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Thema: Digitalisierung und Wertermittlung der Sammlung
Dawar Am: 07.04.2021 20:26:56 Gelesen: 453# 1 @  
Tipps zur Digitalisierung und Wertermittlung

Moin!

Mein pensionierter Vater hat nun endlich mal Zeit, sich mit unserer Briefmarkenkollektion zu beschäftigen. Es sind viele Alben aus der ganzen Welt, die wir seit Jahrzehnten gesammelt haben. Gerne würden wir nun die Briefmarken digitalisieren, d.h. sie einscannen und identifizieren sowie deren Marktwert ermitteln.

Unser Wissen ist relativ begrenzt. Wir haben derzeit kostenpflichtige Abos bei:

http://findyourstampsvalue.com/

und

https://www.briefmarken.de/michelshop/de/michel-online

Wir wären dankbar, wenn wir hier Tipps kriegen würden zu den folgenden Themen:

1. Was ist der beste Prozess zur Digitalisierung? Sollen wir alle Marken in einer Excel-Tabelle erfassen und von dort aus die eingescannten Bilder verlinken?

2. Gibt es weitere Quellen, die für die Identifikation und Wertermittlung relevant und evtl. besser sind als die zwei oben aufgeführten?

3. Wann im Prozess lohnt es sich die Hilfe von professionellen Experten einzuholen (Attest)?

Danke und herzliche Grüsse,
Vater+Sohn
 
philaspass Am: 07.04.2021 21:29:56 Gelesen: 418# 2 @  
@ Dawar [#1]

Hallo Davor,

ich habe mich längere Zeit mit diesem "Problem" beschäftigt und bin für mich zu folgender Lösung gelangt.

zu 1: Für die reine Wertermittlung habe ich die Katalognummern, einschließlich der Untertypen, in eine Exceltabelle eingegeben. Diese dann entsprechend den Perioden oder Jahrgängen in Blöcke zusammengefasst. ( z.B. 1960 - 1969; 70-79ect.) Darin kann ich durch entsprechende Spalten Bestandslisten für die Sammlung, sowie Dublettenlisten nach gestempelt, ungestempelt erstellen.
Gleichzeitig habe ich über die Preise Jahrgangswertlisten. Durch Ausblenden nicht benötigter Kat.-Nr. kann ich hier auch Tausch- und Fehllisten erstellen und habe auch gleich den entsprechenden Wert. Bilder sind in diesen Listen nicht eingescannt.

zu 2: Als Alternative zu deinen kostenpflichtigen Abos empfehle ich eine offene Datenbank (z.B. Outlook o.Ä.) in der man sich entsprechende "Listen" aufbauen kann und die auch die Möglichkeit bieten Bilder einzuscannen. Hierzu sollte man sich im Vorfeld aber Gedanken machen was man in der Liste eingeben soll und muss um bei Abfragen auch die entsprechenden Ergebnisse zu erhalten. ( z.B. Untertypen nach Zähnung, Papier oder Farbe etc.)

Hier ist viel Vorarbeit erforderlich denn nachträgliche Änderungen, Ergänzungen oder Erweiterungen sind meistens sehr aufwendig.

zu 3: Einen Experten würde ich auf jeden Fall fragen ob er mir diesbezüglich Erfahrungen hat und welches Programm er mir ggf. empfehlen könnte. Sich eine Datenbank erstellen zu lassen kann eine ganz schön teure Angelegenheit werden. (Es sei denn man ist IT Experte und kann selbst programmieren.)

Hoffe, das dir das schon etwas weiterhilft.

Mit Gruß aus Hagen philaspass (Karl-Heinz)
 
EDMI Am: 07.04.2021 21:48:57 Gelesen: 404# 3 @  
@ Dawar [#1]

Hallo,

mit Michelsoft könntest Du das machen. Ist eine Access Datenbank. Es lassen sich eigene Bilder hinterlegen und individuelle Erweiterungen machen.
Man kann wenn man will seine gesamte Sammlung aufnehmen und die vielfältigsten Auswertungen machen.

VG
 
Silesia-Archiv Am: 07.04.2021 22:06:48 Gelesen: 393# 4 @  
@ Dawar [#1]

Hallo,

wie im Beitrag von philaspass [#2] schon geschrieben, der erste Weg einer Erfassung muss leider die sehr zeitaufwendige Sortierung sein. Zuerst nach Ländern und Ländergebieten, z.B. bei Deutschland: Deutsches Reich, Deutsche Bundespost, Deutsche Bundespost Berlin, DDR, Saarland, etc. Dann hat jede Marke eine Katalog-Nummer und nach dieser sollte man die Marken sortieren. Danach findet man ganz schnell einen Katalogpreis je nach postfrisch, gestempelt, FDC, usw. Dieser Katalog-Preis kann einer ersten Wertermittlung dienen, es ist aber nicht der Preis den man bei einem möglichen Verkauf erzielt. Diese Preise verlangen aber meistens die Briefmarken-Händler beim Verkauf.

Wenn man aus diversen Gründen nicht alle Kataloge anschaffen möchte, so hilft meist eine Rückfrage beim örtlichen Briefmarken-Sammlerverein, es gibt auch öffentliche Bibliotheken die solche Kataloge gegen eine geringe Gebühr ausleihen. Andernfalls kann ich die Webseite [1] empfehlen, allein schon zum ordnen der Marken.

Anhand von Katalog-Nummern kann man auch wunderbar Fehllisten über Exel-Tabellen, oder als Word-Datei erstellen, so mache ich es. Eingescannte Marken kann man hinzufügen. Eine umfassende Digitalisierung ist m.E. nicht notwendig.

