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Thema: Bund Stempel bestimmen
Das Thema hat 439 Beiträge:
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Adalbert Am: 17.09.2024 08:28:39 Gelesen: 42453# 415 @  
64743 Marbach, Odenwald

Hallo,

bei der Postleitzahlensuche der Deutschen Post [1] findet man einen Ort namens "Marbach, Odenwald" mit der Postleitzahl 64743:



Von diesem Ort habe ich keinen Stempel und finde auch keinen. Auch in der Stempel-Datenbank gibt es zu der Postleitzahl zwar Stempel eines inzwischen eingemeindeten Ortes "Beerfelden", aber nicht zu "Marbach". Es gibt auch keinen (oder ich finde ihn nur nicht) Wikipedia-Eintrag zu einem "Marbach" mit dieser Postleitzahl. Deshalb die Frage: Was ist das für ein Ort, wo ist er genau, oder hat den Eintrag ein Postangestellter einfach nur erfunden?

Viele Grüße
Adalbert

[1] https://www.postdirekt.de/plzserver/
 
Adalbert Am: 17.09.2024 08:38:43 Gelesen: 42447# 416 @  
Da habe ich selber doch noch etwas gefunden. Es scheint ein Stadtteil von Erbach zu sein. Also nur falsch erfasst von der Post - richtig müsste es lauten Ortsname "Erbach" und Ortsteil "Marbach".
 
drmoeller_neuss Am: 17.09.2024 08:52:11 Gelesen: 42441# 417 @  
@ Adalbert [#415]

Im Gegenteil zu Bielefeld, dessen Existenz nur vorgetäuscht ist [1], gibt es Marbach wirklich. Marbach ist nicht der Nabel der Welt, sondern ein Weiler mit 25 Einwohnern im hessischen Odenwald [2]. Im Jahre 1927 erfolgte die Eingemeindung zu Haisterbach, und 1971 zu Erbach im Odenwald.

Der Ortsteil Marbach hat eine eigene Postleitzahl "64743", während Erbach "64711" hat.

Ob es angesichts der wenigen Einwohner überhaupt eine Poststelle mit Poststempel gab, möchte ich bezweifeln. Gemäß den früheren Vorschriften bekamen eingemeindete Ortsteile keine "eigenen" Stempel, sondern den der Hauptgemeinde mit einer Postamtsziffer, d.h. "Haisterbach X". Heute ist das anders, und "Erbach-Marbach" oder nur "Marbach" wäre denkbar. Da die Deutsche Post aber nicht verpflichtet ist, in solchen kleinen Orten überhaupt eine Poststelle zu betreiben, sind meine Ausführungen nur reine Theorie.

Vielleicht gibt es ja einen Poststellenstempel. Die Stempeldatenbank ist nicht komplett. :)

Es fehlen noch ein paar Stempel. Die Stempelredakteure würden sich über Neuzugänge von Adalbert freuen. :

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeld-Verschw%C3%B6rung
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Marbach_(Erbach)
 
Seku Am: 17.09.2024 09:44:46 Gelesen: 42421# 418 @  
@ Adalbert [#415]

Hallo Adalbert,

bei Delcampe fand ich eine Ansichtskarte mit Aufdruck "Gruß aus dem Luftkurort Marbach, Post Hetsbach i. Od." (abgestempelt mit Bahnpost 1901).

Der Ort Hetsbach schreibt sich heute mit "z" und liegt an der Odenwaldbahn.

Gruß

Günther

https://de.wikipedia.org/wiki/Hetzbach
 
bernhard Am: 17.09.2024 10:16:50 Gelesen: 42406# 419 @  
@ Adalbert [#415]

Hallo Adalbert,

der Ort Marbach (Odenw) hatte lange Zeit eine PSt (II), Marbach über Erbach (Odenw). Habe mal in den Orsvereichnissen I von 1939-1955 geschaut, ist so durchgehend belegt. Im OV 1958 ist die Poststelle nicht mehr verzeichnet.

