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Thema: Märchen und Sagen aus aller Welt auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Martinus Am: 29.10.2009 21:38:06 Gelesen: 2590# 1 @  
Wenn ich etwas empfehlen darf, dann den aktuellen "Jungen Sammler" und dazu die "Deutsche Briefmarken Revue", denn in beiden gibt es etwas über Lilliput. Kennt nicht jeder die Geschichten um Gulliver? Aber darum geht es hier nicht, sondern viel mehr um einen Schausteller der im vorigen Jahrhundert mit einer Gruppe von Lilliputanern durch Europa gezogen ist und dabei die Möglichkeit eines Posthalter- und Reichspost - Handserienstempel mitführen durfte! Anbei ein paar Belege (welche für einen Sammlerfreund reserviert sind!) zur Erklärung!



Vielleicht finden sich Sammler die noch mehr dazu beitragen können?

lg Martinus
 
wajdz Am: 03.07.2019 18:41:33 Gelesen: 412# 2 @  
Ein guter Grund, dieses Thema zu beginnen:

Vor 200 Jahren nahmen die Brüder Grimm die Geschichte von den „Bremer Stadtmusikanten“ in die zweite Auflage ihrer „Haus- und Kindermärchen“ auf, zu der sie am 3. Juli 1819 ihre „Vorrede“ verfassten.

DDR MiNr 1717-1722



Kleinbogen • Märchen (VI) • 23.11.78

Bund MiNr 1120 • 13.01.82



Erstausgabe Sonderstempel 5300 BONN 1 • 13.1..1982 • Bremer Stadtmusikanten auf MaxiPhilkarte 3/82 Bund

MfG Jürgen -wajdz-
 
Kaesklepper Am: 01.09.2019 08:22:06 Gelesen: 368# 3 @  
@ Martinus [#9]

Hab das eben erst gesehen, da ich meine Märchensammlung auf Vordermann bringe. Hab hier was für dich



Es ist ein Handserienstempel der Fa. Schäfer, der den Texteinsatz behielt. Der Ortsnamen wurde am Gastspielort eingesetzt. Man kann es manchmal an den Schraubenabdrücken erkennen.



In Wien wurde 1934/35 eine kleine Liliputstadt gezeigt. Sie gastierten unter "Gnidley`s Liliputartisten.
 
mausbach1 Am: 09.11.2019 10:03:19 Gelesen: 241# 4 @  


Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen "fliegt" amläßlich des 791. Hafengeburtstages in Hamburg über die Köhlbrandbrücke. Diese phantastische Erzählung wurde Selma Lagerlöf (1858-1940) 1906/07 geschaffen. 1914 wurde sie als erste Frau mit dem Nobelpreis verliehen.
 
becker04 Am: 09.11.2019 12:43:56 Gelesen: 229# 5 @  
Zur Märchenstadt habe ich auch zwei Abschläge.



Viele Grüße
Klaus
 
Kaesklepper Am: 09.11.2019 14:18:10 Gelesen: 222# 6 @  
Den Grazer hab ich auch vom 25.10.40. Solltest du dich vom Görlitzer mal trennen wollen, melde dich bitte.

mit märchenhaftem Gruß
Peter
 
Manne Am: 09.11.2019 16:15:04 Gelesen: 213# 7 @  
@ becker04 [#5]

Hallo Klaus,

die Märchenstadt Liliput gastierte am 07.09.1935 in Schwenningen.

Gruß
Manne


 
Heinz 7 Am: 01.12.2019 12:04:47 Gelesen: 181# 8 @  
Märchen sind sehr oft geheimnisvoll, phantasie-anregend, beinhalten Lebensweisheiten und haben sehr oft einen wahren Hintergrund. Oft wurde mit dem Erzählen eines Märchens zum Ausdruck gebracht, was "nicht gesagt werden durfte", z.B. um unangenehme Wahrheiten nicht offen aussprechen zu müssen...

