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Thema: Berlin Dauerserie Deutsche Bauwerke
Das Thema hat 46 Beiträge:
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Frankenjogger Am: 25.03.2018 15:19:49 Gelesen: 2532# 22 @  
Schönen Sonntag zusammen,

nun der zweite Teil des Wochenendes, der 60 Pf-Wert der Serie, das Troptower Tor / Neubrandenburg.

60 Pf waren zum Ausgabezeitpunkt die Gebühr für ein Aerogramm. Wenn man einmal von der wohl seltenen Form der schweren Briefdrucksache bzw. Geschäftspapiere (251-500 g) absieht, habe ich bisher keine weitere Stufe gefunden, für die der Wert, ohne Zusatzdienst, einzeln verwendbar war.

Aber gerade in Berlin waren mit Zusatzdiensten einige Einzelfrankaturen und natürlich auch Mehrfachfrankaturen möglich.

Bild 1 zeigt eine Einzelfrankatur auf einem Aerogramm nach Australien. Da sparte man eindeutig Geld im Vergleich zum Luftpostbrief (bis 5 g). Der hätte nach Australien 90 Pf (40 Pf + 50 Pf Luftpostzuschlag in die Luftpost-Zone 4) gekostet.



Bild 2 zeigt die selbe Frankatur auf einem Luftpost-Überseebrief (5 g) in die USA (40 Pf + 20 Pf Luftpostzuschlag in die Luftpost-Zone 1).



Bild 3 zeigt eine Einzelfrankatur auf einem Ortsbrief gegen Nachnahme (10 Pf + 50 Pf Vorzeigegebühr).



Bild 4 eine Einzelfrankatur auf einer Fernkarte gegen Nachnahme (auch 10 Pf + 50 Pf Vorzeigegebühr). Alle vier Belege vor der Portoerhöhung 1964.



Bei den Nachnahme-Karten frage ich mich immer noch, was eigentlich portorichtig ist?

Manchmal sieht man diese Karten auch als Nachnahme-Drucksache mit entsprechendem günstigeren Drucksachenporto.

Ist mein Exemplar als überfrankiert zu betrachten?

Und zum Schluss noch zwei Mehrfachfrankaturen.

Bild 5 als Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe mit Eilzustellung vor der Portoerhöhung (40 Pf + 80 Pf Eilgebühr).



Bild 6 als Luftpost-Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe mit Einschreiben und Eilzustellung nach der Portoerhöhung. Hier setzt sich das Port wie folgt zusammen: Fernbrief (2. Gew.) 50 Pf, Luftpost 2x 5 Pf, Einschreiben 80 Pf und Eilgebühr 100 Pf, das macht zusammen 2,40 DM, freigemacht mit 4x 60 Pf der Serie.



Einen schönen Tag noch,
Klemens
 
HWS-NRW Am: 25.03.2018 17:11:57 Gelesen: 2517# 23 @  
@ Frankenjogger [#21]

Hallo Klemens,

das ist seit Jahren m.E. das große Problem, daß diese beiden Begriffe im postalischen Bereich zusammen geworfen werden und das zieht sich leider auch seit Jahrzehnten auch durch die Kataloge und Auktionsbeschreibungen.

a) Porto = Betrag (auch Gebühr genannt) für den Transport einer Sendung (Brief, Karte, Paket,Päckchen) von A nach B

b) Gebühr = Betrag, der meist intern durch die Post erhoben wird und mittels Briefmarken verklebt bzw. "ausgewiesen" wird, z.B. Bestätigung der Aufgabe eines Päckchens/Paketes, die Gebühr wurde auf einem Einlieferungsschein geklebt, entwertet und dem Kunden dann ausgehändigt oder die Gebühr auf einer Zahlkarte oder einer Zeitungssache.

Natürlich wurden auch Zusatzdienste der Post ausgewiesen, aber zumeist mit dem gleichzeitig anfallenden Porto verklebt.

Ich habe vor ca. 20 Jahren in einem Exponat dargestellt, welche Unterschiede es zwischen Porto und Gebühren gibt und vor zwei Jahren dann auch ein "Büchlein" (über 700 Seiten) dazu herausgebracht.

mit Sammlergruß
Werner
 
StefanM Am: 26.03.2018 08:27:02 Gelesen: 2482# 24 @  
Klemens, Werner,

super Belege, die ihr zeigt. Wollte nur mal zum Ausdruck bringen, daß ich hier hochinteressiert mitlese.

