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Thema: Zensurpostbelege
Das Thema hat 430 Beiträge:
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Ron Alexander Am: 14.08.2017 17:12:04 Gelesen: 29989# 406 @  
Hallo zusammen,

Brief bis 50g im Fernverkehr, Aufgegeben in St. Wendel (Saar) nach Nördlingen in die US Besatzungszone. Der Brief wurde insgesamt mit 108 Pfennig frankiert. Für den Brief im Fernverkehr bis 50 g waren 48 Pfennig zu entrichten, für die Leistung Einschreiben 60 Pfennig, somit ergibt sich ein Gesamtporto von 108 Pfennig und der Brief ist somit Portogerecht.

Abgeschlagen wurde der US Zensurstempel 10655, in der Zensurstelle München.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 8, MiNr. 9;



Grüße,
Ron
 
wajdz Am: 14.08.2017 19:06:00 Gelesen: 29947# 407 @  
Aus einem Stapel Geschäftsbriefe Rumänien - Deutschland



oben MiNr 2x 576 (5L), 492 (2L)
TSt 9.APRIL 40

unten 5er Einheit 573 (2L)
TSt nicht lesbar, aus demselben Zeitraum



Rückseitig Zensurstreifen Oberkommando der Wehrmacht.

Mehr kann ich dazu nicht sagen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
zockerpeppi Am: 14.08.2017 21:35:27 Gelesen: 29902# 408 @  
Hier ein netter Firmenbrief mit Teddymotiv:



Absender Manufactura de Juguetes Finos aus Barcelona nach Leipzig. Stempel vom 24 SEP 38. Frankiert à 50 cts gemäß dem Tarif für Auslandsbriefe vom 1.1.1935.

Die Marke 'Nicolas Salmeron' wurde im März 1935 ausgegeben.

Für Zensurzwecke geöffnet, mit einer Banderole ohne Text verschlossen. Längs Vorder- wie Rückseitig abgeschlagen ein violetter rechteckiger Kastenstempel
REPUBLICA ESPANOLA ** CENSURA.

Tschü
Lulu
 
Ron Alexander Am: 16.08.2017 11:14:37 Gelesen: 29611# 409 @  
Hallo zusammen,

Brief bis 20g im Fernverkehr. Aufgegeben in Egesheim am 11 November 1946 an Frau Erika Gareis in Graz (Österreich) in der Britischen Zone. Abgeschlagen wurde der Britische Zensurstempel ZIVILZENSUR IN DER BRITISCHEN ZONE 0154, dieser fand Verwendung in Bonn. Zum Verschluss wurde der Verschlußzettel "GEÖFFNET!" verwendet. Gesamt wurden 75 Pfennig entrichtet, dies entspricht einem Brief im Fernverkehr. Der Brief ist folglich protorichtig frankiert.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 7, MiNr. 10;


 
Ron Alexander Am: 19.08.2017 08:43:02 Gelesen: 29142# 410 @  
Schönen guten Morgen,

aufgegeben wurde der Brief am 10.12.1947 in Heimenkirch. Der Brief ging nach Wien. Freigemacht wurde der Beleg mit 60 Rpf. Richtig gewesen wären 50 Rpf. Folglich ist der Brief mit 10 Rpf überfrankiert. Der Brief wurde in der Zensurstelle 452 geöffnet, geprüft und anschließend wieder verschlossen. Der Zensurstempel 452 Z1 befindet sich sowohl auf dem Beleg als auch auf dem Briefinhalt. Dies ist auch das schöne an diesem Brief, man sieht das die jeweiligen Briefseiten nach der Prüfung mit dem Prüfstempel versehen wurden. Leider weiß ich nicht wo die Zensurstelle 452 war, vl. kann ja jemand weiterhelfen.

Freigemacht wurde der Beleg mit 2x MirNr. 8 und MiNr. 4.





Grüße,
Ron
 
wuerttemberger Am: 19.08.2017 18:54:13 Gelesen: 29101# 411 @  
@ Ron Alexander [#409]

Warum ist ein Brief aus der französischen Zone zur Zensur in die britische Zone geschickt worden? Hatten die Franzosen nicht eine eigene Zensurstelle?

Außerdem lag Graz in der britischen Besatzungszone in Österreich. Kann das nicht die Eingangszensur der britischen Zone in Österreich sein?

