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Thema: Moderne Privatpost: Citipost Göttingen
Baber Am: 12.07.2018 10:45:46 Gelesen: 3327# 1 @  
@ DL8AAM

Die CITIPOST Göttingen GmbH übernimmt für Sie die Beförderung und Portooptimierung Ihrer Geschäftspost deutschlandweit, zuverlässig, schnell und effizient.

Das ist wohl auch so passiert, denn die Rechnung für die DBZ kam in diesem Umschlag nach München:



Ich frage mich aber, was das hier gebracht hat, erst 65 Cent für die Citipost und dann doch noch 85 Cent für die Deutsche Post.

Gruß
Bernd
 
DL8AAM Am: 12.07.2018 15:47:39 Gelesen: 3290# 2 @  
@ Baber [#1]

Ich frage mich aber, was das hier gebracht hat, erst 65 Cent für die Citipost und dann doch noch 85 Cent für die Deutsche Post.

Nein, das ist eine falsche Interpretation. Erst einmal - zur Hintergrundinformation - vorausgeschickt, die DBZ, gehört zum Madsack-Konzern, zu dem, auch die CITIPOST Hannover/Göttingen selbst gehört.

Aber selbst wenn hier zwei komplett "unterschiedliche" Unternehmungen beteiligt gewesen wären, wäre trotzdem immer noch Gewinn für die Privatpost drin.

Ganz grob und sehr verkürzt: Der Absender kauft für 65 Cent (brutto, d.h. ca. 55 Cent netto) eine Briefmarke bei der CITIPOST. Die gibt die damit freigemachte Sendung, nach der FRANKIT-Frankatur zu 70 Cent (brutto=netto), über einen Konsolidierer an die DPAG ab. Dann setzen wir mal einen Rabatt, den die DPAG nachträglich auf konsolidierte Chargen einräumt, sagen wir grob geschätzt "ein Drittel", an. Dann hat die konsolidierende Privatpost für den abgeleiteten Brief selbst - trotz einer 70 Centfrankatur auf dem Umschlag - effektiv nur 45-50 Cent gezahlt, d.h. es bleibt 5-10 Cent "Gewinn" (und der Staat hat trotz Umsatzsteuerbefreiung der DPAG für "Standardbriefe" über diesen Umweg auch noch eine kleines Plus von 5-10 Cent eingefahren, plus eine Umsatzsteuer auf die Konsolidierungsdienstleistung selbst). Und das alles über eine einzige verkaufte 65 Cent Privatpostbriefmarke.

In diesem Fall sollte die DBZ-Briefmarke eher den "eye-Catcher" Charakter einer dieser "Privat-Dienst-Ganzsachen-Frankaturen" auf den DPAG Werbesendungen haben (wobei das kostenstellenbetrachtend sogar sinnvoll sein mag), zumal der Absender ja auch nur 65 Cent für einen Standardbrief verklebt hat, während die Post einen Kompaktbrief zu 85 Cent erhalten hat.

Edit: Wobei ich bei Deinem Beleg keinen Hinweis auf die CITIPOST Südniedersachsen (ex Hildesheim) sehe, sondern komplett nur eine Bearbeitung durch die CITIPOST Göttingen (codX-Mandantennummer 0046; Mail Alliance-Kenner MA-3772) erkennen kann. 65 Cent (brutto) ist auch das Standardbriefporto der CITIPOST Göttingen [1], während der bei der CITIPOST Südniedersachsen 70 Cent (netto) kostet [2]. Bei den Hildesheimern sehe ich derzeit auch keine Briefmarkenausgaben.

Die Webauftritt wurde auch umgestellt. Der früher umleitende Link auf die CITIPOST Göttingen ist verschwunden, stattdessen findet sich nun ein eigener "Kurzauftritt" auf dem CITIPOST "Portal" [3].



(Download: 12.07.2018)

Gruß
Thomas

[1] http://www.citipost.de/Goettingen/Geschaeftskunden/Produkte/Briefmarken
[2] http://www.citipost.de/Hildesheim > http://www.citipost.de/content/download/5791/35735/file/CITIPOST-Flyer.pdf
[3] http://www.citipost.de
 
Baber Am: 13.07.2018 19:22:07 Gelesen: 3235# 3 @  
Hallo Thomas,

da habe ich leider den Titel missverstanden.Ich dachte die Citipost ist von Hildesheim nach Göttingen gewandert. Wenn Citipost Göttingen schon immer bestanden hat war mein Beitrag natürlich unpassend.

