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Thema: (?) (155) Frankreich: Gestempelte Marken und Belege bis 1900 (ohne Ganzsachen)
Das Thema hat 156 Beiträge:
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zockerpeppi Am: 11.02.2016 20:16:48 Gelesen: 67682# 132 @  
Diesmal kann auch ich mitmachen: Faltbrief ab Paris nach Rotterdam



Hier der Text der meinem Beleg beiliegt:

Mi 23(2) YT 24(2)

1862, Napoleon III ohne Lorbeer, 20c hellblau und 2x80c karminrosa mit Stern-Stempel und Neben-K2 "Paris".

Datum undeutlich als 180c Tarif auf Kabinett-Faltbrief nach Rotterdam, Niederlande mit rs. AK 15.2.65.

-----

Das Porto betrug laut Tarif vom 1.4.52 --> 60c für den einfachen Brief bis 7.5 Gramm. Bei 180c muss der Brief weit schwerer gewesen sein. Die Gewichtsprogression war laut Postvertrag Fr-NL vom 1.11.1851 wie folgt
gestaffelt:
< 7.5 = 1x Porto
ab 7.5 = 15 2x Porto
ab 15 = 22.5 3x Porto
 

also wog der Brief zwischen 15 und 22.5 Gramm

Quellen:

C.J.P. Delbeke; De Post naar de Nederlanden huidig Benelux 1813-1853
Alexandre-Barbey-Brun-Desarnaud-Joany; Les Tarifs postaux français 1627-1969

beste Sammlergrüße
Lulu
 

Vernian Am: 11.02.2016 22:36:28 Gelesen: 67662# 133 @  
@ zockerpeppi [#132]

Ein schöner Brief. Paris-Stempel undeutlich, ja, aber selbst auf dem Scan hätte ich jetzt gesagt da steht als Jahreszahl 66 erkennbar. Wenn der AK 65 sagt dann war's wohl doch ein 65.

Das so ein Bankbrief etwas mehr enthält ist ja durchaus annehmbar. Ein Scheck, eine Abschrift und Anschreiben - da sind schnell mehr wie 15 Gramm erreichbar. Wirklich, schöner Brief!

Best

V.
 
vals59 Am: 12.02.2016 09:15:28 Gelesen: 67601# 134 @  
Hallo zusammen,

anbei 2 Briefe frankiert mit die MiNr. 21.

1. Brief:

Wertbrief, der 200 Franc enthielt. Das Porto eines solchen Briefes berechnet sich laut dem Tarif vom 1. Januar 1862:
- 20 c für einen Brief erster Gewichtsstufe;
- 20 c für das Chargé gebühr.

Bis zum 1. Juni 1870 war es unmöglich, die Versicherungsgebühren (10 Centimes je 100 Franc) mit Briefmarken zu bezahlen. Man mußte diese Versicherung bar am Schalter bezahlen.



2. Brief:

Grenzporto, Postvertrag Frankreich-Belgien vom 27. Februar 1865.
Valenciennes (Frankreich) nach Wasmes (Belgien) Franko von 40 c für einen Brief zweiter Gewichtsstufe (bis zu 20 g. Valenciennes und Wasmes waren von weniger als 30 Km ( Luftlinie ) entfernt.

.

Dieser Brief wurde in einem mobilen Briefkasten (Boîte Mobile) abgestellt, der mit der Postkutsche Valenciennes->Condé-sur-l'Escaut transportiert wurde. Stempel "Valenciennes Bte Moble".

Viele Grüsse.
Emmanuel.
 
Pepe Am: 15.02.2016 17:35:58 Gelesen: 67489# 135 @  
@ Cantus [#129]

Passend zu dieser Ausgabe noch Seite 3 des DDR Lipsia Kataloges. Vielleicht finden sich ja noch wichtige Hinweise und Ergänzungen.



Ergänzen will ich noch Mi 19



a grün auf grünlich; b dunkelgrün auf grünblau;



c grün auf bläulich

und die Mi 20



a gelbbraun; b mattbraun

Vielleicht kann jemand die Stempelorte definieren? Mir fehlt jegliche Literatur.