75 Pfennig Porto war für einen Auslandsbrief notwendig. Ein Fernbrief hätte 24 Pfennig gekostet.

Gruß

wuerttemberger
 
hajo22 Am: 19.08.2017 19:11:45 Gelesen: 29099# 412 @  
@ Ron Alexander [#410]

Russischer Zensurstempel (Zensurstelle Wien).

hajo22
 
Ron Alexander Am: 21.08.2017 07:52:10 Gelesen: 29018# 413 @  
@ wuerttemberger [#411]

Guten Morgen,

danke für die Korrektur, keine Ahnung bin irgendwo völlig falsch abgebogen bei den Postgebühren.

Sicher hatte die FZ eigene Zensur stellen mit mannigfaltigen Zensur stempeln, noch spannender wenn diese dann auch nicht richtig abgeschlagen wurden.

Der Brief wurde in Österreich geöffnet, geprüft und dann weiter befördert. Es gibt ja auch doppelte Zensuren, sprich am Aufgabeort und Ankunftsort.

@ hajo22

Besten Dank! Dachte Wien wäre britisch besetzt gewesen, warum gab es dort eine russische Zensurstelle? Gibt es eine gute Literaturempfehlung zu den ganzen Zensur Stellenstempeln? Aus der FZ habe ich das Handbuch, möchte ungern für jede Zone das Arge Handbuch erwerben, um die Stempel zu überprüfen. Aber schlussendlich, wenn es nur so gehen sollte, dann so.

Danke und Gruß,
Ron
 
hajo22 Am: 21.08.2017 08:34:36 Gelesen: 29013# 414 @  
@ Ron Alexander [#413]

Wien war wie Berlin eine 4-Sektoren-Stadt (Film dazu: "Vier in einem Jeep"), die zusätzlich noch einen sogenannten "neutralen Sektor" hatte. So habe ich das im Gedächtnis.

Als Literatur habe ich: Curt Paul: "Zensurstempel, -streifen und -zettel in Deutschland und Österreich ab 1945"; Sonderdruck aus "Der Sammlerdienst", Coburg.

hajo22
 
Ron Alexander Am: 21.08.2017 11:22:15 Gelesen: 28996# 415 @  
@ hajo22 [#414]

Besten Dank für die Rückmeldung, ich schaue mal ob ich das her bekomme!

Da die FZ Zensur schon angefragt wurde, hierzu dann auch ein Beleg.

Brief bis 20 g im Fernverkehr. Aufgegeben in Annweiler am 17 April 1946 an Fräulein Annerl Strasser in Purgstall (Österreich) in der Britischen Zone. Der rückseitige Abschlag des Stempels 76 steht für die Zensurstelle Neustadt (Haardt). Verschlossen wurde der Brief wieder mit einem neutralen braunen Verschlusstreifen, es war wohl kein Reguläres Verschlussband zur Hand. Die Besonderheit ist der Rote Stempel G. Beginnend am 01.04.1946 bis Anfang Mai 1946 benutzten die Franzosen den Einzeiler GC3 in rot, hierbei wurde aber vom Prüfer nur das G abgeschlagen. Gesamt wurden 75 Pfennig entrichtet, dies entspricht einem Brief im Fernverkehr bis 20 g. Der Brief ist folglich portorichtig frankiert.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 7, MiNr. 8;



Grüße,
Ron
 
wajdz Am: 21.08.2017 20:00:34 Gelesen: 28963# 416 @  
@ wajdz [#407]

Ein Brief von NOVI SAD, Jugoslavia nach Nemacka BAD LIEBENSTEIN 7 Thür.

MiNr 399



TSt NOVI SAD 1 vom 27.III.40 / rückseitig Aufkleberstreifen Geöffnet Siegel Oberkommando der Wehrmacht

MfG Jürgen -wajdz-
 
cilderich Am: 25.08.2017 20:46:26 Gelesen: 28571# 417 @  
Hallo,

heute möchte ich mal etwas "ganz anderes" vorstellen. Ein Zensurbrief von 1971 aus der Republik Khmer (Rep. K.) (zuvor und heute wieder: Kambodscha) nach Frankreich.

Hier bedarf es sicher einiger Erläuterungen, denn die Rep. K. hatte mit den Roten Khmer (RK), die ab 1975 das Land regierten/terrorisierten eigentlich nichts zu tun, aber diese sind Vielen sicher ein Begriff.

Bis etwa 1970 galt Kambodscha als Hort der Ruhe in dieser stark umkämpften Region (Korea, Vietnam etc.); dann allerdings nahm die wirtschaftliche/militärische Unterstützung der Vietnamesen der linken RK zu, was den USA, die in der Region stark engagiert waren, extrem zuwider lief. 1970 unterstützten jedenfalls die USA einen Putsch des Generals Lon Nol, der wiederum dazu führte, dass die RK Zulauf erhielten, was 1975 dazu führte, dass letztlich das extreme Regime an die Macht gelangte, und wohl mindestens ein Viertel der eigenen Bevölkerung ausrottete. Auf diese Art und Weise wurde aus Kambodscha das Pulverfass der Region.

