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Thema: Bayern ab "Pfennig-Zeit" (1874/76) bis 30.6.1920: Belege, Marken, Essays
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Gernesammler Am: 06.06.2018 20:12:00 Gelesen: 9536# 178 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Paketkarte für ein Paket von 3 Kilo mit Wert von 24,- Mark aus Konzell nach Nürnberg. Es wurde ein Paketzetel von Konzell verklebt und für das Franko eine Bayern Nr.175 zu 1,50 und eine Bayern Nr.178 zu 5 Pfennig. In Nürnberg angekommen erhielt die Paketkarte den Portokontrollstempel P.C.N.3 von Nürnberg und den handschriftlichen Hinweis das sich das Franko auf 1,95 beläuft 40 Pfennig mehr, dies wurde auf der Rückseite mit 2 Kreisstempeln 15 und 25 im Kreis vermerkt.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 07.06.2018 06:22:30 Gelesen: 9490# 179 @  
@ Gernesammler [#178]

Hallo Rainer,

sehr interessante Karte, als Bayern noch eigene Marken verkleben durfte (bis 30.6.1920 glaube ich) von einem kleinen Postort (dort hatte man die beginnende Inflation wohl noch ein wenig unterschätzt).

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 10.06.2018 17:47:16 Gelesen: 9235# 180 @  
Essay zum Wettbewerb der Prinzregentenmarken 1911

Josef August Futterer (1871-1930), Zeichner, Maler, Radierer



Kleinbogen mit 6 Marken in rot auf Wasserzeichenpapier Wellen, ungummiert.

Kopf des Prinzregenten nach rechts; Inschriften: oben Bayern, unten Wertangabe 5 Pfennig.

hajo22
 
Gernesammler Am: 11.06.2018 19:53:10 Gelesen: 9136# 181 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief aus Marktsteft in Unterfranken vom 5.5.1891 nach Berlin S.W. spediert an einen Herrn W. Stavenhagen Hallisches Ufer 14, dort kam der Brief am nächsten Tag dem 6.5. zur Ausgabe. W. Stavenhagen übersetzte mit Genehmigung des Verfassers: General Brialmont Die Einrichtung ständiger verschanzter Lager (große Waffenplätze).

Für das Franko wurde eine Bayern Nr.49 zu 10 Pfennig verklebt, gestempelt wurde hier mit Einkreisstempel von Marktsteft (Helbig 20a). Auf der Rückseite ist eine eingepresste Signatur oder Vignette was das gute Stück fast zum Zierbrief macht und der Ankunfts-Ausgabestempel von Berlin SW 11 (Büttner Nr.137) hier die 11 mit Punkt.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 20.06.2018 19:42:23 Gelesen: 8724# 182 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte P 8II zu 5 Pfennig aus Oberstaufen im Oberallgäu nach Schramberg im Schwarzwald. Die Karte wurde am 23.10.1877 versendet von einem Herrn Xaver Maister an die Firma Uetrecht vom Faist einer Porzellanmanufaktur die später an Villeroy und Boch verkauft wurde. Gestempelt wurde hier mit Halbkreisstempel (Winkler 12a) einen Ankunftsstempel gibt es nicht. Ich habe mal einen Link zur Firma Faist angefügt [1].

Gruß Rainer



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schramberger_Majolika-Fabrik
 
Gernesammler Am: 27.06.2018 19:24:15 Gelesen: 7852# 183 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte (P44) zu 5 Pfennig mit Wasserzeichen 5z mit Zusatzfrankatur von einer Bayern Nr.61 zu 5 Pfennig vom 26.7.1901 aus Landsberg am Lech spediert nach Genf in der Schweiz. Gestempelt wurde mit Einkreisstempel (Helbig 30b Typ 3 ohne 1) und dem Ankunftsstempel von Genf wo die Postkarte am nächsten Tag dem 27.7.1901 ankam.

