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Thema: Deutsche Post: Falsch frankiert und nicht erwischt
Das Thema hat 30 Beiträge:
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Redfranko Am: 24.08.2012 09:01:12 Gelesen: 17705# 6 @  
Moin,Moin,

vor einigen Woche kam folgender Brief von einem Ebayer bei mir an (habe dort Briefmarken ersteigert). Leider sind beide Poststempel nicht leserlich.

Frankiert mit:
1 x 539 (20 Pf) von 1967
1 x 1230 (80 Pf) von 1984
1 x 2480 (5 C) von 2005

Also lediglich 5 C frankaturgültig! Und niemand bei der Post hat es bemerkt.



Viele Grüße

Frank aus E. bei HH
 
ginonadgolm Am: 24.08.2012 09:17:34 Gelesen: 17695# 7 @  
@ Redfranko [#6]

Also dem Verkäufer würde ich nicht trauen!

Briefmarken verkaufen und dann mit ungültigen Marken frankieren, das wäre mein letzter Kauf bei diesem Anbieter!

Beste Grüße
Ingo
 
JoshSGD Am: 24.08.2012 09:25:00 Gelesen: 17688# 8 @  
So heute nun das von mir, kam die Anfang der Woche, ich staunte doch nicht schlecht ob der Marke einer Olympiade vor 40 Jahren und Goethe's 150. Todestag!



Gruß Josh
 
Redfranko Am: 24.08.2012 09:38:03 Gelesen: 17683# 9 @  
@ JoshSGD [#8]

War es denn mit 55 Cent ausreichend frankiert?

Gruß, Frank
 
JoshSGD Am: 24.08.2012 09:48:53 Gelesen: 17680# 10 @  
Eben nicht. Es war ein Großbrief, dann wäre es aber wieder überfrankiert.
 
Henry Am: 24.08.2012 11:05:25 Gelesen: 17664# 11 @  
@ JoshSGD [#10]

Wenn es sich um eine Warensendung handelte, würde wenigstens die Portohöhe stimmen, wenn sie denn in € verklebt wäre. Aber auch da würde ich wie ginonadgolm [#7] verfahren und den Absender künftig meiden. Diese Erscheinungen sind für mich einfach Ausdruck des Zerfalls von Moral und Ehrlichkeit über die tolerable Grenze hinaus und das muss man ja nicht unterstützen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Rainer HH Am: 24.08.2012 13:56:43 Gelesen: 17635# 12 @  
@ JoshSGD [#8]
@ Redfranko [#6]

Dieser Verkäufer bereichert sich auf Deine Kosten, die Portokosten wurden schließlich von Dir bezahlt, oder? Eine negative Bewertung von mir wäre dem VK sicher! Wer Briefmarken verkauft, weiss genau, das DM-Ware ungültig ist, so eine Frankatur geschieht nicht aus Versehen sondern immer mit Vorsatz! Nur Sammler und Händler haben bei sich ungestempelte Briefmarken aus der DM-Zeit.
 
JoshSGD Am: 24.08.2012 14:03:31 Gelesen: 17631# 13 @  
Rainer,

ich muss zugeben, dass es mir überhaupt nicht aufgefallen ist. Bund ist nicht mein Gebiet. Bis ich dann 1972 las. Auch ich als Nicht-Bund-Sammler habe noch postfrische Marken aus DM-Zeit, die lagen wohl Jahre in einem Umschlag irgendwo. Auch wenn die Verführung groß ist, nutzen würde ich sie nicht, keine Lust, das der Brief erst wieder zurückkommt usw.
 
Klaus K. Am: 24.08.2012 14:11:18 Gelesen: 17629# 14 @  
Vorgestern erhielt ich den hier im Detail abgebildeten Brief mit der MiNr. 2113 aus dem Jahre 2000 (110 Pfennig) von einem bekannten Prüfer der ARGE Kontrollrat zugesandt. Die Marke trägt den Stempel Frankfurt 7 - 60528 vom 21.08.12. Da ich niemanden Vorsatz unterstellen möchte, sitze ich nun da und staune.

