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Thema: Bayern ab "Pfennig-Zeit" (1874/76) bis 30.6.1920: Belege, Marken, Essays
Das Thema hat 251 Beiträge:
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briefmarkenwirbler24 Am: 03.03.2019 14:47:52 Gelesen: 3145# 227 @  
@ Gernesammler [#193]
@ AniTa [#226]

Hallo Anita,

Rainer hat in seinem Beitrag erklärt was "F und A" bedeutet, ich glaube du hast es einfach überlesen:

zwei Ganzsachen Postkarten zu 10 Pfennig der Nr.P 110 (19)F und A (Frage und Antwortteil)

Es handelt sich hierbei um Ganzsachen-Postkarten, diese sind in der Regel nicht im normalen Katalog zu finden (wenn überhaupt nur in Spezial-Katalogen). Es gibt aber einen Michel-Ganzsachen Katalog, dort sollte man die Karten und deren Bewertung finden können.

Liebe Grüße

Kevin
 
AniTa Am: 03.03.2019 15:11:32 Gelesen: 3140# 228 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#227]

Also ist Nr.P 110 (19) wahrscheinlich die Nummer in diesem Ganzsachen-Katalog. Ausgeschnitten ist es dann nichts mehr wert, weil es keine Ganzsache mehr ist?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Anfängerfragen.
 
briefmarkenwirbler24 Am: 03.03.2019 15:21:49 Gelesen: 3138# 229 @  
@ AniTa [#228]

Also ist Nr.P 110 (19) wahrscheinliche die Nummer in diesem Ganzsachen-Katalog.

So ist es.

Ausgeschnitten ist es dann nichts mehr wert, weil es keine Ganzsache mehr ist?

Pauschal lässt sich so etwas immer schwer beantworten, bei einer Ganzsache, die an sich kaum einen Wert hat (ich rede jetzt im Allgemeinen), ist der Ausschnitt einer Ganzsache natürlich rein vom Katalogpreis "wertlos". Es gibt natürlich auch seltene Ganzsachen, hier würde ich solche Ausschnitte definitiv aufbewahren, aber dabei kommt es auch immer auf einen persönlich an.

Es gab allerdings auch die Möglichkeit Ganzsachenausschnitte als Freimarken zu verwenden, dann findest du solche Ausschnitte auf einem Brief als Frankatur, aber das nur am Rande.

Viele Grüße

Kevin
 
Gernesammler Am: 05.03.2019 19:46:31 Gelesen: 2978# 230 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Einschreiben vom 7.5.1910 aus Kempten von der Bayrischen Disconto Wechsel Bank AG Filiale Kempten nach Bischoffszell in der Schweiz an die Thurgauische Kantonalbank (Zur Bayrischen Bank gibt es einen wunderbaren Link bei Wiki, sehr informativ).

Für das Franko wurde eine Bayern Nr.67 zu 40 Pfennig verklebt, 20 Pfennig für den Brief im Fernverkehr (20-250 Gramm) und weitere 20 Pfennig für die Einschreibgebühr.

Der Einschreibzettel ist die Type 8IIIc ungezähnt mit Ortseindruck, R rechtsund den Ziffern der Manualnummer halbfette Antiqua 3,5 mm hoch, verwendet ab 1889.
Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Kempten 2 Allgäu (Helbig Typ 35) auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Bischoffszell und ein Papiersiegel der Bayrischen Bank.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 05.03.2019 20:10:07 Gelesen: 2970# 231 @  
@ Gernesammler [#230]

Hallo Rainer,

das ist schon fast der Idealbrief dieser Marke und ich liebe ja diese Verschlüsse. Wenn du da den Brief von vorn und als Kopie von hinten zeigst auf einer Seite, dann ist so etwas schon schwer zu toppen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 06.03.2019 14:03:55 Gelesen: 2919# 232 @  
Fernbrief bis 20 gr aus Zweibrücken vom 28.6.1919 nach Landau/Pfalz frankiert mit einem 6er-Streifen der 2 1/2 Pfg. Germania mit Aufdruck "Freistaat Bayern" (Nr. 136).



Unter dem Strich der Ortsangabe eine An(noncennummer) oder eine An(rufnummer) oder was könnte es sonst sein?

Wer hat eine Idee?

hajo22
 
hajo22 Am: 06.03.2019 14:08:54 Gelesen: 2913# 233 @  
@ bayern klassisch [#231]

Dann schau mal [#1] an, der kam auch aus Kempten (Nr.67).

hajo22
 
bayern klassisch Am: 06.03.2019 14:27:48 Gelesen: 2902# 234 @  
@ hajo22 [#232]

Eine Annoncennummer schließe ich aus - das gab es nur an Redaktionen von Zeitungen.

Telefon-Nummern kann man auch ausschließen - so viele gab es noch nicht damals in dem beschaulichen Landau.

