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Thema: Altdeutschland Bayern: Briefe erklären
Das Thema hat 532 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 06.04.2020 18:54:31 Gelesen: 4937# 508 @  
@ bignell [#507]

Lieber Harald,

bessere Auflösung geht im Moment nicht - mein Gerät ist wieder bockig, aber ich habe eine Meldung erhalten, dass es Memmingen sein sollte und das lag ja nah an dem 2. Aufgabeort, von daher würde das passen.

Danke fürs Mitknobeln und ich hoffe, das gute Stück gefällt dir auch.

Liebe Grüsse und Frohe Ostern,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 07.04.2020 13:23:02 Gelesen: 4861# 509 @  
Liebe Freunde,

ach, nur wieder so ein langweiliger Dienstbrief vom alten bayern klassisch, warum sollte man sich das durchlesen, oder gar noch ansehen?

Na ja, vlt. doch, denn eine portofreie Regierungs - Sache ging am 15.9.1868 vom Landgericht Mindelheim an den Notar Zimmermann in Dingolfing ab, die die Expeditionsnummer 1228 trug. Aber der Brief, der am Folgetag schön mit dem Zierstempel von Dingolfing abgestempelt wurde, zeigt noch einen Vermerk, der ausgekratzt wurde und der lautete: "Mit einer Beilage".





Nun, offensichlich wurde der Brief letztlich doch ohne Beilage verschickt, aber warum machte man sich die Mühe, selbigen Satz auszukratzen? Erstens war alles, was ein Absender auf die Vorderseite (s)eines Briefes schrieb, Teil der Adresse und durfte nur von ihm, wenn es Änderungen gab, auch wieder gestrichen, verändert oder wie hier (selten!) ausgekratzt werden. Die Post durfte das nicht, denn die Post durfte keine Änderungen der Adresse vornehmen (außer bei späteren Nachsendungen).

Oder aber, man schaffte es, die Beilage doch noch im Brief selbst unterzubringen und benötigte daher keinen Bindfaden und sonstige Umverpackungen.

Auch wäre es möglich gewesen, die Beilage separat zu versenden mit neuer Anschrift, weil z. B. Brief und Beilage über 1 Pfund gewogen hätten und damit mit der Fahrpost zu befördern gewesen wären (nur bei Dienstpost - Post von Privaten war anders zu befördern). Jedenfalls war eine Beförderung mit der Fahrpost nicht gewünscht und fand auch nicht statt.

Vermutlich weden wir es nie mehr heraus finden, warum man den Vermerk strich - aber viele Briefe dieser Art gibt es nicht und für einen BP$ nehme ich dergleichen immer mit - vor allem mit Zierstempel, ob hinten, oder vorne.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.04.2020 10:50:45 Gelesen: 4670# 510 @  
Liebe Freunde,

ich habe die Ehre, einen Brief aus Speyer in der schönen Pfalz nach Köln zeigen zu dürfen, der ausweislich seiner Siegelseite ab Mainz mit dem Schiff über den Rhein transportiert wurde. Das Nähere hat der liebe Magdeburger hier schon geschrieben:



"Diese Verbindung wurde von der Köln-Düsseldorfer Dampfschifffahrtsgesellschaft auf der Strecke Mainz - Coblenz - Coeln in beide Richtungen betrieben. Der Streckenstempel Coblenz - Coeln auf deinem Brief ist als Schiffspoststempel anzusehen. Bisher ist sein Frühdatum der 27.08.1852.

Die Anlegestelle befand sich südlich der Schiffsbrücke von Coeln nach Deutz. Es war auch die einzige Verbindung über den Rhein dort. Laut Angabe führte der Fuhrunternehmer Lungstraß die Post über diese Brücke im Auftrage der preussischen Postverwaltung zwischen 1852 bis 01.05.1858 durch. Danach ging diese Aufgabe auch die eigene Posthalterei über, welche der Bahnpostexpedition unterstellt war. Mit dem Bau einer Eisenbahnbrücke 1859 endete auch dieses.

Die Schiffspost endetet mit der Fertigstellung einer beidseitig des Rheins in Richtung Süden befindlichen Eisenbahn. Allgemein ist es so, dass ab 1859 von einer regelmäßigen Postbeförderung mit der Eisenbahn ausgegangen werden kann."