Die Khmer als solche waren ein antiker Begriff der Völkerschaften, die in der Region Kambodscha, Laos siedelten und hatten mit den RK gerade gar nichts zu tun, denn dieser Name war eine Schöpfung der Franzosen (Khmere rouge), die damit die diversen "War Lords" zusammenfaßten, als deren Stärkster sich letztlich Pol Pot durchsetzte.

Hier nun also ein Brief aus 1971 eines Medizinstudenten an eine französische Bibliothek mit Zensur der Republik Khmer.

Interessant ist natürlich die Zensur als solche, aber auch die Verwendung der Marke aus Kambodscha, obwohl die Rep. K. eigene Marken emittierte, und der Absender!

In der Rep. K. war er noch recht sicher sein Studium abzuschließen, aber ab des RK Regimes, in dem besonders Intellektuelle verfolgt wurden, ist zu befürchten, dass er ein Opfer wurde, dessen Überreste in den "Killing fields" endeten. Ach ja, der Absender war Medizinstudent im 1. Jahr in Phnom Penh, genau das war ab 1975 (da war er im 5. Jahr) sein Verbrechen und sicher sein Todesurteil. Phnom Penh wurde übrigens fast vollständig geräumt und zur Geisterstadt.

Post aus dieser Region, echt gelaufen, mit entsprechenden Nachweisen, ist selten, und ich freute mich, wenn jemand der weitere Stücke zeigen könnte dies täte.

Herzliche Grüße cilderich


 
Ron Alexander Am: 29.08.2017 17:29:17 Gelesen: 28211# 418 @  
Schönen Nachmittag zusammen,

bei folgendem Brief bin ich selbst noch etwas am grübeln. Daher erst mal die Tatsachen. Brief wurde am 16.03.48 in Tuttlingen aufgegeben. Hierzu kam die Sonderleistung Einschreiben sowie Eilbote Express hinzu. Der Brief lief nach Österreich an Frau Rosa Valetti, Mohsgasse 21 in Wien. Folglich waren für einen Brief in das Ausland bis 20g 50 RPf, Einschreiben 60 RPf und Eilzustellung 100 RPf zu entrichten, also gesamtheitlich 210 RPf. Brief wurde Portorichtig freigemacht mit Allg. Ausgabe MiNr. 8, FZ Württemberg 2xMiNr.: 2, 1xMiNr.: 12 und 1xMiNr.: 13.



In Wien angekommen durchlief dieser die Zensurstelle Z.1 362. Ich nehme an es handelt sich hierbei um eine Russische Zensur. Jetzt kommt der spannendere Teil. Der Brief erreichte Wien, wie am rückseitigen Stempel erkennbar, Postamt Wien 1 am 25.03.48 um 17 Uhr. Brief wurde dann augenscheinlich weitergeleitet an das Postamt Wien 77 25.03.48 um 18 Uhr. Von dort ging es dann weiter zum Postamt Wien 40 am 26.3.48 um 810 Uhr (Wusste gar nicht das es auch Minuten gab?)?. Am 26.3.48 wurde dann folgender handschriftliche Vermerk auf dem Brief aufgebracht: "Mohsgasse 21 durch Kriegseinwirkung zerstört, Ohne Angabe der Nachsendeadresse 26.3.1948".



Jetzt geht es auf der Briefforderseite wieder weiter. Die Zieladresse wurde durchgestrichten und Handschriftliche Halle/Saale vermerkt sowie ein Retoure / Zurück Stempel abgeschlagen. Am 2.4.48 erreichte der Brief dann Halle/Saale seinen Absender, zumindest ist dieser auf der Briefrückseite so vermerkt.

Was ich nicht verstehe, warum wurde der Brief in der FZ Württemberg aufgegeben wenn der Absender aus der SBZ kam und auch seine Adresse angegeben hatte. Ich kenne die Postverhältnisse der SBZ nicht, kann diesen Punkt daher leider nicht bewerten. Weiterhin der auf der Vorderseite abgeschlagene Stempel V2. Ich habe diesen schon mal gesehen, aber mir fällt es "ums verrecka net" ein wo, um es mal auf schwäbisch auszudrücken. ;-)

Grüße,
Ron
 
Heinrich3 Am: 09.09.2017 18:57:14 Gelesen: 26568# 419 @  
Zensurbelege sind ein Bereich, der enorm interessant ist. Leider werde ich damit jedoch nicht mehr anfangen, - ja, ich schrecke sogar davor zurück, dieses Thema hier von Anfang an zu lesen. Das Wochenende wäre dann zu Ende, wenn ich alles gelesen habe.

