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Thema: Wertbriefe
Das Thema hat 69 Beiträge:
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Fips002 Am: 18.03.2018 10:17:22 Gelesen: 10729# 45 @  
Wertbrief von der Forum Handelsgesellschaft mbH Berlin 27.11.1989 an einen Empfänger in der DDR. Mit dem Brief wurden Forumschecks versandt.

Sehr viele DDR-Bürger hatten verwandtschaftliche Beziehungen oder Freunde in der BRD, die ihnen Geld überwiesen. Diese Geldbeträge gingen an die Staatsbank der DDR in Berlin. Von der Forum Handelsgesellschaft wurde der Geldbetrag in Form von Forumschecks im Wertbrief an den DDR Bürger gesandt.

Ab 1979 durften DDR-Bürger im Intershop nur noch mit Forumschecks einkaufen. Erhältlich waren diese nur bei der Staatsbank der DDR nach Eintausch gegen harte Währung. Die Intershops waren für die DDR eine Goldgrube.



Gru0 Dieter
 
Uwe Seif Am: 18.03.2018 10:25:57 Gelesen: 10723# 46 @  
@ Fips002 [#45]

Hallo,

den V-Zettel finde ich sehr interessant! Ist dies ein etwas größerer Aufkleber mit vorgedruckten "6 g"?

Viele Grüße
Uwe Seif
 
Fips002 Am: 18.03.2018 11:17:28 Gelesen: 10703# 47 @  
@ Uwe Seif [#46]

Hallo Uwe,

der V-Zettel mit "6g" ist ein größerer Folien-Aufkleber.

Gruß Dieter
 
zockerpeppi Am: 27.05.2018 20:27:34 Gelesen: 8904# 48 @  
Keine wahre Schönheit:

Wertbrief s'Gravenhage nach Luxemburg, Stempel s'Gravenhage vom 9.VIII.15 und ein Zensurstempel der Auslandstelle Trier



deklarierter WERT: 105 Franken

frankiert zu 30 cents:

12,5 für den einfachen Brief bis 20gr
10 fürs Einschreiben
7,5 für den Wertbrief bis 300 Franken

Über die Bank Nederlandsche-Indische Pensioenbank (Banque de Pension des Indes néerlandaises) wurde ich im Web nicht wirklich fündig. Sie wurde wohl im August 1898 gegründet. Einer der frühen Direktoren war ein gewisser Aloysius Wilhelmus Schmier. Im Jahre 1920 war sie an folgender Adresse zu finden: Laan V. Meerdervoort 259.

Bei der Portoberechnung half folgendes Buch: Binnenlandse en Internationale Posttarieven van Nederland 1850-1990 von Mr. w.S. da Costa

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 23.11.2018 23:13:10 Gelesen: 3704# 49 @  
Wertbrief der Luxemburger Banque Commerciale nach Montana in die Schweiz.



Rosa-roter V Klebezettel mit der n° 70 von Luxembourg-Ville, Gewicht 29 Gr., Wertangabe: 300 francs or oder 4890 Fr Belges. Roter Machinenstempel mit der N° 305 Luxembourg vom 18.8.55. Frankiert zu 15.50, Tagesstempel Luxembourg-Ville vom 19.8. Auf der Rückseite verteilt die Wachssiegel der Bank.

Das Porto berechne ich wie folgt laut UPU Tarif vom 1.7.53 : Einschreiben 5 fr + 4 fr für den einfachen Brief bis 20 gr + 2.5fr für die höhere Geichtsstufe + 4 fr für für den Wert bis 300 Goldfranken. Macht gesamt 15 fr 50.

