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Thema: (?) (6159) Deutsches Reich Inflationsbelege
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Zacken-willi Am: 10.10.2014 13:22:36 Gelesen: 924467# 3378 @  
Hallo Michael,

danke für Deine schnelle Antwort.

Also ein Brief vom letzten Tag der PP 14.

Gruß
Wilfried

[Beiträge [#3376] bis [#3378] redaktionell aus dem Thema "Briefe deutscher Banken" kopiert]
 
inflamicha Am: 10.10.2014 21:22:36 Gelesen: 924334# 3379 @  
Guten Abend,

heute wieder ein Dienstbeleg: Ortsbrief innerhalb Dortmunds vom 28.7.1920 (PP 5), Porto 40 Pf., wofür je 2 Exemplare der D 16 und D 18 verklebt wurden.



Gruß Michael
 
muemmel Am: 10.10.2014 21:38:50 Gelesen: 924325# 3380 @  
Ebenfalls einen guten Abend,

aus der Sammlung von Nathan hier eine Drucksache aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923):



Gelaufen am 13.10.23 von München nach Lindau im Bodensee. Gestempelt mit einer Sylbe-Bandstempelmaschine mit zwei Stempelköpfen und Werbeeinsatz "Benutze die Luftpost".

Die meisten Drucksachen aus dieser Portoperiode wurden mit Marken der MiNr. 314 zu 1 Million Mark frankiert und sind sehr häufig zu finden. Die Wertstufe 500.000 Mark (MiNr. 313) kam zu spät in den Schalterverkauf und man konnte sie daher lediglich bei Mehrfach- und Mischfrankaturen verwenden. Daher sind solche Belege zwar keine Granaten, aber meist braucht es einige Zeit, ein solches Teil in die eigene Sammlung einzufügen.

Herbstliche Grüße
Harald
 
muemmel Am: 11.10.2014 22:48:45 Gelesen: 923922# 3381 @  
Ebenfalls aus Nathans Sammlung hier eine Brief nach Wien aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923):



Da für Österreich Inlandsporto galt, ist die Frankatur von 5 Millionen Mark tarifrichtig. Hier wurden Marken der Wertstufe 500.000 Mark aufgebraucht.

Schöne Grüße
Harald
 
Germaniafan Am: 12.10.2014 18:21:15 Gelesen: 923664# 3382 @  
Guten Abend ins Forum.

Hier noch ein Elsass-Lothringen Mitläufer-Beleg aus der Portoperiode 3



Portorichtiger eingeschriebener Brief im Nachbarortsverkehr von St. Luwig nach Hüningen.

Briefporto 10 Pfennig
Einschreiben 20 Pfennig

Verwendet werden durften in der Übergangszeit französische und deutsche Marken die 1 zu 1 verrechnet wurden.

Der Brief ist sicherlich philatelistisch frankiert. Dies sollte aber nicht stören, ansonsten währen wohl kaum noch solche hübschen Frankaturen zu finden.



Ankunftstempel aus Hüningen vom selben Tag.

Schöne Grüße
Guido
 
muemmel Am: 12.10.2014 20:14:39 Gelesen: 923616# 3383 @  
Guten Abend,

hier ein weiterer Beleg aus der Sammlung von Nathan:



Ein Bücherzettel aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923), tarifrichtig mit 1 Million frankiert. Gelaufen am 18.10.23 von Waldenburg nach Leipzig.

Für Bücherzettel galt Drucksachentarif, aber man findet solche Teile nicht allzu häufig und dann noch mit einer Mehrfachfrankatur der MiNr. 313, das hat schon was.

Schönen Gruß
Harald
 
zockerpeppi Am: 12.10.2014 22:19:02 Gelesen: 923579# 3384 @  
Folgenden Beleg fand ich interessant:

PP 13 : 1.3.1923 – 30.6.1923

Ab München nach Konstanz, Stempel vom 27.6.1923, im Fernverkehr frankiert à 100 Mark. Scheinbar wurde der Brief weitergeleitet, Adressvermerk in Rot: Hofheim i/Taunus Kurhausstr. 37

Am linken Rand wurde der 15.8.1923 vermerkt, was auf das Ankunftsdatum in Hofheim schliessen lässt. Allerdings gab es kein Nachporto! Das vermerkte Datum fällt in PP 15, da wären 1000 Mark fällig gewesen. Wie war das mit Briefen die durch Weiterleitung unfreiwillig in eine andere Portoperiode gerieten ?



