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Thema: Frankreich: Gestempelte Marken und Belege bis 1900 (ohne Ganzsachen)
Das Thema hat 204 Beiträge:
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10Parale Am: 14.11.2022 19:14:55 Gelesen: 43957# 180 @  
@ Pepe [#179]

Heute mal ein schöner Auslandsbrief vom 3. September 1867 von Le Havre nach London, freigemacht mit 40 Centimes.

Neben dem roten PD Stempel sehen wir einen wunderschönen LONDON PAID Mark von einer der größeren Zweigstellen J in London (siehe auch A. & H. No. 1354). Eigentlich habe ich diesen Frankreich Brief nur wegen dem roten Stempel gekauft, denn diese sind tatsächlich nicht mehr so häufig anzutreffen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Pepe Am: 15.11.2022 20:56:33 Gelesen: 43932# 181 @  
@ 10Parale [#180]

Schön, Dich wieder auf den Philaseiten zu begrüßen und Dank für diesen ausdruckstarken Brief.

Ich knüpfe an meiner Chronologie an und stelle mal die Mi 41 in Varianten vor.



1870 12 .., Mi 41 II, blau, Stempel 2256 und 2644



1871 01 08, Mi 41 III, blau und hellblau

Die Typenunterschiede sind an der Größe der Inschriften erkennbar. Typ II kleine-Typ III große Inschriften. Die Type I wäre mit gepunkteter Hals und Kinnschattierung.

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 09.12.2022 01:31:40 Gelesen: 42750# 182 @  
@ Pepe [#179]

Hallo Pepe,

Deine "orangebraune" dürfte eher der Nuance 'bistre jaune' entsprechen.

Die Farbeinteilungen der Bordeaux-Ausgabe im Michel sind, wie im ganzen Bereich Altfrankreich, nur bedingt sinnvolle Vereinfachungen.

Anbei noch einige Nuancen der Mi 40.

Im gleichen Bild noch Mi 41 in Typ I (Report 1, Feld 13), II (Report 3, Feld 6?) und III (Report 2, Feld 2).

Französische Kataloge unterscheiden bei Mi 36 bis 41 I, II und III noch in jeweils 2 bis 3 verschiedene Block-Reports. Ein Block-Report besteht aus 15 (5 mal 3) Markenfeldern.

Ein Schalterbogen mit 150 (10 mal 15) Marken besteht aus 10 (gleichen) Block-Reports.

Die verschiedenen Reports unterscheiden sich in Zeichnungsdetails voneinander, schön zu sehen in Deinem ersten Bild in [#181]. Deine linke 41 II dabei Report 2, rechte Marke Report 3. Merkmal von 41 II Report 3 ist die weisse Linie am Hinterkopf, welche diesen markant vom Medaillonhintergrund abgrenzt.

Gruß,
Koban


 
Pepe Am: 12.12.2022 22:17:26 Gelesen: 42574# 183 @  
@ Koban [#182]

Schon wieder weit runtergerutscht dieses Alt Frankreich Thema. Schade dass das große Interesse nachgelassen hat. Aber schieben wir die Schuld dem 'Runden' zu. Das Frankreich Spiel werde ich mir nicht entgehen lassen.

Sehr spannend Deine Beschreibungen zu den Reports der Mi 41. Man merkt den Vollprofi für die Frankreich Klassik. Vielen Dank und bitte weiter so.

Ich komplettiere mal die Ausgabe 1870 und zeige die letzten drei Marken Mi 42, 43, 44.



1870 12 30, Mi 42 a, braun (der Altsammler hat sie als b schwarzbraun eingestuft??)



Mi 43 a orange Stempel 532, Mi 43 b rotorange Stempel 2832, beide geprüft (EISOLD DDR) vor 1983



Mi 44 a oder b? Stempel 2. Damals wurde nur karmin oder stumpfrosa beschrieben.

Wäre schön Vergleichsstücke zu sehen.

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 27.12.2022 02:53:08 Gelesen: 41973# 184 @  
Hallo zusammen,
hallo Pepe,

anbei einige Nuancen der Mi 42/44.