Tschü
Lulu
 
Totalo-Flauti Am: 09.12.2018 12:09:26 Gelesen: 3394# 50 @  
Liebe Sammlerfreunde,

der Leipziger Briefmarkenhändler Max Nickl versandte am 08.06.1950 einen Wertbrief nach Kölleda in Thüringen. Dabei verklebte er 1,68 Mark an Briefmarken. Mit einer Gewichtsangabe von 26 Gramm kostete der Fernbrief bis 100 Gramm 48 Pfennige, die Wertangabe je 500,00 Mark weitere 20 Pfennige. Wenn ich die Behandlungsgebühr über 100,00 Mark mit 100 Pfennige dazurechne erreichen wir die 1,68 Mark. Der V-Zettel war eigentlich für das Postamt W31 bestimmt. Die Postamtsangabe Leipzig W20 wurde mit (10b)Leipzig W31 Oeserstrasse 6 überdruckt. Der Zettel wurde aber dann doch im Postamt W20 verwendet.

Auf dem Brief finden wir Köpfe I Mi.214, 219, 2x223, DDR Mi. 243, 245, 246 und 247.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Fridolino Am: 29.01.2019 17:01:19 Gelesen: 2632# 51 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich möchte hier die in der DDR in den 80er Jahren verwendeten V-Zettel vorstellen.

In der Regel standen auf den V-Zetteln (genau wie auf den R-Zetteln) PLZ und Ort in einer Zeile:



Manchmal war der Ortsname aber zu lang, da wurde der Text auf 2 Zeilen verteilt:



Es wurden aber auch V-Zettel ohne PLZ verwendet:



Und manchmal stand nicht mal ein Ortsname drauf:



Selbst die Versandstelle für Sammlermarken verwendete solche Blanko-V-Zettel:



Manche Postämter verwendeten Stempel mit PLZ und Ortsangabe auf den V-Zetteln (hier 8041 Dresden):



Andere trugen die fehlenden Angaben einfach mit Kuli nach:



Vermutlich gibt es weitere Spielarten.

Viel Spaß mit dem Hobby wünscht
Fridolino
 
drmoeller_neuss Am: 29.01.2019 17:47:45 Gelesen: 2606# 52 @  
@ alemannia [#43]

da es u.a. nicht erlaubt ist, den Briefumschlag äußerlich erkennbar als Wertbrief kenntlich zu machen.

So ganz geht das doch nicht, da normale Einschreibebriefe keine Gewichtsangabe tragen. Wer die Post-Interna kennt, weiss schon, bei welchen Einschreibebriefen es sich lohnt, die zu klauen. :(
 
alemannia Am: 29.01.2019 18:07:19 Gelesen: 2589# 53 @  
@ drmoeller_neuss [#52]

Natürlich meinte ich, und so ist es auch in den Bedingungen erläutert:

"da es u.a. nicht erlaubt ist, den Briefumschlag äußerlich erkennbar vom Absender als Wertbrief kenntlich zu machen."
 
Nachtreter Am: 29.01.2019 19:55:13 Gelesen: 2554# 54 @  
@ drmoeller_neuss [#52]

Wertbriefe tragen heutzutage KEINE Gewichtsangabe. Sonst wäre die sog. stille Versicherung ad absurdum geführt!

Viele Grüße

Nachtreter
 
alemannia Am: 29.01.2019 20:38:53 Gelesen: 2533# 55 @  
Bei dem in [#43] abgebildeten Beleg handelt es sich um einen von 7- oder 8 Briefen an Herrn Schlegel mit philatelistischem Inhalt zwecks Nachprüfung.

Aufgrund der Haftungsbegrenzung auf 500,00 € musste ich folgendes bei der Versendung beachten:

- Aufteilung des wertmäßigen Inhaltes unter Beachtung der 500,00-€-Grenze

- Keine Aufgabe mehrerer Wertbriefe am gleichen Tag (mindestens um 1 Tag zeitversetzt) an einen identischen Empfänger und eben

- kein Hinweis auf dem Brief von mir, dass es sich um einen Wertbrief handelt

Das Problem ist, dass Herr Schlegel zwar versichert versendet, aber eine Zusendung unversichert ist.

