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Thema: (?) (72) Wertbriefe
Das Thema hat 75 Beiträge:
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Fridolino Am: 29.01.2019 17:01:19 Gelesen: 9775# 51 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich möchte hier die in der DDR in den 80er Jahren verwendeten V-Zettel vorstellen.

In der Regel standen auf den V-Zetteln (genau wie auf den R-Zetteln) PLZ und Ort in einer Zeile:



Manchmal war der Ortsname aber zu lang, da wurde der Text auf 2 Zeilen verteilt:



Es wurden aber auch V-Zettel ohne PLZ verwendet:



Und manchmal stand nicht mal ein Ortsname drauf:



Selbst die Versandstelle für Sammlermarken verwendete solche Blanko-V-Zettel:



Manche Postämter verwendeten Stempel mit PLZ und Ortsangabe auf den V-Zetteln (hier 8041 Dresden):



Andere trugen die fehlenden Angaben einfach mit Kuli nach:



Vermutlich gibt es weitere Spielarten.

Viel Spaß mit dem Hobby wünscht
Fridolino
 
drmoeller_neuss Am: 29.01.2019 17:47:45 Gelesen: 9749# 52 @  
@ alemannia [#43]

da es u.a. nicht erlaubt ist, den Briefumschlag äußerlich erkennbar als Wertbrief kenntlich zu machen.

So ganz geht das doch nicht, da normale Einschreibebriefe keine Gewichtsangabe tragen. Wer die Post-Interna kennt, weiss schon, bei welchen Einschreibebriefen es sich lohnt, die zu klauen. :(
 
alemannia Am: 29.01.2019 18:07:19 Gelesen: 9732# 53 @  
@ drmoeller_neuss [#52]

Natürlich meinte ich, und so ist es auch in den Bedingungen erläutert:

"da es u.a. nicht erlaubt ist, den Briefumschlag äußerlich erkennbar vom Absender als Wertbrief kenntlich zu machen."
 
Nachtreter Am: 29.01.2019 19:55:13 Gelesen: 9697# 54 @  
@ drmoeller_neuss [#52]

Wertbriefe tragen heutzutage KEINE Gewichtsangabe. Sonst wäre die sog. stille Versicherung ad absurdum geführt!

Viele Grüße

Nachtreter
 
alemannia Am: 29.01.2019 20:38:53 Gelesen: 9676# 55 @  
Bei dem in [#43] abgebildeten Beleg handelt es sich um einen von 7- oder 8 Briefen an Herrn Schlegel mit philatelistischem Inhalt zwecks Nachprüfung.

Aufgrund der Haftungsbegrenzung auf 500,00 € musste ich folgendes bei der Versendung beachten:

- Aufteilung des wertmäßigen Inhaltes unter Beachtung der 500,00-€-Grenze

- Keine Aufgabe mehrerer Wertbriefe am gleichen Tag (mindestens um 1 Tag zeitversetzt) an einen identischen Empfänger und eben

- kein Hinweis auf dem Brief von mir, dass es sich um einen Wertbrief handelt

Das Problem ist, dass Herr Schlegel zwar versichert versendet, aber eine Zusendung unversichert ist.

Bei den Vermerken auf den 7-8 Briefen (Grammangabe bzw. eingekreiste Zahl) handelt es sich um einen Verarbeitungsvermerk des Prüfbüros, denn auf allen Briefen ist die Schrift identisch.
 
alemannia Am: 03.02.2019 14:46:07 Gelesen: 9461# 56 @  
Hallo zusammen,

zum Thema Wertbrief in der Portoperiode vom 1.3.1946 - 31.8.1948 in der Bizone habe ich die folgenden Fragen:

1. Gab es einen wertmäßige Begrenzung, z.B. auf 3.000, 5.000 oder 10.000 RM bzw. DM?

2. Ab welcher Wertangabe musste der Brief versiegelt werden, z.B. ab 100 oder 500 RM bzw. DM?

Leider kann ich in der mir vorliegenden Literatur und im Internet dazu nichts finden.

Wer kann helfen?

