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Thema: Die Einführung vierstelliger Postleitzahlen in Deutschland (West) 1961
Das Thema hat 66 Beiträge:
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Christoph 1 Am: 05.11.2017 17:59:19 Gelesen: 9411# 42 @  
Hallo,

ich kann hier eine weitere sehr frühe Verwendung zeigen, diesmal aus dem Saarland:

HOMBURG 1 / a / 665 vom 28.12.1961



Viele Grüße
Christoph
 
Christoph 1 Am: 28.12.2017 01:01:43 Gelesen: 8803# 43 @  
@ Christoph 1 [#42]

Hallo,

heute kann ich zwei "Neuzugänge" aus meiner Sammlung zeigen. Frühverwendungen von Stempeln mit 4-stelliger PLZ aus Biedenkopf in Hessen:



Ein Handrollstempel vom April 1962 und ein Tagesstempel aus Biedenkopf-Ludwigshütte [1] vom September 1962.

Viele Grüße
Christoph

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwigsh%C3%BCtte_(Biedenkopf)
 
Christoph 1 Am: 03.03.2018 12:52:07 Gelesen: 7541# 44 @  
@ Christoph 1 [#43]

Hallo,

heute kann ich wieder zwei Neuzugänge meiner Sammlung mit frühen Stempeldaten zeigen:



HOLZMINDEN 1 / a / 345 mit unterschiedlichen Entwertern und Stempeldatum 23.12.1961 bzw. 13.6.1962.

Dieser Stempel mit dem UB a ist vergleichsweise selten, weil er nur bis 1964 zum Einsatz kam (danach wurde ein Maschinenstempelkopf mit dem UB ma verwendet).

Gruß
Christoph
 
Wolfgang Lang Am: 24.11.2018 16:06:40 Gelesen: 3497# 45 @  
Hallo,

ich weiß nicht genau, ob frühe Aptierungen in dieses Thema gehören.

Der Sonderstempel Nürnberg Bochmann 161 war wohl bereits seit dem 28.10.1961 mit aptierter Postleitzahl im Einsatz. Hier wusste man schon vor Ausgabe des Amtsblattes, wie einmal in der Zukunft zu verfahren sei. Ich kenne nur noch zwei weitere im Jahr 1961 aptierte Sonderstempel (Nürnberg 2 Bo. 156 und Wanne-Eickel Bo.8).



Schönes Wochenende

Wolfgang
 
volkimal Am: 24.11.2018 16:35:31 Gelesen: 3491# 46 @  
@ Wolfgang Lang [#45]

Hallo Wolfgang,

natürlich gehören solche frühen Aptierungen zu diesem Thema. Der Stempel passt natürlich genauso gut zum Thema "Aptierte Stempel". Ich weiß auch nicht, ob 1961 noch weitere Gelegenheitsstempel als die von dir erwähnten Stempel aptiert wurden.

Hier ein Stempel aus Stuttgart, bei dem man deutlich sieht, dass er erst 1962 aptiert wurde:



Am 18.02.1962 war die Postleitgebietszahl noch vorhanden. Genau 5 Monate später ist sie nicht mehr da. Der aptierte Stempel kommt aus der Sammlung von filunski.

Viele Grüße
Volkmar
 
wheilmann Am: 15.12.2018 17:37:47 Gelesen: 2994# 47 @  
Hallo zusammen,

wie wir alle wissen, durften anfangs bei den 4-stelligen Postleitzahlen die auffüllenden Nullen weggelassen werden. Die Stempelkopfzeilen wurden bis etwa Mitte 1975 auch nur mit 1-, 2- und 3-stelliger Postleitzahl erstellt. Heute habe ich im Bochmann unter Andernach S5 dann das Stempelbild entdeckt - aus dem Jahre 1968 mit aufgefüllter Null.



Sind weitere solcher frühen Stempel bekannt?

Liebe vorweihnachtliche Grüße
Wolfgang
 
volkimal Am: 16.12.2018 13:17:51 Gelesen: 2949# 48 @  
@ wheilmann [#47]

Hallo Wolfgang,

bei den Gelegenheitsstempeln kannte ich die aufgefüllte vierstellige Postleitzahl noch nicht. Mir war bisher nur ein Absenderfreistempel aus Lüdinghausen bekannt:





In dem Fall war die die Null später nicht mehr im Stempel vorhanden. Man hat sie aber nicht einfach herausgeschnitten.

