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Thema: Bund: Dauerserie Deutsche Bauwerke
Das Thema hat 82 Beiträge:
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nightdriver Am: 21.04.2017 16:33:42 Gelesen: 15163# 58 @  
Ein kleiner Nachtrag noch:

Die Marke wurde insgesamt in einer Auflage von 1.210.000.000 Stück gedruckt. Davon sind 125.000.000 Stück in Rollenform produziert worden, es verbleiben damit 1.085.000.000 Stück als Bogen.

Durch die gesamte Serie zieht sich das Muster, dass die Bogenvariante deutlich häufiger gedruckt wurde als die Rollenmarken.
 
muemmel Am: 21.04.2017 20:24:40 Gelesen: 15140# 59 @  
Guten Abend,

aus Divas Grabbelkiste hier ein Nachnahmebeleg vom 6.1.1972 aus Lampertheim nach Mannheim mit 1,30 Mark Große Bauwerke:



Schönen Gruß
Mümmel
 
nightdriver Am: 22.04.2017 17:10:40 Gelesen: 15103# 60 @  
Danke für's Zeigen! Wie aus meinen Beiträgen wohl zu erkennen, sammle ich bisher nur die "kleinen" Bauwerke, die "großen" sollen irgendwann folgen, wenn mir langweilig wird.

Der gezeigte Beleg ist auch deshalb schön, weil der Name des Gerichtsvollziehers auf wundersame Weise mit der Adresse (Beetho fenstr.) korrespondiert. Aber man weiß natürlich nicht, wessen Fehler dieser Rechtschreibfehler war. Schönes Kuriosum jedenfalls.
 
muemmel Am: 22.04.2017 21:16:58 Gelesen: 15078# 61 @  
Bitte sehr, hier aus gleicher Quelle ein weiterer NN-Beleg mit kleinen Bauwerken:



Datum leider nicht lesbar, aber 2 waagerechte Paare der 20 und 70 Pfennig sind wahrscheinlich nicht sonderlich oft zu finden.

Gruß
Mümmel
 
stampmix Am: 23.04.2017 13:29:31 Gelesen: 15042# 62 @  
@ nightdriver [#60]

Die kleinen Bauwerke leisteten ihren kleinen Beitrag zu Frankatur dieses Beleges:

3470 Pf. betrug das Porto für einen Wertbrief über 17.000 DM, den die BBV am 29.7.1968 an ihre Bezirksdirektion nach Ulm sandte. Die Gewichtsangabe von 13 1/2 g. reichte gerade mal für den leeren Umschlag und ist wohl fehlerhaft, da das Porto für einen Fernbrief von 100-250 g. 70 Pf. betrug, zusätzlich der Versicherungsgebühr von 100 Pf. je 500 DM, was bei 17.000 DM einer Summe von 3400 Pf. entsprach. Die Absenderangabe war nur durch das Siegel gegeben.

Interessant die Mischfrankatur aus 31 Marken der Freimarkenserien "Bedeutenden Deutschen", "Kleine Bauwerke" und "Große Bauwerke" dazu noch aus Bund- und Berlinausgaben gemischt.



besten Gruß
stampmix
 
Manne Am: 23.04.2017 14:02:19 Gelesen: 15035# 63 @  
Dann etwas zum Thema aus meiner Stempelsammlung.




 
nightdriver Am: 23.04.2017 17:18:35 Gelesen: 15013# 64 @  
Und nochmal die Nummer 454:

Privatganzsache zu 10 Pf. als Drucksache (bis 20 g.)

Drucksache (Postkarte) vom 29.6.1967, freigemacht mit einer Nummer 454.


 
muemmel Am: 23.04.2017 18:00:58 Gelesen: 15002# 65 @  
Hallöle,

hier noch eine weitere Nachnahme aus Divas Kruschtelkiste:



Gelaufen am 17.11.1975 aus Bielefeld nach ???, frankiert mit einem waagerechten Dreierstreifen der 60 Pfennig "Kleine Bauwerke".

Grüßle
Mümmel
 
nightdriver Am: 24.04.2017 18:31:33 Gelesen: 14957# 66 @  
Ein wundervoller Beleg, Mümmel!