Gruß
Guntram
 
Frankenjogger Am: 03.02.2019 16:37:04 Gelesen: 9430# 57 @  
@ alemannia [#56]

Hallo Guntram,

zu deiner Frage habe ich Folgendes gefunden:

Im Postbuch von Stevens:

"Briefe und Pakete können unter Wertangabe befördert werden, wenn sie mit einem besonderen Siegelverschluß versehen sind. ...
12.45 in der amerikanischen Zone zugelassen
15.8.1946 in der Britischen Zone zugelassen"

"Amtsbl.16 Vf. 81 vom 22.11.1946;

(1) Vom 10. November 1946 an wird der Postverkehr zwischen der Britischen und der US-Zone wie folgt durchgeführt. Es werden über den bisherigen Verkehr hinaus zugelassen: ... e) Wertsendungen." Über eine Begrenzung des Wertbetrages steht da nichts.

Im Götz-Katalog:

Es sind Tarifangaben für Wertbriefe in der Bizone und in der Amerikanischen Zone und auch in der Französischen Zone aus dem Tarif bis zum 28.2.1946 angegeben. Auch hier keine Angaben für Begrenzungen des Wertes. Nur für die SBZ sind keine Angaben über Wert 1000 RM zu finden. Ob das jedoch eine Begrenzung war, kann ich nicht sagen. Lediglich in Berlin steht ein Startdatum, der 5.7.1946 und auch hier nur Wertangaben bis 1000 RM.

Zwischen den einzelnen Zonen, BiZ - FZ, oder BiZ - SBZ, usw. sind Wertbriefzulassungen evtl. erst nach dem 10.11.1946 zugelassen worden. Dazu habe ich auf die Schnelle leider nichts gefunden.

Viele Grüße,
Klemens
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:13:28 Gelesen: 9418# 58 @  
@ alemannia [#55]

"Das Problem ist, dass Herr Schlegel zwar versichert versendet, aber eine Zusendung unversichert ist."

Wnn die Sendung zuvor abgestimmt und mit Angabe des Inhalts abgestimmt ist (Prüfsendung), ist sie auch auf dem Weg an Schlegel versichert.

Wichtig: Auf der Sendung darf kein Hinweis auf den Inhalt angegeben werden. Auch keine Hinweise wie "Briefmarkenhaus", "Prüfsendung" oder ähnliche Angaben.
 
alemannia Am: 03.02.2019 17:20:27 Gelesen: 9415# 59 @  
@ bovi11 [#58]

Habe keinerlei Hinweise auf den Inhalt bzw. Prüfsendung oder Prüfbüro gegeben.

Wo finde ich denn den Hinweis, dass die Sendung bei der Zusendung durch das Prüfbüro versichert ist?

Hat sich da etwas geändert?

Gruß
Gunram
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:22:42 Gelesen: 9413# 60 @  
@ alemannia [#59]

Information von Andreas Schlegel.

Dort anfragen wegen Prüfsendung und Anweisungen abwarten.
 
alemannia Am: 03.02.2019 17:40:27 Gelesen: 9401# 61 @  
@ bovi11 [#60]

Hatte an Herrn H.D. Schlegel versandt, gilt das an ihn auch?
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:49:38 Gelesen: 9391# 62 @  
@ alemannia [#61]

Einfach per E-Mail anfragen - bei Andreas Schlegel übrigens bis 25.000,00 Euro versichert.
 
alemannia Am: 03.02.2019 18:12:52 Gelesen: 9382# 63 @  
@ bovi11 [#62]

Danke bovi11,

diese Info hatte ich seinerzeit nicht.

Gruß und nochmals Dank von

Guntram
 
alemannia Am: 03.02.2019 19:39:34 Gelesen: 9355# 64 @  
@ Frankenjogger [#57]

Hallo Klemenz,

Danke für die Bemühungen, habe auch im Postbuch 1945 - 1992 von Werner Stevens und im Buch über die Postordnung vom 30. Januar 1929 von Peter Adamek versucht, etwas Konkretes zum Thema zu finden.

Naja, ich versuche es weiterhin und werde bei Erfolg hier darüber berichten.

