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Thema: Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 165 Beiträge:
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Pete Am: 12.12.2009 17:21:55 Gelesen: 149329# 66 @  
@ Martinus [#64]

Habe direkt noch eine Frage, warum ist diese Portoverwendung im Briefekatalog nicht aufgeführt ?

Der Michel-Briefe-Katalog listet im Normalfall lediglich Einzel- (EF), Mehrfach- (MeF) und Mischfrankaturen (MiF) auf, unabhängig davon, wie diese zustande kommen. Wichtig ist hierbei nur, dass der Beleg mit entsprechender Frankatur portogerecht ist.

Wenn man nach den Verwendungsarten sammelt, können je nach Verwendungsdauer einer Serie (z.T. über mehrere Portoperioden hinweg) verschiedene Verwendungsarten zustande kommen.

So kann es sein, dass die Einzelfrankatur einer bestimmten Briefmarke für Beleg A die Normalerhaltung darstellt, während Beleg B und C mit dieser Einzelfrankatur (große) Seltenheiten darstellen (Bsp. von muemmel siehe Beiträge 48, 49 und 50: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1155&CP=0&F=1#newmsg).

Bei der Masse an Portostufen kann der Michel nicht jede einzelne Verwendungsform (in deinem Beispiel als Einschreiben) darstellen, speziell wenn es sich um Mehrfachfrankaturen handelt. Gerade unter der Verwendung von kleinen Nominalen kann sich der Sammler richtig "austoben" (Bsp. Verwendung der kleinen Werte aus der aktuellen Dauerserie "Blumen" ab Beitrag 78 von Henry: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=472&CP=0&page=3).

Je nach Größe des eigenen Sammelgebietes kann man relativ zügig ein Gefühl dafür bekommen, welche Portostufendarstellungen mittels Briefmarken häufig (d.h. die Regel) und welche selten sind. Hierbei zu beachten sind auch die Möglichkeit des Verwendungszeitraumes (Ausgabedatum der Marke - maximal Gültigkeitsende) über Verfügbarkeit am Schalter (abhängig von der Briefmarkenmenge bzw. Verteilung an die Schalter seitens der Oberpostdirektion bzw. dessen Nachfolger) bzw. Automaten bis hin zum Verkauf und Akzeptanz bei der Bevölkerung (letzteres dürfte die relative Seltenheit aktueller nassklebender Sondermarken erklären, d.h. selbstklebende Marken werden bevorzugt in der Postfiliale/ Postpoint verkauft). Gerade einige Infla-Marken wie z.B. die MiNr. 307 ist deswegen echt gestempelt so selten, weil diese Marke nur an einigen (wenigen) Orten im Deutschen Reich und nur wenige Wochen als EF, MeF bzw. MiF vernünftig verwendbar war, ohne gleich ganze Bogenteile bzw. Schalterbogen für die Frankatur eines einzigen Briefes aufwenden zu müssen.

Es ist doch portogerecht, heißt 24 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für das Einschreiben! Kann mir jemand helfen?

Richtig; 24 Pf für den Versand als Fernbrief bis 20g in der Portoperiode vom 01.03.1946 - 31.08.1948 und zusätzlich 60 Pf Einschreibegebühr. Eine Auflistung der Portostufen ab dem 01.12.1933 findet sich z.B. im Michel-Deutschland-Spezial-Katalog Band 2 vor der BRD Mi-Nr. 111.

Gruß
Pete

Nachtrag:

Ich hatte mir vor einigen Jahren einmal den Spaß gemacht, die Verwendungsmöglichkeiten der Briefmarken des Abstimmungsgebietes Oberschlesien (4 Portoperioden, verteilt auf knapp 2,5 Jahre von 1920-1922) in den häufigsten Verwendungsformen (Postkarte, Drucksache, Brief in diversen Gewichtsstufen mit/ ohne Zusatzleistung Einschreiben) als Einzel- und Mehrfachfrankatur für das In- und Ausland darzustellen. Da kam einiges zusammen, wie man die Briefmarken (Nennwerte von 2,5Pf - 20Mk) verwenden konnte. Hinzu kam zeitgleich die erstmalige Erstellung einer Auflistung der Druckdaten (Angabe ausschließlich der Tages- und Monatsangabe ohne Jahresangabe auf den Schalterbogen) der Briefmarken in zeitlicher Reihenfolge, verteilt auf die gesamte Abstimmungszeit (in Zusammenarbeit mit einem Sammlerkollegen), um Rückschlüsse auf das Vorhandensein diverser Marken am Postschalter ziehen zu können. Die Ergebnisse erklärten teilweise einiges an vorhanden Frankaturarten (EF; MeF; MiF) zur jeweiligen Portoperiode.
 