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 15.02.2016 20:10:32 Gelesen: 67471# 136 @  
@ Pepe [#135]

PARIS B(oulevar)d DU PRINCE EUGÉNE,
PARIS RUE d'AMSTERDAM,
Gros chiffre "1506" = FIGEAC,
LES BATIGNOLLES,
Sternstempel "19" = Paris, Rue d'Angoulême-du-Temple

Gruß,
Koban
 
Pepe Am: 15.02.2016 21:00:52 Gelesen: 67459# 137 @  
@ Koban [#136]

Das ging ja wirklich sehr schnell und ich danke herzlich für die Aufklärung.

Nun noch die letzten Marken dieses Satzes von 1862 bis 1872, siehe auch [#129] ff



Mi 21 a blau; b dunkelblau,



b dunkelblau, weißer Punkt auf 3 Uhr



Mi 22 a orange; b rotorange



Mi 23 a rosa; b karminrosa

Auch hier würde ich mich über Stempeldeutungen sehr freuen.

Nette Grüße Pepe
 
Soliver Am: 15.02.2016 21:25:00 Gelesen: 67451# 138 @  
Vernian Am: 15.02.2016 21:55:12 Gelesen: 67439# 139 @  
@ Soliver [#138]

Ich bin immer wieder über Wiki erstaunt - vor allem, wenn man was sucht findet man nichts und kramt dann doch in der gedruckten Literatur, braucht man's gerade nicht, kommen plötzlich so nützliche Links vor die Augen geflattert.

Herzlichen Dank dafür!

V.
 
Fips002 Am: 16.02.2016 12:12:00 Gelesen: 67381# 140 @  
Von mir ein Schiffsbrief von Marseille, 16.Oktober 1865 nach Neapel, 20. Oktober 1865.

Die Marke 80 Centimes wurde mit dem Rautenstempel und große Ziffer 2240 entwertet. Dieser Stempel wurde in Marseille verwendet für Paketboote ohne Postagenten an Bord. Ab 1. Oktober 1861 betrug die Gebühr 40 Centimes/10 g für frankierte und 6 Decimes/10 g für unfrankierte Briefe.

Gruß Dieter


 
Pepe Am: 16.02.2016 16:15:11 Gelesen: 67350# 141 @  
@ Soliver [#138]

Vielen Dank für die umfangreichen und sehr hilfreichen Links.

@ Fips002 [#140]

Sehr stark so ein Brief. Nun wäre die Farbbestimmung bei dieser sehr frisch erscheinenden Farbe hilfreich. Die karminrosa wertet im Katalog das doppelte, auf Brief sicher ein mehrfaches.

Nette Grüße Pepe
 
Koban Am: 02.03.2016 18:00:33 Gelesen: 66587# 142 @  
Mi 24 und 25, hier jeweils mit den am seltensten vorkommenden Plattenfehlern, "à la cigarette" bzw. "boule blanche devant le cou" sowie einer Mi 26. Letztere müsste nach Michel als die häufigste Farbe (b/grau) geprüft werden, obwohl es sich tatsächlich um die seltenste Farbe dieser Marke(gris fonce) handelt. Die Nuance ist nochmals um einiges seltener als die der teuersten Farbe (a/graulila-richtig wäre lilagrau) zugeordneten Töne, und ist anhand der Jahreszahl (18)66 im Stempel zweifelsfrei zuzuordnen. Die häufige, graue Nuance wurde, im Gegensatz zu den Angaben im Michel, erst ab 1868 ausgegeben.



Gruß,
Koban
 
Pepe Am: 03.03.2016 20:20:38 Gelesen: 66546# 143 @  
@ Koban [#142]

Ich zeige als Gegenstück mal die gleichen Nummern.



Mi 24, olivgrün bis grünlichbronze auf bläulich, Mi 25, rotbraun bis dunkelrotbraun



Mi 26 b, grau; Mi 26 c, gelbgrau

Über Plattenfehler kann ich leider nichts sagen. Die Farbbezeichnung Mi 24 klingt ja schon abenteuerlich.

Nette Grüße
Pepe
 
Vernian Am: 19.05.2016 18:10:14 Gelesen: 63287# 144 @  
Hallo,

auch wenn meine Beitragsmöglichkeiten eher mau sind - seit mehr als zwei Monaten keine Fortsetzung hier? Das ist aber schade.

Geht's bald mal weiter? Wir waren bei MiNr. 26 angelangt, bis zum Jahr 1900 gibt's da noch einiges.

Beste Grüße

Vernian
 
vals59 Am: 20.05.2016 09:47:35 Gelesen: 63244# 145 @  
@ Vernian [#144]

Hier ein Streifen von 5*Nr. 26 auf Brief.

