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Thema: Motiv Flugzeuge
Das Thema hat 568 Beiträge:
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Ron Alexander Am: 23.06.2017 17:16:35 Gelesen: 23740# 544 @  
Von den Marshall Inseln gibt es sehr viele Motiv Marken, gerade auch Flugzeuge in jeglicher Ausführung, als Beispiel hier mal ein Bogen.

Wenn Interesse besteht, kann ich auch gerne noch mehr Briefmarken aufzeigen. Habe eine recht komplette Sammlung aus den Anfangsjahren.


 
Altmerker Am: 02.07.2017 14:14:59 Gelesen: 22430# 545 @  
Hallo,

ich habe es hoffentlich noch nicht gezeigt. Heute nutzt man ja oft Drohnen, aber hier wurden die Fotos noch aus dem Flugzeug gemacht.

Freundliche Grüße
Uwe


 
wajdz Am: 12.07.2017 18:29:34 Gelesen: 20551# 546 @  
Die australische Luftwaffe wurde am 31. März 1921 gegründet. König Georg V. genehmigte das Präfix "Royal". Die RAAF wurde nach der britische damit die zweite Royal Air Force, die im Commonwealth gebildet wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie mehr Flugzeuge als Personal, 21 Offiziere und 128 weitere Ränge bei 153 Flugzeugen. Die Australische RAAF nahm seither an vielen Einsätzen auf den europäischen und pazifischen Kriegsschauplätzen teil. Zur Zeit der Herausgabe dieser Marke war sie auch an Einsätzen in Vietnam beteiligt.



Die australische Regierung entschied Anfang der 60er Jahre, dass die RAAF die IIIE erhalten würde, wenn auch mit aus australischen Komponenten, unter der Bezeichnung Mirage IIIO, (Die Dassault Mirage III ist eine Familie von einsitzigen, einmotorigen Kampfflugzeugen der Dassault Aviation Frankreich).

GAF produzierte drei Varianten: das Mirage IIIO (F) , ein Interceptor, das Mirage IIIO (A) , ein Oberflächenangriffsflugzeug und den Zweisitzer Mirage IIIO (D) , einen Kämpfer-Einführungs-Trainer. Die ersten Maschinen flogen im März 1963. GAF baute 48 IIIO (F), 50 IIIO (A) und 16 IIIO (D) Flugzeuge.

Alle noch existierenden Mirage IIIO (F) Flugzeuge wurden zwischen 1967 und 1979 zu IIIO umgewandelt Die Mirage wurde schließlich im Jahr 1988 von der RAAF außer Dienst gestellt und 50 Stück nach Pakistan verkauft. Einige Exemplare sind in Museen in Australien ausgestellt und mindestens eines ist derzeit nach Rekonstruktion in lufttüchtigem Zustand.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 25.07.2017 22:43:25 Gelesen: 18013# 547 @  
Die Folland Fo. 141 Gnat (Mücke) ist ein strahlgetriebenes Jagd- und Ausbildungsflugzeug des britischen Herstellers Folland Aircraft Limited.



Sie wurde seit 1965, dem Gründungsjahr des Kunstflugteam Red Arrows der britischen Luftwaffe das Standardflugzeug, bis sie 1980 durch die BAE Hawk abgelöst wurde.



Die indische Luftwaffe IAF bestellte 40 Zellen sowie eine Produktionslizenz für die Gnat. So wurden in Indien 175 Lizenzmaschinen von der Firma Hindustan Aircraft Ltd. (HAL), die auch die gelieferten Zellen montiert hatte, hergestellt und bei den indischen Luftstreitkräften in Dienst gestellt.



Bei HAL in der Folgezeit weiterentwickelt und unter dem Namen „Ajeet“ (der Unbesiegbare, der Unschlagbare) eingesetzt, bis sie 1978 durch eine Weiterentwicklung, die Ajeet Mk. 2 abgelöst wurde.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 17.08.2017 08:26:31 Gelesen: 12438# 548 @  
Die Sikorsky S-16 [1] (russisch Сикорский С-16) war ein russischer Doppeldecker und wurde 1915 als Begleitjäger für die Sikorsky Ilja Muromez-Bomber (siehe Beitrag [#490] ) der russischen Fliegertruppen entwickelt. Die S-16 war das erste russische Jagdflugzeug welches mit einem synchronisierten Maschinengewehr bewaffnet war.

