Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (254) Deutsches Reich Feldpost 2. Weltkrieg
Das Thema hat 268 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9   10   11 oder alle Beiträge zeigen
 
Sennahoj Am: 28.12.2016 20:35:12 Gelesen: 113151# 219 @  
Guten Abend,

ich möchte euch einen Feldpostbrief zeigen, den ich mir noch nicht ganz erklären kann.

So viel habe ich mittlerweile herausgefunden:

Der Brief lief nicht von einem Soldaten an eine Privatperson, sondern von einer Privatperson an einen Soldaten (Heimat - Front). Ob das erlaubt war, ist mir leider noch unklar.

Empfänger war der Unteroffizier Rolf Schalla mit der Feldpostnummer L40768. Nach meinem Wissen steht das "L" für Luftstreitkräfte. Der Unteroffizier befand sich zu der Zeit im Reservelazarett München II (LGP München 2).

Absender war eine Postlageradresse aus Berlin Halensee I. Der Brief wurde aber erst in Berlin NW ?? (ich vermute NW 7) mit dem Maschinenstempel versehen.

Nicht erklären kann ich mir den Vermerk "No 23", der scheinbar von einem Postler angebracht wurde. Ich dachte zuerst an Nachporto, kann mir aber nicht erklären, wie sich 23 Pfennig zusammensetzen sollen. Ich denke, es handelt sich deshalb um etwas anderes. Kann hier jemand helfen?



Ich bitte um mithilfe beim klären der offenen Fragen. Sobald der Brief vollständig erklärt ist, werde ich ihn in mein Exponat einbauen.

Viele Grüße und schönen Abend
Johannes
 
jmh67 Am: 28.12.2016 21:13:58 Gelesen: 113139# 220 @  
@ Sennahoj [#219]

Wenn der Mann im Lazarett war, dann vielleicht auf Zimmer 23? Blauer Buntstift war ja nicht unbedingt für die Post reserviert.

-jmh
 
HWS-NRW Am: 28.12.2016 22:53:42 Gelesen: 113110# 221 @  
@ Sennahoj [#219]

Hallo,

der Brief ging an einen Unteroffizier der Sanitäts-Flugbereitschaft 6 (FP-Nr. 40768). Grundsätzlich konnten beide Seiten, also Privatpersonen (Familie usw.) und die Soldaten ihre Post portofrei versenden, wenn der Zusatz "Feldpost" auf dem Beleg vermerkt war, oft wurde auch noch ein sog. Briefstempel (Einkreisstempel, innen mit dem NS-Symbol) abgeschlagen.

Hier hätte der Briefstempel der Flugbereitschaft abgeschlagen werden können als sog. Eingangsstempel. Ob der Empfänger tatsächlich in dem Lazarett gewesen ist, läßt sich nur vermuten oder gibt es einen Briefbogen. Zu der Nummer kann ich leider auch nichts sagen, es gab zahlreiche Soldaten und Familienangehörigen, die die eingetroffenen Belege "nummeriert" haben, um zu überprüfen, ob auch jeder FP-Brief angekommen ist.



Hier ein Beispiel aus meinem Radfahr-Truppen-Exponat.

In welches Exponat möchtest Du den Beleg denn einbauen ?

mit Sammlergruß
Werner
 
axelotto Am: 03.01.2017 18:49:45 Gelesen: 112609# 222 @  
Hallo,

habe da mal eine Frage.

Ist das ein Gitterstempel aus Berlin? Absender war ein Gefreiter Lang aus Berlin Kann man das rausbekommen? Eigentlich müsste es ja man an Hand der Feldpost Nr. können. Nun habe ich aber nicht die Möglichkeit dazu und möchte Euch bitten mir zu helfen.

Habe dann noch eine Karte und 2 Briefe, die mich aber nicht interessieren und könnte sie abgeben.


 
Belgiensammler Am: 03.01.2017 20:25:37 Gelesen: 112583# 223 @  
Hallo,

versuch mal hier http://www.axishistory.com/about-ahf/383-germany-military-other/feldpost/8994-feldpost-numbers - da findet man fast alle Einheiten.