Viele Märchen wurden in schönen Büchern ausführlich illustriert. In Zeiten, als es noch keine Phantasy-Filme gab, dienten die Zeichnungen und Bilder dazu, den schönen oder traurigen Geschichten noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Märchen-Motive sind darum auch oft und gerne auf Briefmarken abgebildet worden.



Sehr schöne Illustrationen liegen vor zum russischen Märchen "Die Zarin Grasfrosch". Drei dieser Bilder wurden auf den Briefmarken Michel 5409-5412 von Russland/Sowjetunion gezeigt.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 01.12.2019 12:25:42 Gelesen: 173# 9 @  
@ Heinz 7 [#8]

Auch die Schweiz wählte Märchen-Motive für die Briefmarken Ausgabe "Pro Juventute" des Jahres 1985.



Anbei die Michel Nrn. 1304-1307 mit Märchenszenen zu

- Hänsel und Gretel
- Schneewittchen
- Rotkäppchen
- Aschenputtel

Der Hauptwert (50 Rappen) wurde in einer gigantischen Auflage von 21'697'000 Exemplaren gedruckt. Die Organisation "Pro Juventute" hatte dank dem Wohltätigkeitszuschlag sehr hohe Erträge. Wie viele Marken aber tatsächlich verkauft wurden, weiss ich nicht.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 01.12.2019 13:27:16 Gelesen: 166# 10 @  
@ Heinz 7 [#8]

Dornröschen kam auch bei der Bundesrepublik zu Ehren. 1964 Wohltätigkeits-Ausgabe für die Wohlfahrtspflege



Schönen 1. Advent wünscht Euch

Heinz
 
marc123 Am: 01.12.2019 20:11:17 Gelesen: 140# 11 @  
Das Thema der Caritas Serie von Luxemburg von 1965 war Legenden und Märchen.



Auf den sechs Werten sind lokale Legenden abgebildet.

Liebe Grüße
Marc
 
marc123 Am: 01.12.2019 20:15:09 Gelesen: 138# 12 @  
@ marc123 [#11]



Das Thema wurde 1966 ein zweites und letztes Mal fortgesetzt.

Marc
 
wajdz Am: 02.12.2019 20:19:06 Gelesen: 101# 13 @  
Bund Sorbische Sagen • 05.11.1991 - FDC MiNr 1576 (60), 577 (100)



Sonderstempel Erstausgabetag 5300 BONN • 05.11.1991 •Sorbische Sagen; Zeichnung Schlangenkönig

Die Mittagsfrau, eine vorindustrielle Interessenvertetung der Landbevölkerung.

Sie sorgt für die Einhaltung der Mittagsruhe zwischen zwölf und dreizehn Uhr und bestraft jeden, der zu dieser Zeit auf den Feldern arbeiten Die Nochterin ist eine Frau aus der Gegend um Nochten, die als Feldarbeiterin der weißen Frau begegnet.

Wassermann - hoher Wasserstand oder helfende Hand

Für Hochwasser in den zahlreichen Flusslaufverzweigung und Kanälen der Spree sorgt ein unzufriedener, verärgerter „wodny muž“. Ist der Wassermann allerdings glücklich und zufrieden, erfreut er sich an der Musik der Spielleute, hilft er armen Fischern oder erscheint einem Dorfmädchen als schöner Jüngling.

Der Schlangenkönig

Im Spreewald gelten die Schlangen in der Regel als gute Tiere und Hausgeister. An den Giebeln alter Häuser im Spreewald befindet sich das Symbol zweier gekreuzter Schlangen. Sie stehen für den Schlangenkönig, der die Bewohner vor Armut schützen soll und Kinder und arme Leute beschenkt.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Heinz 7 Am: 02.12.2019 22:51:34 Gelesen: 93# 14 @  
@ Heinz 7 [#8]

Rumänien gab 1965 eine Serie heraus: Märchen und Sagen, bestehend aus 6 Werten (Mi. Nrn. 2419-2424)



Illustrationen aus 5 verschiedenen Märchen oder Fabeln werden gezeigt. Die Märchen kenne ich nicht, sie sind in Westeuropa wohl kaum bekannt.

