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Thema: Philatelie in der Presse
Das Thema hat 838 Beiträge:
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Seku Am: 22.07.2025 12:09:59 Gelesen: 134271# 814 @  
Ich zeige hier einen Bericht aus der Sächsischen Zeitung Görlitz vom 16. Juli




Habt alle einen schönen Tag und Zeit zum Lesen

Günther
 
Bendix Gruenlich Am: 11.08.2025 22:50:32 Gelesen: 129265# 815 @  
Die Frankfurter Allgemeine (FAZ) meldete am 08.08.2025

Britische Post hat Spaß mit Monty Phyton

Die FAZ teilt mit, dass die britische Post in einer zehnteiligen Briefmarkenserie Monty Phyton würdige. Darunter gäbe es zum fünfzigjährigen Jubiläum der Uraufführung des Kinofilms „Die Ritter der Kokosnuss“ vier Motive, die Szenen des Filmes zeigen würden.

Ferner gäbe es sechs Marken, die die Fersehserie „Monty Phyton’s Flying Circus“ zum Thema hätten, die Serie sei von 1969 bis 1974 zu sehen gewesen. Viele Sketche hätten Kultstatus erreicht, sechs seien auf Marken zu sehen.

Ich zeige mal den Block zu Ehren der Ritter, den ich auf der website der Royal Mail gefunden habe.



Bei der Gelegenheit weist die FAZ auf die weiteren danach kommenden Ausgaben der Royal Mail hin: Enten und Dampflokomotiven.

Mir fällt auf, dass die FAZ ganz gerne mal über Ausgaben des UK berichten, seien es Briefmarken oder Münzen.

Hinweise auf Ausgaben der Deutschen Post oder der regelmäßig ausgegebenen Silbermünzen (übrigens mit einem deutlich besseren Preis- / Leistungsverhältnis) der Bundesrepublik Deutschland haben es hingegen schwer.

Ich frage mich natürlich woran das liegt, und beantworte mir das so: das sind Agenturmeldungen, die international vermarktet werden und in der Vermarktung von eigentlich lokalen Kulturereignissen, sind die Briten - das muss der Neid ihnen lassen - einfach Spitze. Da eine Zeitung auch gefüllt werden muss, werden die wahrscheinlich die Agenturmeldung übernommen / gekauft haben.

Aber ich kenne die Monty Phyton-Truppe auch und habe über deren absurde Filme auch herzlich gelacht.

Wenn ich mal wieder im UK wäre, ich würde die Marken kaufen und nutzen.

Aber vielleicht seid Ihr ja bald in London (die Royal Philatelic Society hat da zum Beispiel demnächst eine Präsentation von Exponaten deutscher Sammler, habe ich heute hier im Forum gelesen), da könnt ihr ja mal einen modernen Beleg anfertigen und Freunde und Bekannte mit einem Kärtchen grüßen (aber nicht mit kürzlich ungültig gewordenen Machins zufrankieren, die Monty Phyton-Ausgaben sind nur Inland-First, da muss für Auslandsdestinationen etwas dazufrankiert werden.
 
JanClauss Am: 12.08.2025 14:21:33 Gelesen: 129105# 816 @  
Schick doch mal eine freundlich auffordernde Mail mit Bezug auf seine britischen Kollegen an den Philatelieleiter von DHL-Deutsche Post, Herrn Dr. Alexander Plum. Dessen Marketingteam könnte so etwas doch bestimmt auch umsetzen und in dieser ereignislosen Sommerflautenzeit an die F.A.Z. herantragen. Dessen Lesepublikum ist doch genau unsere philatelistische Zielgruppe.

Soweit mir bekannt, hat Dr. Plum folgende Mailanschrift:

a.plum@dhl.de oder alexander.plum@dhl.de (am besten beide Anschrifetn zugleich verwenden).
 
Christoph 1 Am: 12.08.2025 15:06:04 Gelesen: 129077# 817 @  
Vor einigen Tagen war ein sehr interessanter Artikel in meiner Lokalzeitung (HNA Kassel). Es ging dabei um die Übernahme einer Luftpostbrief-Sammlung durch den Geschichts-Arbeitskreis in Kassel-Waldau. Dabei spielte die Firma Fieseler eine gewisse Rolle und es wird über Stempel „Luftpostamt Cassel-Bettenhausen“ und „Kassel-Lufthafen“ berichtet. Sehr interessant.