Martinus Am: 15.12.2009 20:45:32 Gelesen: 149230# 67 @  
Danke für die Hilfen !
 
Martinus Am: 26.02.2010 22:41:13 Gelesen: 147968# 68 @  
Neulich habe ich diese Karte bei ebay ersteigert. Dabei ist mir nun aufgefallen, dass im R-Zettel gar kein Ort steht. Ferner könnte ich mir denken, dass diese Karte gar nicht postalisch befördert wurde. Zum Stempel: Gibt es die Abkürzung Thüringerw. ? Wer kann mir dazu helfen?



Ich habe hier den Stempel einzeln eingescannt.

Hier nun der Beleg.


 
Kalmimaxiss Am: 27.02.2010 11:26:18 Gelesen: 147936# 69 @  
Es dürfte sich um ein R-Zettel-Provisorium handeln und der Name dürfte ausgeschrieben "Thüringerwald" bedeuten (siehe auch die Anschrift des Empfängers!).

Der Beleg ist sicher echt gelaufen!
 
Martinus Am: 27.02.2010 14:47:42 Gelesen: 147919# 70 @  
Die Frage ist aber, warum im R-Zettel keine Ortsangabe steht?

War so was damals üblich?
 
Martinus Am: 15.03.2010 21:09:06 Gelesen: 147603# 71 @  
Hier gleich noch ein Beleg! Wie kam es zu der langen Laufzeit? Ist dieser Brief doch in Kaiserslautern erst am 22.04.1944 zugestellt worden!


 
Polen-Anton Am: 24.03.2010 20:00:03 Gelesen: 147375# 72 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zur Frage über den blanko R-Zettel kann ich aus meiner Erfahrung mit polnischen Belegen sagen, dass solche 'blinde R-Zettel' auf manchem Postamt vorhanden waren, bzw. dorthin im Notfall befördert wurden.

Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. der Zettel wird ohne Ortsangabe gebraucht
2. der Name der Postanstalt wird handschriftlich eingetragen
3. der Name des Postamt wird mit einem Stempel eingetragen (auch bei deutschen Belegen bekannt)

Mit freundlichem Gruss,

Polen-Anton
 
chuck193 Am: 19.06.2010 05:09:28 Gelesen: 145325# 73 @  
@ Pilatus [#46]

Hallo Pilatus,

mit dem Brief von Canada, so etwas kommt in diesem Land schon öfter vor, meistens handelt es sich dabei um Briefe mit älteren Marken, die von den Post verarbeitenden Maschinen nicht anerkannt wurden, und aussortiert wurden.

Dann sollten die aber per Hand abgestempelt werden, was in vielen Fällen nicht gemacht wurde. Ich habe selbst einige Briefumschläge die von Calgary Stamps an mich kamen. Die haben alle Marken aus den '50er Jahren, obwohl sie in den '90er Jahren aufgegeben sind. Nur eine kleine Aufklärung für Deinen Brief.

Schöne Grüsse aus Canada,
Chuck
 
reichswolf Am: 19.06.2010 13:12:53 Gelesen: 145300# 74 @  
Zwei Belege aus meiner Heimatstadt Herzogenrath möchte ich heute zeigen, obwohl es sich leider nur um Briefvorderseiten handelt. Beide Einschreiben sind an die ASEAG in Aachen adressiert, beide sind frankiert mit der MiNr. 936 der Gemeinschaftsausgaben der Allierten Besetzung.

Beim ersten Beleg vom 22.04.1947 wurde wurde die Marke entwertet mit dem Zweikreisstegstempel HERZOGENRATH (KR AACHEN) g. Interessant an dem Beleg ist aber der geschnittene Noteinschreibezettel mit dem einzeiligen Gummistempel Herzogenrath sowie der Siegelstempel des Absenders, der liafarbene Einkreisstempel Zollgrenzkommissar Herzogenrath, der in der Mitte noch das Wappen der Rheinprovinz zeigt.



