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Thema: Aptierte Stempel
Das Thema hat 515 Beiträge:
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Uwe Seif Am: 11.08.2017 19:59:28 Gelesen: 14710# 491 @  
@ Uwe Seif [#485]

Hallo,

im Beitrag [#481] habe ich bereits darauf hingewiesen, dass die in [#469] abgebildeten Zahlenfolgen nicht immer der Praxis entsprechen. Hierzu folgende Beispiele:

Die ersten Typenräder für die Tages-, Monats- und Uhrzeitangabe weisen nach Norm die Ziffer "0" nicht auf. Ab den 90iger Jahren kommt dies jedoch in den Stempeln vor. In der Datenbank gibt es auch einige derartige Stempel; z.Bsp.:

"0" vor Tag: Nr. 063 306;
"0" vor Monat: Nr. 068 656;
"0" vor Uhrzeit: Nr. 030 015.

Warum dies so ist, weiß ich nicht! Man kann hierüber nur Vermutungen anstellen!
Weitere nicht normgerechte Ausführungen demnächst.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
GSFreak Am: 20.08.2017 16:06:46 Gelesen: 13459# 492 @  
Hier ein Zweikreisstegstempel von GÜSTROW 1 (UB F):

08.10.1960, die "1" ist hinzugefügt worden. Am 22.09.1956 war die "1" noch nicht vorhanden.



Bei den beiden DDR-Ganzsachen handelt es sich jeweils um die Mi-Nr. P 68.
 
jmh67 Am: 23.08.2017 09:23:33 Gelesen: 12944# 493 @  
Zwei ähnliche Stempel von 1979 und 1982, aber nur einer kann stimmen:



Richtig ist der erste. "Baschehusen" erhielt 1969 das Stadtrecht. Eine Kalenderreform hatten wir zwischen 1979 und 1982 nicht, also ist der zweite falsch. Anscheinend hat man die 10 durch eine 11 ersetzt. Um aber alle Klarheiten restlos zu beseitigen, hier noch ein dritter Stempel von 1981:



Was ein 10jähriges Stadtfest ist, erschließt sich mir nicht so recht. 'ne zehn Jahre lange Sause dürfte jedenfalls recht anstrengend werden ;-) Aber nehmen wir mal an, dass das zehnte Stadtfest gemeint war. Verdrückt ausgekehrt, aber nicht wirklich ein Fehler. Er könnte aber den falschen 1982er Stempel erklären: Vielleicht sollte der an das elfte Stadtfest erinnern, und man hat einen alten Stempel aktualisieren wollen und den falschen erwischt?

Jan-Martin

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel mit Fehlern"]
 
volkimal Am: 25.08.2017 15:15:33 Gelesen: 12886# 494 @  
@ GSFreak [#492]

Hallo Ulrich,

ein schönes Beispiel für eine aptierte (hinzugefügte) Postamtsnummer. Besonders schön, dass Du den Stempel zusätzlich auch ohne Nummer zeigst.

Bei Radom kann ich selbst nur den aptierten Stempel zeigen:



Auch hier wurde die Postamtsnummer hinzugefügt.

Viele Grüße
Volkmar
 
JohannesM Am: 25.08.2017 20:13:12 Gelesen: 12857# 495 @  
Merkwürdig asymmetrischer Stempel, ich wüßte aber auch nicht, was da aptiert wurde.



Beste Grüße
Eckhard
 
Journalist Am: 05.09.2017 15:34:13 Gelesen: 11529# 496 @  
Hallo an alle,

auf der Rückseite eines Einschreibbriefes, der zurück ging, ist ein schöner aptierter Tagesstempel aus Zangberg über Mühldorf (Inn) abgeschlagen - zuerst die komplette Rückseite mit Absender, da ist der Ort dann besser zuzuordnen:



Und nun noch mal der aptierte Stempel alleine:



viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 10.09.2017 14:47:04 Gelesen: 10828# 497 @  
Hallo zusammen,

diesen Stempel hat mir Uwe Seif zugeschickt:



Ein aptierter Nachträglich Entwertet-Stempel aus Hameln mit nachträglich eingesetzter Postleitgebietszahl "(20)".