Dieser Brief datiert vom 10.12.1859, so dass es jetzt wichtig genau zu wissen wäre, wann die regelmäßige Postbeförderung wieder vom Schiff weg hin zur Eisenbahn des Jahres 1859 stattgefunden hatte, denn einen späteren aus 1859 wird man wohl kaum finden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 10.04.2020 11:19:34 Gelesen: 4551# 511 @  
Liebe Freunde,

aus dem reichhaltigen Angebot unseres geschätzten Händlers Georg Kemser konnte ich mir diesen hier nicht entgehen lassen:







Portobrief aus Memmingen vom 8.3.1848 bis 1/2 Loth = einfach nach dem Vertrag Baden - Bayern vom 1.8.1843 über 15 Meilen nach Simonswald bei Waldkirch für 12 Kreuzer, wobei noch 2 weitere Kreuzer badische Landbestellgeld hinzu kam, so dass man dort am ?? (Ankunftsstempel mangelt) 14 Kreuzer für den Posttransport zahlen musste.

Doch die Besonderheit liegt im Inhalt, den es Gott-sei-Dank heute noch gibt, denn es ist ein Wechsel, der in Nördlingen (Bayern) am 8.1.1848 über 117 Gulden und 45 Kreuzer im 24 Gulden - Fuß (rheinische Währung also) wie folgt ausgefertigt worden war:

"Zwey Monath nach heute zahlen Sie gegen diesen Prima Wechsel an die Ordre des Herrn Conrad Keim die Summe von Gulden Einhundert Siebenzehen & fünf & vierzig Kreuzer f24 Fuß den Werth in Rechnung und stellen ihna uf Rechnung laut Bericht von Herr Andreas Baumer in Simonswald bey Freiburg i(m) B(reisgau).

Sigmund Konrad Moll & Compagnie - Stempel Conrad Keim Memmingen".

Rückseitig sieht man noch "pr. nequirt Memmingen dem 8. Mertz 1848 Conrad Keim" manuell nachgetragen.

Briefe mit noch inliegenden Wechseln sieht man nicht allzu oft und dieser hier wurde nicht einmal recommandirt am 8.3.1848 gewissermaßen als Quittung verschickt genau innerhalb der vermerkten 2 Monate von seiner Ausstellung.

Da bin ich froh, dass ich Teile meiner Sammlungen auf A3 umstelle, denn sonst wäre er nicht sinnvoll zu präsentieren und so etwas Schönes und Seltenes sollte man doch gut präsentieren können.

Liebe Grüsse von bayern klassisch (und Frohe Ostern sowieso)
 
bayern klassisch Am: 16.04.2020 13:22:52 Gelesen: 4121# 512 @  
Liebe Freunde,

wenn man Bayern - Schweiz sucht, findet man eine große Zahl von Briefen an Isler & Bruggießen in Wohlen/Aargau, sicher weit über 1.000 Briefe. Aber wie viele kennen wir an diese Firma unter einer anderen Anschrift? Ja, es gibt einige wenige nach Leipzig, weil die dortige Messe auch Schweizer Firmen anzog, aber hier kann ich einen Brief nach Frankfurt am Main zeigen, der von Ansbach am 23.4.1843 nach dorthin als Portobrief verschickt worden war.





Bayern notierte bis Aschaffenburg 8 Kreuzer, zu denen 4 Kreuzer für Taxis kamen, so dass man gar nicht erst 12 Kreuzer addierte, sondern gleich 3 Batzen in typischem Frankfurter Blau notierte. Dass der Brief schon einen Tag später dort ankam, würde ich mal als bessere Sensation bezeichnen, sind das doch lockere 212 km, die da zurück zu legen waren (ohne die Bahn wohlgemerkt!). Da stimmten die Anschlüsse also perfekt.

Auf der Adresse unterhalb von "Frankfurt a/Main" steht noch der interessante (und für mich kaufentscheidende Vermerk): "Sollten obige Herren in Frankfurt schon abgereist seyn wird höflich gebeten den Brief nach Wohlen zu befördern". Ich habe leider nicht genau heraus finden können, wie lange 1843 die Frankfurter Messe andauerte, aber es war sicher im April 1843, als sie stattfand. Interessant wäre es genau zu wissen, wann sie endete und wann man mit der Rückreise der Firmen rechnen konnte.

Im Inneren geht es um rein geschäftliche Dinge - nett ist der Vermerk unten links: "Wenn Sie in der Art ein Muster Bordüren a 4 Gulden, höchstens 4 Gulden 30 Kreuzer, haben, bitte 2 Stück beizulegen".

Somit passt der Brief sowohl in meine Sammlung "Muster ohne Wert(h)", als auch "Besonderheiten bei der Adresse" und gfs. noch in die Bayern - Schweiz - Sammlung, was mich außerordentlich freut.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 21.04.2020 14:31:17 Gelesen: 3757# 513 @  
Liebe Freunde,

Versuch einer detektivischen Kleinarbeit:

Vorhanden ist die Hülle eines einstigen Faltbriefes der kgl. bayer. Gemeindeveraltung Welbhausen "an das Königliche Württembergische Ober-Kriegs-Commissariat zu Stuttgart Expeditions-Nr. 31 D(ienst) S(ache)".