MfG
Klaus K.


 
duphil Am: 24.08.2012 14:18:52 Gelesen: 17622# 15 @  
@ Klaus K. [#14]

Hallo Klaus!

In diesem Fall hat der Prüfer alles richtig gemacht, außer das er einen Cent verschenkt hat. Diese Marke ist eine der ersten in Doppelnominale: 110 Pfennig oder 0,56 Euro. Die Euro-Angabe befindest sich links unten auf der Marke, vom Stempel teilweise verdeckt.

Mit freundlichen Gruß
Peter
 
Dieter Am: 24.08.2012 15:00:23 Gelesen: 17607# 16 @  
Ich habe da auch eine Frage. Wenn mein Tauschpartner eine gestempelte Marke, ob von der DM Version oder eine noch aus der DDR haben möchte. Wenn ich diese Marken sauber abstempeln lasse und dazu das richtige Porto, ist das falsch wegen dem Datum oder würdet Ihr das zulassen?

Es grüßt Euch Dieter
 
Rainer HH Am: 24.08.2012 15:36:37 Gelesen: 17600# 17 @  
@ Dieter [#16]

Streng genommen ist eine Marke nach Ende der Gültigkeit falsch gestempelt. Insbesondere bei Inflationsmarken ja ein Thema ohne Ende. Wenn Dein Tauschpartner diese Marken noch benötigt (im Ausland ?) besuche doch einmal einen Tauschtag in Deiner näheren Umgebung. Üblicherweise quellen die Tauschbücher über mit gestempelten Bundmarken.

Gruß Rainer
 
Henry Am: 24.08.2012 17:12:07 Gelesen: 17572# 18 @  
@ Dieter [#16]

Hallo Dieter,

von Rainer HH [#17] hast Du ja schon einen guten Ratschlag bekommen. Deine Frage war allerdings in dieser Form unnötig, weil in den Beiträgen davor eigentlich schon alles klar verständlich dazu gesagt worden war. Und deiner Formulierung nach, dass du auch eine Frage hast, hast du sie ja gelesen. Wenn nicht, bitte künftig die alten Beiträge durchforsten. Oft erübrigen sich dann doppelte Fragen. Mein Posting ist nicht böse gemeint, aber ein bißchen Mitdenken möchte ich schon gerne einfordern.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
EdgarR Am: 26.08.2012 10:26:05 Gelesen: 17434# 19 @  
@ JoshSGD [#8]

Ich glaube, da kann ich noch einen draufsetzen. Von wegen 'falsch frankiert und nicht erwischt' - in diesem Fall galt sogar



das Motto: "hast du keine - mal dich eine" und die Karte lief VÖLLIG UNBEANSTANDET und OHNE NACHGEBÜHR von Stuttgart-Vaihingen nach Bensberg.

Und, mein lieber 'filunski' [# 1]: Das waren anno 1976 " Postbeamten, welchen dieses so sicher" ganz genau so passiert ist.

;->

EdgarR
 
filunski Am: 26.08.2012 23:20:07 Gelesen: 17354# 20 @  
@ EdgarR [#19]

Hallo Edgar,

ohne jetzt die früheren Postbeamten speziell in Schutz nehmen zu wollen (ich habe mich da auch oft genug über deren manchmal sehr dickfellige und "zeitverzehrende" Arbeitsweise geärgert), aber Dein schöner Beleg mit der "künstlerisch sicher wertvollen Marke" (oder gilt dies eventuell sogar als "Wertstempel"?) wurde ja nun von dem vollautomatischen "Postler" namens Klüssendorf entwertet (dem gebührt dafür auch kein Lob!).

Einem echten Schalterbeamten vorgelegt wäre dies wahrscheinlich nicht so ohne weiteres durchgegangen (meine ich zumindest, immer noch im guten Glauben an die Präzision eines deutschen Postschalterbeamten). Dies entschuldigt natürlich auch nicht diejenigen, welche den Beleg nach der Bearbeitung durch "Herrn Klüssendorf" weiter beförderten.

