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Thema: Rekorde der Philatelie
Das Thema hat 258 Beiträge:
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drmoeller_neuss Am: 05.11.2014 11:02:22 Gelesen: 39439# 184 @  
@ volkimal [#181]

Hallo,

kannst Du einmal die Rückseite dieses schönen Beleges zeigen? Ich hoffe, dass da die roten Eingangsstempel aus dem USA darauf sind.
 
volkimal Am: 05.11.2014 12:17:59 Gelesen: 39422# 185 @  
@ drmoeller_neuss [#184]

Es wurde zwar ein Ankunftsstempel abgeschlagen, er ist aber leider nicht lesbar:



Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 05.11.2014 15:39:25 Gelesen: 39402# 186 @  
@ volkimal [#185]

Hallo Volkmar,

leider bestätigt das meinen Verdacht, dass Dein schöner Beleg manipuliert ist. Da wollte einer einen schönen portogerechten Beleg basteln.

Im besten Fall ist der Block echt gestempelt und nachträglich auf den Brief geklebt worden. Ich weiss nicht, ob der Stempel von Bad Frankenhausen zu diesem Zeitpunkt noch in Gebrauch war.

1. Der Eilaufkleber entstammt jüngeren Zeiten

2. Der Eingangsstempel weist kleine Buchstaben auf, USA Stempel haben aber alle Grossbuchstaben. Ausserdem wäre auf einem Eilbrief ein Stempel von Berlin N7 (Luftpostleitamt der DDR) sowie mindestens ein weiterer Eingangsstempel aus den USA zu erwarten

3. Google Maps kennt keine 3rd West Road in Miami. In den USA heissen die Strassen auch eher "Street", "Drive", "Avenue", "Way".
 
volkimal Am: 05.11.2014 18:34:38 Gelesen: 39361# 187 @  
@ drmoeller_neuss [#186]

Hallo,

danke für die Info. Dass der Brief gefälscht ist, daran habe ich überhaupt noch nicht gedacht. Mir ist nur die sehr späte Verwendung des Stempels aufgefallen. Aber es kam in der DDR durchaus vor, dass Stempel des Deutschen Reiches bis in die 60er Jahre verwendet wurden. Siehe dieses Beispiel:



Ich weiß nicht mehr genau, woher ich den Brief habe. Wenn ich ihn nicht geschenkt bekommen habe, dann stammt er aus der 1,-€ Kiste. Insofern ist es kein Verlust sondern für mich ist es der erste Brief in meiner Sammlung, von dem ich definitiv weiß, dass er falsch ist.

Also noch einmal vielen Dank für die Informationen.

Volkmar
 
volkimal Am: 05.11.2014 19:24:59 Gelesen: 39348# 188 @  
@ drmoeller_neuss [#186]

Hallo,

Du schreibst: " Da wollte einer einen schönen portogerechten Beleg basteln." Wie kommst Du auf 120 Pfennig Porto? Ich schaffe es nicht, auf diesen Betrag zu kommen.

Volkmar
 
Holzinger Am: 05.11.2014 20:28:14 Gelesen: 39321# 189 @  
@ volkimal [#188]

Er bezieht sich auf den Ursprungsbeitrag mit dem DDR-Block (Dederon) [#181].
 
volkimal Am: 05.11.2014 21:10:00 Gelesen: 39308# 190 @  
@ Holzinger [#189]

Hallo Holzinger,

ich meine auch den Brief aus Beitrag [#181]. Der Block entspricht 120 Pfg. und ich weiß nicht, wie man bei einem Eilboten-Luftpostbrief von der DDR in die USA portogerecht auf 120 Pfg. Porto kommt.