Nochmals ein Dankeschön von

Guntram
 
Frankenjogger Am: 03.02.2019 20:47:06 Gelesen: 9321# 65 @  
@ alemannia [#64]

Hallo Guntram,

kannst du das Objekt deiner Forschungsbegierde mal zeigen, ggf. auch per Mail?

VG, Klemens
 
alemannia Am: 04.02.2019 14:33:14 Gelesen: 9262# 66 @  
@ Frankenjogger [#65]

Hallo Klemenz,

mir geht es eigentlich um das Grundsätzliche.

§ 18, II Postordnung 1929:

Wertsendungen sowie Wertpakete..., für die die höhere Behandlungsgebühr nach der Anlage entrichtet ist oder deren angegebener Wert den von der Post festzusetzenden Betrag (I) übersteigt, müssen so viele Abdrücke desselben Siegels in gutem Siegellack erhalten.

Die Frage für mich ist, was ist oder wie hoch ist dieser von der Post festzusetzende Betrag und ist eine wertmäßige Begrenzung in der Höhe zu berücksichtigen.

Mir liegen versiegelte Wertbriefe der Bizone mit Wertangabe von 100, 1.000 und 3.000 D-Mark vor.

Beispiel:



Gruß
Guntram
 
Frankenjogger Am: 04.02.2019 18:09:35 Gelesen: 9216# 67 @  
@ alemannia [#66]

Hallo Guntram,

da sich §18 auf Wertsendungen sowie Wertpakete bezieht, denke ich, dass die Angabe des festzulegenden Betrags für versiegelte Wertpakete galt. Denn die waren teurer als unversiegelte Wertpakete. Ich denke, dass Briefe immer versiegelt sein mussten.

Viele Grüße,
Klemens
 
Altmerker Am: 09.02.2019 12:16:56 Gelesen: 8980# 68 @  
Ich habe da einen interessant anmutenden Wertbrief aus Polen, der dann noch in München beim Zoll als Freigut ausgesondert wurde. Leider viel Stempelei, aber keine Marken außer den Siegelmarken auf der Rückseite.

Viele Grüße
Uwe


 
Michael Mallien Am: 06.03.2019 20:01:41 Gelesen: 8571# 69 @  
"Inhalt: Sammlermarken Prüf-Rücksendung" steht auf der Rückseite dieses Wertbriefs über 300,- Franken vom 19.12.1994 aus Braunwald nach Dillenburg. Ob das Anlass war für den Zoll den Brief zu öffnen?



Die Behandlung wurde vorderseitig dokumentiert:

Unter Zeugen geöffnet
Neu verplomt
ew. 100 gr. 21.12. ...




Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 16.08.2019 12:20:48 Gelesen: 6509# 70 @  
Aus aktuellem Posteingang kann ich diesen Wertbrief vom 8.8.2019 zeigen. Als Einschreiben gekennzeichnet trägt er trotzdem die korrekten 5,10 Euro als Frankatur (0,80 + 4,30 Euro).



In den Bestimmungen der Deutschen Post lese ich zu der Zusatzleistung Wert National:

Die Frankierung auf der Sendung darf nur das Beförderungsentgelt zzgl. EINSCHREIBEN NATIONAL (2,50 €) betragen.

Das würde ich so interpretieren, dass 0,80 + 2,50 = 3,30 Euro frankiert werden dürfen und die restlichen 1,80 Euro am Schalter zu entrichten gewesen wären. Ist das korrekt?

Viele Grüße
Michael
 
Christoph 1 Am: 28.09.2019 11:23:12 Gelesen: 5795# 71 @  
@ Michael Mallien [#70]

Hallo Michael,

genau so wie Du es beschreibst würde ich die Entgeltordnung der Post ebenfalls interpretieren. Hätte also in dieser Form als "Wert national" nicht von der Postfiliale angenommen werden dürfen. Meine Frage ist: Woher nimmst Du die Information, dass der gezeigte Beleg als Wertbrief gelaufen ist?