Aber eine Idee habe ich auch nicht, leider.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 06.03.2019 14:28:33 Gelesen: 2901# 235 @  
@ hajo22 [#233]

Ja, die [#1] ist auch ein ganz besonderer Brief - nachträglich Glückwunsch zu der Pretiose.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 06.03.2019 15:51:13 Gelesen: 2880# 236 @  
@ bayern klassisch [#234]

Sechsstellige Telefonnummern dürfte es zu der Zeit in Landau nicht gegeben haben, das ist auch meine Meinung. Gleichfalls die Andeutung mit der Annoncennummer, unwahrscheinlich.

Ein Briefchen an ein Fräulein Fanny: Vielleicht war es ein gut getarnter Rendez-vous Code. On sait pas.

@ bayern klassisch [#235]

Ich schrieb den Hinweis nur, weil es sich zufällig um die gleiche Katalognummer und denselben Absendeort handelt.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 06.03.2019 16:16:57 Gelesen: 2872# 237 @  
@ hajo22 [#236]

Hallo hajo22,

ich glaube, damals waren die Telefon - Nummern 2 bis 3stellig. Einer meiner Vorfahren war Chirurg in Landau/Pfalz und hatte ein Telefon mit einigen wenigen anderen Honoratioren bzw. Geschäften damals. War handverlesen, wohl auch wegen des Bedarfs und der Kosten.

Eine Chiffre für ein tete-a-tete könnte ich mir aber schon vorstellen. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 06.03.2019 16:18:21 Gelesen: 2872# 238 @  
10 Pfg. Auslands-Ganzsache aus Jlbesheim (bei Landau) vom 3.7.1902 an einen Arzt auf dem Deutschen (Segel)Schulschiff "Grossherzogin Elisabeth" nach Schweden adressiert (Gefle, Ank. 5.7.). Dort "Retour" und mit Stempel "Trelleborg-Sassnitz 7.7.02" nach Danzig umgeleitet. Das Schiff war zwischenzeitlich weitergesegelt.

Die Ganzsache war ehedem auf einem Albumblatt eingeklebt, was der Papierrest auf der Rückseite dokumentiert. Ich laß' das so. Für mich ist das kein Mangel.



hajo22
 
hajo22 Am: 06.03.2019 16:20:53 Gelesen: 2869# 239 @  
@ bayern klassisch [#237]

Ja, einigen wir uns auf ein trautes tête-à-tête. C'est possible.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 06.03.2019 16:28:30 Gelesen: 2864# 240 @  
@ hajo22 [#238]

Sehr schöne Karte aus kleinem Pfalz - Postort, der leider kaum etwas hinterlassen hat. Dazu eine tolle Destination für die Pfalz, dann retour - jessas, was will man mehr? Der minimale Textverlust hinten ist nicht mal marginal.

Danke fürs Zeigen dieses Rosinchen!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 06.03.2019 17:00:37 Gelesen: 2856# 241 @  
@ bayern klassisch [#240]

Ja, es ist ein Rest vom Albumblatt, die Ganzsache selber hat kein "Fenster".

Ist der Einkreisstempel "Jlbesheim" auch nach der Bayernzeit noch verwendet worden? Weiß das zufällig ein Leser?

hajo22
 
olli0816 Am: 07.03.2019 15:49:02 Gelesen: 2749# 242 @  
Hallo,

heute möchte ich etwas dienstliches aus Bayern in den allerletzten Zügen der bayrischen Post zeigen.

Eine Eilbotenkarte mit Landzustellung aus Amberg vom 7.6.1920 nach Harras, Post Hohenfels. Der Herr Karl Pirzer (ich hoffe, das stimmt) wurde zur Vernehmung als Zeuge am 10.6.1920 vorgeladen und zu pünktlichem Erscheinen um 4 Uhr mittags aufgefordert. Jawohl.

Auf der Karte sind die Bayern-Dienstmarken 39, 40, sowie Deutsches Reich Dienstmarke 35 und 40 als Mischfrankatur.



Grüße Oliver
 
hajo22 Am: 07.03.2019 17:35:26 Gelesen: 2731# 243 @  
@ olli0816 [#242]

Toller Beleg.

Hier ein einfacher Ortsbrief Bayreuth 29.1.1918 mit Dienstmarke 7 1/2 Pfg. bis 20 gr. Gewicht portogerecht frankiert.

Auf die Farbbestimmung der Marke möchte ich mich beim besten Willen nicht einlassen.



hajo22
 
Wolfgang Lang Am: 09.03.2019 13:01:05 Gelesen: 2699# 244 @  
@ bayern klassisch [#234]

Hallo Ralph,

scheinbar besuchst Du Deine Vorfahren in Landau nicht mehr.

In der Nähe des Landauer Westbahnhofes gibt es die Strasse "An 44", welche wegen der schönen Villen auch ein beliebtes Postkartenmotiv darstellt. Das Fräulein wohnte also in der Hausnummer 39 der Strasse "An 44". Ich hänge eine frühe Postkarte an (aus den Beständen der empfehlenswerten Fa. AKPool Berlin), welche wahrscheinlich auf der rechten Seite u. a. auch besagtes Gebäude zeigt.



