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Thema: Aptierte Stempel
Das Thema hat 310 Beiträge:
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volkimal Am: 04.07.2014 16:58:52 Gelesen: 48686# 161 @  
Hallo zusammen,

im letzten Beitrag hatte ich den Stempel mit der aptierten (nachträglich eingesetzten) Postamtsnummer "2" aus Münster gezeigt. Später gab natürlich auch wieder Stempel, bei denen die Postamtsnummer "2" von vornherein eingesetzt war. Diese sind wieder symmetrisch. Hier das Beispiel mit den Unterscheidungsbuchstaben "cc":



Bei diesem Stempel wurde dafür später die Postgebietsleitzahl aptiert (entfernt):



Viele Grüße
Volkmar
 
Tuffi Am: 05.07.2014 09:55:57 Gelesen: 48609# 162 @  
@ volkimal [#161]

Hallo Volkmar,

der von Dir gezeigte untere Beleg hat eine weitere Aptierung. Der Entwerter (Wellenmuster) ist links gekürzt und zeigt daher keine komplette Welle. Sehr schön ist auch der linke Rand der Aussparung für den Entwerterteil im Stempel zu sehen, der gelegentlich mit eingefärbt wird. Der Abstand zwischen ihm und dem eingesetzten Wellenrest entspricht dem weggefeilten Teil des Entwerters.

Gruß Walter
 
volkimal Am: 05.07.2014 11:35:41 Gelesen: 48592# 163 @  
@ Tuffi [#162]

Hallo Walter,

vielen Dank für den Hinweis auf die aptierte (gekürzte) Welle. Das wusste ich bisher nicht.



Bei Depiereux "Strich- und Wellenmuster bei den deutschen Maschinenstempeln" (Gilde-Heft Nr. 59) ist unter der Nr. M 108 die gekürzte Welle aufgelistet. Allerdings hat die Welle dort ein Maß von 30 x 17 mm. Bei dem Münsteraner Stempel ist sie nur 26 x 17 mm groß.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.07.2014 18:12:06 Gelesen: 48318# 164 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Stempel aus Leipzig steht der Ortsname selbst auch symmetrisch (genau in der Mitte):



Hier kann man jetzt spekulieren, ob 1) die Postamtsnummer "N22" später hineingesetzt wurde oder ob 2) die Postgebietsleitzahl (10b) entfernt wurde.

Unter dem Stichwort "Adolf Bleichert & Co." ist bei Wikipedia zu lesen:

1953 ging die SAG Bleichert als einer der letzten Betriebe in DDR-Volkseigentum über. Dabei tilgte das Ministerium für Maschinenbau entgegen dem Wunsch der Betriebsleitung den Namen Bleichert aus der Anschrift: Aus der SAG wurde der VEB Schwermaschinenbau Verlade- und Transportanlagen (VTA)

Es gibt natürlich viel mehr Stempel, bei denen die Postgebitsleitzahl entfernt wurde, als solche, bei denen die Postamtsnummer ergänzt wurde. Andererseits ist mir nicht klar, ob in der DDR 1953 noch neue Stempel mit der alten Postgebietsleitzahl hergestellt wurden. Bei den Gelegenheitsstempeln wurden schon ab 1950 keine Postgebietsleitzahlen mehr verwendet.

Was meint Ihr, Fall 1) oder Fall 2) ?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 12.07.2014 22:39:48 Gelesen: 48244# 165 @  
Hallo zusammen,

gestern hatte ich bei meiner letzten Überlegung einen Gedankenfehler. Wenn die Firma 1953 zum VEB wurde, so heißt das natürlich überhaupt nicht, dass auch der Poststempel aus dem Jahr stammt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass bei einem alten Stempel der Firma Bleichert das Werbeklischee ausgewechselt wurde. Der Ortsstempel kann also viel älter sein.

