Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Alliierte Besetzung Französische Zone Bedarfsbelege
Das Thema hat 103 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4   5  oder alle Beiträge zeigen
 
hajo22 Am: 24.03.2017 12:52:27 Gelesen: 380# 79 @  
@ Ron Alexander [#78]

Das ist kein Wertbrief, sondern ein Nachnahme-Einschreibbrief.

BG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 24.03.2017 12:56:47 Gelesen: 378# 80 @  
@ Ron Alexander [#78]

Hallo, tolle Belege zeigst Du uns, Herzlichen Dank !

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 24.03.2017 12:58:10 Gelesen: 377# 81 @  
@ Ron Alexander [#78]

NN-Vorzeigegebühr 30 Pf. + Einschreiben 40 Pf. + Fernbrief über 20 gr. 40 Pf. = gesamt 1,10 DM.

BG, hajo22
 
Ron Alexander Am: 24.03.2017 13:01:53 Gelesen: 374# 82 @  
Hallo zusammen,

Danke, stimmt jetzt da ihrs erwähnt. Vor Jahren mal in die Sammlung einsortiert mit der Beschreibung und dann nicht wieder darauf geschaut. Danke für die Korrektur!

So, dann mal noch eine Nachgebühr, an dessen Auflösungen saß ich dann doch eine gewisse Zeit.

Postkarte von Überlingen nach Mainz. Die Postkarte wurde mit 24 Pfennig überfrankiert, dass Richtige Porte wären 12 Pfennig gewesen. Die Briefmarken wurden jedoch nicht anerkannt, da sich Überlingen nicht in der Französischen Zone Württemberg befand, sondern in der Französischen Besatzungszone Baden (Ja, selbst in den Besatzungszonen untereinander war es nicht erlaubt Briefmarken der anderen Zone, unter gleicher Besatzung, zu verwenden). Daher wurde zum einen eine Nachgebühr von 12 Pfennig für das Porto und 6 Pfennig Strafgebühr für das Aufkleben falscher Briefmarken erhoben. Gesamt waren somit 18 Pfennig vom Postbeamten einzuziehen. Aus diesem Grund wurden die Briefmarken auch nicht abgestempelt.

Briefmarke: MiNr. 4, Besonderheit: -;



Grüße,
Ron
 
HWS-NRW Am: 24.03.2017 13:11:17 Gelesen: 368# 83 @  
Ich habe da auch noch einen Beleg entdeckt:



Firmenbrief der "St. Wendeler Tabakfabriken" mit nachverwendetem Maschinenfreistempel der Reichspost, der Wertstempel wurde "entnazifiziert" (aptiert) und es kam noch ein Freimarkenwert zur Verwendung.

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 24.03.2017 13:17:09 Gelesen: 366# 84 @  
Wertbrief mit einem Gewicht von 17 gr über 500 DM aus Tuttlingen nach Trossingen. Frankiert 95 Pf. = (Bf. bis 20 gr = 20 Pf. + Behandlungsgebühr 60 Pf. + Wertgebühr für 500 DM = 15 Pf.) und Wohnungsbauabgabe-Marke.

Frankiert mit 90 Pf. III. Ausgabe (Nr.37) und 5 Pf. III. Ausgabe (Nr.30).



Wertbriefe aus der FZ sind nach meinen Erfahrungen selten.

BG, hajo22
 
hajo22 Am: 24.03.2017 13:36:17 Gelesen: 361# 85 @  
@ HWS-NRW [#83]

Ja, die "Prell"-Briefe geistern wohl in vielen Sammlungen herum. Die Postbelege sind i.d.R. portorichtig frankiert und auch echt gelaufen. Herr Prell nutzte die Zeit der nahezu wertlosen RM um alle möglichen und unmöglichen Mischfrankaturen zu fabrizieren. Mit der neuen Währung hörte das dann wohl schlagartig auf.

Aber er hat Weitsicht bewiesen, denn so manche ungewöhnliche Mischfrankatur gäbe es sonst heute nicht.

Hier ein Einschreibbrief zu insgesamt 84 Pf. (portorichtig und echt gelaufen), gestempelt Balingen 28./29.5.1948, Ankunft 1.6.



BG, hajo22
 
hajo22 Am: 24.03.2017 13:42:19 Gelesen: 359# 86 @  
@ hajo22 [#84]

Sorry, für alle, die das Datum möglicherweise nicht lesen können: 5.11.1949

BG, hajo22
 
Gerhard Am: 24.03.2017 13:57:31 Gelesen: 353# 87 @  
@ HWS-NRW [#83]

Schöne "Mischfrankatur" oder heißt das bei solch einer Verwendung anders?

MphG

Gerhard
 
Ron Alexander Am: 24.03.2017 14:11:33 Gelesen: 346# 88 @  
An Herrn Prell scheiden sich so die Geister, aber wie hajo22 schon sagt, ohne hätten wir heute nicht so schöne Belege. So einer befindet sich natürlich auch in meiner Sammlung.