Ortsbrief innerhalb Landrecies mit 10 c frankiert(Tarif vom 1. Januar 1863).

Viele Grüsse.
Emmanuel.


 
letimbre Am: 14.07.2016 23:19:46 Gelesen: 61179# 146 @  
@ Vernian [#144]

Hallo,

ich habe mal den Scanner angeschmissen. :-)

Ich habe immer eine Seite eingescannt, mit den Marken und Belegen Meiner Sammlung. Es fehlt jedoch immer eine ordentliche Beschriftung. Die füge ich hinzu, wenn ich in Rente bin. ;-)

1. Seite ist die Nr 24 als 4er Streifen, einzeln mit unterschiedlichen Stempel und einer tollen MEF Ortsbrief. Leider ist der Stempel undeutlich.



2. Seite ist eine Nr 26 (4c) in verschiedenen Farben. Ausserdem eine EF auf Streifband (leider ohne Zeitung) und eine MIF vom 22.9.1871. Da im September eine Portoänderung stattfand vom 20c auf 25c, diese 25c-Marken aber nicht ausreichend zur Verfügung standen, gab es hier viele MIF um diese Portostufe Zu erreichen.



Ich versuche auch einmal ein Album anzulegen hier bei Philaseiten. Vielleicht bekomme ich dadurch ja auch wichtige Informationen über meine Marken und Belege um endlich einmal die Blätter Zu beschriften.

Viele Grüsse
Dirk
 
Cantus Am: 22.09.2016 17:22:00 Gelesen: 59461# 147 @  
Hallo liebe Mitstreiter,

ich hatte mich bereits vor längerer Zeit entschieden, mich ab sofort absolut vorrangig um Themen zu kümmern, denen mein Hauptinteresse gilt. Wer meinen Forumnamen anklickt, wird da mit Sicherheit bei meinen Sammelgebieten vergeblich nach "Frankreich, Briefmarken" suchen. Ich habe daher schon vor vielen Wochen aus diesem moderierten Thema hier ein ganz normales Thema gemacht, in dem jede/r nach Belieben Beiträge bringen kann, ohne sich dabei an meine in [#1] gemachten Vorgaben halten zu müssen. Falls ich demnächst wieder die Zeit finden sollte, mich auch um lose Briefmarken von Frankreich zu kümmern, werde ich hier vielleicht auch wieder Beiträge bringen, momentan warten aber große Mengen verschiedene Belege darauf, sortiert, beschrieben und eingeordnet zu werden.

Viele Grüße
Ingo
 
Vernian Am: 22.09.2016 19:56:59 Gelesen: 59447# 148 @  
@ Cantus [#147]

Lieber Ingo,

mein vollstes Verständnis, man muß sich seine Prioritäten setzen. Trotzdem - schade. Ich fand die Vorgehensweise, Nummer für Nummer sich voran zu arbeiten, gar nicht so schlecht.

Viel Erfolg und Spaß mit Deinen anderen Projekten!

Vernian
 
Gerhard Am: 23.09.2016 10:35:03 Gelesen: 59412# 149 @  
@ Cantus
und alle Interessierten

Zu Mi-Nr.12

Ich hätte ich auch noch was bei zu tragen. Habe vor einigen Jahren begonnen, die Ländersammlungen durch Belege aufzupeppen; den folgenden fand ich "würdig":

Die Stempelkombination gefällt mir besonders.

Gerhard


 
Pepe Am: 28.12.2016 21:46:55 Gelesen: 56913# 150 @  
@ Gerhard [#149]

Nun neigt sich 2016 dem Ende entgegen und ich bin doch noch mal bei den Franzosen gelandet. Die Briefgesichter sind stark anzusehen. Klasse.



1867 11 15, Mi 27, gelbbraun, mattbraun



1867 04 04, Mi 28 a, blau, dunkelblau. Verzähnt?



1867 04 04, Mi 29a, braun, Mi 29 b, dunkelbraun

Mein Katalog ist leider schon 14 Jahre und somit kann ich nicht viel mehr schreiben.

Nette Grüße Pepe
 
Franz88 Am: 03.06.2020 16:59:53 Gelesen: 10886# 151 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Auslandsbrief von Dieppe (eine Stadt in der Normandie) am 8.3.1874 nach Rotterdam. Der Brief wurde portorichtig für die erste Gewichtsstufe mit 40 Centimes frankiert.

