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Thema: Bund Neuheiten: Warum sind viele Marken so schnell ausverkauft ?
Das Thema hat 54 Beiträge:
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petzlaff Am: 21.09.2010 10:35:33 Gelesen: 33457# 30 @  
@ Nachtreter [#29]

Jetzt muß ich leider auch einmal nachtreten.

Ein Vergleich mit Sierra Leone oder Tonga ist obsolet, diese Marken sind hier (noch) nicht gültig.

Was soll das denn?

Hier sollte doch nur gesagt werden, daß andere (aus deiner Sicht vielleicht "Bananen- oder Kokosnußstaaten" - klingt zumindest so) Länder bereits vor ziemlich langer Zeit anders als unsere einheimische Post in der Lage waren, eine ordentliche selbstklebende Gummierung an ihre Markenausgaben zu pappen - dasselbe gilt auch für "zivilisierte" Staaten wie USA, GB, Spanien oder Frankreich - nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Stefan
 
drmoeller_neuss Am: 21.09.2010 16:28:53 Gelesen: 33440# 31 @  
Als Sammler sind mir die nassklebenden auch lieber, aber ich glaube noch an das Gute in der Post und denke, dass Briefmarken für den Postbenutzer gemacht werden und nicht, um den Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Um es gebetsmühlenartig zu wiederholen: Selbstklebende Marken sind praktischer und hygienischer und werden daher vom Postbenutzer wie vom Postangestellten bevorzugt.

Die Briefmarke dient dem Postbenutzer zur Vorausbezahlung des Briefportos. Dafür sind sie gemacht, und nicht für Belegesammler, die nach 20 Jahren noch Freude an ihren Stücken haben wollen. :-)

Wer das als Polemik auffasst: Ich interessiere mich auch für Eisenbahnen und freue mich über jede Dampflok, die noch mit eigener Kraft in der Gegend herumfährt. Trotzdem möchte ich diese Dinger nicht vor meiner S-Bahn haben, zumal die Bahnstrecke direkt an meinem Haus vorbeifährt. Da sitze ich lieber in einem dieser langweiligen "Einheitstriebwagen" der Deutschen Bahn, und freue mich über dessen Beschleunigung.
 
Blättchensammler Am: 21.09.2010 20:28:18 Gelesen: 33420# 32 @  
@ drmoeller_neuss [#31]

Als Sammler sind mir die nassklebenden auch lieber, aber ich glaube noch an das Gute in der Post und denke, dass Briefmarken für den Postbenutzer gemacht werden und nicht, um den Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Da stimme ich nicht mit Ihnen überein; wenn dem so wäre, dann erklären Sie mir mal weshalb die Deutsche Post gleiche Markenmotive in selbstkelbend, nassklebend und auf Rolle heraus gibt.

Doch wohl einzig und allein dem Sammler Geld aus der Tasche zu ziehen.

Des weiteren bedarf es für den allgemeinen Postkunden nicht laufend neuer Ausgabe, somit könnte dann ja auch gleich die Neuheitenflut um etliches zurückgefahren werden.

Ansonsten gibt es bei der Versandstelle Weiden inzwischen auch die selbstklebenden als Einzelmarken im Abo.

Richtig: Im Abo, toll da habe ich den Sammler gleich am Gängelband, er wird dazu verdonnert immer das komplette Abo zu kaufen.

Ich persönlich ziehe es jedoch vor bei der Versandstelle nur das zu kaufen was ich haben möchte. Im Abo verkauft die DP so manches toll aufgepenntes Angebot und immer mit der Aufmachung welch große Gewinnspannen ihr Produkt in der Zukunft für Ihre Produkte einfährt.

lg
Stefan M.
 
Stefan Am: 21.09.2010 20:41:46 Gelesen: 33416# 33 @  
@ Blättchensammler [#32]

Da stimme ich nicht mit Ihnen überein; wenn dem so wäre, dann erklären Sie mir mal weshalb die Deutsche Post gleiche Markenmotive in selbstkelbend, nassklebend und auf Rolle heraus gibt.