Viele Grüße
Bernhard
 
wheilmann Am: 17.09.2024 10:53:39 Gelesen: 42384# 420 @  
Hallo zusammen,

zu der Postleitzahl 64743 habe ich in unserer Philaseiten-Datenbank ein paar Stempelabdrucke von

64743 Beerfelden, Odenw, aber auch Einträge in den Postleitzahlenbüchern von 1993 und 2005 gefunden.

64743 Marbach, Odenw ist in den Büchern ebenfalls verzeichnet.

Als ich mir ca. 2010 aus dem Internet eine Excel-Tabelle der seinerzeit gültigen Postleitzahlen heruntergeladen habe, war

64743 Marbach, Odenw dort nicht mehr gelistet.

Marbach, Odenwald ist nach Erbach (Odenw) eingemeindet - wie schon beschrieben.

64743 Beerfelden, Odenw ist inzwischen nach 64760 Oberzent eingemeindet worden.

Beerfelden war wohl seinerzeit eher der Hauptort unter der Postleitzahl 64743.

Gruß Wolfgang

Beiträge [#415] bis [#420] in das passende Hauptthema verschoben
 
Christoph 1 Am: 08.03.2025 22:20:46 Gelesen: 36622# 421 @  
Guten Abend,

ich habe hier einen Tagesstempel vom 26. Juli 2007 aus Buchholz in der Nordheide:



Was leider nicht 100% lesbar ist: der Ortsname. Was steht hinter BUCHHOLZ? Ganz am Ende steht die Amtsziffer 1.

Was ich bereits herausgefunden habe:

a) Für die komplette Bezeichnung BUCHHOLZ IN DER NORDHEIDE (+ Amtsziffer), wie man sie in anderen Stempelgeräten findet, ist bei diesem Stempel aufgrund der Anordnung der Buchstaben kein Platz, vgl. den nachfolgenden Abschlag aus 2011:



b) Es handelt sich auch nicht um den Tagesstempel mit dem Stempeltext BUCHHOLZ NORD 1 / zz / 21244, den man beispielsweise bei StampsX aus dem Jahr 2003 finden kann:



Wie unschwer zu erkennen, beginnt und endet bei meinem Stempel die Ortsbezeichnung jeweils auf Höhe der unteren Datumslinie, während bei dem Stempel oben die Inschrift etwa in der Mitte der Datumslinie beginnt und endet.

Hier nochmal alle drei Stempel in der Übersicht:



Kann mir jemand weiter helfen? Auch der UB wäre natürlich noch interessant. Der erste Buchstabe ist ein z, dahinter folgt ein zweiter Buchstabe.

Danke vorab und viele Grüße
Christoph
 
StephanN Am: 21.04.2025 15:38:25 Gelesen: 28193# 422 @  
Schwandorf 92421

Hallo,

in meiner Sammlung befindet sich der folgende Stempel



SCHWANDORF 92421 mit Datum -0.-2.08.

Aufgefallen ist mir der Stempel wegen der Position der Postleitzahl direkt hinter der Ortsbezeichnung und nicht wie üblich unten im Stempel. Ausserdem deutet die fehlende Tagesangabe auf einen Maschinenstempel (Vorausentwertung?) hin. Der Stempeldurchmesser beträgt 28,5 mm. Ein Unterscheidungsbuchstabe scheint nicht vorhanden zu sein. Leider habe ich ich nur diesen Stempelausschnitt ohne einen möglichen Entwerter oder sonstige Vermerke.

Wer kennt diesen Stempel und kann weitere Einzelheiten dazu mitteilen?

Schon jetzt vielen Dank an alle Detektive.

Liebe Ostergrüße

Stephan
 
DL8AAM Am: 21.04.2025 16:31:00 Gelesen: 28168# 423 @  
@ StephanN [#422]

> mit Datum -0.-2.08. ... vollständig -0.-2.08--0

Ja, dass sollte ein Absenderstempel sein, d.h. eine lupenreine Vorausentwertung. Insbesondere da es sich hier um eine Briefmarke mit einem Wert von 25 Cent (Malve) handelt. Das heisst, sie hat seinerzeit eine INFOPOST-Sendung freigemacht. Und INFOPOST- bzw. (ab 2015) DIALOGPOST-Sendungen, die mit Briefmarken frankiert wurden, mussten vorausentwertet eingeliefert werden. Das hat damals entweder der Versender (bzw. bessen "Lettershop") selbst oder der "Frankierservice" der Post im Auftrag (und auf Rechnung) des Kunden vorgenommen. Die ausgenullte Tagesangabe (plus "Stunde 0") im Stempel bestätigt den Charakter einer absendergestempelte INFOPOST-Sendung. Kurz: INFOPOST/DIALOGPOST + Briefmarkenfrankatur = Absenderstempel.