(Datenbank # 6767)

beste Sammlergrüße
Lulu
 
inflamicha Am: 13.10.2014 09:05:29 Gelesen: 923396# 3385 @  
@ zockerpeppi [#3384]

Erklärung: http://www.inflaseiten.de/belege/zeigen/6767

Bei Nachsendungen im Inland wurde wie auch bei Retoursendungen kein Nachporto erhoben, wenn die Sendung ursprünglich richtig frankiert war.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 13.10.2014 12:08:52 Gelesen: 923329# 3386 @  
Hallo und Guten Tag Allerseits,

heute mal wieder ein Beleg aus der Portoperiode 7 (1.1. - 30.6.1922). Wir sehen einen bis 20g schweren Fernbrief von Nürnberg nach Halle/Saale vom 19.6.22. Portogerechte Einzelfrankatur mit 2 Mark, Mi.Nr. 191. Der Umschlag trägt den Sonderstempel Nr. 248 (Filbrandt, Band 65) der "Landwirtschaftlichen Ausstellung".

Der Empfänger war kein geringerer als die Hallesche Pfännerschaft. Heute noch ein sehr elitärer Zirkel der Nachkommen der Salzwirker im "Thale zu Halle". Daher auch der Spruch "Halloren, Hallenser, Hallunken". Halloren sind Nachkommen dieser Salzwirker, Hallenser sind in Halle Geborene und Hallunken die Zugezogenen.



Und hier der damalige Sitz der Salzbrüder. Auf dem Gelände befindet sich heute noch die Saline ("...einziges salzproduzierendes Museum in Deutschland").



Gruß
Josh

(Datenbank # 6768)
 
muemmel Am: 13.10.2014 20:57:32 Gelesen: 923119# 3387 @  
Heute Abend noch einen Beleg aus Nathans Fundus:



Eine Nachnahme-Drucksache vom 19.10.1923 von Augsburg nach Danzig. Da nach Danzig Inlandtarif galt, betrug das Porto 1 Million Mark. Für die Vorzeigegebühr waren dann schon stolze 2,5 Millionen zu berappen. Übrigens eine der wenigen Möglichkeiten, bei der man die Wertstufe zu 500.000 Mark richtig nutzen konnte.

Hübsche Grüße
Harald
 
zockerpeppi Am: 13.10.2014 21:35:26 Gelesen: 923094# 3388 @  
@ inflamicha [#3385]

Danke, ist alles klar. War mir entgangen, dass einer der Moderatoren meinen ursprünglichen Text in der Datenbank verbessert hat.

Gruß
Lulu
 
inflamicha Am: 13.10.2014 21:46:36 Gelesen: 923088# 3389 @  
Guten Abend,

meine heutige Karte war für mehrere Portoperioden gut. Die Ganzsache mit Wertstempel 75 Pf. Postreiter hätte zunächst ohne Zusatzfrankatur in den PP 7 und 8 als Ortspostkarte versandt werden können. Eventuell postseitig wurde die Ganzsache auf 5 Mark auffrankiert, um in der PP 11 als Ortspostkarte zu dienen. Die Karte blieb wiederum liegen. Erst am 18.8.1923 (PP 15) nutzte der Absender die Ganzsache als Formblatt für eine Fernpostkarte von Templin nach Berlin, das Porto in Höhe von 400 Mark wurde mit einem Paar der 200 Mark Holztaube bezahlt, die bereits frankierten 5 Mark blieben leider unberücksichtigt.



Gruß Michael
 
inflamicha Am: 13.10.2014 21:59:23 Gelesen: 923077# 3390 @  
@ zockerpeppi [#3388]

Hallo Lulu,

das war ich selbst. ;-)

Gruß Michael
 
Mondorff Am: 13.10.2014 22:21:31 Gelesen: 923067# 3391 @  
Ist vielleicht nichts Besonderes.