Doch wohl einzig und allein dem Sammler Geld aus der Tasche zu ziehen.


Die meisten (alle?) Ausgaben, die von der Deutschen Post vertrieben werden, tragen die Markeninschrift "Deutschland" (seit 1995). Ursächlich ist die Umwandlung der ehemaligen Behörde Deutsche Bundespost (DBP) in die Deutsche Post AG (DPAG) im Jahr 1995. Die bundesdeutschen Briefmarken wurden fast immer vom deutschen Staat herausgegeben - früher vom Bundesministerium für Post und Telekommunikation und aktuell (seit der Auflösung des Postministeriums) vom Bundesministerum für Finanzen. Lediglich die aktuelle Dauerserie "Blumen" und die Automatenmarken werden in Eigenregie der DPAG entworfen und vertrieben.

Seitens des Staates erscheinen die "Deutschland"-Briefmarken nassklebend. Die DPAG hat das Recht, bereits veröffentlichte Markenmotive mit der Inschrift "Deutschland" für eigene Zwecke zu nutzen. Da die meisten Postkunden selbstklebende Briefmarken bevorzugen, erscheinen parallel bzw. kurze Zeit danach auch Motive nassklebender Marken als selbstklebende Ausgabe. Ursprünglich hat dieses doppelte Ausgabeverfahren nichts mit Sammlerabzocke zutun.

Manche Kunden können Rollen einfacher zu Frankaturzwecken verarbeiten als Bogenmarken. Die Ausgabepolitik der DPAG passt sich den Marktgegebenheiten an. Die Postkunden könn(t)en auch zur Konkurrenz (egal ob Unternehmen mit eigener Zustellung oder Konsolidierer) abwandern, die z.B. im Bereich Frankierung von Briefen (als Serviceleistung) kostengünstiger (ggf. auch kostenlos bei Inanspruchnahme weiterer Serviceleistungen) sind. Der Frankierservice der DPAG kostet auch Geld.

Für 2011 (oder 2012 ?) wird der Vertrieb der "Deutschland"-Marken erstmals ausgeschrieben. Dadurch werden sich die DPAG und Mitbewerber der DPAG um den Vertrieb (z.B. Briefmarkenverkauf an Postkunden) einen Wettbewerb in Form einer Ausschreibung liefern. Die anschließende Vergabe des Auftrages ist auf wenige Jahre befristet, bis wieder neu ausgeschrieben wird.

Sollte die DPAG irgendwann einmal die Ausschreibung nicht gewinnen, kann sie eigene Briefmarken entwerfen und verkaufen. Diese dürften dann vorwiegend selbstklebend und mengenmäßig (bezogen auf Motive) dem tatsächlichen Bedarf der Postkunden angepasst sein. Die Markeninschrift dürfte dann "Deutsche Post AG" lauten. Die "Deutschland"-Marken würden dann von einem Mitbewerber (bzw. einem Konsortium von Mitbewerbern) vertrieben werden.

Des weiteren bedarf es für den allgemeinen Postkunden nicht laufend neuer Ausgabe, somit könnte dann ja auch gleich die Neuheitenflut um etliches zurückgefahren werden.

Für die Ausgabepolitik (z.B. Anzahl verschiedener Briefmarken) ist das Bundesministerium für Finanzen zuständig, nicht die DPAG.

Gruß
Pete
 
Jahnnusch Am: 21.09.2010 21:53:10 Gelesen: 33394# 34 @  
Ich hätte auch einen Vorschlag für die Briefmarken mit dem Namen Deutschland wenn sie von der "Deutschen Post AG" herausgegeben werden. Schreibt doch drauf
"Armes Deutschland".
 
AfriKiwi Am: 22.09.2010 06:06:15 Gelesen: 33378# 35 @  
@ Pete [#33]

Sehr interessant, Pete.