Das die Post-Bestimmungen für regelkonforme Absenderstempelungen nicht immer eingehalten wurden, ist dabei nicht wirklich zu unüblich. Da wurde vieles falsch gemacht und von der Post durchgewunken.

Beste Grüße
Thomas
 
StephanN Am: 21.04.2025 23:28:19 Gelesen: 28090# 424 @  
@ DL8AAM [#423]

Vielen Dank für die Erklärung des Stempels, die sich mit meiner Vermutung bzw. Befürchtung deckt. Befürchtung deswegen, weil mein Stempelausschnitt den Stempel nicht vollständig wiedergibt. Es fehlt der Entwerter und der "Entgelt bezahlt"-Vermerk. Also taugt der Stempelausschnitt nichts für die Stempeldatenbank.

Beste Grüße
Stephan
 
bedaposablu Am: 07.10.2025 20:54:08 Gelesen: 11930# 425 @  
Hallo miteinander!

Ich habe hier einen Briefumschlag vom BAUER VERSAND BURGKUNSTADT:



Eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber AFS E701202 aus Burgkunstadt vom 16.03.1992 daneben Stempel LICHTENFELS, BAY 1 / me / 8620 vom 17.03.1992.

Nun sieht dieser Stempel wie ein Tagesstempel aus, aber UB "me" deutet auf einen Maschienenstempel hin, was die Datenbank auch bestätigt!

Also, Maschienenstempel mit nur dem Stempelkopf oder Tagesstempel mit UB "me"? Wer kann weiter helfen und kennt den Stempel aus Lichtenfels Bayern!

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
DL8AAM Am: 07.10.2025 21:11:52 Gelesen: 11918# 426 @  
@ bedaposablu [#425]

Meine Interpretation: Der Absender hat die Charge - verspätet am nächsten Tag - eingeliefert, d.h. nicht am Tag der Absenderfreistempelung. Das widerspricht den Bestimmungen für Absenderfreistempel. Diese müssen taggleich eingeliefert werden, da "Poststenmpel" seinerzeit noch einen dokumentierenden bzw. "beweisenden" Charakter hatten. Diesen Fehler heilte die annehmenden Postämter in der Regel dadurch, dass dort zusätzlich ein aktueller Tagesstempel abgeschlagen wurde, der das Einlieferungsdatum korrigierte. Da das in diesem Fall sehr wahrscheinlich eine sehr große Anzahl von Sendungen gewesen war, hat man dafür den vorhandenen Maschinenstempel eingesetzt, damit aber der Wertrahmen des AFS nicht überstempelt bzw. unlesbar wird, hat man einfach das Entwerter-Klischee ausgebaut. Also ein ganz normaler "Maschinenstempel nur mit dem Stempelkopf"? Ja!

Beste Grüße
Thomas
 
volkimal Am: 07.10.2025 21:19:53 Gelesen: 11917# 427 @  
@ bedaposablu [#425]

Hallo Klaus-Peter,

ich kenne den Stempel zwar nicht, mir ist aber aufgefallen, dass der Strich vom "T" in Lichtenfels bei deinem Stempel links oben sehr kurz ist.

Insgesamt gibt es von Lichtenfels mindestens 3 verschiedene Maschinen-Stempelköpfe, die sich im Bogen der Schrift unterscheiden.

Bei deinem Stempel zeigt die obere Linie des Steges links zwischen die Buchstaben "CH".

Hier zwei Exemplare dieses Maschinenstempels aus der Datenbank:



Beim Stempel von 1989 ist der Strich des "T" vollständig vorhanden. Beim Stempel von 1991 ist der Strich verkürzt. Er ist zwar noch länger als bei deinem Stempel, aber er scheint nach und nach abzubrechen. Ich gehe also davon aus, dass bei deinem Brief nur der Stempelkopf des Maschinenstempels abgeschlagen wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
bedaposablu Am: 08.10.2025 19:56:28 Gelesen: 11818# 428 @  
@ DL8AAM [#426]
@ volkimal [#427]

Hallo Thomas und Volkmar!

Danke für eure Ausführungen. Das die Steglinie unterschiedlich zu "Lichtenfels" in der Höhe ist, war mir gar nicht aufgefallen, auch das "T" nicht, ich hatte da auch nicht so genau geschaut, nur beim "me" stutzte ich, da ja meist bei einem Maschinenstempel üblich. Also wieder was dazu gelernt.