Gruss
Bernd

[Beiträge [#1] bis [#3] redaktionell verschoben aus dem Thema "Moderne Privatpost: Citipost Hildesheim GmbH stellt Betrieb ein"]
 
DL8AAM Am: 18.09.2020 19:47:38 Gelesen: 2383# 4 @  
Wenn es schon einen redaktionell eröffneten (und gerade erst zufällig gefundenen) Thread für meine örtliche Privatpost gibt, dann will ich den nun auch mal etwas befüttern. ;-)



Werbemailing des Absender "Indeed Ireland Operations Ltd." aus Dublin 2, Irland (findet sich nur auf dem Werbematerial); Leitcode P2-000 2 EV P2-084 50-41, d.h. der Brief wurde (direkt) über (die) "P2-Die Zweite Post" (Zentrale) - siehe P2-000 - in das deutsche Privatpostnetzwerk einschleust; über den "Verteil-Hub 2" zur Zustellung an die CITIPOST Göttingen (= P2-084); UPOC-Sendungsnummer mit der codX-Mandantenkennung 0217 der "P2 Die Zweite Post GmbH + Co. KG", 64546 Mörfelden-Walldorf; der Versender bzw. der Produzent des Mailings hat direkt bei dessen Erzeugung den Routen-/Zustell-Code für die Empfängeradresse 50-41 mit ins Fenster-Adressfeld eingedruckt

Sendungserfassungs- bzw. Bearbeitungsspray der CITIPOST Göttingen, mit Barcode, mit neuer eigener UPOC-Sendungsnummer (codX-Nummer 0046) und Zustell-Code "50-41"; 17.09.2020.

Diese Form des Sprays, ohne Eigenidentifikation in Textform, ist hier inzwischen die Standardvariante, üblicherweise findet sich der Spray aber kopfstehend unten links (unter dem Fenster), auch da die "Frankierzone" ja bereits meist durch Vermerke der anderen, vorher involvierten Privatpostdienstleister belegt ist. Richtig herum, oben rechts, sind eher seltene Ausnahmefälle.

Wahrscheinlich wurde das Mailing nicht in Deutschland produziert, das fehlende ü im Absendereindruck "indeed fur Arbeitgeber" ist dabei durchgerutscht, auf der Webseite wird aber korrekt "für" verwendet, d.h. "fur" ist keine gewollte Werbemarke. Der Druckhinweis DEOSE1 könnte auch dafür sprechen: DE für Deutschland. Vermutlich läuft gerade eine größere europaweite Mailingaktion von Indeed aus Irland, wobei die deutschen Chargen über P2-Dei Zweite Post versendet wird. Es handelt es sich hier also vielleicht sogar um ein internationales Privatpost-Remailing ;-)

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 17.12.2020 20:19:15 Gelesen: 2181# 5 @  
Na toll,



da versendet PHILAPRESS Zeitschriften und Medien, aus dem Hause Madsack, sein neues Zeppelinpost Sonderheft 2010/2021 mit einer individualisierten Briefmarke der CITIPOST Göttingen - und die CITIPOST Göttingen, die ebenfalls aus dem Hause Madsack stammt, entwertet prompt diese Briefmarke mit einer "echt klassischen" Federzugentwertung. Supi! Da hat ja mal jemand so richtig philatelistisch mitgedacht. Man will man hier wohl ganz gezielt an die Phase der klassichen Philatelie des 19. Jahrhunderts anknüpfen. Whow. [/IRONIE OFF]



Individualisierten Briefmarke der CITIPOST Göttingen für deren Kunde PHILAPRESS zu € 1,45; Motiv: Altstadtansicht (im Vordergrund die Jacobikirche, im Hintergrund die zweitürmige Johanniskirche).

Übrigens haben die CITIPOST und PHILAPRESS ihren Sitz sogar im selben Gebäude, nämlich in der Dransfelder Straße 1, 37079 Göttingen.