Die Markeninschrift dürfte dann "Deutsche Post AG" lauten. Die "Deutschland"-Marken würden dann von einem Mitbewerber (bzw. einem Konsortium von Mitbewerbern) vertrieben werden.

Da herrscht ein Internationaler Trend daß zukünftig nur Nationalsymbole auf Marken gedruckt werden. Ein Versuch jedenfalls, was noch durch die UPU angenommen werden muß.

Sollte die UPU damit einstimmen werden ganz rasch Ländernamen verschwinden ersetzt mit Nationalsymbolen.

Hier in NZ wollen die nur das Silver Fern auf Briefmarken gern sehen statt New Zealand.

Bei Privaten Marken ist es ja schon Gang und Gebe und warum soll England das einzige Land sein ?

Aber "Deutsche Post AG" ! dann lieber DPAG. Da müßen sich wirklich Tonangebenden sich etwas einfallen lassen.

Ich glaube in den meisten Ländern unterstehen die Finanzen einer Ländische Posthoheit dem Finanzamt, die DPAG ist ja nur ein Verbraucher - Produzent und Dienstlieferung.

Erich
 
Blättchensammler Am: 22.09.2010 20:08:12 Gelesen: 33355# 36 @  
@ Pete [#33]

Für die Ausgabepolitik (z.B. Anzahl verschiedener Briefmarken) ist das Bundesministerium für Finanzen zuständig, nicht die DPAG.

Das Bundesministerium für Finanzen ist zuständig, o.k !

Dieses Ministerium ist staatlich und somit ist die DPAG nach wie vor in staatlicher Hand. Der Betrieb der DPAG wird wie eine private AG geführt bleibt jedoch zur Zeit noch in staatlicher Hand, ähnlich der Deutschen Bahn AG. Papiermäßig Aktiengesellschaften jedoch in Staatbesitz.

Somit ist für mich vollkommen egal wer die Anzahl der Neuausgabenflut heraus gibt, der Zweck heilig die Mittel und die Ausgabenflut dient doch einzig und allein dem Sammler Geld aus der Tasche zu ziehen.

Welches Unternehmen würde zum Beispiel Zuschlagsmarken frankieren, doch wohl nur sehr wenige falls überhaupt und der Privatmann schon gar nicht.
Zuschlagsmarken, wer bitte kauft die grossartig noch ?

lg
Stefan M.
 
T-M 123 Am: 23.09.2010 10:26:51 Gelesen: 33322# 37 @  
@ Pete [#33]

Die Ausschreibung der Briefmarkenlizenz dürfe eher theoretische Natur sein, denn ich glaube nicht, dass sich außer der DPAG überhaupt ernsthaft jemand dafür bewirbt.

Warum sollte eine Privatpost die auch haben wollen? Einerseits bringt sie durch die damit verbundenen staatlichen Auflagen einige Nachteile, andererseits ist es zweifelhaft, ob sie überhaupt viel nützt. Der DPAG vermutlich, weil genügend Leute die "offiziellen" Marken sammeln. Aber es ist fraglich, ob ein anderer Lizenznehmer davon was hätte. Genügend Sammler würden das Sammelgebiet Bund mit dem Lizenzwechsel vermutlich beenden, und vielleicht würden auch einige bei der DPAG bleiben, wenn die dann privat weiter Marken produziert.

Außerdem würde ein Lizenzwechsel eine ganze Menge Fragen aufwerfen, von denen die meisten vermutlich noch gar nicht geklärt worden sind, weil man davon ausgeht, dass ohnehin die DPAG die Ausschreibung gewinnt.

Würde z. B. der neue Lizenzinhaber auch offizielle UPU-Post werden? Falls ja haben die Privatpost-Unternehmen (mit Ausnahme von TNT vielleicht) gar keine Infrastruktur dafür. Falls nicht entstünde die paradoxe Situation, dass die offiziellen Marken nur durch das von der Privatpost bekannte Remailing ins Ausland gelangen, während der "offizielle" UPU-Postverkehr bestenfalls mit Privatmarken der DPAG abgewickelt wird.

