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Thema: Zensurpostbelege
Das Thema hat 421 Beiträge:
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hajo22 Am: 29.05.2017 12:02:47 Gelesen: 23552# 397 @  
11.7.1940 Brief aus Düsseldorf adressiert nach Zürich und frankiert mit 25 Pf. Hindenburg.

Nebenstempel "Aus dem Briefkasten" und Kastenstempel vierzeilig "Zurück. usw."

Rückseite: Kastenstempel "Zurück/Nicht am Schalter eingeliefert". Zensurstreifen OKW "e" (= Auslandsbrief-Prüfstelle Frankfurt a.M.).



hajo22
 
cilderich Am: 02.06.2017 14:07:57 Gelesen: 22860# 398 @  
@ hajo22 [#397]

Hallo hajo,

da hast Du wieder hervorragende Stücke. Einen ganz herzlichen Glückwunsch dazu!

Ich möchte gerne ein Telegramm, das durch die Zensur ging, zeigen. Im Katalog von Herrn Landsmann ist dieser Zensurstempel noch nicht aufgeführt, wohl aber in den dazugehörigen Nachträgen. Es ist also eine "relative Neuentdeckung".

Es handelt sich um ein Stück, das der deutschen Zensur in Mytilene/Griechenland "unterlief" und zeigt auch, dass nicht nur Briefe, Pakete oder Karten, sondern eben auch Telegramme zensuriert wurden.

Herzliche Grüße cilderich


 
cilderich Am: 02.06.2017 14:16:30 Gelesen: 22856# 399 @  
Und nochmals Hallo,

da habe ich noch etwas quasi Neues. Wieder ein Telegramm, diesmal aber über die Zensurstelle Paris, der Stempel ATPX zeigt dieses an, da das "X" für Paris steht und ATP eben für Auslandstelegrammprüfstelle. Somit sind Telegramme auch recht spannende Stücke.

cilderich

,
 
Totalo-Flauti Am: 23.07.2017 17:55:29 Gelesen: 15642# 400 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe ein Einschreiben eines Zwangsarbeiters aus Leipzig vom 10.03.1943 nach Puteaux in Frankreich. Der Zwangsarbeiter war bei der Köllmann Werke AG beschäftigt. Die 500 Zwangsarbeiter haben dort im 2. Weltkrieg Zahnräder für Panzer, U-Boote und Flugzeuge hergestellt. Zum Glück wurden die Bleistiftnotierungen auf der Vorderseite noch nicht wegradiert. Sie gehören meines Wissens ebenfalls zur Zensur. Ich denke, das sie mit den Prüferstempel gleich zu setzen sind.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
zockerpeppi Am: 06.08.2017 22:18:55 Gelesen: 13488# 401 @  
Ein Zensurpostbrief aus Syrien nach Luxemburg aus dem Jahre 1948. Stempel Damas vom 6.11.48 könnte auch der 6.10.48 sein. Ankunft in Differdingen am 22.11.48.

Was nun auf der Banderole steht, kann ich leider nicht sagen und weshalb da noch 48 zensiert wurde auch nicht. Aber Belege dieser Art dürften sich nicht an jeder Hausecke finden lassen.



Phila-Gruß
Lulu
 
cilderich Am: 10.08.2017 18:18:50 Gelesen: 12857# 402 @  
Hallo,

das sind wirklich alles sehr interessante und sehenswerte Stücke hier. Ich bin etwas in den deutschen Zensuren des 2. WKes verhaftet, daher ist alles andere eine zusätzliche Anregung, und die Stücke zu dem Thema eine Vervollständigung.

Ich stelle mal ein vermutlich gänzlich neues Stück vor. Ein Streifband aus Finnland nach Dänemark. Es enthielt vermutlich eine Zeitung, denn diese interessierte die GESTAPO im Besonderen. Sie war beteiligt, was der entsprechende Stempel auf der Vorderseite zeigt, aber dazu später nochmals. Das Streifband erhielt keine finnische Zensur, dafür einen Osloer Durchgangsstempel und eben die Stempelung durch die GESTAPO. Für Dänemark gab es mehrere eigene Stempel bzgl. Zeitschriften (kann ich ein andermal zeigen), somit scheint hier ein bisher unbekannter Stempel der Staatspolizei, wohl in Oslo, vorzuliegen. Bisher sind diverse dieser Stempel aus den Reichsdeutschen Prüfzentren bekannt, alle enthalten eine Ziffer, dieser eben nicht. Dies wäre meine Schlußfolgerung, aber gerne sind weitere Gedanken willkommen.

