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Thema: Deutsches Reich: Dauerserie Hindenburg
Das Thema hat 168 Beiträge:
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stampmix Am: 06.12.2014 19:44:46 Gelesen: 26630# 94 @  
@ saintex [#92]
@ hajo [#93]

Hallo ihr Beiden,

toll! Wieder was gelernt. Danke.

besten Gruss
stampmix
 
saintex Am: 06.12.2014 20:28:58 Gelesen: 26614# 95 @  
@ hajo22 [#93]

Hallo Jochen,

nein, diese Zusammenhänge waren mir sehr wohl bewusst. Ich bin aber darauf bewusst in meinem Posting von heute nicht eingegangen. Ich hatte nach dem Erwerb des Luftpostbriefes im Sommer 2014 im Internet weitere Recherchen über das Schicksal der jüdischen Absenderin, Frau Mathilde Rosenberg aus Essen angestellt und bin auf der Internetseite der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem fündig geworden. Ich stelle nachstehend den entsprechenden Link ein,

http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=3839761&language=en

so dass nun jeder Forumteilnehmer selber entscheiden kann, ob er mehr über das Schicksal der Absenderin erfahren will oder nicht.

Es war eher meine Zurückhaltung vor einem heiklen Thema unserer Geschichte und der Respekt gegenüber der Person der Absenderin dieses Luftpostbriefes, als dessen Eigentümer ich jetzt dieses kleine Stück eines persönlichen Schicksals zu verantworten habe, die mich dazu bewogen haben, das Thema "Judaika" bewußt nicht anzusprechen.

saintex, der nachdenklich auf seinen Bildschirm schaut.
 
hajo22 Am: 06.12.2014 20:53:37 Gelesen: 26596# 96 @  
@ saintex [#95]

Frau Rosenberg wurde also von den Nazis ermordet, wenn ihr Name in der Gedenkstätte in Israel zu finden ist (Link läßt sich nicht öffnen von meinem PC).

Ich habe einige von Luftpostcouverts, meist nach Übersee, die die Zwangsnamen im Absender tragen. Mit diesen und anderen Belegen habe ich eine kleine Gedenksammlung angelegt. Doch das paßt hier überhaupt nicht her.

Ich kann Dich verstehen, angesichts des unbeschreiblichen Leids, sollte man mit solchen Belegen behutsam umgehen. Es war mir nicht bewußt, daß Du die Problematik erkannt hattest.

In diesem Sinne noch einen besinnlichen Abend.
Jochen
 
stampmix Am: 07.12.2014 11:30:24 Gelesen: 26541# 97 @  
Hallo zusammen,

zurück mit einer hohen Frankatur und interessanten Verwendung der Hindenburgmarken mit Wasserzeichen Waffel.

Ein Brief der Königlichen Ungarischen Gesandtschaft Berlin an das Königlich Ungarische Verteidigungsministerium in Budapest. Am 29.6.1934 mit Zusatzleistung Luftpost, Eilboten und Einschreiben versandt. Rückseitig AKS vom 30.6.34 und handschr. Eingangsvermerk vom 1.7.34 - 14.30 Uhr.

Das Porto für diesen 148g schweren Brief betrug:

Auslandsbrief Ungarn <160g: 90 Rpf.
Luftpost 15Rpf./20g: .......... 120 Rpf.
Eilbote: .............................. 50 Rpf.
Einschreiben: ..................... 30 Rpf.

Das Porto von 290 Rpf. wurde mit den 4 werthöchsten Hindenburgmarken zu 50, 60, 80 und 100 Rpf. (Mi.492-495) frankiert, dabei die 100 Rpf. Marke vom Unterrand.



besten Gruss
stampmix
 
hajo22 Am: 07.12.2014 12:05:56 Gelesen: 26532# 98 @  
@ stampmix [#97]

Toller Brief in sehr guter Erhaltung. Mit Wasserzeichen Waffeln der Marken besonders wertvoll.

-----

Da ich gerade meine Ganzsachen-Sammelbox auf dem Schreibtisch habe, nochmals eine Hindenburg-Ganzsache in Sonderverwendung.

Ortspostkarte zu 5 Pf. auffrankiert mit 50 Pf. Hindenburg zur Eilboten-Rohrpost-Ortskarte.

Gestempelt Berlin-Schöneberg 3 am 15.7.1937 über SW 19 (10.40 h) mit Rohr 4 nach SW 11.

