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Thema: DDR: Doppeldrucke der Buchdruck Aufdrucke in Fünfjahrplan unmöglich ?
Das Thema hat 31 Beiträge:
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prefico74 Am: 06.10.2016 21:59:42 Gelesen: 11760# 1 @  
Im Rahmen meiner Sammlung und Forschung im Bereich der Fünfjahrplan Ausgaben I- IV möchte ich hier ein Thema aufgreifen, dass mich nun schon seit langem beschäftigt.

Den Aufdruck- Doppeldruck bei der Ausgabe MiNr. 435- 442!

Neben den wenigen katalogisierten sind die umfangreicheren unbekannten Abarten, Plattenfehler und Druckzufälligkeiten, bis hin zur Kleine- Fälschung und den KgU- Machwerken, ein enormes Sammelgebiet.

Die Altmeister der Sammlerzunft haben in entsprechender Literatur bereits Grundlegendes publiziert und doch gibt es immer wieder Neufunde und Erkenntnisse die es Wert sind erwähnt, diskutiert oder/ und bei entsprechender Bestätigung in die Fachliteratur bzw. den Katalogen aufgenommen zu werden.

Der Grundtenor aller durch mich konsultierten und mit Markenmaterial belieferten Prüfer lautet entweder:

„wird nicht geprüft, es gibt massig Verschmierungen und Quetschungen der Bdr.- Aufdrucke ... das Selbststudium von einschlägiger Literatur (Kleine- Fälschung) wird empfohlen!“

oder:

„Bdr./Odr. Aufdrucke als Doppeldrucke gibt es bei dieser Dauerserie und anderen Ausgaben nicht! Und wenn, dann sind das Farbverschmierungen im Herstellungsprozess oder Fälschungen bzw. Verfälschungen! Ein zweimaliger Durchlauf eines zu bedruckenden Bogens ist bisher nicht bekannt und höchst unwahrscheinlich!“

Nun, begonnen hat das Ganze bereits vor Jahren bei der Suche nach Aufdruck- Abweichungen.

Wiederkehrende Abweichungen, wie der hier gezeigte (siehe Bild 01), sind schlussendlich sogar im Bogenfeld bestimmt und damit mindestens als Feldmerkmal zu klassifizieren.

Doch dann taucht eine Marke auf, die mehr zeigt. (siehe Bild 02). Eine bearbeitete Darstellung für meine Forschungs-Sammlung verdeutlicht noch zusätzlich die Lage des schwachen Unterdruckes. (siehe Bild 03)

Die Prüfung dieser Marke wurde abgelehnt.

Mündlich wurde auf eine „Kleine“- Fälschung verwiesen, nur dann müssten alle Marken mit diesem markanten Aufdruckfehler alles „Kleine“- Fälschungen sein!?

Warum wird ein Doppel- oder Mehrfachdruck, der technisch und materialbedingt in dem damaligen Buchdruck, insbesondere bei den SBZ-Ausgaben „Sowjetische Besatzungs Zone“, bei dieser Ausgabe kategorisch ausgeschlossen?

Ich würde mich sehr über Meinungen hierzu freuen und andere Sammler mit gleicher Thematik erreichen.

MfG


 
Carsten Burkhardt Am: 06.10.2016 22:44:19 Gelesen: 11740# 2 @  
Ich kann den ablehnenden Kommentaren nur zustimmen, ich habe schon viele Verquetschungen gesehen, aber keine Doppeldrucke.
 
prefico74 Am: 08.10.2016 11:39:43 Gelesen: 11632# 3 @  
@ Carsten Burkhardt [#2]

Hallo Carsten,

ich stimme ohne weiteres auch allen Sammlern und Prüfern zu, dass es gerade beim Buchdruck- Aufdruck unendlich viele Verquetschungen und Verschmierungen gibt! Aber es ist ja nicht mein Anliegen derartige produktionsbedingte Druckabweichungen zu zeigen bzw. zu thematisieren.

Frage: Sind die Anfangs gezeigten Aufdruck- Fragmente auf der MiNr. 435 oben Verquetschungen oder Verschmierungen?

Gruß
 
prefico74 Am: 19.11.2016 22:44:44 Gelesen: 11457# 4 @  
Hallo,

nun, da scheint es ja wohl doch keine andere Meinung zu geben.

Die von mir gezeigten 6 Markenausschnitte der MiNr. 435 gXI mit dem markanten Aufdruckfehler sind also alles Kleine- Fälschungen und das Exemplar mit dem über 3 mm nach rechts oben verschobenen Aufdruck- Fragment ist eine "Verschmierung bzw. Verquetschung"!?

Was ich unter Verquetschung oder Verschmierung verstehe sieht so aus:





Ein Doppeldruck eines Buchdruck- Aufdrucks sieht so aus:

,

Natürlich wird im Zweifel immer wieder die Kleine- Fälschung herhalten müssen, da das entsprechende Vergleichsmaterial fehlt oder, so meine Vermutung, eine Festlegung auf etwas Neues nicht riskiert und somit auch nicht attestiert wird!

Genug Material liegt noch bereit und die Erforschung geht weiter.

MfG
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 07:51:59 Gelesen: 11422# 5 @  
Hallo,

ich habe mir die Bilder in aller Ruhe angesehen und dort, wo die Fragmente eines zweiten Aufdrucks erscheinen, sind sie sehr dünn und schemenhaft. Könnte es sein, dass nach dem Druck zwei Bögen im Staple übereinander zu liegen kamen und auf dem oberen von beiden ein Abklatsch des Aufdruckes auf der Rückseite war und der noch nicht angetrocknet war und sich der schwarze Abdruck dann auf der unteren Bogenlage abgedrückt hat?

Ich habe nach wie vor bisher keinen richtigen Doppeldruck gesehen. Dieser müsste zwei mal in der selben Druckstärke sein. Hast Du weitere Beispiele?

Viele Grüße

Carsten
 
prefico74 Am: 20.11.2016 15:30:14 Gelesen: 11381# 6 @  
@ Carsten Burkhardt [#5]

Hallo,

das hab ich mir au so vorgestellt, aber wenn ein Abdruck des Aufdrucks durch einen rückseitigen Abklatsch passiert wäre, dann müsste dieser Abdruck über den Original- Aufdruck sein.

Das ist aber hier nicht der Fall. Die Aufdruckfragmente liegen im Hintergrund und wurden überdruckt.

Bei der Betrachtung unter einem Mikroskop (50x) ist das klar erkennbar, denn die buchdrucktypischen Ränder sind eindeutig.

Hier ein Beispiel für einen Teildruck des Buchdrucks bei der 439 gXII, wo außer dem X auch nur noch Fragmente der Ziffer 20 zu erkennen sind.

In diesem Fall wurde der Druckausfall eventuell nicht bemerkt. Bei meinen oberen beiden Beispielen jedoch ist der oder die Bögen noch einmal in einen neuen Druckvorgang eingelegt und ein zweites mal mit einem Aufdruck versehen worden. Ob nun zufällig oder nicht ?



Dazu noch ein Doppeldruck des Aufdrucks, wo die Prüfung durch BPP Paul abgelehnt wurde.



MfG
 

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