Gruß
Stefan
 
Frankenjogger Am: 26.03.2018 19:33:58 Gelesen: 2457# 25 @  
@ StefanM [#24]

Danke Stefan, es freut mich, dass es doch einige Interessenten gibt.

@ HWS-NRW [#23]

Gibt es dein 700-Seiten-Büchlein noch?

Sind deine beiden Belege jetzt eigentlich als Einzelfrankaturen zu bezeichnen, oder ist das eh irrelevant bei der Seltenheit der Belege?

Jetzt muss ich mich aber selbst korrigieren. Bild 4 der letzten Serie zeigt keine Nachnahme-Fernkarte, sondern eine Nachnahme-Drucksache.

1963 stieg das Port für Drucksachen auf 10 Pf und die Vorzeigegebühr für Nachnahme auf 50 Pf. Und die Portoerhöhung war natürlich 1966.

Schönen Abend,
Klemens
 
HWS-NRW Am: 26.03.2018 22:14:45 Gelesen: 2445# 26 @  
@ Frankenjogger [#25]

Hallo,

melde Dich doch bitte mal über meine Email-Adresse.

Und - es sind keine Einzelfrankaturen, sondern jeweils die "Ausweisung einer Gebühr mittels Postwertzeichen".

mit Sammlergruß
Werner
 
Frankenjogger Am: 30.03.2018 16:11:20 Gelesen: 2376# 27 @  
Hallo zusammen,

es geht bei mir zum Endspurt für die kleine Serie Deutsche Bauwerke.

Ich bin beim 70-Pf-Wert angelangt, dem Osthofentor in Soest. Der Wert dürfte hauptsächlich für das Standard-Inlands-Einschreiben (Fernbrief 20 Pf + R-Gebühr 50 Pf) gedacht gewesen sein. Aber ein Blick auf die Auflage (3 Mio) zeigt schon, dass die Marken dieser Serie, besonders die hohen Werte, nicht so häufig verwendet wurden. Dem entsprechend findet man diese Marken auf Brief, vor allem als Einzel- oder Mehrfachfrankatur, eher selten in sog. Grabbelkisten.

Bild 1 zeigt eine Einzelfrankatur auf Einschreiben-Fernbrief vor der Portoerhöhung.



Bild 2 zeigen ebenfalls eine Einzelfrankatur auf Aerogramm nach Honkong, nach der Portoerhöung.



Und zum Schluss ein schon eher seltener Beleg.

Bild 3 als Mehrfachfrankatur auf einem Einschreiben-Eil-Fernbrief nach der Portoerhöhung. Das Porto setzt sich wie folgt zusammen: Fernbrief 30 Pf, R-Gebühr 80 Pf und Eilboten-Gebühr 100 Pf, macht 2,10 DM, freigemacht mit 3x 70 Pf.



Ich wünsche noch einen schönen Karfreitag-Abend,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 31.03.2018 19:35:41 Gelesen: 2347# 28 @  
So, kurz vor Ostern noch ein kleiner Ausflug zum 80-Pf-Wert, dem Ellinger Tor in Weißenburg. Ich schrieb schon zum 50-Pf-Wert, dass die 80er als Frankatur auch schwierig ist. Ich kann sie nur als Einzelfrankatur zeigen, eine Mehrfachfrankatur besitze ich leider nicht, auch nicht auf Paketkarte, wo sie wohl am einfachsten als Mehrfachfrankatur zu bekommen sein müsste. Zumindest die Bund-Marke gibt es so recht oft.

Bild 1 Luftpost-Übersee-Brief 6-10 g in die USA (A-Bf 40 Pf + 2x 20 Pf Lp/5g = 80 Pf) vor der Portoerhöhung



Bild 2 Auslandsbrief der zweiten Gewichtsstufe nach Österreich nach der Portoerhöhung



Bild 3 Luftpost-Übersee-Brief bis 5 g nach Südafrika (A-Bf 50 Pf + 30 Pf Lp/5g = 80 Pf) nach der Portoerhöhung



Jetzt wünsche ich allen Sammlerfreunden frohe Ostern,

Klemens
 
Michael Mallien Am: 31.03.2018 20:23:57 Gelesen: 2339# 29 @  
Hallo Klemens,

herzlichen Dank für das Zeigen dieser schönen Belege. Ein tolles Sammelgebiet hast Du!

Man sieht einmal mehr, was aus einer kleinen Dauerserie alles gemacht werden kann.