Der zweite Beleg zeigt den Tagesstempel MERKSTEIN 2 über HERZOGENRATH (KR AACHEN) a vom 31.03.1948. Auch hier ist für mich das interessanteste der Noteinschreibezettel, hier mit dem Einzeiler Merkstein 2.



Beste Grüße,
Christoph
 
Hawoklei Am: 19.06.2010 19:42:42 Gelesen: 145265# 75 @  
@ reichswolf [#74]

Hallo Christoph,

nachdem ich Deine schönen Belege angeschaut habe, fand ich in meinem Bestand gleich 4 Stücke mit Einschreibemarke + Handstempel der Orte!

Meinst Du nicht, dass es wohl mehr der Normalfall war in den ersten Jahren nach Kriegsende? Es haperte doch an allen Ecken und Enden!

Beste Sammlergrüsse
Hans


 
reichswolf Am: 19.06.2010 20:20:44 Gelesen: 145256# 76 @  
@ Hawoklei [#75]

Hallo Hans,

natürlich war das ganz normal, da, wie du richtig schreibst, der Mangel- der Normalzustand war. Interessant sind diese Belege dennoch, in meinem Fall brauche ich sie für meine Heimatsammlung.

Man kann aber z.B. auch eine generelle Sammlung zum Thema Notmaßnahmen aufbauen, in der dann die Noteinschreibezettel, Notganzsachen, Notentwertungen, Barfrankaturen etc. gezeigt werden.

Eine solche Sammlung kam im November 2009 bei Harlos unter den Hammer, der Katalog dazu ist eine wahre Wonne für jeden einigermaßen Interessierten.

Beste Grüße,
Christoph
 
reichswolf Am: 10.09.2010 22:46:13 Gelesen: 143569# 77 @  
@ Hawoklei [#75]

Heute habe ich einen weiteren Beleg bekommen, der gut zu unserem letzten Thema, den Notmaßnahmen, passt. Es handelt sich dabei um einen eingeschriebenen Brief der zweiten Gewichtsstufe vom 26.06.1946, frankiert mit einer MiNr. 925W (= Walzendruck, erkennbar an den Walzenstrichen auf dem Unterrand) und einer 936 der Gemeinschaftsausgaben der Alliierten Besetzung. Die verklebten 108 Pfennig setzen sich zusammen aus 48 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für die Einschreibung.

Die Marken wurden entwertet mit dem wiederverwendeten Vorkriegsstempel AACHEN 4 d. Bei diesem Stempel wurde der Stern vor der 4 aptiert. Er wurde nach Kriegsende wiederverwendet, weil ein Mangel an neuen Stempel herrschte. Ebenso fehlte es an Einschreibezetteln, weswegen das Postamt Aachen 4 einen Gummistempel mit der Inschrift R Aachen 4a anschaffte, in den die Einschreibenummer handschriftlich eingetragen wurde.

Der Brief lief nach Hofheim am Taunus, wo er rückseitig ebenfalls einen wiederverwendeten Vorkriegsstempel als Ankunftstempel bekam. Leider ist dieser schlecht abgeschlagen und kaum mehr lesbar.



Beste Grüße,
Christoph
 
DL8AAM Am: 03.08.2011 19:08:25 Gelesen: 135093# 78 @  
Ich wollte dieses Thema wieder reaktivieren, da ich gestern einen schönen passenden Einschreibebrief aus Chile bekommen habe, der rückseitig auch ein Benachrichtigungslabel der DPAG zeigt:



Einschreibebrief der Gemeindeverwaltung von Juan Fernández, mit Sitz im kleinen 600 Einwohnerort San Juan Bautista auf der Insel Robinsón Crusoe (bis 1966 "Isla Más a Tierra"), einer Inselgruppe etwa 600-700 Kilometer westlich vor dem chilenischen Festland sehr isoliert und einsam im Südpazifik gelegen. Interessanterweise finde ich keinerlei Frankierhinweis auf dem Umschlag (sind Gemeindeverwaltungen in Chile portofrei > Dienststempel?), es wurde lediglich ein Tagesstempel der Filiale ("Sucursal") "Isla Robinsón Crusoe" vom 8. Juli 2011 abgeschlagen. Das ursprüngliches Einschreibelabel (mit gleicher RR...CL-Sendungssummer) wurde 10 Tage später am 18. Juli überklebt ("Sucursal Admission Grandes Usuarios", ich glaube das heisst sowie "Eingang bei der Hauptpostfiliale"? in Santiago?).