Mein heutiges Thema sind aus Anlass einiger Neuerwerbungen die Bogenzähler. Das Schreiben von Beiträgen im Forum hat mir wieder Lust auf die Serie gemacht und so habe ich die einschlägigen Marktplätze nach etwas Pause durchstöbert und bin auch fündig geworden. Gezeigte Stücke stammen aber immer aus meiner Sammlung.

Die Bogenzähler kommen grundsätzlich auf dem rechten oder linken Bogenrand vor. Da ich eigentlich mit der 10-Pf.-Marke noch nicht fertig bin, muss diese als Beispiel herhalten, Marken oben bereits gezeigt.



Sie können so aufgebracht sein, dass sie aufrecht stehen, wenn man den Bogen um 90 Grad nach rechts dreht (häufig) oder wenn man ihn um 270 Grad nach links dreht (selten).



Es wurden mindestens drei verschiedene Ziffernsätze verwendet, die sich wie folgt unterscheiden:

Typ A:

0 relativ rund, flache Rundung
1 runder Aufstrich, ohne Serifen,
2 ohne Serifen
3 rund, oben und unten gleichmäßig
4 geschlossen, ohne Serifen
[5 ohne besondere Unterscheidungskraft]
6 oberer Bogen überspannt gleichmäßig die Rundung, weiter Abstand zwischen Bogen und Rundung
7 ohne Serifen
8 oben und unten gleichmäßig groß
9 wie 6 nur umgekehrt

Typ B:

0 mit langen Parallelen
[1 ohne Vergleichsmaterial]
2 mit Serife
[3 ohne Vergleichsmaterial]
4 offen, ohne Serifen
[5 ohne Unterscheidungskraft]
6 wie Typ A, allerdings geringerer Abstand zwischen Bogen und Rundung
7 mit Serife (Aufstrich)
8 oben kleiner als unten
[9 ohne Vergleichsmaterial]

Typ C:

0 mit kürzeren Parallelen, oben und unten halbkreisförmig
1 Aufstrich gebogen, mit Serife
2 Übergang vom oberen Bogen zum unteren geraden Strich geschwungen, mit Serife
3 gerader Kopf, Serife, Oberteil im spitzen Winkel
4 geschlossen, mit Serife
5 Kopf kürzer als bei Typen A und B, geringer Abstand zwischen unterem Rundbogen und Kopf
6 oberer Teil gerader, überspannt die untere Rundung nicht genau
7 mit Serife
8 oben größer als unten
9 wie 6 nur umgekehrt

Nur exemplarisch, nicht alle Ziffern gezeigt, in der Reihenfolge A, B, C:



Laienhaft und ohne kalligraphisches Talent wie folgt dargestellt:



Es könnte ein weiterer Typ D mit Charakteristikum geschlossene 4 mit Serife, 4 insgesamt breiter und Serife breiter existieren. Das vorliegende Vergleichsmaterial reicht zur endgültigen Beurteilung noch nicht aus. Es könnte sich auch einfach um einen deutlicheren, mit mehr Kraft aufgebrachten Druck das Typs C handeln. Gleiches gilt für einen Typ E mit gedrungeneren, fetteren Ziffern. Hierbei könnte es sich aber auch einfach um ein frisch eingefärbtes Zählwerk oder sonst eine Zufälligkeit des mechanischen Drucks handeln. Einmal Typ D auf Berlin, zweimal Typ E auf Bund und Berlin? (Wobei auch hier wieder Unterschiede im Detail bestehen)



Meine Frage an euch: Liegt dem Ganzen eine Systematik zugrunde? Wurden manche Ziffernsätze nur für bestimmte Werte verwendet? Was bedeutet die Lage (linker/rechter Bogenrand, 270 Grad links oder 90 Grad rechts)?

Bei den verwendeten fünfstelligen Zählwerken ist zudem nur das Nummerieren von bis zu 10 mio. Briefmarken möglich. Da die Bogenauflagen z.T. im Milliardenbereich lagen, mussten also Nummern mehrfach verwendet werden. Ist eine Unterscheidbarkeit durch Lage/Zifferntype etc. gegeben? Über mehr Infos freue ich mich, auch wenn es doch ein recht spezielles Thema ist. :)
 
nightdriver Am: 26.04.2017 18:07:28 Gelesen: 14901# 67 @  
Heute ein Kurzbeitrag zur Nr. 454:

Die unterschiedlichen Rollengrößen spiegeln sich auch im Verpackungsmaterial wieder. Es werden Banderolen für die 1000er und die 500er Rolle gezeigt. Die Banderolen sind innen gummiert, außen in den Farben der jeweiligen Ausgaben gehalten.


 
stampmix Am: 08.05.2017 21:11:49 Gelesen: 14708# 68 @  
Hallo zusammen,

sechs der acht kleinen Bauwerke wurden hier zu einem deutlich überfrankierten Eilpost-Einschreiben-Auslandsbrief (Porto 170Pf.) versammelt, der am 23.3.1965 morgens in Emlichheim aufgegeben überhaupt nicht eilig nach Dunblane in Schottland befördert wurde.



besten Gruß
stampmix
 
nightdriver Am: 13.05.2017 13:49:25 Gelesen: 14507# 69 @  
FDC der Serie sind am Markt ausreichend verfügbar und als einfacher Satz meist für einstellige Eurobeträge zu haben.

Ich zeige eine Auswahl, die mit den Varianten von Fidacos und Sieger beginnt. Die Hersteller/Entwerfer der weiteren FDC sind mir nicht bekannt, Infos wie immer gerne. ;)


 
stampmix Am: 30.05.2017 21:06:51 Gelesen: 14074# 70 @  
Hallo zusammen,

ein 10er-Block der 2DM Marke Große Bauwerke wurde zur Freimachung dieses Auslandswertbriefes nach Holland kurz vor Ende der Frankaturgültigkeit am 8.5.2002 in der Eurozeit aufgebraucht.



besten Gruß
stampmix
 
Michael Mallien Am: 30.05.2017 21:17:17 Gelesen: 14069# 71 @  
@ stampmix [#70]

Der Beleg gefällt mir sehr. Danke fürs Zeigen.

Er enthält noch eine Reihe zusätzlicher Details, deren Erläurungen mich interessieren würden. Beispielsweise:

- Ist er portorichtig?
- Wenn ja, wie setzt sich das Porto zusammen?
- Was hat es mit dem Aufkleber links oben auf sich?
- Was bedeutet auf dem V-Label Wert in DTS mit dem handschriftlichen 70?

Was sagen die Experten dazu?

fragt neugierig
Michael
 
stampmix Am: 31.05.2017 06:18:53 Gelesen: 14029# 72 @  
@ Michael Mallien [#71]

Hallo Michael,

ich versuche es mal. Dieser Beleg liegt in mehrerlei Hinsicht am Rand meiner Interessen und wahrscheinlich findet sich unter den Forennutzern ein grösserer Kenner.

Tarifgerecht? Nein, aber nicht so weit daneben:

Maxibrief Ausland 250g-500g: 6,14 Euro (12,00 DM)
Wertbrief bis 200 DM (102,26 Euro): 2,82 Euro (5,50 DM)
Luftpostbeförderung ohne Zuschlag.
Macht zusammen 17,50 DM (8,96 Euro)



Die Angabe im V-Label betrifft vielleicht den genauen Wert i.H. von 70 Euro; Die Angabe Wertbrief 100 Euro die Tarifangabe (Wertbrief bis 100 Euro).

Der Aufkleber oben links ist von der Niederländischen Post. Da sind andere berufen ihn zu erklären.

mit bestem Gruß
stampmix
 
Uwe Seif Am: 31.05.2017 06:37:20 Gelesen: 14024# 73 @  
@ Michael Mallien [#71]
@ stampmix [#72]

Hallo,

im internationalen Postverkehr wurden/werden die Währungsangaben in "DTS" (=Goldfranken?) umgerechnet. 100.-€ entsprachen also damals 70.-DTS.

Leider ist der Aufkleber der Niederländischen Post schon ziemlich verblasst! Man sieht hier sehr deutlich die Folgen von Thermopapier und man sollte hier rechtzeitig eine Fotokopie des Beleges anfertigen, wenn man den Text der Aufkleber nach ein paar Jahren noch lesen will (gilt übrigens auch für Kassenzettel).

Gruß
Uwe Seif
 
stampmix Am: 31.05.2017 14:44:42 Gelesen: 13972# 74 @  
@ Uwe Seif [#73]

Hallo Uwe,

vielen Dank, die Spur hast du richtig gelegt, sodass etwas googeln zu folgendem Beitrag im BDPh-Forum führt [1]:

SZR bedeutet Sonderziehungsrechte oder auf französisch DTS Droits de tirage spéciaux und ist das heutige Äquivalent zu den früheren Goldfranken.

Der Kurs lag am 7.6.2002 bei 1 DTS = 1,36660 Euro.

besten Gruß
stampmix

[1] http://www.bdph.de/forum/showthread.php?2565-Frage-zu-V-Zettel-Wertangabe-bei-Auslandsbrief&s=4079a961a946c92995f8c70814ffa71d&p=22631&viewfull=1#post22631
 
Michael Mallien Am: 31.05.2017 19:17:49 Gelesen: 13931# 75 @  
Hallo Uwe, hallo stampmix,

sehr interessante Info! Herzlichen Dank dafür.

Viele Grüße
Michael
 
hajo22 Am: 20.03.2018 15:31:52 Gelesen: 5876# 76 @  
Manchmal ist der Poststempel interessanter als die Marke.



Kongreß "Unteilbares Deutschland" 1965 in Berlin.

hajo22
 
HWS-NRW Am: 25.03.2018 09:36:27 Gelesen: 5704# 77 @  
Ich kann noch etwas nachlegen:



Zeitungsüberweisung für B-Stücke, in dieser Variante auch im Formularwesen ein "Höhepunkt". Leider von der Bildqualität nicht so berauschend.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 25.03.2018 09:48:26 Gelesen: 5696# 78 @  
Wo ich schon dabei bin, hier eine recht seltene Formular-Verwendung der 50-Pfg-Wertstufe (kleine Bauwerke):



Gebührenverrechnung (kein Porto) für die verspätete Aufgabe (nach dem 22. des Monats) einer Zeitungsbestellung.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 25.03.2018 22:05:43 Gelesen: 5664# 79 @  
Nach einigem Überlegen und Suchen hier noch ein weiterer toller Beleg, den ich aber leider nie meiner Sammlung hinzufügen konnte;



Postsparkarte zu 3 DM in grüner Farbe von 13.4.1966, eingelöst im Postamt Königswinter am 17.12.1966

Komplette Karten sind kaum erhalten geblieben, da ein Großteil durch die Post (angeblich) für Kilowarensendungen genutzt wurde.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 30.03.2018 14:09:56 Gelesen: 5570# 80 @  
Habe heute einen weiteren tollen und seltenen Beleg im Internet gefunden:



(MiNr 457+509) Überweisungskarte für B-Stücke aus Bad Honnef mit Postamt-Zeitungsstellen-Stp. 09.08.1967

Das gute Stück kann über http://www.philasearch.com eingesehen werden, einfach den Begriff "Zeitungs" eingeben, dann kommt das Angebot der Firma "Briefmarkenhandel Dessau" und es wird sehr günstig ausgerufen.

mit österlichem Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 31.03.2018 22:27:29 Gelesen: 5534# 81 @  
Obwohl ich eigentlich zwischen den beiden Serien große und kleine "Deutsche Bauwerke" unterscheide, hier noch zwei nette Belege aus dem Verwendungsbereich der "Großen Bauwerke-Serie"



(linker Beleg) Überweisungsliste (Zustelliste) mit vier Werten der MiNr 493 aus DEGERNBACH vom 07.03.1967

(rechter Beleg) Stille Versicherung über 100 DM für ein Paket nach Canada mit der MiNr 500 aus BADEN-BADEN vom 07.09.1968

mit österlichen Sammlergrüßen
Werner
 
HWS-NRW Am: 11.10.2018 19:51:02 Gelesen: 180# 82 @  
Gerade bei Ebay im Angebot:

Eine schöne Mehrfach-Frankatur des 80-Pfennig-Wertes auf einer Paketkarte.



Weißenburg Paar auf Paketkarte FELDRENNACH vom 03.09.1969

mit Sammlergruß
Werner
 

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