In diesem Sinne mit herzlichen Grüßen,
Peter
 
T1000er Am: 26.08.2012 23:52:32 Gelesen: 17349# 21 @  
@ EdgarR [#19]

Wenn ich mir dieses "Kunstwerk" genauer betrachte; die Inschrift "EDGAR IV", hat die was mit Dir zu tun? Du verschweigst uns doch hier nichts? :-)

Gruß,
T1000er
 
sachsen-teufel Am: 27.08.2012 19:16:22 Gelesen: 17268# 22 @  
Und wenn keine gültigen Marken zur Hand, dann müssen eben die "Schweizer" herhalten.

Postkarte von Helmstedt nach Rodewisch vom September 1973



Gruß
Michael
 
fogerty Am: 03.11.2016 21:48:07 Gelesen: 12974# 23 @  
Karte mit schöner Frankatur aus Griechenland aus dem Jahre 2001 mit sauberem Werbestempel Münster!



Grüße
Ivo
 
Carl-Micha Am: 31.12.2017 00:12:42 Gelesen: 11352# 24 @  
@ LOGO58 [#3]

Ich kann mir schwer vorstellen, dass - bis auf wenige Ausnahmen - wirklich Vorsatz oder gar Betrug vorliegt. Die Marken weisen ja nicht einmal eine Währungsangabe auf. Wie kann man es einem Nicht-Philatelisten verübeln, wenn er eine postfrische deutsche Marke mit dem Wert "100", für eine 100-Cent-Marke hält? Ich bin überzeugt, dass nicht selten im besten Glauben mit alten DM-Marken frankiert wird.

Eine Währungsangabe auf den Marken gabs meines Wissens nur in der Übergangszeit zum Euro.

Darüber hinaus halte ich die damalige, relativ kurzfristige "Entwertung" aller postfrischen DM-Marken für durchaus zweifelhaft und kritikwürdig. Münzen und Geldscheine behielten schließlich auch unbefristet ihren Wert. Auf einen Schlag, mit einer nur kurzfristigen und dazu sehr mühevollen und umständlichen Umtauschmöglichkeit, wurden Besitzer und Sammler postfrischer Marken de facto enteignet, weil die meisten Marken mit ihrem Frankaturwert auch ihren Marktwert verloren. Es gab keine Notwendigkeit, den Umtausch nicht langfristiger oder sogar unbefristet zu ermöglichen.

Mir war diese Entwertung damals eine Lehre, denn viele Jahrgänge postfrischer BRD- und Berlin-Marken wurden mit einem Schlag fast wertlos. Bis dahin hatte ich sie nämlich auch durchaus in dem Bewusstsein gesammelt, dass sie ihren Frankaturwert unbefristet behalten würden. Postfrische Euro-Marken sammle ich daher seitdem nur noch sporadisch und in viel geringerem Ausmaß.
 
hopfen Am: 31.12.2017 16:37:27 Gelesen: 11236# 25 @  
@ T1000er [#4]

Gemeldet: Ähnliches habe ich zu DM-Zeiten erlebt, als ich Post von einem Düsseldorfer (Groß-) Händler mit ungültigen Marken erhielt und dies der dortigen Postdirektion meldete - anstatt sich zu bedanken und "gezielt" Kontrollen vorzunehmen, erhielt ich die Mitteilung, dass dafür keine Zeit sei!

Andererseits habe ich zu den jetzt aktuellen Zeiten 100er für meine Büchersendungen verwendet mit dem Ergebnis, dass doch einige direkt (also vom Absender-BZ) zurückgekommen sind (ohne Nachporto).

Mit phil. Gruß und allen alle guten Wünsche zum Jahreswechsel und für 2018
Horst
 
JohannesM Am: 31.12.2017 21:49:55 Gelesen: 11189# 26 @  
Meines Wissens können die Maschinen nur die Fluoreszenz erkennen, aber nicht den Nennwert der Marke, du kannst also auch eine 2c-Marke auf einen Großbrief kleben.