Gute Frage, ich würde sagen das ist dennoch eine Einzelfrankatur mit Barausgleich?

Philatelistisches gemachtes Werk, Postkarte die per Einschreiben von Waldsee nach Chemnitz versandt wurde an einen Herrn Walter Prelt. Die Postkarte wurde am 25.3.1948 aufgegeben und erreichte 6 Tage später, am 31.03.1948 ihr Ziel. Der Gebühr bezahlt Stempel (roter Stempel, Typ T2), mit 12 Pf Vermerk bezieht sich auf das Postkarten Porto, 60 Pf für das Einschreiben. Somit wurden gesamt 72 Pfennig entrichtet.

Briefmarke: MiNr. 10, Besonderheit: -;



Grüße,
Ron
 
HWS-NRW Am: 24.03.2017 16:31:35 Gelesen: 327# 89 @  
@ Gerhard [#87]

Hallo,

Du hast da etwas angeregt, denn die meisten "Postgeschichtler", die ich kenne, nennen es eher einen "Bedarfsbrief mit MFS plus Zusatzfrankatur", für eine Mischfrankatur benötigt man (auch nach dem MICHEL) eigentlich mehrere verschiedene Postwertzeichen.

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 24.03.2017 16:44:23 Gelesen: 324# 90 @  
@ HWS-NRW [#89]

[#83] und [#85] sind keine MFS (soll wohl Maschinenfreistempel heißen ?), sondern FFS (Firmenfreistempel) im Gegensatz zu PFS (Postfreistempel).

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 24.03.2017 17:37:41 Gelesen: 316# 91 @  
@ Ron Alexander [#88]

Gebühr bezahlt in Kombination mit Marken hat er gerne gemacht. Es gibt auch Kombinationen Marken/Postfreistempel. Muß ich mal heraussuchen.

VG, hajo22
 
Manne Am: 24.03.2017 18:09:03 Gelesen: 306# 92 @  
Hallo,

ein Brief von Schwenningen nach Stuttgart vom 25.10.1949 mit Wohnungsbau-Marke.

Gruß
Manne


 
HWS-NRW Am: 24.03.2017 20:54:01 Gelesen: 267# 93 @  
@ hajo22 [#90]

Hallo,

es heißt im philatelistischen Bereich aber wirklich Maschinenfreistempel (abgekürzt auch als MFStp bezeichnet), egal ob die Geräte und das sind Maschinen, durch Privatpersonen, Firmen, Behörden oder durch die Post selber genutzt werden.

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 24.03.2017 22:45:20 Gelesen: 252# 94 @  
@ HWS-NRW [#93]

Ok, dann sei es so. Ich bleibe bei meinen Abkürzungen, weil ich meine Belege zweckmäßigerweise so sortiert habe.

VG, hajo22
 
Ron Alexander Am: 25.03.2017 09:37:12 Gelesen: 205# 95 @  
Guten Morgen,

mal noch eine Nachgebühr. Ich hoffe ich habe die "Strafgebühr" richtig zusammen gerechnet. ;)

Der Brief wurde am 07.07.1948 in Tübingen aufgegeben und ging nach Dresden an Herrn Walther Hermann. Gesamt wurde der Brief mit 74 Pfennig frei gemacht, richtig wären 84 Pfennig gewesen. 24 Pfennig für den Brief im Fernverkehr und 60 Pfennig für die Zusatzleistung Einschreiben. Die Nachgebühr beträgt 15 Pfennig, 10 Pfennig für das fehlende Porte und 5 Pfennig Strafgebühr. Es ist anzunehmen, dass sich der Postbeamte hier wohl um 10 Pfennig verrechnet hat. Als Einschreibestempel kam der Tü9 zum Einsatz.

Briefmarken: MiNr. 14, MiNr. 17, MiNr. 24, Besonderheit: -;



Grüße,
Ron
 
Max78 Am: 25.03.2017 10:30:46 Gelesen: 199# 96 @  
@ Ron Alexander [#95]

Hallo Ron,

wieso soll dich der Postbeamte verrechnet haben? Passt doch alles (fehlendes Porto x 1,5).

Schöner Beleg (wenn alles "echt"),

mit Grüssen Max
 
hajo22 Am: 25.03.2017 11:10:02 Gelesen: 181# 97 @  
Luftpostbrief aus Reutlingen vom 17.5.1949 nach Westberlin.

Oben links auf dem Couvert lesen wir die Gewichtsangabe: 24,5 gr.

Portoberechnung: Fernbrief > 20 gr. = 40 Pf. + Luftpostzuschlag je 20 gr. = 5 Pf., also 2x5 Pf. mithin gesamt 50 Pf.

Das Porto wurde mit Marken der II. und III. Ausgabe von Württemberg, portogerecht beglichen.

