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Thema: Schweiz Dauerserie Kreuz/Wertziffer
Das Thema hat 287 Beiträge:
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ziffer-freak Am: 15.06.2014 23:41:19 Gelesen: 141560# 1 @  
An dieser Stelle möchte ich einen offenen Thread über die zwar auflagenstärkste - jedoch am wenigsten erforschte - Altschweiz-Ausgabe erstellen. Meist wurde sie vernachlässigt, und stand stets im "Schatten" ihrer "grossen Schwestern", den Stehenden Helvetias, und ihrer Vorgängerinnen, den Sitzenden Helvetias.

Ich möchte euch einladen, euch auch hier mit euren schönen Stücken zu beteiligen, und mal den Anfang mit dem selteneren Teil der ersten Auflage machen:

Weisses Papier, Kontrollzeichen I: 2 Rp. olivbraun, Mi. 45/Zst. 53



Ungebraucht, leicht dezentriert, mit "Spiessen" links und oben
 
briefmarkenwirbler24 Am: 16.06.2014 06:49:55 Gelesen: 141542# 2 @  
@ ziffer-freak [#1]

Hallo Andy,

tolle Idee dein Spezialgebiet hervorzuheben, dir Galerien von den Helvetias laufen ja sehr gut, also warum hier nicht auch? Ich kann sicherlich auch einiges beitragen, bin aber am meisten auf dein angesprochenes Lieblingsstück gespannt!

MfG

Kevin
 
ziffer-freak Am: 16.06.2014 12:48:19 Gelesen: 141520# 3 @  
Ich habe mir gedacht, ich fange hier schon mal langsam an (langsam, da mir in 2 Wochen ein Umzug bevorsteht, und mein Scanner noch immer streikt, und ich vorläufig nur vereinzelte Bilder beisteuern kann, die sich bereits auf meinem PC befinden)!

Dieser open Thread soll für alle offen sein, um ihre schönen Stücke zu präsentieren. Meine Spezial-Sammlung werde ich dann wahrscheinlich in einem separaten Thread vorstellen (oder zumindest erst zu einem späteren Zeitpunkt hier anhängen)!

Bis dahin viel Spass beim Vergleichen eurer schönen Stücke!

Liebe Grüsse aus Helvetia
Andy
 
Heinz 7 Am: 18.06.2014 00:06:15 Gelesen: 141467# 4 @  
@ ziffer-freak [#1]

Hallo Andy,

schöne Idee, hier die Ziffermarke vorzustellen. Da mache ich gerne mit.



Anbei ein hübscher Einschreibebrief von 1904 von Bonstetten via Birmensdorf nach Uitikon, freigemacht mit einer 15 Rappen-Marke, Kontrollzeichen II (schlanke Form), Mi Nr. 57Y, Zumstein Nr. 64 B.

Herzliche Grüsse - Heinz
 
ziffer-freak Am: 18.06.2014 03:05:24 Gelesen: 141462# 5 @  
@ Heinz 7 [#4]

Vielen Dank Heinz,

Ein hübscher Brief! Er zeigt genau die für diese Wertstufe auch vorgesehene Verwendung! Poststellen sehr kleiner Orte bestellten diese oft nicht mal, da deren Bedarf sehr gering war. Man behalf sich notgedrungen mit einer Buntfrankatur (in diesem Falle Zst. 60A + 61A / Mi. 52X + 54X):



Der Abgangs-Ort SAGENS, wie auch die Destination SCHLUEIN waren mit je ca. 480, resp. 420 Einwohner anno 1885 eher klein. SAGENS besass bis 1905 sogar nicht einmal einen eigenen Datums-Stempel! Die Post wurde jeweils gesammelt, und in der nächsten grösseren Poststelle mit einem Datums-Stempel versehen. In diesem Falle LAAX (damals ca. 1250 Einwohner). SAGENS hatte wohl nicht gerade viel Post-Verkehr, denn dieser Stempel ist trotz 55-jähriger Verwendungszeit sehr selten! Der (vorschriftsmässig neben der Marke) abgeschlagene Stabstempel war nämlich schon seit 1850 im Gebrauch! Ein wunderschöner Beleg für Heimat-Sammler Graubünden! Zudem sogar noch in "Rumantsch" (Rätoromanisch) geschrieben!