Außerdem stellt sich natürlich die Frage, was mit den bisherigen Deutschland-Marken passiert. Bleiben die für die DPAG gültig, die ja das Geld dafür bekommen hat, oder für den neuen Lizenzinhaber, der ja das exklusive Recht auf Deutschland-Marken hat (aber dann Leistungen erbringen müsste, für die er nicht bezahlt wurde)? Oder werden sie ganz einfach ungültig? Das fanden viele bei der Euro-Umstellung ärgerlich genug, wenn das jetzt alle paar Jahre passieren könnte, will die neuen Marken vermutlich erst recht keiner.
 
Stefan Am: 23.09.2010 19:15:57 Gelesen: 33284# 38 @  
@ T-M 123 [#37]

Die Ausschreibung der Briefmarkenlizenz dürfe eher theoretische Natur sein, denn ich glaube nicht, dass sich außer der DPAG überhaupt ernsthaft jemand dafür bewirbt.

Für die 2011-2017 (bzw. bis max. 2020) andauernde Lizenzvergabe konnte 2009 einige Wochen lang eine Bewerbung zu dieser Ausschreibung eingereicht werden. Ich gehe auch nicht davon aus, dass außer der DPAG ein anderes Unternehmen eine Bewerbung abgegeben hat bzw. anschließend ein Angebot einreichen wird. Bei den Mitbewerbern der DPAG fehlt derzeit (noch bzw. wieder) die Struktur, eine bundesweite Zustellung + bundesweit einheitliches Angebot für Privat- und Geschäftskunden auf die Beine zu stellen. Die PIN-Gruppe ist seit 2008 zum Großteil (aber nicht zur Gänze) Geschichte und die "Nachfolger" P2 bzw. Mail Alliance sind noch nicht so weit, eine bundesweite Vernetzung anzubieten. Diese Vernetzung untereinander wird erst (wieder) aufgebaut.

Die Laufzeit der Lizenz, welche ausgeschrieben wird, läuft 7 Jahre, wobei diese um bis zu 3 weitere Jahre verlängert werden kann. In 7-10 Jahren, zum nächsten Zeitpunkt der Ausschreibung, können sich die Mitbewerber der DPAG bereits zu einem oder zwei großen Unternehmen formiert haben.

Genügend Sammler würden das Sammelgebiet Bund mit dem Lizenzwechsel vermutlich beenden, und vielleicht würden auch einige bei der DPAG bleiben, wenn die dann privat weiter Marken produziert.

Dies ist anzunehmen, vergleichbar mit der Umstellung von DM auf Euro.

Würde z. B. der neue Lizenzinhaber auch offizielle UPU-Post werden? Falls ja haben die Privatpost-Unternehmen (mit Ausnahme von TNT vielleicht) gar keine Infrastruktur dafür. Falls nicht entstünde die paradoxe Situation, dass die offiziellen Marken nur durch das von der Privatpost bekannte Remailing ins Ausland gelangen, während der "offizielle" UPU-Postverkehr bestenfalls mit Privatmarken der DPAG abgewickelt wird.

Eine interessante Frage, wer nun UPU-Mitglied ist: Der deutsche Staat (als Herausgeber der "Deutschland"-Marken) oder die mittlerweile privatisierte Deutsche Post AG.

Gruß
Pete
 
Georgius Am: 24.09.2010 00:00:23 Gelesen: 33258# 39 @  
@ Pete [#38]

Hallo Pete,

wenn von Mitgliedern im Weltpostverein die Rede war, so las man doch wohl immer von Staaten. Das war 1874 bekanntlich das Deutsche Reich mit seiner Reichspost.
Dieses trat, wie jeder Deutschlandsammler weiß, am 1.Juli 1875 dem Weltpostverein bei. Demzufolge müßte nach meiner bescheidenen Meinung auch jetzt die Bundesrepublik Deutschland als Mitglied der UPU fungieren.