Viele Grüße
Volkmar
 
iholymoses Am: 16.12.2018 16:42:29 Gelesen: 2927# 49 @  
@ volkimal [#48]

Schöne Stempel - das ist auch etwas für die Sektion "Stempel mit besonderen Buchtaben" - nicht nur die PLZ-Schreibweise hat sich geändert, auch das "Ü" ist unterschiedlich umgesetzt:



Schönen 3. Advent,
Reinhard
 
wheilmann Am: 16.12.2018 16:42:46 Gelesen: 2926# 50 @  
Hallo Volkmar,

ich denke deine Belege stammen aus einem normalen Absenderfreistempler und wohl nicht aus einer Adressiermaschine (waren bei den Servicefirmen, die für Postkunden Werbebriefe fertigten,im Einsatz).

Bei den Adressiermaschinen solle ja bereits ab Einführung der 4-stelligen möglichst aufgefüllt werden. Der Hinweis steht schon im kleinen Buch (1961) auf der dritten Seite ganz unter: siehe hier weiter oben von bovi11 vom 24.09.2017.

Weshalb hier der Stempelkopf wieder auf eine 3-stellige Postleitzahl geändert wurde, ist schon sehr sonderbar.

Herzlichen Gruß
Wolfgang
 
volkimal Am: 16.12.2018 19:53:45 Gelesen: 2903# 51 @  
Hallo Reinhard und Wolfgang,

danke für eure Ergänzungen. Ich hatte bisher noch gar nicht bemerkt, dass es unterschiedliche Ü-s sind. Damit ist klar, dass es ein neu angeschaffter Stempelkopf ist und die Postleitzahl nicht aptiert (ausgetauscht) wurde.

Der Hinweis im Postleitzahlbuch von 1961 war mir bisher noch nicht bekannt. Ob es wohl viele dieser Stempel von Adressiermaschinen mit aufgefüllter vierstelliger PLZ gibt? Bisher kenne ich keinen solchen Stempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 17.12.2018 10:18:43 Gelesen: 2871# 52 @  
Hallo,

in meiner Dokumentation der Schwenninger Stempel sind nur diese zwei Stempel enthalten, die mit der Null aufgefüllt wurden.

Villingen und Schwenningen schlossen sich am 01.01.1972 zusammen zum Oberzentrum Villingen-Schwenningen. Es dauerte bis 1981, erst da gab es eine gemeinsame Postleitzahl, 7730.

Gruß
Manne


 
volkimal Am: 17.12.2018 11:34:33 Gelesen: 2863# 53 @  
@ Manne [#52]

Hallo Manne,

die aufgefüllte Null bei deinen Stempeln ist ganz normal.

Seit 1975 wurden die Postleitzahlen üblicherweise vierstellig angegeben.

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 17.12.2018 17:22:43 Gelesen: 2834# 54 @  
@ volkimal [#53]

Hallo Volkmar,

vielen Dank.

Dann zeige folgende Stempel:





Letzt-Tag:


 
volkimal Am: 17.12.2018 18:49:17 Gelesen: 2822# 55 @  
@ Manne [#54]

Hallo Manne,

seit 1975 wurden die Postleitzahlen üblicherweise vierstellig angegeben. Das gilt natürlich nur für neu angeschaffte Stempel. Ich vermute, dass die Stempel, die du im Beitrag [#54] zeigst schon älter sind. Die "fehlende" Null wurde natürlich nicht in die alten Stempel nachträglich eingefügt sondern die Stempel wurden unverändert weiterbenutzt.