Die Entscheidung, ob Fall 1 oder 2 richtig ist, kann also nur geklärt werden, wenn ein Stempel ohne Aptierung auftaucht.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 04.08.2014 10:47:22 Gelesen: 47387# 166 @  
Hallo zusammen,

beim Thema Poststellenstempel habe ich 2011 schon einmal den folgenden Stempel aus Alt-Bork / über Borkheide (Kr. Zauch-Belzig) vom 06.03.1952 vorgestellt:



Damals schrieb ich: "Der Stempel ist rechts abgeschnitten. Entweder lag dort schon die nächste Karte, so dass der Abschlag nicht vollständig war, oder es wurde etwas aptiert. Wer kann mir sagen was der Grund ist?"

Inzwischen liegen zwei weitere Abschläge des Stempels vom Juni bzw. Juli 1953 vor:



Der Stempel ist also tatsächlich rechts "abgeschnitten". War es eine Beschädigung des Stempels oder ist dort etwas aptiert worden? Als mögliche Aptierung fällt mir nur die Postgebietsleitzahl ein. Mit ist aber kein Stempel bekannt, bei dem sie rechts im Stempel war. Was meint ihr?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 10.08.2014 10:32:50 Gelesen: 47130# 167 @  
Hallo zusammen,

ein weiterer Absenderfreistempel aus der ehemaligen DDR, bei der die Postgebietsleitzahl "(10a)" aptiert wurde:



Der volkseigene Berieb Pama stellte Maschinen und Anlagen für die Herstellung von Papier, Zellstoff und Faserplatten her.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 05.09.2014 22:02:22 Gelesen: 46326# 168 @  
Hallo zusammen,

diesen Brief habe ich aus Haldensleben mitgebracht:



Da der Sylbe-Bandstempel zwei Stempelköpfe hatte, musste die Postgebietsleitzahl in beiden Köpfen aptiert (eingesetzt) werden. Man sieht, dass die "(24)" in den beiden Köpfen etwas unterschiedlich hoch sitzt. Außerdem fehlt bei dem rechten Stempelkopf die vordere Klammer.

Die Klammer fehlt wirklich und es liegt nicht an diesem Abschlag oder einer unebenen Unterlage. Vergleicht dazu diesen Stempel mit zweiten Abschlag des Stempels in der Datenbank: http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/50657

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 10.09.2014 16:45:28 Gelesen: 46167# 169 @  
Hallo zusammen,

heute wieder einmal ein aptierter Bahnpoststempel:





Am 24. April 1920 ging die bayerische Staatseisenbahn in der Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichseisenbahnen auf. (Wikipedia: Königlich Bayerische Staatseisenbahnen). Aus diesem Stempel wurde daher aus dem Text "BAYER. BAHNPOST" das erste Wort aptiert (entfernt).

Eine andere Form eines aptierten bayerischen Bahnpoststempels findet Ihr im Beitrag [#27].

Viele Grüße
Volkmar
 
sachsen-teufel Am: 15.09.2014 19:52:20 Gelesen: 45961# 170 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Tagesstempel von 3101 Eicklingen (beide Stempel jeweils mit Unterscheidungsbuchstabe a und beide aus 1977) liegt wohl eine Aptierung vor, da der Ortsname unsymmetrisch angeordnet ist.



Ich vermute, daß hier ein Stempel aus Groß Eicklingen oder Klein Eicklingen (diese beiden Orte finde ich im Postleitzahlenverzeichnis von 1964) nach der Ortsgründung von Eicklingen (wann ?) aptiert und weiterverwendet wurde.

Wenn dem so sein sollte: es läßt sich wohl kaum nachvollziehen, ob der "Ursprungsstempel" von Klein- oder Groß Eicklingen war ? Das würde mich für die Beschreibung des Stempels in der Datenbank interessieren.

Na gut, egal wie, jedenfalls leistete sich das Postamt (die Poststelle) in Eicklingen spätestens 1983 einen neuen Tagesstempel, nun mit schön symmetrischem Aufbau.