Beste philatelistische Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 05.10.2021 16:51:03 Gelesen: 1511# 6 @  
Nachdem die CITIPOST-Gruppe bereits vor einem Jahr ihr Logo geändert hat, kommt diese Änderung (nach der Mutter in Hannover) nun langsam auch bei den Töchterbetrieben in der Tiefe des Landes an. Jetzt auch bei der CITIPOST Göttingen, wenn auch derzeit nur ansatzweise.



"Inner-CITIPOST Göttingen"-Sendung von Northeim nach Göttingen; Anfang Oktober 2021.

Da die Adresse im Briefzentrum der CITIPOST Göttingen in Rosdorf nicht automatisch erkannt werden konnte, wurde diese ausgesondert und manuell nachbearbeitet. Hierbei wurde ein Adress-Korrekturlabel im Fensterbereich verklebt und hier wurde parallel ein spezielles (Nachbearbeitungs-) Label mit dem ermittelten Routenkode "50-34" erzeugt (04.10.2021). Überklebt wurden dabei zwei "halbleere" Labels, die im Rahmen der Sendungsersterfassung lediglich die Vergabe der UPOC-Sendungsnummer belegen, zusätzlich zu dem Leitcode 20999 (auf dem mittleren Label), der sehr wahrscheinlich die Aussonderung zur Adressermittlung steuert.

Das neue Logo erscheint aktuell nur in diesem manuellen Nacherbearbeitungslabel. Die Tintenstrahlsprays sowie die normalen Standardlabels aus der automatischen Sortierung tragen weiterhin noch das alte Logo mit dem "CITIPOST-Männchen" in Bewegung.

Interessant ist übrigens auch der neue Term "CITIPOST SZ Göttingen", wobei die Abkürzung SZ neu ist und (wahrscheinlich) für Service-Zentrum steht. Zusätzlich wird die Adresse der Zentrale in der Dransfelder Str. 1 in 37079 Göttingen (im Madsack-Gebäude des Göttinger Tageblatts) eingedruckt.

Soweit zur Dokumentation dieser "wichtigen" Änderung. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
soeste2919 Am: 06.10.2021 07:28:04 Gelesen: 1479# 7 @  
Hallo !

Philapress, Citipost und die Tageszeitungen sind innerhalb Göttingens umgezogen. Auch wird schon seit einiger Zeit am alten Standort nichts mehr gedruckt.

Der alte Standort wird vermutlich dem Erdboden gleichgemacht.

MfG. soeste2919
 
DL8AAM Am: 04.11.2021 19:56:49 Gelesen: 1337# 8 @  
@ DL8AAM [#5]

Neu und trotzdem nichts Neues im Westen. ;-(



Ausschnitt eines Großformatbriefes des Absenders Philapress, briefmarkenfrankiert mit € 1,45; versendet über die CITIPOST Göttingen (01.11.2021).

Da bestellt man sich, als Nichtabonennt, eine gedruckte Ausgabe des kostenlose BMZ-Sonderhefts "Deutsche Kolonien (Ausgabe 2021/2022)" [1] und dann ...

... ja dann, selbst nach Jahren (!) schafft es die CITIPOST Göttingen mit Briefmarken freigemachte Sendungen anders, als per Kugelschreiber, zu entwerten. Sie haben zwar sogar Handstempel, aber es ist wohl schneller und einfacher die wenigen Briefmarkensendungen, wie zu vor Kaisers Zeiten, wegzuXen ;-(

Dabei hat PHILAPRESS sogar eigene personalisierte Briefmarken - zur Bespassung ihrer Zielgruppe - drucken lassen, inzwischen sogar mit dem neuen CITIPOST-Logo und dann überzeugt man seine "eigene" CITIPOST nicht, diese "Sondermarken" philatelistisch(er) entwerten zu lassen.

Hier erneut der Hinweis: Die CITIPOST und PHILAPRESS (sowie das Göttinger Tageblatt) sind nur "Abteilungen" der selben gleichen Unternehmung, nämlich der "Madsack Niederlassung Göttingen", sogar mit Sitz im selben gleichen Haus, am neuen Standort in der Wiesenstraße 1. Schade eigentlich.