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Dieter 66 Am: 14.10.2025 17:57:23 Gelesen: 11143# 429 @  
Hallo.

Hier eine Zeitungs-Drucksache (Streifenband) mit einem "Gebühr bezahlt" Stempel, beim Postamt Hbg. Fuhlsbüttel.

Auf dem Beleg befindet sich kein Datum. Kann mir einer sagen, wann der Stempel zum Einsatz kam.



Schönen Gruß Dieter.
 
Shinokuma Am: 13.12.2025 23:16:06 Gelesen: 5412# 430 @  
Liebe Stempel-Experten!

Ich habe nachstehenden Tagesstempel aus Bonn als Ausschnitt bekommen und ihn auch schon in der Stempeldatenbank gefunden. Dort hat er die Interne Stempelnummer: #317041



Meine Frage dazu: Welche Bedeutung hat das große H ganz unten? Der UB ist ja doch das a.

Auch Stempelreporter stampmix, der den o.g. Stempel 2020 in die Datenbank eingestellt hat, schrieb damals als Anmerkung: Bedeutung des "H" im Stempel ganz unten unklar.

Herzliche Grüße

Gunther
 
wheilmann Am: 15.12.2025 11:54:46 Gelesen: 5182# 431 @  
@ Shinokuma [#430]

Hallo Gunther,

nachdem bisher niemand auf Deine Frage geantwortet hat, versuche ich es einmal:

- in der Kopfzeile des Stempels wurde eine "1" der Amts-Nr. 11 entfernt,
- in Stempelbogen unten vermute ich die Entfernung der Textzeile " NACHTRÄGLICH ENTWERTET" (ohne Umbruch),
- stehen geblieben ist der zweite "H"-Buchstabe des Wortes NACHTRÄGLICH,
- die Entfernung der vielen Buchstaben im unteren Stempelbogen hat man anfangs nur unsauber vollzogen,
- dazu gibt es einen mir bekannten Stempelabdruck (mit Schmutzflecken links und rechts des "H"),
- nach der zusätzlichen Entfernung der Buchstaben-Reste, die "Schutzflecke im Stempelbogen hinterlassen haben",
- sieht der Stempelabdruck so aus, wie Du ihn hier zeigst.

- eine Verwechselung des jetzt vorliegenden Stempelbildes "BONN 1 / a" mit einem bereits im Einsatz befindliche Bonn-Stempel sollte vermieden werden, deshalb hat man den o.a. H-Buchstaben stehen gelassen.

Gruß Wolfgang
 
Shinokuma Am: 15.12.2025 16:51:51 Gelesen: 5105# 432 @  
@ wheilmann [#431]

Lieber Wolfgang,

vielen Dank für Deinen überaus amüsanten Erklärungsversuch, der jetzt in der Vorweihnachtszeit als schöne Geschichte ja auch durchaus seine Berechtigung hat.

Aber Du hast dabei, glaube ich, nicht bedacht, wieviel Platz ein Schriftzug "Nachträglich entwertet" mit derart großen Buchstaben wie dem vorhandenen H benötigen würde.

Die Entfernung einer zweiten Ziffer der Amtsnummer könnte tatsächlich stimmen, zumal noch winzigen Stempelfarbreste dort erkennbar sind. Die zeigt auch der Stempel #317041 von stampmix in der Datenbank.

Vielleicht finden sich ja noch mehr Leser hier zu einem Erklärungsversuch bereit.

Mit herzlichen Grüßen

Gunther
 
bovi11 Am: 15.12.2025 19:10:24 Gelesen: 5057# 433 @  
@ Dieter 66 [#429]

Hier ebenfalls eine Zeitungsdrucksache von Paul Bruhn, Briefmarkenhändler in Hamburg. Versandt wurde die "Sammler-Post", quasi eine Preisliste von Paul Bruhn. Die "Sammler-Post" I/56 wurde in den letzten Dezembertagen 1955 versandt.


 
stampmix Am: 15.12.2025 20:09:38 Gelesen: 5030# 434 @  
@ Shinokuma [#430]

die Bedeutung des [/B] harrt schon länger einer philatelistischen Klärung [#309]

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/317041


 
bernhard Am: 17.12.2025 12:25:06 Gelesen: 4803# 435 @  
@ wheilmann [#431]
@ Shinokuma [#432]

einen ehemaligen Schriftzug „NACHTRAEGLICH ENTWERTET“ halte ich durchaus für möglich, ja, sogar für wahrscheinlich. Eventuell ist der Buchstabe H hier nicht original, sondern aus zwei anderen Buchstaben gebildet worden, damit dieser mittig erscheint und durch die beiden ursprünglichen Buchstabenteile, welche als Anker dienen, haltbarer wird.

