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Thema: (?) (12) Altdeutschland Sachsen: Stempel bestimmen
bignell Am: 17.09.2015 20:12:55 Gelesen: 8529# 1 @  
Liebes Forum,

hoffe ich bin nicht ganz falsch mit Sachsen.

Dieser Brief ging nach St Marienthal bei Ostritz [1]:





Einen Stempel auf der Rückseite kann ich nicht entziffern. Ich glaube "ZITTAU ??? | 17 | IV | 62. V" zu lesen. Bitte um Info, ob das so stimmt und was da noch fehlt.

Der Aufkleber "Unterschlagen gewesen und nun zu Stande gebracht" zeigt, dass dieser Brief Teil der Unterschlagung von ca 200 000 Briefen durch den Postexpeditor Karl Kalab war. [2]

Danke, harald

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_St._Marienthal
[2] http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2012/05_06/files/Kriminalgeschichte.pdf
 
DERMZ Am: 17.09.2015 22:01:22 Gelesen: 8509# 2 @  
@ bignell [#14]

Hallo Harald

also ich kann Wien als Absendeort entziffern und Reichenberg (heute Liberec) im Transitstempel. Und Zittau würde auch Sinn machen, nur was nach Zittau steht, da bin ich dann auch überfragt.

Aber ein sicherlich sehr interessantes Stück, wenn es Teilnehmer an dem genannten Kriminalstück war. Super spannend.

Viele Grüsse

Olaf
 
bignell Am: 17.09.2015 22:29:39 Gelesen: 8504# 3 @  
@ DERMZ [#15]

Hallo Olaf,

ja der Leitweg ging über Reichenberg nach St. Marienthal, deswegen bin ich mir mit Zittau auch ziemlich sicher, nur da steht rechts daneben noch ein Wort das ich nicht entziffern kann. Bei die Zeichen im Unterrand (62. V) bin ich mir auch nicht sicher ob die so passen. Dr. Jerger schätzt (lt Dr. Ferchenbauer) dass weniger als 100 dieser Belege erhalten geblieben seien, und dieser ging auch noch ins Ausland, deswegen hab ich mich ganz besonders gefreut das Stück erwerben zu können. Besonders schön finde ich auch den Vermerk "Angekommen 17. Ap(ri)l 1862", leider kann man nicht mehr sagen wann der Brief aufgegeben wurde - die Unterschlagungen haben 1857 begonnen, durch die Marke schränkt sich die Verwendung auf 1861 bis 1862 ein.

Lg, harald
 
Jürgen Witkowski Am: 18.09.2015 00:32:51 Gelesen: 8492# 4 @  
@ bignell [#14]

Es handelt sich um den sächsischen Zweikreisstempel ZITTAU BAHNH. / 17 / IV / 62. / V., wobei 62 das Jahr 1862 und V die Uhrzeit angibt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
bignell Am: 18.09.2015 17:06:36 Gelesen: 8451# 5 @  
@ Concordia CA [#17]

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Info, Du hast mir sehr weiter geholfen.

Lg, harald
 
Max78 Am: 20.10.2016 17:35:54 Gelesen: 7558# 6 @  
Hallo zusammen,

erstmal kurz an Richard: habe gerade nach einem Thema: "Altdeutschland Sachsen: Belege bestimmen" gesucht, aber nur dieses hier gefunden. Eventuell kann man bei diesem hier den Titel umtauschen, da sich bis dato ja noch nicht so viel getan hat.

ich habe eine Frage zu folgendem Beleg, der 1856 von Leipzig nach Altenburg lief. Frankiert wurde er mit einem halben Ngr. Nun vermute ich bei dem in blau verschmierten "Etwas" eine "1". Könnte das passen? Die Entfernung von L nach A waren umgerechnet ca. etwas über 6 Meilen, also wäre für einen Brief je Lot 1 Ngr. angefallen:





mit Dank im Voraus für nen Rat, Max
 
Magdeburger Am: 20.10.2016 18:04:44 Gelesen: 7544# 7 @  
@ Max78 [#19]

Hallo Max,

es sieht doch eher nach Malkünsten aus.

Der 1/2 Ngr. ist m.E. ausreichend gewesen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Max78 Am: 20.10.2016 18:16:54 Gelesen: 7536# 8 @  
Hallo Ulf,

danke Dir für Deine Meinung. Auch schon früher hattest Du mal etwas von den Taxquadraten erzählt. Gibt es hierzu im Internet nützliche Quellen oder müsste man sich hierzu Lektüre besorgen?

mit herzlichen Grüßen Max
 
Magdeburger Am: 21.10.2016 13:09:56 Gelesen: 7493# 9 @  
@ Max78 [#8]

Gibt es hierzu im Internet nützliche Quellen oder müsste man sich hierzu Lektüre besorgen?

Hallo Max,

ob es dazu im Internet Lektüre gibt, kann ich nicht sagen. Ich nutze das Post- und Telegraphenhand der Arge Norddeutscher Postbezirk Heft 29. [1]

Das Heft 30 ist ebenfalls noch zu empfehlen, da es alle Auslandstarife enthält!

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[1]https://arge-ndp.joomla.com/
 
10Parale Am: 06.11.2016 14:56:09 Gelesen: 7394# 10 @  
Bin heute im Elsass auf einer kleinen Briefmarkenbörse über diesen Beleg aus Sachsen gestolpert.

Die Marke zu 1 Ngr. schwarz auf rosa (Michel Nr. 9) ist ja leider links unten mangelhaft. Nichtsdestotrotz ein vollständig erhaltener doppelseitiger Faltbrief mit einer schönen, klaren Abstempelung von Leipzig (26. April 63) und einem "Vollgitterstempel" (richtiger Ausdruck?) mit einer klaren 2.