Ich wünsche auch Dir Frohe Ostern.
Michael
 
muemmel Am: 31.03.2018 20:36:39 Gelesen: 2336# 30 @  
@ Frankenjogger [#28]

Hallo Klemens,

den Worten meines Vorschreibers kann ich mich vorbehaltlos anschließen.

Schöne Ostertage
Mümmel
 
Frankenjogger Am: 01.04.2018 15:48:53 Gelesen: 2288# 31 @  
@ Michael Mallien [#29]
@ muemmel [#30]

Vielen Dank - ja, Berlin ist insgesamt ein sehr schönes Sammelgebiet. Mein Schwerpunkt liegt zwar bei anderen Zeiten und Themen, aber über die Jahre sind insgesamt doch schöne Belege bei mir gelandet.

Zum Abschluss der kleinen Serie der Deutschen Bauwerke noch einige Mischrankaturen.

Bild 1 eine Mischfrankatur 20/70 auf Auslands-Fernbrief nach Polen. Das ging mit dieser Serie nur als Mischfrankatur, einen 90-Pf-Wert gab es nicht.



Bild 2 dito mit 40/70 als Lp-Übersee-Brief (11-15 g) nach Canada.



Bild 3 Wert-Fernbrief mit Eilboten etwas später, 1970 versendet. Porto 30 + Eil 100 + Wert 100 = 2,30 DM.



Bild 4 ein Luftpost-Einschreibebrief der zweiten Gewichtsstufe mit Eilboten . Porto 50 + Lp 2x 5 + R-Gebühr 80 + Eil 100 = 2,40 DM
Schade, das hätte auch eine schöne Mehrfachfrankatur mit 3x 80 Pf gegeben.



Bild 5 ein Fernbrief mit Eilboten, hier mit einem perfekten Eckrandstück des 80-Pf-Wertes. Den Brief habe ich schon fast 20 Jahre, aber so ein schönes Stück habe ich seit dem nicht mehr gesehen.



Und weils vorläufig der Abschluss für die kleine Serie ist, noch ein schönes Stück mit einer tollen Einheit der 60er.

Bild 6/7 eine Paketkarte für ein Wertpaket mit 20 Kg und einem Porto von 11,10 DM. Auf der Rückseite ein 11er-Block.



So, das war es vorerst für die kleine Serie. Demnächst in diesem Thread dann die große Serie, evtl. aber etwas langsamer getaktet.

Schöne Grüße,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 17.06.2018 16:56:57 Gelesen: 1477# 32 @  
Hallo zusammen,

ich finde mal wieder Zeit und ich habe ja auch geschrieben, dass die Deutsche Bauwerke - große Serie auch noch drankommt. Die Bezeichnung klein und groß für die beiden unterschiedlichen Serien hat sich eingebürgert, auch wenn ich sie nicht unbedingt glücklich finde. Trotzdem starte ich mit dem kleinsten Wert, der 5 Pf, das Berliner Tor in Stettin. Obwohl die Trennung DDR und BRD schon lange präsent war, hat die Deutsche Post, und damit auch West-Berlin in dieser Serie Bauwerke aus dem Osten mit einbezogen.

Der 5-Pf-Wert war wohl als Zusatzfrankatur, hauptsächlich für die Inlands-Luftpost gedacht. Als Einzelverwendung kommt sie aus dem Zeitraum der Verausgabung äußerst selten vor. Erst später, meist in den 1980er Jahren wurden Einzelverwendungen von Philatelisten produziert. Von diesem Wert kann ich keine Einzelverwendung zeigen, weshalb ich hier nur drei Mehrfachfrankaturen zeige. Auch eine Zusatzfrankatur für eine innerdeutsche Luftpostsendung kann ich leider nicht zeigen. Vielleicht kann das ja ein anderer Sammler zeigen.



Mehrfachfrankatur als Ortsbrief bis 20 g vom 17.11.1967; das dürfte die häufigste Mehrfachverwendung dieses Wertes sein.



Mehrfachfrankatuer als Drucksache bis 20 g vom 4.10.1969; die ist schon seltener.



Mehrfachfrankatur als Lp-Auslandsbrief nach Östereich vom 10.7.1966; Hier nur Porto für A-Brief, Luftpost innerhalb Europa war seit dem 1.7.1965 gebührenfrei.

Schönen Sonntag noch,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 30.06.2018 20:36:27 Gelesen: 1321# 33 @  
Dann mach ich mal weiter, auch wenn es in der großen Serie manchmal etwas dünner wird.

