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Thema: Belege aus der Zeit von 1945-1949, die eine Geschichte erzählen
Das Thema hat 89 Beiträge:
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GSFreak Am: 05.05.2017 13:47:43 Gelesen: 25247# 65 @  
Hier eine Aufbrauchsganzsache RPD Karlsruhe (Nordbaden, Amerikanische Zone) PC625aIII, verwendet am 11.02.1946 in Heilbronn a. Neckar nach Augsburg. Heilbronn (Württemberg) lag seinerzeit ebenfalls in der Amerikanischen Zone, aber außerhalb des Gebietes der RPD Karlsruhe.

Die Bimssteinfabrik kann nicht liefern, da wegen Kohlenmangel bzw. wegen fehlender Zuteilung von Kohle die Produktion noch nicht wieder aufgenommen werden konnte. Immerhin scheint im Krieg die Fabrik selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein wie leider sehr viele andere Betriebe.

Gruß Ulrich


 
hannibal Am: 06.05.2017 17:32:15 Gelesen: 25185# 66 @  
Von mir ein unscheinbarer Drucksachenfaltbrief EF Alliierte Besetzung 916 - gestempelt Rotenburg (Hannover) 2a 16.11.46.



Erst auseinander gefaltet wird eine Geschichte zu den Lebensumständen der damaligen Zeit erzählt.



Interessant auch der schwach abgeschlagene PII-Stempel Mulmshorn über Rotenburg (Han).

Viele Grüße
Peter
 
hannibal Am: 26.05.2017 15:55:34 Gelesen: 24536# 67 @  
Hallo,

zum Thema eine EF Alliierte Besetzung 944 Drucksache Rotenburg (Hann) 29.11.47 des Landkreises an die Gemeinden des Landkreises mit der Aufforderung zur Erarbeitung einer Verfassung bzw. Geschäftsordnung für die jeweilige Gemeinde.



Viele Grüße
Peter
 
Gerhard Am: 29.05.2017 15:45:04 Gelesen: 24373# 68 @  
@ hannibal [#67]

Hallo Peter,

das nenne ich mal Geschichte in der Philatelie, tolle Belege, die nachdrücklich die Bedarfe und Probleme der Zeit veranschaulichen.

Danke für's Zeigen und Glückwunsch dazu; gerne mehr davon!

MphG
Gerhard
 
GSFreak Am: 10.10.2017 18:36:51 Gelesen: 20377# 69 @  
Hier eine "Feldpostkarte" (Druckvermerk (5.43)) aus dem Internierungsgebiet G in Schleswig-Holstein vom 18.07.1945 (3. Reich-Feldpoststempel, Hakenkreuz entfernt).

3-zeiliger Zensurstempel (Setzkastenstempel) "Geprüft 848. Div. / i.A. (Unterschrift) / Fp.Sekretär"



Bei der Karte ist unten etwas fein säuberlich ausgeschnitten. Warum?

Eine ungebrauchte Feldpostkarte bringt die Lösung: Dort befanden sich Propagandasprüche. Mittels Ausschneiden wurde die Karte entnazifiziert.



Das Internierungsgebiet G umfasste den Kreis Eiderstedt sowie (bis zum 16. Juni 1945) die beiden Dithmarscher Landkreise. Wie eine Halbinsel zwischen Nordsee, Elbe und Kaiser-Wilhelm-Kanal gelegen, ließ sich das relativ dünn besiedelte Gebiet leicht abriegeln (wikipedia).

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 30.10.2017 18:34:53 Gelesen: 19693# 70 @  
Hier eine Notganzsache aus der RPD Kiel nach Wolfenbüttel (ebenfalls Britische Zone), aus zwei Aspekten interessant:

Postalisch:

Beschnittene ehemalige Hitler-Ganzsache P314 IIa (P A26a) mit Ausgabekontrollstempel BORDESHOLM (HOLST), UB b, vom 21.06.1945 und gleicher Abgangsstempel vom 21.07.1945, also genau einen Monat später. Wiederaufnahme Postverkehr aus der RPD Kiel in die übrige Britische Zone war bereits 14 Tage zuvor.