Porto:

5 Pf. Ortskarte
40 Pf. Eilboten
10 Pf. Rohrpostgebühr

Solche Stücke machen (je)dem Berlin-Sammler Freude.



Schönen Sonntag.
Jochen
 
Jürgen Zalaszewski Am: 07.12.2014 22:39:38 Gelesen: 26464# 99 @  
Nach diesen tollen Belegen mal wieder etwas normales, Brief zu 12 Rpfg, Aschersleben, 10. 01 1937 mit dem Tag der Briefmarke-Sonderstempel entwertet, allerdings mit einer ein-Rpfg-Mehrfachfrankatur.



Beste Grüße
Jürgen
 
hajo22 Am: 08.12.2014 19:17:55 Gelesen: 26404# 100 @  
Für 5 Pf. um die halbe Welt.

So kann man diese Auslandsdrucksache mit 2x1 und 3 Pf. Hindenburg vom 2.7.1935 aus Köln nach dem kleinen Ort Oradell/New Jersey, USA, beschreiben.



Guten Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 09.12.2014 14:08:03 Gelesen: 26346# 101 @  
Die Hindenburg-Medaillon-Marken und -Ganzsachen finden sich in meiner Sammlung in verschiedenen Bereichen.

So auch in der Abteilung "Katapult-/Schleuderflugpost". Ich gehe hier nicht näher auf die Katapultpost ein, es findet sich ein eigener thread dazu im Forum.

Ganzsache P227I mit Flugpostmarke 80 Pf. (Mi.Nr. 536) nach USA adressiert. 95 Pf.-Frankatur für eine Auslandspostkarte mit Zubringerflug zum Dampfer "Bremen" und Katapultflug nach New York. Die Zubringerflüge zu den Katapultdampfern ("Bremen" und "Europa") starteten immer von Köln aus (nach meinem Wissensstand) zu Häfen in England oder Frankreich, je nachdem wo sich der Dampfer gerade fahrplanmäßig befand.

Stempel:

Abgangspostamt: Berlin NW 7, gestempelt 3.9.1934

Zubringerstempel: "Mit Luftpost zum D(ampfer) "Bremen" befördert"

Katapultpoststempel: "Deutscher Schleuderflug-9./10.Sept.34, Dampfer "Bremen" - New York"

Zusätzlich noch ein Aufkleber: "(Lufthansazeichen/Kranich) Mit Deutscher Luftpost"

Keine Ankunftsstempel (dafür deutliche Büroklammerspur).

Portoberechnung (soweit ich das beurteilen kann):

Auslandskarte: 15 Pf.
Zubringerflug: 30 Pf. (Luftpostgebühr Inland und Europa)
Katapultflug : 50 Pf. (je 20 gr.)



Bitte Korrektur, falls ich hier etwas Falsches gepostet haben sollte.

Viele Grüße
Jochen
 
stampmix Am: 09.12.2014 14:48:29 Gelesen: 26341# 102 @  
@ hajo22 [#101]

Hallo Jochen,

toller Beleg einer selten vorliegenden echten Bedarfssendung.

Die Portoberechnung ist völlig richtig, mit folgenden Ergänzungen:

Der Nachbringeflug fand immer von Köln zum Französischen Hafen Cherbourg statt und kostete einschließlich einer möglichen Luftpostzuleitung nach Köln 30 Rpf. Der Vorausflug nach New York mittels Schleuderflug kostete 50 Rpf. Sollte der Brief innerhalb Amerikas weiter per Luftpost befördert werden, war dies zusätzlich zu frankieren; andernfalls wurde (wie hier) im Bordpostamt der Luftpostaufkleber entwertet.

Anbei ein Brief mit Vorausflug von Berlin nach Park Ridge (USA, ca. 30km nördl.Manhattan) vom 26.9.1934 und mit 106 Rpf. (über-)frankiert. Porto für Auslandsbrief 25 Rpf. und Vorausflug 50 Rpf.; vielleicht war ein nicht erforderlicher Nachbringeflug (30Rpf.) vorab frankiert worden? Frankiert mit 4er-Block der Mi.553 vom Unterrand mit Teil-HAN.



mit bestem Gruss
stampmix
 
hajo22 Am: 09.12.2014 16:23:15 Gelesen: 26328# 103 @  
@ stampmix [#102]

Danke für die Korrektur. Ich dachte immer, der Zubringer sei auch nach Southampton geflogen. Sind auf der Rückseite Deines Briefes noch Vermerke?

