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Thema: (?) (273) Altdeutschland: Paketbegleitbriefe
Das Thema hat 276 Beiträge:
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Magdeburger Am: 08.01.2021 16:02:19 Gelesen: 42861# 252 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein Beleg ohne Magdeburger Bezug:



Aufgegeben am 15.06.1852 in Leipzig ging es an den "Herrn Oberlandesgerichtspräsident Mohs in Dessau".

Unten links: "anbei 1 Kiste gez(eichnet) H.M. Dessau", bar bezahlt mit 2 Ngr.
Die Kiste wog 1 Pfund. Das Franco wird jeweils hälftig zwischen Sachsen und Preussen geteilt.

Siegelseitig wurde die Paketausgabe mit den Ortsstempel bestätigt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 27.02.2021 11:08:11 Gelesen: 39701# 253 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein Beleg vom 14.05.1840, einem Freitag, aus Schönebeck an "Einer Herzogl. Rat....haus? Wohllöbliches Zeughaus-Direction in Wiesbaden".
Versendet wurde eine Kiste von 44 Pfund ...... Kali pp. sign. Z.D.




Vorderseitig sind 44 Sgr. notiert, was siegelseitig in 35 1/4 Gute Groschen reduziert wurde.

Desweiteren gibt es keine Möglichkeit zu wissen, wann die Ankunft war, jedoch ging es über Magdeburg.

Der Kurs C3 steht einerseits für den Weg
nach Emmerich über Egeln - Halberstadt - Zilly - Hornburg - Othfresen - Marienstädt - Hildesheim - Elze - Hohensen - Oldendorf - Brückeburg - Minden - Rehme - Herford - Bielefeld - Werther - Halle - Versmold -Warendorf - Münster - Appelhülsen - Rotteln - Cösfeld - Borken - Borcholt - Anhold abgehend Sonntag und Mittwoch Abend

und
nach Nordhausen über Quedlinburg abgehend Sonntag und Donnerstag Abend
Es kann also nicht gesagt werden, welchen Weg genau es ging.
Da vorderseitig jedoch eine Gesamttaxe von 7 Florin 15 Kreuzer (ca. 124 1/4 Sgr.) notiert wurde, gehe ich davon aus, dass es der Curs nach Emmerich war, möglicherweise bis nach Münster.

Dann gebe es Transite durch Hannover, wiederum durch das westliche Preussen und schließlich nach Taxis, wofür auch der siegelseitige Gebührenbaum sprechen könnte.

Ideen sind gefragt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 27.02.2021 12:35:11 Gelesen: 39684# 254 @  
@ Magdeburger [#253]

Lieber Magdeburger,

ich lese "Einer Herzoglichen Rathauischen Wohllöblichen Zeughaus-Direction" und "hierbei 1 Kiste C(o)lensaures Kali etc. Sig. Z. D.".

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 28.02.2021 13:21:33 Gelesen: 39611# 255 @  
@ bayern klassisch [#254]

Lieber Bayern Klassisch

Danke für die schnelle Hilfe!

Liebe Sammelfreunde

eine Frage, welche sich mir stellt ist:

Gibt es überhaupt die Paketankünfte A.No:5, A.No:6 A.No:7?

Bisher kenne ich nur den A.No:5, welcher jedoch zeitlich erst ab etwa 1854 eingesetzt wurde, also ca. 10 Jahre später. Die beiden anderen wurden nie eingesetzt, bzw. scheinen nicht zu existieren.

Jetzt mal zwei Belege, welche beide von Stendal jeweils als portofreie Landes-Cultur-Sache "An Ein Königliches hochlöbliches Ober=Landes=Gericht zu Magdeburg" gesendet wurden.



Der erste Beleg ist vom Samstag den 05.05.1838 für ein Actenpaket in Pappe von 1 Pfund 8 Loth. Für die Ankunft wurde der Stempel A7 - Curs aus der Altmark, genauer von Salzwedel per Stendal ankommend Sonntag - Ankunft für die 3. Tour, wie die Siegelseite zeigt. Auch die Paketausgabe wurde dort dokumentiert.



Der zweite Beleg scheint vom 17.05.1844 zu sein (es gibt nur noch die bei der Ankunft vorhandenen Notizen), also etwa der Beginn, wo die Stempel ausgetauscht wurden. Die "alten" waren nun verbraucht. Jetzt ist dort der Stempel A.No:3 zu sehen, ankommend aus Nordhausen bzw. Emmerich über Halberstadt. Beide Curse haben mit Stendal nichts zu tun.

