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Thema: (?) (81) Alte Belege: Wer kann das lesen ?
Das Thema hat 91 Beiträge:
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rostigeschiene Am: 08.07.2015 21:38:59 Gelesen: 28492# 67 @  
Wieder einmal möchte ich um die Hilfe der "Graphologen" im Forum bitten.

Hier habe ich einen Brief aus Vorsfelde, der so unleserlich geschrieben ist, dass ich nicht einmal zwei zusammenhängende Worte lesen kann.



Vielleicht schafft es ja jemand hier im Forum?

Sollte es jemandem gelingen, zeige ich auch gerne den Rest des Schriftstückes.

Viele Grüße

Werner
 
Max78 Am: 10.07.2015 09:06:52 Gelesen: 28418# 68 @  
@ rostigeschiene [#67]

Servus Werner,

wirklich knifflig, es geht auf jeden Fall um Rechtsfragen (Grundstücke/Straßen). Ich lese einzelne Worte wie "Polizeistrafgesetz 25 May (eventuell auch Merz) 1827 § 76/ 2 Thaler/ den Namen Kobbe (ggf. Kokke) ...

Hast Du einen Umschlag? Bei dem Gebiet tippe ich auf Deetz (Sachsen-Anhalt), neben Bornum, das nur auf die Schnelle.

Grüße Max
 
rostigeschiene Am: 10.07.2015 21:42:54 Gelesen: 28357# 69 @  
@ Max78 [#68]

Hallo Max,

vielen Dank für den ersten Versuch. Vielleicht ist es besser wenn ich den kompletten Faltbrief hier vorstelle. Das Problem ist nur das er nicht auf den Scanner passt, deshalb habe ich die Seiten teilen müssen.



Seite 1



Seite 1, der Rest.



Seite 2



Seite 2, der Rest.



Briefvorderseite



Siegelseite.

Die Adresse ist mit Brieftext teilweise überschrieben.

Werner
 
Max78 Am: 11.07.2015 10:32:38 Gelesen: 28309# 70 @  
Hallo Werner, somit ist erst einmal klar, wo sich das ganze abgespielt hat. Die "überschriebenen" Zeilen:

VORSFELDE
31.
An

das königlich großbritannisch hannoversche ...?-Amt

Kreis = Gericht Zeichen (Bedeutung eventuell gegen) M. Knesebeck
Vorsfelde

Ob es sich bei M. Knesebeck um die Ortschaft wenige Kilometer entfernt von Vorsfelde handelt oder um ein Familienmitglied der Adelsfamilie "von dem Knesebeck" (eventuell ein Major) ist unklar, ich tippe auf ersteres, denn normalerweise wäre dann auch das "Adelsprätikat "von" mit dabei. Der Text ist sehr unsauber geschrieben, einzelne Wörter sind zu erkennen, somit sehr zeitaufwendig, aber dafür gibt es ja Spezialisten, die nicht umsonst für solch eine Arbeit Geld verlangen.

Auf dem aufgebrochenen Sigel ist eine Schrift zu erkennen, mit der Lupe dürfte es für Dich kein Problem sein, diese zu entziffern, denn soweit ich das sehen kann, sind die Ziffern noch sauber erhalten.

mit Grüßen Max
 
Michael Mallien Am: 16.06.2017 12:05:37 Gelesen: 19251# 71 @  
In einem Posten fand ich einen gefalteten Brief aus Vorphilazeiten, den ich auf das Jahr 1833 einordnen kann. Der Brief wurde einmal verwendet mit einem Schreiben mit dieser Adressierung:



Den Stempel interpretiere ich vom Datum her als 30 OCT. Der Ortsname könnte mit "C" beginnen. Aus dem Inhalt lässt sich das Jahr 1833 ableiten.

Den Adressaten gelte es zu entschlüsseln. Es scheint mir ein "Amt" zu sein in Bietigheim. Ich bekomme keine sinnvollen Worte zusammen. Ich hoffe, jemand von euch ist da geübter?!

Am Inhalt des Briefes rätsele ich auch noch. Es geht um eine Quittung. Der Brief wurde bearbeitet, neu gefaltet, neu adressiert und versendet mit dieser Adressierung:



Der Stempel lässt sich besser identifizieren: LUGWIGSBURG / 5 NOV 1833.