Viel Erfolg
Karl
 
Sennahoj Am: 09.01.2017 21:09:16 Gelesen: 111946# 224 @  
@ HWS-NRW [#221]
@ jmh67 [#220]

Vielen Dank euch beiden für die Hilfe!

@ HWS-NRW [#221]

Der Beleg kommt in mein thematisches Exponat "Advents- und Weihnachtsbräuche im deutschsprachigen Raum" in die Kategorie "Weihnachtspost in Kriegszeiten". Ein Exponat speziell zum Thema Feldpost habe ich nicht.

Viele Grüße
Johannes
 
HWS-NRW Am: 09.01.2017 21:46:03 Gelesen: 111938# 225 @  
@ Sennahoj [#224]

Hallo Johannes,

was hat Dein Brief mit "Weihnachten" zu tun? Ich als Thematik-Juror (Rang II) finde da leider nichts aussagekräftiges. Das Datum 6.12. ist meines Erachtens kein Grund, diesen Beleg im Thema "Kriegs-Weihnacht" zu verwenden.

Sorry, hab noch mal Deinen Beleg angesehen, es geht im MWSTp ja um Weihnachtspost, den gibt es aber auch auf anderen, normalen Belegen.

Dann bräuchtest Du aber auf den Feldpostbrief und den Hintergrund (Einheit etc.) selber nicht intensiv eingehen. Anders sähe es aus bei der Verwendung von Airgraphs, siehe drei Beispiele.



mit Sammlergruß
Werner
 
stampmix Am: 02.02.2017 19:50:19 Gelesen: 110716# 226 @  
Hallo zusammen,

manchmal hilft bei der Stempelbestimmung die Absenderangabe und das Ansichtskartenmotiv. ;-)



Tarnstempel aus Karlsruhe am 18.4.1941 abgeschlagen

besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 04.02.2017 17:03:12 Gelesen: 110512# 227 @  
hallo zusammen,

hier hat ein Postfreistempel ohne Orts- und Wertangabe sein Bestes als Tarnstempel gegeben.



besten Gruß
stampmix
 
Totalo-Flauti Am: 25.02.2017 11:51:07 Gelesen: 109385# 228 @  
Liebe Sammlerfreunde,

auf einer Luftfeldpostkarte vom 16.07.1942 fand ich den dreizeiligen Stempel "Einheit nimmt am Luftfeldpostdienst nicht teil". Die Karte wurde zum wahrscheinlich schnelleren Versand mit der Luftfeldpostmarke Mi.1 versehen. Da der Adressat wohl in Hamburg (Stab Flak-Regiment 51) und nicht an der russischen Front stationiert war, erfolgte keine Beteiligung der Einheit an der Luftfeldpost. Meine Frage ist, wer brachte den dreizeiligen Stempel auf die Karte? Geschah das schon bei der Post oder erst bei der Übergabe an die Feldposteinheiten, die eine Zuordnung zu den Feldpostnummern vornahmen?

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Fips002 Am: 10.03.2017 21:28:57 Gelesen: 108164# 229 @  
Der Brief vom Oberkriegsgerichtsrat in Straßburg/Elsass, 29.6.1944, an die Feldpostnummer 199/1F konnte nicht zugestellt werden und ging wieder zurück.
Den Briefstempel - Gericht der ... Nr. 155- kann ich nicht erklären.

Zur Feldpostnummer 199 könnte es sich um das Grenadier-Regiment 199 handeln, bin mir aber nicht sicher. Wo war dieses Regiment eingesetzt?

Der Oberkriegsgerichtsrat gratuliert im Brief seinen Neffen zur Auszeichnung zum Deutschen Kreuz in Gold und zur silbernen Nahkampfspange.





