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Thema: Altdeutschland: Paketbegleitbriefe
Das Thema hat 231 Beiträge:
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Magdeburger Am: 01.12.2018 17:47:49 Gelesen: 8145# 207 @  
@ bayern klassisch [#206]

Lieber Bayern Klassisch,

danke für die Blumen.

Liebe Sammelfreunde

nach einem Markenbeleg wieder etwas ohne Marken aus dem Jahre 1842



Was ist das besondere an diesem Beleg?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 01.12.2018 17:51:54 Gelesen: 8141# 208 @  
@ Magdeburger [#207]

Lieber Magdeburger,

ich vermute, es ist der kleine Stempel unten rechts auf ausgehender Fahrpost.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 01.12.2018 17:53:31 Gelesen: 8138# 209 @  
@ bayern klassisch [#208]

Lieber Bayern Klassisch,

du bist schon auf dem richtigen Wege - Schaue mal genauer hin.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 01.12.2018 18:00:15 Gelesen: 8135# 210 @  
@ Magdeburger [#209]

Lieber Magdeburger,

das mit der Beurteilung ist ein Problem, weil ich nur 40% des Briefes sehen kann und ich Briefe schwerlich beurteilen kann, wenn ich nur einen Teil von ihnen am Stück sehe.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 01.12.2018 19:24:37 Gelesen: 8116# 211 @  
@ Magdeburger [#207]

Unten Mitte ist ein sogenannter "Beamtenstempel" zu sehen (denke ich).

hajo22
 
Magdeburger Am: 02.12.2018 08:35:41 Gelesen: 8067# 212 @  
@ hajo22 [#211]

Hallo Hajo22,

der Gedanke ist schon mal nicht so schlecht, allerdings ist dies nicht die Besonderheit. Beamtenstempel befinden sich immer wieder mal auf Begleitbriefen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.12.2018 09:47:41 Gelesen: 8057# 213 @  
@ Magdeburger [#212]

Danke. Dann muß es mit dem "C 4" rechts zu tun haben. "C" könnte für Correspondence stehen, tja und die "4"? Vielleicht mit der Entfernung?

hajo22
 
Magdeburger Am: 02.12.2018 13:07:04 Gelesen: 8035# 214 @  
@ hajo22 [#213]

Hallo Hajo22,

ja, es hat was mit dem Stempel "C4" zu tun. Das C steht für Colligierung.

In der Vergrößerung denke ich, wird es deutlich klarer, dass es zwei Stempel sind, welche fast übereinander abgeschlagen wurden.



Nun eine komplette Erklärung des Beleges:

Die Aufgabe am 26.08.1842 erfolgte an einem Freitag - in Helmstedt kam er am Montag an.

Zuerst wird der C3-Stempel abgeschlagen worden sein und dies bedeutet, dass er für den Curs Egeln - Halberstadt - Zilly - Hornburg bis Emmerich stand. Der Abgang wäre Sonntag abend gewesen, jedoch hätte er so erstmal nicht das Ziel erreicht.

Der direkte Weg nach Helmstedt, war über den Kurs ( C4 ) über Erxleben - Helmstedt nach Braunschweig gegeben. Der Abgang war Montag früh und so konnte das Paket früher sein Ziel erreichen.

Einen schönen 1. Advent wünscht

Ulf
 
bayern klassisch Am: 02.12.2018 13:50:45 Gelesen: 8027# 215 @  
@ Magdeburger [#214]

Lieber Magdeburger,

so genau hatte ich mir den C - Stempel nicht angesehen und hätte natürlich auch nicht deine Erklärung dazu parat gehabt - da muss man schon hochspezialisiert sein, um diese Besonderheit zu erkennen. Aber wir lernen ja alle von dir gerne dazu.

Schönen 1. Advent und liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 02.12.2018 14:15:56 Gelesen: 8020# 216 @  
@ bayern klassisch [#215]

Lieber Bayern Klassisch,

das Besondere ist ja die fast perfekte Überstempelung des C3- mit dem C4-Stempel.
Ich suche ja immer noch Besonderheiten und dies ist eine solche.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.12.2018 15:02:12 Gelesen: 7988# 217 @  
@ Magdeburger [#216]

Ja und ich habe ein neues Wort (kennen)gelernt: "Colligierung". Das dürfte ein total überholter (mega-outer) Fachbegriff sein.

