Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (3) Alliierte Besatzung Amerikanische Zone Belege
Christian Am: 07.11.2008 00:13:33 Gelesen: 6405# 1 @  
Alliierte Besatzung, amerikanische Zone, Mi. 17

Hallo zusammen,

ich habe mich mal wieder einem meiner bevorzugten Sammelgebiete gewidmet. Die Marken dieser Serie weißen generell sehr viele Farbunterscheide auf.

Nun meine Frage: Handelt es sich bei den abgebildeten Marken um unterschiedliche Töne oder um Verfärbungen beim Gebrauch. Könnte es sich bei der letzten Marke um die 17F handeln?

Im Voraus vielen Dank für eure Meinung und viele Grüße an die Sammlergemeinde.


 
doktorstamp Am: 07.11.2008 00:44:04 Gelesen: 6311# 2 @  
@ Christian [#1]

Die zweite Marke von links ist sicher eine b Farbe, die anderen dem Scan nach würde ich als a einstufen.

Die 17F hat im Echten einen Schwarzstich was bei dem Scan nicht zu erkennen ist. Die erste, vierte und letze sind aber breite Marken, die fünfte eine kurze.

Dies ist dem schlechten Zähnungsvorgang zuzuschreiben.

Ansonsten nehme doch Verbindung mit der Arge auf, wenn nicht schon Mitglied.

Mitgliedschaft in der Arge kann ich empfehlen. Farb- und PF-Prüfungen werden unterdessen in der Arge gemacht.

Bei Interesse emailen

mfG

Nigel
 
10Parale Am: 06.02.2016 22:11:22 Gelesen: 4105# 3 @  
@ Christian [#1]

Amerikanische Zone, hier sucht man vergebens um Belege, Briefe, Ganzsachen etc.

Vielleicht kann jemand etwas zu dieser Ganzsache sagen (merkuria wird es in 22 Tagen freuen!), eine Postkarte zu 12 Pfennig der Deutschen Post.

Allerdings blieb es nicht bei 12 Pfennig, denn der Absender versandte die Ganzsache am 5. März 1947 nach Basel. Immerhin verklebte er dann auf dieser Ganzsache 5 weitere Marken der Gemeinschaftszone, so dass wir auf 79 Pfennig Gesamtnominale kommen (als absoluter Laie auf diesem Gebiet denke ich handelt es sich um eine deutliche Überfrankatur - aber weshalb?)

Der Absender gibt an, seine Botschaft aus Augsburg in der U.S.A.-Zone abzusenden. Immerhin findet sich dann ein Stempel an der linken Unterseite der gelochten Ganzsache, der auf eine amerikanische Zensur hindeutet. (U.S.CIVIL CENSORSHIP PASSED 10640 * GERMANY *)

Interessante Notiz auf der Rückseite: "In Kürze wird jetzt wieder der internationale Telegrammverkehr von Deutschland nach dem Auslande zugelassen".

Hoffen wir, dass solche Zeiten nie wieder kommen.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 16.01.2018 20:33:14 Gelesen: 2722# 4 @  
Einschreiben vom 6.11.1945 von Erlangen nach München. Freigemacht mit einer violetten Marke zu 12 Pfennig und einem waagrechten karminroten Paar zu 15 Pfennig, also insgesamt 42 Pfennig. Ich gehe davon aus dass das die Frankierung portogerecht ist, zumal ich einen 42 Pfennig Einzelwert gefunden habe.

Interessant finde ich den roten zweizeiligen Stempel auf der Rückseite, "GERMAN GESCHÄFTLICH". Darauf kann man sich nun was zusammenreimen. Vielleicht war es im Rahmen irgend einer Überwachung notwendig, diesen Stempel anzubringen. War es das Postamt 13a in Erlangen oder der Absender, da bin ich mir nicht sicher.

Ob es sich hier um amerikanischen oder britischen Druck der Marken handelt, weiss ich nicht, da ich keinen Zähnungsvergleich anstellen kann.

Liebe Grüße

10 Parale




 
Gerhard Am: 17.01.2018 12:01:14 Gelesen: 2669# 5 @  
@ 10Parale [#4]

Hallo 10Parale,

das ist beides Mal amerikanischer Druck, eindeutig an der 11er - Zähmung zu erkennen. Der Englische ist immer zwischen 14 und 14,3/4 gezähnt. Nun gibt es beim amerikanischen Druck 2 (bzw. 3 nur bei der 6 Pfennig) Papiere, ein glattes und ein rauhes, eigentlich leicht zu unterscheiden.

Die MiF ist schön, die Kennzeichnung von "Geschäftspost" gab es damals häufig, auch handschriftlich. Ich nehme an, das der Stempel vom Absender stammt, warum die Briefe so gekennzeichnet wurden entzieht sich meiner Kenntnis.