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 17.09.2017 21:29:07 Gelesen: 9858# 498 @  
Hallo an alle,

an anderer Stelle wurde zwar schon mal über einen aptierten Tagesstempel Leipzig - Reichsmessestadt berichtet, da ich hier aber nichts bezüglich des Tagesstempels "Leipzig N 22" - Reichsmessestadt UB "c" gefunden habe, möchte ich den zum Zeitpunkt 30.9.48 schlecht aptierten Stempel zeigen:



Viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 26.09.2017 16:34:47 Gelesen: 8708# 499 @  
Hallo zusammen,

den Stempel auf dieser Postkarte von meiner Mutter an meinen Vater ist nur eine Klammer ohne die Postleitgebietszahl:



Wieso fehlt die Postleitgebietszahl in einem Stempel von 1951? Zweibrücken lag ursprünglich im Leitgebiet Westmark (18). Zur Westmark gehörten Lothringen, das Saarland und die Pfalz. Nach dem Krieg war von der Westmark nur die Pfalz über. Dieses kleine Gebiet brauchte keine eigene Postleitgebietszahl und wurde im Oktober 1946 dem Postleitgebietszahl (22b) zugeordnet. Im Stempel aus Zweibrücken hat man die "18" entfernt, die Klammern aber stehengelassen.

Viele Grüße
Volkmar
 
sentawau Am: 26.09.2017 17:21:14 Gelesen: 8694# 500 @  
In Südwestafrika haben sich einige Stempel der ehemaligen deutschen Kolonie in aptierter Form noch recht lange gehalten. 2 Beispiele:




 
volkimal Am: 26.09.2017 17:47:18 Gelesen: 8681# 501 @  
@ sentawau [#500]

Hallo sentawau,

sehr schöne Beispiele - danke fürs Zeigen!

Ein weiteres Beispiel aus Südwestafrika siehst Du im Beitrag [#408].

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.10.2017 13:29:00 Gelesen: 3680# 502 @  
Hallo zusammen,

diesen Brief habe ich in Sindelfingen aus der Wühlkiste geholt. Der Umschlag ist zwar schlecht erhalten, dafür ist der Stempel sehr klar:



In mehreren Bauabschnitten entstand bis 1939 ein vollständiger Fliegerhorst mit einer betonierten und beleuchteten Start-Landebahn sowie Funkfeuer und mehreren Flugzeughallen [1].



Der Zusatz "Fliegerhorst" wurde vermutlich aus Gründen der Geheimhaltung entfernt.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Sch%C3%B6nwalde
 
Journalist Am: 30.10.2017 13:42:50 Gelesen: 3687# 503 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier einen Nachträglich Entwertet Stempel aus Immenstadt Allgäu zeigen, der noch die PLGZ 13b besaß:



Eventuell wurde er ja mit Einführung der 4-stelligen PLZ aptiert ?

viele Grüße Jürgen
 
calliostoma Am: 30.10.2017 19:16:00 Gelesen: 3633# 504 @  
@ Journalist [#503]

Hallo,

kann ich bestätigen - siehe scan:



Gruß

Dirk

[Beitrag [#503] und [#504] redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachträglich entwertet"]
 
JohannesM Am: 30.10.2017 21:31:07 Gelesen: 3601# 505 @  
Auch hier wurde die zweistellige Plz (19b) entfernt:



Beste Grüße
Eckhard
 
GSFreak Am: 05.11.2017 18:37:55 Gelesen: 2746# 506 @  
Beim Durchblättern meiner Ganzsachensammlung habe ich mal wieder einen aptierten Stempel gefunden:

Zweikreisstegstempel (17a) SCHOPFHEIM, UB a vom 11.02.1946 auf einer Ganzsache Französische Zone Behelfsausgabe Südbaden P 835aI.

Die (17a) ist hinzugefügt worden.



Der Wertstempelrahmen ist zudem unten links gebrochen. Bei dieser Ganzsache gibt es häufiger Brüche im Wertstempel, auch an anderen Stellen als bei der hier gezeigten Karte. An solchen Karten bin ich für Forschungszwecke interessiert.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 07.11.2017 10:05:45 Gelesen: 2462# 507 @  
Und noch einer:

Zweikreisstegstempel (24) PLÖN (HOLST), UB a vom 26.06.1945 als Ausgabekontrollstempel auf einer Britische Zone Behelfsganzsache Mi.-Nr. P 719Ie, verwendet am 23.08.1945 nach Bad Segeberg. Die Postleitzahl (24) ist hinzugefügt worden.