Zu Welbhausen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Welbhausen

Welbhausen war ein Stadtteil von Uffenheim, welches über 10 bis 20 Meilen von Stuttgart entfernt lag, daher waren 6 Kreuzer Franko für Briefe unter 1 Loth 1863-67 korrekt frankiert. Den geschlossenen Mühlradstempel 533 von Uffenheim kann man auch noch gut erkennen, aber die Aufgabestempel weisen 2 Daten aus: 17.3. und 29.3..

Die Siegelseite zeigt einen württembergischen Bahnpoststempel vom 29.3. und einen Distributionsstempel von Stuttgart D1 (1. Bestellgang) vom 30.3. und eine "4" vom Zusteller dort.

Versuch der Beschreibung: Dienstbrief (D.S.) aus Welbhausen mit Postaufgabe bei der Postexpedition Uffenheim am 17.3. portofrei nach Stuttgart. Dort umgetütet und retour nach Welbhausen geschickt. Am 29.3. erneut abgeschickt, jetzt ist aber von der Aufgabepost bei der Gemeindeverwaltung und bei D.S. ein blaues Fragezeichen gesetzt worden, was für mich bedeutet, dass man den Brief nicht als reinen Dienstbrief in Staatsdienstangelegenheiten erkannte, daher D.S. gestrichen und mit 6 Kr. frankiert nach Stuttgart geschickt.

Gerne lese ich abweichende Ansichten zu dem kleinen Vortragsstück.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bignell Am: 21.04.2020 17:03:08 Gelesen: 3728# 514 @  
@ bayern klassisch [#513]

Hallo Ralph,

ich denke die beiden Fragezeichen stammen von einem Vorbesitzer, der sowohl den Absendervermerk als auch das DS nicht lesen konnte, weil er die deutsche Schreibschrift nicht kennt, und sein Unwissen "verewigen" musste. Was aber nichts an Deiner Beschreibung ändert (nur das Fragezeichen würde ich auslassen, DS gestrichen reicht als Aussage).

Liebe Grüße, harald
 
bayern klassisch Am: 21.04.2020 17:54:56 Gelesen: 3716# 515 @  
@ bignell [#514]

Lieber Harald,

tja, das wird schwer zu prüfen sein, ob es von 186?, oder 100 Jahre später vermerkt wurde. Er hat 22 Euro gekostet, das war es mir wert und 2 verschiedene Aufgabestempel 12 Tage auseinander sind ja auch nicht so übel.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 26.04.2020 12:55:09 Gelesen: 3433# 516 @  
Liebe Freunde,

bei Briefen von Bayern nach Strasbourg selbst ist mir aufgefallen, dass diese manchmal keinen Grenzübergangsstempel aufweisen (also z. B. Bavière - Strasbourg).

Leider habe ich keine Briefe nach Forbach, daher weiß ich nicht, ob dort das gleiche Verhalten seitens der französischen Post zu beobachten wäre.

Briefe nach Wissembourg (Weißenburg im Elsaß) zeigen aber, so weit mir bekannt ist, den entsprechenden Grenzübergangsstempel (Bavière - Wissembourg).







Als Beispiele hänge ich 2 Portobriefe aus München nach Strasbourg an, die aus dem Februar 1835 bzw dem Oktober 1840 stammen und die in München mit dem Ortsstempel und dem CBR4 - Stempel vertragskonform versehen wurden. Der 1. wurde in Strasbourg mit 11 Decimes taxiert (2. Gewicht), der 2. mit 7 Decimes (1. Gewicht).

Es wäre schön, wenn ihr eure Bestände mal kurz durchforsten könntet, ob euch auch Briefe nach Strasbourg, Forbach und Wissembourg von 1822 - 1847 oder später vorliegen, die keine Grenzübergangsstempel aufweisen, denn ansonsten hat m. W. Strasbourg sehr, sehr gut gearbeitet (Respekt heute noch dafür!).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 28.04.2020 20:38:41 Gelesen: 3265# 517 @  
Liebe Freunde,

es gibt Briefe, die kann man sich fast gar nicht so schräg vorstellen, wie es sie tatsächlich gab, Montagsproduktionen also, die in fast allem Besonderheiten/Contraventioen darstellen.



Dienstbriefe mussten vorn oben die Absenderbehörde aufweisen. Hier nicht der Fall.

