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Thema: Großherzogtum Baden: Belege des 19. Jahrhunderts
Das Thema hat 150 Beiträge:
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Stamps99 Am: 17.02.2019 15:54:55 Gelesen: 8577# 126 @  
@ Baldersbrynd [#111]

Hallo Jorgen,

nach den Bestell-Listen der Arge Baden war Blumenfeld die zuständige Expedition für die Landpostbestellung nach Thengen Stadt.

Dein Brief wurde demnach von der Aufgabe-Expedition Engen über eine andere Expedition nach Thengen Stadt befördert - dafür waren die Landpost-Verrechnungsmarken nicht gemacht, sie wurden nur für Briefe aus oder in den eigenen Bestellbereich verwendet. Es ist zu befürchten, dass die Marke nachträglich hinzugefügt wurde,

Gruß Ralf
 
hajo22 Am: 17.02.2019 18:09:15 Gelesen: 8552# 127 @  
Drucksache aus Mannheim vom Dez. 1868 nach Tuttlingen, Ankunft 1.1.1869, frankiert mit 1 Kreuzer (Nr. 17).



hajo22
 
Fips002 Am: 19.02.2019 18:17:28 Gelesen: 8351# 128 @  
Brief von Mannheim 25. August an das ... Bezirks Amt nach Tauberbischofsheim, 27.August 4..

Im beschädigten Trockensiegel: KREISES GR. BADEN.



Dieter
 
bayern klassisch Am: 19.02.2019 18:35:23 Gelesen: 8347# 129 @  
@ Fips002 [#128]

Hallo Dieter,

an das Großherzogliche Bezirks Amt war die Adresse.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Stamps99 Am: 19.02.2019 20:43:10 Gelesen: 8326# 130 @  
Hallo,

anbei ein Brief nach Regensburg - mit Weiterleitung nach Regensburg!



Die Rückseite gibt Aufschluß darüber, was passiert ist:



Der Brief wurde nach Ravensburg fehlspediert, um dann über Friedrichshafen und Ulm doch noch nach Regensburg zu gelangen. Der Empfänger Georg Josef Manz ist übrigens kein Unbekannter, er war Gründer eines bedeutenden Verlagshauses [1].

Gruß Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Joseph_Manz
 
bayern klassisch Am: 19.02.2019 20:46:57 Gelesen: 8324# 131 @  
@ Stamps99 [#130]

Hallo Ralf,

der lustige Beleg - wenn du den mal nicht mehr brauchst, ich habe eine Mini - Sammlung solcher lustiger Sachen, da passte er gut rein.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 20.02.2019 15:41:21 Gelesen: 8247# 132 @  
Orts-Faltbriefchen Carlsruhe vom 25.1. ohne Jahr, frankiert mit 1 Kreuzer (Nr.9). Bis 1 Loth nach dem 1.3.1864.



hajo22
 
bayern klassisch Am: 20.02.2019 16:01:16 Gelesen: 8241# 133 @  
@ hajo22 [#132]

Sehr schöner Brief - interessant auch, dass Aufgabe- und Abgabestempel am Ort unterschiedlich waren. Klasse!

Danke fürs Zeigen dieser Rosine,
Ralph
 
Stamps99 Am: 21.02.2019 22:52:12 Gelesen: 8086# 134 @  
Hallo,

anbei ein Brief, bei dessen Erwerb ich auf einen näheren Bezug zur badischen Revolution 1848/49 gehofft hatte.



Stempel und Adresse passten gut - die Garnison der späteren Bundesfeste Rastatt schloß sich im Mai.1849 den Revolutionären an..

Aber damals, wie heute, kam es anders als erhofft.

Der Brief ist von 1850, die Revolution war vorbei und das 5. Badische Infanterie Bataillon gab es erst, nachdem die komplette badische Armee auf Druck Preußens umstrukturiert war.

Trotzdem ist der Brief interessant:



Hier wird das Bürgermeisteramt Gundelfingen (Bestellbezirk Freiburg) aufgefordert, von einem zwischenzeitlich verabschiedeten Corporal 36kr zu erheben. Er hatte einem einrückenden Rekruten das ihm zustehende Etappengeld nicht vollständig ausgezahlt und die Differenz einbehalten. Das Etappengeld betrug 18kr/Tag für Verzehr und Übernachtung.

Der Brief ist ein Fahrpostbrief, beschwert mit 36kr - weiß jemand, warum er mit 4x taxiert wurde, obwohl er als M.S.D. (Militär Dienst Sache = portobefreit) deklariert ist ?

