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Thema: Eisenbahndienstsachen national - EDS
Das Thema hat 93 Beiträge:
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Stefan Am: 22.02.2020 09:53:54 Gelesen: 57366# 69 @  
@ skribent [#68]

Da die Anschrift recht knapp gehalten ist kann man wohl zu Recht annehmen, dass das Versicherungsbüro bei der Direktion in München zu finden ist. Aber was für ein Bestandteil, der mit Maschine geschriebenen Anschrift, ist "schwarz" durchgestrichen? Wer hat da was warum geprüft?

Als Gedanke: Kann es sein, dass ein Sammler den eigentlichen Empfängernamen schwärzen musste? Ich kenne dies Vorgehensweise von einer Sammlerkollegin. Wenn sie von bestimmten Empfängern (Bsp. Arztpraxis) die eingegangene Tagespost erhält, darf sie diese auch an andere Sammler weitergeben. Allerdings muss zuvor auf den betreffenden Belegen der Empfängername geschwärzt sein (meist mit Kugelschreiber oder Filzstift).

Gruß
Pete
 
Journalist Am: 08.04.2020 16:12:58 Gelesen: 56317# 70 @  
Hallo an alle,

ich habe dieser Tage den folgenden Einschreibebrief beim Sortieren gefunden. Zuerst die Vorderseite:



Ist der Brief als EDS per Einschreiben gelaufen ? oder .... ?

Hier noch die Rückseite zur Vervollständigung:



Viele Grüße Jürgen
 
mausbach1 (RIP) Am: 03.09.2020 10:44:08 Gelesen: 53912# 71 @  
Deutsche Reichsbahn



R-Brief Februar 1949 Reichsbahnamt Berlin Bln.-Rummelsburg nach Hoppegarten mit MiNr. 220a, 225b

Glückauf!
Claus
 
DL8AAM Am: 29.07.2021 21:10:56 Gelesen: 46662# 72 @  
@ Postgeschichte [#18]

Was die Aufkleber „Nachbeeisungsbahnhof“, „Frachtbrief..“ ... angeht, habe ich im Moment keine weitergehende Erklärung. Ich habe solche Aufkleber bisher noch nicht gesehen.

Zu Thema "Nachbeeisungsbahnhof" ist mir heute ein Bogenteil dieser Zusatzmarken, mit Druckvermerk, in die Fänge geraten, der hier ein paar erklärende Hinweise gibt



605 54/1

Frachtbriefzettel für Wagen, die nachbeeist werden müssen A4 = 64 Stück A 10 q
auf 1 Blatt 5 b 70 gummiert (blauer Druck) Karlsruhe IX 61 10 000 C 101.

... und zum Thema "Flügelrad" ebenfalls. Leider nicht vollständig, der erklärende Teil des Textes fehlt.



605 08/1 Frachtbrief - auf 1 Blatt 5 b 70 gummiert (roter Druck) Karlsruhe VII 64 15000 E 107.

Beste Grüße
Thomas
 
Koban Am: 19.10.2021 19:14:11 Gelesen: 44837# 73 @  
Hallo zusammen,

anbei drei EDS-Verschlussmarken wie in [#36] und [#65] bereits vorgestellt. Davon die Erste evtl. ungebraucht, noch auf Trägerpapier(?) haftend?

Darüber hinaus einige weitere, zu denen ich keine Vergleichsstücke gefunden habe. Die "Marken" in der oberen Reihe haben wohl Originalgummi, wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese überhaupt zum Thema EDS gehören.

Ich würde gerne von Euch wissen, ob die "Marken" der obersten Reihe tatsächlich zum Thema EDS gehören. Eine ungefähre Wertschätzung aller abgebildeten "Marken" würde mich ebenfalls interessieren, da ich diese abgeben möchte.



Vielen Dank vorab,
Koban
 
Henry Am: 14.11.2021 13:35:48 Gelesen: 44899# 74 @  
Wer kann etwas zu diesem Einschreibezettel sagen?



Der Beleg wurde wohl von einem Franzosen aufgegeben. Möglicherweise am Bahnhof, der Hinweis "mit Zug" rechts oben deutet darauf hin. Ungewöhnlich ist jedoch der Einschreibezettel. Er dürfte wohl im Bahnpostverkehr Verwendung gefunden haben. Die gestempelte Ortsangabe SIGMARINGEN findet sich auf der Rückseite mehrfach als "Briefversiegelung.



Auf der rechten Seite wurde der Brief offensichtlich ein Stück weit geöffnet und wieder verschlossen, wie an der Papierkräuselung und dem nicht mehr übereinstimmenden Stempelabdruck ersichtlich ist.

Sind solche Einschreibezettel auch aus anderen Orten bekannt? Gab es in Balingen eine französische Postkontrollstelle, wie der Zusatz beim Empfänger vermuten lässt?

fragt
Henry
 
Uwe Seif Am: 14.11.2021 18:02:31 Gelesen: 44865# 75 @  
@ Henry [#74]

Hallo Henry,

es handelt sich um eine Eisenbahndienstsache (EDS), die mit dem Zug (im Packwagen oder Dienstabteil) befördert wurde.

Gruß Uwe Seif
 
Henry Am: 15.11.2021 10:25:07 Gelesen: 44806# 76 @  
@ Uwe Seif [#75]

Hallo Uwe,

danke für die Antwort. Da die Einschreibemarke vierseitig gezähnt ist, waren die wohl als Bogen oder zumindest in kleineren Blocks im Gebrauch!? Woraus ist ersichtlich, dass es eine "Dienstsache" war? War der Einschreibzettel nur Dienstsachen vorbehalten? Im Zug wurden doch sicher auch noch andere private Einschreiben abgefertigt? Viele Fragen, aber ich bin etwas Bahnpost-Laie.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Uwe Seif Am: 15.11.2021 12:41:19 Gelesen: 44791# 77 @  
@ Henry [#76]

Hallo Henry,

der Beleg hat mit der Post nichts zu tun. Es handelt sich hier um Dienstpost der Eisenbahn. Die Reichs-/Bundesbahn nutzte früher ihr Streckennetz zur Beförderung von Dienstpost, wenn dies möglich war. Erkennbar ist dies an dem Vermerk "mit Zug" und auch an dem Eisenbahn-Einschreibzettel. Diese Einschreiben wurden (ähnlich wie bei der Post Wertsendungen) nur gegen Nachweis weitergegeben.
Privatpersonen konnten die Dienstpost nicht nutzen.

Gruß Uwe
 
Henry Am: 15.11.2021 15:16:09 Gelesen: 44768# 78 @  
@ Uwe Seif [#77]

Hallo Uwe,

nochmals Dank für die Antwort, die mich jetzt wiederholt neugierig macht, weil ich es einfach richtig verstehen will: Die "Dienstpost" gibt und gab es ja nicht nur bei der Eisenbahn, sondern noch bei anderen Ämtern.

Waren die dann auch zur Nutzung dieser Bahnverbindungen berechtigt oder war das speziell auf die Eisenbahn beschränkt? Und wenn das speziell gültig war, was muss ich mir dann unter "Contrôle Français" vorstellen? Könnte das so etwas wie eine Zollstelle sein, oder bedeutet das etwas ganz anderes?

Gruß
Henry
 
DL8AAM Am: 30.11.2021 14:45:25 Gelesen: 43799# 79 @  
@ Uwe Seif [#77]

Privatpersonen konnten die Dienstpost nicht nutzen.

Das ist nicht ganz richtig. Man durfte auch als "Privatperson" das EDS-Postnetz nutzen, wenn der Empfänger EDS-berechtigt war, wie zum Beispiel Post (z.B. mit Überweisungsträgern) an die SPARDA (Eisenbahnspar- und Darlehnskasse) oder auch Post an die DEVK (Deutsche Eisenbahn-Versicherungskasse). Ebenso durfte "verbandliche" Post von Mitgliedern in Vereinen des BSW (Bundesbahnsozialwerk) versendet werden. Ich, als (Nur-) Sohn eines Bahnbeamten, war zum Beispiel Mitglied im BSW-Verein "EFA" (Eisenbahnfunkamateure) und ich durfte ganz offiziell QSL-Karten an andere EFA-Mitglieder per EDS versenden, dafür gab es sogar ein eigenes EFA-Adressbuch, in dem alle Mitglieder mit ihrer EDS-Adresse gelistet waren.

Dafür standen in vielen Bahnhöfen, meist auf Bahnsteigen, eigene EDS-Briefkästen, in die berechtigte Personen (das waren nicht immer zwingend Bahnbedienstete), berechtigte Post an EDS-berechtigte Empfänger einwerfen konnten.

Im Prinzip handelte es sich bei dem EDS-Netzwerk um eine echte "eigene Post", das Wort Dienstpost (stimmt zwar) wird (aber) dem nicht so richtig gerecht.

Beste Grüße
Thomas

Für EDS haben wir bereits sogar ein eigenes (langes) Thema "Eisenbahndienstsachen national - EDS" [1].

[Beiträge [#74] bis [#79] redaktionell verschoben aus dem Thema "Einschreiben: Belege und Informationen. Danke Thomas.]
 
epem7081 Am: 07.12.2022 16:42:31 Gelesen: 33172# 80 @  
Hallo Sammlerfreunde der Bahnpost!

Aus dem inzwischen schon historischen Familienfundus:

Hier aus der Hinterlassenschaft meines Vaters aus dem Jahre 1942 ein Telegrammbriefumschlag vom Bahnhof Brockau, der hier allerdings nur hilfsweise für die bahnhofsinterne Weitergabe von Frachtrechnungen diente. Als Zeitdokument hier vielleicht trotzdem von Interesse.



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
becker04 Am: 24.01.2023 12:55:23 Gelesen: 31659# 81 @  
Hallo,

eine EDS ist bei mir auch "aufgeschlagen". Ein Einschreibebrief aus Wuppertal nach Arnsberg von Anfang März 1960.



Viele Grüße
Klaus
 
Droenix Am: 17.02.2023 12:06:15 Gelesen: 30951# 82 @  
Ein Zugang bei mir.

Beste Grüße

Peter


 
Gernesammler Am: 04.07.2023 20:01:49 Gelesen: 27428# 83 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Möchte heute eine Eisenbahn Dienst Sache (EDS) vom 14.3.1908 aus München zeigen, diese beinhaltet eine Änderungsanzeige von Frachtgut an die Abfertigungsstelle Straßkirchen, bezogen auf die Lieferung vom 11.3.1908.

Die Fracht kostete nebst Frankatur ehemals 1 Mark 40 dies wurde geändert auf 1 Mark 60 und der Empfänger war ein Herr Hagen.

Für das Franko nahm man eine Bayern Dienst der bayerischen Eisenbahnbehörde Nr.3 zu 10 Pfennig Wappen, gestempelt wurde mit Einkreisstempel der K.B.Bahnpost, dem Zweikreisstempel München 8. * h (Helbig 39b) sowie dem L3 Dreizeiler, KGE Güter Station München Ostbhf. Pr. 15.März.1908 No.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 04.07.2023 22:03:01 Gelesen: 27413# 84 @  
@ Gernesammler [#83]

Hallo Rainer,

eine schöne, frankierte EDS mit interessantem Inhalt - wenn das Stück wirklich nur 10 Euro gekostet hat, gratuliere ich zum Kauf.

Liebe Grüsse,
Ralph

[Beiträge [#83] und [#84] redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Dienstbriefe von und nach Bayern in der Pfennig Zeit"]
 
DL8AAM Am: 05.07.2023 16:21:07 Gelesen: 27362# 85 @  
Mal eine Grundsatzfrage:

Nach meinem Verständnis sind EDS-Dienstsachen, Dienstsachen die über "bahneigene" Posttransportwege "mit Zug" befördert wurden, außerhalb der Zuständigkeit und des Handelns der regulären Post, d.h. das ist eine Art von "hausinterner Privatpost". bzw. "staatliche Parallelpost". Diese dürften, solange sich die Sendung innerhalb des EDS-Systems befindet, doch eigentlich keinerlei Postwertzeichen der regulären Post tragen, warum auch? Es sei denn es sollte sich um "EDS-Dienstmarken" handeln. Normalerweise ist die Nutzung von "EDS mit Zug" ja entgeltfrei.

Reguläre Postwertzeichen höchstens, wenn eine "EDS mit Zug"-Dienstsache nach dem EDS-Transport - aus welchem Grund auch immer - von der Bahn, d.h. aus dem Bereich der bahneigenen Post, an die reguläre Post auszuschleusen ist.

"EDS mit Zug" ist ja ansonsten eine Parallelpost, eine private (wenn auch vornehmlich staatliche) "Dienstpost" außerhalb des Systems der jeweils regulären Post.

Deshalb tragen ja oftmals alte Umschläge auch den Eindruck "EDS mit Zug" (oben) und zusätzlich unter dem Strich "Frei durch Ablösung" (o.ä.). Eigentlich sollte hier doch der nicht zustreffende Teil (oder beide) durchgestrichen werden, je nach dem gewählten "Transportweg" (bahnintern oder reguläre Post) bzw. "Art der Frankatur" (postfreigemacht, "abgelöst" oder "portopflichtige Dienstsache" o.ä.). Wenn die Sendung innerhalb der Bahn bleibt, ist ja auch nichts "abzulösen" (o.ä.). Diese Umschläge waren also für jede Art des Versandes nutzbar.

Oder liege ich hier falsch und schliesse von der DB falsch auf deren Vorgänger?

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 15.08.2023 03:30:37 Gelesen: 26040# 86 @  
Auch hier dürfte noch "EDS" genutzt worden sein:



Mit Dienstpost
Beihilfe
-Vertraulich-


Dienstpostsendung vom Grenzschutz- und Bahnpolizeiamt Hannover (Möckernstraße 30, 30163 Hannover), Dienstpoststempel der hier angesiedelten Beihilfe-Stelle; versendet an die "Bahnpolizeiwache" Göttingen, aus dem Jahr 1994, wobei die alte bahneigene Bahnpolizei im Rahmen der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn bereits zum 01.04.1992 in den Bundesgrenzschutz überführt wurde. Trotzdem war die "Bahnpolizei" faktisch-organisatorisch und auch räumlich noch mit der Deutschen Bahn "verbunden". Deshalb dürfte es auch sehr wahrscheinlich sein, dass es sich bei der im Stempel genannten "Dienstpost" noch um die Mitbenutzung der Infrastruktur des EDS-Postsystems der Deutschen Bahn handelt. Oder?

Das seinerzeitige "Grenzschutz- und Bahnpolizeiamt Hannover" ist inzwischen aufgelöst bzw. wurde in die heutige "Bundespolizeidirektion Hannover" eingegliedert [1]. Der Standort ist dabei immer noch die Möckernstraße 30 in 30163 Hannover.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.bundespolizei.de/Web/DE/05Die-Bundespolizei/03Organisation/02Direktionen/Hannover/hannover_node.html
 
Gernesammler Am: 12.05.2024 14:02:49 Gelesen: 18906# 87 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ob Frachtbriefe zu den Eisenbahn Dienstsachen zählen weiß ich nicht, aber ich finde nichts anderes wo dieser passen würde.

Frachtbrief vom 29.9.1928 über eine Kiste Hartbleirohr-Schlitzfilter, aus Luckenwalde von der Luckenwalder Pumpenfabrik Johann Back spediert nach Leeste/Hannover an Hermann Dierks Landwirtschaftliche Maschinen, am 13.10.1928 wurde der letzte Stempel abgeschlagen von der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn diese hatte einen Anschluß nach Leeste.

Gewicht der Kiste waren 22 Kilo, Gebühr waren für Fracht und Nachnahme inklusive Rollgeld gesamt 2,75 Reichs-Mark.

Von Luckenwalde wurde die Kiste über Belzig nach Niemegk gebracht dort gewogen und am 29.9.1928 mit der Brandenburgischen Städtebahn nach Leeste spediert wo die Kiste am 1.10.1928 ankam, warum es dann so lange dauerte bis die Fracht mit der Kleinbahn Bremen-Thedinghauser Eisenbahn weiterspediert wurde und dann am 13.10. in Huchting gestempelt wurde kann mir vielleicht jemand von Euch sagen.

Gruß Rainer


 
Totalo-Flauti Am: 16.11.2024 11:56:35 Gelesen: 15238# 88 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich hoffe, ich mach das Thema nicht kaputt. Mein Beleg passt wohl hier nicht so rein. Ich wollte aber nicht extra ein neues Thema eröffnen. Meine EDS = Eisenbahndienstsache hat wahrscheinlich Leipzig nicht verlassen und ist somit nicht international. Es handelt sich um einen Umschlag, den die Kaderabteilung (= Personalabteilung) an den Kollegen Fahrladeschaffner Johannes Schleenrauch sandte. Datum gibt's leider nicht. Der Fahrladeschaffner war unter anderem für Gepäckabteile in Zügen verantwortlich.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
DL8AAM Am: 16.11.2024 13:37:19 Gelesen: 15227# 89 @  
@ Totalo-Flauti [#88]

Ein schöner Beleg. Danke fürs Zeigen.

Mein Beleg passt wohl hier nicht so rein.

Für die nationen EDS hätten wir auch ein Thema [1] ;-)

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/thema/1327

[Beiträge [#88] und [#89] redaktionell verschoben aus dem Thema "Eisenbahndienstsachen International"]
 
JohannesM Am: 20.11.2024 20:31:55 Gelesen: 15096# 90 @  
Ich kann auch 2 EDS beisteuern:

1. ein Brief vom 23.10.1875 von Halberstadt nach Magdeburg an die Direktion der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesellschaft mit dem damals üblichen gelben Zettel, vielleicht etwas für "Magdeburger"



2. eine EDS aus DDR-Zeiten vom RAW Halberstadt an das RAW Potsdam mit dem Stempel EDS / mit Zug, rückseitig der Verschlußzettel und die Dreicksstempel (unten RAW Halberstadt)



Beste Grüße
Eckhard
 
Jürgen Witkowski Am: 18.03.2025 17:46:02 Gelesen: 13297# 91 @  
Der Umschlag einer Eisenbahndienstsache diente dem Eisenbahnausbesserungszug Lüneburg der Deutschen Reichsbahn wohl als Ersatz für einen normalen Briefumschlag für ein Schreiben an die Deutsche Gasolin AG in Hannover. Frankiert mit 20 Pf. für einen Brief bis 20 g durch eine Freimarke aus der Bautenserie, MiNr. 85 wg, erfolgte die Abstempelung mit Handstempel Lüneburg d am 17. September 1948.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
DL8AAM Am: 08.05.2025 15:34:04 Gelesen: 11378# 92 @  
Vor ein paar Tagen viel mir ein Konvolut von Gehaltsabrechnungen der Deutschen Bundesbahn aus dem Zeitraum von Januar 1988 bis Dezember 1992 in die Hände, die seinerzeit über die bundesbahneigene "Parallelpost" EDS - Eisenbahndienstsache - verschickt wurde.

Absender ist in allen Fällen die Bundesbahndirektion Hannover. Verschickt wurde ein am Rand aufzuschneidender, "aufklappbarer" Faltbrief, ähnlich eines Aerogramms. Dabei können verschiedene Stadien unterschieden werden:



Links die "Ausgangsform" dieses Konvoluts (Januar 1988) noch mit der Beschriftung E D S mit Zug. Adressierung mit der postalischen Hausanschrift sowie der eigentlichen EDS-Adresse "Bf 340 Göttingen" für den Bahnhof in 3400 Göttingen. Ab dem April 1988 (rechts) änderte sich die Beschriftung von "EDS mit Zug" auf die verkürzte Form E D S.



Ab Mai 1989 (links) wurde dann in der Adressierung die eigentlich unnötige Parallelangabe der postalischen weggelassen. Das Bahnlogo wanderte von links nach rechts neben den Schriftzug Deutsche Bundesbahn. Beginnend ab dem Januar 1990 (rechts) wurde nun das Layout des Faltbriefes in einen ('Pseudo-') Fensterumschlag mit einer I]postähnlichen [/I]Form der Adressierung umgestellt. Trotzdem handelt es sich weiter um einen aufzuschneidenen Faltumschlag.



Ab dem April 1992 (links) wurde zusätzlich ein typisches dreigeteiltes Dreieck der DV-Freimachung Freimachung (DV) im Fenster der Deutschen Bundespost (hier für das Postamt 5000 KÖLN 1) auf den Umschlag gedruckt. Adressierung in diesem Fall aber noch im bisher üblichen EDS-Format, d.h. der Versand erfolgte weiterhin über EDS. Scheinbar wurde nun aber bereits ein Teil der Gehaltsabrechnungen auch regulär mit der DBP versendet. Womöglich lief hier aber bei der Trennung - 'Versand über EDS versus über die DBP' - etwas unrund, also wurde ab dem Monat Oktober 1992 (rechts) bei der Leitung über EDS der entsprechende, einfache Hinweis "E D S" sehr viel prägnanter EDS EDS EDS EDS gedruckt, damit's halt in der Postabteilung besser auffällt und EDS-Post nicht irrtümlich bei der DBP landet. ;-)

So das's. Vielleicht finden sich in einer der noch nicht durchsuchten Kommoden ja weitere Belege. ;-) Aber 'knapp irgendwann' danach wurde der bahneigene Postdienst EDS sowieso langsam eingestellt. Gegen 1995 (?) war dann ja im Rahmen der Privatisierung der Bahn auch endgültig Schluß mit dieser klassischen "Privatpost". ;-)

Neben den "EDS-Varianten" könnte man zusätzlich die verwendeten Formulare auch an Hand der rückseitig eingedruckten Werbung für die SPARDA Bank untergliedern, was aber für mich hier im Thema - da es sich ja nicht um EDS-Formulare handelt - keinen tieferen Sinn macht.

Beste Grüße
Thomas
 
philast Am: 10.05.2026 14:51:16 Gelesen: 1146# 93 @  
Hallo,

folgende Eisenbahndienstsache kann ich zeigen:

Eine eingeschriebene EDS Sendung vom Reichsbahn Maschinenamt Mährisch Schönberg nach Stendal.

Zeitlich also irgendwo zwischen 1938 und 1945 einzuordnen.



Grüße
philast
 

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