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Thema: Bund Dauerserie Gustav Heinemann
Das Thema hat 151 Beiträge:
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HWS-NRW Am: 20.03.2017 21:42:41 Gelesen: 15832# 127 @  
@ wajdz [#125]

Hallo,

der Brief war meines Wissens portogerecht (40 Pfg. Fernbrief 1. Gewichtsstufe) frankiert und die MiNr 455 war auch noch gültig, also aus Unwissenheit (des Postbeamten) komplett falsche Berechnung.

mit Sammlergruß
Werner
 
wajdz Am: 20.03.2017 23:27:19 Gelesen: 15819# 128 @  
@ Pete [#126]

Ich hätte Google mal gleich die richtige Frage stellen sollen.

Hier die Antwort:

Die 1964 erschienenen Ausgabe „ Deutsch. Bauwerke... " Serie I der Bundespost waren über 37 Jahre frankaturgültig und gehören damit zu den am längsten frankaturgültigen Marken der deutschen Postgeschichte, übertroffen nur durch einige württembergische Dienst- und Staatsmarken und durch die bayerische Markausgabe von 1874.

Die begrenzte Gültigkeit galt für Sonderausgaben nur noch bis zum Ende des Jahres 1968, danach konnten alle weiteren bis zur €-Umstellung verwendet werden.

@ HWS-NRW [#127]

Die Portohöhe betrug wohl doch bis zum 1.7.1974 für einen Fernbrief >20 g = 50, lt. Mi-Spezial S.878, der Brief war also unterfrankiert und das wurde geahndet.

Danke für die Hinweise, mfG Jürgen -wajdz-
 
HWS-NRW Am: 21.03.2017 09:42:03 Gelesen: 15790# 129 @  
@ wajdz [#128]

Hallo,

in meinem MICHEL-Briefekatalog steht:

Brief im Fernverkehr (20 g) 1.7.72-30.6.1974 = 40 Pfennig.

Der Brief trägt einen Stempel vom 28.3.1974 - ergo 40 Pfennig Porto.

Die Nachgebühr (Porto plus 50 % Strafe) ist m.E. trotzdem falsch berechnet.

mit Sammlergruß
Werner
 
Christoph 1 Am: 21.03.2017 10:29:14 Gelesen: 15781# 130 @  
@ HWS-NRW [#129]
@ wajdz [#128]

Ihr habt irgendwie beide recht.

Wenn der Brief unter 20g gewogen hat, sind 40 Pf. Porto korrekt (wie Werner schreibt). Nachgebühr hätte dann keine erhoben werden dürfen. Selbst wenn man von fehlenden 15 Pf. Porto ausgeht, hätte die Nachgebühr wohl eher 45 Pf. betragen müssen (30+15).

Wenn der Brief aber über 20 g gewogen hat, wären 60 Pf. Porto fällig gewesen (Fernbrief über 20 g in der Portoperiode bis 30.6.1974). Dann fehlen ergo 20 Pfennig (bzw. wenn man die 15-Pf-Marke fälschlicherweise nicht als gültig rechnet, dann fehlen 35 Pfennig Porto). Demzufolge hätte die Nachgebühr entweder 50 Pfg. (bei korrekter Rechnung) oder 65 Pfg. (wenn die 15er Marke nicht gezählt wird). Das würde dann die Blaustiftmarkierung 65 korrekt erklären (wie Jürgen geschrieben hat).

Verwirrung komplett?

Gruß Christoph
 
wajdz Am: 21.03.2017 12:17:14 Gelesen: 15754# 131 @  
@ HWS-NRW [#129]
@ csjc13187 [#130]

Bei nochmaliger Betrachtung muß ich feststellen, daß ich die Porto-Tabelle falsch interpretiert habe. Die in der Rubrik 1.7.1974 genannte Zahl 50 bedeutet ja ab dem o.g. Datum und nicht bis. Also betrug das Porto bis dahin 40. Das ist nun auch für mich klar (verlegenes Grinsen).

Aber nun wieder etwas zum Ansehen:



FernBr von 3211 Adensen nach 3300 Braunschweig, frankiert mit MiNr 847 (2x10) und MiNr 638 (30) = 50.

So weit, so gut bis auf die Tatsache, dass das Paar 847 schon einmal verwendet worden ist, wie am Stempel vom 10.2.77 deutlich zu erkennen ist.



Der Brief selbst wurde mit TSt 3257 SPRINGE, DEISTER a vom 18.-5.78 versehen. Diesmal werden wir wohl nicht so viel zu grübeln haben.

Bitte um Nachsicht.

mfG Jürgen -wajdz-
 
cilderich Am: 13.06.2017 19:03:45 Gelesen: 12668# 132 @  
@ wajdz [#131]

Hallo,

nun das ist vom Absender nun mehr als dreist, ein solches Paar nochmals zu verwenden, und von der Post ist es sehr nett nur die fehlende Gebühr + Nacherhebung zu berechnen. Heutzutage kostet das Ganze 30 € und ggf eine Anklage. Insgesamt sehr spannendes Stück.