Gruß
Michael
 
DL8AAM Am: 15.09.2014 20:20:22 Gelesen: 45950# 171 @  
@ sachsen-teufel [#170]

nach der Ortsgründung von Eicklingen (wann ?)

Das war wohl schon 9 Jahre vorher, im Jahr 1968. Siehe das allwissende Wikipedia "Eicklingen ist hervorgegangen aus den ehemaligen Gemeinden Groß Eicklingen, Klein Eicklingen und Sandlingen mit den Wohnplätzen Paulmannshavekost und Schepelse. Der 1968 erfolgte Zusammenschluss brachte eine Reihe von Änderungen für die Gemeinden mit sich." [1]. Das hilft aber leider wohl auch kaum weiter.

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Eicklingen
 
jahlert Am: 15.09.2014 23:14:53 Gelesen: 45929# 172 @  
@ sachsen-teufel [#170]

Hallo Michael,

aus der unterschiedlichen Position der Buchstaben im Ortsnamen könnte man schließen, ob ehemals 4 oder 5 weitere Buchstaben vorhanden waren.

Genauer: Wegen der Position des 'G' vermute ich, dass das Stempelgerät für den linken Abschlag einst im Postamt 'Klein Eicklingen' lag.

Ganz sicher wäre man, wenn jemand die ursprünglichen Abschläge fände. Ich frage mal bei meinen Tauschpartnern nach.

Gruß aus dem Sauerland
Jürgen
 
jahlert Am: 17.09.2014 17:15:56 Gelesen: 45837# 173 @  
@ sachsen-teufel [#170]

Hallo Michael,

einer meiner Tauschpartner hat einen Stempelabschlag aus Klein Eicklingen.

Gruß
Jürgen
 
sachsen-teufel Am: 18.09.2014 18:48:09 Gelesen: 45782# 174 @  
@ jahlert [#172]

Hallo Jürgen,

ich hege die Vermutung, das wir mit dem "Auszählen" der freien Stellen nicht weiterkommen, da die vermutlich aptierten GROSS oder KLEIN beide 5 Buchstaben haben oder habe ich dich mißverstanden ?

Ich denke, man bräuchte von beiden ehemaligen Orten einen Vergleichsabschlag und selbst dann ist es fraglich, ob das weiterhilft. Auf jeden Fall danke für dein Interesse.

@ jahlert [#173]

Vielleicht kann dein Tauschpartner von dem "Klein Eicklinger" einen Scan machen und du bist so gut ihn hier zu zeigen ? Danke für deine Bemühungen.

Gruß
Michael
 
jahlert Am: 18.09.2014 19:25:54 Gelesen: 45778# 175 @  
@ sachsen-teufel [#174]

Hallo Michael,

in meinem Verzeichnis der PLZ aus 1961 steht auf Seite 110 "Groß Eicklingen/über Celle". Bei jeweils 5 Buchstaben ist meine Vermutung vermutlich falsch. :-(

Mein Tauschpartner hat keinen Scanner. Bei meinem nächsten Besuch in der Pfalz habe ich die Kamera dabei und bringe ein Bild von "Klein Eicklingen" mit.

Nobody is perfect
Jürgen
 
volkimal Am: 21.09.2014 11:43:18 Gelesen: 45694# 176 @  
@ sachsen-teufel [#170]

Hallo Michael,

ein schönes Beispiel für eine "moderne" Aptierung! Um die Frage zu klären, ob der Stempel aus Klein- oder Groß-Eicklingen aptiert wurde müssten vermutlich beide Originalstempel gezeigt werden, da sie sich vermutlich als aptierter Stempel kaum unterscheiden werden.