Der zweite Wert der Serie ist die 8 Pf, Pfalzgrafenstein im Rhein bei Kaub, einen Wert, den es nur als Berlin-Ausgabe gibt. Der Grund ist einleuchtend, es gab nur noch in Berlin die Portostufe von 8 Pf für die Orts-Postkarte. In der Bundesrepublik war diese Portostufe seit 1.3.1963 abgeschafft.



Das erste Bild zeigt eine EF, natürlich als Orts-Postkarte

Als MeF ist dieser Wert selten anzutreffen, ich kann keinen zeigen.

Auch als MiF für eine R-Orts-Postkarte oder Eilboten-Orts-Postkarte kann ich keinen Beleg zeigen.

Deshhalb bringe ich noch eine Ganzsache, auch als Ortspostkarte. Auch hier sind Zusatzfrankaturen für Einschreiben oder Eilboten eher selten.



Hier die Ganzsache P76 als Orts-Postkarte.

Viele Grüße,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 08.07.2018 17:17:21 Gelesen: 1224# 34 @  
Ich finde nun doch etwas Zeit, um hier fortzufahren, wenn auch heute etwas unspektakulär.

Der 10-Pf-Wert zeigt den Wallpavillon des Zwingers in Dresden. Diese Marke war zu der Zeit für den Standard-Ortsbrief gedacht, für den nur noch in West-Berlin ein vergünstigter Tarif galt. In der Bundesrepublik, natürlich auch in West-Berlin, war die 10-Pf-Marke für Standard-Drucksachen vorgesehen.



Das erste Bild zeigt eine Einzelfrankatur auf Ortsbrief.



Das zweite Bild zeigt eine Einzelfrankatur auf Drucksache.

Die Möglichkeiten für Mehrfachfrankaturen sind vielfältig, trotzdem sind solche neben den häufigeren Fernbriefen mit drei Stück und den Orts-Doppelbriefen eher seltener zu finden.



Das dritte Bild zeigt einen Ortsdoppelbrief (Brief der zweiten Gewichtsstufe).



Das vierte Bild zeigt einen Auslandsbrief nach Frankreich. Hierfür galten nach CEPT-Vertrag ab 1.1.1963 bei Standardsendungen die Inlandsgebühren.

Ich wünsche noch einen schönen Restsonntag, ich gehe jetzt Grillen,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 15.07.2018 19:27:20 Gelesen: 1094# 35 @  
So, Frankreich ist Weltmeister und ich sitze schon wieder am Rechner für eine weitere Folge Bauwerke Groß.

Ich bin beim 20-Pf-Wert angelangt, denn einen 15-Pf-Wert gab es bei den Großen nicht mehr. Dafür stand dann die "Torhalle in Lorsch, Hessen" als Standard-Postkarten-Porto parat. Es gab natürlich noch weitere Portostufen, für die dieser Wert als Einzelfrankatur verwendet werden konnte, Drucksache und Warenprobe 21-50 g, Briefdrucksache bis 20 g, Auslandsdrucksache bis 20 g und natürlich der Ortsbrief 21-50 g, ich kann aber nicht viele zeigen.



Das erste Bild zeigt die Fern-Postkarte aus dem Tarif 1.4.1966 -30.6.1971



Das zweite Bild den Orts-Brief der zweiten Gewichtsstufe

Bei Mehrfachfrankaturen wird es schwierig. Der Grund zeigt sich auch bei schwierigen Einzelfrankaturen von höherwertigen Werten mit geradezahligen 10er-Werten, also 40, 60 und 80 Pf. Aber dazu komme ich später noch.

Die gesamte Portotabelle zeigt fast ausschließlich Werte mit ungeradezahligen 10er-Stufen, nämlich 30, 50, 70, 90 Pf usw. im Briefportobereich.



Das dritte Bild zeigt einen Fern-Brief aus einer Folgeperiode zwischen 1972 und 1974.

Einen schönen Sonntag noch und eine schöne Woche,
dem Einen oder Anderen auch einen schönen Urlaub,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 21.07.2018 17:15:14 Gelesen: 956# 36 @  
Hallo,

für heute möchte ich noch einen Nachtrag liefern.

Ich habe doch eine Mischfrankatur mit dem 8-Pf-Wert in meinen Kisten gefunden die ich hier noch zeigen möchte.