Aber vielleicht können die Staatsrechtler aus den Statuten der UPU auch anderes herausfinden. Auf jeden Fall bleibt es eine interessante Frage, wie privatisierte Postanstalten zur UPU-Mitgliedschaft zu sehen sind, besonders dann, wenn ein Staat mehrere private Postanstalten hat.

Viele Grüße
Dietrich
 
Stefan Am: 24.09.2010 20:27:47 Gelesen: 33188# 40 @  
@ Georgius [#39]

Auf jeden Fall bleibt es eine interessante Frage, wie privatisierte Postanstalten zur UPU-Mitgliedschaft zu sehen sind, besonders dann, wenn ein Staat mehrere private Postanstalten hat.

Zumindest haben es die Mitbewerber derzeit nicht nötig, Mitglied der UPU zu werden. Dafür existieren eine Handvoll Unternehmen (ggf. auch mehr?) auf dem deutschen Markt, die sich auf die Einspeisung von Deutschland abgehender Auslandspost bei ausländischen Postverwaltungen spezialisiert haben. Diverse Mitbewerber der DPAG sind dankbare Kunden. *g*

Die UPU-Mitgliedschaft bzw. "Nutznießer" einer solchen Mitgliedschaft durch eine mittlerweile privatisierte (national tätige) Postbehörde dürfte kein deutscher Einzelfall sein. EU-weit werden mehrere Postbehörden privatisiert und Konkurrenz auf dem einheimischen Markt zugelassen. Demnach müsste sich eine Regelung seitens der UPU zu dieser Thematik gefunden haben.

Gruß
Pete
 
funnystamp Am: 30.09.2010 20:38:48 Gelesen: 33067# 41 @  
Hallo an alle!

Ich möchte noch eine Ergänzung zum eingangs geführten Thema anfügen.

Ich habe eine Statistik über den frankierten Posteingang einer Firma, der mir zur Verfügung steht und den ich in 26 Monaten ausgewertet habe.

Demnach sind in diesem Zeitraum 67.000 unbeschädigte Marken eingegangen. 3,88 % davon waren nassklebende Sondermarken. Nahezu der gleiche Prozentsatz war beschädigt, wurde aber nicht in der Gesamtsumme erfasst. Von den nassklebenden Marken waren nur ca. 300 beschädigt, die aber auch nicht gezählt worden sind.

Es war bei den 67.000 Marken nur eine einzige Zuschlagsmarke dabei. Zudem ist auch die Verwendung der Dauerserie Blumen in diesem Zeitraum konstant rückläufig.

Betrachte ich diese Entwicklung kritisch mit Zeitrafferauge, so vermute ich, dass die zeitnah echt gelaufenen Marken wohl im Preis unterbewertet sind, egal, ob mit Orts-, BZ- oder sogar mit Wellenstempel. Ich kann mich noch gut an die 70er erinnern, als der Vollstempel auf einer Marke als kaum sammelwürdig erschien, denn das Markenbild sollte durch den Stempel wenig gestört werden. Heute sind diese Marken nicht mehr gefragt und solche Marken, siehe auch in einem anderen Beitrag über den Wert von Ersttagblättern, scheinbar wertlos.

Die Verwendung von SK-Marken ist wohl im Augenblick Standard beim alltäglichen Frankieren und die nassklebenden nehmen wohl bald den Status der besonderen Ausgaben für Sammler ein.

mit besten Grüßen
Hermann
 
AfriKiwi Am: 01.10.2010 01:12:01 Gelesen: 33046# 42 @  
@ funnystamp [#41]

Hallo Hermann,

Dein Beitrag war mir wirklich sehr interessant.