Viele Grüße.
Jochen
 
hajo22 Am: 10.12.2014 14:08:50 Gelesen: 26265# 104 @  
Auch zum Postsparen konnte man die Hindenburg-Marken verwenden.

Hier eine Postsparkarte (3 RM) mit 16 Hindenburg-Marken genau auf 3 RM bespart und am 6.6.1941 in Neckarsteinach am Schalter vorgelegt.

Das Guthaben von 3 RM wurde von der Postsparkarte in das Postsparbuch übertragen (siehe Vermerke, Unterschrift u. Poststempel auf Seite 3 der Karte)

Komplett erhalten gebliebene Karte:



Außenseiten



Innenseiten

Schönen Tag.
Jochen
 
hajo22 Am: 11.12.2014 13:40:39 Gelesen: 26221# 105 @  
Heute eine 6 Pf. Hindenburg-Ganzsache mit Zusatzfrakatur auf 52 Pf. auffrankiert, gestempelt Friedrichshafen 23.3.1936 nach Augsburg. Die Karte wurde mit dem Zeppelin LZ 129 befördert, wie uns der rote Zusatzstempel verrät.

Die Karte ist um 2 Pf. überfrankiert, 50 Pf. wären ausreichend gewesen (hätte mit einer 4 Pf. statt der 6 Pf. Hindenburg-Marke sehr gut geklappt).

Aber was soll's. Mir gefällt der Beleg auch so.



Schönen Tag.
Jochen
 
filunski Am: 11.12.2014 15:17:08 Gelesen: 26209# 106 @  
@ hajo22 [#105]

Hallo Jochen,

schöner Beleg mit extrem klaren und sauberen Stempelabschlägen! :-)

Beim Aufräumen kam mir, passend zum Thema, eben dieser Beleg in die Hände:



Eilbrief vom 18.8.1938 von Stuttgart nach Nürnberg.

Portorichtig frankiert mit insgesamt 94 Pf, 24 Pf Brief im Fernverkehr bis 100g + 30 Pf Einschreiben + 40 Pf Eilzustellgebühr Ortsbereich.

Schöne Grüße,
Peter
 
Pete Am: 13.12.2014 21:36:08 Gelesen: 26122# 107 @  
Nachfolgend eine Sendung vom 14.06.1938 aus Potsdam nach Schweden. Die Sendung wurde mit 4x 6 Pfenning Hindenburg frankiert und in Schweden am 17.06.2014 mit 10 Öre Nachporto taxiert:



Gruß
Pete
 
hajo22 Am: 14.12.2014 19:01:12 Gelesen: 26079# 108 @  
2x6 Pg. Hindenburg auf Ansichtskarte vom Freibad Großschönau nach Camden/New Jersey vom 20.8.38. Da fehlten 3 Pf., die in den USA mit 2 cents Nachgebühr verrechnet wurden.

Der gräußliche Tintenfleck in der Kartenmitte stammt nicht von mir!

Ansonsten interessante Karte mit dem New Yorker Nachgebühr-Doppelstempel. Die 2 cents-Marke wurde vorausentwertet und überdeckt den "T" (=Taxe)-Stempel.



Schönen Abend.
Jochen
 
Fips002 Am: 14.12.2014 20:20:14 Gelesen: 26055# 109 @  
Brief von Leipzig, 20.1.37, mit 3 Pf. Mehrfachfrankatur nach Oldenburg.



Gruß Dieter
 
hajo22 Am: 16.12.2014 17:55:58 Gelesen: 25928# 110 @  
85 Pf. Auslandsbrief der 3. Gewichtsstufe (55 Pf. bis 60 gr.) per Einschreiben (Porto 30 Pf.) aus Bochum vom 1.11.1939 nach Washington (Ankunft 24.11.39). Keine OKW-Zensur erkennbar, der Krieg war noch im Anfangsstadium.

Trotz Vermerk auf der Couvert-Rückseite "enthält keine Devisen" zur Überprüfung zollamtlich geöffnet (nach dem Motto: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"). Möglicherweise war das eine "verdeckte" Zensur. Der Zeilenstempel "04805 3 - 11" läßt so etwas vermuten.

Starke Gebrauchs- und Altersspuren. Dennoch sammelwürdig, da die 3. Gewichtsstufe im Auslandsverkehr nicht häufig anzutreffen ist.



Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 29.12.2014 13:57:41 Gelesen: 25711# 111 @  
Es wird Zeit mal wieder einen interessanten Hindenburg-Beleg zu zeigen.

4 1/2 gr. Luftpostbrief aus Ellrich/Südharz adressiert nach Montevideo/Uruguay, gestempelt am 29.12.1941. Frankiert mit 1,75 RM (Hindenburg 2x60 und 40 Pf., AH 15 Pf.). Portorichtig: Auslandsbrief bis 20 gr. = 25 Pf. und 1,50 RM/5 gr. für Uruguay. Gewünschter Leitweg über Rom nach Südamerika. Durchlaufzensur "Ab" = Zensurstelle Berlin.

Der Brief wurde jedoch nicht mehr befördert: "Zurück/Postverkehr eingestellt".



Der Brief wurde heute vor genau 73 Jahren aufgegeben (hat also heute "Geburtstag").

Viele Grüße
Jochen
 
volkimal Am: 30.12.2014 10:32:54 Gelesen: 25654# 112 @  
Hallo zusammen,

heute eine Nachnahme vom 27.3.1934 aus Gransee an meinen Großvater in Dortmund:



Das Porto von 32 Pfg. setzt sich zusammen aus dem Briefporto (12 Pfg.) und der Nachnahmegebühr (20 Pfg.).

Viele Grüße
Volkmar
 
hajo22 Am: 30.12.2014 15:18:59 Gelesen: 25633# 113 @  
Zensierte Luftpostkarte (Ganzsache) aus Wien vom 1.11.1941 nach Atlanta/USA. Die Absenderin war Jüdin (erkennbar am Zwangs-Vornamen "Sara" im Absender). Portorichtig mit 55 Pf. frankiert: Hindenburg: Ganzsache 5 Pf. (Mi. P 225I) + Marke 50 Pf.

Gebühren: 15 Pf. Auslandskarte + 40 Pf. Luftpostgebühr für 5 gr./USA



Schönen Tag.
Jochen
 
roteratte48 Am: 31.12.2014 21:06:40 Gelesen: 25554# 114 @  
@ saintex [#92]
@ hajo [#93]

Mit großem Interesse habe ich die Beiträge dieses Threads gelesen und bin letztlich über Eure Beiträge gestolpert. Der Verschlußstreifen der britischen Zensur erinnerte mich an einen ziemlich lädierten Bedarfsbrief in die USA, den ich nachfolgend abbilde:



Als Sammler vorphilatelistischer Briefe und Dokumente ist meine Frage sicher laienhaft - aber wieso britische Zensur bei einem Brief in die USA? Und was Jochens Beitrag angeht - hier auch der erwähnte Zusatz im Absender. Hier offenbar eine gelungene Emigration via Japan, zu schließen aus einem Brief des "subcommittee of Refugee Aid":

http://search.archives.jdc.org/multimedia/Documents/NY_AR_DORSA/NY_AR_DORSA_00012/NY_AR_DORSA_00012_00545.pdf

Schönen Abend und guten Start ins Jahr 2015 !

Rolf
 
hajo22 Am: 31.12.2014 23:55:19 Gelesen: 25533# 115 @  
@ roteratte48 [#114]

Die Maschinen aus Europa landeten zum Betanken regelmäßig auf den britischen Bermudas. Dort wurde die Post aus Germany von den Engländern zensiert und ggf. zurückbehalten oder zur Weiterbeförderung freigegeben.

Die Briten nahmen dabei den Ärger mit den Amerikanern in Kauf.

Gruß und gutes neues Jahr.
Jochen
 
roteratte48 Am: 01.01.2015 20:49:58 Gelesen: 25454# 116 @  
@ hajo22 [#115]

Danke Jochen,

für Mühe und Zeitaufwand - wieder was gelernt!

Gruß - Rolf
 
volkimal Am: 03.01.2015 19:34:34 Gelesen: 25334# 117 @  
Hallo zusammen,

hier mal wieder ein Auslandseinsatz einer Hindenburg-Marke:



Näheres siehe http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=99142

Volkmar
 
Sachsendreier53 Am: 04.01.2015 12:41:49 Gelesen: 25278# 118 @  
Neujahrskarte mit Tagesstempel aus WALLENDORF (Thüringen) vom 31.12.1934, auf MiNr. 548 3(Pfg) schwarz/ocker, Trauerrand



mit Sammlergruß,
Claus
 

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