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Thema: Grobsendungsstempel zur Entwertung von Frankatur
Das Thema hat 59 Beiträge:
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Cheri50 Am: 31.07.2014 23:12:14 Gelesen: 38779# 35 @  
Germania Aufdruck Kowno

Hallo,

ich habe eine 10 Pf. Germania gefunden, die einen senkrechten Aufdruck "Kowno" hat. Im Michel habe ich dazu nichts gefunden. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand etwas dazu sagen könnte. Danke im voraus für Eure Mühe.

Gruss
Christoph


 
Stefan Am: 31.07.2014 23:21:23 Gelesen: 38775# 36 @  
@ Cheri50 [#35]

ich habe eine 10 Pf. Germania gefunden, die einen senkrechten Aufdruck "Kowno" hat.

Mir sieht die Entwertung (in diesem Fall trotz Handstempelabschlag kein Aufdruck) nach einem Päckchenstempel aus. Schau mal hier: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1893&page=0 bzw. http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=36647#M1

Gruß
Pete
 
Cheri50 Am: 01.08.2014 01:37:23 Gelesen: 38759# 37 @  
Hallo Pete,

Danke für Deine Antwort, habe ich wieder etwas gelernt.

Viele Gruesse

Christoph

[Beiträge [#35] bis [#37] redaktionell ins passende Thema verschoben]
 
Kreteedi Am: 06.08.2014 13:10:10 Gelesen: 38711# 38 @  
Gummihandstempel

Hallo und guten Tag,

nach dem 1. und besonders während des 2. Weltkriegs wurden Gummistempel hauptsächlich auf Päckchen angebracht. Meine Frage lautet: Wie ist die richtige Bezeichnung für diese Stempel?

viele Grüße

Kreteedi


 
Rainer HH Am: 06.08.2014 14:10:56 Gelesen: 38688# 39 @  
Ich meine zu 99% "Grobsendungsstempel" gelesen zu haben.

Gruß Rainer
 
volkimal Am: 06.08.2014 14:57:54 Gelesen: 38674# 40 @  
@ Kreteedi [#38]

Hallo Kreteedi,

falls es zusätzlich um die Stempelform nach Anderson geht, ist "Zeilenstempel" bzw. genauer "Zeilenstempel Einzeiler" die passende Bezeichnung. In der Stempeldatenbank ist es "Zeilenstempel 1z".

Volkmar
 
DL8AAM Am: 06.08.2014 15:54:01 Gelesen: 38654# 41 @  
@ Rainer HH [#39]

Jou, siehe auch http://www.philaseiten.de/thema/1893

Thomas

[Beiträge [#38] bis [#41] redaktionell in das von Thomas genannte Thema verschoben]
 
Kreteedi Am: 07.08.2014 15:12:02 Gelesen: 38566# 42 @  
@ DL8AAM [#41]

Hallo,

Danke allen für die Antworten, hat mir weiter geholfen.
 
JoshSGD Am: 15.11.2014 21:35:03 Gelesen: 45082# 43 @  
Guten Abend,

zu späterer Stunde ein Fernbrief bis 20g aus der PP 24 (12.11. - 20.11.23) von Offenbach nach Weinheim vom 15.11.23. Frankiert mit 10 Mia Mark, MeF Mi.Nr. 325 A P a im Zehnerblock.

Als kleines Schmankerl ein Sonderstempel (Nr. 265 nach Filbrandt) und Notentwertung von Offenbach, dazu den "Sprung im Korbdeckel) auf der 2. Marke von oben, linke Reihe.



Gruß
Josh

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
 
Pfingstmond Am: 23.07.2017 12:13:15 Gelesen: 27201# 44 @  
Stempel auf der DR A113

Liebe User,

mir sind folgende Entwertungen der Germania A113 aufgefallen. Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Einzeiler z.B. kenne ich nur aus Altdeutschland. Sind die anderen Notentwertungen?