Personalisierte Briefmarke der CITIPOST Göttingen für "Philapress", zu € 1,45; Motiv "Göttingen - Altes Rathaus"; mit dem neuen CITIPOST-Logo; 2021.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.briefmarkenspiegel.de/2021/10/21/deutsche-kolonien-e-paper
 
DL8AAM Am: 06.02.2022 20:01:43 Gelesen: 1030# 9 @  


Standardbrief versendet über die CITIPOST Göttingen, (über-) frankiert mit einer alten Kompaktbriefbriefmarke zu 85 Cent; Sendungserfassungsspray kopfstehend unten links, (immer noch) mit dem alten Logo und mit UPOC-Sendungsnummer vom 20.01.2022.



Briefmarke zu 85 Cent aus der Serie "I Love Göttingen" von 2019, Motiv Brunnenfigur "Gänseliesel" vor dem alten Rathaus Göttingen (Marktplatz).

Seit dem 01.01.2022 beträgt das Porto für einen Standardbrief 75 Cent [1] (für Briefmarken verwendende Nichtvertragskunden). Da der Versender aber wohl noch keine neuen Briefmarken zur Verfügung hatte, wurde eine ältere Briefmarke zum alten Portosatz für einen Kompaktbrief verwendet.



Funfact: Falls man hier bei uns übrigens eine sichere (echte) Briefmarkenentwertung haben will, muss man diese unten links verkleben, denn zu 99% verewigt sich die CITIPOST Göttingen standardmäßig nur noch dort.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://goettingen.citipost.de/geschaeftskunden/produkte/briefmarken
 
DL8AAM Am: 05.08.2022 16:53:13 Gelesen: 290# 10 @  


Älteres Sendungserfassung-Label der CITIPOST Göttingen mit individuellem Kundenklischee des Absenders, dem Finanzamt Northeim; 16.11.2021.



und das passende Tintenstrahler-Gegenstück; 29.05.2020.

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 06.08.2022 15:31:52 Gelesen: 248# 11 @  
@ DL8AAM [#10]

Mir ist gerade aufgefallen, dass das hier noch nicht thematisiert wurde. Der oben gezeigte Tintenstrahler ist inzwischen Vergangenheit. Etwa um den Jahrenwechsel 2022 gab es hier eine generelle Veränderung in der Form. Warum auch immer, ob hier "nur" eine neue Software/Version oder sogar ganz neue Gerätschaften dahintersteht, kann ich aber nicht sagen. Mangels direkten Zugang oder Kontakten zur CITIPOST Göttingen, beschränke ich mich "nur" auf optische Beschreibung. Vielleicht hat ja Stefan, aka Pete, eine Idee?

Hier einmal ein paar aktuelle Beispiele:



Tintenstrahlerfassungssprays, hier mit Zusätzen von individuellen Kundenklischees der Absender, hier sämtlich von verschiedenen Autohäusern aus der hiesigen "Südhannover-Gruppe", von oben nach unten: Audi Zentrum Göttingen GmbH (09.05.2022), Volkswagen Zentrum Göttingen - Autohaus Südhannover GmbH [die "Mutter"] (27.04.2022) sowie [Skoda] Automarkt Göttingen GmbH (27.06.2022).

Die Elemente der Sprays (hier die der vollständigen "Langform") selbst, blieben aber identisch (inklusive der Inhalte bzw. internen Systematik):

- Logo der CITIPOST Göttingen (interessanterweise immer noch mit dem alten Logo der CITIPOST-Gruppe),
- UPOC-Sendungsnummer (codX-Mandantenkennung 0046) mit linearem Barcode,
- Datum,
- Mail Alliance-(Eigen-)Kennung MA 3772, nötigenfalls mit Zusatz INFO (für eine "Infopost"-Massenwerbesendung) und der
- kodierten Routen- bzw. Tourenkennung für die Empfängeradresse, hier 50-42 13.

Neben dieser Langform können je nach Bedarf verkürzte Varianten, durch Weglassung einzelner Elemente, gedruckt werden.