Gruß cilderich
 
cilderich Am: 13.06.2017 19:17:30 Gelesen: 12661# 133 @  
Ich möchte auch etwas Neues vorstellen. Eine MEF der 160 Pfennig. Diese Marke gehört sowohl in EF wie auch MEF zu den schwieriger zu findenden. Das Top-Stück ist die 140. Aber auch 120, 130 und eben 160 sind nicht "schlecht". Hier das Ganze auf portogerechtem Wertbrief aus 10/74, somit 120 Pfennig für den Brief über 50-100 Gramm und 200 Pfennig "Wertgebühr".



Herzliche Grüße cilderich
 
stampmix Am: 13.06.2017 20:55:06 Gelesen: 12646# 134 @  
@ cilderich [#133]

Dann steuere ich mal die dazugehörige Einzelfrankatur auf Auslands-Einschreiben bei. Am 12.6.1972 in Krefeld aufgegeben und nach Montignies-le-Tilleul in Belgien gesandt. Diese Verwendungsform der EF war nur vom 8.3-30.6.1972 möglich. Marke aus Bogenecke mit FN1.



mit bestem Gruß
stampmix
 
cilderich Am: 14.06.2017 15:59:43 Gelesen: 12579# 135 @  
@ stampmix [#134]

Hallo,

das ist im Prinzip ein ganz tolles Stück, aber nach Belgien galten seit 1963 im Standardtarif die Inlandsgebühren, somit hätte der Portobetrag 130 Pfennig ausgemacht, aber die Optik des Beleges ist großartig. Solche Stücke hebe ich mir auch grundsätzlich trotzdem auf, denn sie sind ästhetisch sehr ansprechend.

Ganz herzliche Grüße cilderich
 
stampmix Am: 14.06.2017 16:28:01 Gelesen: 12571# 136 @  
@ cilderich [#135]

Vielen Dank für die Info. Aber jetzt bin ich doch etwas ins Schleudern geraten. Das Michel Postgebühren-Handbuch unterscheidet zwischen:

- Inlandsporto für Standardbriefe bis 20g nach Belgien ab 1.1.1963 - und
- Inlandsporto für alle Briefe bis 20g nach Belgien ab 1.1.1986

Es wäre jetzt zu klären, ob Einschreibebriefe per definitionem unter die Regelung für "Standardbriefe bis 20g" oder für "alle Briefe bis 20g" fallen. Ich weiss es nicht, würde aber eher zu letzterem tendieren. ;-)

mit bestem Gruß
stampmix
 
cilderich Am: 14.06.2017 17:10:45 Gelesen: 12560# 137 @  
Hallo,

nun Du schreibst es selbst. Es gab für bestimmte Länder Sonderregelungen, so für Belgien ab 1963, für Österreich z.B. erst ab 1981, in die für Standardsendungen (das heißt exakt bis 20 Gramm und Standardgröße, oder für Postkarten) eine ermäßigte Gebühr galt; egal ob "nur" als Brief oder mit Zusatzleistungen, denn deshalb hieß es Zusatzleistung, diese war zusätzlich zu zahlen. Hier ein Brief aus der von Dir genannten Periode, nun aber Dänemark, wo das CEPT Porto erst ab 1980 galt, somit korrekt mit 160 Pfennig frankiert (ok 2x 80, aber sind auch 160 Pfennig).

Das Inlandsporto ab 1986 bis 20 Gramm, fand Anwendung auf die Größe des Umschlages. Jeder Umschlag bis 20 Gramm kostete Inlandsporto (das heißt bei größer als Standard z.B. C6 auf A4), später gab es diese Regelung auch teils bis 50 Gramm (Monaco, Frankreich), ab 1991 galt generelles Inlandsporto innerhalb Europas (und der assoziierten Gebiete) und dann wurde ab 2006 alles wieder "zurückgefahren".

Also insgesamt: Leider sind auf Deinem Beleg 30 Pfennig zu viel verklebt, so gerne es mir Leid tut.

Gruß cilderich


 
Michael Mallien Am: 14.06.2017 20:14:21 Gelesen: 12521# 138 @  
@ cilderich [#137]

Ich finde die Mehrfachfrankatur der 80er sehr schön! So etwas findet man nämlich auch nicht oft.

Viele Grüße
Michael
 
Sachsendreier53 Am: 15.06.2017 09:46:19 Gelesen: 12488# 139 @  
Einschreiben aus 216 STADE 2 vom 22.4.1972:



Einschreiben: ab 1.9.1971 bis 30.6.1972 = 100 Pf

Brief im Fernverkehr (Standard) bis 20g, ab 1.9.1971 bis 30.6.1972 = 30 Pf

mit Sammlergruß,
Claus
 
stampmix Am: 19.06.2017 21:26:21 Gelesen: 12329# 140 @  
Hallo zusammen,

zur Abwechslung mal eine zart gestempelte Bogenecke der 90 Pf. Marke mit Formnummer 2



mit bestem Gruß
stampmix
 
Sachsendreier53 Am: 22.06.2017 09:38:41 Gelesen: 12150# 141 @  
Brief vom 10.9.1972 mit Heinemann MiNr.637 20(Pf) schwärzlichgrün (23.10.1970), mit Sonderstempel aus 8 MÜNCHEN 2 OLYMPISCHE SPIELE 1972 SCHLUSSFEIER a