Danke




 
erron Am: 23.07.2017 13:49:03 Gelesen: 27167# 45 @  
@ Pfingstmond [#44]

Das sind sogenannter Paketstempel (Grobsendungsstempel).

Diese Stempel wurden auf unebenen Postsendungen wie Päckchen, Pakete, Warenproben, etc. angebracht, da die Entwertung der Marken mit normalen Hand- oder Rollstempeln oft nicht möglich war.

Es sind einfache Gummistempel. Diese konnten sich der unebenen Oberfläche besser anpassen, und die Marken wurden zwar recht grob jedoch vollständig entwertet.

mfg

erron
 
Pfingstmond Am: 23.07.2017 13:59:16 Gelesen: 27158# 46 @  
Danke dir, Erron.

[Beiträge bis [#46] redaktionell in das passende Thema verschoben]
 
Markus Pichl Am: 23.07.2017 21:08:02 Gelesen: 27034# 47 @  
Hallo,

hier ein Dienstbrief, von Berlin nach Hannover. Der Brief ist tarifrichtig für einen Fernbrief bis 20 g Gewicht freigemacht und die Frankatur von insgesamt 75.000 Mark ist lediglich nur mit einem Tagesstempel "BERLIN C 2 D P 13.9.23" entwertet, sonst mit einem Grobsendungsstempel "BERLIN C 2".

Absender war der "Evangelische Marineprobst" (apierter Briefstempel aus der Kaiserzeit) und Empfänger ein geheimer Konsistorialrat beim Landes-Konsistorium in Hannover.



MfG
Markus
 
volkimal Am: 30.07.2017 10:02:51 Gelesen: 26794# 48 @  
Hallo zusammen,

diese Korkstempel aus dem Deutschen Reich, Danzig bzw. dem Memelgebiet passen zu diesem Thema:





Diese Korkstempel werden auch als "Killerstempel" bezeichnet. Bei dem Päckchen-Stempel aus dem Memelgebiet passt der Name besonders gut. Ein großer Teil der Marke ist nicht mehr zu sehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
inflamicha Am: 30.07.2017 16:40:19 Gelesen: 26749# 49 @  
@ volkimal [#48]

Hallo Volkmar,

streng genommen passen die unteren beiden Entwertungen nicht ins Thema, da die stummen Stempel hier nicht vorrangig der Markenentwertung dienten. Diese war ja schon durch den Schalterstempel erfolgt. Die zusätzlichen stummen Entwertungen dienten vielmehr als sog. Sicherungsstempel bei Paketkarten, d.h. die Marken sollten gegen Entfernung bzw. Entwendung der kompletten Paketkarte gesichert werden. Viele Postler sammelten selbst oder aber wussten dass die höheren Werte bei Sammlern sehr begehrt waren. Da ließ sich so manche Mark nebenbei machen. Besonders das "Verschwinden" der ganzen Paketkarten störte den Betriebsablauf, nicht zuletzt war der Zeit- und Arbeitsaufwand für das Erstellen von Ersatzpaketkarten erheblich. Deshalb wurde die zusätzliche Entwertung der Frankaturen, insbesondere der höheren Werte postseitig angeordnet, um die Marken für die Sammler unattraktiv zu machen. Ich will das mal anhand von 3 Beispielen zeigen, obwohl diese Belege ja nun auch nicht in dieses Thema passen.
1. Zusätzliche Tintenstriche:



Besonders in Bayern häufige Form der Sicherungsentwertung, bei dieser Paketkarte wurden alle Marken nochmals mittels Strich entwertet.

2. Stumme Stempel, aus Kork, Gummi, Leder o.ä. Materialien gefertigt:



In Hannover wurden die höherwertigen Marken zu 4 Mark zusätzlich zum Schalterstempel mit Korkstempel und nochmals mit Kopierstiftstrich versehen, die "kleinen" Werte zu 1 Mark jedoch nicht.