Beste Grüße
Thomas
 
Stefan Am: 06.08.2022 15:47:13 Gelesen: 244# 12 @  
@ DL8AAM [#11]

Mir ist gerade aufgefallen, dass das hier noch nicht thematisiert wurde. Der oben gezeigte Tintenstrahler ist inzwischen Vergangenheit. Etwa um den Jahrenwechsel 2022 gab es hier eine generelle Veränderung in der Form. Warum auch immer, ob hier "nur" eine neue Software/Version oder sogar ganz neue Gerätschaften dahintersteht, kann ich aber nicht sagen. Mangels direkten Zugang oder Kontakten zur CITIPOST Göttingen, beschränke ich mich "nur" auf optische Beschreibung. Vielleicht hat ja Stefan, aka Pete, eine Idee?

Bis zum "Beweis" des Gegenteils gehe ich erst einmal davon aus, dass hier jemand an der Grafik herumgespielt hat, welche das Firmenlogo der Citipost Göttingen enthält. ;-)

Kannst du bitte einen Scan zeigen, wo Frankierung alt und neu untereinander gezeigt werden?

Neben dieser Langform können je nach Bedarf verkürzte Varianten, durch Weglassung einzelner Elemente, gedruckt werden.

Bei Briefsortieranlagenmodell "Criterion" von BBH, wovon auch mindestens ein Exemplar in Göttingen steht, lässt sich gut belegen, dass verschiedene Frankierlayouts zur Anwendung kommen können, u.a. abhängig vom

- Sendungsformat (C6 bzw. C6 lang)
- standardmäßig gedrucktem Absenderlogo vorderseitig links oben (Bsp. Post der Finanzämter, Stadtverwaltung oder Justizbhörden)
- Eingangsbarbeitung von Sendungen der Kooperationspartner
- im Bedarfsfall ausgehende Post an Kooperationspartner bzw. maschinell aussortierte Sendungen für die Aussteuerung über die Deutsche Post AG
- ...

Da kann man sich bei Vorliegen einer entsprechenden Belegemenge durchaus den Spaß machen, die Vorgehensweise der maschinellen Bearbeitung in dem betreffenden Briefzentrum des Postmitbewerbers nachzuvollziehen. Wenn dies geklärt werden konnte, fallen dann auch umso leichter "Fehlfrankierungen" (Verwendung eines unpassenden Frankierlayouts) auf.

Gruß
Stefan
 
DL8AAM Am: 07.08.2022 15:34:33 Gelesen: 194# 13 @  
@ Stefan [#12]

Hallo Stefan,

besten Dank, scheinbar hast Du womöglich Recht, dass das hier wirklich lediglich nur eine "Komplettüberarbeitung" des Layouts durch "Umprogrammierung" einer bestehenden Anlage abbildet?

Hier die Sukzession (Scan an der linken Umschlagaußenkante ausgerichtet):



1.) Die alte Standardform eines (ersterfassenden) Kompettsprays (04.06.2019). Rechtsbündig bzw. an der rechten Umschlagkante orientiert. Logo breiter und flacher (als die neue, aktuelle Form). Schriftart des "Zustellkodes" kleiner, dafür dicker bzw. "bold". Die Eigenidentifikation MA 3772 in der selben "bold"-Schrifttype, wie der Zustellkode.

2.) wie 1.) nur linksbündiger, bzw. Spray an der linken Kante des Umschlags ausgerichtet, d.h. der Spray ist grundsätzlich nach links eingerückt und erscheint (fast) mittig (13.01.2022).

3.) Neue Position, wie bei 2.). Nun hat wurde auch die Form des Logos geändert, schmaler, dafür höher. Neue (höhere) Schriftart des Zustellcodes nicht mehr "bold". Barcode nach unten gerutscht. Die Textangaben MA 3772 (auch nicht mehr "bold"), Datum, UPOC-Sendungsnummer nun über dem Barcode (04.02.2022).

4.) Neue Position, wie bei 2) und 3). Der Barcode ist wieder oben gesetzt, darunter die UPOC-Sendungsnummer, das Datum und die Eigenidentifikation MA 3772 (26.07.2022). Das ist die aktuelle Standardform.