Vielleicht sehen wir bald einen Katalogpreis mit klarer Beschreibung dessen Marken auf Brief, gerade bei Moderne Marken die wohl auch immerhin auch weniger werden. So würde sich so mancher Sammler schnell den neuesten Katalog kaufen !

So können eine Preisvorstellungen von Zusatzmarken auf Belegen ein Schock sein für Sammlern.

Oder ist es ein Fall daß die Zeit hetzt wegen Technischer Vorausgang und Briefmarken gehören nicht zum Marsch.

Erich
 
Manowar Am: 01.10.2010 11:41:10 Gelesen: 33033# 43 @  
@ funnystamp [#41]

Deine Ausführungen sind wirklich interessant. Die Frage ist nur, ob sich daraus eine allgemeine Tendenz ableiten lässt. Deine Beobachtung beruht ja auf Eingangspost einer Firma. Von wem bekommt diese Firma ihre Post? Ich nehme mal an, zu weit über 50 % von anderen Firmen, Institutionen usw. Das diese Absender keine Marken mehr benutzen oder wenn dann lieber Selbstklebende dürfte nachvollziehbar und bekannt sein.

Ich behaupte jedoch, dass viele Privatpersonen anders handeln. Mir selber ist es egal wie ein Brief an eine Firma usw. frankiert ist. Wegen mir sollen die da ein Label draufpacken. Aber wenn ich einer Privatperson etwas schicke, kommt immer eine Marke auf den Brief, bei Sendungen an Sammler werden auch schon mal Extra-Wünsche erfüllt. Ich kenne einige Leute die tatsächlich noch richtige Brieffreundschaften pflegen und deutlich unter 30 Jahre alt sind. Auch diese benutzen lieber nassklebende Marken, obwohl sie keine Sammler sind. Ich hab mal nachgefragt warum das so ist. Als Antwort habe ich bekommen "sieht besser aus"; "die Marken sind schön bunt - verschiedene Motive"; "mehr Abwechslung". Das krumme Werte wie 85 cent usw. dabei seltenst genutzt werden, liegt auf der Hand.

Also ich würde sagen, dass die beschriebene Analyse für Firmenpost, die Realität in den meisten Firmen darstellt. Aber bei dem leider immer weniger werdenden Briefverkehr zwischen Privatpersonen sieht es noch anders aus.
 
Henry Am: 01.10.2010 17:26:09 Gelesen: 33010# 44 @  
@ funnystamp [#41]

Ich werte regelmässig die Post einer Dienststelle aus, die sowohl aus Firmenpost wie auch aus Post von Privatpersonen besteht. Zahlenmässig habe ich nichts erhoben, ich beobachte aber natürlich destotrotz, wie Markenfrankaturen gehandhabt werden.

Ich stelle fest, dass in den letzten 2 Monaten eines rückläufig ist, nämlich die Verwendung der Schalterlabel. Jedenfalls sind seither mehr Markenfrankaturen vorhanden. Im Überhang sind die selbstklebenden gegenüber den nassklebenden Marken. Was jedoch sehr gering ist, das sind die Zuschlagsmarken. Hier werden Belege mit Ortsstempel ganz sicher zu Raritäten avancieren. Aber auch nicht alltägliche Frankaturstufen mit MeF oder EF über Standardniveau sind Mangelware.

Sicher kommt es bei der Marktbeobachtung auch auf den Personenkreis der Absender an, so dass andere Beobachtungen durchaus auch möglich sind.

Zu bemerken ist auch, dass (nach meiner Schätzung) ca. 85% der Entwertungen mit BZ-Stempeln erfolgen. Dieser Prozentsatz wird auch beim Schriftverkehr zwischen Privatpersonen sicher nicht unterschritten. Ich gehe davon aus, dass überwiegend die Briefe in Briefkästen eingeworfen werden, weil man sich die Zeit zur Abgabe am Schalter nicht nehmen kann oder will.