Es war vermerkt worden "K.D.(S)" als Königliche Dienst Sache oben rechts - dann wurde es aber gestrichen und durch "P.S." als Partei - Sache ersetzt, womit der Brief portopflichtig wurde. Dafür wurde die amtliche Expeditions - Nr. der Absenderbehörde No. 6302 oben links notiert.

Unten links sehen wir den Versendungswunsch: "Gegen Post- und Retourschein", also eingeschrieben mit Retour - Recepisse. Bezahlen wollte man hier also gar nichts, auch nicht das Porto von 4 Kreuzern (mittig rechts).

Absender war das Gericht von Bamberg, Empfänger die Amtsherrschaft von Würzburg in Mitwitz (der Baron von Würzburg schien ein rechter Streithansel gewesen zu sein).

Mittig unten notierte man 20 Kreuzer - 20 Kreuzer? Wofür so viel Geld für einen Brief bis 6 Meilen über 1/2 bis 1 Loth, der also gar nicht so schwer war? Ein Hinweis gibt uns der Vermerk oben rechts: "16 Postgeldz(ahlt)".

Der Empfänger hatte also total 20 Kr. gezahlt, die sich wie folgt aufsplitteten:

4 Kr. Porto, 4 Kr. für Chargé und 12 Kr. für die Retour - Recepisse (Rückschein).

Aber genau da lag der Fehler - die Kosten für das Porto konnte man als Absender dem Empfänger aufbürden, aber niemals die 4 Kr. Chargégebühr und die 12 Kr. für die Retour - Recepisse. Aber am 10.9.1835 wollte man partour gar nichts zahlen und überließ alles, entgegen der Vorschrift, dem Amt des Barons von Würzburg.

In dieser Art kannte ich bisher fast nur Briefe des Gerichts in Nürnberg und von ganz Bayern keine 10 Stück. Mit ihm werde ich die Contra - Sammllung der Vormarkenzeit sicherlich bereichern können. (Hinten ist der Brief blank).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 04.05.2020 08:40:25 Gelesen: 2939# 518 @  
Liebe Freunde,

ein Portobrief nach Schaumburg - Lippe (Thurn und Taxis) ist von Bayern aus immer etwas Besonderes, ob frankiert (häufiger), oder unfrankiert wie hier.



Noch dazu, wenn er aus 1854 stammt, wie dieser hier aus Würzburg über Frankfurt am Main nach Bückeburg, denn Schaumburg - Lippe trat ja erst zum 1.1.1854 dem DÖPV bei.

Zur Taxierung: Bayern sollte in Silbergroschen das Porto für Briefe über Preussen vortaxieren, hier also 3 Sgr. über 20 Meilen unter 1 Loth und 1 Sgr. Portozuschlag = 4 Sgr. und es gibt auch Briefe nach dorthin, die so taxiert wurden.

Wenn aber die Leitung nach dorthin nicht über Preussen führen sollte, wie hier, sollte in rheinischen Kreuzern taxiert werden und analog zum eben gegebenen Beispiel 9 Kreuzer + 3 Kreuzer = 12 Kr.. Die mittige schwarze 12 war demnach die bayer. Taxierung, ehe er nach Frankfurt am Main kam, dem Auswechselpostamt für Bayernbriefe in den Norden nach den dortigen Taxisgebieten.

Hätte FFM diese 12 Kr. paritätisch in die von der Abgabepost verlangten Gutengroschen (Ggr.) reduziert, so wären es 3 1/4 Ggr. geworden. Aber man wollte von seinem Kunden das Äquivalent von 4 Silbergroschen haben und das waren halt 14 Kreuzer, auch wenn man später an Bayern nur deren 12 zurück rechnete.

Also notierte FFM geschwind 14 Kreuzer, sogar 2 mal (!) und gab den Brief gen Norden nach Schaumburg - Lippe. Dort reduzierte man diese in 3 1/4 Ggr. (weil ein Ggr. etwas mehr als 4 Kreuzer paritätisch wert war) und notierte das Bestellgeld, wie bei Taxis üblich, mit 5 Gutenpfennigen daneben, so dass der Empfänger beides zahlen musste.

Briefe nach Schaumburg - Lippe wird es von den süddeutschen Staaten nicht viele gegeben haben, aber wenn man bedenkt, dass Taxis pro einfachen Brief immer noch 2 Kreuzer durch diesen Trick verdiente, dann kam da übers Jahr sicher ein nettes Sümmchen heraus und bei schweren Briefen verdiente man ja noch mehr auf diese Weise.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 05.05.2020 12:30:19 Gelesen: 2760# 519 @  
Liebe Freunde,

der günstigst erworbene Brief passt sowohl in die Contra-, als auch in die Minisammlung 1851, daher war ich froh, ihn erhaschen zu können.