Das Postamt in Wolfenbüttel hat 9 Rpf. Nachgebühr erhoben, weil offenbar dort nicht bekannt war, dass der Augabekontrollstempel links unten die Bestätigung für die ordnungsgemäße Freimachung der Karte war (RPD Hamburg und RPD Kiel).

Zeitgeschichtlich:

Es handelt sich um die erste Nachricht eines Sohnes (Nachname abgedeckt) nach Kriegsende an seine Mutter.



Gruß Ulrich
 
r.l.924 Am: 30.11.2017 09:50:06 Gelesen: 18754# 71 @  
@ Jürgen Witkowski [#20]

Hallo Jürgen,

ich bin erst gestern auf diesen Beleg gestoßen und habe eine Anfrage über Richard Ebert geschickt. Inzwischen bin ich selbst angemeldet.

Ich betreibe Familienforschung und bin dabei auf diesen Brief an meine Großtante gestoßen. Ich wollte fragen, ob Sie diesen Brief eventuell an mich abtreten, falls er noch in Ihrem Besitz ist.

Ich gehe davon aus, dass das eigentlich Interessante der Umschlag ist. Gerade entdecke ich aber, dass es wahrscheinlich gar keinen Umschlag gibt. Der Brief wurde wohl auch als Umschlag genutzt.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe
Ralf Ledertheil
 
volkimal Am: 03.02.2018 18:44:37 Gelesen: 14589# 72 @  
Hallo zusammen,

heute bekam ich einen Brief mit einem aptierten Poststellenstempel, der mir Rätsel aufgibt. Mal sehen, vielleicht erzählt er noch eine Geschichte. Bis jetzt schweigt er noch, aber vielleicht können wir ihn mit eurer Hilfe zum reden bringen.



Es geht mir um den Absender des Briefes:

"Barjaktarovic Vuëré(?) C.M.W.S. 306/307 Supervising-Element Drütte über Braunschweig"

Bei Wikipedia fand ich: https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9Fenlager_Salzgitter-Dr%C3%BCtte

In Drütte befand sich das KZ-Außenlager Salzgitter-Drütte, umgangssprachlich auch KZ Drütte, war eines der vielen Außenlager des KZ Neuengamme. Es befand sich auf dem Werksgelände der Hermann-Göring-Werke in Drütte, einem Stadtteil Salzgitters.

Als am 7. April 1945 das Außenlager Drütte vor den anrückenden britischen Soldaten geräumt wurde, wurden die Häftlinge gemeinsam mit den Frauen aus dem KZ Salzgitter-Bad nach Celle transportiert.

Was nach dem Krieg mit dem Lager war steht nicht bei Wikipedia. Genausowenig weiß ich, ob der Absender etwas damit zu tun hat. Auch die Abkürzung C.M.W.S. kann ich nicht finden. Heute steht sie für Common Missile Warning System - ein Raketenwarnsystem, das 1947 mit Sicherheit noch nicht existiert hat. Supervising element bedeutet Überwachungselement - aber was wurde überwacht?

Wer kann mir etwas zu dem Brief erzählen?

Viele Grüße
Volkmar
 
mcmiro Am: 03.02.2018 22:47:36 Gelesen: 14548# 73 @  
volkimal Am: 04.02.2018 10:47:30 Gelesen: 14461# 74 @  
@ mcmiro [#73]

Hallo Gisbert,

vielen Dank für die Links. Sie helfen aber nicht direkt weiter, da nicht erwähnt wird, was nach dem Krieg mit dem Gelände passiert ist. Falls hier keiner antwortet kann man natürlich Kontakt mit einem Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte aufnehmen.

Viele Grüße
Volkmar
 
alemannia Am: 04.02.2018 11:30:10 Gelesen: 14446# 75 @  
Hallo zusammen,
hallo Volkmar,

viele Lager wurden nach dem Krieg als DP-Camp genutzt.