Auch hier habe ich Schwierigkeiten mit der Adresse. Ich lese:

An das ...nalamt ...burg

Ein Brief von einem Amt zu einem anderen Amt. Das könnte ich mir gut vorstellen. Kann jemand die Adressen vervollständigen?

Was bedeutet die roten Vermerke 3 und 5 (?). Ich vermute, sie haben etwas mit dem Porto zu tun.

Danke und viele Grüße
Michael
 
mausbach1 Am: 16.06.2017 13:34:22 Gelesen: 19235# 72 @  
@ Michael Mallien [#71]

Dem Wohllöblichen
Stadtschultheißenamt
Bietigheim
Oberamt Bissigheim

An das
Stadtschultheißenamt
Neuerburg
 
hopfen Am: 16.06.2017 15:52:36 Gelesen: 19214# 73 @  
@ mausbach1 [#72]

Sorry, ich lese NEUENBÜRG - dazu könnte dann auch CALW als Erstabsendeort passen!
 
briefefan Am: 16.06.2017 16:41:59 Gelesen: 19201# 74 @  
@ mausbach1 [#72]

Das Stadtschul dheiszenamt Neuenbürg ist deutlich mit d statt t geschrieben.
 
Max78 Am: 16.06.2017 22:05:58 Gelesen: 19174# 75 @  
Servus zusammen,

man kann es auch "neudeutsch" ganz einfach Bürgermeisteramt nennen (zumindest was Württemberg betrifft),

mit Grüssen Max
 
Michael Mallien Am: 16.06.2017 23:19:14 Gelesen: 19155# 76 @  
Hallo zusammen,

ich danke euch für die vielen Antworten. Das ist genial, denn es wird mir sicher helfen, dem genauen Inhalt auf die Spur zu kommen. Nun wundere ich mich auch nicht mehr, dass mir keine mir sinnvoll erscheinenden Wörter eingefallen sind. Es liegt einfach daran, dass die Wörter sehr entfernt sind zu meinem aktiven Wortschatz.

Wahrscheinlich werde ich beim Inhalt noch Hilfe brauchen, möchte es aber selbst mal probieren.

Kann noch jemand etwas zu den postalischen Rotstiftvermerken sagen?

Viele Grüße
Michael
 
mausbach1 Am: 17.06.2017 08:35:01 Gelesen: 19140# 77 @  
@ hopfen [#73]
@ briefefan [#74]

Danke für die Korrektur - wieder ein Beweis für die aktive Leserschaft - prima. :-)

So, jetzt geht´s zum Philatreff nach Köln!

Allerseits einen schönen Tag und ein schönes WE!

Claus
 
10Parale Am: 05.08.2017 14:08:51 Gelesen: 18399# 78 @  
@ forum [#1]

Kontexterklärung:

Meine liebe Frau und ich sind weiter am Grübeln und haben folgenden Kontext im Schreiben erkannt:

Das "casa postelor" Postbüro (1.Zeile) loslassen (a slobozi) (1. Zeile Wort 3 und 4) patru Kai (1. Zeile Wort 5 und 6) vier Pferde

pentru (2. Zeile Wort 1) für "mesuesea" (2. Zeile Wort 2 - ein uralter Begriff für Pferdestation? - siehe jüdisch: mesusa: Türpfosten

la (2. Zeile 3. Wort) von

handschriftlich "Mehedinti" - Landkreis Mehedinti in der Walachei ? 2. Zeile - evtl. Dokument Nr. 2 ???????7

3. Zeile (Wort 3 - 5) in trebuinta - zur Nutzung - das nächste Wort beginnen mit Ok und 10 kyrillischen Buchstaben bleibt uns ein Rätsel

4. Zeile "Wort 1 - uni = eins

4. Zeile handschritlich (?????)

4. Zeile Wort 3 und 4 cu plata programata (für die vereinbarte Rechnung)

5. Zeile Wort 2 und 3 und 4 in socoteala wisteriei (vom Schatzamt - Kassenbüro).


So, jetzt der Sinn mal frei übersetzt (ohne Gewähr):

Das dem Prinzen unterstellte Postbüro in Jassy verfügt die Freistellung von 4 Pferden seiner eigenen Stallungen nach Mehedinti in der Walachei mittels Dokument Nr. 2 zur Nutzung in den dortigen Stallungen und wie vereinbart ist die Zahlung an die Schatzkammer zu begleichen.