Nun, wenige Tage später, lese ich zufällig eine Fortsetzung zu diesem Bericht. Dabei geht es um die Lebensgeschichte eines Diplomaten in den 1930er Jahren. Social Philately in Reinform.



Ich hoffe, die Auflösung ist hoch genug, so dass man alles lesen kann…

Viele Grüße
Christoph
 
Seku Am: 31.08.2025 21:39:05 Gelesen: 124418# 818 @  
Neue Wernigeröder Zeitung



Habt einen schönen Wochenanfang

Günther
 
Bendix Gruenlich Am: 06.09.2025 10:34:10 Gelesen: 122529# 819 @  
Deutschland: Postkarten - Schöne Grüße aus dem Urlaub

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete am 12.07. unter der Überschrift „Schöne Grüße aus dem Urlaub“ über eine kürzliche Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Deutschen Post unter 1.003 Bundesbürgern.

Das überraschende Ergebnis: 65% der Deutschen freuen sich über einen Urlaubsgruß per Postkarte. 69% fänden einen solchen Urlaubsgruß persönlicher als digitale Grüße.

Erst auf Platz 2 folgten mit 61% Whatsapp und vergleichbare Dienste. 37% freuten sich über einen Anruf aus dem Urlaub, 18% über Grüße mittels Social Media.

Die Deutsche Post befördere pro Jahr rund 96 Millionen Postkarten.

Die meisten Postkarten aus dem Ausland kämen aus Österreich, danach Italien, Spanien, Frankreich und der Schweiz.

Aus Deutschland in die Welt gingen die meisten Sendungen in die USA gefolgt von Österreich, den Niederlanden und die Schweiz.

Soweit die Meldung (die natürlich auch Marketing seitens der Deutschen Post ist).

Diese Nachricht erfreute mich außerordentlich, denn ich bin ja selber überzeugter Kartenschreiber und Vertreter dieser Meinung aus persönlicher Erfahrung.

Übrigens kostet der Versuch des Kartenschreibens heutzutage insoweit viel Arbeit, denn es ist - man glaube es oder nicht – seit ungefähr 2015 zum Teil wirklich schwer, Postkarten aufzutreiben.

Ich zeige zur Illustration wie so etwas aussehen kann (für alle die nicht mehr schreiben und auch keine Post mehr bekommen) eine Postkarte, die von Schweden nach Deutschland gelaufen ist.



Also, habt Ihr schon in diesem Jahr die Gelegenheit genutzt, Euch mittels einer kurzen Karte bei den Leuten, die Euch wichtig sind, in Erinnerung zu bringen?
 
Baber Am: 20.09.2025 09:18:23 Gelesen: 117596# 820 @  
Die gestickte Friedenstaube hat es heute in die Vorarlberger Nachrichten, hier die örtliche Zeitung, geschafft. Sie wird von der gleichen Stickereifirma Hämmerle & Vogel produziert, die auch schon die österreichischen Stickereimarken gestickt hat.

Wie viele "Abarten" es davon wohl wieder geben wird ?



Gruß
Bernd
 
buzones Am: 02.11.2025 13:40:07 Gelesen: 107202# 821 @  
Verein für Briefmarkenkunde Mainz

Gut besuchter Großtauschtag

Hier der „Vorbericht“ zum Jubiläums-Großtauschtag unseres Vereins für Briefmarkenkunde von 1885 e.V. Mainz am letzten Sonntag.

Trotz der Widrigkeiten aufgrund der aktuellen Baustellensituation rund um den Veranstaltungsort war die Veranstaltung gut besucht.

Es herrschte vor allem großer Andrang am Experten-Tisch, wo BesucherInnen Ihre mitgebrachten „Schätze“ begutachten lassen konnten.

Auch das Event-Team der Post war mit dem Verkaufserlös zufrieden – die anwesenden Händler und Sammler auch!


 
Lars Boettger Am: 27.11.2025 07:56:01 Gelesen: 92152# 822 @  
Die luxemburgische Post hat am Montag die Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken sowie die letzten Sondermarken für das Jahr 2025 vorgestellt.