Will auch nur meinen Beitrag leisten.

Schönen Gruß
DiDi
 
muemmel Am: 13.10.2014 22:29:14 Gelesen: 923064# 3392 @  
@ Mondorff [#3391]

Moin Didi,

eingeschriebene Briefe der 2. Gewichtstufe sind zwar keine Granaten, aber man muss schon ein wenig länger nach solchen Teilen suchen.

Porto 1200 Mark, Einschreibgebühr 1000 Mark. Nach Luxemburg galt Inlandtarif.

Grüßle
Harald
 
JoshSGD Am: 14.10.2014 12:21:22 Gelesen: 922664# 3393 @  
Guten Tag,

wir sehen heute einen Beleg der PP 13 (1.3. - 30.6.23), gelaufen in Halle am Ersttag, dem 1.3.1923. Der Brief wog maximal 20g und ist portogerecht frankiert mit 40 Mark in MiF Mi.Nr. 229P und 240.

Marken-Porto-Spanne 1:5 und Maschinenstempel "1.3.23 - Halle (Saale) 8"



Gruß
Josh
 
muemmel Am: 14.10.2014 21:49:13 Gelesen: 922403# 3394 @  
Guten Abend,

heute mal wieder ein Beleg aus dem eigenen Fundus:



Einfacher Fernbrief bis 20g vom Letzttag der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) von Reichenbach nach Karlsruhe. Das Porto von 2 Millionen Mark wurde mit 2 Marken der MiNr. 283 und 26 Marken der MiNr. 288 I erbracht. Wieder einmal der Aufbrauch "kleiner" Wertstufen.

Kleines Schmankerl ist dabei der Kreisobersegmentstempel (KOS) von REICHENBACH (AMT LAHR), leider nicht sonderlich gut abgeschlagen.

Schönen Gruß
Harald
 
JoshSGD Am: 15.10.2014 12:10:48 Gelesen: 922176# 3395 @  
Guten Tag,

heute mal ein Beleg ohne jegliche Marken. Die Postkarte lief am 13.9.1923, PP 17 (1.9. - 19.9.23), von Merseburg in das benachbarte Halle/Saale. Diea Karte wurde portorichtig mit 30.000 Mark bezahlt und weist einen roten "Gebühr bezahlt"-Stempel auf.

Rückseitig der Text, der die Irrungen und Wirrungen der Zeit sehr gut veranschaulicht.



Gruß
Josh

(Datenbank # 6784)
 
juni-1848 Am: 16.10.2014 21:09:12 Gelesen: 921753# 3396 @  
Pardon, wenn ich mich derweil ein wenig rar machen muss.

Diese Frankatur gibt mir Rätsel auf:



Meines Wissens war für eine Sendung ins Ausland, die an Bord eines (deutschen) Schiffes eingeliefert wurde, das gleiche Auslandsporto fällig, wie für eine Sendung aus dem Deutschen Reich an die gleiche Destination.

Kann jemand die Frankatur (Portostufe) dieser Ansichtskarte erklären?

Danke und einen schönen Abend,
Werner
 
muemmel Am: 16.10.2014 22:33:48 Gelesen: 921728# 3397 @  
@ juni-1848 [#3396]

Moin Werner,

Dein Wissen trügt dich nicht, die Karte hätte 480 Mark Porto erfordert. Da es hierfür keine entsprechende Wertstufe gab, wurde meist eine Marke zu 500 Mark verklebt. Ob der Absender nun an Sehschwäche gelitten hatte oder auf dem Turbinendampfer KAISER keine Marken zu 40 Mark vorhanden waren (Wertstufe 80 Mark gab es nicht) oder der Schiffspostler geschlafen hat, weiß nur der Geier.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 16.10.2014 22:49:27 Gelesen: 921723# 3398 @  
Guten Abend,

heute durfte ich einen zwar etwas misslich behandelten Beleg in meine Sammlung einreihen, der mich aber dennoch erfreut. Es handelt sich hierbei nämlich um einen eingeschriebenen Brief der zweiten Gewichtstufe (>20-40g) ins Ausland, die man nicht alltäglich findet:



Aufgegeben wurde der Brief am 24.11.1923 in Krefeld und gelangte dann über die Auslandsstelle in Frankfurt am Main (26.11.23) schließlich am 28.11.23 am Zielort Logelbach im Elsass an. Das Porto betrug 120 Milliarden Mark, die Einschreibgebühr 20 Milliarden Mark, tarifrichtig frankiert mit sieben Marken der 329 AP.