Fürth, 3.9.1851, nach Reuth bei Erbendorf. Da bis 1 Loth und unter 12 Meilen korrekt taxiert in Schwarz mit "6" Kreuzern. Aber die Niete in Fürth notierte nur eine halbe 6 und vermerkte diese noch im Vornamen des Adressaten - das war nichts! Daher wurde in Erbendorf darunter eine Rötel - 6 vermerkt und doppelt unterstrichen. 2 Tage später kam er an und wurde bezahlt.

Nach der Dienstesanweisung hatte die Taxierung klar, groß und deutlich zu erfogen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Lustig: Im Inhalt beschwerte sich der Fürther, dass er häufiger Briefe von Carl Barth aus Reuth porto zugeschickt bekam, diese jedes Mal zu zahlen hatte und dennoch aus diesen nichts Neues erfuhr, weil die benötigten Proben noch nicht abgeschickt worden wären.

Als Dank gab es jetzt diesen Portobrief zurück: "Tit for tat", sagt der Engländer.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 05.05.2020 12:44:08 Gelesen: 2758# 520 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Dienstbrief des Pfarramtes Perasdorf vom 22.6.1875, der über die Postablage Schwarzach an den Ort der für beide Dörfer zuständigen Postexpedition Welchenberg lief, um später das bischöfliche Ordinariat in Regensburg mit seiner Ankunft am 23.6.1875 zu beglücken.



Um dahin zu gelangen, transitierte er noch Straubing.

Leider liegt mir keine Unterlage vor, aus der hervor ginge, welche Orte den Lokalbezirk der Postexpedition Welchenberg eingegliedert waren. Evtl. war in Perasdorf kein Briefkasten für den Ruralboten angebracht, so dass man seine (sicher sehr übersichtliche) Post zuerst in das ca. 4,5 km entfernte Schwarzach und erst dann von dort in das ca. 6,5 km entfernte Welchenberg bringen musste.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 06.05.2020 11:21:02 Gelesen: 2596# 521 @  
Liebe Freunde,

ein Brief an den Magistrat der Stadt Auerbach in der Oberpfalz wurde offenbar von einem Privaten porto in München am 19.11.1842 abgesandt, der im 2. Gewicht lag und daher 10 + 5 = 15 Kreuzer Porto erforderte. Eigentlich waren Briefe von Privaten an königliche Stellen stets zu frankieren - aber der Brief kam sehr spät vor dem Postabgang Münchens Richtung Regensburg an (innerhalb der letzten halben Stunde), so dass er den Nebenstempel (Verzögerungsstempel) N. Abg. = Nach Abgang erhielt und vielleicht in München am Abend a) die Beleuchtung mies und b) das Fachwissen tief hing und man ihn dennoch annahm.



Bei seiner Ankunft, wann wissen wir nicht, musste der Brief von Kirchenthumbach nach Auerbach getragen werden, wofür "2 Xr. Bothenlohn" fällig wurden, die die Böthin von Auerbach kassierte für ihren Lauf.

Auch wenn der Brief alles, nur keine Schönheit darstellt, muss man erst einmal einen a) Portobrief eines Privaten an eine Behörde finden, der nicht annahmeverweigert wurde, b) einen Verzögerungsstempel zeigen können, der a) plausibel erscheinen lässt und c) einen Botenlohn aufweist, der das Ganze noch verteuert hat.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 07.05.2020 12:48:21 Gelesen: 2429# 522 @  
Liebe Freunde,

der folgende Brief sieht wie ein ganz Normaler aus, wenn man übersähe, was da links unten von der Hand des Absenders mal notiert worden war: "Mit 1 großen Schleifstein frey".



Der Absender in Röthenbach im Allgäu wollte am 12.5.1858 der Firma Gerhauser in Kaufbeuren einen großen Schleifstein schicken und hierfür diesen Brief als Begleitbrief oder Begleitadresse fungieren lassen, hat es sich dann aber anders überlegt.

Dafür hatte er (nicht die Post!) diesen unzulässigen Vermerk (die Briefpost übernahm keine Briefe mit großen Schleifsteinen) zu streichen und, da frey schon mal notiert worden war, auch den Brief zu frankieren, hier bis 1 Loth inkl. bis 12 Meilen mit 3 Kreuzern, was er auch tat.