Yvert&Tellier "Le Spécialisé" (Y&T) und SPINK/Maury(S/M) katalogisieren hier folgende Farben:

30 Centimes
(Y&T)
brun(braun),
brun pâle(blassbraun),
brun foncé(dunkelbraun),
brun très foncé(sehr dunkelbraun),
brun verdâtre(grünlichbraun)

(S/M)
brun(braun),
brun clair(hellbraun),
brun foncé(dunkelbraun),
brun-noir(schwarzbraun),
brun verdâtre(grünlichbraun)

40 Centimes
(Y&T)
orange,
orange terne(mattorange),
orange vif(lebhaftorange),
orange très vif(sehr lebhaftorange),
jaune-orange(orangegelb),
jaune clair(hellgelb),
rouge-sang(blutrot),
rouge-sang foncé(dunkelblutrot),
rouge(rot),
ocre(ocker)

(S/M)
orange,
orange pâle(blassorange),
orange clair(hellorange),
orange foncé(dunkelorange),
orange vif(lebhaftorange),
orange vermillonné(zinnoberorange),
jaune-citron(zitronengelb),
jaune-orange(orangegelb),
rouge clair(hellrot),
rouge(rot),
rouge-orange(orangerot),
rouge-sang clair(hellblutrot),
rouge-sang foncé(dunkelblutrot),
ocre(ocker),
vermillon vif(lebhaftzinnober)

80 Centimes
(Y&T)
rose(rosa),
rose foncé(dunkelrosa),
rose pâle(blassrosa),
rose vif(lebhaftrosa),
rose carminé(karminrosa),
groseille(johannisbeer(rot)),
saumon(lachs(farben))

(S/M)
rose(rosa),
rose clair(hellrosa),
rose terne(mattrosa),
rose foncé(dunkelrosa),
rose vif(lebhaftrosa),
rose carminé(karminrosa),
rose carminé foncé(dunkelkarminrosa),
groseille(johannisbeer(rot)),
saumon(lachs(farben)),
rouge-sang foncé(dunkelblutrot)

Eine seriöse Zuordnung gemäss der Farbeinteilungen nach Michel ist bei vielen klassischen Marken Frankreichs oft nicht möglich.

Z.Bsp. entspricht die (Bewertung der) b-Farbe (karmin) nach Michel der Mi 44 nur der Farbe rose carminé (karminrosa) nach Y&T und S/M, wobei die im Michel genannte Farbe karmin in Y&T und S/M überhaupt nicht vorkommt.

Während Marken in den in beiden frz. Katalogen VOR rose carminé (karminrosa) aufgelisteten Farben/Nuancen noch problemlos, da alle ähnlich bewertet, als gemeinsam in einen a-Farbtopf(!) nach Michel gehörend bestimmt werden können, wäre die notwendige Zuordnung der NACH rose carminé (karminrosa) gelisteten Farben zur b-Farbe nach Michel auf Grund ihrer z.T deutlich höheren Bewertungen nur bedingt sinnvoll.

Wobei im Falle der Mi 44 bei den noch höher bewerteten Farben wenigstens noch eine gewisse Ähnlichkeit zur eigentlich bewerteten b-Farbe/Nuance besteht.

Beispiele, wo das nicht der Fall ist, reiche ich in einem weiteren Beitrag nach.

Gruß,
Koban
 
Cantus Am: 31.12.2022 00:17:26 Gelesen: 41649# 185 @  
@ Koban [#184]

Hallo Koban,

vielen Dank für's zeigen der beiden 44. Eine so kräftige Farbe wie bei der rechten Marke ist mir bisher noch nie zu Gesicht gekommen.

Was die vielen Farbvarianten in den französischen Katalogen betrifft, da möchte ich nicht ausschließen, dass matte Farben sicherlich auch oft auf ein Verblassen infolge Lichteinfluss oder anderer Beeinträchtigungen zurückzuführen sind.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 01.01.2023 01:27:16 Gelesen: 41630# 186 @  
Hier ist ein sehr interessanter Link für Freunde der klassischen französischen Marken [1].