Meiner Meinung nach werden alle Belege mit Ortsstempel irgendwann nur mit besseren Bewertungen zu finden sein, allerdings auch nur unter der Voraussetzung, dass die Masse der Sammler sich wieder deutlich hebt.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Richard Am: 19.02.2011 00:01:01 Gelesen: 31655# 45 @  
@ Blättchensammler [#36]

Der Betrieb der DPAG wird wie eine private AG geführt bleibt jedoch zur Zeit noch in staatlicher Hand, ähnlich der Deutschen Bahn AG. Papiermäßig Aktiengesellschaften jedoch in Staatbesitz.

Hallo Stefan,

das war einmal vor vielen Jahren so. Die Aktien der Deutschen Post AG werden an mehreren Börsen gehandelt und sind eines von 30 Dax Unternehmen. Die Eigentümer:

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital der Deutsche Post AG besteht aus 1.209.015.874 auf den Namen lautenden Stückaktien (Namensaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1€). Alle Aktionäre werden in einem elektronischen Aktienregister geführt.

Rund 368 Millionen Aktien hält die KfW Bankengruppe; dies entspricht einem Anteil von 30,5% am Grundkapital. Der Streubesitz (Free Float) beträgt 69,5%, wovon 18,2% in den USA, 10,3% in Deutschland, 28,3% in Großbritannien, 5,1% in Frankreich und 3,5% in der Schweiz gehalten werden (bezieht sich auf die im Aktienregister namentlich verzeichneten institutionellen Investoren, deren Anteil am Free Float im Oktober 2010 rund 78% betrug). Private Aktionäre halten 7,1% der Aktien im Free Float.


(Quelle: http://www.dp-dhl.com/de/investoren/aktie/aktionaersstruktur.html)

Die Aktionäre aus Grossbritannien, Fankreich und den USA halten mehr 50 % der Gesellschaft, damit die Deutsche Post AG mehrheitlich im Auslandsbesitz. Mit "Staat" hat die DPAG nur insoweit zu tun, als dass die KfW an der Post beteiligt ist, als einer von tausenden von Aktionären.

Schöne Grüsse, Richard
 
Helmut-Stelle Am: 05.12.2011 11:13:22 Gelesen: 28200# 46 @  
Bund Neuheiten relativ schnell ausverkauft !

Hallo !

Meine Sammelgebiete umfassen auch Bund postfrisch wie gestempelt, habe nun wieder einmal feststellen müssen, dass aktuelle Neuheiten teilweise sehr schnell ausverkauft sind. Zum Beispiel fehlt mir die Mi.Nr. 2867 Ausgabetag 07.04.2011 postfrisch ! Leider bei der Versandstelle schon ausverkauft.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen ?

Wieso sind einige so schnell ausverkauft ? Hat die Post kein Interesse oder sind die Auflagezahlen so gering ?

Gruss
Helmut
 
Lothar Schrapp Am: 05.12.2011 11:47:37 Gelesen: 28194# 47 @  
@ Helmut-Stelle [#46]

Nur am Rande:

Kann es sein, dass Sie sich bei der Markenbeschreibung vertippt haben? Lt. Michel-Neuheiten-Katalogisierungen handelt es sich um die Marke 125 Jahre Automobil, die am 05.05.2011 ausgegeben wurde.

Mit freundlichem Sammlergruß

Lothar Schrapp
 
drmoeller_neuss Am: 05.12.2011 12:22:56 Gelesen: 28180# 48 @  
@ Helmut-Stelle [#46]

Was ist daran so schlimm? Die Deustche Post verausgabt jährlich ca. 60 Briefmarken. Es macht doch keinen Sinn, über den Bedarf zu drucken und dann nach Jahren die Marken zu vernichten. Briefmarkendruck ist recht kostspielig, und der Sammler kann ja die Marken bei der Versandstelle abonnieren.
 
