Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (523) Aptierte Stempel
Das Thema hat 523 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20   21  oder alle Beiträge zeigen
 
volkimal Am: 26.09.2017 16:34:47 Gelesen: 35511# 499 @  
Hallo zusammen,

den Stempel auf dieser Postkarte von meiner Mutter an meinen Vater ist nur eine Klammer ohne die Postleitgebietszahl:



Wieso fehlt die Postleitgebietszahl in einem Stempel von 1951? Zweibrücken lag ursprünglich im Leitgebiet Westmark (18). Zur Westmark gehörten Lothringen, das Saarland und die Pfalz. Nach dem Krieg war von der Westmark nur die Pfalz über. Dieses kleine Gebiet brauchte keine eigene Postleitgebietszahl und wurde im Oktober 1946 dem Postleitgebietszahl (22b) zugeordnet. Im Stempel aus Zweibrücken hat man die "18" entfernt, die Klammern aber stehengelassen.

Viele Grüße
Volkmar
 
sentawau Am: 26.09.2017 17:21:14 Gelesen: 35497# 500 @  
In Südwestafrika haben sich einige Stempel der ehemaligen deutschen Kolonie in aptierter Form noch recht lange gehalten. 2 Beispiele:




 
volkimal Am: 26.09.2017 17:47:18 Gelesen: 35484# 501 @  
@ sentawau [#500]

Hallo sentawau,

sehr schöne Beispiele - danke fürs Zeigen!

Ein weiteres Beispiel aus Südwestafrika siehst Du im Beitrag [#408].

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.10.2017 13:29:00 Gelesen: 30483# 502 @  
Hallo zusammen,

diesen Brief habe ich in Sindelfingen aus der Wühlkiste geholt. Der Umschlag ist zwar schlecht erhalten, dafür ist der Stempel sehr klar:



In mehreren Bauabschnitten entstand bis 1939 ein vollständiger Fliegerhorst mit einer betonierten und beleuchteten Start-Landebahn sowie Funkfeuer und mehreren Flugzeughallen [1].



Der Zusatz "Fliegerhorst" wurde vermutlich aus Gründen der Geheimhaltung entfernt.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Sch%C3%B6nwalde
 
Journalist Am: 30.10.2017 13:42:50 Gelesen: 30490# 503 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier einen Nachträglich Entwertet Stempel aus Immenstadt Allgäu zeigen, der noch die PLGZ 13b besaß:



Eventuell wurde er ja mit Einführung der 4-stelligen PLZ aptiert ?

viele Grüße Jürgen
 
calliostoma Am: 30.10.2017 19:16:00 Gelesen: 30436# 504 @  
@ Journalist [#503]

Hallo,

kann ich bestätigen - siehe scan:



Gruß

Dirk

[Beitrag [#503] und [#504] redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachträglich entwertet"]
 
JohannesM Am: 30.10.2017 21:31:07 Gelesen: 30404# 505 @  
Auch hier wurde die zweistellige Plz (19b) entfernt:



Beste Grüße
Eckhard
 
GSFreak Am: 05.11.2017 18:37:55 Gelesen: 29549# 506 @  
Beim Durchblättern meiner Ganzsachensammlung habe ich mal wieder einen aptierten Stempel gefunden:

Zweikreisstegstempel (17a) SCHOPFHEIM, UB a vom 11.02.1946 auf einer Ganzsache Französische Zone Behelfsausgabe Südbaden P 835aI.

Die (17a) ist hinzugefügt worden.



Der Wertstempelrahmen ist zudem unten links gebrochen. Bei dieser Ganzsache gibt es häufiger Brüche im Wertstempel, auch an anderen Stellen als bei der hier gezeigten Karte. An solchen Karten bin ich für Forschungszwecke interessiert.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 07.11.2017 10:05:45 Gelesen: 29265# 507 @  
Und noch einer:

Zweikreisstegstempel (24) PLÖN (HOLST), UB a vom 26.06.1945 als Ausgabekontrollstempel auf einer Britische Zone Behelfsganzsache Mi.-Nr. P 719Ie, verwendet am 23.08.1945 nach Bad Segeberg. Die Postleitzahl (24) ist hinzugefügt worden.