Als Einwohner von Krefeld, interessierte mich nun, wo sich denn das Postamt CREFELD 3 befand. Bei der Suche stieß ich auf dann auf einige interessante Details. Das Gebäude mit diesem Postamt wurde von dem Krefelder Architekten Karl Buschhüter 1907 für eben diesen Herrn Jacob Frank in der Luisenstr. 62 erbaut.



Das Bild ist nicht datiert, sicher ist nur, dass es vor 1943 aufgenommen worden ist. Das Haus wurde während des 2. Weltkrieges beschädigt, dann restauriert und steht - wie die meisten noch erhaltenen Häuser von Buschhüter - unter Denkmalschutz.

Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie lange dieses Postamt als Zweigamt entweder des Hauptpostamts oder des Bahnhofspostamts) in Betrieb war.

Schönen Gruß
Harald
 
JoshSGD Am: 17.10.2014 12:17:49 Gelesen: 921545# 3399 @  
Guten Tag,

zum Freitag eine Fernpostkarte aus der PP 5 (6.5.20 - 31.3.21). Die Postkarte P 125 lief zufrankiert mit 15 Pfennig am 24.7.20 von Lichtenfels nach Halle. Die Karte ist portogerecht frankiert MiF Mi.Nr. 101 a.



Gruß
Josh

(Datenbank # 6786)
 
philast Am: 17.10.2014 17:57:41 Gelesen: 921359# 3400 @  
@ juni-1848 [#3396]

Hallo Werner,

nach Ungarn und in die CSR galt ein Sonderporto, welches üblicherweise zwischen dem Inlandsporto und dem normalen Auslangsporto lag.

Im konkreten Fall hat dieses vom 1.7.-31.7. 360 Mk betragen, womit der Beleg ca. 10% überfrankiert ist.

Die Postkarte selbst ist wahrscheinlich auf dem Schiff (eingesetzt zwischen Helgoland und Hamburg) erworben worden, beschrieben und in den Schiffsbriefkasten geworfen worden. In Hamburg wurde die Sendung dann entwertet und der weiteren Beförderung zugeführt.

In Prag wurde die Sendung dann noch nachgesendet nach Tisnov.

Spannender wäre als Entwertung der ovale Schiffpoststempel Hamburg - Helgoland gewesen.

Mir ist allerdings nie so ganz klar geworden, wann eigentlich Postsendungen auf einem Schiff einen Schiffspoststempel erhalten haben.

Vielleicht kann darauf jemand im Forum eine Antwort geben.

Grüsse philast
 
muemmel Am: 18.10.2014 22:32:11 Gelesen: 920320# 3401 @  
Servus,

aus der Sammlung von Nathan heute ein Brief nach Österreich, dem man den philatelistischen Einfluss bereits auf 10 Meilen gegen den Wind ansieht:



Gelaufen am 15.10.1923 von Traunstein nach Graz (für Österreich galt Inlandtarif). Porto 5 Millionen Mark und der gleiche Betrag für die Einschreibgebühr. Viererblocks mit Eckrand bekommt man eigentlich nur auf solch philatelistischen Belegen zu sehen, was der Sache aber keinen Abbruch tut. Wie bei Einschreiben üblich, wurde auch dieser Brief auf Devisenvergehen kontrolliert, hier von der Überwachungsstelle München.

Schönen Gruß
Harald
 
inflamicha Am: 20.10.2014 20:43:16 Gelesen: 917475# 3402 @  
Guten Abend,

vom Eisenbahn-Betriebsamt zur Gewerkschaft Dorstfeld wurde dieser Ortsbrief innerhalb Dortmunds am 15.3.1922 (PP 7) befördert:



Das Porto in Höhe von 1,25 M wurde mit 3 Marken zu 15, 50 und 60 Pf. zusammengestoppelt.

Gruß Michael
 

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