Aber mit "Colli" kann ich was anfangen. Das ist eine Ladeeinheit, also z.B. ein Ballen oder ein Karton, ein Paket, usw. Modern: Ein Stückgut.

Nun ja, die Versandsprache des 19. Jahrhunderts hat so ihre Besonderheiten. Also nicht nur die Überstempelung ist eine Besonderheit, sondern auch dieses "C".

hajo22
 
Magdeburger Am: 02.12.2018 16:14:43 Gelesen: 7967# 218 @  
@ hajo22 [#217]

Hallo Hajo22,

der Beleg ist ja auch schon richtig alt, von heute gesehen immerhin 166 Jahre.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.12.2018 16:27:03 Gelesen: 7599# 219 @  
Liebe Sammelfreunde,

mit Hilfe eines netten Freundes konnte ich den (leider nicht ganz vollständigen) Beleg bekommen:



Am 26.09.1839 ging von Berlin eine Kiste (blos) von immerhin 74 Pfund auf die Reise nach Magdeburg. Siegelseitig sehen wir den Rahmenstempel 5 aus Berlin sowie einen Ankunftstempel nicht lesbar sowie den Paketausgabestempel von Magdeburg. Vorderseitig ist noch der A 1 aus Magdeburg zu sehen, welcher auch für den Ankunftskurs steht.

Der Absender bezahlte auch 74 Sgr. Porto - Berechnung: 3 Pfennige * 74 Pfund * 4 (15 - 20 Meilen) = 74 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.02.2019 17:37:18 Gelesen: 4765# 220 @  
Liebe Sammelfreunde,

ich liebe grosse Paketzettel! Dazu ein weiterer Zugang:



Das Paket wog nur 3 Loth, also 50 Gramm (incl. Verpackung), wo es unmöglich war, den grossen Zettel anzubringen. Also wurde er ausnahmsweise auf dem Brief geklebt. Dies alles geschah im Jahre 1867.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
dr.vision Am: 06.02.2019 11:43:33 Gelesen: 4474# 221 @  
Moin zusammen,

hier ein Begleitbrief für ein Wertpaket mit 6100 Gulden von Bremen nach Lienen. Die Entfernung ist ca. 148 Kilometer, entsprechend 19,8 Meilen.



Auf der Rückseite habe ich - erst einmal - nichts ausradiert. Wer kann mir bitte die Tarifberechnung erklären?

Herzlichen Dank im Voraus.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Magdeburger Am: 06.02.2019 12:40:44 Gelesen: 4457# 222 @  
@ dr.vision [#221]

Hallo Ralph,

das Paket wog 173 Gramm und als Wert wurden 6100 Thaler Preussisch Courant angegeben.

Die Entfernung wird noch 15 Meilen betragen haben und so setzt sich das Porto von 38 1/2 SilberGroschen zusammen:

Alle Angaben beziehen sich bei einer Entfernung 10 bis 15 Meilen:

Paket nach Gewicht (Mindestfahrposttarif) = 3 Sgr.
Assekuranzgebühr 1 Groschen je 100 Thaler bis einschliesslich 1000 Thaler = 10 Sgr.
Assekuranzgebühr 1/2 Groschen je 100 Thaler über 1000 Thaler = 25 1/2 Sgr.

in Summe also 38 1/2 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
dr.vision Am: 06.02.2019 13:00:57 Gelesen: 4451# 223 @  
@ Magdeburger [#222]

Moin Ulf,

danke für die schnelle und kompetente Erklärung.

Ich hatte die Entfernung von Ort zu Ort gerechnet, aber damals wurden wohl die Mittelpunkte der Taxquadrate zur Berechnung herangezogen, oder? Daher wohl auch die Differenz?

Da mir als "Fachliteratur" ausschließlich das Buch von Hörter zur Verfügung steht, frage ich mich, wo man diese Informationen denn wohl nachlesen kann.

Nochmals danke und beste Grüße von der Ostsee

Ralf (der mit f am Ende) ;-)
 
Magdeburger Am: 06.02.2019 16:13:22 Gelesen: 4416# 224 @  
@ dr.vision [#223]

Hallo Ralf,

wenn ich mich recht erinnere, sollten die Paketgebühren ab 1868 bis 1875 identisch sein. Dies ist im Post- und Telegraphen Handbuch (Heft 29) zu finden.