Es liegt die Vermutung schon nahe, dass nun die erste freie Kammer genutzt wurde und wenig mit den ankommenden Cursen zu tun haben.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Briefuhu Am: 01.07.2021 14:12:44 Gelesen: 30867# 256 @  
Hallo,

habe hier leider nur eine Briefvorderseite bei der ich mit nicht sicher bin ob es sich überhaupt um einen Paketbegleitbrief handelt. Auch beim Datum bin ich unsicher. Der Beleg ging mit zwei Paketen am 03.12.1866 von der Großherzoglichen Rechnungskammer Darmstadt an die Großherzogliche Burgenmeisterei(?) nach Limburg (?)



Schönen Gruß
Sepp
 
bayern klassisch Am: 01.07.2021 14:41:26 Gelesen: 30854# 257 @  
@ Briefuhu [#256]

Hallo Sepp,

dein Paketbegleitbrief für 2 Pakete stammt aus 1872 und lief nach Dieburg.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Briefuhu Am: 01.07.2021 15:17:02 Gelesen: 30844# 258 @  
@ bayern klassisch [#257]

Hallo Ralph,

nochmals danke. Jetzt lese ich auch ganz klar Dieburg.

Schöne Grüße
Sepp
 
Magdeburger Am: 17.07.2021 17:09:36 Gelesen: 29439# 259 @  
Liebe Sammelfreunde,

in einen Posten von Belegen war der nachfolgende enthalten:



Am 15.05.1841 in Dessau aufgegeben, ging es "An Das Königliche Preussische Wohllöbliche Landgericht zu Wittenberg".

Links unten die Declaration:

"Hierbei ein Packet gerichtliche Documente signiert K.L.W."

Das Gewicht ist mit 11 1/2 Loth angegeben. Der Brief selbst wog 7/8 Loth und die Entfernung beträgt knapp 4 Meilen.

Danach war für das Paket die 4fache Brieftaxe (sogenannte Actentaxe) anzuwenden. Einfach war 1 1/2 Sgr. * 4 = 6 Sgr.

Der Brief war nicht frei, sondern nur bis 3/4 Loth. Für das Mehrgewicht von 1/8 Loth war ebenfalls die einfache Brieftaxe fällig, was dann insgesamt 7 1/2 Sgr. sind, was auch als Franco gezahlt wurde.

Siegelseitig ist nur eine "20" zu sehen, was eine Kartierungsnummer sein wird.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 09.11.2021 18:38:41 Gelesen: 22853# 260 @  
Liebe Sammelfreunde

mir ist es gelungen einen weiteren Beleg mit dem Stempel "MAGDEBURG. PACKET-BESTELLUNG" zu bekommen



Aufgegeben wurde er in Gardelegen für ein Paket von 2 Pfund 5 Loth am 11.07.1867. Adressiert wurde er an den "Herrn Referendariaus L. Buchholtz (in) Magdeburg Catharinenstrasse #10 2 Treppen hoch".

Die Entfernung beträgt keine 10 Meilen, so dass der Mindestfahrposttarif von 2 Sgr. ausreichte und auch so frankiert wurde.

Am Folgetag kam alles an und so wurde das Paket incl. Brief am Vormittag zugestellt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Ameise Am: 19.03.2022 16:53:08 Gelesen: 13008# 261 @  
Hallo, heute einmal ein Paketbegleitbrief von Berlin nach Leipzig (Messe):



Mich interessiert, ob der Rechteckstempel 2z "G: A. Exped."

1. ein Poststempel ist
2. er in Berlin oder Leipzig aufgeschlagen wurde
3. was die Abkürzung bedeutet (ev. Güter-Abfertigung o. ä.)
4. Stempelart (Ankunft- / Bestellstempel oder Fahrpostausgabestempel z. B.)

Vielen Dank schon einmal für die Antworten und viele Grüße,
Enrico
 
Magdeburger Am: 19.03.2022 17:41:20 Gelesen: 12998# 262 @  
@ Ameise [#261]

Hallo Enrico,

ein Beleg, wie er mir gefällt.