Beste Grüsse!

Lars

Tageblatt-Online: https://www.tageblatt.lu/nachrichten/luxemburg/neue-sonderbriefmarken-zu-weihnachten/


 
Regis Am: 29.11.2025 14:19:23 Gelesen: 91540# 823 @  
Die Briefmarkenausstellung Chemnitzer Sammler vom 10.-12.Oktober 2025 mit 40 Rahmen und 11 Exponaten im alten Flughafengebäude hatte mehr als 300 Besucher und wurde in der Freien Presse kommentiert



und im Nachgang auch von der Stadtteilzeitung Südblick dargestellt.



so gesehen ein voller Erfolg, Regis
 
phornung Am: 30.11.2025 05:16:06 Gelesen: 91300# 824 @  
Schön, dass eine örtliche Zeitung noch jemanden schickt, der über die Ausstellung berichtet.

Nicht ganz so schön, dass durch so einen Bericht der Eindruck entsteht, dass das wohl einer der letzten Berichte dieser Art sein könnte. Das Lamento, es gebe keinen Nachwuchs, mag ja aus der Perspektive des Vereins nicht falsch sein. Es ist aber nur ein Teil der Wahrheit - wie man übrigens auch an diesem Forum hier sieht.

Also nein regis, so gesehen kein voller Erfolg. Die Tatsache, dass über uns berichtet wird, heißt leider längst nicht mehr, dass das alleine hilfreich ist. Es geht auch darum, wie berichtet wird.

In diesem Fall kann es natürlich sein, dass der Hinweis auf den fehlenden Nachwuchs irgendwann in den Gespräch gefallen ist, vielleicht sogar eher beiläufig. Dass Sammlerfreund Bernd Meyer der Reporterin begeistert von den Sammlungen erzählt hat. Nur rein journalistisch gesehen steht steht dann logischerweise der Ausblick am Ende eines solchen Textes. Und der ist düster. Das bleibt eben hängen.

Deshalb mein Appell an alle, die mit der Presse sprechen: Schaut über den Tellerrand Eures Ortsvereins, damit Ihr nicht als diejenigen erscheint, die bald schon als Letzte das Licht ausmachen. Denn ansonsten mangelt es Sammlerfreund Meyer ja nicht an Energie - ganz im Gegenteil: So eine Ausstellung auf die Beine zu stellen! Und 300 Besucher sprechen doch auch für sich.

Wir haben ein Hobby mit Zukunft, auch wenn es sich verändern wird und nicht mehr so ist, wie wir es als Kinder kennengelernt haben.
 
buzones Am: 17.12.2025 22:16:02 Gelesen: 86129# 825 @  
Ein Beitrag mit dem Titel „Die verstaubte Welt: Spurensuche nach einer verlorenen Leidenschaft“ verheißt erst einmal nichts Gutes, der Schluß stimmt aber durchaus versöhnlich. Auch wenn hier wieder die Blaue Mauritius als Traum aller Sammler herhalten muss, lassen die Hinweise auf die zunehmende Bedeutung von Social Philately und Postgeschichte für das Weiterleben der Philatelie doch vermuten, dass der Verfasser sich ernsthafter mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Die These des Autors: Das Briefmarkensammeln ist im Alltag nicht mehr präsent, denn „das Hobby war ein Ökosystem, das sich aus dem Abfallprodukt der globalen Kommunikation speiste“, einer Quelle, die heute weitestgehend versiegt ist. Stimmt, aber Material gibt es noch immer mehr als genug und der Spezialisierung sind keine Grenzen gesetzt. Sammler sind und bleiben glückliche Menschen!

Wie Peter Hornung in [#824] richtig schreibt: Wir haben ein Hobby mit Zukunft, auch wenn es sich verändern wird und nicht mehr so ist, wie wir es als Kinder kennengelernt haben.

Hier der Link: https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/die-verstaubte-welt-spurensuche-nach-einer-verlorenen-leidenschaft/ar-AA1QivUr?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=6942b591734c4683bb488c5991e8fb96&ei=49
 
DL8AAM Am: 18.12.2025 16:26:11 Gelesen: 85789# 826 @  
@ buzones [#825]

Normalerweise macht ja absolut keinen Sinn in einem Thema, in dem man die Philatelie in der Presse entdeckt und diese Veröffentlichung hier meldet, einen Kommentar zu schreiben.