Bis 1917 wurde eine kleine Serie von 18 Stück angefertigt und an die Truppen geliefert. Einige der Flugzeuge wurden noch 1918 im Russischen Bürgerkrieg verwendet und blieben bis 1923 im Dienst.



Die Post von Benin zeigt uns dieses Flugzeug auf einer Blockausgabe von 2015

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sikorsky_S-16
 
wajdz Am: 20.08.2017 22:51:24 Gelesen: 12025# 549 @  
Die Bristol Boxkite (englisch: Kastendrachen) war ein Doppeldecker-Flugzeug des britischen Herstellers British and Colonial Aeroplane Company aus dem Jahre 1910, ab 1920 umbenannt in Bristol Aircraft Company.



Firmengründer George Stanley White beschaffte sich eine Farman III und baute dieses Flugzeug nach – nicht ohne an seiner Maschine, der Boxkite, verschiedene Veränderungen und Verbesserungen vorgenommen zu haben. Diese Modifikationen bewahrten White davor, von Henri Farman wegen einer Urheberrechtsschutzverletzung belangt zu werden.

Ab März 1911 erfolgten die ersten Bestellungen durch das britische Militär und später auch des Australian Flying Corps.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 26.08.2017 11:55:27 Gelesen: 11219# 550 @  
@ DERMZ [#492]
@ Detlev0405 [#497]

Zusammen mit den Konkurrenzmodellen Douglas DC-6 und Douglas DC-7 bildete die Super Constellation (englisch umgangssprachlich Super Connie) des US-amerikanischen Herstellers Lockheed als die erfolgreichste Version der Constellation-Baureihe, die 1943 die Constellation, 1950 die Super Constellation und 1956 den Starliner hervorbracht hatte, den technischen Höhepunkt der Langstreckenflugzeuge mit Kolbenmotorantrieb.

MiNr 1041



Die größten Super-Connie-Flotten hatten TWA (Trans World Airlines) und Eastern Air Lines; auch in anderen Erdteilen war sie stark verbreitet. In Europa war die Super Connie über lange Jahre in den Farben der Lufthansa, KLM, Air France, Iberia und Transportes Aéreos Portugueses (TAP) zu sehen. Mietweise flog auch Sabena zwei Exemplare. Die Lufthansa eröffnete am 8. Juni 1955 mit einer Super G den Transatlantikverkehr auf der Strecke Düsseldorf–Shannon (Irland)–New York.



D-ALIN der Lufthansa. Die Maschine brachte 1955 Kanzler Adenauer zu den Verhandlungen über die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen nach Moskau.Sie steht heute in der Flugausstellung Hermeskeil.

Von den insgesamt 856 von Lockheed gebauten Constellations und Super Constellations waren im Jahr 2011 weltweit noch fünf Maschinen flugbereit. Es wurden insgesamt 320 militärische Exemplare der Super Constellation an die Betreiber US Air Force und US Navy geliefert

MfG Jürgen -wajdz-
 
Dudley Am: 26.08.2017 23:10:01 Gelesen: 11199# 551 @  
Heute zeige ich eine Postkarte mit einem japanischen Flugzeug aus dem Jahre 1916. Die Ansichtskarte schrieb ein deutscher Kriegsgefangener aus Japan, der nach dem Krieg gegen Japan um Tsingtau, China, im Herbst 1914 in Gefangenschaft geriet, mit 5000 anderen Soldaten.

Kann von Euch jemand genauere Angaben zu diesem Flugzeug machen?


 
filunski Am: 26.08.2017 23:37:29 Gelesen: 11195# 552 @  
@ Dudley [#551]

Hallo Dudley,

das ist eine Farman MF.7 "Longhorn".



Die Japanischen Streitkräfte (Fliegereinheiten und auch die Marine) fingen u.a. mit den Farman Doppeldeckern vor und während des 1. Weltkriegs das Fliegen an.