DP-Lager/Camps wurden errichtet, um Personen, die Displaced Persons, die aus dem Ausland stammten (z.B. ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge) überbrückend bis zur Rückführung ins Ausland unterzubringen.

Auch in Drütte befand sich ein solches Lager, wie unter Nr.7 der folgenden Aufstellung ersichtlich ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wohn-_und_Arbeitslager_im_Salzgittergebiet

Aufgrund der aufgebrachten Frankatur (2 x Mi.-Nr. 947) ist der Verwendungszeitraum auf den 1.3.1947 bis 21.6.1948 zu begrenzen.

Gruß

Guntram
 
volkimal Am: 04.02.2018 15:18:02 Gelesen: 14382# 76 @  
@ alemannia [#75]

Hallo Guntram,

danke für den Link! Das passt in meine Überlegungen. Jetzt fragt sich nur noch, was die Abkürzung "C.M.W.S." bedeutet und was ein "Supervising-Element" ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
alemannia Am: 04.02.2018 15:47:38 Gelesen: 14367# 77 @  
Hallo Volkmar,

die DP-Camps in der Britischen Zone waren natürlich auch zu verwalten.

Ich vermute, kann das aber nicht belegen, dass der Absender in der verantwortlichen (Verantwortlicher = Supervisor) Verwaltungseinheit innerhalb eines Teilbereiches beschäftigt war.

Vielleicht hilft das (Seite 42) noch etwas:

http://dpcampinventory.its-arolsen.org/uebersicht-zonen/britische-zone/dp-camps/?tx_itssearch_itssearch%5Baction%5D=search&tx_itssearch_itssearch%5Bcontroller%5D=Its&cHash=50d631fc03dd81b4d5b90bd34976f63d

Wie gesagt, ich kann es auch nur vermuten.

Gruß

Guntram
 
volkimal Am: 12.02.2018 09:45:27 Gelesen: 13955# 78 @  
@ alemannia [#77]

Hallo Guntram,

danke für den Link. Das war wieder eine Information mehr zu dem Brief. Heute ein Brief aus Berlin:



Nachverwendeter Briefumschlag des Finanzamtes Wilmersdorf-Nord. Den Reichsadler und das Hakenkreuz hat man herausgeschnitten. Das Wort "nationale" im Spruch "Erfüllt Eure nationale Pflicht durch pünktliche Steuerzahlung" wurde durchgestrichen. Der Brief konnte nicht zugestellt werden, da das Haus zerstört war. Da so viele Häuser in Berlin zerstört waren hat man dazu extra einen Gummistempel hergestellt.

Viele Grüße
Volkmar
 
iholymoses Am: 28.07.2018 15:17:35 Gelesen: 5528# 79 @  
@ volkimal [#76]

Ich glaube, ich habe die Auflösung:

C.M.W.S. =

Civil Mixed Watchman Service (i.e. guard units formed in the postwar British zone of occupied Germany under the command of the British Army of the Rhine [BAOR] comprised of non-German displaced persons, often former military personnel, such as Poles, Latvians, Lithuanians, Ukrainians, Yugoslavs, Estonians and others who did not wish to be repatriated to their Soviet-occupied homelands; forerunner of the more extensive Mixed Service Organisation [MSO]; also seen variously referred to as “Civilian Mixed Watchman Service", “Civil Mixed Watchman’s Service” or “Civil Mixed Watchmen’s Service”). See also entries for: “M.S.O.” and “BAOR”.

Quelle: https://secure.ushmm.org/individual-research/Glossary.pdf

Schönes Wochenende,
Reinhard
 
volkimal Am: 29.07.2018 13:39:19 Gelesen: 5382# 80 @  
@ iholymoses [#79]

Hallo Reinhard,

super! Ich habe nicht geglaubt, dass ich die Lösung für die Abkürzung "C.M.W.S." noch erfahre.