Aber in diesem Fall muss ich Dir ein Danke für den Fund aussprechen. Ich habe selten so einen passenden und auch wirklich sachlichen Artikel zur aktuellen Lage der Philatelie gelesen und warum wir jetzt da stehen, wo wir stehen.

Ich kann deshalb nur jedem Durchsroller dieses Themas empfehlen, falls man diesen speziellen Artikel [1] bisher überlesen haben sollte bzw. eigentlich auch keinerlei Interesse an 'ich muss ja mal wieder irgendwas schreiben'-Artikeln von hilflos nach Inhalten suchenden Lokaljournalisten hat (mir gehts ja auch so...hi), diesen doch mal aufzurufen!

Nochmals Danke und
beste Grüße
Thomas

[1] https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/die-verstaubte-welt-spurensuche-nach-einer-verlorenen-leidenschaft/ar-AA1QivUr

... der Rest des Links oben [#825] - alles nach dem ? - sollte wohl eher nur Tracking-, Darstellungs- und ähnlichen "unnötigen" Zwecken dienen, oder? ;-)
 
philamaxi Am: 19.12.2025 16:10:50 Gelesen: 85462# 827 @  
Kleine Vorschau auf Ludwigsburger Kreiszeitung vom 20. Dezember 2025, mit Bericht über Briefe zum Thema Brennholz anno 1724-1725 für das im Bau befindliche Schloss + Residenz Ludwigsburg (Teil 1 in Beilage "Hie gut Württemberg").

Meinen herzlichen Dank an die Forums-Mitglieder, die mitgeholfen haben, die Texte der Briefe zu entschlüsseln !!


 
Seku Am: 19.12.2025 17:25:38 Gelesen: 85433# 828 @  
Brief­marke ungül­tig? Tutt­lin­ger ärgert sich über die Post



Gränzbote
Von Matt­hias Jan­sen
18 Dez. 2025

Bodo Ahrens nennt sich „Post­wert­ge­schä­dig­ter“. Sein Brief wurde von der Post­be­för­de­rung aus­ge­schlos­sen, obwohl er Porto bezahlt hatte. Zusätz­lich sollte er eine def­tige Strafe zah­len.

TUTTLINGEN – Da mus­ste der Tutt­lin­ger schon zwei­mal hin­schauen. An jenem Frei­tag wird Bodo Ahrens von der Deut­schen Post schrift­lich kon­tak­tiert, dass sein Brief nicht beför­dert wird. Der Grund: Die Brief­marke sei nicht mehr gül­tig.

„Ich war kon­ster­niert“, meint er. Frü­her wäre der Brief wegen unzu­rei­chen­der Fran­kie­rung an den Absen­der zurück­ge­schickt wor­den. Statt­des­sen bekam Ahrens eine Nach­richt, dass er 50,95 Euro für eine Wei­ter­lei­tung des Brie­fes zah­len solle - 95 Cent für die feh­lende Brief­marke und 50 Euro als „pau­scha­li­sier­ter Scha­den­er­satz“.

„Eine boden­lose Frech­heit“, fin­det Ahrens. „Die Post tat so, als ob ich etwas falsch gemacht hätte. Ich habe mich als Schul­di­ger gefühlt“, meint er.

Dabei war Ahrens extra am 24. Okto­ber in ein mit Post­dienst­lei­stun­gen beauf­trag­tes Geschäft in Tutt­lin­gen gegan­gen, hatte das Porto bezahlt und den Brief dort abge­ge­ben. Drei Tage spä­ter sei im Brief­zen­trum in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen die Sen­dung ohne gül­tige Brief­marke dann vor­ge­fun­den wor­den und von der Post­be­för­de­rung aus­ge­schlos­sen wor­den, fasst Ahrens das Gesche­hen zusam­men, das ihm am 31. Okto­ber von der Post schrift­lich geschil­dert wird.