Beste Grüße,
Peter
 
wajdz Am: 27.08.2017 17:19:25 Gelesen: 11160# 553 @  
@ wajdz [#550]

Qantas Airways, die nationale Fluggesellschaft Australiens, Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld und im S&P/ASX 50 gelistet, wurde 1920 gegründet und ist nach der niederländischen KLM und der kolumbianischen Avianca die drittälteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt. Zudem ist sie nach der KLM die zweitälteste ununterbrochen tätige Fluggesellschaft überhaupt.

MiNr 281



Seit April 1954 war die Lockheed Super Constellation im Dienst, die ab 26. Juni 1959 allmählich durch Düsenflugzeuge, anfangs die 707-100 EBB von Boeing, ersetzt wurden.

MfG Jürgen -wajdz-
 
volkimal Am: 27.08.2017 17:56:33 Gelesen: 11152# 554 @  
@ Dudley [#551]

Hallo Dudley,

als Ergänzung ein Ersttagsbrief aus Anlass von 50 Jahren Luftfahrt in Japan:



Auch hier siehst Du den Farman-Doppeldecker als erstes Flugzeug, das überhaupt in Japan geflogen ist. Pilot des Erstfluges am 19. Dezember 1910 war der japanische Offizier Yoshitoshi Tokugawa. Siehe auch http://www.oldtokyo.com/first-japanese-airplane-flight-1910/ bzw. https://en.wikipedia.org/wiki/Yoshitoshi_Tokugawa

Der Ersttagsstempel trägt übrigens das Datum 35.9.20 nach dem Gengō-System. Dieses wird hier erklärt: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=98953#M16

Viele Grüße
Volkmar
 
wajdz Am: 28.08.2017 14:05:20 Gelesen: 11121# 555 @  
@ wajdz [#550]

3 Lockheed L-1049 Super Constellation erweiterten Anfang der 50er Jahre die Flotte der spanischen Fluggesellschaft IBERIA.



Sie wurden zum "Überqueren des großen Teichs" eingesetzt.

MiNr 1061



Getauft auf die Namen Santa María, La Pinta und La Niña, fand der erste Flug genau am selben Tag statt, an dem Christoph Kolumbus 460 Jahren zuvor von Puerto Palos nach Amerika aufbrach.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 29.08.2017 08:47:58 Gelesen: 11093# 556 @  
Die B-24 [1], in Diensten der britischen Royal Air Force „Liberator“ genannt, war ein viermotoriger schwerer Bomber des US-amerikanischen Herstellers Consolidated Aircraft. Die B-24 wurde in größeren Stückzahlen hergestellt als jedes andere US-amerikanische Flugzeug im Zweiten Weltkrieg : von 1939 – 1945 wurden 18‘482 Stück angefertigt. Noch heute gibt es in den USA flugtaugliche Exemplare dieses Flugzeuges! [2] [3].



Eine sehr frühe Darstellung des B24 zeigt uns Nicaragua innerhalb seiner Sonderausgabe für die Luftwaffe vom 5. November 1954 (Mi Nr. 1075).



Eine B24 im Flug zeigt uns Nauru auf einer Sonderausgabe vom 21. April 2005 anlässlich des 60. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges (Mi Nr. 585)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Consolidated_B-24
[2] https://www.youtube.com/watch?v=km3p-fapIMg (Start und Landung von Aussen)
[3] https://www.youtube.com/watch?v=D71IjOnIF0I (Flug im Cockpit)
 
wajdz Am: 29.08.2017 11:45:56 Gelesen: 11079# 557 @  
@ wajdz [#550]

1. April 1955: Mit gleichzeitigen Starts in Hamburg und München nimmt die Lufthansa den planmäßigen Luftverkehr in Deutschland wieder auf.

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Mitte Mai 1955: Wiederaufnahme der europäischen Flüge. Juni 1955: Der erste Nordatlantikflug startet.