Gruß Rainer


 
hajo22 Am: 29.06.2018 18:53:49 Gelesen: 7703# 184 @  
Doppelkarte (Frageteil) gestempelt Bamberg 10.6.1911. Antwortteil unbenutzt.



hajo22
 
Gernesammler Am: 05.07.2018 20:12:15 Gelesen: 7190# 185 @  
Hallo Sammlerfreunde,

eine kleine Serie von Briefen geschrieben von einer Vera und einer Lotta an das Fräulein Margarete Frommel in München, alle Briefe sind aus dem Jahr 1911 und verklebt wurden jeweils Bayern Nr.77 und Nr.78.

Der erste ist vom 17.11.1911 und kam aus Bad Tölz gestempelt mit Zweikreisstempel (Helbig Nr.37c)



Der zweite auch aus Bad Tölz vom 23.11.1911



Der dritte kam mit der Königlichen Bahnpost und leider ist auf dem Brief selbst kein Vermerk über die Stadt. Gestempelt mit Zweikreisstempel KB Bahnpost.



Der vierte und fünfte sind Ortsbriefe innerhalb von München



Alle Briefe haben auf der Rückseite den Briefträgerstempel 284 oder 289



Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 05.07.2018 20:20:50 Gelesen: 7187# 186 @  
@ Gernesammler [#185]

Sehr schöne Strecke, Rainer - so etwas hat nicht jeder!

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 12.07.2018 20:05:36 Gelesen: 6646# 187 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte P7 II zu 3 Pfennig von Sammt-und Seidenwaren Railing vom 19.6.1876 nach Würzburg an Max Wimpfheimer dem ein Besuch angeküdigt wird.

Gestempelt mit Einkreistempel 24a ohne Jahr von München und Würzburg auf der Rückseite ist noch der Briefträgerstempel Nr.10 aus Würzburg.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 16.07.2018 20:11:00 Gelesen: 6273# 188 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Einschreiben aus St.Ottilien in Oberbayern vom 10.5.1919 spediert nach Hamburg an Herrn Paul Siegert.

Verklebt wurden auf dem Brief 12 Marken Bayern Nr.117 IIA, in der Portoperiode 3 (1.10.1918 - 30.9.1919) brauchte man für das Franko eines Briefes im Fernverkehr bei einem Gewicht von 100-250 Gramm 25 Pfennig in Marken sowie nochmals 20 Pfennig für die Einschreibgebühr, dass heißt der Brief wäre hoer mit 15 Pfennig überfrankiert.

Wenn man sich den Stempel (Zweikreisstempel mit Gitterbrücke Nr.42a Typ 1 bei Helbig) anschaut sehen die Abschläge sehr sauber aus bis auf verschobene Gitter im unteren Bereich, auch die Klappe des Briefes war meiner Meinung nach nie verschlossen da hier noch das original Gummi über die ganze Länge zu sehen ist. Im Helbig selbst wird der Stempel mit *** oder **a sogar in Frage gestellt da dieser des öfteren rückdatiert wurde.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 16.07.2018 21:44:51 Gelesen: 6255# 189 @  
@ Gernesammler [#188]

Hallo Rainer,

sieht für mich echt aus - das mit dem Einschreiben hat man dann wohl doch nicht gemacht und den Brief in den Briefkasten eingeworfen, sonst müsste ja ein Reco - Zettel vorhanden gewesen sein.

Nicht häufige Mehrfachfrankatur - oft hat man sich solch schöne Briefe gegenseitig zugeschickt - sammlerisch halt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 19.07.2018 19:41:10 Gelesen: 6019# 190 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief im Ortsverkehr innerhalb von Augsburg vom 18.11.1919 (Portoperiode 4 - 1.10.1919-5.5.1820) an die Firma Weissenhorn, Büro am Güterbahnhof. Eine Firma Weissenhorn und Cie gibt es heute noch in Augsburg (Umzug und Strassenreinigung).

Für das Franko waren in der Periode 15 Pfennig zu verkleben für den einfachen Brief bis 20 Gramm im Ortsverkehr, hier eine Bayern Nr. 141. Dieser Brief wurde trotz Stempelmaschinen auf der Vorderseite nachgestempelt da der Brief beim einlegen in die Stempelmaschine verkehrt rum lag, hier war es eine Sylbe Maschine mit Werbeeinsätzen.

Gruß Rainer


 
bignell Am: 28.07.2018 16:12:18 Gelesen: 5270# 191 @  
Liebe Freunde,

manchmal muss man auch über den Tellerrand schauen, und diesem Irrläufer hier konnte ich nicht widerstehen:

1899 Bayern 10pf Feuchtwangen - Ziegendorf Irrläufer



FEUCHTWANGEN | 14 | MAI | 5-6 Nm. | 99
?BERGENDORF | 16 | MAI | 6-10 ? | 99
SCHESSLITZ | 17 | 5 | 7 Nm | 99
SCHWERIN | 18.5.99.12-1N. | (MECKLB)
NEUENDETTELSAU | 19 | 5 | Vor 7 | 99
ZIEGENDORF | 20 5 | 99 | 8-9V
FEUCHTWANGEN | 22 | MAI | Vor 8-9 | 99
diverse Unbekannt-Vermerke etc.

Liebe Grüße,
harald
 
Gernesammler Am: 16.08.2018 20:21:18 Gelesen: 4092# 192 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte (P116) vom 2.6.1920 aus München spediert nach Zorbig in Sachsen.

Die Ganzsachen Postkarte weißt einen Aufdruck von 10 Pfennig vor und es wurden für das Franko zwei weitere Marken zu 10 Pfennig (Bayern Nr. 114) verklebt, somit war die Gebühr von 30 Pfennig für Postkarten im Fernverkehr innerhalb der Portoperiode 5 (6.5.1920-31.3.1921) ausreichend. Gestempelt wurde mit Maschinenstempel von München.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 28.08.2018 11:39:46 Gelesen: 3452# 193 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zwei Ganzsachen Postkarten zu 10 Pfennig der Nr.P 110 (19)F und A (Frage und Antwortteil), der Frageteil ist vom 7.10.1919 und kam aus Fürth in Bayern nach Bamberg, die zweite Karte der Antwortteil ist vom 29.2.1920 und kam aus Nürnberg und wurde spediert nach Bamberg. Beide Karten waren an den Rat der Stadt gerichtet und bekamen nach Eingang den Stempel des Stadtmagistrats sowie eine Eingangsnummer in Blau.

Beide Ganzsachen Postkartem wurden in der Portoperiode 4 (1.10.1919 - 5.5.1920) verschickt.

Für das Franko verklebte man auf der ersten Karte als Zusatzfrankatur 2x Bayern Nr.111 zu 2 1/2 Pfennig und auf der zweiten Karte als Zusatzfrankatur eine Bayern Nr.153 zu 5 Pfennig.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 05.09.2018 20:09:51 Gelesen: 2726# 194 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom 27.2.1908 aus Oberhausen bei Augsburg nach Hamburg, für das Franko nahm man eine Bayern Nr. 61. Gestempelt wurde hier mit Einkreisstempel von Oberhausen bei Augsburg (Helbig 30b Typ 2, R Fuß weit), Oberhausen war seit 1893 Expedition ab 1911 Augsburg 9. Auf der Karte sieht man die Abbildung des Jakobertores von Augsburg, dieses hatte 1249 einen Vorgängerbau, aber erst im 15. Jahrhundert bekam es seinen jetzigen Namen.

Gruß Rainer


 
hajo22 Am: 05.09.2018 22:54:27 Gelesen: 2706# 195 @  
Geschäftsbrief per Einschreiben aus Nürnberg von Ende Juli 1914 nach Dresden, Ankunft dort am 26.7., wenige Tage vor Ausbruch des 1. Weltkrieges.

