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Thema: (?) (5) Dauerserie Berliner Bauten: Rückseitiger Abklatsch auf Papier bei Nr. 47 ?
jothar Am: 02.01.2021 22:31:05 Gelesen: 396# 1 @  
Rückseitiger Abklatsch auf Papier bei Nr. 47 Berliner Bauten I. Wie kann man das erklären ?

Abklatsche auf der gummierten Rückseite sind bei den Berliner Bauten nicht unbedingt selten. Aber ein Abklatsch auf dem ungummierten Papier ? (Bild 1 und 2) ?

Bei einem Druck auf der Gummiseite,und einem rückseitigen Abklatsch auf dem Papier, wäre beim Ablösen der Marken doch das Markenbild verschwunden.

Zusätzlich fallen regelmäßige großflächige Druckausfälle im Abklatsch auf. Etwas Ähnliches habe ich einmal bei Nr. 49 Berliner Bauten auf der Vorderseite gefunden (Bild 3). Hier könnten evtl. Verunreinigungen der Platte durch Lösungsmittel o.ä. verantwortlich sein?

Bild 1)



Bild 2)



Bild 3)


 
modirawatleng Am: 03.01.2021 14:05:53 Gelesen: 331# 2 @  
Hallo jothar,

was sich in dem Scan v.a. in Bild 2 nicht erkennen lässt, ist, ob das Bild von der Vorderseite durchscheint (was ich vermute) oder ob sich Farbpigmente auf der Rückseite befinden. Denn bei jeder Form von Abklatsch, wie auch immer er dorthin gekommen sein mag, müssten sich die Farbrückstände auf der Papier oberfläche befinden.

Sollte das Bild hingegen durchscheinen spricht meiner Ansicht nach alles für eine chemikalisch zu experimentierfreudige Markenreinigung, die das Papier ausgedünnt und teilweise sogar das Markenbild angegriffen hat.

modirawatleng
 
lueckel2010 Am: 03.01.2021 15:33:09 Gelesen: 308# 3 @  
@ jothar [#1]

Guten Tag,

ist eventuell bekannt, ob die Mi.-Nr. 47 auf ungummierten - oder aber auf bereits gummierten Papier gedruckt wurde? Eventuell müsste hierzu die FoGe Berlin im BDPh Auskunft geben können.

Falls "ungummiert", ist es meiner Meinung nach logisch, dass ein auf der Papierrückseite befindlicher "Abklatsch" durch eine Markenwäsche nicht "verschwinden" kann.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
bovi11 Am: 03.01.2021 15:59:33 Gelesen: 298# 4 @  
@ jothar [#1]

Es gibt viele Abklatsche auf gestempelten Notopfermarken.

Die sind offenbar nur dadurch als Abklatsche "gerettet" worden, indem sie vorsichtig vom Brief oder der Postkarte entfernt wurden. Bei einer nur kurzen Wässerung bleibt der normale Abklatsch auf der Gummierung weitestgehend erhalten und sieht genau so aus, wie von Dir gezeigt.
 
BochumerJunge Am: 03.01.2021 18:08:14 Gelesen: 262# 5 @  
Moin,

ziemlich einfach zu erklären.

Die Marken sind im Buchdruck gedruckt (Plattendruck). Entweder ist die Druckmaschine einmal ohne Druckbogen durchgelaufen, oder der Druckbogen ist an der Ecke umgeschlagen. Dabei wird dann der sogenannte "Aufzug" bedruckt. Beim nächsten Bogen wird dann nicht nur der Bogen vorderseitig bedruckt, sondern die Farbe setzt sich auch vom Aufzug auf der Rückseite ab. Das wird dann mit jedem weiteren Druckbogen schwächer.

Beim zweiten Fall handelt es sich um ein Loch im sogenannten Aufzug. Dies entsteht durch Fremdkörper die sich beim drucken zwischen Klischee und Aufzug befinden. Das kann auch gestautes Papier sein. Dadurch drückt sich ein Loch in den Aufzug. Beim nächsten Druckgang druckt das Klischee an der Stelle nicht richtig aus. Abhilfe kann man nur durch ersetzen des beschädigten Aufzuges (er ist aus Papier, manchmal auch eine Gummimatte) schaffen.

Gruß
H.-G.
 
spain01 Am: 03.01.2021 19:39:35 Gelesen: 235# 6 @  
@ BochumerJunge [#5]

Hallo,

deine insgesamt logisch nachvollziehbaren Ausführungen erklären aber nicht, weswegen bei der MiNr. 49 auf den hellen Stellen auch der Stempelabdruck nicht mehr vorhanden ist. Das ist doch auffällig.

Gruß
Michael
 
jothar Am: 03.01.2021 23:39:49 Gelesen: 191# 7 @  
Also, es ist auf jeden Fall Druckfarbe auf der Markenrückseite. Es scheint nichts durch. Die Marken haben eine normale Beschaffenheit.

Es sprechen einige Indizien dafür, dass die Marken der Bautenserie auf gummiertem Bogenpapier gedruckt wurden. Das Papier wurde noch in Rollenform gummiert, und dann zurechtgeschnitten.

Bei den Pfennigwerten findet man öfters teilweise ungummierte Ober- bzw. Unterränder. Diese teilgummierten Ränder sind dadurch entstanden, dass das Papier breiter war als die Gummierungswalze. Da die die HAN.1 / HAN.2 übereinander als Druckbogen hergestellt wurden, findet man die teilgummierten Oberränder immer bei HAN.1 und die teilgummierten Unterränder immer bei HAN.2. Komplette Bögen belegen das.

Die Frage ist also immer noch: wie kam die Farbe rückseitig auf das Papier? Wenn man genau hinsieht, kann man bei Nr. 49 und Nr. 47 herunterhängende Farbfetzen erkennen. Normal ist das jedenfalls nicht.

Grüße Lothar
 
jothar Am: 03.01.2021 23:47:16 Gelesen: 189# 8 @  
Bei Nr. 49 vermute ich eher, dass Chemikalien auf der Platte zu diesen Druckausfällen geführt haben. Die hängenden Farbfetzen sind auf beiden Werten zu erkennen.
 
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