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Thema: (?) (145) Altdeutschland: Paketbegleitbriefe
Das Thema hat 162 Beiträge:
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Magdeburger Am: 20.09.2016 15:50:19 Gelesen: 13188# 138 @  
@ sammler-ralph [#137]

Hallo Ralph,

ja es ist Wertpaketbegleitbrief.

1. Hierbey 1 vers(iegeltes) Päckel
6 1/2 Pfund
Frey 29

Wie sich die Taxe berechnet, da muß ich leider passen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
sammler-ralph Am: 20.09.2016 16:41:55 Gelesen: 13178# 139 @  
@ Magdeburger [#138]

Hallo Ulf,

vielen Dank, dies hilft mir weiter. Die 29 könnte also die Taxe von 29 Schilling sein. Ich schaue mal, ob ich mir diesen Wert zusammenreimen kann.
 
Marcel Am: 30.09.2016 16:54:14 Gelesen: 12851# 140 @  
Hallo!

Von mir heute mal ein Paketbegleitbrief von Berlin nach Orlamünde vom 15.04.1864.

Dem Inhalt entnommen wurde Spitze geliefert für Fräulein Mathilde Knauth - Puppenherstellerin von J.E. Moewes Junior. Auch heute gibt es in der Probststraße (heute Propststraße) Kurzwaren - Salon "Plauener Spitze".



Wenn ich richtig definiere, war das Paket 10 Pfund 1 Loth schwer - die Entfernung beträgt ca. 31 Meilen - wie kommen dann die 6 Sgr zustande? Kann es sein, dass hier falsch berechnet wurde, denn nach der Entfernung von Berlin nach Altenburg ca. 24 Meilen kämen die 6 Sgr schon eher in Betracht?

Kann mir jemand bitte helfen?

schöne Grüße
Marcel
 
Magdeburger Am: 06.11.2016 14:08:26 Gelesen: 11148# 141 @  
@ Marcel [#140]

Hallo Marcel,

ich sehe erst heute den Beleg.

Das Päckchen wog nur 10 Loth, war also ein Leichtgewicht - dahinter lese ich auch 1 Loth, was als Gewicht des Briefes zu sehen ist.

Siegelseitig steht noch P7 = Progressionsstufe 7 (24 - 28 Meilen) wofür eigentlich 5 Sgr. für das Paket gereicht hätte - bei einen Begleitbrief ab 1 Loth galt ebenfalls hierfür der Fahrposttarif, also nochmals 5 Sgr.

Taxiert wurden jedoch nur 6 Sgr., wie er innerpreussisch für das Paket galt. Wie ebenfalls noch siegelseitig zu entnehmen ist wurden 6 Sgr. 8 Pfennige bezahlt, was genauso rätselhaft ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
roteratte48 Am: 18.11.2016 12:54:14 Gelesen: 10579# 142 @  
Stempel "G" = gewogen? Braunschweig Paketbegleitbrief 1852

Liebe Freunde,

immer mal wieder findet man etwas, das zumindest für den Fragesteller völlig unbekannt ist - so geht es mir mit diesem philatelistisch unbedeutenden Paketbegleitbrief der Kammer-Direktion der Forsten in Braunschweig, 1852 an den Forstmeister Wolff in Holzminden gerichtet. Siegelseitig ist dort ein blaues "G" abgeschlagen; dazu notiert ein Vorbesitzer "G = gewogen!". Kennt jemand den Stempel und kann die Aussage bestätigen?

Gruß ins Forum - Rolf


 
bayern klassisch Am: 18.11.2016 14:59:01 Gelesen: 10554# 143 @  
@ roteratte48 [#142]

Lieber Rolf,

G für "Gewogen" glaube ich nicht - jeder Brief der Fahrpost war zu wiegen. Es schreibt ja auch keiner ein Schild "Pferd" und hängt es einem Pferd um den Hals.

Aber es könnte "Gezählt" heißen - weil es Statistiken gab, in denen die Postverwaltungen versuchten, das Briefaufkommen/Paketaufkommen heraus zu bekommen, um eine bessere personelle und materielle Beplanung machen zu können.

Bei Braunschweig ist wenig häufig - so wird es auch hier sein.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 18.11.2016 15:51:22 Gelesen: 10533# 144 @  
@ roteratte48 [#142]

Hallo Rolf,

laut Bade soll der Stempel „G“ „gewogen“ oder „Gewicht geprüft“ bedeuten.

Es gibt ja auch den Stempel "A" und soll "(mit) Anlage" bedeuten. Beide Stempel sind nur aus Braunschweig bekannt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 18.11.2016 16:02:01 Gelesen: 10531# 145 @  
@ Magdeburger [#144]

Lieber Magdeburger,

gibt man eine Primärquelle an? Wenn nicht, würde ich das in das Reich der Fabel verweisen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 18.11.2016 16:59:41 Gelesen: 10517# 146 @  
@ bayern klassisch [#145]

Lieber Bayern Klassisch,

mir ist keine Primärquelle bekannt.