MphG
Gerhard
 
mausbach1 Am: 29.01.2020 08:19:30 Gelesen: 1049# 6 @  
Bingerbrück - Gebühr bezahlt



27.2.46-18 - feiner Stempel - signiert STRAUB BPP

Schönen Gruß
Claus
 
mausbach1 Am: 23.08.2020 08:32:59 Gelesen: 542# 7 @  
(14a) Bonlanden nach (21b) Siegen 06.06.1951



Amerikanische und britische Zone - Ausgabe 12/1950 - MiNr. P 7

Glückauf!
Claus
 
mausbach1 Am: 05.09.2020 11:28:07 Gelesen: 431# 8 @  
@ 10Parale [#3]

Hallo 10Parale,

auch Deine Karte lief ähnlich, wie das Stück aus meiner Mottenkiste:



Amerikanische Zensur bedeutet wohl, daß ihre Behörde in Frankfurt Main sitzt.

Zusammen kamen 46 Pfg. - Porto?

Glückauf!
Claus
 
sammler-ralph Am: 05.09.2020 11:41:02 Gelesen: 426# 9 @  
@ mausbach1 [#8]

Es handelt sich um einen Maschinen-Durchlaufstempel der Zensurstelle Offenbach. Im Riemer-Katalog ist dieser unter der Nummer A-49 mit einer Verwendungszeit März-Juni 1947 gelistet. Er kam auf Auslandspost und Sendungen aus Berlin zum Einsatz.

Die Karte ist um 1 Pf überfrankiert, Porto für Auslandskarten wäre 45 Pf gewesen.

Gruß
Ralph
 
mausbach1 Am: 05.09.2020 17:58:55 Gelesen: 402# 10 @  
@ sammler-ralph [#9]

Hallo Ralph,

vielen Dank!

Gruß
Claus
 
karrottil Am: 07.09.2020 20:39:32 Gelesen: 370# 11 @  
Postkarte von Schmitten nach Friedberg Hessen 4.8.45 mit Zensurstempel



Mein Vater hat mir dabei geholfen, die Sütterlin-Schrift zu lesen.

Das steht wörtlich auf der Postkarte:

Sehr geehrter Herr Fertsch Friedberg:

Gestern habe ich vergessen, Ihren Herrn Vertreter zu fragen, daß ich bei Ihnen eine 25 Ltr Glasflasche habe zu füllen für Essig.

Sie wollen mit Ihrer Fuhre die gefüllte Flasche mit Essig mitbringen.

Wenn es um Lebensmitel ging, haben die Zensoren offenbar genauer hingeschaut, denn Lebensmittel waren zu der Zeit sehr knapp und damit kostbar.

Grüße
Karsten
 
karrottil Am: 07.09.2020 21:44:12 Gelesen: 359# 12 @  
Jetzt noch ein Brief im Fernverkehr von Stuttgart-Obertürkheim nach Ihrhove/Ostfriesland 06.09.48



Frankiert mit einer interessanten Mischfrankatur: Mi-Nr. 73 + 40I + 85. Die Kombination von den provisorischen Netzaufdrucken mit den Freimarken der Bautenserie war nur in einen sehr kurzen Zeitfenster vom 01.09. bis zum 19.9.1948 möglich.

Der Brief war anscheinend schwerer als 20 g und deshalb reichten 34 Pfennig (?) nicht aus. Oben links ist mit Bleistift eine "55" notiert worden. Offenbar steht die "55" für 55 Gramm, somit hätte der Brief mit 40 Pfennig frankiert sein müssen. Deshalb war eine Nachgebühr von 9 Pfennig erforderlich. 6 Pfennig Aufgeld und 3 Pfennig Bearbeitungsgebühr.

Beste Grüße
Karsten
 
mausbach1 Am: 21.09.2020 09:26:28 Gelesen: 287# 13 @  
Seelscheid



MiNr. P 2 I - verausgabt ab 11/1948 - eingesandt 12.03.1949 - Notopfermarke geschnitten: Die Markenbogen zu 200 Stück wurden wegen der Eilbedürftigkeit (ab 01.12.1948) anfangs unperforiert, sodaß diese Marken mit der Schere vom Bogen abgeschnitten werden mußten, später (ab Anfang 1950) perforiert (Briefmarkentrennung) geliefert.

Interessant: Absender Ortsteil Steinermühle heute 16 EW - Empfänger Ortsteil Effert heute 1 EW - Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid im Rhein-Sieg-Kreis

Glückauf!
Claus

https://de.wikipedia.org/wiki/Neunkirchen-Seelscheid
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.