Ahrens lässt das nicht auf sich sit­zen. „Ich habe Kon­takte zum Brief­zen­trum und habe mich erkun­digt“, berich­tet er. Mit den nöti­gen Infor­ma­tio­nen wen­det er sich dann an die Post. Die For­de­rung nach dem Scha­den­er­satz wird zügig zurück­ge­nom­men. Als „Wie­der­gut­ma­chung“erhält er zudem eine 95-Cent-Brief­marke, um den mitt­ler­weile zurück­ge­schick­ten Brief noch­mals beför­dern las­sen zu kön­nen.

Das reicht ihm aber nicht. „Ich hätte schon gerne eine Stel­lung­nahme gehabt, wie das pas­sie­ren kann“, sagt er.

Auf Nach­frage erklärt die Post gegen­über unse­rer Redak­tion, dass die „Filial­marke“, die als Auf kle­ber von den Post­mit­ar­bei­tern in der Filiale auf die Sen­dung geklebt wer­den, nur für den Tag der Aus­gabe gül­tig ist. „Sie müs­sen noch am sel­ben Tag ver­sen­det wer­den. Kun­din­nen und Kun­den dür­fen diese Mar­ken nicht mit nach Hause neh­men“, schreibt eine Pres­se­spre­che­rin der Post.

Anders als „klas­si­sche Brief­mar­ken“, die unbe­fri­stet nutz­bar sind und auch bei Por­to­än­de­run­gen durch Zusatz­mar­ken ergänzt wer­den kön­nen, gilt auch bei Inter­ne­t o­der mobi­len Brief­mar­ken eine beson­dere Frist. Porto, das nach dem Bezah­len im Inter­net selbst aus­ge­druckt oder mit­tels eines Schift­zugs beste­hend aus #PORTO und einer mehr­stel­li­gen Zei­chen­folge auf die Sen­dung notiert wurde, ist drei Jahre lang gül­tig.

In dem Fall von Bodo Ahrens hat sich her­aus­ge­stellt, dass die Her­aus­gabe der Filial­marke durch die beauf­tragte Filiale in Tutt­lin­gen „nicht zuläs­sig war. Wir haben unsere Part­ner bereits nach­ge­schult, um sol­che Fälle in Zukunft zu ver­mei­den“, teilt die Post­spre­che­rin mit. Was im Detail falsch gelau­fen sei, ließe sich jetzt nicht mehr nach­voll­zie­hen. Mehr als der Fall von Bodo Ahrens sei dem­nach auch nicht bekannt, heißt es von der Post.

Gene­rell, so erklärt das Unter­neh­men, wären laut einer Pri­vat­kun­den­stu­die aber 94 Pro­zent der Kun­den mit den Part­ner-Filia­len im Ein­zel­han­del zufrie­den. In den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren hätte sich die Anzahl der Ver­kaufs­stel­len und Pake­t­an­nah­me­punkte mehr als ver­dop­pelt.

Mehr als die Hälfte aller Haus­halte kön­nen diese Ser­vice­an­ge­bot in weni­ger als 500 Meter errei­chen, schreibt die Post. Auch die Öff­nungs­zei­ten wäre deut­lich län­ger.

Im Ver­gleich zum Jahr 1990 (im Durch­schnitt 18 Stun­den) lägen diese nun bei rund 55 Wochen­stun­den.

Bodo Ahrens hat sich beim Ver­sand sei­ner Post dann doch eher auf den elek­tro­ni­schen Weg ver­las­sen. Er hatte den Brief zuvor vor­sorg­lich ein­ges­cannt und hatte die­sen dann per Email ver­schickt. „Mit der Post hätte mir das zu lange gedau­ert“, sagt er.
 
Journalist Am: 15.01.2026 09:53:35 Gelesen: 77675# 829 @  
Hallo an alle,

gestern erschien in der FAZ (Frankfurter Allgemeine) ein schöner Artikel über Briefmarkensammler in Frankfurt und die Frankfurter Heinrich Köhler Bibliothek:



Es folgt nun der passende Link dazu:

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/wie-heute-briefmarken-gesammelt-werden-200401529.html

Viele Grüße Jürgen
 
sammler-ralph Am: 15.01.2026 14:22:00 Gelesen: 77517# 830 @  
@ Journalist [#829]

Guter Artikel, kein exzessives Jammern über die vergangenen guten alten Zeiten; schöne Beschreibung der Faszination von Philatelie heute.

