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Thema: (?) (55/59) Signaturen: Prüfzeichen, Händlerzeichen, Besitzerzeichen ?
Das Thema hat 67 Beiträge:
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Illgen Am: 23.12.2008 22:34:28 Gelesen: 17288# 18 @  
@ Georgius [#16]

Georgius du hast Recht der Satz war kein sauberes Deutsch, mea maxima culpa! Und die Marke hat ein Brandzeichen, so recht?

Gruß Hermann
 
doc Am: 23.12.2008 22:36:02 Gelesen: 17288# 19 @  
Hallo Georgius, Germaniafreund und Illgen,

der Satz von Hegel, die Sprache sei gleichsam der Leib des Denkens sowie die Aussage, es gäbe kein unsprachliches Denken, widersprechen sich keineswegs.

Bevor aber die Frage nach Prüfzeichen zu sehr ins Philosophische abdriftet, würde mich, ebenso wie Georgius, interessieren, was "Bränding" ist. Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört. Sollte er etwas mit dem englischen Wort branding - brandmarken, in übertragenem Sinne: kennzeichnen - zu tun haben?

Eine Aufklärung tut not.

MfG, Wolfgang
 
Illgen Am: 23.12.2008 22:48:12 Gelesen: 17283# 20 @  
Ordinär umgangssprachlich eingedeutscht "brand" das Brandzeichen "branding" das Brandmarken.

Ich bitte nochmals um Vergebung!

Ich hoffe die Sache ist damit erledigt.

Gruß

Hermann
 
doktorstamp Am: 24.12.2008 00:29:46 Gelesen: 17270# 21 @  
@ Illgen [#20]
@ doc [#19]

Hier verdient die Ableitung und Verdeutschung des Wortes eine Erklärung.

Branding = brandmarken, was Getier betrifft heißt soviel wie ein Kennzeichen des Besitzes, mehr nicht, allerdings wenn ein Mensch gebrandmarkt wird, ist die Bedeutung ganz abschweifig, denn hier bedeutet sie verstossen oder zu verachten.

Einst waren Kriminelle (oft auf dem Stirn) gebrandmarkt. Sie waren fortan was die Gesellschaft betraf als Aussenseiter betrachtet, und dementsprechend zu behandeln. Also höchst unerwünscht.

Das einige wenige Marken solche Besitzerzeichen tragen, heißt schon länger nicht sie sollen verachtet werden. Es war mal bis in die 30er Jahre Gang und Gebe Marken so zu kennzeichnen. Zugegeben der Höhepunkt scheint nach dem letzten Quartal des 19. Jh. langsam ein Ende gefunden zu haben, denn danach kommt es nicht so häufig vor.

Die Ein- oder Verdeutschung eines Wortes oder eines Begriffes haut hin sofern der Ursprung mit nur einer Bedeutung verbunden ist, wenn allerdings mehrere Bedeutungen abzuleiten sind, kann es schon zu Schwierigkeiten kommen.

Nicht jeder ist Sprachbewüßt, und wer diese Tugend nicht besitzt bleibt mit der Muttersprache am besten gewährt.

mfG

Nigel
 
sudetenphilatelie Am: 24.12.2008 14:57:30 Gelesen: 17227# 22 @  
Darauf genehmige ich mir einen Brandy.

Frohe Weihnachten allerseits!
 
Harald Zierock Am: 25.12.2008 15:39:11 Gelesen: 17187# 23 @  
Ich verstehe nicht das jeder sich beugt und tut was Michel will und sagt !

Ein Katalog soll nur eine Richtlinie sein, der Rest sollte im Ermessen des Philatelisten bleiben.

Es wäre an der Zeit, das Michel Konkurrenz bekäme so wie Yvert et Tellier in Frankreich.

Dalley un Cérès haben sich zusammengeschlossen und klasse Kataloge herausgebracht; da kann Yvert et Tellier zu Hause bleiben. Das ist wie Mercedes; nur der Name, aber wenn die Façade fällt, bleibt nichts mehr übrig.

Für mich ist eine Marke Postfrisch, falls der Gummi vorhanden ist; mit oder ohne Prüfzeichen oder sonst etwas.

Das ist alles eine Geldsache!

Ein richtiger Philatelist zeigt in seinen Alben ja schliesslich nicht die gummierte Seite der Marke, sondern das Bild, oder ?

Ansonsten hätte die ganze Sammlerei keinen Sinn.

Harald
 
doc Am: 28.12.2008 11:39:49 Gelesen: 17117# 24 @  
Hallo Harald,

Deine Aussagen gehen mir denn doch zu weit. Wenn für Dich eine Marke postfrisch ist, solange Gummi vorhanden ist, so kann ich Dir eine Menge Marken für ganz wenig Geld anbieten, die nachgummiert sind, entfalzt oder sonstwie manipuliert, aber eben nicht postfrisch im eigentlichen Sinne, also "in dem Zustand, in dem sie am Postschalter erhältlich waren".

