nette Grüße
Pepe


Wobei 20 Australische Dollar gerade mal ca. 13,30 Euro ausmachen und damit längst nicht an den Gegenwert von 20 SFr. herankommen.

Beste Grüße
Hans-Georg
 
Pepe Am: 21.12.2014 22:16:14 Gelesen: 34509# 202 @  
@ zensurpost [#201]

Stimmt. Nun müßte man allerdings den Umfang der Leistung der Post kennen. Also wie groß, wie schwer, wie weit und schnell bewegt sie ein Poststück für 20,- .
Aber auch das würde hinken, weil man ja nicht weiß, was ein durchschnittlicher Arbeitnehmer für 20,- hie bzw. da tun muß.

Also - alles nicht so einfach. Rein rechnerisch hast du dennoch recht.

Noch schonen Restadvent
wünscht Pepe
 

Das Thema hat 252 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8   9   10 11 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

13620 33 19.12.14 14:29merkuria