Vielen Dank
Volkmar
 
GSFreak Am: 11.09.2018 10:38:55 Gelesen: 3511# 81 @  
Hallo,

hier mein aktueller Kauf bei ebay (eben bei mir per Einschreiben eingetroffen):

Aufbrauchsganzsache, ausgegeben in der französischen Zone (P E824I A, OPD Tübingen), verwendet in der sowjetischen Zone (Abgangsstempel SÖMMERDA in Thüringen vom 03.06.1946, die Postleitzahl (15) ist aptiert), gelaufen in die amerikanische Zone (nach STETTEN, Post Thüngen in Mainfranken).

Da die Ganzsache in der sowjetischen Zone offenbar nicht anerkannt wurde, erfolgte handschriftlich in blau ein Nachgebührvermerk von 18 Rpf. (12 + 6). Diese Nachgebühr ist aber am Zielort nicht eingefordert worden, da dort die Karte offensichtlich als ausreichend freigemacht angesehen wurde.



Wie die Karte aus der OPD Tübingen nach Thüringen gelangt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist zwar eine Antwortkarte, Frage- und Antwortteil sind aber bei den Aufbrauchsausgaben in der französischen Zone vor dem Überdruck jeweils getrennt worden. Entweder ist sie ungebraucht vom Absender oder einer anderen Person mitgenommen oder in einem Brief zugeschickt worden. Vielleicht gibt der umfangreiche Text hierzu etwas her. Ich habe nicht alles "entziffern" können.

Gruß Ulrich
 
Frankenjogger Am: 11.09.2018 16:32:33 Gelesen: 3469# 82 @  
@ GSFreak [#81]

Hallo Ulrich,

woran siehst du, dass die Nachgebühr nicht eingefordert wurde?

VG, Klemens
 
GSFreak Am: 11.09.2018 17:05:04 Gelesen: 3459# 83 @  
@ Frankenjogger [#82]

Hallo Klemens,

es fehlt ein Nachgebührstempel.

Ulrich
 
Frankenjogger Am: 11.09.2018 18:02:36 Gelesen: 3445# 84 @  
@ GSFreak [#83]

Danke Ulrich,

da habe ich nicht genau genug hingesehen. Ich dachte, wenn die Nachgebühr nicht erhoben wurde, wurde die Zahl irgendwie durchgestrichen.

VG, Klemens
 
sentawau Am: 14.09.2018 13:56:12 Gelesen: 3267# 85 @  
Diese Karte vom September 1948 aus Halle erzählt gleich zwei Geschichten.

Die Währungsreformj war gerade vorbei. In der SBZ war das neue Geld knapp, auch wenn es dafür nicht viel zu kaufen gab. Der weithin bekannte Verein Hallensia, der besonders durch Kurt Zirkenbach zu Ansehen gelangte war, sah sich genötigt, seine Mitglieder um einen Sonderbeitrag zu bitten. Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass der Verein auch Mitglieder in den Westzonen hatte. Das war nicht mehr lange möglich.

Die zweite Geschichte verdankt die Karte dem Briefträger, der sie vergeblich zuzustellen versuchte und vermerkte „Empfänger … unbekannt verzogen". Das kann man getrost übersetzen mit „in den Westen abgehauen“.


 
sentawau Am: 15.09.2018 12:51:22 Gelesen: 3191# 86 @  
Von CARE-Paketen war schon mehrfach die Rede (#27,#37). Hier zwei Karten zu diesem Thema aus meiner Sammlung.





Die nachfolgend abgebildete Karte bedarf keiner Erklärung:


 
GSFreak Am: 16.09.2018 14:12:24 Gelesen: 3118# 87 @  
@ GSFreak [#81]
@ Frankenjogger [82]
@ GSFreak [83]
@ Frankenjogger [#84]

Ich muss da meine Aussagen korrigieren:

Die Nachgebühr ist wahrscheinlich doch eingefordert worden, sonst wäre in der Tat die "18" durchgestrichen. Vermutlich hatte das (kleine) Empfängerpostamt gar keinen Nachgebühr-Stempel.