Ein schönes Wochenende

Wolfgang Lang
 
bayern klassisch Am: 09.03.2019 13:30:25 Gelesen: 2688# 245 @  
@ Wolfgang Lang [#244]

Lieber Wolfgang,

nachdem letztes Jahr meine Großtante dort von uns ging, war ich nicht mehr dort, da hast du Recht. Ich gelobe aber Besserung, weil ich die Pfalz liebe.

Danke fürs Aufpassen - da sieht man halt den Kenner der Südpfalz. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 12.03.2019 18:26:50 Gelesen: 2576# 246 @  
Hallo Sammlerfreunde,

eine philatelistische Ganzsachenpostkarte zu 2 Pfennig "Zur Erinnerung an das 100 jährige Bestehen des Königreichs Bayern". Aufgegeben am 4.8.1907 in Bergzabern. Mit 3 Pfennig Zusatzfrankatur. Gesendet nach Kirchberg (Hunsrück).



Liebe Grüße
Franz
 
hajo22 Am: 12.03.2019 18:36:15 Gelesen: 2564# 247 @  
@ Wolfgang Lang [#244]

Wenn ich das richtig lese auf der Ansichtskarten-Vorderseite so heißt es rechts unter dem Bild "Au 44" und nicht "An 44". Ich hatte mich da auch vertan, denn es fehlt auf dem "u" meines Beleges in [#358] der Querstrich, so daß ich an "n" dachte.

Schöne Recherche!

hajo22
 
Gernesammler Am: 22.03.2019 19:51:05 Gelesen: 2208# 248 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief von 7.5.1920 aus Nürnberg vom Ingenieur und Verkaufsbüro Asbern spediert nach Schrobenhausen an die Verlagsdruckerei Hickl.

Für das Franko kamen zwei Bayern Nr.181 I zu 20 Pfennig zum Einsatz da der Brief in der Portoperiode 5 (6.5.1920-31.3.1921) versendet wurde. Hier waren 40 Pfennig für den einfachen Brief bis 20 Gramm im Fernverkehr zu zahlen.

Gestempelt wurde mit Zweikreisstegstempel von Nürnberg * 2 BA II (Helbig Nr.41 verwendet 1914-20).

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 17.04.2019 19:47:40 Gelesen: 1288# 249 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zwei Ganzsachen Postkarten von Herrn Karl Gross aus der Möbelschreinerei Buchloe an das Landbauamt in Kempten.

Die erste Postkarte eine P 112a zu zu 10 Pfennig, Werteindruck der Germania mit Aufdruck "Freistaat Bayern" und einer Zusatzfrankatur der Bayern Nr.153a "König Ludwig mit Aufdruck "Freistaat Bayern" wurde versendet am 16.11.1919 in der Portoperiode 4 (1.10.1919 - 5.5.1920). Diese Postkarte war mit 15 Pfennig korrekt frankiert.

Die zweite Postkarte eine P 114 I ungezähnt mit Wertaufdruck Wappen mit großer Krone zu 15 Pfennig sowie einer Zusatzfrankatur einer Bayern Nr.181 zu 20 Pfennig, diese Karte wurde am 21.5.1920 versendet in der Portoperiode 5 (6.5.1920 - 31.3.1921).

Für diese Postkarte waren zu der Zeit 30 Pfennig im Fernverkehr zu zahlen, Gesamtfranko hier 35 Pfennig somit 5 Pfennig zu viel.

Beide Karten hatten den Einkreisstempel von Buchloe.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 14.05.2019 19:52:41 Gelesen: 301# 250 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 8.3.1920 aus der Portoperiode 4 (1.10.1919 - 5.5.1920) von der Briefmarkenhandlung Horschelt aus Lager Grafenwöhr in der Oberpfalz an Herrn Svante Nilsson in Stigtomta in Schweden.

Für das Franko nahm man eine Bayern Nr.119 II A zu 10 Pfennig (König Ludwig, sowie aus der Abschiedsausgabe die Nr.181 und 182 zu 20 und 30 Pfennig, dies reichte für den Brief in der 2.Gewichtsstufe ins Ausland (50 Pfennig) und der Recogebühr von 30 Pfennig.

Der Brief unterlief der Zensur und wurde unterwegs geöffnet und danach mit dem Hinweis der Verordnung vom 15.11.1918 wieder verschlossen und weiterspediert. Da der Brief als Einschreiben aufgegeben wurde wies man dies handschriftlich aus und versah den Brief mit dem Klebezettel Nr.11d (gezähnt mit Ortseindruck). Am 12.3.1920 kam der Brief in Stigtomta zur Ausgabe, auf der Rückseite ist der Ankunftsstempel.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 15.05.2019 06:19:27 Gelesen: 268# 251 @  
@ Gernesammler [#250]

Hallo Rainer,

das ist ein schönes Stück Postgeschichte - Buch- und Briefmarkenhandlung in Grafenwöhr ist schon interessant, Dreifarben-Mischfrankatur ist immer gut, Zensur ebenso, dazu die Destination Schweden - da kann man nicht meckern, als Einschreiben schon gar nicht. Klasse!

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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