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Thema: Deutsche Lokalausgaben 1945: Großräschen
volkimal Am: 20.12.2012 20:08:05 Gelesen: 18119# 1 @  
[Die ersten beiden Beiträge wurden nachträglich redaktionell in das Thema kopiert. Sie sind in den Originalthemen weiterhin enthalten.]

[Im Thema "Stempel mit ungewöhnlichen Buchstaben" wurde unter anderem dieser Beleg aus Großräschen vorgestellt und redaktionell in dieses Thema kopiert. Auszug:]

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Eine weitere Möglichkeit, zu der viele Stempel existieren sind die Kleinschriftstempel. Dort findet man relativ viele Ortsnamen mit "ß":



Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Volkmar
 
volkimal Am: 19.05.2013 10:35:39 Gelesen: 11754# 2 @  
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Rekorde der Philatelie, Beitrag 112]

Hallo zusammen,

nachdem ich mich einige Zeit mit den Zähnungen befasst habe, ließ ich das Thema etwas ruhen. Heute mal ein anderer Rekord:

Das primitivste Herstellungsverfahren bei Briefmarken



Diese Lokalausgaben aus Großräschen sind aus farbigem Papier hergestellt. Die Wertziffer wurde handschriftlich mit roter oder blauer Tinte aufgeschrieben. Zusätzlich tragen die Marken drei violette Gummi-Handstempel:

1. Schlägel und Eisen (nicht bei der 10 Pfg.-Marke)
2. Post
3. Kurzschriftstempel "Schriftwechsel in deutscher Kurzschrift erwünscht".

Auch der Stempel, mit dem die Marken entwertet wurden, ist ein einfacher Gummi-Notstempel. Bei diesem Brief wurde der Einschreibezettel mit dem "modernsten" Verfahren - dem Buchdruck - hergestellt.

Wie spricht man den Ortsnamen "Großräschen" eigentlich aus? Ist es "Groß-räs-chen" oder "Groß-rä-schen"?

Schöne Pfingstgrüße aus dem sonnigen Münsterland
Volkmar
 
taro Am: 20.10.2013 09:54:27 Gelesen: 6300# 3 @  
Hallo Zusammen,

nachdem eigentlich zu jedem Sammelgebiet ein entsprechendes Belegthema vorhanden ist, wundert es mich ein wenig, dass dies nicht auch bei den Lokalausgaben der Fall ist.

Zwar sind die Lokalausgaben nicht wirklich mein Sammelgebiet (erst recht nicht auf Beleg), aber an dem folgenden Stück kam ich irgendwie nicht vorbei und schließe damit die Lücke:

Satzbrief der Michel-Nummern 1-12 von Großräschen nach Berlin-Kapow, als Einschreiben hoffnungslos überfrankiert, entwertet mit Notstempel.



Es ist immer wieder interessant, dass selbst in dieser schwierigen Zeit Geld für solch Spielereien vorhanden war.

Und nun: Zeigt her eure Belege!

Viele Grüße
Sven
 
Marcel Am: 31.10.2013 14:53:44 Gelesen: 6130# 4 @  
@ taro [#3]

Hallo Sven,

ich kann leider keinen gelaufenen Beleg zeigen, aber dafür eine nette Spielerei.

schöne Grüße
Marcel


 
Gerhard Am: 01.11.2013 14:08:22 Gelesen: 6086# 5 @  
@ volkimal [#12]

Ich vermute doch, dass es Groß-rä-schen heißt, davon ab, was glaubst Du wie ein solch toller Beleg zu bewerten ist? - Zumal Zweifel an der Echtheit der Verwendung wohl keine bestehen dürften.

Gerhard
 
volkimal Am: 01.11.2013 14:39:49 Gelesen: 6073# 6 @  
@ Gerhard [#5]

Hallo Gerhard,

mit Groß-rä-schen hast Du recht! Vor einiger Zeit habe das Aussprachewörterbuch von Duden geschenkt bekommen. Dort steht es so drin.

Mit der Bewertung des Briefes habe ich keine Erfahrung. Ich habe den Brief irgendwann mitgenommen und weiß nicht mehr, was ich dafür gegeben habe. Im Michel-Spezial (2001) steht der verwendete dreizeilige Notstempel bei 75,- €. Bei Ebay und Delcampe habe ich nur einen einzigen verkauften Brief mit diesem Stempel gesehen. Es war ein Satzbrief und der ist für 20,- € verkauft worden.

Volkmar
 
Baldersbrynd Am: 22.01.2017 16:46:47 Gelesen: 4268# 7 @  
Hallo,

ein Sammlerfreund von mir fragt zu dieser Brief mit Attest:

Fensterbrief aus Grossräschen, gesendet am 6.9.1945.