Volkmar
 
volkimal Am: 09.11.2014 09:28:29 Gelesen: 39102# 191 @  
Hallo zusammen,

neben den wenigen dreifarbigen Stempeln gibt es deutlich mehr zweifarbige Stempel. Aus Deutschland fällt mir bei den Tages- oder Gelegenheitsstempeln nur der Heidelberger Stempel ein:



JDAD = Interessengemeinschaft der ausgewiesenen Deutschen

Kennt jemand den Grund dafür, dass dieser Stempel in den Farben schwarz und rot abgeschlagen wurde?

Wenn ihr weitere Deutsche zweifarbige Stempel kennt, würde ich mich freuen sie hier zu sehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 27.11.2014 11:39:13 Gelesen: 38490# 192 @  
Hallo zusammen,

auch bei den modernen Stempeln kommen zweifarbige Stempel vor:





Durch Zufall sind die beiden Stempel aus Gabun und der Türkei jeweils schwarz und haben ein rotes Datum.

Viele Grüße
Volkmar
 
KaraBenNemsi Am: 05.12.2014 21:48:52 Gelesen: 38157# 193 @  
Hallo,

diese Marke ist absolut rekordverdächtig. Es ist die bärigste Bärenmarke aller Zeiten. Ich behaupte, es gibt keine zweite Marke mit so vielen Bären!

Wer mag sie zählen? Es sind hunderte.

Die im Bein versteckte "8" ist auch nett.



Grüße

Carsten
 
volkimal Am: 06.12.2014 07:01:07 Gelesen: 38116# 194 @  
@ KaraBenNemsi [#193]

Hallo Carsten,

ich sehe keine Bären, vermute aber, dass der hellblaue Hintergrund aus lauter kleinen Bären besteht. Falls es stimmt, wäre es nett, wenn Du einen kleinen Ausschnitt des Hintergrundes mit einer höheren Qualität einscannst und zeigst.

Viele Grüße
Volkmar
 
KaraBenNemsi Am: 06.12.2014 11:50:06 Gelesen: 38099# 195 @  
@ volkimal [#194]

Hallo Volkmar,

die Marke ist nicht nur deshalb so toll, weil der große Bär durch den aufwendigen Stichtiefdruck sehr lebensnah wirkt. Sondern da sind in den Wolken und im Gras tatsächlich hunderte blaue und grüne Grizzly-Bären versteckt, die im Offsetdruck gedruckt wurden.



Grüße

Carsten
 
Pepe Am: 06.12.2014 21:06:49 Gelesen: 38049# 196 @  
@ KaraBenNemsi [#195]

Da sieht man mal wieder, es kann so einfach sein, die Philatelie etwas spannender und somit auch spaßiger zu machen. Kleine winzige Details - das macht an. Super, super, super -):

Ich gehe mal wieder in die Philaurzeit zurück und stelle den komischen Vergleich an.

Punktnummernstempel sind wie Berge - es gibt niedrige 100erter, 1000ender, 2 - 3 - 4tausender und mein Rekord ist dieser 6000tausender.



Frankreich, 1871 09 01, Mi 50, gelbbraun, Punktnummerstempel 6330

Die Frankreichspezialisten werden diesen Rekord bestimmt noch überbieten. Wer kennt den Stempelort?

Nette Grüße
Pepe
 
Heinz 7 Am: 21.12.2014 15:24:15 Gelesen: 37550# 197 @  
Ich habe nicht gesehen, dass jemand bereits das Thema: "grösster Zuschlag einer Wohltätigkeitsmarke zum Nominalwert" vorgestellt hat. Darum anbei einmal ein Anfang:

Rumänien hatte unter den vielen Ausgaben auch unzählige Wohltätigkeitsausgaben mit z.T. abstrusen Zuschlägen.

Michel 760 (1943): 36 Lei + 164 Lei = 200 Lei; Zuschlag also 456 %
Michel 847 (1945): 12 Lei + 188 Lei = 200 Lei; Zuschlag also 1567 %
Michel 793 (1944): 5 Lei + 145 Lei = 150 Lei; Zuschlag also Faktor 29 !