Von dieser Ausgabe P 719 werden im Michel Ganzsachen Deutschland 2014 12 Kartonfarben unterschieden (hier die P 719e = grün). Es gibt aber etliche weitere Farbnuancen (Töne) bei den Karten. Letztlich hat man wegen der Papierknappheit nach dem 2. Weltkrieg alles bedruckt, was von der Kartonstärke geeignet war. Da andere Töne auch durch Lichteinfluss zustande kommen können, bestehen Überlegungen, die Anzahl der katalogisierten Kartonfarben eher zu verringern.

Gruß Ulrich
 
filunski Am: 07.11.2017 12:41:47 Gelesen: 2430# 508 @  
@ volkimal [#502]

Hallo Volkmar,

tolles Beispiel, danke fürs Zeigen! ;-)

Stimmt alles, bei diesen Flugplatz-/Fliegerhorst-Stempeln wurden so ca. nach Kriegsbeginn bis spätestens 1941 aus Geheimhaltungsgründen diese Zusätze entfernt.

Hier ein noch etwas früherer Abschlag dazu:



Wenn man sich nun beide Stempel (vor und nach der Aptierung) genau ansieht, kann man feststellen, dass die 1 im aptierten Stempel aus dem ehemaligen Buchstaben L von FLIEGERHORST gemacht wurde.

Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 07.11.2017 13:39:04 Gelesen: 2421# 509 @  
Verehrte Freunde philatelistischer Literatur und insbesondere der Stempel,

kürzlich, pünktlich zur Messe in Sindelfingen erschien im Rahmen der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V. der neue Band Nr. 195 mit dem Titel

Aptierte Stempel von Volkmar Werdermann



Mit dem vorliegenden Band gibt der Autor Volkmar Werdermann eine Begriffsbestimmung und detaillierte Übersicht zu aptierten Stempeln.

Auf insgesamt 128 Seiten mit unzähligen farbigen Abbildungen befasst sich der auch den Philaseiten Mitgliedern bestens als „volkimal“ bekannte Autor in seiner gewohnt akribischen Weise intensiv mit der Thematik.

Nach einer Definition des Begriffs Aptierung und den Gründen weshalb Aptierungen nötig waren, gibt der Autor Hinweise zum Erkennen dieser. Danach folgen zahlreiche, bestens illustrierte Beispiele in chronologischer Reihenfolge zu Aptierungen. Angefangen bei den französischen Departementsstempeln bis hin zu heutigen modernen Stempeln aus den Briefzentren.

Um Ihnen/Euch das Werk noch etwas näher zu bringen, zitiere ich mal auszugsweise aus dem Vorwort des Herausgebers (Poststempelgilde), verfasst vom stellvertretenden Gildeleiter, dem hier auch wohl bekannten Jürgen Witkowski:

"Volkmar Werdermann ist bekannt dafür, dass er bei Stempeln allen Abweichungen von der Norm besonders zugetan ist. Er verfügt über eine Grundlagensammlung zum Thema "Aptierte Stempel". Ergänzt um Material von Gildefreunden und Mitgliedern des Philaseiten-Forums war in kurzer Zeit die Grundlage für dieses Buch beisammen. In gewohnt akribischer Weise brachte er Struktur in die Vielfalt der Belege und Informationen. Wer wie ich die Freude hatte, dem Werk beim Wachsen zuzusehen und an den Diskussionen teilzunehmen, kann ermessen, wie durchdacht Volkmar Werdermann das Projekt, begleitet von einem hochmotivierten Team, das ihm zuarbeitete und ihn nach Kräften unterstützte, vorantrieb."

Das kann ich selbst nur unterstützen und wenn man sich alleine die Namensliste der Abbildungsnachweise durchliest, finden sich darin nicht ausschließlich aber mehrheitlich auch die Mitglieder dieses Forums wieder!

Eine sehr gelungene und hoch informative Abhandlung wie es sie zu diesem Thema bislang noch nicht gab und deren Lektüre ich hier nur bestens empfehlen kann.