Hinweis auf den Leitweg: Via Frankfurt a.M. Im Mai 1949 bestand noch die Luftbrücke ins blockierte Westberlin. Der Brief wurde demnach über die Luftbrücke nach Westberlin befördert (Frankfurt a.M. - Berlin-Tempelhof).

Die Notopfermarke Berlin war für Sendungen nach Berlin nicht vorgesehen bzw. nicht erlaubt, daher auch nicht verklebt.



BG, hajo22
 
Ron Alexander Am: 25.03.2017 17:37:43 Gelesen: 156# 98 @  
@ hajo22 [#97]

Hallo hajo22,

wirklich sehr schöne Stücke, hätte ich auch gerne in meiner Sammlung!

Postkarte nach Bad Cannstatt (Stuttgart) in die Amerikanische Zone, Aufgegeben am 22.04.1948 in Freudenstadt. Postkarte wurde portogerecht mit 12 Pfennig (Postkarte im Fernverkehr) frei gemacht. Das Besondere an dieser Postkarte, ist die Ganzsache. Es handelt sich hierbei um eine Ganzsache der Alliierten Besatzungszone. Aufgedruckt wurde eine 10 Pfennig Marke des Alliierten Kontrollrates, diese wurde durch den Postbeamten korrekterweise auch nicht abgestempelt! Die Abstempelung erfolgte aus diesem Grund nur auf die Marken der Französischen Besatzungszone Württemberg. Briefmarke: MiNr. 1 OR, MiNr. 3.



Grüße,
Ron
 
hajo22 Am: 25.03.2017 19:37:17 Gelesen: 137# 99 @  
Ab 3.10.1949 waren die Ländermarken der Französischen Zone untereinander und in der Bizone sowie die Bizonenmarken umgekehrt in der Französischen Zone gültig.

"4-Länder-Frankatur" jeweils 5 Pf. Bizone/Rheinland-Pfalz/Württemberg/Baden-Marke auf Fernbrief aus Stetten am kalten Markt (Landkreis Sigmaringen) vom 9.12.1949 nach Heidenheim.

Es wurde eine 2 Pf. Notopfer Berlin hinzugeklebt was falsch sein dürfte, denn bis 31.12.49 mußte in Südwürttemberg-Hohenzollern die 2 Pf. Wohnungsbauabgabe-Marke verwendet werden.

Aber anscheinend war das der Post entweder schon egal oder der Brief ist "durchgerutscht" bzw. es wurde nicht geprüft, ob die Notopfermarke den Aufdruck Wohnungsbauabgabe aufwies.

Sei's drum.



BG, hajo22
 
Ron Alexander Am: 27.03.2017 07:57:42 Gelesen: 61# 100 @  
Schönen guten Morgen,

was wäre die Französische Zone ohne die Belege von Marken Schneider ? :)

Einschreiben aus Reutlingen von der Firma Marken Schneider an Herrn Carl Wehn in Westfalen. Hierbei handelt es sich um einen Bedarfsbrief. Über den Inhalt darf sicherlich spekuliert werden, es ist aber gut möglich das Briefmarken o.ä. transportiert wurden. Es handelt sich hierbei um einen Brief im Fernverkehr bis 40 g (48 Pfennig). Hinzu kommen die Einschreibegebühren in Höhe von 60 Pfennig. Dies macht ein Gesamtporto in Höhe von 108 Pfennig. Frei gemacht wurde gesamt mit 109 Pfennig. Somit ist der Brief 1 Pfennig überfrankiert.

Briefmarken: Allg. MiNr. 9, Allg. MiNr. 8, Allg. MiNr. 8, Württemberg MiNr. 10, Besonderheit: PF Flatters 37 A;



Grüße,
Ron
 
hajo22 Am: 27.03.2017 10:35:47 Gelesen: 45# 101 @  
Drucksache der Firma Marken-Schneider (Inhalt höchstwahrscheinlich Preislisten) frankiert mit der sehr guten 6 Pf. (Württemberg III. Ausgabe Nr.31) als Einzelfrankatur, gestempelt Reutlingen 9.5.1949, daneben die bis 31.5.49 in Württemberg obligatorische Notopfermarke Berlin.



BG, hajo22
 
Gerhard Am: 27.03.2017 10:54:29 Gelesen: 41# 102 @  
@ hajo22 [#101]

Und diese in einer m.E. interessanten Zähungsvariante Bogenrandseite oben gezähnt und unten ungezähnt. Habe im Katalog jetzt nicht nachsehen können, erscheint mir aber spontan ungewöhnlich.

MphG
Gerhard
 
hajo22 Am: 27.03.2017 11:27:15 Gelesen: 36# 103 @  
@ Gerhard [#102]

Ja, Bogenrand oben gezähnt, unten ohne Zähnchen. Marke aber unten gezähnt.

BG, hajo22
 

Das Thema hat 103 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4   5  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht