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Thema: Gibraltar: Marken bestimmen
AfriKiwi Am: 22.05.2020 04:54:15 Gelesen: 446# 1 @  
Gibraltar KGV 1-1/2d kein Kat. zeigt den Unterschied! Wer hilft ?



Die Abbildungen machen es schon deutlich erkennbar. Marke links sollte normal sein, aber die Rechte ist mir und anscheinend mehreren unbekannt.

Es sieht aus wie ein Fettdruck, aber Schrift ist erkennbar grösser. Ein Doppeldruck ist auch kaum faßbar.

Wer kann mehr dazu sagen?


 
Martin de Matin Am: 22.05.2020 07:02:14 Gelesen: 429# 2 @  
@ AfriKiwi [#1]

Genaues kann ich zu dieser Wertstufe nicht sagen. Mein erster Eindruck war, dass bei der Marke mit der dickeren Wertangabe, die Wertangabe von eine extra Platte getrennt vom eigentlichen Markenbild gedruckt wurde, da die Wertangabe nach unten verschoben ist. Weder im Gibbons noch im Michel konnte ich etwas darüber finden.

Im Kohlhandbuch von 1931 wird bei der ersten Ausgabe in diesem Motiv von 1912 erwähnt, das es Werte mit verschobener Wertangabe gibt. in diesen Zusammenhang wird von zwei Hauptplatten und separater Wertplatte gesprochen, wobei bei der zweiten es zur Verschiebung kam.

Da die Katalogisierung im Kohlhandbuch mit dem Jahr 1927 endet, so sind dadurch auch keine neueren Erkenntnisse zu der 1 1/2 Pence, die 1922 (bzw.andere Farbtönung 1924) erschienen ist, enthalten. Vielleicht kann ein anderer etwas genaueres sagen?

Gruss
Martin
 
AfriKiwi Am: 22.05.2020 08:10:22 Gelesen: 405# 3 @  
@ Martin de Matin [#2]

Eine separate Wertplatte kann schon möglich sein. Ich meine daß da keine Verschiebung vorkam und nur eine andere Wertplatte mit etwas dickere Schrift. Sieht beinah nach eine übersättigten Farbendruck dessen Wertplatte aus, die Buchstaben sind aber grösser also eine andere Wertplatte.

Vielleicht sind da Gibraltar Sammler mit ähliche Beispiele von diesem Wert. Wie oft kommt das vor?

Erich
 
Lars Boettger Am: 22.05.2020 08:13:25 Gelesen: 404# 4 @  
@ AfriKiwi [#1]

Mein 1941er-Stanley-Gibbons-Katalog notiert für die 1 1/2d zwei Hauptnummern:

- 91, chestnut, 1922 und
- 92, pale chestnut, 1924

Ob es hierbei zwei Platten gab, beantwortet der Katalog nicht. Ich meine aber, bei Deinem Scan zwei Farbtöne erkennen zu können.

Beste Grüße!

Lars

[Anmerkung Redaktion: pale chestnut = blasse Kastanie]
 
Martin de Matin Am: 22.05.2020 10:17:27 Gelesen: 381# 5 @  
@ AfriKiwi [#1]

Ich zeige mal die Bilder meiner drei 1 1/2 Pence.



Bei der rechten Marke ist deutlich eine Verschiebung der Wertangabe nach unten zu sehen, wobei die linke und die rechte gleiche Farbtönungen haben.

Bei deinem Stück sieht man deutlich, das die Wertangabe näher an der unteren Einfassungslinie des Wertkastens ist als an der oberen. Wenn die Wertangabe von einer separaten Platte gedruckt wäre, könnte es sein, das diese stärker abgenutzt wurde als die Bildplatte und somit ein dickeres Druckbild erzeugt wird, oder die Wertangabe könnte stärker eingefärbt sein und somit dicker erscheinen. Ich meine bei deiner wären deutlich Quetschränder bei den Buchstaben zu sehen.

Gruss
Martin
 
saeckingen Am: 22.05.2020 10:40:38 Gelesen: 376# 6 @  
Seperate Platten für die Werteindrucke zu haben, war bei vielen kleineren britischen Kolonien üblich. Somit reichte es aus eine Platte für das Motiv herzustellen und nur einfache Platten mit den jeweiligen Wertstufen um alle Werte einer Serie zu drucken. Man hat das sogar noch weiter perfektioniert und auf der zweiten Platte neben der Wertangabe auch noch den Namen des Gebietes mit aufgenommen - dann konnten die aufwändig zu produzierenden Motivplatte für meherer Kolonien gleichzeitig verwendet werden. Das nennt sich im englischen Keyplate und Dutyplates.

Hier würde ich beim unterschiedlichen Erscheinungsbild der Wertangabe auf einen unterschiedlich intensiven Farbauftrag tippen - mehr Farbe wird auch etwas verquetscht und lässt die Buchstaben größer erscheinen. Dafür sind gerade die Dutyplates anfällig, da durch die relativ kleine Druckfläche es deutlich schwieriger ist, den Anpressdruck konstant zu halten.

Grüße
Harald
 
doktorstamp Am: 22.05.2020 17:22:58 Gelesen: 329# 7 @  
@ Martin de Matin [#5]

Mein Vorschreiber hat das wesentliche schon beschrieben. Die Wertangaben bei solchen Marken ist meist leicht verschoben. Bekannte, und damit aufgelistete PF der "Dutyplate" sind recht spärlich gesät, was nicht unbedingt mit teuer und wertvoll zu vergleichen ist. Gelegentlich um Kosten zu sparen haben Gebiete eine Wertplatte geteilt und verwendet. Als Beispiel hierfür von Dominica und Tobago gibt es den PF gekrümmte CE in FOURPENCE jeweils auf Feld 60 zu finden. Mehrfach ist es versucht worden, diese kleinen Druckungereimtheiten als PF zu besegnen. Sammelwürdig sind sie allemal. Weiter nichts.

mfG

Nigel
 
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