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Thema: DDR Spendenmarken Junge Welt
StefanW Am: 03.06.2013 19:32:11 Gelesen: 5057# 1 @  
Guten Tag,

ich möchte euch einen, meiner Meinung nach interessanten, Beleg vorstellen. Dieser wurde mit der Spendenmarke Nummer 1 der DDR frankiert, so weit sicher noch nichts besonderes. Vorgesehen waren die Spendenmarken 1 und 2 zur Frankierung von Sendungen an die Redaktion "Junge Welt" im Rahmen eines Preisausschreibens des Jahres 1973. Normalerweise wurden für Einsendungen Ausschnitte aus der Zeitung verwendet und da kommen wir zum Kern der Sache: Die Einsendung erfolgte auf einer "normalen" Postkarte, dies macht den Beleg interessant.

Eine Anmerkung zum Schluss: Die Marken waren durch die Post nicht zu entwerten und erhielten in der Redaktion nach dem Ende des Preisausschreibens einen Nebenstempel.

Wer hat Lust noch weitere Stücke zu zeigen?

Viele Grüße
Stefan



 
rostigeschiene Am: 03.06.2013 21:51:39 Gelesen: 5025# 2 @  
Ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber das ist der vierte Thread mit DDR Spendenmarken.

Vielleicht solle man diese zusammenlegen.

Werner
 
drmoeller_neuss Am: 03.06.2013 22:34:10 Gelesen: 5018# 3 @  
In Neuruppin hat man sich nicht an die Vorschrift gehalten, dass die Spendenmarken nicht abzustempeln waren.

Und die Tiefen der Suchmaschine Google verraten uns, dass die Absenderin im Jahre 1978 die POS Thomas Müntzer in Walsleben mit der zehnten Klasse abgeschlossen hat. Und ich zeige Euch auch einmal die Rückseite des Teilnahmescheines. Heute wäre das undenkbar, einen Teilnahmeschein aus Zeitungspapier mit der Post zu schicken, weil der von der Stempelmaschine unbarmherzig zerrupft wird. Vielleicht war das auch damals schon der Grund, warum die Teilnahmescheine nicht gestempelt werden sollten, auch nicht neben der Marke?



http://www.maerkischeallgemeine.de/mazarchiv/detail.php?article_id=1718436
 
StefanW Am: 04.06.2013 06:19:01 Gelesen: 5003# 4 @  
@ rostigeschiene [#9]

Guten Morgen,

ich habe gesehen, dass es mehrere Threads mit Spendenmarken gibt. Ich habe aber deswegen einen neuen Thread gewählt, da die Spendenmarken bzgl. "Junge Welt" im Michel-Katalog gelistet sind. Wie auch immer, ich werde so einen Fehler nicht mehr machen und nur noch lesend hier sein. Entschuldigung für den Beitrag. Vielleicht kann man diesen auch löschen, da es schon zu viele Threads sind ?

Viele Grüße
Stefan
 
rostigeschiene Am: 04.06.2013 07:33:37 Gelesen: 4997# 5 @  
@ StefanW [#13]

Hallo Stefan,

diese Anmerkung war an die Admins gerichtet.

Du kannst und sollst auch gerne weitere Beiträge in und für dieses Forum verfassen.

Ich bin sicher, dass weitere Karten mir dieser Spendenmarke hier vorgestellt werden, zumal es dazu bestimmt noch einige Besonderheiten gibt.

Werner
 
drmoeller_neuss Am: 04.06.2013 08:36:25 Gelesen: 4979# 6 @  
@ rostigeschiene [#14]

Dieser Thread "DDR Spendenmarken Junge Welt" soll bitte auf keinen Fall mit den anderen Threads über Spendenmarken zusammengefasst werden.

Es gibt private Spendenmarken, darunter zähle ich auch die Marken der staatlichen und halbstaatlichen Organisationen der DDR. Die konnte man überall hinkleben, nur auf die Briefvorderseite gehören sie nicht laut den einschlägigen Postvorschriften, da sie mit amtlichen Postwertzeichen verwechselt werden können. Bestenfalls Kuriositäten sind durchgeschlüpfte Poststücke, die mit Spendenmarken mehr oder weniger versehentlich frankiert wurden.

Die hier gezeigten Briefmarken katalogisiert der Michel-Katalog unter Spendenmarken. Der Michel hätte ihnen genauso gut eine Hauptnummer spendieren können, mit dem Hinweis: "Der Verkaufspreis von 1,-- Mark beinhaltet die Postgebühr für eine Inlandspostkarte innerhalb der DDR (10 Pfg.) und einen Zuschlag zugunsten der Weltfestspiele in Höhe von 90 Pfg. Die Marken waren nur für Preisausschreibenkarten an die Redaktion "Junge Welt" gültig.

Interessant wären Zusatzfrankaturen. Zumindest "Eilzustellung" halte ich für denkbar, um den Einsendeschluss zu halten. In der DDR war die Zusatzleistung Eilzustellung preiswert (50 Pfg.), und bevor der hohe Zuschlag in Höhe von 90 Pfg. verfällt, legt man lieber noch die 50 Pfennig für Eilboten darauf.

Mein Kritik geht nicht an StefanW, der alles richtig gemacht hat, sondern an den Michel-Katalog, der hier wieder einmal unterschiedliche Massstäbe für die Katalogisierung von Briefmarken anlegt.