Das Bild zeit eine Eil-Ortspostkarte nach Ostberlin. Da kostete der Eilzuschlag mehr als das 10-fache des normalen Portos!

Da wollte man den Termin vorzeitig bekannt geben, damit man in der DDR nicht unangekündigt vor der Tür steht.

Es dürfen gerne auch Andere zu diesem Thema Belege und natürlich auch Marken zeigen!

Schönes Wochenende noch,
Klemens
 
HWS-NRW Am: 21.07.2018 17:49:31 Gelesen: 951# 37 @  
@ Frankenjogger [#36]

Hallo Klemens,

ein schöner Beleg, doch meiner Meinung nach ist es eine "Buntfrankatur", da beide Werte aus der gleichen Serie stammen (wie früher mal die klassische Zweifarben-Frankatur").

mit sonnigem Sammlergruß
Werner
 
Frankenjogger Am: 21.07.2018 18:22:24 Gelesen: 943# 38 @  
@ HWS-NRW [#37]

Hallo Werner,

danke für den Hinweis. Mit dem Begriff Buntfrankatur komme ich irgendwie nicht klar, obwohl ich schon über 20 Jahre Briefe und Belege sammle. Und, eine Buntfrankatur ist ja trotzdem immer noch eine Mischfrankatur, denke ich, denn eine Mischfrankatur sagt für mich nur aus, dass es verschiedene Marken sind.

Ich muss leider einen regnerischen Sammlergruß senden,
Klemens
 
HWS-NRW Am: 21.07.2018 19:55:09 Gelesen: 926# 39 @  
@ Frankenjogger [#38]

Hallo Klemens,

es ist doch ganz einfach, Marken in verschiedenen Gebührenstufen aus der gleichen Serie - immer Buntfrankaturen. Aber, es gibt tatsächlich viele Sammlerkollegen, die es wie Du "einfacher" sehen, aber wenn Du mal im Wettbewerb ausstellen solltest, dann ist eine akkurate Bezeichnung wichtig und sie kann auch mal teurer als die Standard-Frankaturen werden.



Theoretisch eine Zweifarben- und eine Dreifarben-Frankatur, wird aber eher in der Klassik so benannt.



mit Sammlergruß
Werner
 
Frankenjogger Am: 28.07.2018 21:44:35 Gelesen: 783# 40 @  
Hallo,

es geht weiter mit dem 30-Pf-Wert, das Nordertor in Flensburg. Interessant an diesem Wert ist, dass es diesen 30-Pf-Wert in der kleinen Bautenserie nicht gab. Der Grund war klar, es gab keine Standard-Portostufe für diesen Wert. Um so interessanter ist, dass man diesen Wert noch in der alten Tarifzeit verausgabte. Es ist übrigens der einzige Wert der großen Bauwerke, der noch in der Tarifzeit vom 1.3.1963 - 31.3.1966 erschien.

Das war auch sicher der Grund für die Farbgebung, und dann für die Änderung der Farbe im neuen Tarif.

Die schwärzlichgrünolive 30er, wie sie im Michel bezeichnet wird, im alten Tarif verwendet, in welcher Form auch immer, stellt eine Seltenheit dar.

Eine Mehrfachfrankatur mit zwei Stück als Ort-R-Brief z.B. wäre solch ein Fall. Als Einzelfrankatur wären eh nur ganz wenige Möglichkeiten gegeben.

Deshalb kann ich hier auch nur Belege aus dem Tarif ab 1.4.1966 zeigen.



Bild 1 zeigt einen normalen Standard-Fernbrief, jedoch mit einem schönen Eckrandstück.



Bild 2 zeigt eine Mehrfachfrankatur als Einschreiben-Ortsbrief bis 20 g (O-Bf 10 Pf + 80 Pf für die R-Gebühr)

Das wäre es auch schon von meiner Seite für den schwärzlichgrünoliven Wert der 30-Pf-Marke.

Ein schönes Wochenende,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 04.08.2018 19:21:49 Gelesen: 692# 41 @  
Was will man bei der Hitze schon anderes machen, als in der noch einigermaßen kühlen Wohnung zu sitzen. Da kann man dann auch einen weiteren Beitrag hier schreiben.

In der großen Bauwerke-Serie gab es zwei 30-Pf-Werte. Der Grund dürfte in der Farbvorgabe nach dem Weltpostverein sein. Der Wert für einen Standard-Brief im Inland sollte rot sein. Da die erste Marke zu 30 Pf noch im Tarif 1.3.1963 bis 31.3.1966 an die Postschalter kam, und der Standard-Brief im Inland noch 20 Pf kostete, war es kein Problem, diesen Wert in einer anderen Farbe zu drucken. Warum dies geschah, erschließt sich mir nicht. Kann da jemand weiterhelfen?

