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Thema: Großherzogtum Baden: Belege des 19. Jahrhunderts
Das Thema hat 140 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 04.12.2018 20:52:31 Gelesen: 6044# 116 @  
Liebe Freunde,

mal etwas in fremden Gefilden gewildert und auf den hier gestossen:



Mannheim, 2.1.1838, nach London, zuerst Charing Cross, dann reexpediert nach Hatton Garden. Der Absender zahlte 12 Kreuzer für Baden und 39 Kreuzer Weiterfranko bis zur Küste.

In GB musste man 2 Shilling 8 Pence berappen und die Weiterleitung in London war offensichtlich kostenlos, weil der Brief den Postenlauf nicht verlassen hatte. Am 8.1.1838 kam er an. Empfänger war die Firma Cox & Co, "Army agents", was immer das auch bedeutet haben mag.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 04.12.2018 22:59:41 Gelesen: 6027# 117 @  
@ bayern klassisch [#116]

Army agents", was immer das auch bedeutet haben mag

Na Waffenhändler, was sonst?

hajo22
 
bayern klassisch Am: 05.12.2018 06:34:47 Gelesen: 6014# 118 @  
@ hajo22 [#117]

Hallo hajo22,

ich hätte jetzt eher auf einen Laden getippt, der für die Vermittlung von Menschenmaterial (Soldaten) für das Kolonialreich zuständig war.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 05.12.2018 11:17:47 Gelesen: 5984# 119 @  
@ bayern klassisch [#118]

Wahrscheinlich beides.

hajo22
 
Martin de Matin Am: 05.12.2018 19:19:13 Gelesen: 5963# 120 @  
@ bayern klassisch [#116]

Bezüglich "Army Agents" empfehle ich Mister Google nach Cox&Co London army agents zu befragen. Unter greatwarforum hat dort das Forummitglied johnreed mit seinem Beitrag vom 11.12.2007 ausführlich über die Firma geschrieben. Gemäß der Übersetzung war die Firma schon im 18.Jahrhundert aktiv. Selbst im 20.Jahrhundert war sie immer noch sehr aktiv. Army agents organisierten die Bezahlung von Offizieren, organisierten die Bereitstellung von Bekleidung und sorgten auch für den Versand von persönlichen Gegenständen. Sie sorgten auch für die Beschaffung von Waffen und Zubehör.

Interessant wäre zu wissen, wer der Absender war? War er Lieferant für Cox?

Gruss Martin
 
bayern klassisch Am: 05.12.2018 20:12:45 Gelesen: 5956# 121 @  
@ Martin de Matin [#120]

Hallo Martin,

danke für deine Antwort - leider hat der Brief keinen Inhalt mehr.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 20.12.2018 12:05:23 Gelesen: 5070# 122 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich eine Spesen - Nota aus Mannheim vom 5.6.1845 an die Gebrüder Braendlin in Rappersweil am Zürichsee. Baden taxierte den Portobrief mit 12 Kreuzer, Zürich addierte 6 Kreuzer auf 18 Kreuzer und einen weiteren Kreuzer hatte der Empfänger auch noch zu zahlen, wofür auch immer, so dass ihn der Brief 19 Kreuzer total kostete. Hinten der Ankunftsstempel vom 7. Juni - also recht flott zugestellt muss man sagen.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
briefmarkenwirbler24 Am: 29.01.2019 12:24:13 Gelesen: 3633# 123 @  
Guten Morgen in die Runde,

bei Rauhut konnte ich jüngst diesen schönen Brief kaufen, der thematisch gleich in drei Themen passen würde.

Geschrieben wurde der Brief am 27.02.1857 im bayrischen Memmingen. Der Absender schien dem Empfänger einiges mitteilen zu wollen, denn sowohl der Brief selbst wurde komplett vollgeschrieben als auch ein zusätzlicher Bogen Briefpapier, der zusätzlich beigelegt wurde.

Nun schien sich der Absender gut mit den jeweiligen Gebühren ausgekannt zu haben, denn wie man auf den ersten Blick erkennen kann, wurde der Brief nicht in Memmingen aufgegeben, sondern im badischen Konstanz (ca. 100 km Luftlinie).

Wäre der Brief in Memmingen aufgegeben worden, hätte der Absender 6 Kreuzer frankieren müssen, weil Wil und Memmingen jeweils im 1. Rayon lagen (3x +3x = 6x), wovon Bayern und die Schweiz jeweils 3 Kreuzer kassiert hätten.

Nun kannte sich der Absender wie schon gesagt offenbar gut mit den Gebühren aus und wusste wohl, dass es ermäßigte Tarife im Grenzrayon gab und 3 Kreuzer von Konstanz nach Wil ausreichten, sodass er den Brief wohl persönlich dorthin brachte und auch dort aufgeben ließ. Bei Briefen im Grenzrayon erhielt die Aufgabepost alles, sodass Baden die 3 Kreuzer selbst einsacken konnte, was Bayern und Schweiz wohl nicht gefallen haben sollte, denn sie gingen bei der ganzen Geschichte leer aus.