Von dieser Ausgabe P 719 werden im Michel Ganzsachen Deutschland 2014 12 Kartonfarben unterschieden (hier die P 719e = grün). Es gibt aber etliche weitere Farbnuancen (Töne) bei den Karten. Letztlich hat man wegen der Papierknappheit nach dem 2. Weltkrieg alles bedruckt, was von der Kartonstärke geeignet war. Da andere Töne auch durch Lichteinfluss zustande kommen können, bestehen Überlegungen, die Anzahl der katalogisierten Kartonfarben eher zu verringern.

Gruß Ulrich
 
filunski Am: 07.11.2017 12:41:47 Gelesen: 29233# 508 @  
@ volkimal [#502]

Hallo Volkmar,

tolles Beispiel, danke fürs Zeigen! ;-)

Stimmt alles, bei diesen Flugplatz-/Fliegerhorst-Stempeln wurden so ca. nach Kriegsbeginn bis spätestens 1941 aus Geheimhaltungsgründen diese Zusätze entfernt.

Hier ein noch etwas früherer Abschlag dazu:



Wenn man sich nun beide Stempel (vor und nach der Aptierung) genau ansieht, kann man feststellen, dass die 1 im aptierten Stempel aus dem ehemaligen Buchstaben L von FLIEGERHORST gemacht wurde.

Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 07.11.2017 13:39:04 Gelesen: 29224# 509 @  
Verehrte Freunde philatelistischer Literatur und insbesondere der Stempel,

kürzlich, pünktlich zur Messe in Sindelfingen erschien im Rahmen der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V. der neue Band Nr. 195 mit dem Titel

Aptierte Stempel von Volkmar Werdermann



Mit dem vorliegenden Band gibt der Autor Volkmar Werdermann eine Begriffsbestimmung und detaillierte Übersicht zu aptierten Stempeln.

Auf insgesamt 128 Seiten mit unzähligen farbigen Abbildungen befasst sich der auch den Philaseiten Mitgliedern bestens als „volkimal“ bekannte Autor in seiner gewohnt akribischen Weise intensiv mit der Thematik.

Nach einer Definition des Begriffs Aptierung und den Gründen weshalb Aptierungen nötig waren, gibt der Autor Hinweise zum Erkennen dieser. Danach folgen zahlreiche, bestens illustrierte Beispiele in chronologischer Reihenfolge zu Aptierungen. Angefangen bei den französischen Departementsstempeln bis hin zu heutigen modernen Stempeln aus den Briefzentren.

Um Ihnen/Euch das Werk noch etwas näher zu bringen, zitiere ich mal auszugsweise aus dem Vorwort des Herausgebers (Poststempelgilde), verfasst vom stellvertretenden Gildeleiter, dem hier auch wohl bekannten Jürgen Witkowski:

"Volkmar Werdermann ist bekannt dafür, dass er bei Stempeln allen Abweichungen von der Norm besonders zugetan ist. Er verfügt über eine Grundlagensammlung zum Thema "Aptierte Stempel". Ergänzt um Material von Gildefreunden und Mitgliedern des Philaseiten-Forums war in kurzer Zeit die Grundlage für dieses Buch beisammen. In gewohnt akribischer Weise brachte er Struktur in die Vielfalt der Belege und Informationen. Wer wie ich die Freude hatte, dem Werk beim Wachsen zuzusehen und an den Diskussionen teilzunehmen, kann ermessen, wie durchdacht Volkmar Werdermann das Projekt, begleitet von einem hochmotivierten Team, das ihm zuarbeitete und ihn nach Kräften unterstützte, vorantrieb."

Das kann ich selbst nur unterstützen und wenn man sich alleine die Namensliste der Abbildungsnachweise durchliest, finden sich darin nicht ausschließlich aber mehrheitlich auch die Mitglieder dieses Forums wieder!

Eine sehr gelungene und hoch informative Abhandlung wie es sie zu diesem Thema bislang noch nicht gab und deren Lektüre ich hier nur bestens empfehlen kann.

Beste Grüße,
Peter

http://www.philaseiten.de/philabuch/show/241

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Literatur: Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaften"]
 
Max78 Am: 07.11.2017 16:49:07 Gelesen: 29159# 510 @  
@ filunski [#509]

Mensch, hätte ich gewusst, dass Volkmar schon so weit in dieses Gebiet eingedrungen ist und nun solch ein interessantes Band kreiert hat, dann hätte ich bei manchen Beiträgen meine Klappe a bissl weniger weit geöffnet. Spass! Ich freue mich für Dich und gratuliere Dir herzlich, Volkmar. Ich werde wohl nicht drum herum kommen, mir dies Büchlein anzuschaffen. ;-)

Schön, was hier alles so passiert, mit Grüßen Max
 
DERMZ Am: 07.11.2017 17:42:33 Gelesen: 29134# 511 @  
@ filunski [#509]
@ Max78 [#510]

Guten Abend zusammen,

ich hatte die Ehre das Werk in Si fi (der volle Name wird hier ja gerne aptiert) käuflich erwerben zu können - es hat mir sehr gut gefallen und ich kann jetzt die Thematik viel besser verstehen. Für mich hat sich das Buch gelohnt und ich denke, es wird auch vielen Anderen Gefallen und Nutzen bringen.