Sicher ist diese freie Übersetzung nicht wortgetreu und spitznagelfest, dennoch denken wir, handelt der Inhalt über dieses Thema. Bin sehr dankbar für Verbesserungen.

Liebe Grüße

10Parale mit Frau


 
dr.vision Am: 24.02.2018 19:30:44 Gelesen: 13253# 79 @  
Moin zusammen,

ich habe hier eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1898, die von Belgien nach Celebes - Niederländisch Indien - lief. Und zurück, aber tut hier nichts zur Sache. Ich möchte sie gerne im Belgien Thread vorstellen. Leider ist die Ansichtsseite in einer mir völlig unbekannten Sprache beschrieben. Wenn ich einige lesbare Worte im Google-Übersetzer eingebe, werden verschiedene Sprachen von lateinisch über türkisch bis finnisch angezeigt. Kann es eventuell Esperanto sein? Ich freue mich über jegliche Hilfe. Danke im Voraus.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
buzones Am: 24.02.2018 19:42:05 Gelesen: 13246# 80 @  
Hallo Namensvetter!

Das ist in der Kunstsprache VOLAPÜK verfasst, die leider – im Gegensatz zu Esperanto – kaum noch benutzt wird.

Infos zur Volapük bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Volap%C3%BCk

Beste Philagrüße
Ralf
 
dr.vision Am: 24.02.2018 20:22:54 Gelesen: 13230# 81 @  
@ buzones [#80]

Moin Ralf,

ganz herzlichen Dank für Deine schnelle und kompetente Hilfe. Kannst Du diese Sprache sprechen? Oder kennst Du jemanden? Wikipedia ist ja sehr interessant. [1]

Danke nochmal und einen schönen Sonntag.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Volap%C3%BCk
 
dr.vision Am: 25.02.2018 19:27:13 Gelesen: 13155# 82 @  
@ dr.vision [#79]
@ buzones [#80]

Moin zusammen,

die Internetrecherche war heute, durch die Hilfe von Ralf (buzones) und Volkmar (volkimal), erfolgreich. Der Leiter der internationalen Volapük-Bewegung war sofort bereit, mir den Text zu übersetzen.

Auszug aus seiner Antwort:

Hier der Text auf der Bildseite:

St. Nicolas, 13. November 1898

"Hochgeschätzter Herr,
Korrespondenz ist ein Mittel, ein Volapükist zu bleiben. Das ist der Grund, dass ich Ihnen dies schreibe. Was ist Ihrer Meinung nach das beste Mittel, Volapük zu verbreiten? Antworten Sie mir, geschätzter Herr, und sagen Sie mir bitte, ob Sie wünschen, dass ich Ihnen noch eine oder zwei Karten schreibe.

Sie werden sich sehr freuen*
Ihr ergebenster Diener,
Alf. de Cock, Lehrer, Knaptandstr. 16."

* Das klingt etwas seltsam. Vielleicht wollte der Verfasser hier statt ,ofredol' eigentlich ,ofredob' schreiben. In seiner Handschrift unterscheiden sich ,l' und ,b' nur wenig. Das würde dann heißen: „Ich werde mich sehr freuen”.

Auf der Anschriftsseite findet man einen Volapük-Stempelaufdruck vom
Volapük-Verein
St. Nicolas, Hofstraat 52, Belgien:
"Blesir Valadü Pöfüd" = Freude in Erwartung des Nutzens.


Drei Tage Recherche, aber es hat sich gelohnt. Und der nette Herr ist gerne bereit, weitere Übersetzungen zu machen. Wenn ihr also etwas habt, schickt es mir. Meine Daten sind hinterlegt.

Den kompletten Beleg werdet ihr dann im Belgien-Thread sehen.

Beste Grüße von der Ostsee und danke an alle Helfer
Ralf
 
Michael Mallien Am: 07.02.2020 17:45:14 Gelesen: 2834# 83 @  
Liebe Lesekundige,

ich habe hier eine Ganzsachenkarte aus Liberia aus dem Jahr 1904 die an einen Ort in Posen adressiert ist. Es ist mir noch nicht gelungen den Ort zu identifizieren. Kann jemand von euch das lesen und kennt einen passenden Ort?



Zum Schriftvergleich hier noch der Text auf der Rückseite:



Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand weiterhelfen kann.