Siegelseitig lassen sich dann noch der Transitstempel von St. Gallen sowie der Ankunftsstempel von Wil erkennen.

Frankiert wurde der Brief mit Mi.Nr. 6, die allseits vollrandig bzw. an zwei Seiten breitrandig geschnitten wurde, was bei Baden auch nicht immer der Fall gewesen ist.

Liebe Grüße

Kevin


 
bayern klassisch Am: 29.01.2019 17:06:24 Gelesen: 3589# 124 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#123]

Hallo Kevin,

da hast du eine echte Rosine gezogen - wow! Unterschleif zu Gunsten des Grenzrayons, das hat es damals schon nicht häufig gegeben und die Marke ist weit überdurchschnittlich für Baden. Chapeau - ein Vortragsbrief und perfekt erklärt. So weit wie du wäre ich gerne vor 40 Jahren auch gewesen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 29.01.2019 18:19:37 Gelesen: 3567# 125 @  
@ bayern klassisch [#124]

Hallo Ralph,

vielen Dank für die Blumen und freut mich, dass Dir mein Beleg so gut gefällt.

So weit wie du wäre ich gerne vor 40 Jahren auch gewesen.

Und ich hoffe, dass ich in 40 Jahren mal so weit bin wie du. :D

Liebe Grüße

vom Wirbler
 
Stamps99 Am: 17.02.2019 15:54:55 Gelesen: 2472# 126 @  
@ Baldersbrynd [#111]

Hallo Jorgen,

nach den Bestell-Listen der Arge Baden war Blumenfeld die zuständige Expedition für die Landpostbestellung nach Thengen Stadt.

Dein Brief wurde demnach von der Aufgabe-Expedition Engen über eine andere Expedition nach Thengen Stadt befördert - dafür waren die Landpost-Verrechnungsmarken nicht gemacht, sie wurden nur für Briefe aus oder in den eigenen Bestellbereich verwendet. Es ist zu befürchten, dass die Marke nachträglich hinzugefügt wurde,

Gruß Ralf
 
hajo22 Am: 17.02.2019 18:09:15 Gelesen: 2447# 127 @  
Drucksache aus Mannheim vom Dez. 1868 nach Tuttlingen, Ankunft 1.1.1869, frankiert mit 1 Kreuzer (Nr. 17).



hajo22
 
Fips002 Am: 19.02.2019 18:17:28 Gelesen: 2246# 128 @  
Brief von Mannheim 25. August an das ... Bezirks Amt nach Tauberbischofsheim, 27.August 4..

Im beschädigten Trockensiegel: KREISES GR. BADEN.



Dieter
 
bayern klassisch Am: 19.02.2019 18:35:23 Gelesen: 2242# 129 @  
@ Fips002 [#128]

Hallo Dieter,

an das Großherzogliche Bezirks Amt war die Adresse.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Stamps99 Am: 19.02.2019 20:43:10 Gelesen: 2221# 130 @  
Hallo,

anbei ein Brief nach Regensburg - mit Weiterleitung nach Regensburg!



Die Rückseite gibt Aufschluß darüber, was passiert ist:



Der Brief wurde nach Ravensburg fehlspediert, um dann über Friedrichshafen und Ulm doch noch nach Regensburg zu gelangen. Der Empfänger Georg Josef Manz ist übrigens kein Unbekannter, er war Gründer eines bedeutenden Verlagshauses [1].

Gruß Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Joseph_Manz
 
bayern klassisch Am: 19.02.2019 20:46:57 Gelesen: 2219# 131 @  
@ Stamps99 [#130]

Hallo Ralf,

der lustige Beleg - wenn du den mal nicht mehr brauchst, ich habe eine Mini - Sammlung solcher lustiger Sachen, da passte er gut rein.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 20.02.2019 15:41:21 Gelesen: 2142# 132 @  
Orts-Faltbriefchen Carlsruhe vom 25.1. ohne Jahr, frankiert mit 1 Kreuzer (Nr.9). Bis 1 Loth nach dem 1.3.1864.



hajo22
 
bayern klassisch Am: 20.02.2019 16:01:16 Gelesen: 2136# 133 @  
@ hajo22 [#132]

Sehr schöner Brief - interessant auch, dass Aufgabe- und Abgabestempel am Ort unterschiedlich waren. Klasse!

Danke fürs Zeigen dieser Rosine,
Ralph
 
Stamps99 Am: 21.02.2019 22:52:12 Gelesen: 1981# 134 @  
Hallo,

anbei ein Brief, bei dessen Erwerb ich auf einen näheren Bezug zur badischen Revolution 1848/49 gehofft hatte.



Stempel und Adresse passten gut - die Garnison der späteren Bundesfeste Rastatt schloß sich im Mai.1849 den Revolutionären an..

Aber damals, wie heute, kam es anders als erhofft.