Gruß Dieter
 
HWS-NRW Am: 10.03.2017 23:42:05 Gelesen: 108147# 230 @  
@ Fips002 [#229]

Hallo,

der Empfänger des Briefes war ein Soldat der 25.1.1943-31.7.1943 Stab und 1.-5. Kompanie Divisions-Bataillon 267, das belegt die Feldpost-Nummer 19911 F, die bis September 1944 verwendet wurde. Also kein "Grenadier-Regiment 199", wie von Dir vermutet.

mit Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 22.03.2017 10:11:13 Gelesen: 107447# 231 @  
Zwei Feldpostbelege aus dem Fliegerhorst KÖNIGSBERG(NEUMARK) vom 18.12. und 30.12.1942, abgeschlagen der rote Briefstempel Fliegerhorstkompanie Königsberg/Nm.





Info:https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegerhorst_K%C3%B6nigsberg-Neumark

mit Sammlergruß,
Claus
 
Pete Am: 24.03.2017 16:28:43 Gelesen: 107145# 232 @  
In einer Krabbelkiste mit Ansichtskarten fand sich das nachfolgende Exemplar. Der Kartenvorderseite und dem Vermerk "Osten Feldpost" nach dürfte es sich um eine Sendung handeln, welche während des Polenfeldzuges geschrieben und aufgegeben wurde. Der Absender notierte als Datum den 17.09.1939, der Feldpoststempel datiert zwei Tage später den 19.09.1939.



Lässt sich feststellen, wo sich der Abender befand, als die Karte geschrieben wurde? Oberhalb der Datumsangabe am rechten Kartenrand ist (unzulässigerweise?) vermerkt "30 km östl. ...".



Recherchen über Google nach handelt es sich bei dem Ansichtskartenmotiv um den Grubensee der Grotte Piłsudski im Salzbergwerk von Wieliczka, der Ort selbst ca. 10 km südöstlich von Krakau gelegen. Wieliczka gehörte vermutlich wenige Monate später zum Generalgouvernement.

Gruß
Pete
 
Ameise Am: 02.04.2017 18:13:36 Gelesen: 106164# 233 @  
Stempel von Brockau (KR Breslau) aber von 1953 ?

Hallo,

ich habe am Wochenende einen kleinen Posten Feldpost eines Wehrmachtsangehörigen bekommen. Dabei war eine Karte mit dem Stempel Brockau (KR Breslau) aber mit einen Datum von 15.3.53 (?). Leider ist von dem Ort Brockau nur "au" richtig lesbar abgeschlagen, deshalb vermute ich mal, dass es sich um Brockau handelt. Auf jeden Fall ist aber "(KR BRESLAU)" richtig gut zu lesen. Nun meine Frage: Kann es überhaupt möglich sein, dass 1953 noch deutsche Stempel verwendet wurden? Die Karte wurde am 14.3.42 geschrieben. Oder ist hier aus Versehen das Stempeldatum falsch eingestellt gewesen?

Viele Grüße aus Sachsen
Enrico Herzog


 
Lars Boettger Am: 02.04.2017 18:36:42 Gelesen: 106147# 234 @  
@ Ameise [#233]

Hallo Enrico,

das Stempeldatum wurde falsch eingestellt:

"5" statt "4" und "3" anstatt "2".

Beste Grüße!

Lars
 
Ameise Am: 03.04.2017 07:41:22 Gelesen: 106096# 235 @  
Hallo Lars,

das habe ich mir schon gedacht. Der 15.3. im Poststempel passt ja auch dazu.

Postbeamte sind auch nur Menschen. Es wäre interessant, wie lange er an dem Tag mit falschen Datum gestempelt hat.

Vielleicht finde ich noch eine Abstemplung vom 15.3.42.

Viele Grüße Enrico
 
HWS-NRW Am: 17.04.2017 13:19:58 Gelesen: 103805# 236 @  
@ Ameise [#235]

Hallo Enrico,

sachlich gesehen ist es auch keine Feldpostkarte, da wurde ein dafür vorgesehenes Formular "privat" genutzt, daher auch die Nachgebühr und der fehlende Briefstempel des Schreibers.

mit Sammlergruß
Wener
 
HWS-NRW Am: 17.04.2017 13:31:21 Gelesen: 103799# 237 @  
Von mir heute noch zwei Belege, die ich für mein nächstes Buch über die Sanitätstruppen in Berlin zusammentrage:

"Lazarettschiff BERLIN" (FP-Nr. 07520)