Der Attest sagt: Grossräschen V 35, aber in dem Spezialkatalog steht nicht V 35.

Kann jemand mir sagen, wo ich diese Nr. finden kann?

Mit freundlichen Grüßen
Jørgen




 
cycling-fool Am: 23.01.2017 14:59:08 Gelesen: 4205# 8 @  
Hallo,

mein Vater hat eine umfangreiche Spezialsammlung Großräschen.

Die V 35 war bis in die 1990er Jahre im Michel verzeichnet.

Die Marken zu 6 und 12 pfg (wie alle anderen auf grünem Papier, was bei diesen Werten beibehalten wurde) sind mit Hammer in der Mitte zusammen mit den Werten der bis heute als 1. und 2. Zwischenausgabe bezeichneten Vorläufer erschienen und es gibt sie - recht selten - mit echten Tagesstempeln ab Ende August auf Bedarfsbriefen.

Der Michel hat sie wohl rausgeschmissen, weil sie sich nicht von den damals katalogisierten Abarten 4 III und 7 V (Hämmerkreuz in der Mitte) unterscheiden lassen (außer durch Stempeldatum). Zwischenzeitlich werden aber alle Abarten Hämmer in der Mitte ebenfalls nicht mehr katalogisiert.

Das Merkmal Hämmer in der Mitte scheint kein Verrutschen zu sein. Ich habe ihm zu Weihnachten einen ** 16er Block der 24 pfg (Mi 9) alle Hämmer in der Mitte geschenkt. Das könnte darauf hindeuten, dass auch die ersten Satzausgaben auf farbigen Papieren noch die Hämmer in der Mitte abgeschlagen wurden. Bogenteile der ersten Ausgabe sind nur schwer zu finden. Mein Vater hat noch keine Paare mit der Abart Hämmer in der Mitte und Normalmarke gesehen.
 
Baldersbrynd Am: 24.01.2017 16:19:07 Gelesen: 4150# 9 @  
@ cycling-fool [#8]

Hallo,

danke für Deine Informationen, ich gehe weiter zu meinem Freund mit diesen.

Beste Grüße
Jørgen
 
Richard Am: 12.11.2017 09:36:33 Gelesen: 2976# 10 @  
Im Auktionshaus Peter Rapp in Wil (Schweiz) [1] wird vom 13. bis 17.11.2017 ein umfangreiches Los Deutsche Lokalausgaben 1945 versteigert [2]. Enthalten sind die kompletten Ziffernfolgen "1" bis "24" der Grossräschener Uhrzeitklebezettel.

Schöne Grüsse, Richard

[1] https://www.rapp-auktionen.com/de/auktionen/rapp-auktion-2017/
[2] https://www.rapp-auktionen.com/uploads/los/1993.pdf (69 Seiten)
 
blizzi Am: 27.12.2018 09:30:44 Gelesen: 1019# 11 @  
Ich habe hin und her verglichen, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Welche Mi.-Nrn. liegen hier vor? Wer kann helfen?

Danke-- blizzi


 
Markus Pichl Am: 27.12.2018 10:12:08 Gelesen: 1005# 12 @  
Hallo blizzi,

die 6 Pf-Marke ist MiNr. 4

die 12 Pf-Marke ist MiNr. 7

Katalogwert in gestempelter Erhaltung je Euro 6.-

Beste Grüße
Markus
 
guy69 Am: 27.12.2018 12:35:42 Gelesen: 957# 13 @  
Hatte ich an anderer Stelle schon einmal gezeigt.


 
blizzi Am: 30.12.2018 10:02:02 Gelesen: 862# 14 @  
@ Markus Pichl [#12]

Hallo Markus,

leider komme ich erst heute dazu, Dir für Deine Antwort zu danken.

Guten Rutsch - blizzi
 
achim11-76 Am: 30.12.2018 20:25:25 Gelesen: 834# 15 @  
@ guy69 [#13]

Der Stempel ist vom 02.03.1945 - also keine Lokalausgabe da noch vor dem Zusammenbruch.
 
Markus Pichl Am: 30.12.2018 20:30:07 Gelesen: 832# 16 @  
@ achim11-76 [#15]

Hallo,

der Stempel ist vom 2.3.46, siehe auch rückseitiger Ankunftsstempel vom 11.3.46

Ferner bitte den vom Hakenkreuz befreiten bzw. aptierten Dienststellenstempel bzw. Postamtsstempel (oder wie es auch immer richtig heißt) auf der Vorderseite beachten.

Beste Grüße
Markus
 
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