Wolfgang
 
Harald Zierock Am: 28.12.2008 15:09:22 Gelesen: 17093# 25 @  
Hallo Wolfgang,

so wörtlich musst Du das nicht nehmen. Ich rede nicht von Nachgummierung, sondern vom Originalgummi!

Die sogenannten super Prüfer bauen auch Mist, da habe ich so manche Beispiele. In Paris hat ein Käufer, einen Weltbekannten Prüfer darauf aufmerksamm gemacht, das er sich geirrt habe.

Na und, war die Antwort; irren ist menschlich, und schliesslich müsse er auch leben. Mit seiner Unterschrift könnte er die Marke gut verkaufen, auch wenn diese falsch ist.

Was sagst Du dazu?

Viele Grüsse,

Harald
 
Lars Boettger Am: 28.12.2008 17:06:20 Gelesen: 17077# 26 @  
Hallo Harald,

bitte Butter bei die Fische. Prüferschelte ist einfach, aber ohne ein konkretes Beispiel ist das Briefmarkensammlerlatein.

Wir reden nicht darüber, dass Prüfer unfehlbar sind. Entsprechende Fehlurteile kenne ich auch. Aber in der Regel liefern Verbandsprüfer sehr gute Arbeit, andere Prüforganisationen haben auch ihre Meriten, bei "Alleskönnern" ist mehr Misstrauen angebracht, aber eine pauschale Verurteilung nicht hilfreich.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
doc Am: 29.12.2008 00:05:29 Gelesen: 17044# 27 @  
Hallo Harald,

ich kann nur Lars zustimmen: Natürlich kann sich jeder einmal irren; zumindest aber die Verbandsprüfer, mit denen ich eigene, teilweise auch persönliche Erfahrungen gemacht habe, prüfen eher einmal zu wenig als zuviel. Das heißt dann z.B. bei Stempeln: "ich kann nicht mit Sicherheit die Echtheit (oder auch: die zeitgerechte Verwendung) des Stempels bestätigen".

Wie ich schon im Beitrag [#19] geschrieben habe, werde ich bessere Marken gar nicht mehr los, wenn sie nicht geprüft sind - auch postfrische nicht!

Nun einen guten Rutsch ins neue Jahr allen, die dies lesen (und auch allen anderen).

Mit den besten Grüßen,

Wolfgang
 
kalle67 Am: 22.09.2014 17:08:38 Gelesen: 7920# 28 @  
Hallo,

kann mir jemand weiterhelfen. Kennt jemand dieses Zeichen?

Gefunden auf Saargebiet Mi. 85aU



Gruß
kalle
 
hajo22 Am: 22.09.2014 19:27:10 Gelesen: 7886# 29 @  
@ kalle67 [#28]

Seltener Vorläufer vom ÄT-Zeichen (Scherz).

Nein, kenne ich nicht. Aber was soll's, die Marke ist doch von Frau Ney geprüft.

Schönen Abend und das Zeichen stammt wohl von einem früheren Besitzer.

Gruß Jochen
 
kalle67 Am: 22.09.2014 20:38:02 Gelesen: 7859# 30 @  
@ hajo22 [#29]

Hallo,

der Besitzer hat sich mal was einfallen lassen.

Man findet so einiges auf den Rückseiten.

Saargebiet Mi. 38



Gruß
kalle
 
Baber Am: 16.11.2014 11:09:01 Gelesen: 7207# 31 @  
Hallo zusammen,

weiß jemand, was die römische 1 (oder großes I) vor dem Prüfzeichen von Schlegel bedeutet?



Gruß
Bernd
 
erron Am: 16.11.2014 11:11:23 Gelesen: 7205# 32 @  
@ Baber [#31]

Ein Scan der Markenvorderseite wäre nicht verkehrt.

mfg

erron
 
Baber Am: 16.11.2014 12:18:36 Gelesen: 7177# 33 @  
@ erron [#32]

Das Prüfzeichen ist auf der 10 Pfg Goethe, Berlin Mi-Nr. 61.

Gruß
Bernd
 
inflamicha Am: 16.11.2014 12:38:59 Gelesen: 7156# 34 @  
@ Baber [#31]

Die Marke hat den Plattenfehler I = "Farbfleck neben dem rechten Unterarm des Darstellers". Allerdings ist das Signum erhöht angebracht, was auf einen Qualitätsmangel der Marke hinweist.

Gruß Michael
 
Baber Am: 16.11.2014 14:38:58 Gelesen: 7125# 35 @  
@ inflamicha [#34]

Vielen Dank für den Hinweis.