Da wohl genügend schwärzlichgrünolive 30-Pf-Werte gedruckt wurden, kam der dunkel- bis schwärzlichrosarote 30-Pf-Wert erst am 17. Februar 1967 an die Postschalter. Das abgebildete Bauwerk war ebenfalls das Nordertor in Flensburg.

Wie ich schon schrieb, war der Wert für den Standard-Brief im Inland gedacht, aber auch für Auslandspostkarten oder schwere Drucksachen oder Warensendungen.



Bild 1 zeigt einen Standard-Brief bis 20 g mit schönem Oberrandstück



Bild 2 zeigt wieder eine Mehrfachfrankatur als Ort-Einschreiben-Brief bis 20 g. Diese Portostufe gab es nur noch in Berlin.



Bild 3 zeig ebenfalls eine Mehrfachfrankatur als Auslands-Luftpost-Brief mit Eilzustellung. A-Brief 50 Pf, Eilboten 100 Pf, innerhalb Europas war keine Luftpostgebühr mehr erforderlich.

Ich wünsche allen schattige Seiten und viel Spaß mit unserem Hobby, auch im Sommer,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 18.08.2018 19:48:01 Gelesen: 576# 42 @  
Hallo zusammen,

mittlerweile ist Mitte August und für viele auch der Urlaub vorbei. Auch ich habe mir eine Woche gegönnt. In der Serie geht es jetzt mit den schwierigeren Werten weiter. Der 40-Pf-Wert zeigt die Burg Trifels in der Pfalz, das selbe Motiv wie bei der kleinen Serie, hier jedoch in der Farbe braunoliv. Wie ich schon weiter oben schrieb, sind die geradzahligen Zehnerwerte als Einzel- oder als Mehrfachfrankatur recht schwierig in der Portostufenfindung. Ich kann hier nur zwei Belege zeigen. Es wäre schön, wenn weitere Belege dazu kämen.

Das erst Bild zeigt eine Einzelfrankatur als Briefdrucksache in der zweiten Gewichtsstufe, also 21 - 50g. Schwere Drucksachen, Warensendungen oder Ortsbriefe, auch aus dem Folgetarif, dürfte es nur ganz wenige geben.



Das zweite Bild zeigt eine Mehrfachfrankatur auf einem Luftpost-Überseebrief bis 5g nach Südafrika; Porto: A-Bf 50 Pf plus Lp-Zuschlag 30 Pf je 5g.



Vorstellbar als Mehrfachfrankatur wären im Inlandsbereich noch Fernbriefe mit Einschreiben und Rückschein oder Eigenhändig (4 Stück), oder Päckchen (3 Stück) aus dem Folgetarif, aber das sind dann schon Seltenheiten. Im Auslandsbereich wäre eine Einzelfrakatur als Drucksache 51 - 100 g möglich, für Mehrfachfrankaturen gäbe es sicher, gerade im Luftpost-Übersee-Bereich noch einige Optionen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende und hoffe, dass vielleicht doch jemand weitere Variationen in dieser Serie zeigen kann,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 24.08.2018 21:18:41 Gelesen: 483# 43 @  
Hallo zusammen,

krankheitsbedingt kommt mein Beitrag diese Wochenende etwas früher, da ich etwas mehr Zeit für unser schönes Hobby habe.

Wir sind beim 50-Pf-Wert angelangt, der wie bei der kleinen Serie das Schlosstor in Ellwangen an der Jagst zeigt. Der Wert war für den Standard-Auslandsbrief gedacht und hat deshalb gemäß Empfehlung des Weltpostvereins eine blaue Farbe, nach Michel-Angabe dunkelviolettultramarin. Auf Auslandsbrief ist dieser Wert aber gar nicht so oft zu finden. Das hat zwei Gründe, zum einen wurde Überseepost per Luftpost versendet, damit diese auch schnell beim Empfänger ankommt, was einem Zuschlag bedurfte, zum weiteren waren in Europa schon mehrere Länder dem CEPT-Abkommen beigetreten, wodurch Standard-Auslandsbriefe (bis 20 g) mit dem Standard-Inlandsporto versendet werden durften. Eher häufiger dürfte da der Inlandsbrief in der zweiten Gewichtsstufe (21-50 g) sein, dar auch 50 Pf kostete. Das waren auch die einzig möglichen Varianten für eine Einzelfrankatur im Tarif der Ausgabe dieser Marke. Erst im Folgetarif waren wieder schwere Drucksachen im In- (101-250 g) bzw. Auslandstarif (51-100 g) für 50 Pf möglich. Nun jedoch zu den Beispielen:

Bild 1 zeigt einen Auslandsbrief nach Südafrika. Hier wurde der Luftpostwunsch gestrichen. Ob der Brief wirklich den Land- bzw. Schiffsweg nahm ist nicht nachvollziehbar.