MiNr 2450



20. Februar 1956: Die Super Constellation kommt bei der Lufthansa erstmals zum Einsatz. Dieser Flugzeugtyp ist bis Dezember 1966 bei der Lufthansa im Dienst.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 15.09.2017 09:39:53 Gelesen: 7726# 558 @  
Heute möchte ich ein etwas unbekannteres Fluggerät aus Rumänien vorstellen: die Vlaicu II [1], welche vom rumänischen Flugzeugkonstrukteur und Luftfahrtpionier Aurel Vlaicu [2] gebaut wurde.

Der Erstflug dieser Pioniermaschine fand im April 1911 statt. Es ist nicht bekannt, welche Stückzahl dieses Typs produziert wurde. Jedenfalls gewann der Erbauer mit seiner Vlaicu II einige internationale Luft-Rallyes und während der Balkankriege 1912–1913 flogen diese Maschinen auch Aufklärungsmissionen im Donaugebiet. Beim Versuch, die Karpaten zu überqueren, stürzte der Luftpionier am 13. September 1913 mit seiner Maschine ab.



Rumänien zeigt uns das historische Flugzeug auf einer Sonderausgabe vom 26. Juli 1948 (Mi Nr. 1146)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/A_Vlaicu_II
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Aurel_Vlaicu
 
wajdz Am: 15.09.2017 23:06:36 Gelesen: 7597# 559 @  
Im Sommer 1939 beauftragte der Milliardär Howard Hughes, Haupteigentümer der Trans World Airlines (TWA), die Firma Lockheed in Burbank damit, ein 40-sitziges Verkehrsflugzeug mit einer transkontinentalen Reichweite von rund 5500 km zu entwickeln. Der Prototyp der L-049 Constellation absolvierte am 9. Januar 1943 von Burbank aus seinen Erstflug. Da die USA jedoch mittlerweile aktiv am Zweiten Weltkrieg teilnahmen, wurden die eigentlich von zivilen Fluggesellschaften in Auftrag gegebenen Maschinen als C-69 von den United States Army Air Forces (USAAF) übernommen. Diese bestellten zunächst weitere Exemplare, insgesamt 202 Stück, annullierten aber im Frühjahr 1945 den Auftrag schon wieder teilweise. Damit wurden nur 15 Flugzeuge der Reihe C-69 geliefert. Von der Super Constellation wurden insgesamt 320 militärische Exemplare an die Betreiber US Air Force und US Navy geliefert.

MiNr 2845



Bis zur Vereinheitlichung1962 galten verschiedene Bezeichnungssysteme für die Flugzeuge, die zu den unterschiedlichsten Zwecken verwendet wurden. Als Air Force One, als Wetteraufklärer, zur Radar- und Funküberwachung und als Frachttransporter.

MfG Jürgen -wajdz-
 
DERMZ Am: 17.09.2017 16:01:57 Gelesen: 7190# 560 @  
Guten Sonntag,

heute zeige ich ein kleineres Flugzeug, Hauptnutzer sind Privat- und Geschäftsleute, Ambulanzflüge und Fracht. Es handelt sich um ein erfolgreiches schweizer Modell, die Pilatus PC-12.



Der erste Prototyp wurde 1991 fertig gestellt, die Zulassung erlangte das Muster 1994. Bis heute sind etwa 1500 Flugzeuge des Typs PC-12 in verschiedenen Varianten an die Kunden ausgeliefert worden.

Viele Grüße

Olaf
 
wajdz Am: 19.09.2017 11:14:09 Gelesen: 6745# 561 @  
@ wajdz [#526]

Die Douglas DC-9 bzw. McDonnell Douglas DC-9 ist ein zweistrahliges Schmalrumpfflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Douglas Aircraft Company (ab 1967: McDonnell Douglas) für den Kurz- und Mittelstreckenverkehr. Gebaut als zweistrahliger Tiefdecker mit seitlich am Heck angebrachten Strahltriebwerken, einer Druckkabine, einem Einziehfahrwerk und einem T-Leitwerk.