Also nur kurz von mir ein Zufallsfund, ein Zensurbeleg aus Syrien vom Jahre 1957. Der Zensurstempel ist der rechts unten. Der Inhalt laut einer aus Arabien stammenden Person ist:

" REKABA 7 " رقابة ٧ = Zensor Nr. 7



Bitte beachten, daß arabisch von rechts nach links geschrieben wird (deshalb ٧ = 7 links).
 
Manne Am: 09.09.2017 20:28:57 Gelesen: 26542# 420 @  
Hallo,

ein Brief von der Fa. IVO aus Schwenningen vom 23.01.1945, aber wohin.

Gruß
Manne


 
10Parale Am: 12.10.2017 19:55:49 Gelesen: 21550# 421 @  
@ Manne [#420]

Mach mal weiter mit einem Zensurpostbeleg aus Frankreich. Am 17.VII.1940 in Paris abgeschlagen, allerdings mit 2 verschiedenen Stempeln des Postamtes in der Rue Danton.

Die hübschen 3 Marken stammen aus dem Satz Freimarken 1938 mit verschiedenen Motiven (Merkurkopf, Iris, Sinnbild des Friedens).

Geöffnet in Mulhouse, - damals besetzt -, vom Oberkommando der Wehrmacht.

Liebe Grüße

10Parale




 
GSFreak Am: 30.10.2017 19:22:23 Gelesen: 18645# 422 @  
Mein Schnäppchen (9 Euro) auf der diesjährigen Briefmarkenbörse in Sindelfingen:

Behelfsganzsache Britische Zone P 764II mit Ausgabekontrollstempel (24) RENDSBURG, UB c vom 21.07.1945 und Abgangsstempel HAMELN 1, UB g vom 03.08.1945 sowie dem roten Zensurstempel "P" der lokalen Zensurstelle Hameln.



Bezüglich der Behelfsganzsachen mit dem/den roten Streifen verweise ich auf meinen neunseitigen Forschungsbeitrag im RB 74 (Februar 2015) der Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e.V." http://www.deunot.de

Gruß Ulrich
 
DERMZ Am: 07.11.2017 18:29:08 Gelesen: 17392# 423 @  
Guten Abend,

ich weiß, eigentlich sollte man solche "Krücken" nicht zeigen, der Brief hat in den letzten 70 Jahren sehr gelitten, der Inhalt ist allerdings erhalten geblieben - und darum zeige ich Euch jetzt alles (unzensiert)



Dr med habil Eberhard Emminger schreibt am 1. September 1946 an Frau Rotraut von Troll in Wien



Ich habe folgendes gelesen:

Dr med habil E. Emminger
Hilfsarzt b. d. Regierung
von Niederbayern u. der Oberpfalz
Postscheckkonto München 17 179

Regensburg, den
Dreikronengasse 3/11
Telefon 58 41

Staatl. Gesundheitsamt
Deggendorf

Deggendorf, 1.9.1946.
Sehr geehrte gnädige Frau, liebe Frau von Troll,
Ihre beiden Briefe vom 26.7. u. 10.8., die fast gleich-
zeitig ankamen, waren trotz allem eien große Freude. –
Botschaften aus dem geliebten Wien!
Beide Briefe sofort erledigt. –
Leider habe ich vom Chef noch keine Nachricht, ob er
meinen Brief, in dem ich meine Ankunft in Reg.
- die sehr rasch ging, sowie die des Möbeltransportes
(ohne Küchengeschirr!!) mitteilte, Briefmarken
für Gleichenteil nur beizulegen erlaubte u. nach
meinen Arbeiten fragte. Ob er ihn wohl erhalten
hat? Nur ob er Meine „ Ertrinkungsarbeit“ bringen
will. Sonst muss ich es hier versuchen. So schwer
es auch hier allein für mich auch ist. – Meine
einzige echte Liebe, die Pathologie, scheint mir verschlossen
zu bleiben. Es will, trotz ... , nicht gelingen. Man will
anscheinend den Zustand, den die Nazis mit mir ge-
schaffen haben, verewigen. Nichts zu machen – schließlich
auch nicht „wichtig“! – Heute, habe ich mich sehr über
Lucas 10,25 , bez. 36,37 gefreut. Nur sonst ist mir
alles trotz der Riesenarbeit so gleichgültig, dass es mich
iIn meiner innersten Ruhe einfach nicht stört. Nicht
mal die Arbeit. – Ich freue mich, dass es Ihnen auch so
gut geht. Grüssen Sie alle, alle recht herzlich von
mir (wenn Sie halt meinen!)
Ihnen alles, alles Liebe u. Gute, Ihr Eberhard Emminger