Eine Interpretation wäre, dass in einer ersten Übergangsphase der Spray mittig bzw. nach links eingerückt ist, dann veränderte man in einer weiteren Übergangstufe das Layout (Logo mit Schriftart) sowie die Abfolge im Datenelement des Sprays, bis man anschliessend die aktuelle Form "erreichte". Das würde/könnte dafür sprechen, dass hier, wie Du vermutest, nur an der Software "gespielt" wurde und keine neue Gerätschaften eingeführt wurden. Zumindest kam wohl keine neue "Komplettanlage", vielleicht wurde die bestehende Altanlage technisch nur "teilmodernisiert" und das Layout wurde stückchenweise daran angepasst.

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 07.08.2022 16:13:41 Gelesen: 182# 14 @  
@ Stefan [#12]

Bevor Du nachfragst, die Position des Sprays ist unabhängig von eventuell "präexistenten" Eindrucken im Umschlag.

Hier die Sukzession des "Kurzsprays" Zeitlich nun aber von unten nach oben angeordnet und wieder "linksbündig" gescannt.



Kurzspray heisst hier, nur Barcode mit UPOC-Sendungsnummer (mit Datum in der selben Zeile) und "Zustellcode". Diese "Standard-" Kurzsprays kommen in der Regel auf Sendungen zum Einsatz, die von Kooperationspartnern stammen und der CITIPOST Göttingen zur Zustellung übergeben wurden.

Nur am Rande, hat jemand eine Idee, woher der "Eingangsstempel" stammt? Ist das wirklich ein Eingangsstempel? Oder eher ein "Ausgangsstempel"? Daher, wo ich diese Charge bekommen habe ("privater" Arzt) benutzt keine Eingangsstempel bzw. keine Tintenstrahl-Eingangssprays. Siehe auch das Datum.

Beste Grüße
Thomas
 
Stefan Am: 07.08.2022 20:28:35 Gelesen: 167# 15 @  
@ DL8AAM [#14]

Nur am Rande, hat jemand eine Idee, woher der "Eingangsstempel" stammt? Ist das wirklich ein Eingangsstempel? Oder eher ein "Ausgangsstempel"?

Ich kenne genau diese Gestaltung des Stempelabschlag als Posteingangsstempel eines großen Empfängers aus Münster in Westfalen. Der Frankierfarbe nach wurde seinerzeit (ca. 2014) die dortige Absenderfreistempelmaschine (Modell 4D11...) über einige Monate hinweg auch zur Posteingangsstempelung genutzt. Die Posteingangsstempelung selbst war dort bereits vorher einige Jahrzehnte lang Usus.

In deinem Fall ist allerdings nicht auszuschließen, dass es sich hier um den Postausgang des Absenders und nicht um den Posteingang des Empfängers handelt. Das Datum sowie die Uhrzeit vom 21.11.2018 um 14:11 Uhr spricht eher für den Postausgang (also Stempelfehleinstellung mit der Angabe "POSTEINGANG").

Gruß
Stefan
 
Stefan Am: 07.08.2022 21:18:30 Gelesen: 162# 16 @  
@ DL8AAM [#13]

Hier die Sukzession (Scan an der linken Umschlagaußenkante ausgerichtet):

Ist dir bekannt, wie die Sendungen in der Criterion (Briefsortieranlagenmodell) der Citipost Göttingen eingezogen werden? Ich kenne dies als C6-Sendung kopfstehend + linksbündig, wenn die Sendungen auf das Richtung Briefeinzug zuführende Transportband aufgelegt werden.

Anhand der in den Beiträgen [#11] und [#13] gezeigten Belege ist gut zu erkennen, dass im Briefzentrum der Citipost Göttingen am Druckbild herumexperimentiert wurde (Stellung des Strichcodes und des UPOC + Zustellbezirksangabe am Beleg vom 04.02.2022, dito Wiedergabe des Citipost-Logos gestreckt oder gestaucht - je nach dem, was der Normalzustand wäre). Da müsste tageweise gesammelt werden, um all den Änderungen auf die Spur zu kommen.

@ DL8AAM [#14]

Bevor Du nachfragst, die Position des Sprays ist unabhängig von eventuell "präexistenten" Eindrucken im Umschlag.