Beste Grüße cilderich


 
cilderich Am: 12.08.2017 16:41:34 Gelesen: 10734# 403 @  
@ cilderich [#402]

Hallo,

hier also der angesprochene dänische Pressezensurbeleg. Ein Streifband aus Schweden nach Dänemark, welches das komplette Sammelsurium der dänischen Zensur zeigt. Ein normaler Zensurstempel, dann ein "Einfuhr erlaubt" (Tilladt Infört) Stempel, der bis 7/44 rein dänischen Drucksachenzensur, und zur Kennzeichnung, dass es sich um ein Presseerzeugnis handelt der P-B Stempel (Presse Bureauet).


 
Ron Alexander Am: 12.08.2017 17:19:03 Gelesen: 10722# 404 @  
Hallo,

Zensurpostbelege habe ich auch noch den ein oder anderen aus der Französischen Zone.

Drucksache bis 20g, freigemacht mit 6 Pfennig, folglich Portorichtig. Aufgegeben in Trier an Herrn R. Riedmiller in Stuttgart Degerloch. Abgeschlagen wurde der US Zensurstempel 20333, Zensurstelle Offenbach.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 2;


 
cilderich Am: 12.08.2017 17:19:04 Gelesen: 10722# 405 @  
Und nochmals Hallo,

ich hatte die Kennziffern der Gestapo Stempel erwähnt. Einen solchen möchte ich hier zeigen, und zwar die Nummer 4 für Frankfurt. Die entsprechenden Stempel aus Berlin und Wien, sind verhältnismäßig häufig, dann wird es aber selten, bis zur Rarität. Der Hamburger Stempel wurde erst vor einigen Monaten bekannt. Dieser Stempel (No 4) wurde als Besonderheit (quasi generell) auf der Innenseite des Umschlages angebracht, was der Ausschnitt, durch einen Vorbesitzer, mehr oder weniger erfreulich demonstriert. Nebenbei existiert auch ein "normaler" Zensurstempel auf der Vorderseite.


 
Ron Alexander Am: 14.08.2017 17:12:04 Gelesen: 10350# 406 @  
Hallo zusammen,

Brief bis 50g im Fernverkehr, Aufgegeben in St. Wendel (Saar) nach Nördlingen in die US Besatzungszone. Der Brief wurde insgesamt mit 108 Pfennig frankiert. Für den Brief im Fernverkehr bis 50 g waren 48 Pfennig zu entrichten, für die Leistung Einschreiben 60 Pfennig, somit ergibt sich ein Gesamtporto von 108 Pfennig und der Brief ist somit Portogerecht.

Abgeschlagen wurde der US Zensurstempel 10655, in der Zensurstelle München.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 8, MiNr. 9;



Grüße,
Ron
 
wajdz Am: 14.08.2017 19:06:00 Gelesen: 10308# 407 @  
Aus einem Stapel Geschäftsbriefe Rumänien - Deutschland



oben MiNr 2x 576 (5L), 492 (2L)
TSt 9.APRIL 40

unten 5er Einheit 573 (2L)
TSt nicht lesbar, aus demselben Zeitraum



Rückseitig Zensurstreifen Oberkommando der Wehrmacht.

Mehr kann ich dazu nicht sagen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
zockerpeppi Am: 14.08.2017 21:35:27 Gelesen: 10263# 408 @  
Hier ein netter Firmenbrief mit Teddymotiv:



Absender Manufactura de Juguetes Finos aus Barcelona nach Leipzig. Stempel vom 24 SEP 38. Frankiert à 50 cts gemäß dem Tarif für Auslandsbriefe vom 1.1.1935.

Die Marke 'Nicolas Salmeron' wurde im März 1935 ausgegeben.

Für Zensurzwecke geöffnet, mit einer Banderole ohne Text verschlossen. Längs Vorder- wie Rückseitig abgeschlagen ein violetter rechteckiger Kastenstempel
REPUBLICA ESPANOLA ** CENSURA.

