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Thema: Berlin Dauerserie Deutsche Bauwerke
Das Thema hat 69 Beiträge:
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Frankenjogger Am: 07.09.2018 12:27:48 Gelesen: 3524# 45 @  
Hallo zusammen,

da ich zur Zeit Urlaub habe, das Wetter draußen noch etwas schaurig ist, nehme ich mir die Zeit um in der Serie fortzufahren.

Die 70er, das Osthofentor in Soest ist der nächste Wert, den es auch in der kleinen Serie schon gab. Wenn man in der Portotabelle den zur Ausgabezeit aktuellen Tarif betrachtet, gibt es für Einzelfrankaturen auch hierfür nicht so viele Möglichkeiten. Da fällt im innerdeutschen Bereich nur die Drucksache/Warenprobe (251-500 g) ins Auge und der Fernbrief (101-250 g), deren Gebühren auch im Folgetarif noch galten.

Bild 1 zeigt einen solchen Fernbrief



Im Auslandstarif gab es da schon mehr Möglichkeiten, da der Standard-Auslandsbrief 50 Pf kostete und durch eine Luftpostbeförderung nach Übersee in die Zone 1 mit einem Zuschlag von 20 Pf/5 g eine Einzelfrankatur möglich war. Auch ein Aerogramm kostete 70 Pf.

Bild 2 zeigt einen Luftpost-Überseebrief, hier nach Israel, als Destination deutlich seltener als z.B. die USA.



Bild 3 zeigt ein Aerogramm in die USA, da hätte auch ein Luftpostbrief bis 5 g 70 Pf gekostet.



Auch als Mehrfachfrankatur sind die Möglichkeiten nicht so sparsam. Hier kann ich immerhin drei Stück zeigen.

Bild 4 zeigt einen Brief mit 2 Stück als Ortsbrief mit Einschreiben und Rückschein; O-Bf 10 Pf + R-Geb. 80 Pf + Rückschein 50 Pf



Bild 5 zeigt einen Brief mit 2 Stück als Ortsbrief mit Einschreiben und Eigenhändig; O-Bf 10 Pf + R-Geb. 80 Pf + Eigenhändig 50 Pf



Mit Bild 6 zeige ich einen Luftpost-Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe mit Einschreiben; Fernbrief(2) 50 Pf + R-Geb. 80 Pf + Lp 10 Pf



Der letzte Brief, den ich zeige, hätte auch eine schöne Mehrfachfrankatur abgegeben, hier jedoch als Mischfrankatur der drei zu diesem Zeitpunkt gültigen 70-Pf-Dauerserienwerte



So, jetzt warte ich auf Wetterbesserung und wünsche ein schönes Wochenende,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 14.09.2018 14:06:53 Gelesen: 3390# 46 @  
Hallo zusammen,

zum Wochenende mache ich kurz, im wahrsten Sinne des Wortes weiter.

Der 80-Pf-Wert, das Ellinger Tor in Weißenburg, ist mein zweiter Favorit der Serie und ist auf Brief wohl genau so rar, wie die 60er. In all den Jahren hat leider nur ein Beleg den Weg zu mir gefunden. Ich habe aber auch nicht viele gesehen, die ich aufgrund zu hoher Preise liegen lassen musste.

Es gilt das bereits Geschriebene beim 60-Pf-Wert. Es gibt kaum Portostufen für diesen Wert. Einzig der im Bild gezeigte Luftpost-Übersee-Brief in die Zone 2 bis 5 g könnte häufiger vorkommen. Der gezeigte Brief stammt aus einer, seiner Zeit bei Arbeiter veräußerten großen Korrespondenz aus Südafrika. Das Porto setzt sich aus Auslandsbrief 50 Pf + Luftpostgebühr 30 Pf je 5 g zusammen.