Am Folgetag kam der Brief an - wann der große Schleifstein bei Gerhauser angekommen ist, werden wir wohl nie heraus finden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 08.05.2020 09:11:12 Gelesen: 2281# 523 @  
Liebe Freunde,

einer der schönsten Vormarkenzeitbriefe (VMZB) aus Ulm / bzw. Neu-Ulm, die ich je gesehen habe, kam bei Rauhut ins Angebot und jetzt ist er hier: Verfasst in Ulm am 26.10.1845 mit Postaufgabe in Neu-Ulm am 28.10. lief er an die Firma Gerhauser in Kaufbeuren, worfür diese Firma 6 Kr. Porto zahlte.



Von Ulm bzw. Neu-Ulm nach Kaufbeuren waren es 74 km, also genau 10 Meilen. Der Brief wog über 1/2 bis 1 Loth, daher war das Porto des einfachen Briefes nach dem Reglement vom 1.1.1843 bei über 6 - 12 Meilen von 4 Kreuzer mit 6 Kr. korrekt.

Bei einer Postaufgabe von Ulm aus hätte man 2 + 1 Kr. für Württemberg und 4 + 2 = 6 Kr. wie geschehen für Bayern gerechnet, so dass der bayer. Empfänger auf diese Weise 3 Kr. Porto sparte.

Es spricht auch durch die zeitliche Divergenz vom Schreiben des Briefes bis zur Aufgabe 2 Tage später einiges dafür, dass man ruhig ein paar Tage warten konnte, bis vlt. eine entsprechende Anzahl von Briefen zusammen gekommen war, um sie dann auf einmal über die Brücke nach Neu-Ulm zu bringen. Da man mind. 2 Kr. pro Brief nach Bayern sparte, Briefe über Bayern nach Österreich z. B. aber deutlicher verbilligen konnte, ist diese Variante gut denkbar.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.05.2020 08:38:45 Gelesen: 2171# 524 @  
Liebe Freunde,

am 21.9.1856 schrieb man einen einfachen Brief von Ulm / Neu-Ulm nach Zweibrücken in der schönen Pfalz für 6 Kreuzer bis 1 Loth inklusive.



Bei einer Postaufgabe in Ulm hätte man 9 Kr. für ihn bezahlen müssen und er durfte nur unter einem Loth wiegen. Da er heute nur 4 g wiegt, und sein Inhalt sicher nicht das Telefonbuch von New York war, dürfte er auch damals unter einem Loth gewogen haben (und das Telefonbuch von New York soll ja 1856 allein schon deswegen nicht ganz so dick gewesen sein, weil es noch gar kein Telefon gab).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.05.2020 09:03:48 Gelesen: 2166# 525 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen mit Siegel verschlossenen Brief aus Rechtenbach (nicht das heutige Schweigen - Rechtenbach, sondern das fränkische im Spessart nach Hain im Spessart, beide etwa 16 km voneinander getrennt. Das Datum war der 30. May 1836 und geschrieben hatte den Brief Joseph, der Bruder der Adressatin. Aber es war nicht nur der Brief selbst, sondern er hatte sogar noch eine Einlage, wie der Text Josephs beweist:





"Liebe Schwester!

Meinem Versprechen gemäß übersende ich dir den jüngsten

von Schmalwasser erhaltenen Brief; nach gemachtem Gebrauche

lasse mir denselben gelegentlich wieder zukommen.

Empfehle mich Deinem lieben Mann bestens, und

lebe recht wohl, dies wünscht Dein aufrichtiger Bruder Joseph

Rechtenbach den 30ten May 1836 - In Eile -

Die Adresse lautet: "Wohlgeboren dem königlichen Revierförster Herrn Drescher zu Hain D(urch) G(üte).

Rechtenbach bekam erst 1881 eine eigene Postexpedition, Hain erst 1841, wobei diese mangels Masse wieder 1854 aufgelöst wurde, ehe endlich im Jahr 1900 eine Posthilfsstelle dort eingerichtet wurde, ergo waren beide Orte nicht direkt von Poststellen versorgt.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der verschickte Brief mit einem Siegel verschlossen worden war und der Inhalt, ein weiterer Brief von einem Herrn Schmalwasser, vermutlich auch - ergo gehe ich von 2 Straftaten in einem Brief aus und das kannte ich bisher noch nicht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.05.2020 09:20:29 Gelesen: 2165# 526 @  
Liebe Freunde,

dank des netten Hinweises eines Forumsmitgliedes (danke dafür!) konnte ich per Spontankauf diese Rosine hier schnappen: Brief aus Nürnberg über Forbach nach Bilbao vom 2.3.1830 nach dem Postvertrag Bayerns mit Frankreich vom 1.1.1822.





Da Frankreich nicht mit Spanien abrechnete, mussten Korrespondenten ihre Briefe für die bayerische und französische Strecke frankieren, im anderen Fall wären sie am Schalter als nicht annahmefähig abzulehnen gewesen.