Danke und Grüße
Michael
 
DERMZ Am: 07.02.2020 18:04:28 Gelesen: 2826# 84 @  
@ Michael Mallien [#83]

Hallo Michael,

wenn Du nur dieses Wort auf der Vorderseite suchst, es heisst "Hochwohlgeboren"

Beste Gruüsse Olaf
 
epem7081 Am: 07.02.2020 18:12:55 Gelesen: 2822# 85 @  
Hallo Michael,

ich glaube hier kann ich helfen, der Name des Absenders ist mir allerdings nicht klar. Zum Ort kann ich hier aus wikipedia hoffentlich die richtige Lösung bringen.

Viel Freude mit Deiner interessanten Karte wünscht Edwin

Herrn Hauptmann Zunehmer (?)
Hochwohlgeboren
Posen
Gartenstraße 13

Mein lieber Herr Hauptmann! Wir
liegen hier auf einen Tag vor Gran Bassa,
außer einer reichen tropischen Vegetation
ist Nichts zu sehen, kaum daß man ein
Paar Briefmarken zu kaufen bekommt.
Hoffentlich ist diese Karte in Ihrer Sammlung
noch nicht vorhanden. Verzeihen Sie Schrift,
ich fabriziere 50 Postkarten ! Frl Gruß Ihnen
und Ihrer Frau Gemahlin ihr (—?—)
2/4.04

Grand Bassa County ist eine Verwaltungsregion in Liberia, sie hat eine Größe von 7 936 km² und besaß bei der letzten Volkszählung 221.693 Einwohner. Die Verwaltungsregion untergliedert sich in acht Districte. Die Hauptstadt ist Buchanan im District Neekreen. Grand Bassa liegt an der Atlantikküste. Wikipedia
 
Michael Mallien Am: 07.02.2020 18:13:16 Gelesen: 2821# 86 @  
@ DERMZ [#84]

Hallo Olaf,

oh, ich vermutete den Ort an dieser Stelle :) und den Ort suchte ich eigentlich.
Auf jeden Fall schon mal herzlichen Dank für die superschnelle Antwort!

"Posen" und "Gartenstraße (?) 13" erscheint mir sehr dünn als Adresse. Links unten steht noch Germany. Aber das grenzt den Ort ja auch nicht weiter ein. Der adressierte ist ein "Herr Hauptmann Zu..."

Sollte das gereicht haben um den Adressaten zu ermitteln?

Was meint ihr?

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 07.02.2020 18:15:23 Gelesen: 2818# 87 @  
@ epem7081 [#85]

Hallo Edwin,

wow, herzlichen Dank für die schnelle "Übersetzung" und die zusätzliche Info. Da haben sich unsere Beiträge gegenseitig überholt.

Grüße
Michael
 
epem7081 Am: 07.02.2020 18:29:50 Gelesen: 2809# 88 @  
@ Michael Mallien [#86]

Sollte das gereicht haben um den Adressaten zu ermitteln?

Hallo Michael,

mit den nachfolgenden Informationen wird vielleicht die schlichte Adressenangabe verständlich. Hier zitiere ich gerade aus einem umfassenden Auktion:

https://books.google.de/books?id=HmUSDeeXzaQC&dq=Hauptmann+Zunehmer+posen&hl=de&source=gbs_navlinks_s




einen spannenden Abend mit den historischen Dokumenten wünscht
Edwin
 
philamueller Am: 22.11.2020 14:53:55 Gelesen: 239# 89 @  


Wer kann den Ortsnamen im R-Zettel und den Ortsnamen im Absender lesen ?

Ich finde keinen passenden Ort in Lettland.
 
epem7081 Am: 22.11.2020 15:49:00 Gelesen: 221# 90 @  
@ philamueller [#89]
hallo philamueller

es handelt sich um den Ort Vecpiebalga (deutsch: Alt-Pebalg) ist eine Ortschaft im Nordosten Lettlands und Zentrum der gleichnamigen Verwaltungseinheit (lettisch: Vecpiebalgas novads). [1]

Der Stempel spricht da - allerdings in kyrillisch - eine klarere Sprache.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vecpiebalga
 
Altmerker Am: 22.11.2020 15:50:21 Gelesen: 219# 91 @  
Nichts leichter als das: Vecpiebalga (deutsch: Alt-Pebalg) ist eine Ortschaft im Nordosten Lettlands und Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsbezirkes.

Gruß
Uwe
 

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