Bei den Vermerken auf den 7-8 Briefen (Grammangabe bzw. eingekreiste Zahl) handelt es sich um einen Verarbeitungsvermerk des Prüfbüros, denn auf allen Briefen ist die Schrift identisch.
 
alemannia Am: 03.02.2019 14:46:07 Gelesen: 2318# 56 @  
Hallo zusammen,

zum Thema Wertbrief in der Portoperiode vom 1.3.1946 - 31.8.1948 in der Bizone habe ich die folgenden Fragen:

1. Gab es einen wertmäßige Begrenzung, z.B. auf 3.000, 5.000 oder 10.000 RM bzw. DM?

2. Ab welcher Wertangabe musste der Brief versiegelt werden, z.B. ab 100 oder 500 RM bzw. DM?

Leider kann ich in der mir vorliegenden Literatur und im Internet dazu nichts finden.

Wer kann helfen?

Gruß
Guntram
 
Frankenjogger Am: 03.02.2019 16:37:04 Gelesen: 2287# 57 @  
@ alemannia [#56]

Hallo Guntram,

zu deiner Frage habe ich Folgendes gefunden:

Im Postbuch von Stevens:

"Briefe und Pakete können unter Wertangabe befördert werden, wenn sie mit einem besonderen Siegelverschluß versehen sind. ...
12.45 in der amerikanischen Zone zugelassen
15.8.1946 in der Britischen Zone zugelassen"

"Amtsbl.16 Vf. 81 vom 22.11.1946;

(1) Vom 10. November 1946 an wird der Postverkehr zwischen der Britischen und der US-Zone wie folgt durchgeführt. Es werden über den bisherigen Verkehr hinaus zugelassen: ... e) Wertsendungen." Über eine Begrenzung des Wertbetrages steht da nichts.

Im Götz-Katalog:

Es sind Tarifangaben für Wertbriefe in der Bizone und in der Amerikanischen Zone und auch in der Französischen Zone aus dem Tarif bis zum 28.2.1946 angegeben. Auch hier keine Angaben für Begrenzungen des Wertes. Nur für die SBZ sind keine Angaben über Wert 1000 RM zu finden. Ob das jedoch eine Begrenzung war, kann ich nicht sagen. Lediglich in Berlin steht ein Startdatum, der 5.7.1946 und auch hier nur Wertangaben bis 1000 RM.

Zwischen den einzelnen Zonen, BiZ - FZ, oder BiZ - SBZ, usw. sind Wertbriefzulassungen evtl. erst nach dem 10.11.1946 zugelassen worden. Dazu habe ich auf die Schnelle leider nichts gefunden.

Viele Grüße,
Klemens
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:13:28 Gelesen: 2275# 58 @  
@ alemannia [#55]

"Das Problem ist, dass Herr Schlegel zwar versichert versendet, aber eine Zusendung unversichert ist."

Wnn die Sendung zuvor abgestimmt und mit Angabe des Inhalts abgestimmt ist (Prüfsendung), ist sie auch auf dem Weg an Schlegel versichert.

Wichtig: Auf der Sendung darf kein Hinweis auf den Inhalt angegeben werden. Auch keine Hinweise wie "Briefmarkenhaus", "Prüfsendung" oder ähnliche Angaben.
 
alemannia Am: 03.02.2019 17:20:27 Gelesen: 2272# 59 @  
@ bovi11 [#58]

Habe keinerlei Hinweise auf den Inhalt bzw. Prüfsendung oder Prüfbüro gegeben.

Wo finde ich denn den Hinweis, dass die Sendung bei der Zusendung durch das Prüfbüro versichert ist?

Hat sich da etwas geändert?

Gruß
Gunram
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:22:42 Gelesen: 2270# 60 @  
@ alemannia [#59]

Information von Andreas Schlegel.