Ich hätte auch noch eine Mehrfachfrankatur in meinem Bilderarchiv, aber ich schrieb schon bei der 60er, dass ich eigentlich ungern Briefe zeige, die nicht in meinem Besitz sind. Ab dem nächsten Wert kann ich dann wieder mehr Bilder zeigen. Und auch hier wieder die Frage: Wer kann weitere Beispiele zeigen?

Bis dahin viele Grüße,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 21.09.2018 18:04:51 Gelesen: 3273# 47 @  
Hallo zum kurzen Herbsteinbruch,

Urlaub ist rum, erste Arbeitswoche auch, aber es ist Feierabend und Wochenende und ich mach mal weiter hier, mit der Großen Bauwerkeserie. Wir sind beim 90-Pf-Wert angelangt, den es in der Kleinen Serie nicht gab, die endete beim 80-Pf-Wert. Die 90er zeigt das Zschokkesche Damenstift in Königsberg, was beachtenswert ist, da Königsberg seit Ende des Krieges nicht mehr zu Deutschland, noch nicht einmal zur Ostzone gehörte.

Dieser Wert war in Berlin passend für einen Ortsbrief mit Einschreiben oder Nachnahme, Portostufen, die es so in der Bundesrepublik nicht mehr gab. Deshalb dürften Einzelfrankaturen von der Bund-Ausgabe auch deutlich seltener sein als von der Berlin-Ausgabe.

Bild 1 zeigt einen Ortsbrief mit Einschreiben bis 20 g (O-Bf 10 Pf + Einschreiben 80 Pf)



Bild 2 zeigt einen Ortsbrief gegen Nachnahme bis 20 g (O-Bf 10 Pf + Vorzeigegebühr 80 Pf)



Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten diesen Wert als Einzelfrankatur zu verwenden, wobei die Möglichkeiten in der zeitgemäßen Portophase doch recht begrenzt sind. Auch in den folgenden Tarifperioden sind die Möglichkeiten rar. Im Inlandsbereich bleibt da nur ein schwerer Fernbrief (251 - 500g).

Bild 3 zeigt ein Briefstück eines solchen schweren Fernbriefes. Bei diesen Gewichtsstufen muss man sich mit Briefstücken zufrieden geben.



Im Auslandsbereich kann man noch fündig werden. Für Luftpost-Überseebriefe in die Zone 1 (damals vor allem Nordamerika) von 6 - 10 g war das Porto genau 90 Pf. Das dürfte auch die häufigste Option für die Bund-Ausgabe sein.

Bild 4 zeigt einen solchen Luftpostbrief in die USA.



Als Mehrfachfrankatur macht sich dieser Wert in der Berlin-Ausgabe ziemlich rar. Im Inlandsbereich dürft das Päckchen mit Einschreiben die gängigste Option sein, wobei gängig hier schon als ziemlich selten betrachtet werden kann. Paketkarten mit Mehrfachfrankatur, die mit der Bund-Ausgabe häufiger zu finden sind, sind mit dem Berlinwert in Berlin-Verwendung ebenfals selten. Ein Wertbrief mit mehreren Werten ist mir schon unter die Augen gekommen, aber das war schon eine kleinere Rarität.

Bild 5 zeigt ein waagrechtes Paar auf einem Päckchenausschnitt mit Einschreiben. Leider ist das Stempeldatum nicht erkenntlich, was bei Päckchen häufiger vorkommt. Da darf man nicht so wählerisch sein.



So, wie ich letzte Woche versprochen habe, gab es dieses Mal wieder ein paar Beispiele mehr.

Ich wünsche ein schönes Wochenende, freue mich das doch mittlerweile viele die Beiträge lesen und hoffe, dass vielleicht doch noch einige Sammler weitere Beispiele dieser Serie, auch als Marken (z.B. schöne Einheiten, oder Randstücke oder Ähnliches) zeigen.

Viele Grüße, Klemens
 
Frankenjogger Am: 28.09.2018 20:58:04 Gelesen: 3071# 48 @  
Hallo zum Wochenende,

heute geht es in die DM-Phase der Serie, beginnend mit dem 1DM-Wert, mit dem Melanchthonhaus in Wittenberg in dunkelpreußischblau.