Von mir nach der Königlich Bayerische Eisenbahn heute ein Beispiel der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahn:





Wikipedia "Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen":

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg beendete die Reichsverfassung von 1919 die Eigenständigkeit des württembergischen Eisenbahnwesens. Durch einen Staatsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Ländern gingen am 1. April 1920 unter anderem die Württembergischen Staatseisenbahnen (der Zusatz Königlich war mit der Abdankung König Wilhelms II. am 30. November 1918 hinfällig geworden) in das Eigentum des Reiches über und bildete zusammen mit den ehemaligen Staatsbahnen Bayerns, Preußens, Sachsens, Badens, Mecklenburgs und Oldenburgs den Grundstock der zum 1. April 1920 gegründeten Reichsbahn.

Bei diesem Stempel würde das "K." (Königlich) vor WÜRTT. aptiert. Ob die Aptierung nach dem 30.11.1918 oder erst nach dem 1.4.1920 vorgenommen wurde, weiß ich nicht. Da ich kein Bahnpost-Spezialist kann ich auch nichts zu den Buchstaben "ST." bzw. zur "33" sagen. Vielleicht bedeutet es "Strecke 33". Wer hat Informationen dazu? Die Ansichtskarte stammt zumindest aus Tübingen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Pete Am: 21.09.2014 13:12:15 Gelesen: 45684# 177 @  
@ volkimal [#176]

Bei diesem Stempel würde das "K." (Königlich) vor WÜRTT. aptiert. Ob die Aptierung nach dem 30.11.1918 oder erst nach dem 1.4.1920 vorgenommen wurde, weiß ich nicht.

Da ich kein Bahnpost-Spezialist kann ich auch nichts zu den Buchstaben "ST." bzw. zur "33" sagen. Vielleicht bedeutet es "Strecke 33".


Zum Aufbau der Stempel der württembergischen Bahnpost kann ich (noch) nichts sagen. Sollte die Angabe "ST" feststehend und die Zahl "33" variabel sein, dann ließe sich ein vergleichbarer Stempel "ST" (mit Ausbruch links oben) bereits zum 21.03.1903 belegen:



Dem nachfolgenden Scan nach muss eine allgemeine Aptierung der Stempelinschrift, d.h. Entfernung des Buchstaben "K", nicht generell 1920 (oder früher) erfolgt sein. Die mittlere Marke, Mi-Nr. 191 (Ausgabe ab Januar 1922), trägt ein Stempeldatum vom X7.02.1922 und weist vor der Inschrift "WÜRTT" zusätzlich den Buchstaben "K" auf. Die Entwertung der linken Marke (Mi-Nr. 107 vom 01.07.1919) wurde ebenfalls bis dato (noch) nicht aptiert:



Teilweise enthalten die württembergischen Bahnpoststempel nach der Angabe des Datums den Buchstaben "Z" (= vermutlich "Zug") sowie eine zwei- bzw. dreistellige Nummer (= vermutlich die Zugnummer).

Gruß
Pete
 
westfale1953 Am: 10.10.2014 13:01:52 Gelesen: 45012# 178 @  
Hallo zusammen,

ich habe wieder einige aptierte Stempel ausgegraben:

BAD WESTERNKOTTEN / über LIPPSTADT a



DUISBURG-HAMBORN 1



NORDSEEBAD NORDERNEY



ESSEN-STEELE 1 k



MÖNCHENGLADBACH 1 bb



Bernhard
 
volkimal Am: 23.10.2014 18:17:33 Gelesen: 44357# 179 @  
Hallo zusammen,

heute zur Abwechselung einmal ein paar Postfreistempel. Damit man sieht, was aptiert wurde, zunächst der Stempel mit Adler und Hakenkreuz:



Nach dem Krieg gibt es von diesem Stempeltyp zahlreiche Aptierungen. Hier ist die erste:



Das besondere ist, dass dieser Stempel gleich zweimal aptiert ist. Zum einen wurden Adlerkopf und Hakenkreuz entfernt, zum anderen wurde die Postgebietsleitzahl nachträglich eingefügt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 29.10.2014 16:42:06 Gelesen: 44096# 180 @  
Hallo zusammen,

ich bleibe einmal beim Postfreistempel Adler mit Hakenkreuz [#179]. Beim Postamt Berlin SW11 wurde alles bis auf den Rahmen aptiert. Somit ist nur noch die Wertziffer vorhanden:





Wie man an der zweiten Karte sieht, wurde auch 1948 schon fleißig mit Adressen gehandelt.