Viele Grüsse

Olaf
 
Tuffi Am: 09.11.2017 08:58:12 Gelesen: 28875# 512 @  
@ DERMZ [#511]

Hallo Olaf,

mir ist in Sifi das gleiche passiert. Im Zug auf der Heimfahrt habe ich in dem Büchlein gelesen und bin begeistert.

Gruß Walter
 
volkimal Am: 09.11.2017 16:42:25 Gelesen: 28794# 513 @  
@ Max78 [#510]
@ DERMZ [#511]
@ Tuffi [#512]
@ filunski [#508]

Hallo zusammen,

das freut mich, dass euch der Band 195 gefällt. An dieser Stelle möchte ich bei euch und allen anderen Forumsmitgliedern, die mir Material für das Heft zur Verfügung gestellt haben, noch einmal ganz herzlich danken.

Ohne eure Mithilfe wäre es nicht möglich gewesen, das Heft in dem Umfang zusammenzustellen!

Zum Stempel aus Schönwalde [#502] und [#508]:

Peter, es war mir noch gar nicht aufgefallen, dass die "1" aus dem "L" entstanden ist. Du hast ein gutes Auge! So etwas registrierte ich natürlich und werde es aufnehmen, falls es zu einer Neuauflage kommt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 09.11.2017 16:48:08 Gelesen: 28792# 514 @  
Hallo zusammen,

hier noch ein Brief, den ich in Sindelfingen mitgenommen habe:



Von dem ursprünglichen Stempel ist nur der Datumssteg mit den seitlichen Begrenzungen übrig geblieben. Genauso sieht ein Stempel aus, den mir Uwe Seif als Kopie zugeschickt hat. In dem Fall wurde der Stempel in den 80-er Jahren auf Eilbriefen während der Beförderung abgeschlagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 19.11.2017 10:41:02 Gelesen: 27375# 515 @  
Hallo zusammen,

während hier fast ausschließlich Aptierungen aus Deutschland gezeigt werden, heute einmal eine Aptierung aus Kamerun.





In Kamerun kam es 1972 zur Gründung des Einheitsstaates Kamerun „République unie du Cameroun“. Stempel aus der Zeit erhielten in der Regel den Zusatz R. U. CAMEROUN. Hier als Beispiel der Stempel aus Garoua. Nachdem das Land 1983/84 in „République du Cameroun“ umbenannt wurde, war das „U“ im Stempel überflüssig geworden. In einigen Orten wurde es aptiert. Bei Stempel aus Sangmelima wird die Aptierung besonders deutlich. Dort hat man nur den Buchstaben „U“ aptiert, den Punkt aber stehen gelassen.

Die vollständigen Belege und weitere Informationen seht ihr beim Thema "Thema: Kamerun: Beiträge zur Geschichte des Landes" in den Beiträgen 18 bis 26:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=149044#M26

Viele Grüße
Volkmar
 
Stempelfreund Am: 05.12.2017 14:28:06 Gelesen: 24547# 516 @  
@ volkimal [#513]

Hallo Volkimal,

wo kann denn der Band 195 bestellt werden? Auf der Web-Seite der Poststempelgilde ist es noch nicht zu finden.

Herzliche Grüße
Christian Walter
 
Brigitte Am: 05.12.2017 14:33:01 Gelesen: 24544# 517 @  
@ Stempelfreund [#516]

Hallo Christian,

schau mal in Beitrag [#509] - dort ist das Buch beschrieben. Bestellen kann man es hier: http://www.philaseiten.de/philabuch/show/241

Liebe Grüße

Brigitte
 
Journalist Am: 14.12.2017 23:03:44 Gelesen: 23065# 518 @  
Hallo an alle,

ich möchte im folgenden zuerst einen Ausschnitt eines Postsparbuches zeigen mit Stempeln aus Nürtingen:



Oben sind die Stempel noch ohne Aptierung zu sehen, der letzte ist schon aptiert, also wurde zwischen dem 17.1. und 1.10.62 dieser Stempel aptiert.