Viele Grüße
Ingo

[1] https://web.archive.org/web/20210827011104/https://www.marcophilie.org/
 
10Parale Am: 08.01.2023 21:11:29 Gelesen: 41222# 187 @  
@ Cantus [#186]

Hier ein schönes Brieflein von Paris mit einem schönen Sternenstempel vom Ende der klassischen Ära zu 40 Centimes auf dem Weg nach Madrid. Noch gelungener ist der firmeneigene Stempel, was ich nun schon oft auf französischen Briefen gesehen habe (Imitation eines Stempels ohne postalischen Sinn).

Liebe Grüße

10Parale


 
Briefuhu Am: 19.01.2023 13:47:41 Gelesen: 40859# 188 @  
Postkarte vom 15.04.1877 von Paris nach Fürth, dort am angekommen am 17.04.1876, frankiert mit 15 Centimes Michel Nr. 53, dicke Ziffern.



Schönen Gruß
Sepp
 
Koban Am: 12.03.2023 13:02:57 Gelesen: 38846# 189 @  
Weiter mit den ersten vier Marken der gezähnten Ceres-Ausgabe 1871/3, Mi 45 bis 48.



Für Schatzsucher noch ein Hinweis: Das im Michel erwähnte Bogenwasserzeichen "Lacroix Frères" bei Mi 48 findet sich nur bei den bläulichgrünen Marken der letzten, 1876er Auflage.



Gruß,
Koban

Bildquelle: https://collections.forumgratuit.org/t5466-ceres-5c-filigranee-de-1876
 
Koban Am: 12.03.2023 13:38:25 Gelesen: 38842# 190 @  
Ceres-Ausgabe 1871/3, Mi 49 bis 51.

Mi 51 gibt es in drei Typen. Während Type I und III in etwa gleich häufig sind, ist Type II gar nicht so leicht zu finden. Sie wertet etwa das 15fache der anderen beiden Typen. Kennzeichen von Type II ist ein die obere Schriftleiste mit dem rechten oberen Eckornament verbindender Punkt bzw. Strich. Bei Type III befinden sich in drei der vier oberen "Blütenblätter" der oberen Eckornamente farbige Punkte, welche bei den anderen beiden Typen nicht vorkommen.



Gruß,
Koban
 
Koban Am: 23.03.2023 16:26:34 Gelesen: 38645# 191 @  
Ceres-Ausgabe 1872/5 (dicke Wertziffern), Mi 52 bis 55.



Gruß,
Koban
 
10Parale Am: 29.08.2023 14:36:58 Gelesen: 32855# 192 @  
Wer für das Jahr 1869 noch Schifffahrtsverbindungen von Rouen über den Ärmelkanal und die Ostsee sucht (z.B. nach Dublin oder Stettin) ist mit dieser Liste hier gut aufgehoben.

Dieser Fahrplan befindet in einem schönen Brief, freigemacht am Anfang Februar in Rouen, rückseitiger Transitstempel Le Havre vom 1. Februar 1869 und wunderschöner PAID Stempel in Rot in London vom 2. Februar 1869 (&PD)

Liebe Grüße

10Parale


 
reichswolf Am: 09.11.2023 13:37:25 Gelesen: 29192# 193 @  
Den folgenden Beleg kann ich nicht vollständig beschreiben. Klar ist, dass er von Paris über Aachen nach Neuenrade lief. Die Marken wurden entwertet mit dem Sternstempel (étoile chiffrée) 8, dazu gehört der Zweikreis-Tagesstempel PARIS R. D´ANTIN vom 21.5.1866. Der Brief wurde von der Post im Briefkasten gefunden, wie der Stempel Trouvé à la Boîte 8 zeigt. Das war insofern wichtig, als der Brief unzureichend frankiert war. Das zeigt der rote Stempel AFFR. INSUFF. 8 (affranchissement insuffisant).

In Aachen kam am 22.5. der rückseitige blaue Transitstempel "AUS FRANKREICH PER AACHEN. B" dazu (mit Zugnummer 4 und dem B für prompte Beförderung). Am Ziel erhielt der Beleg einen Tag später noch den Ausgabestempel AUSG. N 2. Leider habe ich keinen Zugriff mehr auf meine Literatur, daher kann ich zu den Tarifen oder Michelnummern nichts sagen.