Der Brief ging durch die amerikanische Zensur in München



und später noch durch die österreichische Zensur:



Einen schönen Abend wünscht

Olaf
 
hajo22 Am: 07.11.2017 19:14:21 Gelesen: 17368# 424 @  


Brief aus Nigila vom 12.8.1940 nach Athen mit ägyptischer (britischer) Zensur. Unter dem Zensurstreifen auf der Brief-Vorderseite noch sichtbar der handschriftliche Vermerk "Written in Greek" zur Sprachangabe des Textes.

hajo22
 
Michael Mallien Am: 26.11.2017 21:01:31 Gelesen: 14482# 425 @  
Brief aus Kopenhagen nach Köln in der Zeit des 2. Weltkrieges, genauer gesagt am 15.9.1942. Die Frankatur betrug 20 Öre.



Der Stempel hat die Marke optimal getroffen:



Inwieweit die zusätzlich angebrachten Vermerke bzw. Stempel etwas mit der Zensur zu tun haben und welche Bedeutung sie haben entzieht sich meiner Kenntnis:

Stempel(fragment?) und Vermerk vorn:



Roter Stempel hinten:



Viele Grüße
Michael
 
cilderich Am: 27.11.2017 18:13:57 Gelesen: 14321# 426 @  
Hallo,

ich vermute der Prüfstreifen und der Prüfstempel sind bekannt. Sie stammen aus Hamburg (Kennbuchstabe f). Hamburg war primär für Dänemark und auch Norwegen zuständig. Die weiteren Stempel sind so genannte Prüferstempel und konnten primär vorderseitig aber auch auf der Rückseite auftauchen. Der handschriftliche Vermerk ist auch von einem Prüfer. So konnte nachvollzogen werden wo und teils durch wen die Prüfung erfolgte.

Beste Grüße cilderich
 
Michael Mallien Am: 27.11.2017 18:35:24 Gelesen: 14313# 427 @  
@ cilderich [#426]

Hallo cilderich,

herzlichen Dank für die Infos. Wieder etwas gelernt! Ich kannte mich in der Thematik bisher auch gar nicht aus, fand aber den Beleg ganz attraktiv.

Viele Grüße
Michael
 
cilderich Am: 27.11.2017 19:30:16 Gelesen: 14287# 428 @  
Michael Mallien [#427]

Ist er auch.

Gruß cilderich
 
Heinrich3 Am: 17.12.2017 11:49:07 Gelesen: 10156# 429 @  
Hallo,

der Beleg hat gelitten, auch durch das Entfernen des Verschlußstreifens oben. Der Brief ging am 15. Nov. 1943 vom Ort Maria Teresa im argentinischen Teilstaat Santa Fe nach England. wo er vom Zensor Nr. 5247 kontrolliert wurde. Rückseitig nur der obere Teil des Verschlußstreifens mit dem Aufdruck P.C.90 OPERNED BY



Schönen Advent wünscht
Heinrich
 
Fips002 Am: 19.12.2017 20:18:06 Gelesen: 9967# 430 @  
Von mir zwei Briefe der britischen Zensur.



Brief von Camden, New Jersey, 3.September 1947, nach Kiel 12.9.1947. Die Postzensur wurde in der Zensur Stelle Bonn durchgeführt. Ab Dezember 1946 kam ein Stempeltyp zum Einsatz mit der Inschrift "BRITISH CENSOR SHIP/GERMANY In der Mitte eine Krone, darunter Prüfernummer.

Die Briefe wurden bei den englischen Prüfstellen nur links geöffnet und mit Verschlusszettel oder Streifen verschlossen. In Bonn wurden noch Restbestände aus dem Kriege verwendet. Es kamen 30 Varianten mit verschiedenen Druckvermerken zum Einsatz.



Brief von Düsseldorf 10.11.1947 nach Princeton, New Jersey. In der Zensurstelle in Bonn wurden Verschlussstreifen verwendet, die unter einer Krone, den Aufdruck "OPENED BY/EXAMINER/darunter Prüfnummer" haben. Die Nummern kommen mit einstelliger Zahl mit drei Nullen davor bis über 9800 vor. Auch diese Verschlussstreifen wurden in der britischen Besatzungszone aufgebraucht.

Gruß Dieter
 

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