Bild 2 zeigt einen Inlandsbrief der zweiten Gewichtsstufe, hier wieder ein schönes Eckrandstück als Einzelfrankatur.



Und zum Abschluss Bild 3 eine Mehrfachfrankatur für einen Brief der zweiten Gewichtsstufe mit Eilzustellung (Brief(2) 50 Pf + Eilzustellung 100 Pf).



Auch hier zeigt sich wieder ein unscheinbarer Wert, der im Portostufenbereich doch eher selten auftaucht.

Ich wünsche ein schönes, kühles Wochenende,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 30.08.2018 17:47:37 Gelesen: 374# 44 @  
Hallo zusammen,

nachdem es etwas abgekühlt hat und bevor die nächste, vielleicht letzte Warmperiode des Sommers kommt, mache ich noch mal mit der Berliner Serie der großen Bauwerke weiter.

Wir nähern uns den höheren Werten der Serie und sind jetzt auch bei einem der schwierigsten Werte, dem 60-Pf-Wert angekommen. Für mich ist das Treptower Tor in Neubrandenburg in dunkelgelblichrot der optisch schönste Wert dieser Serie.

Lediglich für eine schwere (101-250 g) Briefdrucksache im Inland, oder für schwere Drucksachen ins Ausland gibt die Portotabelle eine direkte Einzelfrankatur her. Wenn man die Inlandsluftpostgebühren mit einschließt, kommt auch der Luftpostbrief der zweiten Gewichtsstufe in Betracht. Das sollte doch eine häufigere Portostufe sein, denkt man, aber weit gefehlt. Durch die gebührenfreie Beförderung über das Nachtflugnetz war der Luftpostzuschlag für gewöhnliche Briefsendungen eigentlich überflüssig geworden. Nur noch bei wirklicher Forderung der Luftpostbeförderung wurde die Luftpostgebühr fällig. Im Folgetarif wäre der gewöhnliche Auslandsbrief noch als Einzelfrankatur-Option möglich gewesen, aber wie schon beim 50-Pf-Wert angemerkt, traten immer mehr Länder dem CEPT-Vertrag bei und solche Standard-Auslandsbelege mit normalen Auslandsgebühren wurden immer weniger. Außerdem war die neue Dauerserie, die Heinemann-Serie bereits am Postschalter.

Im Bereich der Mehrfachfrankaturen gab es auch für die 60-er wenig Optionen. Ein Einschreibe-Päckchen oder vielleicht der Einschreiben-Rückschein- oder Einschreiben-Eigenhändig-Brief in der zweiten Gewichtsstufe wären Optionen gewesen. Aber das sind alles Portostufen, die per se extrem selten sind.

Für mich galt dieser Wert lange Zeit als einer der seltensten Einzelfrankatur-Möglichkeiten der, wenn man das sagen darf, modernen Berliner Bedarfspost und ich musste etwa 15 Jahre warten, bis ich ihn in meine Einzelfrankaturen-Sammlung aufnehmen konnte. Dann kam aber das Glück, und im selben Jahr kam das zweite Stück dazu. Eine Mehrfachfrankatur aus der zum Ausgabezeitpunkt gültigen Tarifperiode habe ich leider noch nicht zu einem annehmbaren Preis gefunden.

Bild 1 zeigt einen Luftpost-Inlandsbrief der zweiten Gewichtsstufe aus dem Jahr 1967



Bild 2 zeigt die oben genannte schwere Briefdrucksache (101-250g) aus 1971



Beide Stücke zählen zu meinen besonderen Einzelfrankaturen aus Berlin, es dürfte wirklich nicht viele davon geben.