Interessanterweise steht hier auch wieder "$0", ggf. ein weiterer Hinweis auf eine portofreie Behandlung? In Deutschland von der DPAG erneut gelabelt und später mit einem Lagerungsablaufstempel 9.8.2011 versehen. Das dazugehörige Benachrichtigungslabel vom 01.08.2011 findet sich rückseitig, d.h. der Brief brauchte von dieser Südseeidylle knapp 1 Monat bis zu mir. ;-)

Die Insel Robinsón Crusoe ist übrigens wirklich der Schauplatz des gleichnamigen Romans von Daniel Defoe ("kürzlich" haben Archäologen auch passende Artefakte ausgraben können), nur das der echte Robinson eigentlich Alexander Selkirk hiess, ein schottischer Seemannder der Anfang des 18. Jahrhunderts (um ca. 1705) hier einige Jahre verbringen durfte. Nach ihm selbst wurde Ende der 1960er Jahre eine Nachbarinsel benannt. Im ersten Weltkrieg erlangte die Insel wieder etwas Berühmtheit, da sich 1915 hier der deutsche Kreuzer Dresden nach einem Gefecht selbst in die Luft sprengte, aber erst nachdem sich die gesamte Mannschaft inklusive Bordhund und Bordpapagei auf die Robinsón Crusoe-Insel retten konnte, mit dabei auch ein junger Leutnant namens Canaris.

Der Handstempel ist gerade auch in die Stempeldatenbank, als erster chilenischer Stempel, hochgeladen. ;-)

Gruß
Thomas
 
Manne Am: 06.08.2011 16:13:44 Gelesen: 134978# 79 @  
Hallo zusammen,

hier ein Einschreiben von Schwenningen vom 9.9.1893.

Gruß
Manne


 
westfale1953 Am: 07.08.2011 09:01:42 Gelesen: 134926# 80 @  
Hallo,

ich hätte da einen Brief aus den USA nach Deutschland, frankiert mit $ 4,65 (Einschreiben, Rückschein, Luftpost).

Schönen Sonntag noch

Bernhard


 
EdgarR Am: 15.04.2012 20:21:30 Gelesen: 122771# 81 @  
Hier ein Einschreiben, das der Deutschen Bundespost Extraarbeit gebracht hat. Vorderseite:



und Rückseite:



Mit diesem Beispiel, denke ich, dürften sich auch die Fragen von Walter: "Sind normale Einschreiben es wert sie aufzuheben ? Normale Briefe aus der Tagespost haben mehr oder weniger Gebrauchsspuren, hebt man die auf oder weg damit ?" aus dem Strang 'Sieger Briefe, Ganzsachen, Einschreiben - aufheben oder weg damit ?' beantwortet haben. Seht Euch die beiden Marken auf dem Beleg an: An Gewöhnlichkeit nicht zu überbieten, oder? Aber so, auf diesem Beleg (einschließlich seiner Gebrauchsspuren) da sind sie meiner Meinung nach deutlich mehr wert.

Phile Grüße
EdgarR
 
EdgarR Am: 15.04.2012 20:48:11 Gelesen: 122759# 82 @  
Und zur Abwechslung mal einer mit einem deutlich längeren Beförderungsweg aber - nicht zuletzt wegen des anderen Materials (der gesmte Umschlag besteht aus einer recht robusten PVC-Folie) - praktisch OHNE Gebrauchsspuren. Sogar der Preisbäpper vom Post Shop klebt noch drauf: 7,50 NZ-$.


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:00:21 Gelesen: 122754# 83 @  
Und noch einer, diesmal aus Grossbritannien:


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:10:48 Gelesen: 122749# 84 @  
Und noch einer, diesmal ein eingeschriebener Experessbrief, ab in ZIELONA GÓRA (ehemals: Grünberg/Niederschlesien) am 3.1.77, an in Bergisch Gladbach am 8.(!)1.77.