Bei C6-Sendungen steht - wenn vorgedruckt - der Absender normalerweise entweder links oben in der Ecke (Briefumschlagvorderseite) oder mittig auf der Briefklappe (Briefumschlagrückseite). Vor allem bei den Kurzbriefen kann es passieren, wenn der Absender links oben auf der Vorderseite vermerkt wurde, dass der Werbeeinsatz des Absenders (wenn vorhanden) als Bestandteil der maschinellen Frankierung in die vorgedruckte Absenderangabe hineinragt. Um dies zu vermeiden, kann man die Frankierung (UPOC, Firmierung, Zustellbezirksangaben, Datum usw.) etwas nach rechts versetzen bzw. die einzelnen Elemente etwas anders anordnen.

Gruß
Stefan
 
DL8AAM Am: 08.08.2022 14:56:48 Gelesen: 133# 17 @  
@ Stefan [#16]

Ist dir bekannt, wie die Sendungen in der Criterion (Briefsortieranlagenmodell) der Citipost Göttingen eingezogen werden? Ich kenne dies als C6-Sendung kopfstehend + linksbündig, wenn die Sendungen auf das Richtung Briefeinzug zuführende Transportband aufgelegt werden.

Jein, ich weiss leider nicht, wie die im "real life" eingelegt bzw. eingezogen werden. Ich bin hier nur ein "stiller Beobachter". ;-) Aber dieser kopfstehende Eindruck war und ist hier die Standardform für Sendungen, bei denen die "Frankierzone", d.h. der obere Teil des Umschlags, durch fremde Privatposteindrucke bereits belegt ist. Die Position "oben" (richtig herum) aus dem Beitrag [#14] ist nur die übliche Form, wenn diese unbedruckt geblieben ist bzw. wenn die "gegnerische" Privatpost (nur) im Fenster verewigt wurde.

Aber auch hier kann man die beschriebene Sukzession beobachten.



Von unten nach oben:

1) Die alte Standardform. Zustellcode in einer "bold"-Schifttype. Textliche UPOC-Sendungsnummer direkt unter dem Barcode (14.12.2020)

2) wie 1), die textliche UPOC-Sendungsnummer wurde ausgerückt und wird nun weit rechts vom Barcode eingedruckt (07.20.2021). Das war kein Ausrutscher, sonders diese ausgerückte Form war in dieser Periode der neue Standard.

3-5) die neue, aktuelle Form. Der Eindruck erscheint nun (fast) mittig. Neues Schriftbild für den Zustellcode (2022).

Der Scan ist in diesem Fall an der rechten Umschlagaußenkante orientiert, was aber bedeutet, da der Aufdruck kopfstehend ist, dass sich der Druck bei der neuen Form ebenfalls wieder an der linken Kante ausrichtet, d.h. unabhängig von der Breite des C6-Umschlags rückt der Druck immer gleich weit jeweiligen Bezugsaußenkante des Umschlags ein.

Um das besser zu verdeutlichen, hier Einzelscans der einzelnen Stufen ("Alt" und "Neu") alleine stehend, an der jeweiligen Umschlagaußenkante orientiert, links versus rechts (bzw. kopfstehend eingezogen rechts versus links).



Damit "außenstehende" Mitleser hier einmal Gesamtbelege sehen, um unsere Diskussion besser zu verstehen, hier zwei Beispiele: Alt und Neu.



Sendungen ursprünglich über NordBrief Rendsburg (25.11.2020) bzw. bei der südmail (10.06.2022) eingeliefert. Beide belegten durch ihre Tintenstrahleindruck den oberen Bereich der Umschläge, so dass sich die übernehmende bzw. zustellende CITIPOST Göttingen nur noch kopfstehend unter dem Fenster verewigen konnte.

Beste Grüße
Thomas
 
opti53 Am: 17.08.2022 17:19:44 Gelesen: 10# 18 @  
Hallo,

ich könnte hier noch einen aktuellen Beleg beitragen:



Den Aufkleber, der auf den Marken war, habe ich vorsichtig abgelöst und rechts angebracht.

Viele Grüße

Thomas
 
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