Frankiert mit 30 Pfg. König Ludwig III (Nr.99I). Die Marke mit Firmenlochung. Das Couvert zeigt noch Elemente des Jugendstils auf.



hajo22
 
Gernesammler Am: 17.09.2018 20:09:09 Gelesen: 2170# 196 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 21.5.1920 aus der Portoperiode 5 (6.5.1920-31.3.1921) aus München 31 von der Firma J. Nerf nach Berlin Tempelhof.

Für das Franko verklebte man 2 Marken der König Ludwig Serie zu 15 Pfennig Bayern Nr.115 und eine Marke aus der Abschiedsserie mit Aufdruck "Deutsches Reich" zu 10 Pfennig Michel Nr. 120.

Gestempelt mit Zweikreisstempel von München 31 (Helbig Nr.37c, b in grotesk) Verwendung 1904-20.

Gruß Rainer


 
muequadrat Am: 26.09.2018 20:14:43 Gelesen: 1372# 197 @  
Guten Abend,

ich bin neu hier und alles andere als ein Bayernspezialist. Bin aber gerade dabei meine Heimatsammlung Würzburg in die Bayernzeit zu erweitern. Bin dabei auf ebay auf folgende Karte gestoßen, die ich sehr schön finde, aber sie ist ja wohl um 1 Pfg überfrankiert. Wie gravierend findet Ihr das? Das Thema wird ja gelegentlich von Sammelgebiet zu Sammelgebiet leicht unterschiedlich gesehen.

Vielen Dank im voraus!

Grüße,
Bertram


 
bayern klassisch Am: 26.09.2018 23:04:55 Gelesen: 1356# 198 @  
@ muequadrat [#197]

Hallo Bertram,

schön, wieder einen Bayernsammler mehr hier begrüßen zu dürfen!

Das Stück war eine klassische Sammlerkarte, da ist die Frage nach der Überfrankatur weniger preisrelevant. Es ging ausweislich des rückseitigen Textes dem Absender ja um die Zusendung eines Belegs mit neuen 2 Pfennigmarken und da waren 3 halt spektakulärer, als nur eine und eine 3 Pfg. Marke.

Postgeschichtlich ist das eher Null, aber es sieht halt schön aus. Zum Preis einer Bratwurst macht man da aber sicher nichts falsch.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
muequadrat Am: 26.09.2018 23:23:28 Gelesen: 1354# 199 @  
Hallo Ralph,

vielen Dank für die freundliche Begrüßung - ja, der Text ist schon auch nett und aufschlussreich, das stimmt. Danke für die Einordnung, hilft sehr. Das mit der Bratwurst ist in der Tat eine gute Richtschnur.

Liebe Grüße
Bertram
 
Gernesammler Am: 11.10.2018 19:46:21 Gelesen: 483# 200 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte P8 zu 5 Pfennig aus Breitengussbach vom 27.1.1877 nach Culmbach an Herrn Jub Limmer. Gestempelt mit Halbkreisstempel (Winkler 12a) hier wird die Verwendung bis 1875 angegeben im Helbig nochmals ab 1876 und als Ankunftsstempel Einkreisstempel (Helbig 22) nur eine Stundenangabe.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 11.10.2018 20:31:47 Gelesen: 477# 201 @  
@ Gernesammler [#200]

Hallo Rainer,

der Empfänger hieß Geb. Limmer, wohl Gebhard oder Gebhart, oder er meinte Gebrüder Limmer. Du kannst mal googlen, ob es nicht doch Gebrüder Limmer gab (sollte eigentlich Gebr. abgekürzt werden).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 15.10.2018 19:55:11 Gelesen: 242# 202 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Künstlerpostkarte aus Speyer vom 31.12.1912 an Herrn Hauptmann Stock in Ulm an der Donau mit den herzlichsten Neujahrsgrüßen seiner Unteroffiziere.

Für das Franko nahm man eine Bayern Nr.77 "Prinz Luitpolt", gestempelt wurde mit Einkreisstempel von Speyer (Helbig 30b).

Gruß Rainer


 

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