LG,
Christoph

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachgebühr verschiedener Länder"]
 
Cantus Am: 28.12.2023 15:48:00 Gelesen: 28045# 194 @  
Von mir heute ein ganz einfacher Bedarfsbrief, gelaufenam 31.3.1856 von Sédan in Département Ardennes nach Raucourt im Département Meurthe-et-Moselle. Zur Frankatur wurde Mi. 13 Ia verwendet. Der Ankunftstempel von Raucourt wurde rückseitig aufgebracht.



Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 13.02.2024 18:31:56 Gelesen: 27351# 195 @  
@ Cantus [#194]
@ reichswolf

Sehr schöne Belege. Leider kann ich reichswolf zu der nicht ausreichenden Frankatur auch nichts erklären. Die Kombination von Stempeln und Hinweisen finde ich aber sehr gelungen.

Ich eröffne das Jahr 2024 mit einem sehr einfachen, aber wie ich finde schönen Beleg mit einer 20 Centimes Marke (YT No.22), die man noch sehr häufig und sehr günstig, oft im einstelligen Euro-Bereich findet.

Absender ist eine Firma COUESNON FRÈRES mit der Bezeichnung "Rouennerie & Toiles en Gros" in CHATEAU-THIERRY (Département AISNE in Nordfrankreich) und wir sehen das hauseigene Briefpapier mit geschäftlichem Inhalt. Der Brief wurde am 12. September 1866 in Chateau-Thierry (Nummernstempel 926) auf den Weg gebracht und erreichte mit dem Transit Paris (rückseitig) am 13. September den Empfangsort Beauvieux, den ich selbst nicht im web fand.

Liebe Grüße

10Parale


 
lueckel2010 Am: 13.02.2024 18:41:39 Gelesen: 27347# 196 @  
@ 10Parale [#195]

Guten Abend,

der Ort heißt BEAU RIEUX. Bei Wikipedia gibt es Näheres dazu.

Moin, lueckel2010
 
10Parale Am: 13.02.2024 20:11:55 Gelesen: 27330# 197 @  
@ lueckel2010 [#196]

Prima. Danke. Natürlich, Beaurieux! Merci lueckel2010. Ich möchte daher die Rückseite auch nicht vorenthalten. Nun habe ich auch etwas geforscht und herausgefunden, dass Beaurieux circa 150 Kilometer nordöstlich von Chateu-Thierry in der Aisne liegt.

Der Ankunftsstempel ist wenig gut sichtbar, dafür ein Stempel, den ich jetzt mal frei Schnauze als Eisenbahnstempel für die Linie GIVET à Paris identifiziere.

Liebe Grüße

10Parale
Stephan


 
volkimal Am: 27.02.2024 13:50:40 Gelesen: 26925# 198 @  
Hallo zusammen,

ein Brief aus Soissons nach Vervins vom 23.06.1863:







Die Marke wurde mit einem Punktrost-Rautenstempel mit der Nummer 3420 (große Ziffern) entwertet [1]. Daneben wurde der Tagesstempel aus Soissons abgeschlagen. Da der Brief erst nach Abgang der Post aufgegeben wurde, trägt die Vorderseite zusätzlich den Stempel "Après le départ".



Auf dem Weg nach Vervins kam der Brief durch Laon. Alle drei Tagesstempel haben unten die Nummer (2). Diese gibt das Département an: 2 = Aisne.



Der Absender des Briefes war ein Bankier namens Wateau in Soissin = "Wateau à Soissons". Ob es sich bei dem Brief um einen Lieferschein, einen Kontoauszug oder ähnliches handelt ist mit nicht klar. Auch die Angabe "Escomptes et recouvrements" = Rabatte und Rückforderungen (Google bzw. Pons) verstehe ich nicht.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_bureaux_de_poste_fran%C3%A7ais_class%C3%A9s_par_oblit%C3%A9ration_Gros_Chiffres
 
Briefuhu Am: 24.10.2024 07:32:37 Gelesen: 19919# 199 @  
Brief vom 12.01.1886 von Paris/Friedland nach Frankfurt/Main, dort Ankunft am 13.01.1886, frankiert mit Michel Nr. 78 25 Centimes. Bei Paris Friedland handelt es sich um ein Hotel.