Es folgt ein weiterer Ausschnitt eines Postsparbuchs, diesmal aus Bonn auch mit einer Aptierung:



Meine Frage dazu, wurde hier nur die PLGZ aptiert - denn der Platz vor Bonn erscheint mir etwas sehr groß ? Oder stand hier vorher doch etwas anderes ?

Viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 15.12.2017 01:37:06 Gelesen: 23048# 519 @  
@ Journalist [#518]

Hallo Jürgen,

vergleiche doch einmal deine beiden Stempel mit dem Stempel von Peter in der Datenbank:



Die Postleitgebietszahl (22c) benötigte wirklich so viel Platz.

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 15.12.2017 12:19:32 Gelesen: 23008# 520 @  
@ volkimal [#519]

Hallo Volkmar,

danke für den Hinweis mit der Datenbank, das hatte ich natürlich nicht überprüft - aber nun der Vergleich zeigt deutlich, das die Postleitgebietszahl hier soviel Platz benötigt.

Dann möchte ich noch gleich einen weiteren aptierten Stempel zeigen, diesmal einen Innendienststempel vom Postsparkassenamt Hamburg:



Hier wurde dann auch die Postleitgebietszahl aptiert. Zu finden dürfte dieser Stempel allerdings nur in Sparbüchern zu sein.

Viele Grüße Jürgen
 
Manne Am: 12.01.2018 17:59:56 Gelesen: 13454# 521 @  
Hallo,

ein Eilbrief aus Tübingen vom 22.09.1962 nach Schwenningen, Ankunftstempel vom 23.09.1962. Das besondere an dem Brief sind die Stempel, beide wurden aptiert. Den Tübinger Stempel hatte ich heute auch bei Universitäten gezeigt.

Gruß
Manne




 
volkimal Am: 17.01.2018 21:52:07 Gelesen: 11543# 522 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Brief habe ich erst heute bemerkt, dass er einen aptierten Stempel trägt. Deshalb möchte ich hiermit eine der frühen Aptierung vorstellen, die bisher noch nicht bei diesem Thema gezeigt wurde: Die aptierten Franko-Stempel (F-Stempel)

Das beständig wachsende Postaufkommen in Unternehmen und Institutionen machte das Frankieren mit Freimarken zu einer zeitaufwendigen Angelegenheit. Die preußische Post führte deshalb 1864 F-Stempel ein, bei denen keine Briefmarken mehr verklebt werden mussten. Die Post des Norddeutschen Bundes und die Deutsche Reichspost nutzten derartige Stempel kurzzeitig in etwa 150 Postämtern mit hohem Postaufkommen.





Franko-Stempel auf einem Paketbegleitbrief vom 23.06.1871 als portopflichtige Dienstsache von Münster nach Coesfeld.

Im März 1873 wurde per Circular an alle Oberpostdirektionen verfügt, dass die entbehrlich gewordenen Franko-Stempel durch Beseitigung des „F“ zu gewöhnlichen Aufgabestempeln umgearbeitet werden sollen.





Erkennbar sind die aptierten Stempel F-Stempel an der asymmetrischen (tiefen) Stellung des Datums. Ganzsachenumschlag mit Zusatsfrankatur und aptiertem Franko-Stempel aus Dessau vom 08.10.1873. Wenn ich es richtig lese, geht der Brief nach Hannover. Den Straßennamen kann ich nicht entziffern.

Weitere aptierte Franko-Stempel könnt ihr euch im Online-Exponat von Ingo von Garnier "Die deutschen F(ranco)-Stempel 1864 bis 1880" ansehen [1]. Dort findet ihr die Sammlung im "Archiv berühmter Sammlungen" (ganz unten).

Viele Grüße
Volkmar

[1] http://www.exponate-online.de
 
volkimal Am: 27.01.2018 20:29:40 Gelesen: 6958# 523 @  
Hallo zusammen,

was mit dem Stempel aus Hannover passiert ist, und ob der Brief überhaupt zu diesem Thema passt kann ich nicht sagen.



Es sieht so aus, als wenn der Wellenrechteckstempel zur Hälfte fehlt. Ist er beschädigt, abgeschnitten oder nur halb abgeschlagen? Kann einer von Euch etwas zu dem Stempel sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 

Das Thema hat 523 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20   21  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht