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Thema: Mischfrankaturen aus zwei Ländern / Gebieten (ohne Übersee)
Teufelsknabe Am: 08.10.2016 19:01:59 Gelesen: 4347# 1 @  
Postkarte frankiert mit Marken DDR und BRD 1963

Habe eine Postkarte von 1963, welche das Porto grüne 10 Pfennig von Walter Ulbrich Deutsche Demokratische Republik und grüne 10 Pfennig von Theodor Heuss Deutsche Bundespost trägt.

Gestempelt Dresden nach Freital.

Wie kann ich die Sache postialisch bewerten ?


 
jmh67 Am: 09.10.2016 09:35:47 Gelesen: 4315# 2 @  
Ich kann nur vermuten, dass auf der Karte (die ja aus München ist) vielleicht schon die Bundespost-Marke aufgeklebt war. Manche Ansichtskartenverkäufer boten das ja so an. Dann hatte jemand die Karte im Gepäck auf der Reise nach Dresden, wo die Marke nicht galt. Nun sagte er sich "Pfeif' auf den Groschen" und klebte eine DDR-Marke dazu - oder der Absender hatte beide Sorten Briefmarken dabei und erst die falsche aufgeklebt, was auf dasselbe hinausläuft.

Jan-Martin
 
dietbeck Am: 09.10.2016 11:14:24 Gelesen: 4287# 3 @  
@ Teufelsknabe [#14]

Da hat jemand absichtlich oder unabsichtlich ein "Kuriosum" erzeugt. Ist aber nichts besonderes, das gibt es immer mal wieder. Da mit Maschinenstempel entwertet ist das einfach unerkannt durchgerutscht. Eigentlich hätte natürlich nur die DDR-Marke entwertet werden dürfen. Allerdings wäre das bei normaler Postkontrolle wahrscheinlich nicht durch die DDR-Behörden befördert worden, da ja eine Bund-Ganzsache verwendet wurde.

dietbeck
 
mausbach1 Am: 09.10.2016 11:35:48 Gelesen: 4277# 4 @  
@ dietbeck [#3]

Wo ist denn hier eine Ganzsache?
 
bignell Am: 09.10.2016 11:48:17 Gelesen: 4269# 5 @  
@ Teufelsknabe [#14]

Hallo,

ich glaube wenn die jeweilige Post ihren Portoanteil bekommt ist es ihr relativ egal, was sonst noch draufklebt, Vignetten, ausländische Marken, Sammelbildchen etc.



Hier eine Deutsches Reich Ganzsache 10 pf frankiert mit AT 2+3 Kreuzer Adler + Kaiserkopf aufgegeben in Karlsbad/Böhmen nach Freiberg/Sachsen. Entweder hat der Reisende sonst nichts passendes gehabt, oder jemand hat was philatelistisches gebastelt, ist heute nicht mehr festzustellen.

Lg, harald
 
mausbach1 Am: 09.10.2016 11:54:03 Gelesen: 4264# 6 @  
@ bignell [#5]

Ein "verrücktes" Stück - prima.

So macht Philatelie z.B. auch Spaß.
 
8049home Am: 09.10.2016 15:29:30 Gelesen: 4236# 7 @  
Auch wenn diese Karte etwas philatelistisch angehaucht ist, hier eine "echte", d.h. gültige Ländermischfrankatur mit einer 10 Pfennig DDR Inlandantwortkarte und je einer Heuss Bund- und einer Heuss-Berlinmarke zu je 10 Pfennig für den Rohrpostzuschlag innerhalb von Berlin.


 
Lars Boettger Am: 09.10.2016 15:45:43 Gelesen: 4220# 8 @  
Streifband, aufgegeben in Metz, frankiert mit einer grünen Mi. Nr. 46 / 5 Pfg. nach Luxemburg. Dort wurde die Adresse korrigiert und im Inland nachgesandt für 1 Centime.

Beste Grüsse!

Lars


 
bignell Am: 09.10.2016 16:23:56 Gelesen: 4204# 9 @  


Leider nur mehr als Briefstück erhalten, 1870 2x15 KR von Wien nach Lisboa (Fragment des Lisboa-Stempels links erkennbar), dort mit 25 Reis nachfrankiert, wohl zur Weiterleitung.

Lg, harald
 
Lars Boettger Am: 29.10.2016 20:36:21 Gelesen: 4116# 10 @  
@ bignell [#9]

Hallo Harald,

das folgende Stück ist mittlerweile sehr fragil. Frankiert mit einer Krone-Adler Michel Nr. 47 zu 10 Pfg. und einer Michel Nr. 57, Großherzog Adolf zu 10 Centimes. Für die Beförderung von Leipzig nach Köln-Deutz hätte die 10 Pfg.-Marke ausgereicht. Es lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen, warum die 10 Centimes-Marke auf dem Brief klebt.

Beste Grüsse!