Lieber Gruss
Andy
 
hajo22 Am: 18.06.2014 13:44:26 Gelesen: 141429# 6 @  
"...und bitten um gütige Einlösung."

Ich zeige eine - vermutlich nicht so häufige - Nachnahmekarte aus Zürich v. 9.5.1906 mit 12 Rp. Ziffernserie an den Herrn Lehrer.

Der Nachnahmebetrag von 2,62 Fr. für die Schweizerische Lehrerzeitung ist genau spezifiziert.

Hier Vorder- und Rückseite mit insgesamt 4 Stempeln (das muß so sein):



Schönen Tag.
Jochen
 
ziffer-freak Am: 18.06.2014 17:40:10 Gelesen: 141403# 7 @  
@ hajo22 [#6]

Hallo Jochen,

eine durchaus hübsche Nachnahme-Karte, wie sie zur damaligen Zeit allgemein üblich war. Sie ist ebenfalls ein gutes Beispiel für die für diese Wertstufe vorgesehene Verwendung! Sie wurde sogar extra für diese neu geschaffen! Der Absender bedruckte sie vor- und rückseitig ausgiebig mit Werbung. Der Tarif 12 Rp. setzt sich zusammen aus dem Drucksachen-Tarif (2 Rp.) und dem Nachnahme-Zuschlag (10 Rp.). Wäre z.B. rückseitig stattdessen eine handschriftliche Mitteilung angebracht worden, wären 15 Rp. fällig gewesen (Postkarten-Tarif 5 Rp. plus Nachnahme-Zuschlag 10 Rp.), was aber ziemlich selten anzutreffen ist!

Bei der Marke handelt es sich wahrscheinlich um eine Zst. 62B / Mi. 55Y. Zu den Stempeln: Der Abgangs-Stempel (hier ZÜRICH) musste vorschriftsmässig je einmal auf, und noch einmal neben den Marken abgeschlagen werden. BÜRON war damals eine Art zuständiges Verteilzentrum für das Amt Sursee, und ist somit ein Durchgangs-Stempel. SCHLIERBACH, der Ankunfts-Stempel, ist in diesem Falle - ebenfalls vorschriftsmässig - rückseitig angebracht, meist finden sie sich jedoch aus Platzgründen ebenfalls vorderseitig. Der Empfänger hiess übrigens Troxler! "Lehrer" war lediglich eine angefügte Berufs-Bezeichnung!

Diese Art Nachnahmen findet man heute noch zuhauf, da sie oft gleich als Ganzes (als Quittung) aufbewahrt wurden!

Liebe Grüsse
Andy
 
hajo22 Am: 18.06.2014 19:01:35 Gelesen: 141389# 8 @  
@ ziffer-freak [#7]

Hallo Andy,

danke für die Infos.

Dazu folgendes:
Den Namen des Lehrers habe ich absichtlich aus Datenschutzgründen (Privatperson; Problem: Google-Suche) weggelassen. Bei Eingabe des Namens erscheint möglicherweise die NN-Karte bei google und das sollte meiner Meinung nach nicht sein.

Wie ich schon schrieb: 4 Stempel, das muß so sein.

Ob es diese NN-Karten nach über 100 Jahren noch haufenweise gibt, wage ich schon zu bezweifeln, denn wer bewahrt noch Quittungen nach dieser langen Zeit vom Uropa auf. Da waren schon gezielt Sammler am Werke und nicht nur Wohnungsauflöser.

Ich zeige noch - wie ich finde - 2 interessante Belege:

"Das ganze Jahr geöffnet, bescheidene Preise." (das lob`ich mir! der Verf.)
Einen 10 Rp.-Brief aus Luzern vom "Waldstätterhof & Savoy-Hotel" aus Luzern mit Panoramasicht und Hotel-Werbung. Mit diesen attraktiven Firmenwerbungen lassen sich schöne Sammlungen aufbauen - sofern man an Material kommt. Das gedruckte Bild benennt die umliegenden Berge und zeigt den genauen Standort von Hotel und Bahnhof. Das nenne ich Touristenwerbung gepaart mit gutem Service. Brief: Luzern 2.4.1908, Ankunft Zürich am gleichen Tag, 2h.