Als Einzelwert war diese Marke für das Inlandspäckchen vorgesehen, ansonsten als Zusatzwert für Zusatzdienste oder als Abrechnungsvereinfachung im Paketverkehr, wenn höhere DM-Beträge anfielen.

Ich starte mit Bild 1 mit einer Einzelfrankatur für ein Inlandspäckchen, hier wieder ein schönes Oberrandstück.



Bild 2 zeigt einen Ortsbrief mit Einschreiben in der zweiten Gewichtsstufe (O-Bf-2 20 Pf + R-Gebühr 80 Pf). Die Häufigkeit dieser Variante und die des Päckchen dürfte gefühlt etwa gleich sein.



Bild 3 zeigt eine Nachnahmeforderung als Fernpostkarte (F-Pk 20 Pf + NN 80 Pf)



Weiterhin als Einzelfrankatur vorkommend ist der Orts-Nachnahmebrief der zweiten Gewichtsstufe und die Fernpostkarte mit Einschreiben zu nennen, die ich leider nicht zeigen kann, die aber trotzdem immer wieder mal auftauchen können.

Eine Mehrfachfrankatur befindet sich leider noch nicht in meinem Besitz, hier dürfte der Postzustellauftrag wohl die häufigste Variante sein. Im Auslandsbereich macht sich dieser Wert als Einzel- oder Mehrfachfrankatur sehr rar. Bei der möglichen Verwendung von 2 oder evtl. 4 Stücken wurde doch eher der 2 DM-Wert verwendet. Die Variante Einzelfrankatur für die Luftpost-Zone 4 dürfte sehr selten sein.

Ein paar Beispiele für Mischfrankaturen möchte ich hier noch aufführen, da dieser Wert natürlich dafür genutzt wurde, um Frankaturen über 1 DM zu verkleben.

Bild 4 zeigt einen Orts-Eilbrief (Porto 1,10 DM), wo der Wert für die Eilzustellung (1DM) verklebt wurde.



Bild 5 zeigt einen Postprotestauftrag, die Gebühr errechnet sich hier, wie auch im folgenden Brief: Ortsbriefgebühr + Einschreiben + Nachnahme = 1,70 DM.



Und zuletzt zeigt Bild 6 einen Ortsbrief mit Nachnahme und Einschreiben (10 Pf + 80 Pf + 80 Pf = 1,70 DM).



Ein schönes Wochenende und etwas Zeit für unser Hobby wünscht euch
Klemens
 
StefanM Am: 11.10.2018 11:01:43 Gelesen: 2909# 49 @  
@ Frankenjogger [#28]

Hallo Clemens,

von dem 80-Pf-Wert der Serie "Bauwerke klein" konntest Du kein Beispiel einer Mehrfachfrankatur zeigen. Nun ist ein solcher Beleg in der PPA vom 18.10. verfügbar. Er ist nicht von mir, aber er fiel mir gleich auf und ich würde ihn gerne von einem Experten beurteilen lassen.

Ist der Beleg mit 4 Exemplaren der 80er portogerecht? Wie schätzt Du den verlangten Einstiegspreis ein?

Stefan
 
Frankenjogger Am: 11.10.2018 15:30:22 Gelesen: 2881# 50 @  
Hallo Stefan,

ich habe mir die beiden Briefe mal angesehen. Es handelt sich um überfrankierte Briefe mit Verwendung in der Bundesrepublik. Porto: Brief über 20 g 40 Pf, R-Gebühr 50 Pf, Eilboten 80 Pf, da kommen max. 1,70 DM zusammen.

Ich persönlich sammle Berlin, ob Marken oder Briefe, mit ganz wenigen Ausnahmen, nur mit Berlin-Verwendung.