Dort anfragen wegen Prüfsendung und Anweisungen abwarten.
 
alemannia Am: 03.02.2019 17:40:27 Gelesen: 2258# 61 @  
@ bovi11 [#60]

Hatte an Herrn H.D. Schlegel versandt, gilt das an ihn auch?
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:49:38 Gelesen: 2248# 62 @  
@ alemannia [#61]

Einfach per E-Mail anfragen - bei Andreas Schlegel übrigens bis 25.000,00 Euro versichert.
 
alemannia Am: 03.02.2019 18:12:52 Gelesen: 2239# 63 @  
@ bovi11 [#62]

Danke bovi11,

diese Info hatte ich seinerzeit nicht.

Gruß und nochmals Dank von

Guntram
 
alemannia Am: 03.02.2019 19:39:34 Gelesen: 2212# 64 @  
@ Frankenjogger [#57]

Hallo Klemenz,

Danke für die Bemühungen, habe auch im Postbuch 1945 - 1992 von Werner Stevens und im Buch über die Postordnung vom 30. Januar 1929 von Peter Adamek versucht, etwas Konkretes zum Thema zu finden.

Naja, ich versuche es weiterhin und werde bei Erfolg hier darüber berichten.

Nochmals ein Dankeschön von

Guntram
 
Frankenjogger Am: 03.02.2019 20:47:06 Gelesen: 2178# 65 @  
@ alemannia [#64]

Hallo Guntram,

kannst du das Objekt deiner Forschungsbegierde mal zeigen, ggf. auch per Mail?

VG, Klemens
 
alemannia Am: 04.02.2019 14:33:14 Gelesen: 2119# 66 @  
@ Frankenjogger [#65]

Hallo Klemenz,

mir geht es eigentlich um das Grundsätzliche.

§ 18, II Postordnung 1929:

Wertsendungen sowie Wertpakete..., für die die höhere Behandlungsgebühr nach der Anlage entrichtet ist oder deren angegebener Wert den von der Post festzusetzenden Betrag (I) übersteigt, müssen so viele Abdrücke desselben Siegels in gutem Siegellack erhalten.

Die Frage für mich ist, was ist oder wie hoch ist dieser von der Post festzusetzende Betrag und ist eine wertmäßige Begrenzung in der Höhe zu berücksichtigen.

Mir liegen versiegelte Wertbriefe der Bizone mit Wertangabe von 100, 1.000 und 3.000 D-Mark vor.

Beispiel:



Gruß
Guntram
 
Frankenjogger Am: 04.02.2019 18:09:35 Gelesen: 2073# 67 @  
@ alemannia [#66]

Hallo Guntram,

da sich §18 auf Wertsendungen sowie Wertpakete bezieht, denke ich, dass die Angabe des festzulegenden Betrags für versiegelte Wertpakete galt. Denn die waren teurer als unversiegelte Wertpakete. Ich denke, dass Briefe immer versiegelt sein mussten.

Viele Grüße,
Klemens
 
Altmerker Am: 09.02.2019 12:16:56 Gelesen: 1837# 68 @  
Ich habe da einen interessant anmutenden Wertbrief aus Polen, der dann noch in München beim Zoll als Freigut ausgesondert wurde. Leider viel Stempelei, aber keine Marken außer den Siegelmarken auf der Rückseite.

Viele Grüße
Uwe


 
Michael Mallien Am: 06.03.2019 20:01:41 Gelesen: 1428# 69 @  
"Inhalt: Sammlermarken Prüf-Rücksendung" steht auf der Rückseite dieses Wertbriefs über 300,- Franken vom 19.12.1994 aus Braunwald nach Dillenburg. Ob das Anlass war für den Zoll den Brief zu öffnen?



Die Behandlung wurde vorderseitig dokumentiert:

Unter Zeugen geöffnet
Neu verplomt
ew. 100 gr. 21.12. ...




Viele Grüße
Michael
 

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