Zur angeblichen Aptierung der 1 in 11:

Der Stempel ist sicherlich bereits vor 1945 hergestellt worden, da keine PLZ graviert wurde. Ja, da könnte eine Zahl aptiert worden sein, doch nicht die „1“ sondern eher eine „0“. In den Postortsverzeichnissen vor 1945 wird kein Postamt über 10 aufgeführt, erst ab den 1950er Jahren.

Der Stempel selbst ist in dieser Form nicht besonders selten.

Vielleicht kann hier Uwe Seif noch etwas dazu beitragen falls er hier mitliest.

Viele Grüße
Bernhard
 
Uwe Seif Am: 17.12.2025 14:31:23 Gelesen: 4769# 436 @  
@ wheilmann [#431]
@ Shinokuma [#432]
@ bernhard [#435]

Hallo zusammen,

ja, es sieht so aus als ob eine Amtsnummer aptiert wurde. Allerdings gab es im OrtsverzeichnisI von 1949 auch keine Ämter mit zweistelliger Amtsnummer.

Die Entfernung des Schriftzuges "Nachträglich entwertet" ist zwar denkbar, halte ich aber in diesem Fall eher für unwahrscheinlich.

Es gibt noch einige wenige weitere Stempel (von anderen Orten) die zusätzlich einen Großbuchstaben aufweisen. Ich gehe davon aus, dass die zusätzlichen Großbuchstaben für "besondere Dienststellen bzw. Einsatzorte" standen. Das große "H" in dem Bonner Stempel könnte für (einen Schalter im) "Hauptbahnhof" stehen.

Gruß
Uwe
 
wheilmann Am: 17.12.2025 20:16:01 Gelesen: 4709# 437 @  
@ Uwe Seif [#436]

Hallo zusammen,

die Frage nach BONN 11 kann ich schnell beenden: Auszug aus dem OVERZ 1952



Der Stempel "BONN 11" befand sich dort wohl in einer Kaserne (in der Poststelle?).

Es gab ja schon 1952 einen Stempel oben im Stempelbogen mit dem Wort BUNDESHAUS.

Vorstellen kann ich mir auch einen Stempel unten mit dem Wort RATHAUS. Damals waren ja immer wieder Staatsgäste in Bonn - natürlich auch im Rathaus/ Eintrag ins Goldenen Buch der Stadt Bonn - und vielleicht gab es dazu ja auch ein Sonderpostamt dort mit einem Tagesstempel (Rathaus unten im Bogen). Da würde der H-Buchstabe unten wunderbar passen.

Gruß Wolfgang
 
bernhard Am: 17.12.2025 21:05:22 Gelesen: 4682# 438 @  
@ wheilmann [#437]

Hallo Wolfgang,

es gab keine Frage nach dem PA 11, sondern wir haben dieses PA ausgeschlossen.

1) der Stempel wurde ziemlich sicher bereits vor 1945 hergestellt
2) der Stempel ist in dieser Form schon mindestens seit 1950 bekannt

Maßgeblich sind also die Ortsverzeichnisse vor 1945. Bis zum OV I 1944 (vom Mai 1944) gab es aber kein PA 11 bzw. Zweigpostamt oder PSt I. Zweistellig nur das ZwPA 10 ab dem OV I 1941. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass nach dem Mai 1944 ein solches eröffnet wurde. Dies halte ich aber für nicht sehr wahrscheinlich.

Viele Grüße
Bernhard
 
Dieter 66 Am: 04.02.2026 22:10:12 Gelesen: 912# 439 @  
Hallo,

ein Streifband vom Sammler-Post Verlag, Briefmarkenhaus Paul Bruhn.

Zeitungs-Drucksache mit einem „Gebühr bezahlt“ Stempel, beim Postamt Hbg, Fuhlsbüttel.

Hätte jemand ggf. Informationen ab wann der Stempel zum Einsatz kam.



Vielen Dank schon mal.
Schönen Gruß Dieter.
 

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