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Thema: Bayern ab "Pfennig-Zeit" (1874/76) bis 30.6.1920: Belege, Marken, Essays
Das Thema hat 189 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 30.05.2018 15:44:11 Gelesen: 4457# 165 @  
@ hajo22 [#164]

Sehr schöne Stücke - so etwas gefällt immer.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 30.05.2018 18:09:35 Gelesen: 4418# 166 @  
@ bayern klassisch [#158]

die bayerische Post löste Marken von Paketkarten ab (hier mit einer Nominale von 41 Mark) und verkaufte sie für gutes Geld an Sammler

Aber nicht immer von Paketkarten, wie uns diese beiden wunderschön gestempelten Marken zu 3 und 10 Mark Prinzregent verraten:



Das sieht nicht nach Paketkarten-Stempelung aus: München 2 P ("P" wie "Philatelie" könnte man so deuten oder zu Abrechnungszwecken "Post", ich weiß es aber nicht) aus den Jahren 1913 und 1917.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 30.05.2018 19:00:23 Gelesen: 4407# 167 @  
@ hajo22 [#166]

Ja, diese Vorräte waren bald verbraucht, der Marke wollte jedoch mehr und da nur ganz wenige Leute an diese hohen Werte gestempelt heran kamen (wer bekam schon regelmässig Wertbriefe mit Tausenden von Markwerten?), holte man sich gleich die Marken aus der Druckerei und stempelte sie "formal" ab.

Für mich sind diese Entwertungen minderwertig, weil sie nicht das darstellten, was Poststempel eigentlich sollten und zwar dokumentieren, wann welche Postsendung wo auf die Reise ging.

Es sind auch bisher, soweit ich weiß, noch keine Belege mit diesen Stempeln aufgetaucht.

Aber ich will deine Stücke nicht madig machen, weil jeder sammeln soll, wie er will und schön abgeschlagen sind alle Stempelabdrucke, die ich mit ihnen kenne.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 30.05.2018 19:39:59 Gelesen: 4394# 168 @  
@ hajo22 [#166]

Hallo Hajo,

schöne Dinge die Du da zeigst, bei den losen Marken in gestempelt fällt sofort auf das es immer der Zweikreisstempel von München 2 * p ist der hier abgeschlagen wurde.



Ich selbst habe genau den gleichen Stempel auf einigen meiner Marken und Herr Helbig schreibt in seinem Stempelhandbuch dazu Zitat:"Stempel lagen niemals auf einwandfreien Belegen vor und sind auf Ludwigsausgaben mit Skepsis bzw.als Gelegenheitsstempel zu betrachten.Auf Luipoldausgaben als Verrechnungsstempel üblich und echt."

Wobei ich dazu sagen möchte diese sehen wirklich wie geleckt aus, aber ich habe die Marken in gestempelt. Obwohl mir ein echter Beleg wie jedem anderen Sammler natürlich lieber wäre.

Gruß Rainer
 
hajo22 Am: 30.05.2018 22:11:08 Gelesen: 4352# 169 @  
@ Gernesammler [#168]

Ich habe das Stempelhandbuch von Dr. Helbig nicht, habe aber auch vermutet, daß diese erstklassigen Abschläge auf Luitpoldmarken zu Verrechnungszwecken oder sonstigen internen Verwendungen bei der Post benutzt wurden.

Hinweis für bayern klassisch [#167]: "Auf Luipoldausgaben als Verrechnungsstempel üblich und echt." (Zitiert nach Dr. Helbig in #168)

Im Übrigen sammle ich keine losen gestempelten Marken, sondern Marken auf Belegen und/oder in postfrischer/ungebrauchter Erhaltung. Das bedeutet aber nicht, daß ich überhaupt keine lose gestempelten Marken besitze.

An die hohen Markwerte kamen die "kleinen" Sammler nicht ohne weiteres. Und wenn 1911 1/2 Liter Bier gerade mal 13 Pfge. oder 1 kg Brot 48 Pfge. kostete, kann man sich vorstellen, welchen Wert schon der kleinste Postwertzeichen-Markwert repräsentierte.

hajo22
 
Gernesammler Am: 31.05.2018 20:00:26 Gelesen: 4010# 170 @  
@ hajo22 [#169]

Hallo Hajo,

das Stempelhandbuch von Herrn Helbig besteht insgesamt aus vier Bänden und ist auch etwas teurer aber sehr interessant, ich habe es mir einfach zu Weihnachten gegönnt, dank Philabooks.

Ich sammle normalerweise auch nur Belege, aber ich hatte zum Anfang mit Marken angefangen und kann hier immer mal vergleichen.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 31.05.2018 20:10:10 Gelesen: 4006# 171 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von Freystadt nach Straubing an einen Herrn Georg Schall ich denke das es auch der Absender selbst war, denn es gibt keinen Text nur den Hinweis auf die Michel Nr. nur das die Nr. 110 heutzutage die Nr. 111 ist.

Portogerecht frankiert für die Periode 4 ab 1.10.1919 bis 5.5.1920 mit 15 Pfennig für Postkarten im Fernverkehr.

Gestempelt mit Gitterbrückenstempel von Freystadt (Helbig 42a) verwendet von 1915 bis 1921.

Gruß Rainer


 
hajo22 Am: 01.06.2018 00:00:24 Gelesen: 3917# 172 @  
@ bayern klassisch [#167]

Für mich sind diese Entwertungen minderwertig, weil sie nicht das darstellten, was Poststempel eigentlich sollten und zwar dokumentieren, wann welche Postsendung wo auf die Reise ging.

Es sind auch bisher, soweit ich weiß, noch keine Belege mit diesen Stempeln aufgetaucht.


Genau deshalb habe ich die losen Marken mit diesem Stempel gekauft (die übrigens nicht billig waren). Es gibt keine (mir bekannten) Belege zum Stempel. Mein Motiv sollte eigentlich klar gewesen sein ohne das ich es lange erklären müßte.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 01.06.2018 06:18:47 Gelesen: 3799# 173 @  
@ hajo22 [#172]

Mir würde eine kurze Erklärung auch schon helfen. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 01.06.2018 08:15:36 Gelesen: 3756# 174 @  
@ bayern klassisch [#173]

Mein Motiv: Ich begeistere/erfreue mich an klaren, schönen Stempeln.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 01.06.2018 09:10:31 Gelesen: 3732# 175 @  
@ hajo22 [#174]

Lieber hajo22,

aber die gibt es doch auch in echt und als Bedarf. Dieser und andere Threads zeigen das doch in Hülle und Fülle - da muss man doch nicht auf diese "Machwerke" der Post eingehen, wenn es das im Original am Schalter gab.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 02.06.2018 17:23:09 Gelesen: 3591# 176 @  
Essay zum Wettbewerb der Prinzregentenmarken 1911

Franz von Stuck (1863-1928), Maler und Bildhauer



Im Oval zeigt das Essay das Brustbild des Prinzregenten Luitpold mit Ordenskette und Puffärmelkostüm. Es trägt unten links und rechts die Jahreszahlen 1821 und 1911 und in einer unteren Leiste die Inschrift "Bayern". In den oberen Ecken zeigt sich die Wertangabe 5 M(ark).

Der Druck erfolgte auf Wasserzeichenpapier (Wellenlinien).

Das Essay/der Entwurf entsprach weder den Vorstellungen des Prinzregenten noch dem Zeitgeist und wurde daher verworfen.

hajo22
 
hajo22 Am: 02.06.2018 22:36:00 Gelesen: 3554# 177 @  
Drucksache zu 3 Pf. Wappenmarke mit Aufdruck "E" = Dienstmarke der bayerischen Eisenbahnbehörden (Kat. Nr.1) aus München 2 vom 21.6.1910 nach Bad Aibling.



hajo22
 
Gernesammler Am: 06.06.2018 20:12:00 Gelesen: 3286# 178 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Paketkarte für ein Paket von 3 Kilo mit Wert von 24,- Mark aus Konzell nach Nürnberg. Es wurde ein Paketzetel von Konzell verklebt und für das Franko eine Bayern Nr.175 zu 1,50 und eine Bayern Nr.178 zu 5 Pfennig. In Nürnberg angekommen erhielt die Paketkarte den Portokontrollstempel P.C.N.3 von Nürnberg und den handschriftlichen Hinweis das sich das Franko auf 1,95 beläuft 40 Pfennig mehr, dies wurde auf der Rückseite mit 2 Kreisstempeln 15 und 25 im Kreis vermerkt.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 07.06.2018 06:22:30 Gelesen: 3240# 179 @  
@ Gernesammler [#178]

Hallo Rainer,

sehr interessante Karte, als Bayern noch eigene Marken verkleben durfte (bis 30.6.1920 glaube ich) von einem kleinen Postort (dort hatte man die beginnende Inflation wohl noch ein wenig unterschätzt).

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 10.06.2018 17:47:16 Gelesen: 2985# 180 @  
Essay zum Wettbewerb der Prinzregentenmarken 1911

Josef August Futterer (1871-1930), Zeichner, Maler, Radierer



Kleinbogen mit 6 Marken in rot auf Wasserzeichenpapier Wellen, ungummiert.

Kopf des Prinzregenten nach rechts; Inschriften: oben Bayern, unten Wertangabe 5 Pfennig.

hajo22
 
Gernesammler Am: 11.06.2018 19:53:10 Gelesen: 2886# 181 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief aus Marktsteft in Unterfranken vom 5.5.1891 nach Berlin S.W. spediert an einen Herrn W. Stavenhagen Hallisches Ufer 14, dort kam der Brief am nächsten Tag dem 6.5. zur Ausgabe. W. Stavenhagen übersetzte mit Genehmigung des Verfassers: General Brialmont Die Einrichtung ständiger verschanzter Lager (große Waffenplätze).

Für das Franko wurde eine Bayern Nr.49 zu 10 Pfennig verklebt, gestempelt wurde hier mit Einkreisstempel von Marktsteft (Helbig 20a). Auf der Rückseite ist eine eingepresste Signatur oder Vignette was das gute Stück fast zum Zierbrief macht und der Ankunfts-Ausgabestempel von Berlin SW 11 (Büttner Nr.137) hier die 11 mit Punkt.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 20.06.2018 19:42:23 Gelesen: 2474# 182 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte P 8II zu 5 Pfennig aus Oberstaufen im Oberallgäu nach Schramberg im Schwarzwald. Die Karte wurde am 23.10.1877 versendet von einem Herrn Xaver Maister an die Firma Uetrecht vom Faist einer Porzellanmanufaktur die später an Villeroy und Boch verkauft wurde. Gestempelt wurde hier mit Halbkreisstempel (Winkler 12a) einen Ankunftsstempel gibt es nicht. Ich habe mal einen Link zur Firma Faist angefügt [1].

Gruß Rainer



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schramberger_Majolika-Fabrik
 
Gernesammler Am: 27.06.2018 19:24:15 Gelesen: 1602# 183 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte (P44) zu 5 Pfennig mit Wasserzeichen 5z mit Zusatzfrankatur von einer Bayern Nr.61 zu 5 Pfennig vom 26.7.1901 aus Landsberg am Lech spediert nach Genf in der Schweiz. Gestempelt wurde mit Einkreisstempel (Helbig 30b Typ 3 ohne 1) und dem Ankunftsstempel von Genf wo die Postkarte am nächsten Tag dem 27.7.1901 ankam.

Gruß Rainer


 
hajo22 Am: 29.06.2018 18:53:49 Gelesen: 1453# 184 @  
Doppelkarte (Frageteil) gestempelt Bamberg 10.6.1911. Antwortteil unbenutzt.



hajo22
 
Gernesammler Am: 05.07.2018 20:12:15 Gelesen: 940# 185 @  
Hallo Sammlerfreunde,

eine kleine Serie von Briefen geschrieben von einer Vera und einer Lotta an das Fräulein Margarete Frommel in München, alle Briefe sind aus dem Jahr 1911 und verklebt wurden jeweils Bayern Nr.77 und Nr.78.

Der erste ist vom 17.11.1911 und kam aus Bad Tölz gestempelt mit Zweikreisstempel (Helbig Nr.37c)



Der zweite auch aus Bad Tölz vom 23.11.1911



Der dritte kam mit der Königlichen Bahnpost und leider ist auf dem Brief selbst kein Vermerk über die Stadt. Gestempelt mit Zweikreisstempel KB Bahnpost.



Der vierte und fünfte sind Ortsbriefe innerhalb von München



Alle Briefe haben auf der Rückseite den Briefträgerstempel 284 oder 289



Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 05.07.2018 20:20:50 Gelesen: 937# 186 @  
@ Gernesammler [#185]

Sehr schöne Strecke, Rainer - so etwas hat nicht jeder!

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 12.07.2018 20:05:36 Gelesen: 396# 187 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte P7 II zu 3 Pfennig von Sammt-und Seidenwaren Railing vom 19.6.1876 nach Würzburg an Max Wimpfheimer dem ein Besuch angeküdigt wird.

Gestempelt mit Einkreistempel 24a ohne Jahr von München und Würzburg auf der Rückseite ist noch der Briefträgerstempel Nr.10 aus Würzburg.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 16.07.2018 20:11:00 Gelesen: 23# 188 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Einschreiben aus St.Ottilien in Oberbayern vom 10.5.1919 spediert nach Hamburg an Herrn Paul Siegert.

Verklebt wurden auf dem Brief 12 Marken Bayern Nr.117 IIA, in der Portoperiode 3 (1.10.1918 - 30.9.1919) brauchte man für das Franko eines Briefes im Fernverkehr bei einem Gewicht von 100-250 Gramm 25 Pfennig in Marken sowie nochmals 20 Pfennig für die Einschreibgebühr, dass heißt der Brief wäre hoer mit 15 Pfennig überfrankiert.

Wenn man sich den Stempel (Zweikreisstempel mit Gitterbrücke Nr.42a Typ 1 bei Helbig) anschaut sehen die Abschläge sehr sauber aus bis auf verschobene Gitter im unteren Bereich, auch die Klappe des Briefes war meiner Meinung nach nie verschlossen da hier noch das original Gummi über die ganze Länge zu sehen ist. Im Helbig selbst wird der Stempel mit *** oder **a sogar in Frage gestellt da dieser des öfteren rückdatiert wurde.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 16.07.2018 21:44:51 Gelesen: 5# 189 @  
@ Gernesammler [#188]

Hallo Rainer,

sieht für mich echt aus - das mit dem Einschreiben hat man dann wohl doch nicht gemacht und den Brief in den Briefkasten eingeworfen, sonst müsste ja ein Reco - Zettel vorhanden gewesen sein.

Nicht häufige Mehrfachfrankatur - oft hat man sich solch schöne Briefe gegenseitig zugeschickt - sammlerisch halt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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