Der Nürnberger zahlte also 20 Kreuzer im Nenner des siegelseitigen Bruches für Bayern bis Forbach und 42 Kreuzer Weiterfranko für Frankreich ab Forbach bis Irun, dem Eingangspostamt Spaniens.

Spanien taxierte ihn mit 9 Reales bis Bilbao, die der Empfänger zahlen durfte. Die Strecke Irun - Bilbao betrug ca. 120 km und 9 Reales entsprachen ca. 14 Kreuzern.

Empfänger war die Firma Errazquin und Söhne, Absender die Firma J. D. Wiss in Nürnberg.

Offenbar gab es Probleme in Forbach bei der Reduktion der von Bayern bonifizierten 42 Kreuzer. Bekanntlich entsprach eine Decime 2,85 Kreuzer rheinisch, womit 42 Kr. genau 14,74 Decimes entsprachen, hinten aufgerundet auf 15 Decimes. Doch dann wurden diese m. E. korrekten 15 Decimes gestrichen und darüber 18 Decimes notiert, während man unter den bayerischen Bruch 12 Decimes notierte. Leider kann ich das französische Gebührenchaos nicht aufklären und es wäre schön, wenn es einer könnte.

Der Stempel P.P. von Nürnberg zeigte, dass die Gebühr - so weit möglich - vom Absender bezahlt worden war.

4 A.E.D. war der Stempel von Forbach, dem alphabetisch 4. Grenzpostamt Frankreichs und des Vermerks "Par Paris & Bayonne" hätte es wohl bei dem Zielort nicht wirklich bedurft.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
SH-Sammler Am: 09.05.2020 16:00:17 Gelesen: 2112# 527 @  
@ bayern klassisch [#526]

Hallo Ralph,

ich nehme Deinen Brief von Nürnberg nach Bilbao als Anlass zum Berechnen der französischen Inland-Brieftaxe. Du weisst, Übung macht den Meister.

Dazu habe ich die Tarife der französischen Post ab 1828 aus einem Buch von Schäfer vor mir, siehe Tabelle nachstehend.



Die Distanzmessungen erfolgten nicht wie früher über Paris, sondern direkt vom “Aufgabeort” zum “Empfangsort”. Hier nehmen wir natürlich die Austauschbüros. So sind es von Forbach bei Saarbrücken bis Irun = 967 km in direkter Luftlinie

Damit sind wir in der Tariftabelle bei 12 décimes, bei einem Briefgewicht von 7½ Gramm.

Ich denke aber, dass der Brief in die nächste Gewichtsstufe bis 10 Gramm fiel; mit einer Taxe von 18 décimes. Das dürfte die 18 erklären. Als die Beamten allerdings die 42 Kreuzer umrechneten, stellten sie fest, dass damit keine 18 décimes abgegolten wurden.

Also die zu früh notierte 15 (= 42 Kreuzer) wieder streichen und korrigieren auf 18. Danach wurden die fehlenden 3 décimes = 8 Kreuzer von der Vergütung von 20 Kreuzern für Bayern abgestrichen, ergibt 12 Kreuzer.

Gruss

SH-Sammler

Hanspeter
 
bayern klassisch Am: 09.05.2020 16:22:41 Gelesen: 2102# 528 @  
@ SH-Sammler [#527]

Hallo Hanspeter,

vielen Dank für deine Teilnahme und das Abbilden des französischen Meilenzeigers.

12 Decimes wäre das 1. Gewicht gewesen, 15 Decimes war das, was Bayern Frankreich bonifizierte und 18 Decimes wäre es, wenn der Brief in Frankreich in der 2. Gewichtsstufe gelegen hätte - aber die 18 wurde ja auch gestrichen und es blieb die 12 übrig, wenn ich es richtig sehe. Das wiederum spräche für einen einfachen Brief bis 7,5 g.

Wäre es so, hätte Frankreich an Bayern 3 Decimes = knapp 9 Kreuzer rückvergüten müssen, woran ich aber nicht glaube.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 14.05.2020 10:35:32 Gelesen: 1459# 529 @  
Liebe Freunde,

den hier hätte man auch unter "Lustige Briefe" einstellen können, aber wir wollen die Postgeschichte des 19. Jahrhunderts ernst nehmen und vergessen das damit.





Ein Dienstbrief des fürstlichen Herrshaftsgerichts Mönchsroth wurde am 8.9.1844 an das königlich württembergische Amts - Notariat in Zoebingen mit Postaufgabe im 7 km entfernten Dinkelsbühl versandt und mit R.S. und der Expeditions-Nr. 1103 versehen - daher alles gut und portofrei von beiden Postverwaltungen belassen.