Beste Grüße
Eckhard
 
Holzinger Am: 01.01.2018 12:26:49 Gelesen: 11111# 27 @  
@ JohannesM [#26]

Meines Wissens können die Maschinen nur die Fluoreszenz erkennen, aber nicht den Nennwert der Marke, du kannst also auch eine 2c-Marke auf einen Großbrief kleben.

Ganz so sicher wäre ich mir da nicht. Schließlich gibt es eine ganze Reihe (Sicherheits-)Merkmale auf den Ausgaben, bis hin zu dem auf das Markenbild bzw. den Formen des Markenmotivs angepaßten Flächen mit speziellen Überzügen oder auch Auslassungen der Farbe/des Schutzlackes usw. Ob diese aber bereits zur Frankaturerkennung genutzt werden (können?) weiß ich nicht.
 
Ben 11 Am: 01.01.2018 17:55:59 Gelesen: 11018# 28 @  
@ JohannesM [#26]
@ Holzinger [#27]

Ihr habt das schon richtig vermutet. Die gelbe Fluoreszenz unter UV-Licht dient eigentlich nur dazu, festzustellen, ob Briefmarken auf den Sendungen vorhanden sind, und wo sie sich befinden. Es gibt ein zweites Sicherheitsmerkmal in Form einer grünen Fluoreszenz auf IR-Licht, mit dem die Echtheit der Marken überprüft werden kann. Bekannt geworden ist dieses als "Sicherheitsaufdruck SAD" der Serie "Sehenswürdigkeiten". Die Merkmale werden bis heute verwendet. Meist befinden sich diese Pigmente in einer Farbe oder zusätzlich aufgetragenem Dispersionslack. Es ist möglich, entsprechend dem Markenbild verschiedene "Muster" zu codieren, so dass in Abhängigkeit vom Gewicht der Sendung das Porto überprüft werden kann. Schwieriger ist m.E. die Zuordnung von "Zusatzleistungen" (z.B. Einschreiben), die mit einem Aufkleber gekennzeichnet werden.

Da keine Währung auf den Marken steht, kommt es vielleicht auch zu "Verwechslungen" bei der Annahme von Sendungen in ausgelagerten Servicestellen. Möglich ist auch, dass nicht alle Briefzentren technisch in der Lage sind, die entsprechenden Merkmale auszuwerten.

Hier mal ein portorichtiges Einwurfeinschreiben mit Stempel des Briefzentrums 64 (Darmstadt) aus der letzten Weihnachtspost. Standardbrief 0,70€ + 2,15€ Zusatzleistung Einwurfeinschreiben, davon 220 als Pfennige. Und alle Marken leuchten unter UV-Licht schön gelb.



Viele Grüße
Ben.
 
1 Pf Am: 07.12.2018 12:20:19 Gelesen: 7165# 29 @  
Hallo,

Photos der Briefkästen machen und auch noch Briefe einwerfen mache ich schon seid Jahren auf meinen Reisen.



Verwende aber zur Frankatur absichtlich immer nur "meine" graue Einser. Das gibt immer interessante Belege, wenn diese Briefe denn auch befördert werden. Der Schwund liegt aber bei ca. 80 %.

Da ist die Freude über jeden eintreffenden Beleg um so größer. Diese spezielle Sammlung hat den Titel "1 Pf reist um die Welt".

Ein schönes Wochenende wünscht
1 Pf Axel
 
1 Pf Am: 07.12.2018 12:35:19 Gelesen: 7162# 30 @  
@ 1 Pf [#29]

Auch in Deutschland versuche solche Spielchen mal.

Da sieht dann ein Sammlungsblatt zBs. so aus.



schönes Wochenende 1Pf Axel

[Beiträge [#29] und [#30] redaktionell verschoben aus dem Thema "Briefkästen aus aller Welt"]
 

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