Der Preisansatz dürfte aufgrund der Einheiten (Viererblocks vom Oberrand) so angesetzt sein. Wer solche Einheiten sammelt, dürfte die Preisansätze einzuschätzen wissen. Ich selbst lege keinen besonderen Wert auf Einheiten. Einen Zuschlag für eine Briefbewertung sehe ich hier eher als nicht gerechtfertigt.

Viele Grüße,
Klemens
 
Richard Am: 11.10.2018 19:02:19 Gelesen: 2860# 51 @  
@ StefanM [#49]
@ Frankenjogger [#50]

Bitte stellt umgehend Scans der Belege in dieses Thema ein, so lange sie noch auf ebay zu sehen sind. Ohne Abbildungen sind eure Beiträge für Dritte wertlos.

Schöne Grüsse, Richard
 
Frankenjogger Am: 12.10.2018 20:43:46 Gelesen: 2777# 52 @  
Die Angebote sind nicht bei ebay, sondern hier auf PPA.



Morgen werde ich dann hier fortfahren.

Guten Abend,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 13.10.2018 10:37:49 Gelesen: 2760# 53 @  
Guten Tag,

nach einer zweiwöchigen Pause mache ich mal weiter, heute mit dem Wert 110, dem Trinitatishospital in Hildesheim.

Dieser Wert war primär für den Standard-Einschreiben-Fernbrief vorgesehen (30 + 80 = 110 Pf). Entsprechend ist diese Portostufe recht häufig zu finden. Möglich wäre noch der schwere Fernbrief (501 - 1000 g), was aber eher selten erhalten geblieben sein dürfte. Das wäre dann wohl auch ein großer Brief, die von Sammlern ungern in die Sammlung genommen werden. Ich mag diese Form. Die Portostufe gilt auch für einen Standard-Fernbrief gegen Nachnahme, der jedoch seltener ist als der R-Briefe.

Bild 1 zeigt einen solchen R-Fernbrief, hier wieder ein schönes Oberrandstück



In Berlin galt im Zeitraum dieser Serie noch ein vergünstigter Tarif für Ortsbriefe, so dass der 110-Wert auch für einen Orts-Eilbrief (10 + 100) möglich war. Auch ein Orts-Wertbrief hätte dieser Gebühr entsprochen. Ein Orts-Einschreibenbrief 251 - 500 g dürfte jedoch schon eine kleine Rarität sein.

Bild 2 zeigt eine Einzelfrankatur auf einem Orts-Eilbrief



Auch im Auslandsbereich dürfte dieser Wert häufiger als Einzelfrankatur gebraucht worden sein. Briefe 41 -60 g, oder Luftpost-Übersee-Briefe 11 - 15 g in Zone 1 bzw. 6 - 10 g in Zone 2 kosteten 110 Pf.

Bild 3 zeigt einen Luftpost-Brief nach Südafrika (6 - 10 g, Zone 2)



Als Mehrfachverwendung gibt es, vor allem innerdeutsch gar nicht so viele Möglichkeiten, die allesamt nicht häufig zu finden sind. Ich kann nur eine Paketkarte zeigen.

Bild 4 zeigt eine Mehrfachfrankatur auf Paketkarte im Tarif ab 1.9.1971. Da kostete ein Paket in der Gewichtsstufe 5- 6 Kg für die Zone über 300 km - 3,30 DM. Die Gewichtsangabe auf der Karte dürfte eine "Sechs" sein, auch wenn sie wie eine "Vier" aussieht. Die Marken der Serie Bauwerke wurden zu der Zeit bei der Post aufgebraucht, die hohen Werte vor allem im Paketdienst.



Ich wünsche allen noch ein schönes Spätsommerwochenende,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 19.10.2018 21:50:14 Gelesen: 2623# 54 @  
Hallo,

schon wieder ist eine Woche vergangen und ich mache weiter, mit dem vorletzten Wert, der 130 Pf mit dem "Schloss Tegel" in Berlin, passend zur Berlin-Serie.