Es wurde ein Rolle mit 350 Reichsthaler Gold versendet. Die Rolle wurde ursprünglich mit 28 Loth gewogen, später mit 29 7/8 Loth neu bestimmt. Die Taxierung ist 2 Sgr. Fahrposttarif für Preussen + 4 Sgr. Assecuranz-Geühr (Wertgebühr je angefangene 100 Thaler 1 Sgr.) Für Sachsen 1 Sgr. Fahrposttarif + 4 Sgr. Assecuranz-Gebühr. Insgesamt ergeben sich so die 11 Sgr. = Ngr. was auch taxiert wurde.

Zu deinen Fragen, welche ich so nicht einfach beantworten kann:

Rechteckstempel 2z "G: A. Exped."

ist ein Stempel aus Leipzig und sicher postalischen Ursprungs. Es ist denkbar, dass er an der Fahrpost-Ausgabe-Expedition in Anwendung kam. Ich würde ihn so mit "Güter-Ausgabe-Expedition" "übersetzen". Eventuell kann hier ein Sachsen-Kenner mehr sagen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Ameise Am: 19.03.2022 22:42:39 Gelesen: 12983# 263 @  
Hallo Ulf,

danke für Deine Antwort.

Dann werde ich den Stempel mal im anderen Forum einen Sachsen-Spezialisten zeigen.

Viele Grüße
Enrico
 
bekaerr Am: 04.04.2022 16:21:39 Gelesen: 11735# 264 @  
Hallo zusammen,

ich möchte hier einen Paketbegleitbrief aus Hannover zeigen. Aufgegeben am 18.7 in Elbingerode. Ich lese "Nebst 1 Rolle in Leinen mit gl. Adresse" und interpretiere das Gewicht mit 19 Loth, sowie das Porto mit 6 1/2 (neue) Groschen. Den Aufgabezettel ist m. E. ein Typ HV 2 b laut W. Bruns, da bin ich mir aber nicht sicher, da ich kein Vergleichsmaterial habe. Demnach wäre der Brief gelaufen zwischen 1867 und 1873. Leider gibt der rückseitige AK-Stempel von Göttingen auch nichts näheres über das Jahr preis.

Interessant finde ich beim Aufgabestempel das Zierfeld im unteren Teil des Doppelkreises.





Kann mir bitte jemand bei der Gebührenberechnung helfen? Welche Bedeutung hat die Zahl 325 auf der Rückseite? Welche Literatur könnt Ihr empfehlen?

Zum Empfänger gibt es hier weitere Informationen [1]

Besten Dank im Voraus!
B.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wollweberei_in_G%C3%B6ttingen
 


Magdeburger Am: 04.04.2022 19:11:55 Gelesen: 11711# 265 @  
@ bekaerr [#264]

Hallo bekaerr,

die Rolle wog 19 Pfund. Leider ist der Stempel auf dem Paketzettel nicht allzu deutlich, jedoch hat er eine Jahreszahl und ich meine es ist eine 68 oder 69.
Allerdings habe ich ein Problem bei der Berechnung der Taxe, denn 6 1/2 Groschen ergeben sich nur, wenn man so rechnet:

2 Pfennige * 19 Pfund * 2 Progressionsstufe = 76 Pfennige = 6 1/3 aufzurunden auf 6 1/2 Groschen.

Die Taxierung paßt in die Zeit ab 1868, allerdings sind es von Elbingerode nach Göttingen keine 4 Meilen und bei der Berechnung wäre sie über 5 Meilen.
Die siegelseitige 325 ist noch eine Kartierungsnummer.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bekaerr Am: 05.04.2022 12:56:33 Gelesen: 11647# 266 @  
@ Magdeburger [#265]

Hallo Ulf,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich hatte den Stempel auf dem Aufgabezettel zunächst gar nicht beachtet, ich dachte der ebenfalls von Elbingerode. Erst nach dem Lesen Deines Beitrags habe ich ihn mir noch einmal genauer angesehen. Es ist tatsächlich ein Packkammerstempel von Göttingen. Aber ich kann beim besten Willen die Jahreszahl nicht erkennen. Hier noch einmal ein größerer Scan:



Welchen Quellen liegt den Deine Berechnung zu Grunde?

Liebe Grüße,
Bernd
 
Magdeburger Am: 05.04.2022 16:29:05 Gelesen: 11625# 267 @  
@ bekaerr [#266]

Hallo Bernd,

die Gebühren entsprechen dem des Gebühren Handbuch des Norddeutschen Bundes. Die Jahreszahl kann ich auch jetzt nicht eindeutig lesen.