3. Lochungen:



Die Lochungen stellten eine besonders rabiate Form der Markensicherung dar- kein Sammler wollte wohl solche Marken in seiner Sammlung haben. Auch hier schön zu sehen, dass nur die "hohen" Markwerte gelocht wurden, die kleinen 10 Pf.-Marken blieben ohne Durchlochung.

Mit dem Fortschreiten der Inflation unterblieben solche Sicherungsentwertungen, es klebten ja auf allen Poststücken hohe Markenwerte. In den ehemals deutschen Gebieten wurde diese Praxis teilweise fortgeführt, besonders intensiv und lange bei der Danziger Post.

Noch einen schönen Sonntag wünscht

Michael
 
Stefan Am: 03.08.2017 18:49:13 Gelesen: 26589# 50 @  
@ inflamicha [#49]

In Hannover wurden die höherwertigen Marken zu 4 Mark zusätzlich zum Schalterstempel mit Korkstempel und nochmals mit Kopierstiftstrich versehen, die "kleinen" Werte zu 1 Mark jedoch nicht.

Ich finde die zweite Sendung recht interessant, da diese nach Tondern in Dänemark adressiert war. Wäre die Paketkarte ein Jahr früher gelaufen, wäre Tondern noch Bestandteil des Abstimmungsgebietes Schleswig gewesen. Dieser Ort kam mit der Zone 1 im Sommer 1920 zu Dänemark, nachdem am 10.02.1920 die Bevölkerung dieser Zone mehrheitlich für den Anschluss an Dänemark gestimmt hatte. Die neuen dänischen Tagesstempel (u.a. für den Ort Tondern, dänisch Tonder) wurden ca. Mai/Juni1920 eingeführt.

Gruß
Pete
 
Bernstein26 Am: 23.09.2021 21:53:15 Gelesen: 6085# 51 @  
Einen schönen guten Abend in die Runde,

Bei einem Briefstück mit Deutsches Reich MiNr 795 bin ich an dem Stempel hängengeblieben. Ich habe diese Form der Entwertung bisher noch nicht gesehen. Kann mir jemand mehr Informationen dazu geben? Vielen Dank für Eure Anmerkungen.

Bernhard


 
Lars Boettger Am: 24.09.2021 07:56:16 Gelesen: 6043# 52 @  
@ Bernstein26 [#51]

Hallo Bernhard,

das ist ein sog. "Grobsendungsstempel" oder wahlweise auch "Päckchenstempel". Du kannst erkennen, dass die Marke wahrscheinlich auf Packpapier geklebt wurde. In Packpapier wurden z.B. Kleidungsstücke eingepackt und als Päckchen versandt. Der Tagesstempel wäre auf der weichen Unterlage (Marke + Packpapier + Kleidungsstücke) nicht zu lesen gewesen. Darum behalf man sich bei der Markenentwertung mit einem Hilfsstempel aus Kork oder Holz. Spezialisten können Dir manchmal sagen, wo ein Stempel im Einsatz war. Um das herauszubekommen, braucht man aber vollständigere Belege, nicht nur ein Briefstück.

Beste Grüße!

Lars

[Beiträge [#51] und [#52] redaktionell verschoben aus dem Thema "Stempel bestimmen: Wer kennt diesen Stempel ?"]
 
mark94 Am: 15.02.2022 12:49:15 Gelesen: 3874# 53 @  
Deutsches Reich 266 Zwischenstegpaar - Entwertung ?

Was ist zu sehen? Ein Zwischenstegpaar der Nr. 266 vom Rand auf Teil einer Briefrückseite. Die Entwertung erfolgte durch 4 L1 Berlin. Ein Datum ist nicht zu erkennen. Keine weiteren Informationen auf der Rückseite des Briefstücks.