Nur die Durchlaufstempel der Bundespost auf der Rückseite sind lesbar, diejenigen aus Polen nur fragmentarisch:


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:25:19 Gelesen: 122746# 85 @  
Und ein eingeschriebener Luftpostbrief aus Spanien:

Die speziellen sechseckigen Stempel sind nur für eingeschriebene Sendungen ('Certificado', unten). Oben zusätzlich: 'Correo Aero', also Luftpost.

Deshalb: Bei der Aufgabe in Madrid kein R-Zettel erforderlich, der Stempel genügt. Dementsprechend von der Deutschen Bundespost der spezielle R-Zettel 'Einschreiben aus dem Ausland' und die dazu gestempelte R-Nummer (R-736).



Aufgegeben 7.5.87
 
Georgius Am: 16.04.2012 17:31:04 Gelesen: 122669# 86 @  
Ein Einschreiben aus Krakow (Polen) nach Berlin mit Benachrichtigungsvermerk und Aufbewahrungsfrist. Das Schöne daran ist für mich die Einzelfrankatur, die sich von ansonsten vielen Mischfrankaturen positiv abhebt.



Abgesendet am 7.10.2011, Zustellversuch am 18.10.2011, Lagerfrist bis 28.10.2011.

Viele Grüße
Georgius
 
reichswolf Am: 21.04.2012 19:24:20 Gelesen: 122244# 87 @  
Ein Einschreiben der zweiten Gewichtsstufe vom 19.09.1946, gelaufen von AACHEN 1 c nach Berlin-Zehlendorf bzw. eigentlich nach Kleinmachnow, das scheinbar postalisch über Zehlendorf versorgt wurde. Der Tschaikowskiweg liegt jedenfalls nur ca 200 m außerhalb der Berliner Stadtgrenze. Der Beleg zeigt gleich zwei Notmaßnahmen, die durch den Rohstoffmangel der Nachkriegszeit nötig waren. Erstens wurde ein alter Tagesstempel verwendet, obwohl dieser in einem erbärmlichen Zustand war (beide Sehnen sind fast vollständig herausgebrochen). Zweitens wurde ein Noteinschreibezettel verwendet. Diese Blanko-Einschreibezettel wurden mittels Handstempel, hier Aachen 1 in Fraktur, "ihrem" Postamt zugeordnet. Mich hat an dem Beleg gereizt, daß hier ein Randstück dieser Zettel verklebt wurde.

Rückseitig findet sich dann noch der Ankunftstempel (1) BERLIN-ZEHLENDORF 1 d vom 22.09.1946.

Beste Grüße,
Christoph


 
westfale1953 Am: 21.04.2012 19:56:42 Gelesen: 122233# 88 @  
Hier ein ungewöhnlich frankierter Einschreibebrief mit Rückschein per Luftpost aus den USA nach Deutschland.

Einen schönen Abend noch wünscht

Bernhard


 
DL8AAM Am: 11.09.2012 18:14:21 Gelesen: 116240# 89 @  
Hier ein für mich interessantes neueres Einschreibelabel.



Scheinbar bietet die DPAG Großeinlieferern hier it die Möglichkeit ihre Einschreibelabels selbst zu drucken, inkl. der Empfängeranschrift:



Hat jemand nähere Informationen zu diesen selbst erzeugten Einschreibelabel?

Es gibt inzwischen auch Einschreibe-Internetmarken.

Gruß
Thomas



http://www.philaseiten.de/beitrag/54140
 
Nachtreter Am: 11.09.2012 19:09:38 Gelesen: 116218# 90 @  
@ DL8AAM [#89]

Das obere Label müßte mit der kostenlosen Versandsoftware "PostKIT" der Deutschen Post AG erstellt worden sein (unabhängig von der Freimachung wie Internetmarke/Stampit oder Frankit). Auf der Internetseite der Deutschen Post AG findest Du in der Suche unter dem Begriff "PostKIT" mehr Infos, ich glaube man auch die ganze Software runterladen.

Einen schönen Abend noch,

Nachtreter
 

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