Gruß Ralf
 
olli0816 Am: 13.03.2019 18:03:13 Gelesen: 7191# 135 @  
Hallo,

heute habe ich ein bisschen Zeit, also zeige ich u.a. diesen Baden-Beleg.

Der Brief stammt aus dem Jahr 1858 und ging von Baden nach Mannheim. Was ich wirklich interessant finde ist die Tatsache, dass der Brief am 4. November den Baden-Absendestempel trägt und Mannheim auch den 4. November zeigt. Dazu ist noch ein Stempel mit E.D., wo die Baden-Spezialisten hoffentlich noch ein bisschen mehr dazu wissen.

Auf dem Brief sind zwei 3 Kreuzer-Marken der Michel Nummer 8 mit dem schwarzen Nummernstempel 8.

Hier erst der Brief mit Vorder- und Rückseite:



Der Brief ist eine Rechnung und da hat jemand wohl sehr viel inseriert. Da er ein so treuer Kunde war, hat er 25% Rabatt bekommen. Die Rechnung ist ganz nett anzusehen:



Viele Grüße
Oliver
 
bayern klassisch Am: 13.03.2019 18:19:56 Gelesen: 7187# 136 @  
@ olli0816 [#135]

Hallo Oliver,

nettes Stück - aber hinten steht E. B. für die Eisen - Bahn Badens, die den Brief übernommen hat. Diese Stempel gibt es heute noch sehr zahlreich.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Todtnau Am: 14.03.2019 18:10:03 Gelesen: 7159# 137 @  
Hallo,

da ich kein Altdeutschland-Sammler bin, sondern nur gelegentlich für meine Heimatsammlung einen Brief erwerbe, kenne ich mich da nicht so aus. Bei [#60] und [#70] wurde mir prima weitergeholfen, deshalb probiere ich es heute nochmals mit einem neu erworbenen Brief.



Meiner Meinung nach ist es ein Portobrief von Todtnau (Stempel vom 16.7.1849) über Basel/Hüningen (Stempel BADE ... BALE) nach Thann (Frankreich) (Stempel vom 16.7.1849) mit dem Stempel R.F.B. (Rayon Frontière Badois) und dem Stempel "1", von dem ich die Bedeutung nicht kenne (ich weiß nur, dass ein Stempel "4" aus Hüningen stammt. Der zweite Stempel auf der Rückseite wurde beim Öffnen des Briefes zerstört, vielleicht war es ja nur ein privater Siegelstempel. Das Porto beträgt wohl 6 Kreuzer, davon 3 für Baden und 3 für Frankreich.

Kann das so stimmen?

Viele Grüße

Willi
 
bayern klassisch Am: 14.03.2019 18:31:17 Gelesen: 7153# 138 @  
@ Todtnau [#137]

Hallo Willi,

die "1" war die Vergütung von Frankreich für Portobriefe aus dem badischen Nachbarrayon - 1 Decime = 3 Kreuzer.

Der Brief sollte zuerst 4 Decimes kosten, dann aber 6 Decimes, weil er schwerer als 7,5 g war (die "1" blieb trotzdem stehen, weil die interne Verrechnung der Porti nichts mit den aufgedruckten Stempeln zu tun hatte).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 11.04.2019 18:44:08 Gelesen: 6434# 139 @  
@ olli0816 [#135]

Nur als Hinweis: Es gibt einen eigenen Thread für AD Baden Nr. 1-8 im Forum.

1-Kreuzer-Frankatur (Nr.17).



Komplette Drucksache aus Mannheim vom 31.12.1868 nach Tuttlingen, Ank. 1.1.1869.



hajo22
 
hajo22 Am: 12.04.2019 16:46:35 Gelesen: 6342# 140 @  
4-Kreuzer-Frankatur (Nr.17,18)



Drucksache ("bedingter Zahlungsbefehl") per Nachnahme zu 12 Kreuzern ab Gengenbach vom 2.8.(1866) nach Offenburg, Ank. 3.8.

Der Empfänger hatte 12 + 4 Kreuzer (Frankierung) zu bezahlen (schwarze und blaue "16"). Absender ein Gerichtsbote.

hajo22
 
Franz88 Am: 07.05.2019 18:48:23 Gelesen: 5599# 141 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Brief von Baden nach Zug (Schweiz). Leider kann ich den Aufgabeort nicht entziffern. Aufgabestempel am 5 April 1867. Auf der Rückseite Weiterleitungsstempel Zürich am 6.April 1867. Ankunftsstempel Zug am 6. April 1867. Weiters ein Stempel "GR.BAD?? am 5. April.1867.

Frankiert wurde der Brief mit 6 Kreuzer.