Persönlich bin ich auch nicht glücklich mit den Angaben. Solange jedoch nichts gefunden ist, ist jede Deutung schwierig. Ähnlich ist es ja auch mit den Zahlenstempel von Braunschweig.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
roteratte48 Am: 18.11.2016 17:08:10 Gelesen: 10507# 147 @  
Hallo, ihr zwei Beiden,

mal wieder "hier werden Sie geholfen".

Herzlichen Dank und liebe Grüße !

Rolf
 
bayern klassisch Am: 18.11.2016 17:27:13 Gelesen: 10503# 148 @  
@ Magdeburger [#146]

Lieber Magdeburger,

wenn es keine Primärquelle gibt, ist die Sekundärquelle dann interessant, wenn sie von einem mit fachlicher Ahnung stammt. In diesem Fall weiß ich nicht, wie der Autor gelagert war.

Was ich in meinem Leben an Sekundärquellen gelesen habe, war fast ausnahmslos falsch, als die Primärquellen an den Tag kamen und man alles nachlesen konnte.

Ich verallgemeinere das nicht, aber "Gewogen" wird es kaum geheißen haben. So lange keine Primärquelle gefunden wird, sollte man das "G" nicht kommentieren, jedenfalls nicht, wenn man ausstellt.

Die Hinweise in Ausstellungssammlungen auf Sekundärliteratur sind nur dann sinnvoll, wenn die Kennerschaft der zitierten Autoren gesichert ist. Ist sie das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit eines Glückstreffers eher gering. In den Zeiten größter Ahnungslosigkeit wurden zahllose Bücher geschrieben und Ausdrücke geprägt, die in den Köpfen der Sammler zu korrigieren heute noch Sisyphusarbeit darstellt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 18.11.2016 18:08:00 Gelesen: 10486# 149 @  
@ bayern klassisch [#148]

Lieber Bayern Klassisch,

soweit mir bekannt, bezieht sich das Sammelgebiet Braunschweig schon auf Bade. Unabhängig davon muß nicht alles richtig sein.

G = Güterannahme würde mir hier eher plausibel erscheinen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Marcel Am: 04.12.2016 13:53:07 Gelesen: 9785# 150 @  
@ Magdeburger [#141]

Danke für deine Einschätzung!

Vielleicht hilft der Inhalt noch etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Wie du schon schreibst steht P7 (24 bis 28 Meilen) darauf, aber Orlamünde liegt ca. 31 Meilen von Berlin entfernt weg und liegt nicht gerade bei Altenburg.

schöne Grüße
Marcel


 
Magdeburger Am: 28.01.2017 15:57:51 Gelesen: 7547# 151 @  
Liebe Sammelfreunde,

mal wieder ein netter Beleg von mir:



Gelaufen ist er von Hannover nach Coethen und ist mit 4 Groschen bar frankiert worden. Das Paket von nur 2 1/10 Loth wurde im Brief-Beutel versendet, wie neben der Gewichtsangabe mit einem "B" gekennzeichnet.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
trubel60 Am: 06.06.2017 09:05:01 Gelesen: 2431# 152 @  
Paketbegleitbriefe aus Magdeburg

Liebe Sammlerfreunde,

hier aus meiner Sammlung zwei Paketbegleitbriefe.



Beide sind ohne weiteren Inhalt, so dass eine genaue zeitliche Begrenzung nicht möglich ist.

Wer kann mir die Angaben auf den "Umschlägen" übersetzen?

Ich weiß: Das in Schreibschrift gesetzte große E steht für den Packwaagenmeister Eisfeld und das H für Hichtel. Rückseitig sind sie versehen mit einem roten Siegel und Zahlen.



Mit besten Sammlergrüßen
Karsten Reinhardt
 
Max78 Am: 06.06.2017 09:18:37 Gelesen: 2426# 153 @  
Hallo Karsten,

soweit ich das beurteilen kann, sind das vielleicht portofreie Sendungen. Bei beiden Briefen ist links unten der Vermerk Königliche Schulsache in abgekürzter Form zu lesen (K. Schul S.). Bei beiden wurde ein Packet in Papier aufgeführt, einmal an den Superintendenten Parisius Hochehrwürden (Anschrift für einen Geistlichen) zu Gardelegen, einmal an das Schullehrer Seminarium zu Weißenfels. Vermutlich handelt es sich um Papierlieferungen.

Die Mitglieder Magdeburger oder Bayern Klassisch können vielleicht noch die Notierungen auf der Rückseite erklären (vielleicht ein Bestellgeld?) und die Briefe zeitlich enger eingrenzen. Ich kann die Belege nur grob in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts schieben.

mit Grüßen Max
 
Magdeburger Am: 06.06.2017 09:33:46 Gelesen: 2417# 154 @  
@ trubel60 [#152]

Hallo Reinhard

wie Max schon schrieb, sind beide portofreie Herrschaftliche Schulsachen.