Viel Erfolg!
Gruß Michael

[1] https://www.stampworld.com/de/
 
opti53 Am: 08.04.2021 14:04:40 Gelesen: 332# 5 @  
Hallo,

eingescannte Briefmarken führen schnell zu enormen Dateigrößen. Wenn es nicht darum geht, besonders wertvolle Stücke anhand eines Scans identifizierbar zu machen (falls sie mal abhanden kommen sollten), ist es vielleicht wichtiger, die Marken auch wieder auffindbar zu machen.

Wenn die Sammlungen z.B. in Vordruck-Alben untergebracht sind, besteht das Problem darin, dass die Marken dort nicht immer in der Reihenfolge der Michel-Nummern angeordnet sind. Deshalb bilde ich in Excel jede Seite in schematischer Weise mit Kästchen für jede Marke ab. Jedes Kästchen enthält die exakte Michelnummer, den Nennwert der Marke und den Katalogwert (ggfls mit Korrekturen wegen der Erhaltung). Bei Excel kann man auch Kommentare hinterlegen, wenn das erforderlich ist. Rechts vom dargestellten Albumblatt werden die Werte aufsummiert. Die jeweilige Seite wird mit einer Summe abgeschlossen. Auf diese Weise bekommt man schnell einen Überblick über die vorhandenen Marken.

Welche Ausgabe eines Kataloges verwendet wird, ist nicht so kriegsentscheidend, da sich die Katalogwerte in der Regel heute nicht mehr so dramatisch ändern. Ggfls. kann man von Zeit zu Zeit die besseren Stücke auf Veränderungen überprüfen.

Wenn man einmal mit einem solchen System angefangen hat, muss man aber alle Veränderungen einarbeiten, da es sonst veraltet, und die ganze Arbeit umsonst ist.

Vielleicht kann die geschilderte Methode als Anregung dienen.

Viele Grüße

Thomas
 
wheilmann Am: 08.04.2021 14:39:51 Gelesen: 319# 6 @  
@ Dawar [#1]

Hallo,

Ich habe meine Briefmarken "BRD" komplett eingescannt, in Excel erfasst und verlinkt.

Zwei kleine Bildchen dazu hier im Forum unter

"PPA Spezial: Angebot von geringwertigen Marken mit BPP Prüfvorschrift #16"

und

"Bund Liste aller selbstklebnenden Marken #15"

Gruß
Wolfgang
 
22028 Am: 08.04.2021 15:25:23 Gelesen: 303# 7 @  
@ Dawar [#1]

Ich befürchte, bei allem Enthusiasmus in Ehren, dass sich der Aufwand nicht lohnt. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Zeige doch einfach mal einige Beispielseiten der Sammlung aus aller Welt.

Und, bevor es an das Bewerten der Marken geht sollte man Katalogsicher sein, sprich, schon unterscheiden können ob man von der vermeintlich teuren Variante nicht doch nur die billige hat.

Reichrechnen am Wert nutzt nichts.
 
uli Am: 08.04.2021 17:39:14 Gelesen: 276# 8 @  
Ich sehe das genauso wie 22028 in Beitrag [#7].

Eine solch "penible" Digitalisierung ist vielleicht völlig unnötige Arbeit.

Deshalb: Zeigt bitte mal, was ihr da habt, und beantwortet uns die für das weitere Vorgehen und Tipps dazu wichtigste Frage: Was habt ihr mit der Sammlung vor?

Gruß
Uli
 
wheilmann Am: 08.04.2021 21:20:11 Gelesen: 226# 9 @  
Hallo zusammen,

als ich Ende 2008 viel Zeit im Ruhestand hatte, sagte mir mein Sohn: Papa, du kannst dich ja mal mit meiner Briefmarkensammlung beschäftigen, kennst dich doch in Excel ein wenig aus.

Gesagt, getan! Eine wunderbare Beschäftigung, keinen Stress mehr. Ich bin froh für diese tolle Idee. Ärgere mich nicht mehr über Politik und habe das Smartphone links liegen lassen (brauche ich nicht) und beschäftige mich heute mit Poststempeabdrucken / Postleitzahlen.

Die Briefmarkensammlung ist längst in Excel gelistet.

Gruß Wolfgang
 
Richard Am: 09.04.2021 10:20:09 Gelesen: 163# 10 @  
@ Dawar [#1]

Es sind viele Alben aus der ganzen Welt, die wir seit Jahrzehnten gesammelt haben. Gerne würden wir nun [...] deren Marktwert ermitteln.

Hallo,

kannst Du bitte definieren, was ein Marktwert ist ?

- der Preis, zu dem Du derzeit Marken kaufen kannst ?

--- von Privat ?
--- vom Fachhändler ?
--- auf Auktionen ?
--- mit oder ohne Beachtung der Qualität von Marken (Zähnung, Gummierung, Stempel) ?

- der Katalogpreis ?

--- aus welchem Katalog ?

- der Marktpreis im Handel zwischen privaten Sammlern [1] [2] ?

- der Preis, zu dem Du derzeit Marken verkaufen kannst ?

--- an Privat ?
--- an den Fachhändler ?
--- auf Auktionen ?

Und, wie schon geschrieben wurde; ohne dass Du uns Scans der nach Deiner Meinung 10 wertvollsten Marken aus der Sammlung zeigst - bitte mache das gleich - wirst Du keine für Dich brauchbaren Antworten erhalten.

Schöne Grüsse und viel Erfolg, Richard

[1] https://www.briefmarken-kursliste.de/index
[2] https://www.philawert.de/index
 
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