Dieser Wert kam erst sehr spät, nämlich am 26.3.1969 an die Schalter. Der Grund für diese Ausgabe ist mir nicht bekannt, war doch die nächste Gebührenerhöhung erst am 1.9.1971, wo dieser Wert dann für einen Einschreiben-Fernbrief zu benutzen war. Hatte die Post schon früher eine Gebührenerhöhung geplant, die dann nicht genehmigt wurde? Oder war der Bedarf für Standard-Eilbriefe so groß, dass eine Briefmarke dafür parat sein musste? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist dieser Wert in der Gebührenperiode der Ausgabezeit innerdeutsch für einen Standard-Eilbrief oder für einen Standard-Wertbrief passend gewesen.

Bild 1 zeigt einen Standard-Eilbrief (Brief 30 Pf + Eilboten 100 Pf) hier jedoch die Besonderheit, nach Italien, wo nach CEPT-Vertrag bei Standardbriefen die Inlandsgebühr galt.



Bild 2 zeigt einen Standard-Wertbrief aus der Gebührenperiode der Ausgabezeit, die bis zum 31.8.1971 ging.



Bild 3 zeigt einen Einschreiben-Standardbrief aus der folgenden Gebührenperiode (1.9.1971 - 30.6.1972)



Im Auslands-Luftpostbereich gibt es die Variante Luftpost-Brief 16-20 g in der Zone 1 (USA, Canada). Zeigen kann ich diesen leider nicht.

Mehrfachfrankaturen dieses Wertes aus der Ausgabezeit und in Berlin verwendet können als kleine Seltenheiten betrachtet werden. Ich habe überhaupt erst einen registriert, selbst auf Auktionen - Negativanzeige.

Ich kann nur einen Brief aus der übernächsten Portoperiode zeigen.

Bild 4 zeigt eine Mehrfachfrankatur mit zwei Stück aus dem Jahre 1973, Wertbrief der 2. Gewichtsstufe.



Es gibt sicher Möglichkeiten aus dem Luftpost-Überseebereich, evtl. mit Zusatzdiensten, aber die dürften schon sehr selten sein.

So, jetzt wünsche ich allen ein schönes Wochenende und ich freue mich schon auf kommende Woche, da ist Sindelfingen!

Viele Grüße,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 26.10.2018 17:48:54 Gelesen: 2503# 55 @  
So, liebe Interessierte dieser Beiträge,

ich komme zum Abschluss der großen Serie, was nicht heißen soll, dass dies der letzte Beitrag sein wird.

Der 2-DM-Wert zeigt die Bürgerhalle des Rathauses Löwenberg in Schlesien. Wieder ein Ort, der eigentlich nicht mehr zu Deutschland gehörte sondern im heutigen Polen liegt. Diese Marke hat mich schon in meiner Jugendzeit als Sammler interessiert, da sie irgendwie unerreichbar schien, denn als normale Familie hatte man kein Postaufkommen, auf dem ein solcher Wert vorgekommen wäre, sprich man bekam diesen Wert nicht aus der Alltagspost. So dauerte es auch etwas, bis ich, damals natürlich aus der Bund-Serie, diesen Wert mein Eigen nennen konnte, natürlich nur als Marke. An Briefe dachte ich damals noch nicht.

Wieder stellt sich die Frage, für was ein 2-DM-Wert gedacht war. Hier ist natürlich zu allererst die Paketpost zu nennen, denn da kamen manchmal hohe Gebührenwerte zustand. Weiterhin natürlich Wert-Briefe. Zur damaligen Zeit war es noch Standard, hohe Geldbeträge per Wertbrief zu versenden. Und als Einzel- sowie Mehrfachverwendung für den Postzustellauftrag, der einfach 2 DM kostete.

Das erste Bild zeigt einen einfachen Postzustellungsauftrag, natürlich in Berlin verwendet. Eine Mehrfachfrankatur für Mehrere kann ich leider nicht zeigen.