Gruß
Ralph
 
saeckingen Am: 16.01.2026 10:42:18 Gelesen: 77248# 831 @  
@ Journalist [#829]

Danke fürs teilen dieses gut zu lesenden Artikels. Den Stil finde ich sehr gut, da Positives betont wird und das Negative erklärt! Der Artikel macht Lust aufs Sammeln, statt abzuschrecken!

Grüße
Harald
 
Journalist Am: 17.01.2026 09:07:37 Gelesen: 76898# 832 @  
@ sammler-ralph [#830]
@ saeckingen [#831]

Hallo an alle,

ja es ist ein sehr schöner Artikel über Briefmarkensammeln, ich war auch sehr positiv überrascht. Die Autorin hatte vorher in einem zweistündigen Telefonat sich schon mal bei unserem Kassenwart Björn Rosenau kundig gemacht und war dann zusammen mit einem Fotoreporter kurz vor Weihnachten in den Vereinsräumen und hat sich dort noch mal ausführlich mit den drei abgebildeten Vereinsmitgliedern unterhalten und es wurden diverse Fotos gemacht, ich war an diesem Tag zeitweilig auch anwesend, daher die eigenen Beobachtungen diesbezüglich.

Bisher ist der Artikel nur online vorhanden, er soll aber in der nächsten Zeit auch noch als Printversion erscheinen, ein genauer Termin ist hier allerdings noch nicht bekannt.

Viele Grüße Jürgen
 
wuerttemberger Am: 17.01.2026 10:25:37 Gelesen: 76867# 833 @  
Ein sehr schöner Artikel, der mir bis auf einen Satz gut gefällt: "Als erste deutsche Briefmarke nimmt der 176 Jahre alte „Schwarze Einser“ eine Schlüsselstellung in der deutschen Postgeschichte ein und zählt zugleich zu den international bedeutendsten Raritäten der Philatelie."

Wir hatten auch mal einen Journalisten da, der sich mehrere Stunden Zeit genommen hat und viele Notizen machte. Nach dem Ende des Interviews habe ich ihn dann gebeten, den fertigen Artikel uns vor der Veröffentlichung vorzulegen. Er meinte, dass das nicht üblich sei, aber ich konnte ihn mit dem Argument überzeugen, dass wir ihn und uns vor sachlichen Fehler schützen wollten. Das überzeugte ihn und wir bekamen den Text vor der Veröffentlichung zu lesen. Leider war dann letztlich eine Bildunterschrift im Artikel sehr mißverständlich formuliert, aber insgesamt war es ein sehr guter Artikel, der auf große Resonanz stieß.

Ein Organisator der Treffen von INFLA-Berlin hat auch immer Pressevertreter eingeladen, die in der Regionalzeitung kleine Artikel darüber schrieben. Die waren meist solala. Letztes Jahr zeigte er mir wieder einen Artikel über das Inflatreffen und der war sehr gut geschrieben und ohne sachliche Fehler - er schreibt die Beiträge jetzt selber.

Gruß
wuerttemberger
 
Bendix Gruenlich Am: 20.04.2026 22:53:47 Gelesen: 25283# 834 @  
Die Frankfurter Allgemeine (FAZ) meldete am 04.04.2026 auf Ihrer Seite „Heutzutage“ für Vermischtes:

Elisabeth II. werde gewürdigt

Die FAZ führte aus, dass anlässlich des 100. Geburtstages der 2022 verstorbenen britischen Königin Elisabeth II seitens der Deutschen Post eine Sonderbriefmarke ausgegeben wurde (die FAZ hat lustigerweise „geprägt“ geschrieben, aber wir Briefmarkensammler wissen natürlich, dass Briefmarken gedruckt werden. Das Prägen überlassen wir Münzstätten).

Die Marke sei in der britischen Botschaft vorgestellt worden.

Die Queen sei auch in Deutschland als Symbol der Versöhnung, moralische Autorität und Verkörperung von Pflichtbewusstsein und Stabilität hoch angesehen gewesen, so der Post-Bereichsvorstand Bernd Gemein.