Schönen Gruß
Sepp
 
Koban Am: 24.10.2024 17:32:15 Gelesen: 19886# 200 @  
@ Briefuhu [#199]

Das Postamt Nr. 42 in der AVENUE FRIEDLAND befand sich Anfang des Jahres 1886 in der Avenue Friedland 39 und zog im Verlauf dieses Jahres in die Nummer 25 in derselben Straße um.

Mit einem Hotel hat der Stempel nichts zu tun.

Gruß,
Koban

https://www.marcophilie.org/bureaux-de-quartier.html
http://aremorica.free.fr/divers/daguin/dag.php?dag=3070
 
Briefuhu Am: 24.10.2024 17:41:49 Gelesen: 19882# 201 @  
@ Koban [#200]

Vielen Dank für die Berichtigung.

Schönen Gruß
Sepp
 
10Parale Am: 25.08.2025 19:51:49 Gelesen: 7951# 202 @  
@ volkimal [#198]

Interessant dürfte der Begriff "BORDEREAU" im Vordruck sein, der auf eine Art Warenbegleitpapier für einen Art Sammeltransport oder Sammelgeschäft (könnte auch Versicherung sein) schließen lässt. "Sous ce pli vous trouverez ...600 Francs (handschriftlich) en ...1 (handschriftlich) valeur..."...heißt "Unter diesem Umschlag finden sie 600 Francs in einem Wert".

Es ist tatsächlich nicht einfach, es fehlen die Hintergrunddaten zu diesem Beleg.

Das hat mich jetzt animiert, einen weiteren Beleg aus Frankreich zu zeigen. Der mit 50 Centimes (40 Centimes + 10 Centimes TypI) freigemachte Beleg lief am 2. Dezember 1859 von Lyon über Marseille (3. Dezember Abstempelung) "par vapeur-poste", sprich mit Dampfschiff nach Konstantinopel im Osmanischen Reich (Türkei), wo er rs. mit einem AK versehen wurde.

Beim Absender musste ich ebenfalls etwas forschen, fand aber bald heraus, dass es sich um einen großen und berühmten, weltweit agierenden Seidenhändler aus Lyon namens ARLES-DUFOUR handelte. Es begeistert mich stets, mit welcher Präzision, Genauigkeit und Schönheit das Innenleben dieser Briefe gestaltet ist. Wir finden beim Aufschlagen 2 Seiten mit detaillierten Aufstellungen über die Preisentwicklung der Seide in verschiedenen Handelszonen zwischen 1858 und 1859. Excel ist doch langweilig gegenüber diesen Aufstellungen aus der Frühzeit des Welthandels. Da wurden noch gerade Linien gezogen und herrlich geometrisch eingeteilt, alles von Hand und mit feinster, klarer Schrift.

Die Menschen lebten noch mit ihrem Geschäft, oder wie soll man es ausdrücken.

Meiner Ansicht nach stammt die Unterschrift auf der Eröffnungsseite vom Firmengründer selbst, F rançois Barthélemy Arlès-Dufour (3 June 1797 – 21 January 1872) (1)

(1) https://en.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Barth%C3%A9lemy_Arl%C3%A8s-Dufour




 
10Parale Am: 10.01.2026 16:25:56 Gelesen: 466# 203 @  
@ forum,

ein mit 50 Centimes (2 x 25 Cts.) freigemachtes Einschreiben von NANCIS SEINE-ET-MARNE, abgeschlagen am 10. August 1879 nach Suhr in die Schweiz.
Schöner Laufweg über ca. 950 Kilometer.

PARIS À BELFORT 10.AOUT 79

AARAU 11.VIII 79
AMBULANT 11.VIII 79 No. 36
SUHR 11. VIII 79
 

Die beiden Allegorie-Marken dürften Yvert & Tellier No. 91 sein (noir sur laque rouge), im Oktober 1878 herausgegeben.

Liebe Grüße

10Parale


 

Koban Am: 10.01.2026 17:25:13 Gelesen: 457# 204 @  
@ 10Parale [#203]

YT 91 (Mi 74) ist korrekt.

Gruß,
Koban
 

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