Gruß, Christoph
 
Christoph 1 Am: 28.09.2019 11:28:47 Gelesen: 5792# 72 @  
Hallo zusammen,

diesen Brief möchte ich euch mal zeigen. Ich habe ihn eigentlich nur wegen seinem blitzsauberen Tagesstempel aus einer Kiste gefischt. Und weil ich das Motiv der Briefmarke sehr schön finde.



Dann mal genauer nachgesehen: portorichtiger Wertbrief mit lupenreiner Mehrfach-Frankatur der Mi-Nr. 1845, gelaufen am 24.4.1996 (9,- DM Wertbrief in der Portoperiode von 1.9.1994 bis 1.7.1996 + 3 DM Großbrief = 12,- DM Porto). Mit dieser Portostufe und der speziellen Briefmarke (Ersttag 7.3.1996) also nur etwas mehr als 3 Monate möglich. Natürlich ist es philatelistischer Bedarf, der Absender ist ein Briefmarken-Auktionshaus.

Aber jetzt habe ich doch eine Frage dazu: Hätten die Briefmarken bei einem Wertbrief eigentlich nicht einzeln aufgeklebt werden müssen? Oder wurde diese Regelung irgendwann mal abgeschafft?

Viele Grüße
Christoph
 
Magdeburger Am: 22.01.2020 16:48:08 Gelesen: 3114# 73 @  
Liebe Sammelfreunde,

ein etwas älterer Beleg:



Der Wertbrief ist vom 21.11.1852 aus Dessau An das Kreisamt zu Leipzig. Der Brief wog 3 5/8 Loth und Innen befanden sich 21 Neugroschen 3 Pfennige. Unten links ist nur vermerkt: Herrschaftlich - darunter Schoch ./. Schoch

Nun wird es interessant!

Es sind nur 2 Ngr. Porto notiert worden, was jedoch nur die Hälfte des Gesamtportos ausmacht.

Normalerweise wären je 1 Sgr. Fahrpostporto + 1 Sgr. Assekuranzgebühr = 2 Sgr. jeweils für Preussen und Sachsen angefallen.

In Dessau war man höchstwahrscheinlich der Meinung, dass für den preussischen Teil gar nichts anfiel.

So wurde am Ziel oben notiert:

- 2 Sgr.-Porto ist von dem Herzogl. Kreisgericht zu Dessau zu zahlen Kreisamt Leipzig 26.11.52 Monnuk Casse.

Der Umschlag kehrte also nach Dessau zurück, wo er am 2.12. präsentiert wurde und man notiert unten Couop (Coupon?) 2 ?? Dessau.

Siegelseitig sehen wir nur ein Stadtpoststempel von Leipzig und einen Ankunftstempel von Dessau.

Zum Namen Schoch fällt mir die Gärtnerfamilie Schoch ein, welche in den verschiedenen herzoglichen Gärten tätig war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Kieskutscher Am: 17.04.2020 14:18:22 Gelesen: 1611# 74 @  


Der Wertbrief ist von Herrn Schüler BPP Hamburg nach Kauppen (heute ein Ortsteil von Neuhof Kr. Fulda) gelaufen am 05.11.72.
 
saeckingen Am: 03.06.2020 09:28:04 Gelesen: 854# 75 @  
Wertbrief aus Mombasa/Kenya nach Knittelfeld/Österreich.



Wertbrief mit einem Gewicht von 23 1/2 g mit einer Wertangabe von 600 Shilling (750 Franc), am 12.7.1932 von Mombasa verschickt. Rückseitig Transitstempel Aden 18.7.32. Wertbriefe aus Kenya waren grundsätzlich Einschreibebriefe, die zusätzlich eine Versicherung über den angegeben Wert erhielten. Auf diese Wertangabe wurde mit dem roten Zettel INSURED (VALEUR DECLAREE) hingwiesen, die Wertangabe in Shilling und Franc gennant und auch wie international üblich die genaue Gewichtsangabe vermerkt. Auch in Kenia waren Wertbriefe zu versiegeln, was der Absender mit einem Siegel mit seinen Initialien P.L. vornahm.

Grüße
Harald
 

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