Tschü
Lulu
 
Ron Alexander Am: 16.08.2017 11:14:37 Gelesen: 9972# 409 @  
Hallo zusammen,

Brief bis 20g im Fernverkehr. Aufgegeben in Egesheim am 11 November 1946 an Frau Erika Gareis in Graz (Österreich) in der Britischen Zone. Abgeschlagen wurde der Britische Zensurstempel ZIVILZENSUR IN DER BRITISCHEN ZONE 0154, dieser fand Verwendung in Bonn. Zum Verschluss wurde der Verschlußzettel "GEÖFFNET!" verwendet. Gesamt wurden 75 Pfennig entrichtet, dies entspricht einem Brief im Fernverkehr. Der Brief ist folglich protorichtig frankiert.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 7, MiNr. 10;


 
Ron Alexander Am: 19.08.2017 08:43:02 Gelesen: 9503# 410 @  
Schönen guten Morgen,

aufgegeben wurde der Brief am 10.12.1947 in Heimenkirch. Der Brief ging nach Wien. Freigemacht wurde der Beleg mit 60 Rpf. Richtig gewesen wären 50 Rpf. Folglich ist der Brief mit 10 Rpf überfrankiert. Der Brief wurde in der Zensurstelle 452 geöffnet, geprüft und anschließend wieder verschlossen. Der Zensurstempel 452 Z1 befindet sich sowohl auf dem Beleg als auch auf dem Briefinhalt. Dies ist auch das schöne an diesem Brief, man sieht das die jeweiligen Briefseiten nach der Prüfung mit dem Prüfstempel versehen wurden. Leider weiß ich nicht wo die Zensurstelle 452 war, vl. kann ja jemand weiterhelfen.

Freigemacht wurde der Beleg mit 2x MirNr. 8 und MiNr. 4.





Grüße,
Ron
 
wuerttemberger Am: 19.08.2017 18:54:13 Gelesen: 9462# 411 @  
@ Ron Alexander [#409]

Warum ist ein Brief aus der französischen Zone zur Zensur in die britische Zone geschickt worden? Hatten die Franzosen nicht eine eigene Zensurstelle?

Außerdem lag Graz in der britischen Besatzungszone in Österreich. Kann das nicht die Eingangszensur der britischen Zone in Österreich sein?

75 Pfennig Porto war für einen Auslandsbrief notwendig. Ein Fernbrief hätte 24 Pfennig gekostet.

Gruß

wuerttemberger
 
hajo22 Am: 19.08.2017 19:11:45 Gelesen: 9460# 412 @  
@ Ron Alexander [#410]

Russischer Zensurstempel (Zensurstelle Wien).

hajo22
 
Ron Alexander Am: 21.08.2017 07:52:10 Gelesen: 9379# 413 @  
@ wuerttemberger [#411]

Guten Morgen,

danke für die Korrektur, keine Ahnung bin irgendwo völlig falsch abgebogen bei den Postgebühren.

Sicher hatte die FZ eigene Zensur stellen mit mannigfaltigen Zensur stempeln, noch spannender wenn diese dann auch nicht richtig abgeschlagen wurden.

Der Brief wurde in Österreich geöffnet, geprüft und dann weiter befördert. Es gibt ja auch doppelte Zensuren, sprich am Aufgabeort und Ankunftsort.

@ hajo22

Besten Dank! Dachte Wien wäre britisch besetzt gewesen, warum gab es dort eine russische Zensurstelle? Gibt es eine gute Literaturempfehlung zu den ganzen Zensur Stellenstempeln? Aus der FZ habe ich das Handbuch, möchte ungern für jede Zone das Arge Handbuch erwerben, um die Stempel zu überprüfen. Aber schlussendlich, wenn es nur so gehen sollte, dann so.

Danke und Gruß,
Ron
 
hajo22 Am: 21.08.2017 08:34:36 Gelesen: 9374# 414 @  
@ Ron Alexander [#413]

Wien war wie Berlin eine 4-Sektoren-Stadt (Film dazu: "Vier in einem Jeep"), die zusätzlich noch einen sogenannten "neutralen Sektor" hatte. So habe ich das im Gedächtnis.

Als Literatur habe ich: Curt Paul: "Zensurstempel, -streifen und -zettel in Deutschland und Österreich ab 1945"; Sonderdruck aus "Der Sammlerdienst", Coburg.

hajo22
 
Ron Alexander Am: 21.08.2017 11:22:15 Gelesen: 9357# 415 @  
@ hajo22 [#414]

Besten Dank für die Rückmeldung, ich schaue mal ob ich das her bekomme!