Ich denke nur an die "Pro-Areo"-Marken der Schweiz, die selbstverständlich im Michel eine Hauptnummer bekommen haben. Genau wie die "Junge-Welt-Spendenmarken" waren sie aber nur für ganz bestimmte Sendungen wie zum Beispiel Luftpostsendungen für einen Sonderflug gültig. Mit dem Zuschlag wurde das Luftfahrtereignis finanziert. Genau wie die "Junge-Welt-Spendenmarken" waren sie für alle anderen Sendungen ungültig. Ansonsten verweise ich auf meinen Beitrag [#12].
 
Richard Am: 05.06.2013 08:17:02 Gelesen: 4923# 7 @  
@ rostigeschiene [#9]
@ StefanW [#13]
@ drmoeller_neuss [#6]

Hallo zusammen,

alle Beiträge werden von Brigitte und mir gelesen, die meisten innerhalb von 24 Stunden. Dabei werden von mir sinnvolle Strukturen sowohl durch eine Zusammenfügung von Themen geschaffen als auch eine Trennung bei solchen Beiträgen, die nach meiner Meinung nicht in ein Thema gehören und unter einer anderen oder neuen Überschrift besser zu finden sind.

Das alles ganz ohne Aufforderung. Wer Anregungen zur Trennung / Zusammenfügung von Themen hat, kann mir diese gerne per Mail melden. Ich werde sie beachten, aber nur dann umsetzen, wenn ich sie für sinnvoll halte.

@ StefanW [#8]

Stefan,

ich freue mich über das von Dir neu eröffnete Thema und Deine Beiträge sind hier und in anderen Themen gerne willkommen.

Schöne Grüsse, Richard
 
philapit Am: 14.06.2014 10:12:05 Gelesen: 4205# 8 @  
DDR Spendenmarken postalisch gelaufen

Hallo Sammlerfreunde,

habe hier einen Preisausschreiben Beleg auf einer Ganzsache mit Spendenmarke. Diese wurde mit dem Poststempel mit entwertet. War das üblich oder Gefälligkeit? Die im Michel verzeichneten Nr.1 und 2 waren ja frankaturgültig. Die von mir vorgestellte von 1979 nicht mehr aufgeführt. Wer kann mehr dazu sagen?



Mit freundlichen grüßen
philapit
 
Altmerker Am: 14.06.2014 10:25:57 Gelesen: 4203# 9 @  
@ philapit [#8]

Das war wohl weniger Unkenntnis der Stempelnden. Der Beleg ging nach dem Hand-Stempeln nochmals durch die Maschine. Die Marke war nicht frankaturgültig.

Gruß
Uwe
 
philapit Am: 18.06.2018 12:48:11 Gelesen: 1354# 10 @  
DDR Spendenmarke1979 - echt gelaufen

Hallo Spezialisten,

laut Michel war diese Spendenmarke nicht zur Frankatur freigegeben.Ist diese Ganzsache mit der Spendenmarke somit eine Gefälligkeitsabstemplung? Oder?

Mit freundlichen grüßen philapit


 
sentawau Am: 18.06.2018 13:11:30 Gelesen: 1353# 11 @  
@ philapit [#10]

Ich meine, der Absender hat die Karte korrekt frankiert und zur Bezahlung seiner Teilnahme an der Lotterie rückseitig die Spendenmarke verklebt. Der die Kartenrückseite stempelnde Postbeamte wollte nicht die Frankatur, sondern überflüssigerweise die Spendenmarke entwerten. Das hat also mit der Bezahlung der Beförderung nichts zu tun.

Gruß Sentawau
 
Christoph 1 Am: 18.06.2018 14:56:32 Gelesen: 1326# 12 @  
@ philapit [#10]

Die Karte wurde zunächst im Postamt Meißen 1 mit einem Handstempel ordnungsgemäß entwertet. Danach wurde sie (vermutlich versehentlich) nochmals in die Stempelmaschine eingelegt, allerdings "falschrum". So kam es zu dem Maschinenstempelabschlag auf der Rückseite. Übrigens ein eher seltener Abschlag einer sowjetischen Tischstempelmaschine, daher auch der "verdrehte" Stempelkopf und das etwas schwer erkennbare Datum 07047920 (7.4.1979, 20 Uhr). Der Stempelabschlag würde sich auch sehr gut in unserer philastempel-Datenbank wohlfühlen. :-)

Viele Grüße
Christoph
 
Carsten Burkhardt Am: 20.06.2018 12:17:55 Gelesen: 1271# 13 @  
Hallo,

in der Zeit habe ich damals auch vieles experimentiert und so gut wie alles verklebt, was nach Briefmarke aussah. Schwarzdrucke, Ausschnitte aus dem Sammler-Express, GST und DSF-Marken.

Alles wurde ordnungsgemäß gestempelt und kam an. Allerdings hat sich die Postamtschefin irgendwann bei meiner Oma beschwert (Oma hat in der Post geputzt), ich solle doch mit dem Unfug aufhören.

Aber gestempelt und befördert wurde eigentlich alles, und es wurde auch kein Nachporto erhoben.

Viele Grüße
Carsten
 
StefanM Am: 20.06.2018 13:13:44 Gelesen: 1263# 14 @  
@ Carsten Burkhardt [#13]

Allerdings hat sich die Postamtschefin irgendwann bei meiner Oma beschwert (Oma hat in der Post geputzt), ich solle doch mit dem Unfug aufhören.

:) Schöne Geschichte!

Stefan
 
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