Lars


 
bignell Am: 30.10.2016 11:05:04 Gelesen: 4072# 11 @  
@ Lars Boettger [#10]

Hallo Lars,

dürfte ein ähnlicher Fall sein wie bei [#5] - jemand hatte nur den vorfrankierten Umschlag zur Hand, naheliegenderweise ein luxemburgischer Reisender.

Lg, harald
 
Lars Boettger Am: 30.10.2016 18:25:18 Gelesen: 4045# 12 @  
@ bignell [#11]

Hallo Harald,

das ist die wahrscheinlichste Erklärung. Die Reichspost wurde nicht geschädigt und hat von daher die luxemburgische Marke vorschriftswidrig entwertet.

Beste Grüsse!

Lars
 
Helmstedt333 Am: 30.10.2016 21:40:07 Gelesen: 4020# 13 @  
Ansichtskarte von Berlin nach St Petersburg und weiter nach Holland


 
Genosis Am: 01.03.2017 01:42:02 Gelesen: 3729# 14 @  
Länderübergreifende Mischfraktur

Moin Moin,

ich habe hier drei Briefe mit einer länderübergreifende Mischfraktur. Es ist eine Briefmarke aus Deutschland sowie Marken aus Russland dabei. Die ersten beiden Briefe sind von 1996 und der letzte von 1999. Gab es hier ein Abkommen dass so etwas möglich war ?

Wie waren die Postgebühren in Russland, zu der Zeit (oder war es nur ein Freundschaftsdienst) ?

Gibt es noch Belege aus anderen Ländern, wo das gemacht wurde ?



Gruß
Mike
 
Baber Am: 01.03.2017 08:45:09 Gelesen: 3683# 15 @  
Das sieht eher wie ein Scherz aus und wenn die russische Frankatur als Gebühr ausgereicht hat, konnten die Briefe auch ohne Nachporto laufen. Streng genommen hätten die deutschen Marken nicht gestempelt werden dürfen sondern als ungültige Marken mit Blaustift markiert werden.

Gruß
Baber
 
lueckel2010 Am: 01.03.2017 10:39:18 Gelesen: 3654# 16 @  
@ Genosis [#14]

Moin,

in der Tat, eine "Spielerei", die keinerlei postalischen Sinn ergibt.

Die russische Post hat wohl das ihr zustehende Porto (1996: 2500 "alte" Rubel; 1999 (vermutlich nach einer "Währungsreform"): 7 "neue" Rubel) bekommen und dann die dazu geklebten deutschen Marken gleich mit gestempelt. Ob aus Unwissenheit, Desinteresse, Nachlässigkeit und, und, und, es wird nicht mehr zu ermitteln sein.

Korrekt wäre eine Behandlung gewesen, wie sie unter [#15] beschrieben wurde. Beispiel aus anderen Ländern, hier USA:

Der USPS stempelt alles, was ihm vorgelegt wird, wenn nur das ihm zustehende Porto verklebt worden ist. So habe ich schon USA-Belege gesehen, auf denen z. B. neben G. Washington-Marken (die dem gültigen Tarif entsprachen) "u. s. A." geklebt und mit "entwertet" wurden.

Moin, Gerd Lückert
 
Saguarojo Am: 13.01.2020 14:27:30 Gelesen: 188# 17 @  
Ganzsache Sowjetunion. Wertaufdruck halb überklebt mit Marke aus Estland vom 5.6.2017 nach Deutschland.



Viele Grüsse

Joachim
 
Lars Boettger Am: 13.01.2020 15:49:55 Gelesen: 170# 18 @  
@ Saguarojo [#17]

Hallo Joachim,

das ist streng genommen keine Mischfrankatur, sondern die Ganzsache wurde als Formular verwendet.

Beste Grüße!

Lars
 
Lars Boettger Am: 13.01.2020 22:34:29 Gelesen: 119# 19 @  
Den unten abgebildeten Brief habe ich bestimmt schon irgendwo einmal vorgestellt. Der wurde im Deutschen Reich aufgegeben. Er ist für die Sendung nach Luxemburg seit dem 1.8.1916 korrekt mit 15 Pfg. frankiert (10 Pfg. Briefporto + 50% Reichsabgabe).

Ist der Brief zugestellt worden und wird an eine andere Adresse weitergeleitet, dann wäre bei der Post die neue Frankatur eigentlich vollständig zu bezahlen. In dem Fall Luxemburg - Schweiz gemäß geltendem UPU-Tarif 25 Centimes.

Hier kam es anders: Die 15 Pfg. wurden in Centimes umgerechnet (Faktor 1,25): 18,75 Centimes + 7 Centimes wurden auffrankiert und der Brief mit einem Gesamtfranko von 25,75 Centimes in die Schweiz gesandt. In der Schweiz wurde der Brief noch einmal weitergeleitet. Bei de rNummer 82 handelt es sich um die Zimmernummer im Hotel "Beau Rivage Palace".

Beste Grüße!

Lars


 
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