Die untere Karte hatte einen etwas längeren Beförderungsweg, da der Herr Marinearzt wohl inzwischen ins Marine-Lazarett Libau versetzt worden war.

mit Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 27.04.2017 11:38:06 Gelesen: 103035# 238 @  
Feldpost / Ansichtskarte aus Dresden mit Maschinenstempel DRESDEN N 25 / k / 12.9.41.-20 / LUFTPOST BEFÖRDERT BRIEFE-ZEITUNGEN-PAKETE. Mit grünen Briefstempel des Genesenden-Kompanie-Infanterie-Ersatz-Bataillon 514



mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 27.04.2017 13:26:46 Gelesen: 103020# 239 @  
@ Sachsendreier53 [#238]

Ein schönes Stück und Briefstempel mit grüner Farbe abgeschlagen kommen recht selten vor, in dieser Variante wäre es ein toller Beleg für mein vorletztes Buch "Dienen und Helfen" gewesen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Cantus Am: 28.08.2017 01:10:40 Gelesen: 91367# 240 @  
Von mir ein Feldpost-Kartenbrief, gelaufen am 4.7.1944 von Wittenberge nach Mährisch-Weißkirchen in die Westkaserne, Stube Schönbrunn, aber weitergeleitet zur 3.Kompanie zum Hornistenlehrgang. Bemerkenswert an diesem Feldpostbeleg ist für mich die Tatsache, dass Mitte 1944 Soldaten nicht zum Schutz des Vaterlandes, sondern zur Verstärkung einer Militärmusikkapelle ausgebildet worden waren.



Viele Grüße
Ingo
 
HWS-NRW Am: 28.08.2017 08:54:35 Gelesen: 91353# 241 @  
@ Cantus [#240]

Na, man wollte doch mit "Pauken und Trompeten" untergehen ! Was dann ja auch so geschehen ist.

mit Sammlergruß
Werner
 
Baber Am: 02.09.2017 18:26:19 Gelesen: 90859# 242 @  
Das letzte Aufgebot

Einberufung eines 60-jährigen zur Musterung für den Militärdienst an einem besonders symbolischen Tag 20.4.1944



Innenseite:



Gruß
Baber
 
DERMZ Am: 22.09.2017 09:17:27 Gelesen: 89095# 243 @  
Guten Morgen,

wahrscheinlich bin ich im falschen Thema, aber ich habe kein Schlaueres gefunden.

Gestern fand ich beim Trödler die folgende Weihnachtskarte vom Dezember 1938 mit interessantem Inhalt





Familie
Emil Schäfer
Dortmund / Derne
Hostedderstr.
Metzgerei

Lötzen, am 22.12.1938
Ihr Lieben Derner!
Seit Mitte November bin
ich jetzt Soldat und habe mich schon ziemlich
eingelebt. Zum ersten Mal in meinem Leben muß
ich das Weihnachtsfest in der Ferne feiern, werde
aber dafür Neujahr nach Hause kommen, wenn es auch
1200km sind. Dir liebe Tante Eugenia, Onkel
Emil und Locke wünsche ich ein recht frohes
Weihnachtsfest u. seid herzlichst gegrüßt von
Erem Neffen und Vetter Hans

Den Ortsnamen Lötzen gibt es heute nicht mehr, heute heißt die Stadt Giżycko und liegt in Polen. Wikipedia erzählt aber noch ein paar kleine Details zu Lötzen:

Nach dem Friedensvertrag von Versailles stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein am 11. Juli 1920 über die weitere Zugehörigkeit zur Provinz Ostpreußen oder den Anschluss an Polen ab. In der Stadt Lötzen stimmten 4.900 für Ostpreußen und damit für Deutschland, auf Polen entfiel keine Stimme.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Lötzen am 20. Januar 1945 geräumt und danach im Zeitraum vom 24. bis 26. Januar von der Roten Armee eingenommen und besetzt. Bald darauf wurde Lötzen dem Potsdamer Abkommen gemäß zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit fast sämtlich aus Lötzen vertrieben und durch Polen ersetzt.

Viele Grüße

Olaf
 

Das Thema hat 268 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9   10   11 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.