Botschafter Mitchell: Ihre Besuche, ihre Herzlichkeit und ihr unerschütterliches Engagement für die Stärkung der Partnerschaft zwischen Deutschland und Großbritannien hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die Briefmarke sei eine rührende Würdigung ihres Vermächtnisses.

Hier die Ausgabe zu einem Nennwert von 1,25 (passt derzeit für Auslandspost bis 20 Gramm).



Entwurf von Thomas Steinacker.

Soweit die Meldung der FAZ.

Wie das kommt, dass alles Britische sofort in die Kolumnen kommt, die kürzlich erfolgte Sonderausgabe zu Ehren von Königin Luise von Preußen meiner Wahrnehmung nach hingegen nicht? Das liegt meiner Meinung nach daran, dass Elisabeth Windsor einfach Teil der angelsächsischen Popkultur geworden ist.

Und natürlich steht die Bundesrepublik nicht allein dar, denn wahrscheinlich ist Elisabeth II die am häufigsten auf Briefmarke abgebildete Frau der Welt.


 
swk-ler Am: 31.05.2026 10:35:48 Gelesen: 4179# 835 @  
Robert Habeck verwechselt im Spiegel-Spitzengespräch Plattenfehler mit Druckzufälligkeiten und wird nach einer Mitgliedschaft im BDPh gefragt:

https://www.youtube.com/watch?v=97Gfiilbx-k&t=1545s

(ca. 2 Minuten ab dem gesetzten Zeitstempel bei 25:45)
 
Jensen Am: 31.05.2026 11:23:33 Gelesen: 4150# 836 @  
@ swk-ler [#835]

Dass er vorgibt, nichtmal zu wissen dass es "Philatelist" heißt, erscheint mir wenig glaubhaft. Er versucht sich von dem Thema weitgehend zu distanzieren als wäre es hochgradig peinlich.
 
Richard Am: 31.05.2026 11:52:10 Gelesen: 4126# 837 @  
Robert Habeck – ein Briefmarkensammler ?

Unser Mitglied Wolfgang Maassen schrieb:

(wm-pcp) Der derzeitige Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Stellvertreter des Bundeskanzlers, dürfte wohl nahezu jedem bekannt sein. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 war er gemeinsam mit Annalena Baerbock Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Für die Bundestagswahl 2021 waren Baerbock und er das Spitzenduo der Grünen, wobei Baerbock Kanzlerkandidatin war.

2009 zog Habeck über die Landesliste der Grünen erstmals in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein und wurde dort Fraktionsvorsitzender. Bei der vorgezogenen Neuwahl 2012 sowie bei der Landtagswahl 2017 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei an. Von 2012 bis 2018 amtierte er als stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Natur (ab 2017 auch für Digitalisierung) im Kabinett Albig sowie im Kabinett Günther. Nach der Wahl zum Bundesvorsitzenden seiner Partei 2018 trat er von seinem Ministeramt zurück. Bei der Bundestagswahl 2021 errang er für die Grünen das Direktmandat im Wahlkreis Flensburg-Schleswig mit 28,1 Prozent der Erststimmen. Habeck wird dem „Realo“-Flügel der Partei zugeordnet.

All dies kann man bei Wikipedia in noch größerer Ausführlichkeit nachlesen. Bei den Recherchen zur Aktualisierung des „Wer ist wer in der Philatelie?“ (Redaktion: Wolfgang Maassen) stieß Barbara Wittig von der ArGe Brasilien zufällig auf einen Mitgliederantrag, den Habeck am 25. September 1983 ausgefüllt hatte. Damals wohnhaft in Heikendorf. Der Blick auf dessen Geburtsdatum (* 2. September 1969) belegt, dass es sich um eben den Robert Habeck handelt, den heute jeder kennt. Damals war er noch Schüler, gerade einmal 14 Jahre alt und sammelte offenbar Briefmarken von Brasilien. Er kreuzte auch an: „Ich werde BDPh-Mitglied“. Am 31. Dezember 1991 beendete er seine Mitgliedschaft, ob auch sein aktives Sammeln, das ist nicht bekannt.