Ulrich
 
sentawau Am: 18.09.2018 13:31:48 Gelesen: 3021# 88 @  
Ein lehrreiches Sammelgebiet ist die Post der Heimatvertriebenen, gerade jetzt, wo die Welt wieder voller Flüchtlinge ist. Voraussetzung ist allerdings, die 70 Jahre alten Handschriften lesen zu können oder bereit zu sein, es zu erlernen. Das geht am besten, wenn man zunächst lernt, sie zu schreiben. Dafür gibt es viele Muster und Anleitungen. Im 19. Jahrhundert wurde die sog. deutsche Schrift noch in ganz Europa gelesen und geschrieben, wie man aus alten Kaufmannskorrespondenzen ersehen kann.

Die nachstehend abgebildete Karte aus der Nähe von Schweidnitz schrieb ein noch nicht vertriebener Deutscher am 30. 5. 1946. Er verwendete die sog. lateinische Schrift, vielleicht wegen der zu erwartenden Zensur.





Als Gegenstück bilde ich eine Karte aus Prag vom 11. 5. 1945 ab, auf der ein Tscheche seine Freude über die soeben erfolgte Befreiung ausdrückt. Bemerkenswert die Verwendung des alten Praha-Stempels, der irgendwie die Besatzungszeit überlebt hatte.


 
sentawau Am: 22.09.2018 12:58:28 Gelesen: 2788# 89 @  
Social Philately

Ich habe ein wenig in meinen Ganzsachen der Kontrollratsausgaben herumgelesen und vieles gefunden, was für die Nachkriegszeit typisch ist. Hier drei Proben:

1. Ein Landarzt meldet aus seinem thüringischen Dorf 7 Fälle von Typhus.

Klettbach bi Erfurt 20. Mai 1947, an die Zentralstelle für Hygiene und Seuchenbekämpfung Jena.



2. Schuhe und Bleistifte sind Mangelwaren.

Riegel über Hoyerswerda, 11.6.1946, nach Berlin
„ ….. betreffs der Latschenbrettel meine ich damit die Sohlen für Holzschuhe. Weißt Du, ich will damit ein paar Holzschuhe machen lssen, da hab ich das Oberleder, aber die Sohlen aus Holz fehlen. Also wenn Du mir welche besorgen könntest (Größe 26 ½ oder 27) ….. [auf der Vorderseite:] Noch etwas. Lieber Hans, kannst Du mir in Berlin einen Kopierstift oder einen Bleistift besorgen, ich schreibe mit dem letzten Stummel hier. In Hoyerswerda gab es keine zu kaufen. Alfred“.



3. Mangel an Lebensmitteln, drohende Arbeitslosigkeit.

Oberursel/Ts. 7.7.1946, nach Herzogenrath b. Aachen.
„….. Zum Geburtstag die besten Glück- und Segenswünsche von uns. Hoffentlich bringt Dir das neue Lebensjahr eine Verbesserung der derzeitigen Lage. Den Bohnenkaffee zum Geburtstagskaffee liefern Euch ja wohl die Engländer, aber der Kuch en? Es war einmal. – Bei uns gibt es nichts Neues. Der Hunger wird immer größer und man selbst immer schlapper. Wir haben nicht mehr eine Kartoffel im Haus; die Bauern sollen aber bereits die ersten neuen Kartoffeln ernten. Hoffentlich wird die Ernährungslage bald etwas besser. An Beeren haben wir etwas bekommen und zwar Johannis- und Stachelbeeren, letztere in noch nie gesehener Größe. Leider muss alles sofort gegessen werden, da man ja nichts einkochen kann. – Die Auflösung der Firma, bei der ich jetzt arbeite, ist für den 31.12. vorgesehen. Mir macht die Arbeit schon lange keinen Spaß mehr. Dann wird sich entscheiden, ob mich meine alte Firma wieder in ihren Betrieb übernimmt, sonst liege ich auf der Straße. Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit. ….“.



Drei Beiträge zur Social Philately, bei deren Lektüre man sich bewusst werden kann, wie gut es uns derzeit (wieder/noch?) geht!
 

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