Wann der Brief in Zöbingen ankam, wissen wir nicht. Wir wissen aber, wenn wir den Brief umfalten, dass man ihn gewendet und vor dem 2.10. mit der Anschrift "Dem Fürstl. Herrschaftsgericht Mönchsroth" zuadressiert hatte, von wo aus er erneut, jetzt am 3.10.1844 unter der geänderten Expeditions - Nr. 2377, erneut nach Zöbingen verschickt wurde.

Das war alles im Großen und Ganzen auch gar nicht mal falsch gemacht worden in Dinkelsbühl, aber üblicherweise strich man den alten Stempel der 1. Versendung durch, um für alle Beteiligten für Klarheit hinsichtlich des Postaufgabedatums zu sorgen. Von daher haben wir hier eine kleine Contravention, über die ich mich sehr freue.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 22.05.2020 09:43:43 Gelesen: 550# 530 @  
Liebe Freunde,

in meiner doch schon recht umfangreich gewordenen Minisammlung "Briefe mit Briefen" hatte ich bisher nur einen Brief aus der Pfalz, jetzt kam ein zweiter, wie ich finde ganz Hübscher hinzu: Leider ohne Inhalt und daher ohne Jahr, aber aus Ludwigshafen mit dem oM 291 und folgender Adresse: "Herrn Franz Karcher, wohlgeboren, mit Briefen der Herren Gebrüder Karcher - Kaiserslautern".



Franz Daniel Karcher war wohl der Gründer der Frankenthaler Zuckerfabrik und als solcher sicher prominent. Ludwigshafen liegt direkt neben Frankenthal in der Pfalz, von daher denke ich, dass man geschäftliche Briefe diesem Brief beigeschlossen hatte - die allesamt aber nur 1 Loth inklusive wogen, es dürften also keine Liebesromane gewesen sein.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 24.05.2020 09:57:12 Gelesen: 348# 531 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Brief des bekannten Hanselshauses Paul von Stetten aus Augsburg an Fr. Rogger in Verona. Der Absender frankierte 10 Kreuzer, die hälftig zwischen Bayern und Italien aufgeteilt wurden. Die Aufgabepost vergaß aber am 12.11.1869 die Entwertung der 3 Kr. Marke und "erwischte" nur die 7 Kr. Marke oben links, vermutlich wegen der "Schichtung" der Briefe beim Abstempeln. Allerdings sah jemand später dieses Missgeschick und entwertete sie per Federzug nach - sicher nicht sooo häufig zeigbar, wie ich finde.



Im Inhalt ging es um nicht weniger als 15.600 Gulden, ein kleines Vermögen damals, aber sicher nicht für Paul von Stetten, der verfügte noch über ganz andere Volumina. Ankunft war der Folgetag und man möge heute mal am 12. irgendeines Monats einen Brief nach Verona schreiben und darauf zählen, dass er einen Tag später zugestellt wird.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 24.05.2020 10:19:04 Gelesen: 343# 532 @  
Liebe Freunde,

meine nicht enden wollende Liebe zu Bayerns mit Abstand unattraktivster Marke, der Porto Nr. 1, war es, die mich dieses leere Briefchen kaufen ließ:



Absenderbehörde war das bischöfliche Dekanate Bayermünching am 18.6.1869, welches zum Postort Mering gehörte, an den Herrn Pfarrvikar Wiedeman in Meringerzell, Filiale von Mering. Es fiel in die Rubrik "Österlicher Seelenbeschrieb betreffend" und war mit der Expedition-Nr. 131 und dem Zusatz (Franchise) R.S. für Regierungs - Sache versehen aufgegeben worden.

Der Brief zeigte (mittlerweile leider ausgeschnitten) ein Dienstsiegel, die Angabe der Absenderbehörde oben vorn, die Expeditions-Nr. und die Franchise R.S. - und wurde trotzdem mit Porto belastet, blau in Mering taxiert und, weil im eigenen Zustellbezirk verbleibend, mit einer Portomarke versehen (Attest Brettl vom 4.11.2004 liegt hier vor - alles echt und authentisch).

Doch damit nicht genug, wie uns das Attest zeigt: Die Marke war zuvor bereits auf einem anderen Brief verwendet worden und wurde hier als Postbetrug erneut verwendet!



Schon das Recyclen einer Portomarke ist eine Rarität und nur in ganz wenigen Fällen (max. 5) bekannt - aber die Verwendung auf einem portofreien Lokalbrief ist noch seltener und wenn man beide Varianten auf einem Stück zeigen kann, ist man ein glücklicher Sammler.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 

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