Weitere Möglichkeiten als Einfachverwendung scheinen erst einmal schwierig, aber ich konnte doch einige davon zusammentragen. Diese sind jedoch für den Zeitraum der Ausgabe des Wertes (13.12.1966) nur aus der Auslandspost.

Bild 2 zeigt einen schweren Auslandsbrief, 101 - 120 g (50 Pf + 5x 30 Pf, je weitere 20 g = 2 DM) in die Schweiz.



Bild 3 zeigt einen Luftpost-Übersee-Brief in die USA, auch hier über 20 g, nämlich 26 - 30 g (A-Brief 50+30 + 6x 20/Lp-Gebühr, je 5g = 2 DM)



Und nun zu Bild 4, das ein Highlight aus meiner Sammlung zeigt. Es ist auch ein Luftpost-Übersee-Brief (11 - 15 g), jedoch auf die Fiji-Inseln, definitiv eine sehr exotische Destination, und dann noch ein schönes Oberrandstück. Dieser Brief war einer meiner ersten Auktionskäufe, ich habe den Kauf bisher (mittlerweile etwa 20 Jahre her) nicht bereut. Porto: 50 + 3x 50/Lp für die Zone 4.



Auch wenn der 2-DM-Wert der Folgedauerserie Heinemann schon am 7.1.1971 erschien, waren doch noch viele Werte der großen Bauwerke vorhanden, die natürlich aufgebraucht werden mussten. Und so zeige ich noch drei Belege aus folgenden Porto-Perioden.

Bild 5 zeigt einen Fernbrief der zweiten Gewichtssufe mit Eilboten (50 + 150 = 2 DM, ab 1.9.1971).



Bild 6 und 7 zeigen Paketkarten, eine Einzelfrankatur für ein unversiegeltes Wertpaket und eine Mehrfachfrankatur für ein Schnellpaket, jeweils bis 5 Kg.



Und nun zeige ich zum Abschluss noch einen oben schon genannten Wertbrief (8000,- DM), in dem wohl Geld verschickt wurde (Brief über 100g: 70 + 8x 100/je 500,- DM Wert).



So, ich bedanke mich erst einmal für euer Interesse, ich wurde sogar in Sindelfingen darauf angesprochen, und verabschiede mich jetzt erst einmal, ich mache Urlaub. Bevor die erste Kältewelle anrollt, es kann evtl. sogar Schnee kommen, flüchte ich noch mal nach Süden.

Viele Grüße, Klemens
 
mumpipuck Am: 26.10.2018 22:49:08 Gelesen: 2480# 56 @  
Danke Klemens, hat Spaß gemacht!

Burkhard
 
Markdo Am: 27.10.2018 08:12:54 Gelesen: 2460# 57 @  
@ Frankenjogger,

bitte melde dich einmal bei mir.

Gruß Mark
 
Frankenjogger Am: 17.11.2018 14:01:25 Gelesen: 2158# 58 @  
@ Markdo [#57]

Ich habe dir letzte Woche eine Mail geschrieben!

In Sindelfingen war ich für die beiden Serien mal wieder fündig geworden.

In Bild 1 zur kleinen Serie die 40er als Einzelfrankatur auf Auslandsbrief.



Bild 2 zeigt eine 60er auf Luftpost-Inlandsbrief der zweiten Gewichtsstufe aus dem Tarif ab 1.4.1966.



Und Bild 3: Aus der großen Serie der 50 Pf-Wert auf Luftpost-Übersee-Postkarte in die USA.



Ein schönes Wochenende wünscht euch
Klemens
 
Michael Mallien Am: 08.12.2018 12:24:25 Gelesen: 1880# 59 @  
Hallo Klemens,

herzlichen Dank für die große Klasse Deiner Belege und deren Präsentation. Ich habe immer sehr interessiert mitgelesen und freue mich, wie schön ein Stück moderne Philatelie betrieben werden kann.