Briefmarkensammler Am: 05.12.2011 17:49:22 Gelesen: 28131# 49 @  
@ Helmut-Stelle [#46]

Die Auflagenzahlen für das Sammelgebiet Bund sinken die letzten Jahre immer schneller. Ich habe ein PDF, in dem die letzten Zahlen seit 2005 ff. gelistet sind. Leider geht das PDF hier nicht zum Hochladen. Zumindest nicht bei mir.

Die Zuschlagsmarken gehen aktuell unter die 1 Million Auflage. Die aktuellen Sondermarken gehen so um die 5 Mio. Stück am Schalter. Im Alltag bedeutet das bei einem etwas gefragteren Themen-Motiv, dass die eine oder andere Marke schnell mal knapp wird.

Ich habe das PDF mal auf externem Webspace zur Ansicht hinterlegt. Interessant wird es ab Seite 13.

http://www.scribd.com/doc/74807787/2011-15-stempel-informationen
 
Gaius_Caligula Am: 06.12.2011 09:29:24 Gelesen: 28075# 50 @  
Es ist m. E. völlig egal, ob die Auflagenzahlen der Marken niedriger werden oder nicht. Wenn man Bund sammelt, bietet sich ein Abo bei der Versandstelle der Deutschen Post bestens an, um keine Ausgabe zu verpassen. Kleiner Nebeneffekt: Man bekommt diese sogar frei Haus zugestellt.

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
Briefmarkensammler Am: 07.12.2011 11:24:12 Gelesen: 28032# 51 @  
@ Gaius_Caligula [#50]

Naja, die Auflagenzahl ist schon ein wichtiger Indikator für die Verfügbarkeit oder Nicht-Verfügbarkeit einer Marke egal ob beim Postamt oder der Versandstelle, speziell wenn man eben kein Abo hat und meint die Neuausgaben so alles halbe Jahr mal via Versandstelle zu ergänzen. Du hast aber ntürlich Recht: Ein Abo schützt vor diesem "Problem" präventiv.
 
Briefmarkensammler Am: 09.12.2011 12:40:45 Gelesen: 27971# 52 @  
Was man der guten Vollständigkeit jedoch auch erwähnen muss, ist das selbst eine Auflage von um die 1 Million Stück erst einmal keine Preisrallye der betreffenden Marken auslösen kann. Aktuell wird der Bedarf der Kunden und Sammler an Zuschlagsmarken eben mit 1 Million Marken befriedigt. Per se ist eine Auflage von 1 Million Stück sowieso immer noch viel zu viel Material, um eine "wirkliche Seltenheit" einer Ausgabe als Ganzes zu begründen.

Ändern könnte sich das ganze erst, wenn Bestandssammler und/oder neue Sammler das Sammelgebiet (wieder-)entdecken und sich komplettieren. Das könnte dann zur Freude der Verkäufer eine richtig kostspielige Erfahrung werden.

Ein ähnliches Szenario könnte bei gestempelter Euro-Nominale eintreten, wenn der Euro die nächsten Tage, Wochen oder Monate "über die Wupper geht" und durch einen neue (alte) Währung ersetzt wird. Euro-Nominale würde dann ungültig werden und man würde sehr schnell feststellen, dass schön zeitgerecht gestempelte Stücke der ohnehin knappen Auflagen nur in sehr geringer Stückzahl existieren.
 
filunski Am: 15.12.2011 11:22:32 Gelesen: 27836# 53 @  
@ Helmut-Stelle [#46]

Hallo Helmut,

im Postoffice Shop ist die Marke 125 Jahre Automobil noch bogenweise bestellbar, obwohl sie ansonsten als ausverkauft gilt!

Gruß,
Peter
 
filunski Am: 16.12.2011 12:41:34 Gelesen: 27783# 54 @  
@ filunski [#53]

Nachtrag:

"Bestellbar": Ja, aber geliefert wird stattdessen eine andere 55 Cent Marke, da Automobil ausverkauft! Heute so erlebt!

Gruß,
Peter
 

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