MiNr 1413



Sie wurde ab 1971 bei Austria Airlines Nachfolgerin der Caravelle VI-R, von der fünf Exemplare ab 1963 im europäischen Streckennetz der österreichischen Fluglinie unterwegs waren.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 22.09.2017 09:17:10 Gelesen: 6209# 562 @  
Die Blériot-SPAD S.33 [1] war ein Doppeldecker-Passagierflugzeug des französischen Herstellers Blériot welches 4-5 Passagiere aufnehmen konnte. Die Maschine hatte 1920 ihren Erstflug. Es wurden insgesamt 43 Exemplare produziert, davon gingen 20 Stück an die französische Gesellschaft Compagnie Franco-Romaine, welche diese zwischen Frankreich und Osteuropa einsetzte.



Rumänien zeigt uns das Flugzeug auf seiner ersten Flugpostausgabe vom 4. September 1928 (Mi Nr. 336-338)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%A9riot-SPAD_S.33
 
merkuria Am: 24.09.2017 10:00:09 Gelesen: 5742# 563 @  
Heute möchte ich kein Flugzeug, jedoch eine wichtige Komponente jedes Kampfjets vorstellen: den Schleudersitz. Der Grundgedanke für diese Einrichtung kam vom rumänischen Erfinder Anastase Dragomir (1896-1966) der sich Ende der 20er Jahre Gedanken über die Rettungsmöglichkeiten von Passagieren bei einem drohenden Flugzeugabsturz machte.

Seine Idee war, dass jeder Passagier über einen fest mit dem Sitz verbundenen Fallschirm verfügen soll. Bei einem Absturz sollte der komplette Sitz mit dem Passagier vom Flugzeug ausgeworfen werden. Dies wäre bei den damaligen kleinen Maschinen mit geringer Passagierzahl noch denkbar gewesen, trotzdem fand seine Erfindung aus finanziellen Gründen kein Interesse bei den Flugzeugherstellern. Am 28. August 1929 führte er seine Erfindung mit einem umgebauten Flugzeug vom Typ Farman in Paris der Öffentlichkeit vor. 1930 liess er seine Erfindung patentieren.

In der Zivilluftfahrt kam diese Erfindung praktisch nie zur Anwendung, gewann hingegen bei der Militäraviatik grosse Bedeutung. Das deutsche Jagdflugzeug Heinkel 280 erhielt als erstes Flugzeug der Welt einen Schleudersitz. Mit der He 280 wurde am 13. Januar 1943 der erste Notausstieg in der Luftfahrtgeschichte durchgeführt.



Am 25. Dezember 2011 ehrte Rumänien den Erfinder mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 6576).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
filunski Am: 25.09.2017 00:37:45 Gelesen: 5587# 564 @  
@ merkuria [#563]

Hallo Jacques,

super Beitrag, der mich wie wohl keinen Zweiten hier im Forum, besonders anspricht. Solch ein "heißer Stuhl" war ja für viele Jahre mein täglicher Arbeitsplatz auf dem ich einige Tausend Stunden verbrachte. Zu meiner Beschämung muss ich aber auch eingestehen, dass ich von dem rumänischen Erfinder Anastase Dragomir bis heute noch nie gehört hatte. Danke auch für die Beseitigung dieser, meiner Wissenslücke! ;-)

Seine Erfindung, oder besser deren Weiterentwicklungen wurden auch später noch philatelistisch gewürdigt, so wie hier sogar mit einem Sonderstempel:



Abgeschlagen auf diesem Sonderumschlag zum 25-jährigen Jubiläum des ersten "Live-Schleudersitzausschusses" aus einem Flugzeug über Großbritannien, MB (Martin-Baker, heutiger Schleudersitzhersteller) Test Ausschuss:



Und bei der Gelegenheit durften auch gleich noch ein paar Belege ("Schleudersitzpost" ;-)) mitfliegen.

Noch einer aus den USA. Schleudersitztest bei einer F-15 in Holloman (Neu Mexico):



Die Firma Martin Baker machte auch sehr eindrucksvolle Werbung für ihr Produkt:



"Wenn alles andere schief geht, dann flieg Martin Baker"!!!