Da die FZ Zensur schon angefragt wurde, hierzu dann auch ein Beleg.

Brief bis 20 g im Fernverkehr. Aufgegeben in Annweiler am 17 April 1946 an Fräulein Annerl Strasser in Purgstall (Österreich) in der Britischen Zone. Der rückseitige Abschlag des Stempels 76 steht für die Zensurstelle Neustadt (Haardt). Verschlossen wurde der Brief wieder mit einem neutralen braunen Verschlusstreifen, es war wohl kein Reguläres Verschlussband zur Hand. Die Besonderheit ist der Rote Stempel G. Beginnend am 01.04.1946 bis Anfang Mai 1946 benutzten die Franzosen den Einzeiler GC3 in rot, hierbei wurde aber vom Prüfer nur das G abgeschlagen. Gesamt wurden 75 Pfennig entrichtet, dies entspricht einem Brief im Fernverkehr bis 20 g. Der Brief ist folglich portorichtig frankiert.

Briefmarke: Allgemeine Ausgabe MiNr. 7, MiNr. 8;



Grüße,
Ron
 
wajdz Am: 21.08.2017 20:00:34 Gelesen: 9324# 416 @  
@ wajdz [#407]

Ein Brief von NOVI SAD, Jugoslavia nach Nemacka BAD LIEBENSTEIN 7 Thür.

MiNr 399



TSt NOVI SAD 1 vom 27.III.40 / rückseitig Aufkleberstreifen Geöffnet Siegel Oberkommando der Wehrmacht

MfG Jürgen -wajdz-
 
cilderich Am: 25.08.2017 20:46:26 Gelesen: 8932# 417 @  
Hallo,

heute möchte ich mal etwas "ganz anderes" vorstellen. Ein Zensurbrief von 1971 aus der Republik Khmer (Rep. K.) (zuvor und heute wieder: Kambodscha) nach Frankreich.

Hier bedarf es sicher einiger Erläuterungen, denn die Rep. K. hatte mit den Roten Khmer (RK), die ab 1975 das Land regierten/terrorisierten eigentlich nichts zu tun, aber diese sind Vielen sicher ein Begriff.

Bis etwa 1970 galt Kambodscha als Hort der Ruhe in dieser stark umkämpften Region (Korea, Vietnam etc.); dann allerdings nahm die wirtschaftliche/militärische Unterstützung der Vietnamesen der linken RK zu, was den USA, die in der Region stark engagiert waren, extrem zuwider lief. 1970 unterstützten jedenfalls die USA einen Putsch des Generals Lon Nol, der wiederum dazu führte, dass die RK Zulauf erhielten, was 1975 dazu führte, dass letztlich das extreme Regime an die Macht gelangte, und wohl mindestens ein Viertel der eigenen Bevölkerung ausrottete. Auf diese Art und Weise wurde aus Kambodscha das Pulverfass der Region.

Die Khmer als solche waren ein antiker Begriff der Völkerschaften, die in der Region Kambodscha, Laos siedelten und hatten mit den RK gerade gar nichts zu tun, denn dieser Name war eine Schöpfung der Franzosen (Khmere rouge), die damit die diversen "War Lords" zusammenfaßten, als deren Stärkster sich letztlich Pol Pot durchsetzte.

Hier nun also ein Brief aus 1971 eines Medizinstudenten an eine französische Bibliothek mit Zensur der Republik Khmer.

Interessant ist natürlich die Zensur als solche, aber auch die Verwendung der Marke aus Kambodscha, obwohl die Rep. K. eigene Marken emittierte, und der Absender!

In der Rep. K. war er noch recht sicher sein Studium abzuschließen, aber ab des RK Regimes, in dem besonders Intellektuelle verfolgt wurden, ist zu befürchten, dass er ein Opfer wurde, dessen Überreste in den "Killing fields" endeten. Ach ja, der Absender war Medizinstudent im 1. Jahr in Phnom Penh, genau das war ab 1975 (da war er im 5. Jahr) sein Verbrechen und sicher sein Todesurteil. Phnom Penh wurde übrigens fast vollständig geräumt und zur Geisterstadt.

Post aus dieser Region, echt gelaufen, mit entsprechenden Nachweisen, ist selten, und ich freute mich, wenn jemand der weitere Stücke zeigen könnte dies täte.