Eventuell ist ggf. noch zu ermitteln, wann der Göttinger Packkammerstempel in Verwendung war. Denkbar wäre auch vor 1868. Mit den Gebühren im Königreich Hannover kenne ich mich nicht aus, jedoch würde es passen, wenn diese wie im DÖPV anzuwenden war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bekaerr Am: 05.04.2022 17:05:25 Gelesen: 11620# 268 @  
@ Magdeburger [#267]

Hallo Ulf,

vielen Dank, das hilft mir schon mal weiter.

Beste Grüße,
Bernd
 
Ameise Am: 24.04.2022 20:48:40 Gelesen: 10046# 269 @  
Hallo,

heute einmal ein Paketbegleitbrief von Barmen nach Chemnitz von 1856:



Hier einmal der Briefinhalt, vielleicht kann man etwas herauslesen, was der Inhalt des Pakets war.



Viele Grüße
Enrico
 
Magdeburger Am: 26.04.2022 13:31:32 Gelesen: 9886# 270 @  
@ Ameise [#269]

Hallo Enrico,

leider bekomme ich nicht heraus, was versendet wurde. Zum Beleg steuere ich die Taxierung bei:

Hier handelt sich wieder um eine Taxierung über die Grenzpostämter Preussen-Sachsen.

Für Preussen ergibt sich:

2 Pfennige * 4 Pfund * 10 (45-50 Meilen) = 80 Pfennige aufzurunden auf 6 3/4 Sgr. = oberer Wert.

Für Sachsen:

2 Pfennige * 4 Pfund * 3 (10-15 Meilen) = 24 Pfennige = 2 Sgr. auch siegelseitig in blau mit wf 2 = Weiterfranco 2 notiert.

Leider bekomme ich auch den vorseitigen Stempel nicht heraus, auch den auf den Paketzettel. Lesen kann ich noch West... S oder G am Ende.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Ameise Am: 26.04.2022 14:02:55 Gelesen: 9881# 271 @  
Hallo Ulf,

danke wieder einmal für deine Erklärung.

Die beiden Stempel habe ich jetzt doch noch lesen können:

1. "AUSG:"
2. "BESTELG."

Da Du dich mit den Abkürzungen der Währungen gut auskennst, könntest Du mir bitte die Abkürzungen bei [1] die Abkürzungen ins Normaldeutsche übersetzen, da ich es für die Stempeldatenbank brauche:

???. - Ngs. = Neugroschen
??. - ??. = Pfennig

Vielen Dank schon einmal und viele Grüße
Enrico

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=10487 und da bei # 109 (der rote Botenlohnstempel)
 
Magdeburger Am: 26.04.2022 16:27:57 Gelesen: 9851# 272 @  
@ Ameise [#271]

Ngr. = Neugroschen = 10 (Neu)Pfennige (gab es nur in Sachsen)
Sgr. = Silbergroschen = 12 (Neu)Pfennige

weiterhin galt:
1 Ngr. = 1 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Ameise Am: 26.04.2022 17:10:18 Gelesen: 9838# 273 @  
@ Magdeburger [#272]

Hallo Ulf,

danke für die schnelle Antwort.

Leider habe ich mich umständlich ausgedrückt. Entschuldigung.

Mir geht es um die genaue "Übersetzung" am Anfang der ersten Zeile:

???. ??. Porto u.
" " Bothenlohn

Ich weiß sonst nicht, was ich als "Stempeltext:" eintragen soll.

Viele Grüße und noch einmal Danke für Deine Mühe.
Enrico
 
Michael D Am: 26.04.2022 17:38:49 Gelesen: 9833# 274 @  
@ Ameise [#273]

Hallo Enrico,

... Ngr ... Pf Porto und
... " ... " Botenlohn

(die Punkte sind nur Lückenfüller)

Gruß
Michael
 
Ameise Am: 26.04.2022 18:13:48 Gelesen: 9821# 275 @  
Hallo Michael,

vielen Dank. "Ngr" dachte ich mir schon, war mir aber nicht sicher und auf "Pf" muß ich eigentlich auch kommen.

Noch einmal Danke und viele Grüße
Enrico
 
guy69 Am: 26.04.2022 20:13:13 Gelesen: 9796# 276 @  
@ Ameise [#269]

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster "Stangenbohnensamen" oder "Stangenkohlsamen"

Gepackt war das Ganze in Wachspapier.
 

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