Beste Grüße,
Peter

http://www.philaseiten.de/philabuch/show/241

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Literatur: Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaften"]
 
Max78 Am: 07.11.2017 16:49:07 Gelesen: 2356# 510 @  
@ filunski [#509]

Mensch, hätte ich gewusst, dass Volkmar schon so weit in dieses Gebiet eingedrungen ist und nun solch ein interessantes Band kreiert hat, dann hätte ich bei manchen Beiträgen meine Klappe a bissl weniger weit geöffnet. Spass! Ich freue mich für Dich und gratuliere Dir herzlich, Volkmar. Ich werde wohl nicht drum herum kommen, mir dies Büchlein anzuschaffen. ;-)

Schön, was hier alles so passiert, mit Grüßen Max
 
DERMZ Am: 07.11.2017 17:42:33 Gelesen: 2331# 511 @  
@ filunski [#509]
@ Max78 [#510]

Guten Abend zusammen,

ich hatte die Ehre das Werk in Si fi (der volle Name wird hier ja gerne aptiert) käuflich erwerben zu können - es hat mir sehr gut gefallen und ich kann jetzt die Thematik viel besser verstehen. Für mich hat sich das Buch gelohnt und ich denke, es wird auch vielen Anderen Gefallen und Nutzen bringen.

Viele Grüsse

Olaf
 
Tuffi Am: 09.11.2017 08:58:12 Gelesen: 2072# 512 @  
@ DERMZ [#511]

Hallo Olaf,

mir ist in Sifi das gleiche passiert. Im Zug auf der Heimfahrt habe ich in dem Büchlein gelesen und bin begeistert.

Gruß Walter
 
volkimal Am: 09.11.2017 16:42:25 Gelesen: 1991# 513 @  
@ Max78 [#510]
@ DERMZ [#511]
@ Tuffi [#512]
@ filunski [#508]

Hallo zusammen,

das freut mich, dass euch der Band 195 gefällt. An dieser Stelle möchte ich bei euch und allen anderen Forumsmitgliedern, die mir Material für das Heft zur Verfügung gestellt haben, noch einmal ganz herzlich danken.

Ohne eure Mithilfe wäre es nicht möglich gewesen, das Heft in dem Umfang zusammenzustellen!

Zum Stempel aus Schönwalde [#502] und [#508]:

Peter, es war mir noch gar nicht aufgefallen, dass die "1" aus dem "L" entstanden ist. Du hast ein gutes Auge! So etwas registrierte ich natürlich und werde es aufnehmen, falls es zu einer Neuauflage kommt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 09.11.2017 16:48:08 Gelesen: 1989# 514 @  
Hallo zusammen,

hier noch ein Brief, den ich in Sindelfingen mitgenommen habe:



Von dem ursprünglichen Stempel ist nur der Datumssteg mit den seitlichen Begrenzungen übrig geblieben. Genauso sieht ein Stempel aus, den mir Uwe Seif als Kopie zugeschickt hat. In dem Fall wurde der Stempel in den 80-er Jahren auf Eilbriefen während der Beförderung abgeschlagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 19.11.2017 10:41:02 Gelesen: 572# 515 @  
Hallo zusammen,

während hier fast ausschließlich Aptierungen aus Deutschland gezeigt werden, heute einmal eine Aptierung aus Kamerun.





In Kamerun kam es 1972 zur Gründung des Einheitsstaates Kamerun „République unie du Cameroun“. Stempel aus der Zeit erhielten in der Regel den Zusatz R. U. CAMEROUN. Hier als Beispiel der Stempel aus Garoua. Nachdem das Land 1983/84 in „République du Cameroun“ umbenannt wurde, war das „U“ im Stempel überflüssig geworden. In einigen Orten wurde es aptiert. Bei Stempel aus Sangmelima wird die Aptierung besonders deutlich. Dort hat man nur den Buchstaben „U“ aptiert, den Punkt aber stehen gelassen.

Die vollständigen Belege und weitere Informationen seht ihr beim Thema "Thema: Kamerun: Beiträge zur Geschichte des Landes" in den Beiträgen 18 bis 26:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=149044#M26

Viele Grüße
Volkmar
 

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