Der große "E" - Stempel wurde von 1821 bis Anfang 1824 verwendet.

Beim zweiten Beleg bezweifle ich die Zuordnung zum Oberpostsekretär Carl Hichtel, sondern ordne den Stempel dem Packmeister Hagemann zu. Der Einkreiser ist die zweite Type und wurde in der Zeit zwischen 1828 bis 1832 verwendet.
Siegelseitig sind auf beiden Belegen nur Kartierungsnummern und keine Bestellgeldvermerke.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
trubel60 Am: 06.06.2017 09:38:36 Gelesen: 2415# 155 @  
Liebe Sammlerfreunde,

Danke für Eure Antworten.

Was bedeuten die oben links vorhandenen Manualnummern und die in Schreibschrift daneben stehenden Schriftzeichen?

Ich vermute, es sind Gewichtsangaben. Liege ich richtig mit meiner Vermutung?

Mit besten Sammlergrüßen
Karsten
 
Max78 Am: 06.06.2017 09:52:13 Gelesen: 2412# 156 @  
Servus Karsten,

Magdeburger hat Recht mit Herrschaftliche Schulsache, also H. Schul S.

Bei Deiner Vermutung mit der Manualnummer (links oben) wirst Du wahrscheinlich richtig liegen. Die Angaben weiter rechts sind auf alle Fälle Gewichtsangaben, 1x 1 Pfund 18 (lot), 1x 1 Pfund 15 (lot), siehe



mit Grüßen Max
 
Magdeburger Am: 02.07.2017 18:46:08 Gelesen: 1016# 157 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein Brief, den ich dank Mithilfe eines Sammlerfreundes aus den Staaten wieder nach Deutschland geholt habe:



Um 1860 wurde eine 4 Pfund 3 Loth schwere Schachtel von Breslau nach Magdeburg versendet. Frankiert wurde er mit der Ganzsache 3 Sgr. + wertgleicher Marke mit glatten Hintergrund, so dass 6 Sgr. zusammenkamen.

Die Entfernung Breslau - Magdeburg beträgt 52 Meilen, was der 11. Progressionsstufe innerhalb Preussens entspricht. Die Berechnung ist nun wie folgt: 5 Pfund * 1,5 Pfennige * 11 Progressionsstufe = 82,5, was 6 Sgr. 11 Pfennige sind, nun noch auf 7 Sgr. aufgerundet wurde. Somit ist ein Silbergroschen Porto vorderseitig als blauer Strich vermerkt worden. Sicher ist auch, dass die Schachtel in Magdeburg durch einen Paketboten zugestellt wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Saguarojo Am: 06.07.2017 20:04:53 Gelesen: 900# 158 @  
Frage zum Brief Königreich Hannover

Liebe Forumsmitglieder,

zu diesem Paketbegleitbrief vom Februar 1853 von Buxtehude nach Duderstadt habe ich eine Fage:

Unten links steht in großen Druckbuchstaben MD. Was können die für eine Bedeutung haben?

Die Buchstaben sind nicht aufgedruckt sondern mit der Feder gezeichnet.



Viele Grüße

Joachim
 
Max78 Am: 06.07.2017 21:03:03 Gelesen: 886# 159 @  
Hallo Joachim,

ich schätze, dass es sich um das Signatur-Kürzel handelt, das auch auf dem Paket zu finden war. Eventuell in diesem Fall "Magistratsdirection", was zwar nur geraten ist, aber eventuell die portofreie Sendung erklärt. Auf alle Fälle musste, soweit ich das einschätzen kann, auch eine Signatur auf dem Paketbegleitbrief ersichtlich sein. Die Gewichtsangabe 6 Pfund 8 Loth passen zur Sendung von 117 Reichstalern und 2 Gute Groschen Bares (wenn man ca. 29 g für eine Talermmünze rechnet).

mit Grüßen Max

an die Redaktion: eventuell zu verschieben ins Thema Paketbegleitbriefe, wo erfahrene Sammler etwas dazu sagen können (Magdeburger kann Dir das bestimmt noch besser aufschlüsseln).

[Redaktionell verschoben am 07.07.17 in das vorgeschlagene Thema]
 
Saguarojo Am: 06.07.2017 22:00:10 Gelesen: 871# 160 @  
@ Max78 [#159]

Hallo Max,

ganz herzlichen Dank und viele Grüße.

Joachim
 
Magdeburger Am: 07.07.2017 06:14:35 Gelesen: 843# 161 @  
@ Saguarojo [#158]

Hallo Joachim,

die Signatur ist ja auch auf dem Paket und meist läßt diese sich aus der Adresse ermitteln - hier also Magistrat Duderstadt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Saguarojo Am: 07.07.2017 08:21:35 Gelesen: 824# 162 @  
@ Magdeburger [#161]

Danke Ulf,

jetzt ist mir das klar, denn die Buchstaben stehen auch im Brief unter dem Schreiben.

Viele Grüße

Joachim
 

Das Thema hat 162 Beiträge:
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