Frage, wie ist das einzuschätzen? Mein erster Gedanke war eine Nachentwertung weil sich die Marken augenscheinlich auf der Briefrückseite befinden und so erst mal durchgerutscht sein könnten. Aber natürlich kommt man bei Marken der Inflation auch auf andere Gedanken. Ich bin kein Spezialist auf diesem Gebiet.

Weiß jemand mehr?


 
erron Am: 15.02.2022 15:37:50 Gelesen: 3785# 54 @  
@ mark94 [#53]

Die Stempelabschläge halte ich für eine Grobstempelentwertung, wie sie oft auf Paketen zu finden ist.

mfg

erron
 
philast Am: 15.02.2022 16:09:53 Gelesen: 3776# 55 @  
Hallo,

das würde ich zunächst nicht als echt und zeitgerecht durchgehen lassen. Bestenfalls kann ich da 'berlin' erkennen. Mit kleinem 'b'.

Eine Zwischenstegmarke hat man am Schalter eher nicht komplett bekommen. An das normale Publikum sind die Marken eher ohne störende Ränder abgegeben worden oder die haben es selber abgetrennt. Ein Sammler hätte auf einem normalen Poststempel bestanden und nicht so etwas.

Aufgeklebt auf der Rückseite eines Briefumschlags. Nach der Inflation hat man häufiger die unbrauchbaren Marken als Verschlussmarken verwendet.

Also ich würde das Stück als nicht brauchbar einordnen.

Sorry dafür.

Grüsse
philast
 
inflamicha Am: 15.02.2022 18:50:39 Gelesen: 3744# 56 @  
Guten Abend,

ergänzend zu meinen Vorrednern noch die Anmerkung, dass auch Grobsendungsstempel und Notentwertungen in der Regel mit schwarzer Stempelfarbe ausgeführt wurden, in blau stellt das die absolute Ausnahme dar. Also eher "Nachstempelung".

Gruß Michael
 
erron Am: 16.02.2022 07:25:41 Gelesen: 3689# 57 @  
@ philast [#55]
@ inflamicha [#56]

Komme auch langsam zu dem Entschluss, dass es sich um eine Nachstempelung handelt.

@ Michael

Dann habe ich bei diesem Beleg mit einem Grobssendungsabschlag, ist zwar nicht blau, aber blauviolett, wohl eine Ausnahme.



Ist der einzige in dieser Stempelfarbe, den ich habe.

mfg

erron

[Beiträge [#53] bis [#57] redaktionell verschoben aus dem Thema "Deutsches Reich 266 Zwischenstegpaar - Entwertung ?"]
 
volkimal Am: 04.08.2022 20:51:58 Gelesen: 389# 58 @  
Hallo zusammen,

gehört dieser Stempel aus Lübeck vom 7.7.1921 eigentlich zu diesem Thema? Ich konnte bisher nichts zu dem Stempel erfahren.



Zweizeiliger Rechteckstempel in violetter Farbe. Vom Papier her könnte sich um einen großen Umschlag gehandelt haben. Das Porto von 80 Pfennig gab es z.B. für Drucksachen bzw. Warensendungen (jeweils 250-500 g).

Viele Grüße
Volkmar
 
inflamicha Am: 04.08.2022 20:58:39 Gelesen: 382# 59 @  
@ volkimal [#58]

Hallo Volkmar,

dieser Stempel gehört in die Kategorie der Päckchen- oder Grobsendungsstempel. Diese Gummistempel wurden speziell für weiche, unebene und federnde Flächen angefertigt und lieferten lesbarere Abdrucke als die sonst verwendeten Stahlstempel. Eine Verwendung für Notentwertungen ist natürlich trotzdem möglich, war aber nicht der primäre Grund für die Anschaffung solcher Stempelgeräte.

Gruß Michael

[Beiträge [#58] und [#50 redaktionell verschoben aus dem Thema "Not- und Behelfsentwertungen im Inflationzeitraum bis 1923]
 

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