Für was steht die Zahl 3 auf der Briefvorderseite? Ich vermute für den Schweizer Gebührenanteil (1. Gebührenzone).

Ich bitte euch wieder um Hilfe.

Wie hoch wird dieser Brief bewertet? Ist der Brief portorichtig frankiert? Kann man den Laufweg des Briefes erkennen? Welche Marke ist auf dem Brief?



Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 07.05.2019 18:59:12 Gelesen: 5596# 142 @  
@ Franz88 [#141]

Hallo Franz,

dein Brief wurde in Freiburg im Breisgau aufgegeben.

3 Kreuzer für Baden aus dem 1. Rayon und 3 Kreuzer für die Schweiz in den 1. Rayon.

Tarifgerecht nach dem Postvertrag Baden - Schweiz vom 1.10.1852 bis 30.9.1868.

Hinten hat ihn die Großherzoglich - Badische Bahnpost übernommmen und ihn nach Basel Badischer Bahnhof gefahren. Von dort aus siehe siegelseitiger Stempel.

Zu Katalogwert und Farbe der Marke sollte sich ein Markensammler äußern können.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 08.05.2019 10:18:55 Gelesen: 5549# 143 @  
@ bayern klassisch [#142]

Hallo Ralph,

ein großes Dankeschön für Deine ausführliche Antwort. Super!

Liebe Grüße aus der Steiermark
Franz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 08.05.2019 16:54:08 Gelesen: 5510# 144 @  
@ Franz88 [#141]

Hallo Franz,

postgeschichtlich hat Ralph bereits alles gesagt, als kleine Ergänzung zur Bestimmung der Marke bzw. des Katalogwertes:

Auf deinem Brief wurde Mi.Nr. 19a, 6 Kreuzer ultramarin, verklebt. Diese erschien am 25.09.1864 erstmalig und hat auf Brief einen Katalogwert von 75,-. Auf Brief in die Schweiz kommt diese Marke relativ oft vor. Handelswert in der recht schönen Erhaltung etwa 30 €.

LG

Kevin
 
Franz88 Am: 09.05.2019 10:12:22 Gelesen: 5404# 145 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#144]

Hallo Kevin,

vielen herzlichen Dank für Deine Info.

Liebe Grüße aus Österreich
Franz
 
hajo22 Am: 09.05.2019 19:53:23 Gelesen: 5316# 146 @  
10-Kreuzer-Frankatur (3x3 Kr.+1 Kr. Ausgabe von 1868) auf Einschreibbrief aus Schopfheim vom 10.11.(ohne Jahr) an eine Ortschaft bei Lörrach. Rückseite Stempel von Efringen 11.11.

Der Inhalt des Briefes ist nicht erhalten geblieben.



hajo22
 
bayern klassisch Am: 09.05.2019 20:12:59 Gelesen: 5313# 147 @  
@ hajo22 [#146]

Hallo,

der Brief lief nach Kirchen - der Landbezirk zog ab 1868 kein Landbestellgeld mehr nach sich, wie man hier schön sehen kann.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Stamps99 Am: 23.05.2019 20:23:38 Gelesen: 4738# 148 @  
Hallo,

offenbar war die Gemeinde Iznang bei Radolfzell für die Begleichung des Kostgeldes der lernenden Hebamme Agathe zuständig, jedenfalls hat sie die per Nachnahme gestellte Forderung von 13 Gulden 3 Kr zzgl. 2 Kr Zustellgebühr beglichen. Die links gewählte Bezeichnung Hebammen-Brief habe ich zuvor noch nicht gesehen.





Gruß Ralf
 
Stamps99 Am: 18.06.2019 14:23:03 Gelesen: 3935# 149 @  
Hallo,

Gemeindesachen in Baden waren nicht portofrei und sollten nach Möglichkeit vom Amtsboten ausgetragen werden.

Hier ein Brief aus Oberkirch in das damals in dessen Landbestellbezirk gelegene Zusenhofen, von der Post an den Absender mit entsprechendem Vermerk zurückgegeben.

Kann jemand das zweite blaue Wort entziffern?



Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 18.06.2019 15:37:47 Gelesen: 3925# 150 @  
@ Stamps99 [#149]

Hallo Ralf,

ein hochinteressanter Brief, Traumstück!

Der Text in blau lautet:

Ist wenn Gemeindesache dem Amtsboten zur Beförderung zu übergeben, andernfalls solcher mit Porto belegt werden müßte.

Glückwunsch zu diesem Brieftraum (da braucht man keine 5-Farbenfrankatur, keine Halbierung oder ein Sechserblock - für mich als Postgeschichtler geht da schon das Herz auf.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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