Der Brief ist von 1850, die Revolution war vorbei und das 5. Badische Infanterie Bataillon gab es erst, nachdem die komplette badische Armee auf Druck Preußens umstrukturiert war.

Trotzdem ist der Brief interessant:



Hier wird das Bürgermeisteramt Gundelfingen (Bestellbezirk Freiburg) aufgefordert, von einem zwischenzeitlich verabschiedeten Corporal 36kr zu erheben. Er hatte einem einrückenden Rekruten das ihm zustehende Etappengeld nicht vollständig ausgezahlt und die Differenz einbehalten. Das Etappengeld betrug 18kr/Tag für Verzehr und Übernachtung.

Der Brief ist ein Fahrpostbrief, beschwert mit 36kr - weiß jemand, warum er mit 4x taxiert wurde, obwohl er als M.S.D. (Militär Dienst Sache = portobefreit) deklariert ist ?

Gruß Ralf
 
olli0816 Am: 13.03.2019 18:03:13 Gelesen: 1086# 135 @  
Hallo,

heute habe ich ein bisschen Zeit, also zeige ich u.a. diesen Baden-Beleg.

Der Brief stammt aus dem Jahr 1858 und ging von Baden nach Mannheim. Was ich wirklich interessant finde ist die Tatsache, dass der Brief am 4. November den Baden-Absendestempel trägt und Mannheim auch den 4. November zeigt. Dazu ist noch ein Stempel mit E.D., wo die Baden-Spezialisten hoffentlich noch ein bisschen mehr dazu wissen.

Auf dem Brief sind zwei 3 Kreuzer-Marken der Michel Nummer 8 mit dem schwarzen Nummernstempel 8.

Hier erst der Brief mit Vorder- und Rückseite:



Der Brief ist eine Rechnung und da hat jemand wohl sehr viel inseriert. Da er ein so treuer Kunde war, hat er 25% Rabatt bekommen. Die Rechnung ist ganz nett anzusehen:



Viele Grüße
Oliver
 
bayern klassisch Am: 13.03.2019 18:19:56 Gelesen: 1082# 136 @  
@ olli0816 [#135]

Hallo Oliver,

nettes Stück - aber hinten steht E. B. für die Eisen - Bahn Badens, die den Brief übernommen hat. Diese Stempel gibt es heute noch sehr zahlreich.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Todtnau Am: 14.03.2019 18:10:03 Gelesen: 1054# 137 @  
Hallo,

da ich kein Altdeutschland-Sammler bin, sondern nur gelegentlich für meine Heimatsammlung einen Brief erwerbe, kenne ich mich da nicht so aus. Bei [#60] und [#70] wurde mir prima weitergeholfen, deshalb probiere ich es heute nochmals mit einem neu erworbenen Brief.



Meiner Meinung nach ist es ein Portobrief von Todtnau (Stempel vom 16.7.1849) über Basel/Hüningen (Stempel BADE ... BALE) nach Thann (Frankreich) (Stempel vom 16.7.1849) mit dem Stempel R.F.B. (Rayon Frontière Badois) und dem Stempel "1", von dem ich die Bedeutung nicht kenne (ich weiß nur, dass ein Stempel "4" aus Hüningen stammt. Der zweite Stempel auf der Rückseite wurde beim Öffnen des Briefes zerstört, vielleicht war es ja nur ein privater Siegelstempel. Das Porto beträgt wohl 6 Kreuzer, davon 3 für Baden und 3 für Frankreich.

Kann das so stimmen?

Viele Grüße

Willi
 
bayern klassisch Am: 14.03.2019 18:31:17 Gelesen: 1048# 138 @  
@ Todtnau [#137]

Hallo Willi,

die "1" war die Vergütung von Frankreich für Portobriefe aus dem badischen Nachbarrayon - 1 Decime = 3 Kreuzer.

Der Brief sollte zuerst 4 Decimes kosten, dann aber 6 Decimes, weil er schwerer als 7,5 g war (die "1" blieb trotzdem stehen, weil die interne Verrechnung der Porti nichts mit den aufgedruckten Stempeln zu tun hatte).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 11.04.2019 18:44:08 Gelesen: 329# 139 @  
@ olli0816 [#135]

Nur als Hinweis: Es gibt einen eigenen Thread für AD Baden Nr. 1-8 im Forum.

1-Kreuzer-Frankatur (Nr.17).



Komplette Drucksache aus Mannheim vom 31.12.1868 nach Tuttlingen, Ank. 1.1.1869.



hajo22
 
hajo22 Am: 12.04.2019 16:46:35 Gelesen: 237# 140 @  
4-Kreuzer-Frankatur (Nr.17,18)



Drucksache ("bedingter Zahlungsbefehl") per Nachnahme zu 12 Kreuzern ab Gengenbach vom 2.8.(1866) nach Offenburg, Ank. 3.8.

Der Empfänger hatte 12 + 4 Kreuzer (Frankierung) zu bezahlen (schwarze und blaue "16"). Absender ein Gerichtsbote.

hajo22
 

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