Herzliche Grüße cilderich


 
Ron Alexander Am: 29.08.2017 17:29:17 Gelesen: 8572# 418 @  
Schönen Nachmittag zusammen,

bei folgendem Brief bin ich selbst noch etwas am grübeln. Daher erst mal die Tatsachen. Brief wurde am 16.03.48 in Tuttlingen aufgegeben. Hierzu kam die Sonderleistung Einschreiben sowie Eilbote Express hinzu. Der Brief lief nach Österreich an Frau Rosa Valetti, Mohsgasse 21 in Wien. Folglich waren für einen Brief in das Ausland bis 20g 50 RPf, Einschreiben 60 RPf und Eilzustellung 100 RPf zu entrichten, also gesamtheitlich 210 RPf. Brief wurde Portorichtig freigemacht mit Allg. Ausgabe MiNr. 8, FZ Württemberg 2xMiNr.: 2, 1xMiNr.: 12 und 1xMiNr.: 13.



In Wien angekommen durchlief dieser die Zensurstelle Z.1 362. Ich nehme an es handelt sich hierbei um eine Russische Zensur. Jetzt kommt der spannendere Teil. Der Brief erreichte Wien, wie am rückseitigen Stempel erkennbar, Postamt Wien 1 am 25.03.48 um 17 Uhr. Brief wurde dann augenscheinlich weitergeleitet an das Postamt Wien 77 25.03.48 um 18 Uhr. Von dort ging es dann weiter zum Postamt Wien 40 am 26.3.48 um 810 Uhr (Wusste gar nicht das es auch Minuten gab?)?. Am 26.3.48 wurde dann folgender handschriftliche Vermerk auf dem Brief aufgebracht: "Mohsgasse 21 durch Kriegseinwirkung zerstört, Ohne Angabe der Nachsendeadresse 26.3.1948".



Jetzt geht es auf der Briefforderseite wieder weiter. Die Zieladresse wurde durchgestrichten und Handschriftliche Halle/Saale vermerkt sowie ein Retoure / Zurück Stempel abgeschlagen. Am 2.4.48 erreichte der Brief dann Halle/Saale seinen Absender, zumindest ist dieser auf der Briefrückseite so vermerkt.

Was ich nicht verstehe, warum wurde der Brief in der FZ Württemberg aufgegeben wenn der Absender aus der SBZ kam und auch seine Adresse angegeben hatte. Ich kenne die Postverhältnisse der SBZ nicht, kann diesen Punkt daher leider nicht bewerten. Weiterhin der auf der Vorderseite abgeschlagene Stempel V2. Ich habe diesen schon mal gesehen, aber mir fällt es "ums verrecka net" ein wo, um es mal auf schwäbisch auszudrücken. ;-)

Grüße,
Ron
 
Heinrich3 Am: 09.09.2017 18:57:14 Gelesen: 6929# 419 @  
Zensurbelege sind ein Bereich, der enorm interessant ist. Leider werde ich damit jedoch nicht mehr anfangen, - ja, ich schrecke sogar davor zurück, dieses Thema hier von Anfang an zu lesen. Das Wochenende wäre dann zu Ende, wenn ich alles gelesen habe.

Also nur kurz von mir ein Zufallsfund, ein Zensurbeleg aus Syrien vom Jahre 1957. Der Zensurstempel ist der rechts unten. Der Inhalt laut einer aus Arabien stammenden Person ist:

" REKABA 7 " رقابة ٧ = Zensor Nr. 7



Bitte beachten, daß arabisch von rechts nach links geschrieben wird (deshalb ٧ = 7 links).
 
Manne Am: 09.09.2017 20:28:57 Gelesen: 6903# 420 @  
Hallo,

ein Brief von der Fa. IVO aus Schwenningen vom 23.01.1945, aber wohin.

Gruß
Manne


 
10Parale Am: 12.10.2017 19:55:49 Gelesen: 1911# 421 @  
@ Manne [#420]

Mach mal weiter mit einem Zensurpostbeleg aus Frankreich. Am 17.VII.1940 in Paris abgeschlagen, allerdings mit 2 verschiedenen Stempeln des Postamtes in der Rue Danton.

Die hübschen 3 Marken stammen aus dem Satz Freimarken 1938 mit verschiedenen Motiven (Merkurkopf, Iris, Sinnbild des Friedens).

Geöffnet in Mulhouse, - damals besetzt -, vom Oberkommando der Wehrmacht.

Liebe Grüße

10Parale




 

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