Immerhin: Wer einmal vom „philatelistischen Affen“ gebissen worden ist, den lässt die Faszination vielleicht auch nicht mehr los. Wer weiß? Wobei er in diesen Zeiten ganz andere Sorgen und Probleme zu bewältigen hat.

https://aphv.de/robert-habeck-ein-briefmarkensammler/
 
Bendix Gruenlich Am: 03.06.2026 21:18:15 Gelesen: 1452# 838 @  
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) meldete am 02.06.2026 auf Ihrer Seite „Aus aller Welt“ für Vermischtes:

Die Mütter der Republik



Die italienische Post habe am 01.06.26 (leider falsch liebe FAZ, Poste Italiane meldet den 02.06.26) eine Sondermarke aus Anlass des 80. Jahrestages der Volksabstimmung vom 02.06.1946 herausgebracht.

Auf der Briefmarke sei eine Reproduktion einer ikonischen Aufnahme des Fotografen Federico Patellani (1911-1977) zu sehen. Das Foto zeige das strahlende Gesicht einer jungen Frau, die ihren Kopf durch das Titelblatt des Corriere de la Serra vom 06.06.46, in dem die Zeitung berichtete „E‘ Nata la Repubblica Italiane“, die italienische Republik sei geboren, steckt. Das Foto wurde Titelblatt der Zeitung „Tempo“.

Erst 2016 sei die Identität der jungen Frau enthüllt worden. Es handele sich um Anna Iberti (1922-1997), ausgebildet am Lehrerseminar, zum Zeitpunkt der Aufnahme Angestellte bei der sozialistischen Zeitung „Avanti“. Ihr Vater sei Vorarbeiter in einem Mailänder Autowerk und altgedienter Sozialist gewesen, so die FAZ. Die Familie habe sich am Widerstand gegen den Faschismus nicht beteiligt und Anna Iberti sei keine Partisanin gewesen. Ort der Aufnahme sei die Terrasse des Redaktionsgebäudes des „Avanti“ in Mailand gewesen.

Die Volksabstimmung hatte die Abstimmung über die Staatsform zum Gegenstand (Beibehaltung der Monarchie oder Republik). Es sei die erste Abstimmung mit Frauenwahlrecht in Italien gewesen und über die Besetzung der verfassungsgebenden Versammlung wurde auch abgestimmt. Die Wahlbeteiligung habe 89,1% betragen.

Die FAZ berichtet, Historiker seien sich einig, dass es ohne Frauenwahlrecht nicht zur zu einem Ergebnis pro Republik gekommen wäre (Ergebnis: 54,3% für die Republik).

Dann werden noch die Verstrickungen des Königshauses mit dem Faschismus erwähnt (Ernennung Mussolinis zum Ministerpräsidenten durch den König, Unterzeichnung der Rassegesetze 1938).

Dann gibt die FAZ vor, das Schicksal der Königsfamilie sei schnell erzählt, breitet das dann aber genüsslich über drei Spalten aus. Hier nur einige Höhepunkte. Ausreise des Prätendenten Umberto II 1947, Exil in Portugal. Enteignung. Einreiseverbot für die Familie bis 2002.

Reichlich saftige Skandale, so habe der Prätendent Viktor Emanuel seinen Lebensunterhalt mit Waffenhandel, Geldwäsche und Zuhälterei verdient und habe 1978 einen deutschen Touristen von seiner Yacht aus erschossen. Sein Nachfolger wiederum habe als Sportkommentator, in Realityshows und Finanzberater gearbeitet. Verheiratet mit einer Schauspielerin, Scheidung, lebt mit einem mexikanischen Model zusammen.

Einer aktuellen Umfrage zur Folge würden heute noch 14% der Italiener für eine Monarchie stimmen und der Fotograf Patellani sei Monarchist gewesen.

Soviel zum Artikel.

Vor kurzem wurde im Technik und Motor-Teil der FAZ auch eine Marke aus Italien, die Ducati-Motorräder würdigt, gezeigt. Der Reporter dort schwärmte umfangreich vom abgebildeten Motorrad, konnte mit der Nominale „B“ aber nichts anfangen.

Wir Philatelisten helfen da gerne weiter: B=Nominale für einen Inlandsbrief bis 20 Gramm, Preis per heute EUR 1,30.

Und hier zum Schluss noch eine weitere Marke zur Feier der historischen Republiken (von 1946) - eines meiner Lieblingsdesigns!



Buona serata!
 

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