Gruß
Bernd
 
1 Pf Am: 18.11.2014 12:30:32 Gelesen: 7033# 36 @  
@ Baber [#35]

Hallo Baber,

daß ein "Fehler" so geprüft wird, habe ich zwar noch nicht gesehen.

Das kenne ich aber, wenn es Typen Unterschiede bei der gleichen Marke gibt.

Bei der 1 Pf Mi.Nr. 285 wird zBs. die Type YI so gekennzeichnet.



Gruß
1 Pf
 
mausbach1 Am: 18.11.2014 13:46:06 Gelesen: 7011# 37 @  
@ 1 Pf [#36]

Lies mal die Prüfordnung des BPP.
 
1 Pf Am: 20.11.2014 07:24:46 Gelesen: 6898# 38 @  
@ mausbach1 [#37]

Hallo mausbach1,

danke für den freundlichen Hinweis.

War gerade auf der Seite, nur wo genau steht da etwas über die Signierung von Plattenfehlern o. dgl. ? Es geht doch hier um genau diesen Punkt. Die Signierung im Allgemeinen war doch nicht das Thema.

Gruß
1 Pf
 
Pete Am: 20.11.2014 18:06:04 Gelesen: 6826# 39 @  
@ 1 Pf [#38]

War gerade auf der Seite, nur wo genau steht da etwas über die Signierung von Plattenfehlern o.dgl. ?

Schau einmal hier:

4. Umfang der Prüfung

...

4.2. ... Die Tätigkeit des Prüfers kann die Einordnung des Prüfgegenstandes nach Druckart, Type, Wasserzeichen, Trennungsart, Farbe, Lochung und Papier gegen besondere Berechnung gemäß Ziffer 10.4. einschließen, soweit diese in den für das Prüfgebiet maßgeblichen Katalogen aufgeführt sind. ...


Quelle: http://bpp.de/de/bpp-pruefordnung//

Ein Plattenfehler ist m.E. nichts anderes als eine Type (bzw. Bogenfeldmerkmal). Die Michel-Redaktion nummeriert sowohl Typen als auch Plattenfehler und weitere Abarten nacheinander durch und eine bereits vergebene Katalognunternummer sollte nicht ein zweites Mal für einen anderen Sachverhalt vergeben werden. Als Beispiel für die Vorgehensweise der Redaktion mag die Marke Oberschlesien Nr. 10 (alternativ auch die beiden nachfolgenden Nummern) gelten:

- Mi-Nr. 10 Ia bis 10 IVb in der Hauptkatalogisierung des Michel-Spezial (für verschiedene herstellungsbedingte Aufdrucktypen in einem Druckbogen)

- Mi-Nr. 10 V bis 10 VII in der Katalogisierung der Rubrik "Abarten und Plattenfehler", wobei es sich bei diesen drei Nummern um Plattenfehler in der Aufdruckplatte handelt

- Mi-Nr. 10 VIII bis 10 XIV in der Katalogisierung der Rubrik "Abarten und Plattenfehler", wobei es sich bei diesen sieben Nummern um Aufdruckfehler durch wiederholten bzw. verschobenen oder kopfstehenden Aufdruck handelt.

Zusätzlich ließe sich noch die Katalogisierung um den Plattenfehler I der Urmarke Mi-Nr. 6 in Kombination mit der jeweiligen Aufdrucktype erweitern.

Beispiele für die verschiedenen Aufdrucke der Nr. 10 Ia bis 10 IVb siehe (1) anhand des Aufdruckfehlers Mi-Nr. 10F sowie Aufdruckfehler ex Nr. 10 VIII bis 10 XIV.

Gruß
Pete

(1) http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=27925#M7
 
1 Pf Am: 20.11.2014 20:56:19 Gelesen: 6794# 40 @  
@ Pete [#39]

Hallo Pete,

DANKE für den Hinweis.

Gruß
1 Pf
 
lolli Am: 08.06.2015 16:28:23 Gelesen: 5746# 41 @  
Wer kann mir weiterhelfen?

welcher Prüfer steckt hinter dieser Signatur?

Vielen Dank für weiterführende Hinweise.

Stefan


 
Kontrollratjunkie Am: 08.06.2015 16:44:59 Gelesen: 5736# 42 @  
Hallo Stefan,

stammt die Signatur von der Rückseite einer Marken Ostsachsens aus der SBZ ?

Es handelt sich um das Signum von Rolf Müller / Dresden, der Ostsachsen zu Zeiten der DDR geprüft hat. Die von ihm selbst signierten Marken haben eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit auf Echtheit.

http://forum.bund-forum.de/viewtopic.php?f=350&t=9139

Beste Grüße
KJ
 

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