Zwei Beispiele kann ich Euch im Bild zeigen:



Michel 818 (1944): 2 Lei + 48 Lei = 50 Lei; Zuschlag also Faktor 24!
und, als meinerseits vorläufiger Spitzenwert:
Michel 817 (1944): 1 Lei + 49 Lei = 50 Lei; Zuschlag also Faktor 49!

Die Marke zu 2 Lei ist nicht etwas unscharf gescannt, sondern wirklich im Druck sehr unscharf ausgefallen!

Michel schreibt nichts Besonders zu dieser Ausgabe, darum sei hier der "Zumstein"-Katalog zitiert: "Wohltätigkeits-Ausgabe für die Post- und Bahnangestellten". Die Markensätze hatten immerhin eine Auflage von 54'000 Sätzen, also darf davon ausgegangen werden, dass die Briefmarkensammler einen ganz beachtlichen Beitrag an diese Berufsgruppe bezahlte.

Kennt jemand andere Wohltätigkeitsausgaben mit ähnlich hohen (oder noch höheren) prozentualen Zuschlägen ? - Heinz
 
volkimal Am: 21.12.2014 19:04:32 Gelesen: 37521# 198 @  
@ Heinz 7 [#197]

Hallo Heinz,

ein sehr schöner philatelistischer Rekord - allerdings nicht ganz so schön für den Käufer der Marken. Ich kannte bisher nur die extremen Zuschläge des Deutschen Reiches. Dort erreicht man aber den Faktor 49 = 4900% bei weitem nicht.



Deutsches Reich Nr. 817 bzw. 858: 12 Pfg. + 88 Pfg.; Zuschlagsfaktor 7,33 bzw. 733%.
Deutsches Reich Nr. 750: 6 Pfg. + 94 Pfg.; Zuschlagsfaktor 15,7 bzw. 1567%.

Danke fürs Zeigen!

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 21.12.2014 19:38:11 Gelesen: 37511# 199 @  
Nun einmal ein paar Gedanken zum höchsten Nennwert einer zur Zeit gültigen Briefmarke.

Ich denke, die Schweiz hält mit ihrer 20 CHF Marke (ca. 16.40 €) von 1961 (Mi.Nr.741) nach wie vor den Rekord, da diese Marke immer noch frankaturgültig ist. Eine mir kürzlich bekannt gewordene US-Amerikanische Express-Paketmarke mit einem Nennwert von 19.99 US$ erreicht die 20 CHF nur annähernd. Dass diese Marken auch wirklich verwendet werden, zeigt untenstehender Paketausschnitt der mich erreicht hat!





Kennt jemand einen höheren Einzel-Nominalwert?
 
Pepe Am: 21.12.2014 20:41:40 Gelesen: 37486# 200 @  
@ merkuria [#199]

Siehe hierzu mal hier [#100]

Nette Grüße
Pepe
 
zensurpost Am: 21.12.2014 21:04:33 Gelesen: 37464# 201 @  
@ Pepe [#200]

Siehe hierzu mal hier [#100]
Nette Grüße
Pepe


Wobei 20 Australische Dollar gerade mal ca. 13,30 Euro ausmachen und damit längst nicht an den Gegenwert von 20 SFr. herankommen.

Beste Grüße
Hans-Georg
 
Pepe Am: 21.12.2014 22:16:14 Gelesen: 37451# 202 @  
@ zensurpost [#201]

Stimmt. Nun müßte man allerdings den Umfang der Leistung der Post kennen. Also wie groß, wie schwer, wie weit und schnell bewegt sie ein Poststück für 20,- .
Aber auch das würde hinken, weil man ja nicht weiß, was ein durchschnittlicher Arbeitnehmer für 20,- hie bzw. da tun muß.

Also - alles nicht so einfach. Rein rechnerisch hast du dennoch recht.