Und zum Abschluss noch aus meiner früheren "Bibel", der "Dash-One", dem Flughandbuch, das Ausschussverfahren nach dem Betätigen des Schleudersitzes:



In diesem Sinne "many happy landings",
Peter
 
wajdz Am: 26.09.2017 12:09:46 Gelesen: 5261# 565 @  
Die Caravelle der französischen Sud Aviation war eines der ersten strahlgetriebenen Kurz- und Mittelstreckenverkehrsflugzeuge der Welt. Im Jahre 1951 formulierte die französische Luftfahrtbehörde SGACC das Ziel, ein zur britischen Comet konkurrenzfähiges Flugzeug zu entwickeln. Verlangt wurden die Beförderung einer Nutzlast von 6 bis 7 t über eine Entfernung von mindestens 2.000 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 700 km/h.



Die Erstflüge der Prototypen fanden am 25. Mai 1955 und 6. Mai 1956 statt. Der erste Verkaufserfolg stellte sich schon am 16. November 1955 ein, als die staatliche Air France einen Auftrag über zwölf Maschinen erteilte. Bald folgten andere europäische Fluggesellschaften, darunter auch SAS, die zu einem der größten Betreiber der Caravelle wurde.



Die Caravelle auf dem Flughafen Tegel (französischer Sektor in Westberlin)

MiNr 202



Größere und modernere Flugzeugmuster verdrängten sie ab Mitte der 1970er Jahre von den meisten Hauptstrecken. Jedoch kam sie noch bis in die 1980er Jahre hinein recht häufig im Charterverkehr zum Einsatz. Die Produktion wurde 1972 nach dem Bau von insgesamt 282 Caravelle aller Versionen eingestellt (einschließlich zweier Prototypen).

MfG Jürgen -wajdz-
 
EdgarR Am: 10.10.2017 09:42:22 Gelesen: 2519# 566 @  
@ Angelika2603 [#1]

Liebe Angelika,

die Concorde war hier schon das eine oder andere Mal bildlich vertreten, auf Marke oder Stempel.



Aber auf einem, sagen wir mal, "Stempel im weitesten Sinne" - einem gedruckten Freimachungsvermerk - wohl noch nicht. Dafür ist sie hier aber grafisch sehr elegant dargestellt. Sei sie also Dir und dem alten Heeresflieger filunski gewidmet.

Phile Grüße EdgarR
 
filunski Am: 10.10.2017 11:40:12 Gelesen: 2491# 567 @  
@ EdgarR [#566]

und dem alten Heeresflieger filunski gewidmet.

Lieber Edgar,

vielen Dank für die Widmung! :-)

Die alte "Fliegerseele" in mir macht da natürlich sofort gleich mehrere Freudensprünge und dieser Freimachungsvermerk gefällt auch meiner philatelistischen Seele. :-)

Ich muss aber noch eine kleine "klugscheisserische" Anmerkung dazu loswerden, die auf meiner Fliegerseele lastet. Ich war kein "Heeresflieger"! Dir als fachfremden Laien sei dieser kleine Ausrutscher verziehen. Meine Fliegerei fand im Auftrag der Luftwaffe statt. Zwei gaaanz verschiedene Welten. Die Heeresflieger waren und sind diejenigen die mit ihren "Teppichklopfern" zwischen den Bäumen durch Wald und Flur flogen und der "Himmel" darüber gehörte der Luftwaffe (unter anderem ;-)). Damals kursierte in "unseren" Kreisen auch gerne der Spruch: Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass das Heer fliegt, wäre der Himmel oliv! ;-)

Bitte den letzten Absatz nicht so tierisch ernst nehmen. ;-)

Herzliche Grüße,
Peter
 
wajdz Am: 10.10.2017 16:48:17 Gelesen: 2309# 568 @  
@ filunski [#567]

Es lebe der kleine, aber feine Unterschied. ;-)

Das gilt auch für die beiden, inzwischen ja auch schon wieder Dinosaurier der Lüfte, die nun traulich vereint in Sinsheim zu bestaunen sind.



Ob die beiden diese Marken ausgebenden Länder jemals von der Concorde oder Tu-144 auch nur überflogen wurden?

MfG Jürgen -wajdz-
 

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