Viele Grüße
Volkmar
 
wheilmann Am: 18.12.2018 17:59:55 Gelesen: 2777# 56 @  
@ Manne [#54]

Hallo Manne,

wie Volkmar schon geschrieben hat, wurden die Tages- u. auch Maschinenstempel in der ersten Version ab 1962 mit den 1-, 2- und 3-stelligen Postleitzahlen (hier bei deinen Stempelbildern die 722) sehr lange weiterbenutzt. Ich habe dir meine Auflistung von "8 München..." als Kopie beigefügt. Das in Klammern stehende Datum ist mein bisher gesehenes Spät-Stempel-Datum). Manche Stempeln wurden bis 1991 weiterbenutzt - wohl eben weil sie noch sehr gute, deutlich Abdrucke zeigten - und nicht erneuert (dann hätte sie mit der Postleitzahl 8000 hergestellt werden sollen).



Das zweite Bild zeigt die damalige Verfügung, in der beschrieben wird, wann neue Stempel mit aufgefüllten Nullen beschafft werden sollten (diese Verf hat mir Peter (filunski) freundlicherweise überlassen.



Herzliche Adventsgruß
Wolfgang
 
Manne Am: 19.12.2018 11:47:13 Gelesen: 2733# 57 @  
@ volkimal [#55]
@ wheilmann [#56]

Vielen Dank für die weiteren Infos.

Leider habe ich von den gezeigten Stempeln, 30.05.1980 a c und 31.05.1980 q, keine früheren Abschläge. Daher meine Vermutung, dass diese Stempel nach 1975 angefertigt wurden. Vielleicht hat ja Jemand hier im Forum frühere Abschläge.

Hier noch ein Letzt-Tag Stempel von Villingen:



Dann zwei Erst-Tag Stempel vierstellig 7730 von Villingen-Schwenningen vom 31.05.1980.



Gruß
Manne
 
volkimal Am: 19.12.2018 20:45:10 Gelesen: 2684# 58 @  
@ Manne [#57]

Hallo Manne,

leider kann ich nicht mit anderen Abschlägen der Stempel dienen. Beim Blick in die Datenbank ist mir dieser Stempel von sachsen-teufel aufgefallen:



Die Postleitzahl steht nicht mittig. Weißt du, was bei dem Stempel los ist? Normalerweise würde ich auf eine Aptierung tippen, aber selbst für eine "1" ist rechts schon fast zu wenig Platz.

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 20.12.2018 12:39:19 Gelesen: 2658# 59 @  
@ volkimal [#58]

Hallo Volkmar,

leider kann ich nichts zu diesem Stempel sagen. Habe diese Stempel mit der Kennung a h auch in meiner Doku. Vielleicht wollte man hier eine Null einfügen. Habe den Stempel vom 18.03.1973 verändert, oben die Null, darunter die Eins, passt nicht ganz.

Gruß
Manne



Hier die Echten:




 
opti53 Am: 16.01.2019 20:04:31 Gelesen: 2322# 60 @  
Hallo,

wie weiter oben beschrieben wurde, konnte in den Stempeln die PLZ ab 1975 vierstellig dargestellt werden, wenn es einer Neuanschaffung bedurfte. Offenbar war das im Postamt München 75 lange nicht der Fall. Ich fand jetzt einen Stempel von 1988 mit der alten Schreibweise der PLZ. Leider gelingt es mir nicht, das Postamt zu identifizieren, welches die Nummer 75 trug, obwohl ich in München lebe. Ich habe keinen hinreichend alten Stadtplan, und im Internet kommt man auch zu keinem Ergebnis. Auf jeden Fall war der Stempel noch 14 Jahre nach der Umstellungsanweisung im Einsatz. Respekt !



Ein falsches Datum ist auszuschließen, da es sich um eine Letterset-Marke handelt.

Viele Grüße

Thomas
 
Münchensammler Am: 16.01.2019 21:05:22 Gelesen: 2305# 61 @  
Hallo,

das Postamt München 75 befand sich in der Kochelseestraße (Großmarkthalle)

Grüße
 
filunski Am: 16.01.2019 22:40:08 Gelesen: 2282# 62 @  
@ opti53 [#60]

Hallo Thomas,

schönes Beispiel! :-)

Das ist aber gerade bei München nicht außergewöhnlich.