Kann jemand von Euch andere Aptierungen des Postfreistempels "Adler und Hakenkreuz" zeigen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Richard Am: 31.10.2014 09:07:12 Gelesen: 43998# 181 @  
@ volkimal [#180]

Wie man an der zweiten Karte sieht, wurde auch 1948 schon fleißig mit Adressen gehandelt.

Interessant, es gab alleine 500 Briefmarkenhändler in Berlin.

Schöne Grüsse, Richard
 
filunski Am: 01.11.2014 12:24:50 Gelesen: 43917# 182 @  
Hallo zusammen,

heute mal eine interessante Aptierung aus der unmittelbaren Nachkriegszeit:



(1 NIEDERSEDLITZ (SACHS) / c

Aptiert (nachträglich eingefügt) wurde hier die Gebietsleitzahl. Nichts ungewöhnliches bei Tagesstempeln jener Zeit. Hier jedoch wurde nur (1 aptiert. Korrekt wäre allerdings für den Zeitraum (10) gewesen. Wo also sind 0) abgeblieben?

Herausgefallen vielleicht? Es ist dieser Abschlag jedenfalls kein Einzelfall, wo man noch meinen könnte die fehlenden Teile wären nur nicht richtig abgedruckt. Tagesstempel dieses Ortes aus der Zeit Jan./Feb. 1946 sehen alle so aus.

Beste Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 08.11.2014 09:13:51 Gelesen: 43616# 183 @  
Hallo zusammen,

beim Suchen habe ich noch einen weiteren aptierten Postfreistempel aus Berlin gefunden. Diesmal wurden das Hakenkreuz und "Deutsches Reich" aptiert:



Auffällig finde ich bei diesem Stempel den Adlerkopf, da die ganze Zeichnung des Halses fehlt. Hat man den Kopf zum Teil ausgegossen??? Ich weiß es nicht. Kennt Ihr einen Stempel, der nicht aptiert ist, und bei dem der Hals so wie in diesem Fall aussieht? Zum Vergleich zeige ich auch noch einmal den normalen Stempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
Pete Am: 11.11.2014 20:17:08 Gelesen: 43486# 184 @  
Auf einer Messe fielen mir die beiden nachfolgenden Belege in die Hände. Bei näherer Betrachtung ergab sich, dass die Stücke in beiden Fällen Abschläge aptierter Handstempel aufweisen. Diese Aptierungen resultieren aus dem am 29./30.09.1938 unterzeichneten Münchener Abkommen (1) und der daraus folgenden (zwangsweisen) Abtretung verschiedener Gebiete von der Tschechoslowakei an das Deutsche Reich. Beide Briefe weisen deutsche Frankaturen (Dauerserie Hindenburg) auf. Aus den ursprünglich zweisprachigen Handstempeln (tschechisch und deutsch) wurde die tschechische Ortsbezeichnung entfernt:



Sendung vom 20.10.1938 aus Leitmeritz (tschech. Litoměřice) nach Prag, versehen mit einem tschechoslowakischen Zensurvermerk (?)



Sendung vom 08.11.1938 aus Zwittau (tschech. Svitavy) nach Hanau bei Frankfurt/Main

Gruß
Pete

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Abkommen
 
volkimal Am: 16.11.2014 07:53:13 Gelesen: 43305# 185 @  
@ Pete [#184]

Hallo Pete,

das ist auch ein interessantes Kapitel der Aptierungen - die zweisprachigen Stempel. Je nachdem wann und wo es war wurde einmal der tschechische und einmal der deutsche Name aptiert.

Volkmar
 

Das Thema hat 310 Beiträge:
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