Der Sammler überließ mir den Brief für 3,-- Euro, und ich hoffe, er hat damit richtig gelegen, bin absolut kein Sachsenkenner und über dieses Gebiet mit seinen 19 Briefmarken ist ja auch nicht so viel geschrieben hier.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 06.11.2016 15:21:25 Gelesen: 7387# 11 @  
@ 10Parale [#10]

Hallo 10Parale,

ein Vollgitterstempel hatte keine Nummer in der Mitte, daher "volles Gitter".

Hier entwertete ein normaler Nummernstempel die Marke.

3 Euro ist ein fairer Preis - kein Schnäppchen, nicht überteuert.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
zonen-andy Am: 11.10.2018 15:32:09 Gelesen: 4815# 12 @  
Hallo Experten,

ich habe einen Brief der innerhalb von Dresden befördert wurde mit Nummern-Stempel 1? auf Sachsen Mi.Nr.8.

Macht bei der Bewertung des Briefes der rote Stempel "Stadtpost" etwas aus?

Für eine Antwort wäre ich dankbar.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
10Parale Am: 26.12.2021 21:42:00 Gelesen: 1521# 13 @  
@ zonen-andy [#12]

Manche Fragen scheinen nicht beantwortet werden zu können. Ich denke jeder Stempel macht bei der Bewertung etwas aus, und wenn man den schönen Beleg, der innerhalb der Stadtgrenzen von Dresden lief, als eine Einheit und ein Ganzes betrachtet, darf der rote Stempel sicher nicht außer Acht gelassen werden.

Ich zeige hier einen Zweikreisrautenstempel mit der Nummer 46, - Plauen -, auf einer 3 Ngr. Marke, ich denke die Michel Nr. 11.

Liebe Grüße

10Parale


 
violin Am: 16.07.2022 20:01:19 Gelesen: 728# 14 @  
Altdeutschland Sachsen: gehört Bodenbach a.d. Elbe zu AD Sachsen ?

Liebes Forum,

ich habe hier folgenden Beleg: Sachsen 11 auf einem Einschreiben von Dresden-Neustadt nach Bodenbach an der Elbe. Allerdings weiß ich nicht genau, ob Bodenbach zum AD Sachsen gehört und es sich folglich um ein Einschreiben innerhalb des eigenen Zustellbereichs handelt oder um eine normalere Frankatur außerhalb AD Sachsens. Kann mir da jemand helfen? Und gibt es möglich im Internet irgendeine Seite, wo man das Nachschauen hätte können?

Danke und Grüße!
Tobias


 
bignell Am: 16.07.2022 20:06:05 Gelesen: 722# 15 @  
@ violin [#14]

Hallo Tobias,

BODENBACH [1] ist ein österreichischer Stempel.

Liebe Grüße,
harald

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Podmokly_(D%C4%9B%C4%8D%C3%ADn)
 
violin Am: 16.07.2022 20:19:15 Gelesen: 712# 16 @  
Hallo Harald,

danke für deine Antwort. Ich wundere mich nur, warum "Bodenbach in Böhmen" auf der Webseite stampsx.com auch unter AD Sachsen geführt wird. Dort mit dem Nummernstempel 112. Gehörte es vielleicht kurzzeitig zu Sachsen?

Beste Grüße,
Tobias
 
bayern klassisch Am: 16.07.2022 20:47:01 Gelesen: 703# 17 @  
@ violin [#16]

Hallo Tobias,

schau dir die Stempelform an - die ist typisch für Österreich. Bodenbach war Kartierungspostamt für Österreich für Post nach Norden und von Norden (Preussen, Sachsen usw.).

Da es 1851 aber eine frühe Eisenbahn gab, die Wien mit Prag, Dresden, Leipzig und Berlin verband, und Bodenbach lag ja direkt an der Grenze, halte ich es für möglich, dass die sächsische Bahnpost bis Bodenbach fuhr und auf dieser Strecke aufgelieferte Post mit einem sächsischen Stempel bedruckt wurde. Aber staatsrechtlich änderte das natürlich nichts.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Regis Am: 17.07.2022 11:47:19 Gelesen: 650# 18 @  
@ violin [#14]

Was Bayern klassisch zur Bahnpost sagt, zeige ich hier. Ein Brief 5 KR Österreich aufgegeben bei der Sächsischen Bahnpost Bodenbach - Dresden mit handschriftlichen Übernahmevermerk Bodenbach zwecks Anerkennung der österr. Frankatur. Datum 10.12.1879





Mit herzlichen Gruß Regis
 
Roda127 Am: 17.07.2022 11:54:58 Gelesen: 642# 19 @  
@ violin [#14]

im SACHSEN - BREVIER von Horst Milde von 1994 steht unter Bodenbach :

Böhmen, am 1.10.1852 sächsisches PA eröffnet. Auswechslungspostamt zwischen Sachsen und Österreich. Der Stempel (112) diente zur Entwertung der in den Bahnpostwagen eingelegten Sendungen, die sächsischerseits frankiert waren.

Gruß Matthias
 
Altsax Am: 19.07.2022 10:19:12 Gelesen: 552# 20 @  
Hallo zusammen,

das Spannende an dem Brief ist die Tatsache, daß er als Doppelbrief 4 Ngr. erfordert hätte, also unterfrankiert ist. Sofern nichts fehlt, er also links nicht umgefaltet ist, handelt es sich um eine bei Einschreibebriefen selten vorkommende Fehlleistung des Postlers.

Beste Grüße
Altsax
 
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