Heinz
 
wajdz Am: 04.12.2019 11:20:05 Gelesen: 74# 15 @  
Bund 05.05.1997 • Sagen und Legenden
MiNr 1915 (80) Vom Fischer und seiner Frau
MiNr 1916 (100) Rübezahl



In beiden Geschichten ist eine Frau die treibende Kraft. In dem niederdeutschen Märchen treibt sie ihren Mann, einen Fischer, mit immer neuen Wünschen in die Verzweiflung. Letztendlich zerrinnt der ganze Wohlstand und sie sehen einem freudlosen Alter entgegen.

In der Legende aus dem Riesengebirge wird ein nicht mehr ganz junger Berggeist, der versucht, eine hübsche Landestochter zu seiner Gemahlin zu machen, zum Rübenzählen auf die Felder geschickt, während sie sich mit einem Jüngling ihrer Wahl davon macht. Was ihm den Spottnamen Rübezahl einbrachte.

Auch heute noch lehrreiche Lektüre, wie ich meine.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 07.12.2019 21:50:18 Gelesen: 43# 16 @  
Dänemark MiNr 943, 16.02.1989



MWst EBELTOFT • 5-7 1989 • Werbetext für zwei Kleinstädte auf der jütländischen Halbinsel Djursland am Kattegat: EBELTOFT & MOLS das ganze Jahr über

In der 1837 veröffentlichten Sammlung "Märchen für Kinder" erzählt der dänische Dichter und Märchenerzähler Hans Christian Andersen die Geschichte der jüngsten von sechs Töchtern des Meereskönigs unter dem Titel "Lille Havfrue", deutsch "Die kleine Meerjungfrau" (auch: "Die kleine Seejungfrau").

Eine Geschichte ohne Happy End, denn der Wunsch des Mädchens, einen Prinzen, den sie aus Seenot gerettet hat, zu heiraten, geht nicht in Erfüllung. Für die Beine, die sie von der Meereshexe im Tausch gegen den Fischschwanz erhält, verliert sie ihre Stimme. Der Prinz aber ehelicht, vermutlich aus dynastischen Gründen, eine andere und das Mädchen vergeht zu Meerschaum, die Umwandlung von der Meeres- zur Landbewohnerin ist nicht rückgängig zu machen.

Im Januar 1910 beauftragte der Bierbrauer Carl Jacobsen, Besitzer der Carlsberg Brauerei und Dänemarks größter Kunstmäzen, den Bildhauer Edvard Eriksen mit dem Entwurf und der Anfertigung einer Bronzefigur der kleinen Meerjungfrau, die 1913 ihren Platz an der "Langelinie", am Eingang zur Hafeneinfahrt fand. Sie wurde nicht nur das Wahrzeichen von Kopenhagen, sondern ist mittlerweile zum dänischen Nationalsymbol geworden.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 10.12.2019 18:22:48 Gelesen: 19# 17 @  
Ungarn • 15.12.1965



Ein Klassiker der Weltliteratur ist eine Sammlung morgenländischer Erzählungen, die in Europa unter dem Titel „Tausendundeine Nacht“ in fast jedem gut sortierten Bücherschrank zu finden sind. Typologisch handelt es sich um eine Rahmenerzählung, in die im Laufe der Zeit aus den verschiedensten Quellen (z.B. Indien, Persien, Ägypten) weitere Erzählungen verschiedener Herkunft eingefügt wurden. So aus arabischen Quellen Geschichten um den historischen Kalifen Hārūn ar-Raschīd, Sindbad der Seefahrer, Alladin und Ali Baba.

In Europa wird Tausendundeine Nacht häufig gleichgesetzt mit Märchen für Kinder. Das wird dem Original als Geschichtensammlung für Erwachsene mit zum Teil sehr erotischen Geschichten nicht gerecht. Ursache für dieses Missverständnis ist vermutlich die erste europäische Übersetzung des französischen Orientalisten Antoine Galland, der die Geschichten 1704–1708 übertrug und dabei die religiösen und erotischen Komponenten des Originals entschärfte oder tilgte.

MfG Jürgen -wajdz- •
 
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