Hier mal eine kleine Zusammenstellung nur MÜNCHEN / 8, alle 80er Jahre, Einer auch noch von 1990:



Die Anweisung zum "Auffüllen" der PLZ in den Stempeln auf vier Stellen ab 1975, galt ja primär für neu anzuschaffende Geräte. Das hieß aber nicht automatisch, dass dann auch die bisherigen die ein-, zwei- oder dreistellig waren, aus dem Betrieb gezogen wurden. Solch ein Stahlstempel war und ist nicht ganz billig in der Anschaffung und bei halbwegs pfleglicher Behandlung (die zu Zeiten der Deutschen Bundespost gegeben war) konnten die auch gut einige Jahrzehnte halten. Die letzten Stempel mit einstelliger PLZ wurden erst am 30.6.1993, dem Letzttag vor Umstellung auf die 5-stelligen PLZ, in den "Ruhestand" geschickt. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Christoph 1 Am: 12.03.2019 12:55:42 Gelesen: 1316# 63 @  
Hallo,

hier mal wieder ein früher Abschlag aus Frankfurt: Dezember 1961.



Viele Grüße
Christoph
 
wheilmann Am: 12.03.2019 16:27:59 Gelesen: 1284# 64 @  
Hallo Christoph,

zu Deinem Stempelabdruck listet der Bochmann die Verwendungszeit 1962 auf.

In Düsseldorf gibt hier im Bochmann schon das Jahr 1961 als Verwendungszeit, hierzu liegt z. Zt nur das Werbeklischee vor:



Dein Stempelabdruck wird in meiner Beispielbild-Datei zum Stempelort Frankfurt erfasst werden.

Danke, Gruß Wolfgang
 
filunski Am: 04.04.2019 23:31:42 Gelesen: 915# 65 @  
Verehrte Freunde des Themas,

wir hatten ja schon manche Stempelfrühverwendung hier im Thema, aber hier kommt ein, ich will ihn momentan mal einfach nur "interessanter" Handstempel nennen, der noch ein Jahr vor den bis jetzt bekannten Frühdaten liegt:

KASSEL 12 / a / 35 vom 20.12.1960



Wo gibt es denn so etwas? Jetzt ist aber erst mal Vorsicht angesagt.

Dieser Stempel befindet sich auf einer 5 Pf Heuss Marke, aber nicht auf der billigen Ausführung, sondern auf der lumogen Marke (MiNr 179y) bei der in gestempelter Erhaltung immer Vorsicht nötig ist. Da die Marke auch noch die Gummierung hat handelt es sich auch bestenfalls um einen Gefälligkeitsstempel. Aber auch das wäre geschmeichelt, es ist schlichtweg ein FALSCHSTEMPEL.

Hier die ganze Marke:



Und auch gleich noch den 40 Pf Wert dazu (MiNr. 260y):



Dem Fälscher war (zum Glück) das Einführungsdatum der neuen PLZ und dieser Stempelform (Kreisstempel mit Sehnensegment oben) nicht bekannt bei seiner Rückdatierungsaktion. Dieses Stempelgerät wurde gerade bei teuren Heuss Marken auch noch zu anderen Daten missbräuchlich verwendet.

Viele Grüße,
Peter
 
Christoph 1 Am: 05.04.2019 21:26:11 Gelesen: 863# 66 @  
@ filunski [#65]

Lieber Peter,

vielen Dank fürs zeigen, das finde ich hochinteressant! Und dann auch noch aus Kassel ;-)

Wenn man die Stempel aus Kassel ein wenig besser kennt, sieht man die Stempelfälschung auch auf den ersten Blick, und zwar an den Amtsziffern, also der 12 hinter dem Ortsnamen. Solche seltsam geformten Ziffern kommen bei echten Stempeln in Kassel nicht vor. Auch die beiden Buchstaben S im Ortsnamen sind in einer falschen Schrifttype gehalten, die sind viel zu rund bzw. die Schrifttype ist auch zu schmal und die Buchstaben stehen zu weit am oberen Rand des Stempelkreises. Zudem fällt ja auf, dass die Ortsbezeichnung KASSEL 12 nicht symmetrisch im Stempel angeordnet ist.

Allerdings liegt mir ein Stempel von 1966 vor, bei dem das letztgenannte Merkmal ebenfalls zutrifft.



Bei diesem gehe ich allerdings nicht davon aus, dass es sich um einen Falschstempel handelt.

Viele Grüße
Christoph
 

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