Bild 3 zeigt eine Mehrfachfrankatur als Einschreiben-Eigenhändig-Brief der zweiten Gewichtsstufe (Quelle: ebay), die vor etwa einem Jahr auf ebay verkauft wurde. Diese ist aus der Peschl-Sammlung, die auch sehr viele gute moderne Frankaturen enthielt. Peschl wusste, was etwas Besonderes war! Hier mache ich mal eine Ausnahme und zeige einen wirklich schönen Beleg, den ich leider nicht selbst besitze.



So jetzt wünsche ich einen schönen Restsommer,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 07.09.2018 12:27:48 Gelesen: 241# 45 @  
Hallo zusammen,

da ich zur Zeit Urlaub habe, das Wetter draußen noch etwas schaurig ist, nehme ich mir die Zeit um in der Serie fortzufahren.

Die 70er, das Osthofentor in Soest ist der nächste Wert, den es auch in der kleinen Serie schon gab. Wenn man in der Portotabelle den zur Ausgabezeit aktuellen Tarif betrachtet, gibt es für Einzelfrankaturen auch hierfür nicht so viele Möglichkeiten. Da fällt im innerdeutschen Bereich nur die Drucksache/Warenprobe (251-500 g) ins Auge und der Fernbrief (101-250 g), deren Gebühren auch im Folgetarif noch galten.

Bild 1 zeigt einen solchen Fernbrief



Im Auslandstarif gab es da schon mehr Möglichkeiten, da der Standard-Auslandsbrief 50 Pf kostete und durch eine Luftpostbeförderung nach Übersee in die Zone 1 mit einem Zuschlag von 20 Pf/5 g eine Einzelfrankatur möglich war. Auch ein Aerogramm kostete 70 Pf.

Bild 2 zeigt einen Luftpost-Überseebrief, hier nach Israel, als Destination deutlich seltener als z.B. die USA.



Bild 3 zeigt ein Aerogramm in die USA, da hätte auch ein Luftpostbrief bis 5 g 70 Pf gekostet.



Auch als Mehrfachfrankatur sind die Möglichkeiten nicht so sparsam. Hier kann ich immerhin drei Stück zeigen.

Bild 4 zeigt einen Brief mit 2 Stück als Ortsbrief mit Einschreiben und Rückschein; O-Bf 10 Pf + R-Geb. 80 Pf + Rückschein 50 Pf



Bild 5 zeigt einen Brief mit 2 Stück als Ortsbrief mit Einschreiben und Eigenhändig; O-Bf 10 Pf + R-Geb. 80 Pf + Eigenhändig 50 Pf



Mit Bild 6 zeige ich einen Luftpost-Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe mit Einschreiben; Fernbrief(2) 50 Pf + R-Geb. 80 Pf + Lp 10 Pf



Der letzte Brief, den ich zeige, hätte auch eine schöne Mehrfachfrankatur abgegeben, hier jedoch als Mischfrankatur der drei zu diesem Zeitpunkt gültigen 70-Pf-Dauerserienwerte



So, jetzt warte ich auf Wetterbesserung und wünsche ein schönes Wochenende,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 14.09.2018 14:06:53 Gelesen: 107# 46 @  
Hallo zusammen,

zum Wochenende mache ich kurz, im wahrsten Sinne des Wortes weiter.

Der 80-Pf-Wert, das Ellinger Tor in Weißenburg, ist mein zweiter Favorit der Serie und ist auf Brief wohl genau so rar, wie die 60er. In all den Jahren hat leider nur ein Beleg den Weg zu mir gefunden. Ich habe aber auch nicht viele gesehen, die ich aufgrund zu hoher Preise liegen lassen musste.

Es gilt das bereits Geschriebene beim 60-Pf-Wert. Es gibt kaum Portostufen für diesen Wert. Einzig der im Bild gezeigte Luftpost-Übersee-Brief in die Zone 2 bis 5 g könnte häufiger vorkommen. Der gezeigte Brief stammt aus einer, seiner Zeit bei Arbeiter veräußerten großen Korrespondenz aus Südafrika. Das Porto setzt sich aus Auslandsbrief 50 Pf + Luftpostgebühr 30 Pf je 5 g zusammen.



Ich hätte auch noch eine Mehrfachfrankatur in meinem Bilderarchiv, aber ich schrieb schon bei der 60er, dass ich eigentlich ungern Briefe zeige, die nicht in meinem Besitz sind. Ab dem nächsten Wert kann ich dann wieder mehr Bilder zeigen. Und auch hier wieder die Frage: Wer kann weitere Beispiele zeigen?

Bis dahin viele Grüße,
Klemens
 

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