Liebe Grüße
Franz


 
Fips002 Am: 05.06.2020 20:53:41 Gelesen: 10852# 152 @  
Faltbrief von Le Havre/Frankreich, 28. November !856, nach Philadelphia.

Freigemacht ist der Faltbrief mit 10 Centimes braun und 20 Centimes blau, Mi.Nr.12 und 13 als Teilfranco nach Philadelphia. Entwertet wurde die Frankatur mit dem Nummern Stempel "1495" von Le Havre.

Der Faltbrief wurde im Marine Büro von Le Havre aufgegeben und erhielt den orange Doppelkreis Stempel BUREAU MARITIME LE HAVRE/30/NOV/56. Ebenfalls wurde der orange Kastenstempel "P.P." abgeschlagen. Dieser Stempel zeigt, dass der Brief nur mit Teilfrankatur versehen war.

Die französische Privat-Schiffs Rate von 30 Centimes per 7 1/2 Gramm bestand für die beförderten Schiffe bis zum Ankunftshafen. Diese Rate war gültig bis der Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich am 01. April 1857 in Kraft trat.

Der Faltbrief wurde mit dem Segelschiff "St. Nicolas" befördert und kam am 03.Januar 1857 in New York an. In New York wurde der schwarze Verrechnungsstempel mit 5 Cents am 3. Januar abgeschlagen. Die Inlandgebühr von New York bis Philadelphia betrug 5 Cents (bis 300 Meilen). Ab 01. April 1857 wurde die Inlandgebühr auf 3 Cents festgesetzt.



Dieter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schiffspost und Schiffspoststempel"]
 
Gerhard Am: 06.06.2020 00:54:44 Gelesen: 10831# 153 @  
@ Fips002 [#152]

Hallo Dieter,

Wunderschöner Brief, den Du sa zeigst. Meinen Glückwunsch zu dem guten Stück; sowas sieht man nicht alle Tage. Dank dafür!

MphG
Gerhard
 
Captain Damuck Am: 22.07.2020 11:50:54 Gelesen: 9846# 154 @  
Hallo zusammen,

meine neuesten Zugänge, siehe Bilder. Die Bestimmungen muss ich noch machen. Allerdings kenne ich mich diesbezüglich überhaupt nicht aus und muss mich erst einlesen. Aber glücklicherweise gibt es hier im Forum sehr viele Infos dazu. Tipps und Ideen sind aber sehr willkommen. :)

Gruss,
Manuel






 
Koban Am: 13.08.2020 21:46:26 Gelesen: 9212# 155 @  
@ Captain Damuck [#154]

Hallo Manuel,

nach Michel:

1. 13Ib, 2. 13Ia,
3. 13I noch b, 4. 13Ia oder 13IIa,
5. 28a,
6. 28a.

Wert pro Brief etwa 1-2 Euro. Dritter Brief 5-10 Euro, fälschlich als c angeboten oder vom Käufer dafür gehalten, 20-30 Euro)

Der dritte Brief ist hervorragend zur Abgrenzung der seltenen Mi 13Ic (schwarzblau) von den dunkelblauen Nuancen geeignet. Gleiche Farbe oder etwas heller gleich b, dunkler gleich c.

Beim vierten Brief sind vom Datum her beide Typen möglich. Anhand des Bildes möchte ich mich da nicht festlegen. Die Marke hat einen hübschen Butzen und könnte zudem von einem gebrochenen Klischee stammen. Könntest Du bitte diese Marke noch mal einzeln und etwas grösser zeigen? Vielen Dank vorab!

Gruß,
Koban
 
Koban Am: 24.09.2020 00:09:37 Gelesen: 7904# 156 @  
@ Captain Damuck [#154]

Ergänzung zu Brief 4 (Marseille-Orange) und meinen Anmerkungen dazu in [#155]:

Die Marke ist eine Typ II und stammt von Feld 141(linke untere Bogenecke) der Platte A1. Der "Bruch" ist ein Kratzer welcher sich bis auf Feld 121 erstreckt. Der "Butzen" ist ein weiteres Merkmal von Feld 141/A1. Die Druckplatte wurde, neben anderen, nicht nur für den Druck von Mi 13 II sondern auch für den Druck der ersten Auflagen der gezähnten Mi 21 verwendet.

Gruß,
Koban
 

Das Thema hat 156 Beiträge:
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