Ich traue mich mal die Messlatte etwas zu senken und philatelistisch "einfacheres" zu zeigen ;)

Wertbrief vom 21.3.1981 aus Rockenhausen nach Berlin, portorichtig frei gemacht mit 3,60 DM. Die Frankatur enthält einträchtig nebeneinander die 90er der Bauwerke-Serien Berlin und Bund.



Bei dem Beleg ist mir der Unterschied des Papiers der beiden Marken aufgefallen:

- Berlin auf gelblichem Papier
- Bund auf weißem Papier

Auf einem Foto ist das besser zu erkennen:



Vielleicht ist diese Schwankungsbreite ja sowohl bei Bund als auch bei Berlin normal oder die Berliner Marke ist einfach etwas vergilbt. Was habt ihr in dieser Sache beobachtet?

Viele Grüße
Michael
 
hajo22 Am: 08.12.2018 13:18:41 Gelesen: 1873# 60 @  
Postkarte frankiert mit 30 Pfg. aus Berlin vom 21.11.1966 nach Jerusalem.



hajo22
 
hajo22 Am: 10.12.2018 12:25:37 Gelesen: 1774# 61 @  
Einschreibbrief aus Berlin 20 vom 17.5.1991 frankiert mit 4,20 DM, davon 2x10 Pfg. Deutsche Bauwerke-Serie von 1966.

Späte Verwendung. Den Empfänger in Bayern habe ich abgedeckt.



hajo22
 
Frankenjogger Am: 16.12.2018 19:17:06 Gelesen: 1664# 62 @  
Hallo Michael,

entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde und vielen Dank für die lobenden Worte. Es klingt vielleicht etwas überheblich, aber das solle es bitte nicht! Vieles was ich gezeigt habe ist für mich ein klein bisschen Beiwerk für mein Berlin-Interesse, und vieles (nicht alles) habe ich für unter 10 € erstanden. Das soll als Motivation dienen, auch unspektakuläre Themen zu berücksichtigen. Es macht Spaß, wenn man dann immer mal wieder ein Stück dazu bekommt.

Berlin ist für sich, in der Summe vom Beginn bis zum Ende betrachtet ein interessantes und spannendes Gebiet. Und man wird immer wieder feststellen, wie schwierig es manchmal ist ein gewisses Stück zu finden.

Ich habe es nie bereut, dieses Gebiet zu sammeln. Und wer sich auf Briefe spezialisiert, der wird bei Berlin immer ein interessantes und spannendes Thema haben.

@ hajo22: Die 30 Pf Einzelfrankatur ist ein schönes Stück.

So, jetzt bin ich etwas abgewichen und möchte noch einige Ganzsachen zeigen.



Bild 1: P68 als Fernpostkarte



Bild 2: FP8 als Fernpostkarte



Bild 3 und 4: P69A+F, je als Fernpostkarte



Bild 5 und 6: P67A+F, zwar als seltene Auslandsverwendung, aber hier leider nur von und in die Bundesrepublik

Schönen Sonntag,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 27.12.2018 12:28:09 Gelesen: 1535# 63 @  
Hallo,

ich hoffe ihr seid alle gut gesättigt und beschenkt!

Zwischen Weihnachten und Neujahr findet man doch mal etwas Zeit, seine verborgenen Ansammlungen durch zu wühlen und da fanden sich noch ein paar Briefe mit kleinen und großen Bauwerken.

Zuerst eine schöne Massenmehrfachfrankatur des 10 Pfg-Wertes der kleinen Serie



Weiter eine Mischfrankatur des 20 Pfg-Wertes als Viererblock auf Orts-Einschreiben aus der Portoperiode ab 1.4.1966



Dann eine Einzelfrankatur der 60 Pf auf Ortsbrief mit Einschreiben



Und noch eine Einzelfrankatur der 70er auf Ortsbrief mit Nachnahme der zweiten Gewichtsstufe.