Brief im Fernverkehr ab 1.7.72 bis 20g (Standard) = 40 Pf.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 30.08.2017 13:37:02 Gelesen: 9336# 142 @  
Einschreiben / Eilzustellung vom 15.2.1971 aus 7968 SAULGAU (Baden-Württemberg) mit Heinemann, Bund MiNr. 645, 2 DM (dunkelblauviolett), Ausg. vom 7.1.1971



Brief Fernverkehr bis 20g (Standard) = 30 Pf
Einschreiben = 80 Pf
Eilzustellung (6-22 Uhr) = 100 Pf

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 08.09.2017 10:33:14 Gelesen: 8955# 143 @  
Einschreiben/Eilzustellung vom 15.2.1971 aus 6 FRANKFURT AM MAIN 1 mit Frankatur Heinemann, Bund MiNr.644, 1 DM (bräunlicholiv), Ausg. vom 23.7.1970.



Brief Fernverkehr bis 20g (Standard) = 30 Pf
Einschreiben = 80 Pf
Eilzustellung (6-22 Uhr) = 100 Pf

mit Sammlergruß,
Claus
 
Altmerker Am: 24.09.2017 14:34:36 Gelesen: 8340# 144 @  
@ wajdz [#16]

Hier eine nachträgliche Entwertung in Nürnberg 1. die Briefdrucksache ging wohl innerorts, der Werbestempel traf nur die obere Marke und am Tag darauf wurde per Hand entwertet.

Gruß
Uwe


 
Altmerker Am: 11.10.2017 22:30:39 Gelesen: 7463# 145 @  
Hier sind die höheren Werte gut kombiniert. Der Brief wog unter 20 Gramm, Eilbrief mit 100 DM Wert. Im Aufkleber ist eine 1 zu Braunlage per Hand zugefügt worden.

Gruß
Uwe


 
wajdz Am: 19.11.2017 18:48:31 Gelesen: 5779# 146 @  
Da sind zwei deutsche Personen der Zeit- und Kulturgeschichte zusammen verklebt worden, die gut zueinander passen.

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg, Preußen; † 12. Februar 1804 ebenda), deutscher Philosoph der Aufklärung.

Dr. Dr. Gustav Walter Heinemann (* 23. Juli 1899 in Schwelm; † 7. Juli 1976 in Essen) ist als „Bürgerpräsident“ in Erinnerung geblieben.

Ausschnitt eines Fensterkuverts frankiert mit MiNr 806 und MiNr 689 als Viererblock



Tagesstempel 6 FRANKFURT AM MAIN 70 s vom -7.-1.76 R-Zettel 851 c 6000 Frankfurt am Main 70

MfG Jürgen -wajdz-
 
Altmerker Am: 19.11.2017 20:01:18 Gelesen: 5748# 147 @  


Paketkarten bieten immer die Chance, höherwertige Marken zu verkleben. Hier einige MiF- und MeF-Frankaturen von Sendungen in die DDR.

Gruß
Uwe
 
philapit Am: 21.11.2017 12:55:28 Gelesen: 5616# 148 @  
Hallo Sammlerfreunde,

hier noch ein gelaufener FDC Brief der Mi. 728 mit Einlieferungsschein-Einschreiben von Hamburg:





Ich glaube nicht portogererecht, da ein Ortsbrief.

Mit freundlichem Gruß
Philapit
 
Michael Mallien Am: 21.11.2017 20:02:11 Gelesen: 5555# 149 @  
@ philapit [#148]

Hallo Philapit,

die Einschreibegebühr betrug 1,- DM.

Ein Brief bis 20 g kostete im Fernverkehr 30 Pf und im Ortsverkehr 10 Pf. Insofern wird es nicht portogerecht gewesen sein. Trotzdem ein schöner Beleg!

Ab dem 1.7.1972 wären schon 1,30 + 0,20 = 1,50 DM fällig gewesen.

Viele Grüße
Michael
 
volkimal Am: 21.11.2017 20:34:58 Gelesen: 5549# 150 @  
@ Michael Mallien [#149]

Hallo Michael,

laut Michel Postgebühren-Handbuch galten die ermäßigten Gebühren für den Ortsverkehr ab dem 1.3.1963 nur noch in Berlin.

Also musste auch innerhalb Hamburgs die Gebühr für einen Fernbrief von 30 Pfg. aufgeklebt werden.

Demnach ist der Brief doch portogerecht.

Viele Grüße
Volkmar
 
philapit Am: 22.11.2017 09:20:59 Gelesen: 5477# 151 @  
Hallo Volkmar,

danke für die Mitteilung. Man sollte sich mehr mit den Postgebühren beschäftigen.

Mit freundlichem Gruß Philapit
 

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