Die ganze Produktpalette auf einem Privat-Ganzsachenumschlag zu 10 Rp. der Firma "Montbaron & Gautschl" in Neuchâtel vom 14.12.1907 nach Kappel (Ankunft am nächsten Tag) weist dieser Firmenbrief auf. Auch mit diesen Privatumschlägen im Zeitgeschmack der Jahrhundertwende lassen sich schöne Sammlungen aufbauen.



Schönen Abend.
Jochen
 
Gernesammler Am: 18.06.2014 19:35:41 Gelesen: 141383# 9 @  
Hallo zusammen,

ein Brief ins Ausland, nach Ungarn, der Brief wurde portogerecht mit 25 Rappen für den Brief und 25 Rappen für die Einschreibgebühr versandt. Verklebt wurden hier 2x 2 Rappen, 2x 3 Rappen, 1x 5 Rappen und 1x 10 Rappen aus der Ziffernserie und für die Einschreibgebühr 1x 25 Rappen stehende Helvetia.

Abgestempelt wurde der Brief 1906 in Röschenz, Bezirk Laufen im Baseler Land und wurde dann spediert nach Verbanja in Ungarn. Da der Brief nicht zustellbar war, verklebte man die Marke dafür und der Brief ging retour nach Röschenz.

Ganze 106 Jahre hat es dann gedauert bis ich dieses schöne Stück in meine Sammlung aufnehemen konnte.

Gruß Rainer


 
ziffer-freak Am: 18.06.2014 22:03:39 Gelesen: 141366# 10 @  
@ hajo22 [#8]

Jochen,

du hast da zwei wunderschöne Briefe mit vorderseitigem Firmen-Zudruck! Eine Mode, die damals um die Jahrhundertwende begann, und noch bis heute anhält. Vor allem der obere Brief ist sicher auch für Hotelpost-Sammler oder Heimatsammler (übrigens meine Heimatstadt!) interessant!

Als schönes Gegenstück kann ich an dieser Stelle ebenfalls ein sehr schönes Stück (auch aus meiner Heimatstadt) präsentieren:



Die wahre Überraschung verbirgt sich allerdings auf der Rückseite:



Solche sogar auch rückseitig bedruckten Umschläge gehörten allerdings schon damals eher zu den seltenen Ausnahmen, da deren Herstellung doch sehr kostenaufwändig war!

@ Gernesammler [#9]

Hallo Rainer,

gratuliere zu dieser wunderschönen 5-Farben-Buntfrankatur! Ein Brief, um den ich dich beneide, und den ich ohne zu zögern sofort auch in meine Sammlung aufnehmen würde!

Liebe Grüsse aus Helvetia
Andy
 
hajo22 Am: 19.06.2014 09:40:04 Gelesen: 141343# 11 @  
Zwar nichts Besonderes, aber auch immer recht hübsch anzusehen sind auffrankierte Inlands-Ganzsachen zum Auslandstarif:

2 Ganzsachen ohne und mit Druckvermerk 5 Rp. + 5 Rp. in 2 Farben nach:

Belgien 1890



Frankreich 1903



Viele Grüße
Jochen
 
hajo22 Am: 19.06.2014 10:12:32 Gelesen: 141335# 12 @  
Um 1900, als es Mode wurde aus allen Winkeln der Welt Ansichtskarten zu verschicken und auch zu sammeln, wurde das Bekleben der Freimarke häufig auf der Ansichtsseite der Karte vorgenommen.

Ich zeige eine Ansichtskarte vom berühmten Château Chillon, frankiert und gestempelt Genf am 19.8.1907.

Das Château (bei Montreux) und die Stempelung in Genf passen nur insoweit zusammen als beide Liegenschaften sich am Lac Léman befinden, allerdings nahezu an den entgegengesetzten Enden des Sees. Eine Ansicht von Genf hätte hier besser zum Stempel gepaßt.

Auf der Anschriftsseite der Karte wird auf die Briefmarke auf der Ansicht hingewiesen.



Schönen Tag.
Jochen
 

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