Noch schonen Restadvent
wünscht Pepe
 
Cantus Am: 21.12.2014 22:40:56 Gelesen: 37444# 203 @  
@ Pepe [#196]

Hallo Pepe,

die 6330, die es nur bei der Stempelart "Gros Chiffres" gibt, entspricht dem Ort "Rouen-Saint-Sever" im Département "Seine Inférieure" . Die höchste Nummer ist übrigens die 6449, die dem Ort "Moussey" in den Vogesen entspricht.

Viele Grüße
Ingo
 
merkuria Am: 21.12.2014 23:35:22 Gelesen: 37436# 204 @  
1925 verausgabte die Post der Britischen Kolonie Kenia & Uganda die wohl höchste je erschienene Nominale von 100£! Diese Taxmarke wurde u.a. für die Quittierung von Alkohol- und Spielbanklizenzen verwendet.

Der Betrag von 100£ muss im Jahre 1925 wohl ein kleines Vermögen dargestellt haben: Ein Arbeiter verdiente 1925 ca. 12 Pence pro Stunde wobei 240 Pence einem £ entsprachen! Mit anderen Worten: für 100 £ hätte er 2000 Stunden arbeiten müssen.


 
drmoeller_neuss Am: 22.12.2014 11:07:54 Gelesen: 37394# 205 @  
@ merkuria [#204]

Streng genommen ist das eine Steuermarke. Eine Möglichkeit, eine Postsendung oder ein Paket für 100 £ zu verschicken, gab es nicht. Gleichwohl hätte die Post in den britischen Kolonien Kenya und Uganda diese Marke als Postwertzeichen akzeptiert, wenn sich jemand einen Sammlerbrief (Einschreiben-Eilbrief-Wert-Rückschein-und-was-es-nicht-alles-gibt) gebastelt hätte.

Über die Katalogisierung dieser Marke kann man sich lange streiten.
 
Pepe Am: 22.12.2014 20:38:08 Gelesen: 37357# 206 @  
@ Cantus [#203]

Danke für die Infos. Da war ich also gar nicht mal so weit weg von der maximalen Nummer dieser Stempel. Wäre sicher eine Herausforderung für einen Sammler - alle Nummern zusammenzutragen. Wer wird nun meinen Rekord überbieten?

Nette Grüße
Pepe
 
volkimal Am: 26.12.2014 20:24:33 Gelesen: 37164# 207 @  
Hallo zusammen,

von meiner Seite geht es noch etwas weiter mit den verschiedenen Stempelfarben. Heute:

Der Brief mit den meisten verschiedenen Stempelfarben:



Liverpool hatte den Stempel mit der Nummer 466. Er ist zwar nicht ganz lesbar, aber ich gehe davon aus, dass der Brief 1853 von Liverpool nach Mirfield geschickt wurde. Auf der Rückseite sind vier Stempel in vier verschiedenen Farben:

grün: Liverpool, 30.11.1853
blau: Wakefield, 01.12.1853
rot: Mirfield, 01.12.1853
schwarz: Church St., ohne Datum

Aus welchem Ort der Stempel Church Street stammt kann ich nicht sagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.01.2015 15:31:46 Gelesen: 36359# 208 @  
Hallo zusammen,

ich bleibe noch einmal bei der Stempelfarbe. Die einzigsten Stempel, deren Stempelfarbe etwas mit dem Stempelmotiv zu tun hat:

In Fort William in Schottland gab es diesen Stempel:



"We ♥ lead free" = "Wir lieben bleifrei". Ich kenne sonst keinen anderen Stempel zu einem "grünen Thema" mit grüner Stempelfarbe.

1947 gab es in Trier, der Geburtsstadt von Karl Marx, einen Stempel in roter Farbe. Ich habe ihn leider nicht. Kann jemand von Euch diesen Stempel zeigen?

Daneben kenne ich nur noch die schwarz-rot-goldenen Stempel aus Beitrag [#175], die zu diesem Rekord passen.

Viele Grüße
Volkmar
 

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