Hier ist es zu finden:

https://www.arge-ndp.de/index.php/unsere-literaturangebote/39-nr-29-post-und-telegraphenhandbuch-inland

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 23.02.2019 14:29:56 Gelesen: 3658# 225 @  
Liebe Sammelfreunde,

normalerweise kaufe ich keine Belege mehr mit dem Einkreiser mit dem Buchstaben H, aber es gibt doch noch Ausnahmen, wie dieser:



Es ist zwar nur eine Hülle, etwa 1829 nach Alt-Stassfurt. Versendet wurden 2 Paket von jeweils 22 Pfund. Alles wurde als portofreie Bibel-Angelegenheit declariert. Siegelseitig ist nichts.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 17.06.2019 13:38:33 Gelesen: 177# 226 @  
Eine Neuerwerbung, die ich hier vorstellen möchte, da ich die Gewichtsangabe nicht exakt lesen kann (17 Pfund 25 Loth?).

Paketbegleitbrief preussischer Ganzsachen-Umschlag zu 1 Sgr. + 1 Sgr. + waagrechtes Paar der 3 Sgr. jeweils Wappenserie gesamt = 8 Sgr. aus Triebsees nach Rostock an den "Hofmedicus" Dr. Schroeder vom 18.7.(ohne Jahr).

"Hierbei ein Lederkoffer, gezeichnet: Dr. Schroeder" und "Hierin ein einzelner Schlüssel".



hajo22
 
bayern klassisch Am: 17.06.2019 15:52:47 Gelesen: 159# 227 @  
@ hajo22 [#226]

Ja, das Gewicht hast du richtig gelesen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 17.06.2019 16:51:45 Gelesen: 151# 228 @  
@ hajo22 [#226]

Hallo Hajo22,

der Brief selbst wog auch 1 Loth und damit war er nicht mehr frei wie auch die Taxierung zeigt. Die Entfernung beider Orte beträgt 6 Meilen, so dass 2 Sgr. für den Brief und 6 Sgr. für das Paket berechnet wurden. Allerdings erschliesst sich mir nicht, wofür noch 4 1/4 Shilling L.M. gezahlt werden sollte. Siegelseitig sieht es fast aus, als wenn Zoll4 1/4 dort notiert wurden, jedoch sicher bin ich mir nicht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 17.06.2019 18:22:27 Gelesen: 144# 229 @  
@ bayern klassisch [#227]
@ Magdeburger [#228]

Danke sehr. Dann habe ich doch richtig gelesen. Den Vermerk auf der Siegelseite kann weder ich noch der Verkäufer deuten. Ein Ankunftsvermerk/-stempel wäre mir lieber gewesen. Man kann (leider) nicht alles haben.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 17.06.2019 18:49:05 Gelesen: 138# 230 @  
@ hajo22 [#229]

Ich lese hinten "Zoll 4 1/4", kann das aber sonst in keinen Zusammenhang bringen. Im Brief selbst lag der Schlüssel und das Frachtstück war der Koffer.

Das hat man oft so gemacht, weil man nicht haben wollte, dass einer Koffer und Schlüssen zusammenbringen konnte - da wäre der Koffer wohl schnell geleert worden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 21.06.2019 16:16:57 Gelesen: 56# 231 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute eine leider etwas unvollständige Briefhülle:



Gelaufen am 31.10. aus Neuhaldensleben, welche An Ein Köngliches Wohllöbliches Land und Stadtgericht zu Magdeburg gerichtet wurde.

Unten ist vermerkt:

mit Akten in Wachsleinen gez: L.G. nro 28. - etwas weiter oben das Gewicht von 7 Pfund 20 Loth. Das ganze war als portofreie LandesCulturSache declariert wurden. Siegelseitig erkennt man noch deutlich den Ausgabestempel vom 01.11.

Vorderseitig ist die Paketausgabe durch den Einkreiser A+Posthorn zu sehen. Das Einführungsjahr dürfte 1836 gewesen und es spricht auch dafür dass die Hülle aus diesem Jahr ist.



Etwas ungewöhnlich ist ein Stempel, wo mit etwas Fantasie auch der 1 11 zu erkennen ist. Der Form nach zu urteilen sieht er wie ein Ovalstempel aus. Gesehen habe ich so etwas noch nicht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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