Weitere Briefe der großen Serie werden folgen,
Klemens
 
Michael Mallien Am: 04.01.2019 18:22:46 Gelesen: 1390# 64 @  
"Resteverwertung" hat zu dieser schönen Mischfrankatur aus Berliner und DDR Bauwerke-Marken geführt. Diese beiden Serien auf einem Beleg sind bestimmt nicht häufig zu finden.

Wertbrief/Nachnahme vom 19.7.1991 aus Deggendorf nach Murrhardt, frankiert mit insgesamt 10,40 DM.
Fernbrief bis 100g: 2,40 DM
Nachnahme: 2,00 DM
Wertbrief bis 500 DM: 6,00 DM



Auf der Rückseite befindet sich ein Benachrichtigungsvermerk vom 20.7.1991.

Viele Grüße
Michael
 
padibo Am: 17.03.2019 16:47:07 Gelesen: 516# 65 @  
Hallo Klemens,

vielen Dank für die tolle Darstellung der Berliner Dauerserie Deutsche Bauwerke, welche bisher kaum beachtet wurde. Solltest Du noch an außergewöhnlichen Belegen interessiert sein, hier könnte ich hier einen Beitrag dazu leisten.



40 Pfg Warensendung. Gern könnte ich Dir ein paar Scans von weiteren Belegen zukommen lassen. Vielleicht meldest Du Dich bei mir.

Dietmar
 
padibo Am: 17.03.2019 16:52:27 Gelesen: 512# 66 @  
@ padibo [#65]

Hier noch die 80 Pfg. Einzelfrankatur nach Indien, Stempeldatum nicht genau lesbar, allerdings im Werbeblock ist die Zeitspanne erkennbar.

Viele Grüße Dietmar


 
Frankenjogger Am: 17.03.2019 17:19:35 Gelesen: 503# 67 @  
Hallo Michael,

zwei schöne Belege. Ich habe mal meine Email-Adresse freigeschaltet. Deine konnte ich nicht einsehen.

Gerne kannst du mich kontaktieren, du kannst natürlich auch hier schöne Belege zeigen.

Viele Grüße,
Klemens
 
padibo Am: 18.03.2019 17:29:53 Gelesen: 463# 68 @  
Hallo Klemens,

ich heiße Dietmar und nicht Michael. :-) Hier nochmal ein paar schöne Belege. Dann hab ich noch eine Frage: Die 1,80 DM-Frankatur nach meiner Meinung 10 Pfg überfrankiert. Was meinst Du dazu?

Schöne Grüße
Dietmar






 
Frankenjogger Am: 18.03.2019 19:24:33 Gelesen: 448# 69 @  
Hallo Dietmar,

ich bitte vielmals um Entschuldigung, da habe ich doch in der Eile aus Versehen den Namen von Michael Mallien als Ansprechperson gelesen.

Ja, da sind schöne Briefe dabei. Die 180er Frankatur ist auch aus meiner Sicht 10 Pf überfrankiert. Der Brief mit den zwei 20er Viererblocks ist evtl. auch nicht richtig frankiert. Ich habe momentan nur Unterlagen für Briefe bis 250 g hier vor Ort und kann nicht sagen, ob ein Fern-Brief 251 bis 500 g 80 Pf gekostet hätte. Aber bei der philatelistischen Aufschrift ist Vorsicht geboten.

Wo ich mich jedoch immer zurückhalte, ist bei Briefen mit Angaben zur schönen philatelistischen Behandlung durch die Post. Ich habe zwar auch philatelistisch beeinflusste Briefe in meiner Sammlung, gerade bei Sondermarkenfrankaturen, aber das mag ich nicht.

So, jetzt habe ich viel getextet und möchte noch zwei Briefe zeigen.



Zwei Postprotestaufträge; Das Porto errechnet sich hierbei aus O-Brief 10 Pf + R-Gebühr 80 Pf plus Nachnahmegebühr 80 Pf, einmal mit 2x 70 Pf + 30 Pf und einmal mit 1 DM + 70 Pf, macht je 1,70 DM Porto.

Viele Grüße,
Klemens
 

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